Die richtige Montage und Laufrichtung von Fahrradreifen ist entscheidend für Fahrkomfort, Sicherheit und Performance. Besonders bei Reifen mit ausgeprägtem Profil, wie sie bei Mountainbikes, Trekking- und Citybikes üblich sind, spielt die Laufrichtung eine wichtige Rolle.
Laufrichtung erkennen
Auf den Seitenwänden der meisten Schwalbe Reifen findest Du einen "ROTATION" Pfeil, der die empfohlene Laufrichtung angibt. Beim Fahren muss das Rad in Pfeilrichtung rotieren. Auf älteren Reifen lautet die Angabe "DRIVE". Bei einigen MTB-Reifen findest Du hingegen einen "FRONT" und einen "REAR"- Pfeil. Der "FRONT"-Pfeil gibt die empfohlene Rotationsrichtung für das Vorderrad an und der "REAR"-Pfeil entsprechend für das Hinterrad.
Die "empfohlene Laufrichtung" besagt, dass der montierte Reifen beim Fahren des Fahrrades in diese Richtung drehen bzw. rotieren sollte. Unter Umständen müssen Sie den Reifen bei der Montage also einfach umdrehen, um die richtige Laufrichtung gemäß Pfeil oder Aufdruck zu erhalten. Die Reifen sind also immer gleich, nur die Richtung, wie herum er auf dem Laufrad montiert werden muss, ist hier entscheidend.
Was tun, wenn keine Markierung vorhanden ist?
Sie finden keine Pfeile und auch sonst keinen Aufdruck auf den Seitenwänden Ihres Fahrradreifens vor? Umso besser. Diese Reifen sind aufgrund Ihres Profils und Beschaffenheit nicht laufrichtungsgebunden und können in jede Richtung auf der Felge montiert werden.
Warum ist die Laufrichtung wichtig?
Doch warum ist es so wichtig, dass der Fahrradreifen, nach Angabe des Herstellers, in die richtige Richtung laufen sollte? Bei vielen Straßenreifen wäre aufgrund des geringen Profils die Laufrichtung praktisch egal, aus optischen Gründen zeigt der Pfeil bzw. Aufdruck die Laufrichtung an, damit die Reifen mit Ihrem V-Profil in Fahrtrichtung dynamischer und stimmiger aussehen.
- Optische Gründe: Bei Straßenreifen kann die Laufrichtung primär aus ästhetischen Gründen relevant sein.
- Gelände: Im Gelände ist die Bedeutung der Laufrichtung deutlich größer, denn hier bewirkt das Profil die Verzahnung mit dem Untergrund.
Besonders im Gelände und auf weichem und rutschigem Untergrund kann das Reifenprofil und Material seine Stärken nur richtig ausspielen, wenn es in der richtigen Richtung läuft, da sich das Profil mit seinen Stollen regelrecht mit dem Untergrund verzahnt.
Unterschiedliche Anforderungen an Vorder- und Hinterrad
Die Reifen für das Hinterrad und Vorderrad müssen bei der Fahrt verschiedene Aufgaben übernehmen. Das Vorderrad ist für die Übertragung von Lenk- und Bremskräften zuständig, während das Hinterrad die Antriebskräfte übertragen muss. Antriebs- und Bremskräfte haben unterschiedliche Wirkungsrichtungen.
Aquaplaning und Profil
Anders als beim Auto, gibt es beim Fahrrad kein Aquaplaning. Die Aufstandsfläche ist viel kleiner und der Anpressdruck viel höher. Ein Aufschwimmen kann theoretisch erst bei Geschwindigkeiten um die 200 km/h passieren.
Auf einer sauberen Straße hat das Profil nur einen geringen Einfluss auf die Fahreigenschaften. Die Haftung zwischen Straße und Reifen wird hier vornehmlich durch die Haftreibung zwischen Gummi und Straße erzeugt.
Anders sieht es auf einer verschmutzten Straße oder erst recht auf einem Feldweg aus. Auf den Seitenwänden der meisten Schwalbe Reifen findest Du einen "ROTATION" Pfeil, der die empfohlene Laufrichtung angibt. Beim Fahren muss das Rad in Pfeilrichtung rotieren. Auf älteren Reifen lautet die Angabe "DRIVE".
Stimmt nicht ganz, einsetzender Regen verbindet sich mit dem Staub der Straße zu einer richtig seifigen Schmiere. Rennradfahrer auf Vollslicks können ein Lied davon singen. Da liegt man in ner Kurve ganz schnell auf der Schnauze. Da bringt ein leichtes Profil im Reifen einiges. Wenn ordentlich Wasser auf der Straße steht ist es egal.
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