Trekkingbike Reifen: Profil und Anforderungen
Wer ein Trekkingbike fährt, hat oft gehobene Ansprüche an seine Reifen. Auf einer ausgedehnten Tour mit Gepäck und auf wechselnden Untergründen erwartest du in erster Linie hohen Pannenschutz, guten Fahrkomfort und sicheren Grip auf allen Böden. Glücklicherweise lassen sich heutzutage diese vielfältigen Anforderungen in einem Reifen vereinen und du brauchst in keinem dieser Bereiche Einbußen in Kauf zu nehmen. Ein wesentlicher Punkt von guten Trekkingreifen ist die Profilgestaltung, die sich idealerweise nach dem hauptsächlichen Einsatzgebiet richtet und das Fahrverhalten maßgeblich beeinflusst. Von nahezu profillosen Reifen bis hin zu stark profilierten Reifen hast du bei den Herstellern eine breite Auswahl, unter der auch mit Sicherheit der ideale Reifen für dein Trekkingbike dabei ist.Wenn du die Reifen an deinem Trekkingbike ersetzen willst oder musst, kannst du die Reifengröße am einfachsten vom alten Reifen ablesen. Auf der Seitenwand des Reifens findest du meist so eine Angabe vor:Im Trekkingbike Bereich ist die Angabe der Reifengröße in Zoll üblich, kann dort aber als Dezimalzahl oder Bruch angegeben sein. Des Weiteren geben die Reifenhersteller zusätzlich die Reifenmaße nach ISO (ETRTO) und französischem Standard (mm) an.
Trekkingbike Reifen ohne Profil
Da es bei Fahrrädern das vom Auto bekannte Aquaplaning nicht gibt, können Reifen, die nur auf Asphalt eingesetzt werden, theoretisch ganz ohne Profil auskommen. In der Praxis werden jedoch komplett profillose Reifen, sog. Slicks, nur an Rennrädern verbaut - Trekkingbikes verfügen immer über profilierte Reifen. Die Andeutung des Profils in der Lauffläche dient hier zum einen als Verschleißmarker und zum anderen verleiht die Profilgestaltung dem Reifen ein unverwechselbares Aussehen und eine optische Dynamik. Diese Reifen sind perfekt für schnelle Touren auf guten Straßen.Vorteile von Trekkingbike Reifen ohne Profil:- Größtmöglicher Kontakt zwischen Reifen und Fahrbahn
- Nahezu geräuschloses Abrollen durch die profillose Lauffläche
- Guter Grip auf Asphalt und feinen Schotterwegen
- Geringer Rollwiderstand
- Wenig Grip auf matschigen und losen Böden
- Kaum Grip auf Schnee
Ein guter Kompromiss für Radfahrer, die ihr Trekkingbike zwar zum größten Teil auf der Straße, aber bei jedem Wetter und auch mal abseits asphaltierter Wege fahren, kann ein Allround-Reifen mit einem mittleren Profil sein, z.B. der Continental Contact Speed. Diese Reifen haben auf nassen Straßen einen besseren Grip als ihre profillosen Pendants, besitzen ähnlich viel Kontaktfläche, können sich aber durch die einzelnen Profilblöcke besser im Straßenbelag verkrallen und kleine Steine oder Wasser besser ableiten. Gerade auf regennassen Schotter- oder Naturwegen spielen solche Profile ihre Stärke aus, bieten deutlich mehr Grip und sorgen somit für eine hohe Fahrstabilität.
Trekkingbike Reifen mit Profil
Typische Trekkingreifen mit ausgeprägtem Profil sind zum Beispiel der Contact Cruiser und der Speed Ride von Continental, die ebenfalls gerne an aktuellen Trekkingbikes verbaut werden und bessere Fahreigenschaften auf losen Untergründen besitzen:
Das Profil an diesen Reifen ist deutlicher ausgeprägter und bietet daher auf Schotter- und Naturwegen deutlich mehr Grip. Die durchgehende Lauffläche in der Mitte des Contact Cruiser dient einem ruhigen Geradeauslauf und leisem Abrollen auf Asphalt, der Speed Ride ist mit seinen Profilblöcken etwas lauter und rauer im Abrollverhalten. Vorsichtig solltest du bei Reifen sein, die auch links und rechts der Lauffläche einzelne Profilblöcke haben - sie bieten zwar tollen Grip auf losen Untergründen, können sich aber in schnellen Kurven auf Asphalt schwammig anfühlen.
Vorteile von Trekkingbike Reifen mit Profil:- Guter Grip auf losen Untergründen und Schnee
- Bei durchgehender Lauffläche in der Mitte nahezu geräuschloses Abrollen
- Für Asphalt, Schotter- und Naturwege gleichermaßen geeignet
- Größerer Einsatzbereich als profillose Trekkingreifen
- Meist etwas schwerer als profillose Trekkingreifen
- Schwammiges Fahrverhalten auf Asphalt bei grobem Profil
- Lauteres Abrollgeräusch
Eine Empfehlung für Radfahrer, die von ihrem Trekkingbike Reifen sowohl eine gute Performance auf Asphalt als auch auf losen Untergründen bei jedem Wetter erwarten, sind diese Reifen aus der Marathon-Familie von Schwalbe. Diese Reifen bieten durch ihr grobes, aber immer noch straßentaugliches Profil die ideale Kombination aus beiden Welten. Für Fahrten auf Schnee gelten prinzipiell die gleichen Grundsätze wie auf matschigen Untergründen: Hier hilft nur ein grobes Profil.
Wer viel bei Schnee und Eis unterwegs ist, kann sich auch ein speziellen „Winterreifen“ aufziehen. Diese Reifen verfügen über Spikes aus Aluminium und bieten dadurch auch auf vereisten Straßen den nötigen Grip. Nachteile sind jedoch das höhere Gewicht, die schlechteren Laufeigenschaften auf Asphalt und das deutlich lautere Abrollgeräusch.
Reifenbreite
Wenn du die Reifen an deinem Trekkingbike austauschst, stellt sich neben der Frage nach dem Modell und dem Profil auch die Frage nach der Reifenbreite. Unsere klare Empfehlung lautet hier: So breit wie möglich! Breite Reifen haben neben einer größeren Aufstandsfläche auch den Vorteil, dass sie mit einem geringeren Druck gefahren werden können. Ein niedriger Luftdruck sorgt für gesteigerten Fahrkomfort und entspannteres Überfahren von Unebenheiten oder schlechten Wegstrecken. Gerade an ungefederten Trekkingbikes kann ein breiter Reifen mit dem richtigen Luftdruck für ein deutliches Komfort-Plus sorgen.Achte bei der Auswahl einer neuen Reifenbreite auf die Platzverhältnisse an deinem Trekkingbike, nicht alle Räder können Reifen in jeder Breite aufnehmen. Limitierende Elemente sind häufig die Bremskörper bei Felgenbremsen, die vorhandenen Schutzbleche, aber auch die Durchgängigkeit an Gabel, Sitz- und Kettenstreben.
Sichere Trekkingbike Reifen
Ein platter Reifen ist ärgerlich und kostet Zeit und Nerven, bis er behoben ist. Dabei kannst du beim Aufziehen eines neuen Reifens gleich für gute Voraussetzungen sorgen, dass du von einem Platten verschont bleibst. Ein pannensicherer Reifen ist immer das Zusammenspiel mehrerer Komponenten:- Felgenband: Auf der Innenseite der Felge sollte ein Felgenband aufgezogen sein. Achte auf den richtigen Sitