Die Reifen haben einen großen Einfluss auf das Fahrverhalten. Sie müssen nicht nur luftdicht sein und bleiben, sondern möglichst viel Haftung zur Fahrbahn vermitteln und wenig Rollwiderstand bieten.
Aufbau eines Reifens
Der Reifen besteht aus der Karkasse, einem nylonverstärkten Gewebe, das seine Grundstruktur bildet. Darüber haben moderne Reifen einen Pannenschutzstreifen aus Kevlar und darauf dann das Profil aus Gummi. Aufbau eines Faltreifens.
Wenn Fahrradreifen als unplattbar bezeichnet werden, haben sie einen sogenannten Pannenschutz. Die speziellen Fahrradreifen sind unplattbar, da sie einen ausgeprägten Pannenschutz aufweisen. Der Hersteller Schwalbe verwendet eine 3 mm dicke Schicht namens „GreenGuard“, bestehend aus recycelten Materialien. Continental nennt seinen „Gummibreaker“ ein „extra PunctureBelt“, welches den Reifen sowohl unterhalb des Profils als auch an den Seitenwänden verstärkt.
Die Fahrradreifen unplattbar unterscheiden sich hauptsächlich dadurch, wie dick der Pannenschutz ist und für welche Fahrrad-Art sie ausgelegt sind. In der Regel hat der Pannenschutz eine Dicke von drei bis fünf Millimetern. Weitere Unterschiede finden sich in der Beschaffenheit der Reifen.
Bei breiteren Reifen sinkt das Pannenrisiko. Aber: so unplattbar, wie manche Werbung verspricht, sind auch diese Reifen nicht. Gegen Stiche oder Risse von der Seite und Verschleißerscheinungen sind auch „unplattbare“ Reifen nicht geschützt.
Schlauchlose Reifen
Daneben sind in jüngster Zeit schlauchlose Reifen aufgekommen. Sie erfordern spezielle Felgen und werden vor allem im sportlichen Bereich und an Mountainbikes verwendet. Sie sind weniger pannenanfällig, zur Montage muss jedoch eine Dichtmilch verwendet werden.
Reifenhaftung und Profil
Leichter Tourenreifen mit Grip durch die Noppen: Der Schwalbe G-One. Wie gut ein Reifen haftet, hängt bei Fahrten auf Asphalt vor allem von der Gummimischung ab: Je weicher, desto griffiger und weniger haltbar; je härter, desto haltbarer und weniger griffig. Das Profil ist vor allem bei Fahrten auf unbefestigtem Untergrund und auf Schnee wichtig. Für E-Bikes und vor allem für die schnellen S-Pedelecs gibt es spezielle Reifen mit verstärkter Karkasse.
Luftdruck
Wichtig ist der richtige Luftdruck. Er ist vom Reifentyp und -durchmesser abhängig. Zwanzig Millimeter schmale Rennreifen brauchen 8 bar und mehr, bei fünf Zentimeter breiten und dickeren Mountainbike-Reifen fürs Gelände können schon weniger als 2 Bar reichen. Quetschung eines Reifens mit zu wenig Druck. Bei zu geringem Luftdruck steigt nicht nur der Rollwiderstand, sondern auch das Pannenrisiko.
Bordsteinkanten oder größere Steine können bis auf die Felge durchschlagen. Der Schlauch bekommt dann dort zwei kleine Löcher, wo das Hindernis auf die Felge gestoßen ist. War man früher der Meinung, dass schmale Reifen den geringsten Rollwiderstand bieten, so haben jüngste Tests ergeben, dass etwas breitere Reifen (bis 28 Millimeter) sogar weniger Rollwiderstand haben. Der Rollwiderstand resultiert aus der Materialverformung des Reifens während der Bewegung. Mit Reifen ab zirka 32 Millimetern Breite ist man aber im Gelände im Vorteil.
Saisonale Reifen
Auch fürs Fahrrad gibt es spezielle Sommerreifen (mit wenig Profil) und spezielle Winterreifen. Spikesreifen sind eine gute Wahl auf Eis und festem Schnee. Bei schwierigen Witterungsbedingungen helfen Spikereifen, die in Deutschland für Radfahrer erlaubt sind. Sie müssen allerdings zuvor eingefahren werden, und die kleinen Stahlpins nutzen sich auf Asphalt schnell ab.
Schläuche
Die allermeisten Reifen brauchen einen Schlauch. Latex ist elastischer als Butyl und Polyurethan und wird gern an Rennradreifen verwendet. Latex-Schläuche rollen leichter und bieten weniger Widerstand als Butyl-Schläuche. Aber sie halten die Luft weniger gut und sind nicht so pannensicher wie Butyl-Schläuche. Butyl ist etwas schwerer, hält dafür aber die Luft besser.
Unabhängig vom Material ist es normal, dass Fahrradreifen Luft verlieren. Am Alltagsrad sollte man etwa einmal im Monat nach dem richtigen Reifendruck schauen.
Test und Vergleich
Wer sich für Fahrradreifen entscheiden möchte, die unplattbar sind, sollte im Vorfeld Test und Vergleich zu Rate ziehen. Durch die Ergebnisse daraus kann die richtige Kaufentscheidung getroffen werden. Auch bei einem Fahrradreifen unplattbar Test und Vergleich sollte jedoch auf verschiedene Punkte geachtet werden. Fahrradreifen unplattbar haben in der Regel einen geringeren Abrieb als andere Reifen-Arten. Zudem sollten sie natürlich tatsächlich den Kontakt zu und das Eindringen von Fremdkörper überstehen können.
- Von wem und wie wurden Test und Vergleich durchgeführt?
- Wie fließen die einzelnen Test-Punkte in die Gesamtbewertung ein?
Auch wenn die Begriffe häufig synonym verwendet werden, handelt es sich bei Test und Vergleich dennoch um verschiedene Verfahren. Bei einem Test sollten die Fahrradreifen unplattbar tatsächlich auch in der Praxis getestet werden, um die Angaben des Herstellers zu überprüfen. Von wem und wie der Test oder Vergleich durchgeführt wurde, sollte klar erkennbar sein.
Auch die Hersteller oder Händler der Fahrradreifen unplattbar können einen Vergleich durchführen. Das kann unter anderem dann hilfreich sein, wenn verschiedene Modelle oder Serien angeboten werden und die beste Ausführung für den eigenen Bedarf gefunden werden soll. Damit Test und Vergleich der Fahrradreifen unplattbar aussagekräftig sind, sollten die entsprechenden Test-Kriterien entsprechend ausfallen.
ETRTO und Reifengröße
Die Abkürzung ETRTO steht für The European Tyre and Rim Organisation. Dabei gibt die erste Zahl die Reifenbreite an, während die zweite Zahl für den Innendurchmesser steht. Die Reifenbreite in Millimetern ist ebenfalls ein Faktor, der in Test und Vergleich erwähnt werden sollte. Wiederum ist es nicht die beste Wahl, einen besonders breiten oder besonders schmalen Reifen zu wählen.
Breitere Fahrradreifen bieten einen besseren Halt, erlauben jedoch kaum hohe Geschwindigkeiten. Schmalere Reifen haben eine kleinere Kontaktfläche zum Boden, dadurch fahren sie sich leichter und können mit weniger Aufwand höhere Geschwindigkeiten erreichen. Allerdings bieten sie auch weniger Stabilität. Um einen Vergleich der Preise durchführen zu können, sollte in Test und Vergleich angegeben werden, wie viele Reifen im Lieferumfang enthalten sind.
Ob der Fahrradreifen unplattbar sofort aufgezogen werden kann oder zusätzlich ein Schlauch benötigt wird, sollte ebenfalls aus Test und Vergleich hervorgehen. Der Einsatzzweck beziehungsweise die Eignung der Fahrradreifen unplattbar sollte klar aus Test und Vergleich hervorgehen. Einige Reifen eignen sich aufgrund ihrer Beschaffenheit und ihres Profils vor allem oder auch ausschließlich für Asphalt und lediglich leichtes Gelände. Manche Modelle können sich das ganze Jahr über bewähren, andere sollten hingegen nur im Sommer gefahren werden. Auch passionierte Fahrradfahrer und Sportler greifen zunehmen zum E-Bike, wenn sie sich zumindest einige Abschnitte auf der Strecke erleichtern möchten.
Art und Dicke des Pannenschutzes sollten bei den Fahrradreifen unplattbar in jedem Fall in Vergleich und Test erwähnt werden. Ein drei Millimeter starker Pannenschutz hält naturgemäß weniger aus, als ein Reifen mit einem fünf Millimeter dicken Pannenschutz. Häufig bestehen diese aus einem Materialgemisch, beispielsweise Kautschuk und recyceltem Kunststoff.
Die Sicherheit beim Fahren hängt entscheidend davon ab, welchen Grip die Fahrradreifen unplattbar aufweisen. Ein guter Halt auf der Strecke ist nicht möglich, wenn der Grip fehlt. Die Lebensdauer des Reifens ist abhängig von dem Material. Minderwertige Materialien werden schnell porös und haben einen hohen Abrieb. Das heißt, dass das Profil schnell reduziert wird.
Bekannte Marken und Alternativen
Fahrradreifen unplattbar oder pannensichere Reifen von führenden Marken und Herstellern haben verschiedene Vorteile. Dadurch lassen sich sehr einfach umfassende Informationen sammeln und viele Ergebnisse zu Rate ziehen. Neben Test und Vergleich finden sich zu den Fahrradreifen unplattbar führender Hersteller auch zahlreiche Kundenrezensionen. Der Vorteil hieran ist, dass beispielsweise auch typische Schwachstellen aufgeführt werden.
Da es sich bei den Fahrradreifen unplattbar noch um eine relativ neue Entwicklung handelt, finden sich noch nicht allzu viele Anbieter der speziellen Reifen. Die meisten Hersteller (z. B. Schwalbe und Continental) setzen bei pannensicheren Fahrradreifen auf eine zusätzliche Gummiverstärkung. Das Prinzip ist einfach: Fährt man über eine Reißzwecke, bleibt sie im Gummi stecken und erreicht nicht die Luft. Es gibt aber noch andere Methoden. Der Hersteller Tannus hat z. B. mit dem Modell Airless einen Fahrradreifen auf den Markt gebracht, der ohne Luft fährt. Im Inneren des Reifens befindet sich ein von Tannus patentierter Polymerschaumstoff.
Eine weitere Möglichkeit, ist die Nutzung eines „Zaubermittels“ wie PRO-F-I Reifen-Impfung. Auf Fahrradmessen werden luftgefüllte Fahrradreifen mit langen Nägeln durchstochen und dann in Wasser getaucht - nach ein paar wenigen Bläschen geschieht: nichts. Der Reifen wird nicht platt. Verantwortlich ist eine Dichtemulsion, die ins Ventil gefüllt wird.
Kauf im Internet oder im Fachhandel?
Wenn Fahrradreifen unplattbar gekauft werden sollen, stellt sich auch die Frage, wo sie erworben werden sollen. Direkt im Fachhandel vor Ort oder im Internet? Beide Varianten bieten verschiedene Vorzüge und Nachteile. Die Auswahl im Internet ist deutlich größer als im stationären Handel. Jedes erhältliche Modell kann online gefunden werden. Im Fachhandel kann eine direkte Beratung in Anspruch genommen werden. Online finden sich hingegen verschiedene Ratgeber.
Welche Fahrradreifen unplattbar die beste Wahl für das eigene Fahrrad sind, lässt sich durch Test und Vergleich vergleichsweise einfach herausfinden. Online lassen sich die entsprechenden Ergebnisse mit sehr wenig Aufwand finden. Ebenso wie Test und Vergleich können auch Kundenrezensionen online sehr einfach gefunden werden.
Ob sich die Fahrradreifen unplattbar bei einem anderen Händler günstiger finden, lässt sich im Internet mit einer einfachen Suche und wenigen Klicks ganz bequem und schnell feststellen. Nicht nur aber vor allem, wenn in der näheren Umgebung kaum ein Fahrrad-Fachhandel zu finden ist, gestaltet sich der Kauf online deutlich komfortabler. Fahrt, Anstehen und Parkplatzsuche entfallen.
Typische Schwachstellen und Alternativen
Auch wenn sich die Fahrradreifen unplattbar als sehr praktisch erweisen, können einige Modelle dennoch typische Schwachstellen aufweisen. Abgesehen von Vollgummireifen sind auch die Fahrradreifen unplattbar nicht vollständig pannensicher. Trotz des Pannenschutzes gehören eine Luftpumpe und ein Reifen-Flick-Set also zum sinnvollen Zubehör.
Für den Wechsel der Reifen empfiehlt sich weiterhin zum einen das passende Werkzeug und zum anderen Reifenheber für das Fahrrad. Hierdurch wird der Aufwand deutlich reduziert und der Wechsel vereinfacht. Sofern es sich nicht um Vollgummireifen, sondern um Luftreifen handelt, sind Pannen dennoch möglich. Die unplattbaren Reifen reduzieren das Risiko dafür jedoch.
Eine Alternative zu den Fahrradreifen unplattbar stellen unter anderem Drahtreifen dar. Hier sorgt eine Drahtgestell für zusätzliche Stabilität. Eine weitere Alternative sind Vollgummireifen. Diese sind nicht luftgefüllt, sondern bestehen - wie der Name bereits verrät - vollständig aus Gummi. Eine weitere Alternative ist das Einbringen von einem Pannenschutz. Hierbei handelt es sich um eine Art Folie, die zwischen Mantel und Schlauch eingebracht wird. Der Vorteil hierbei ist, dass weder Reifen noch Schlauch gewechselt werden müssen.
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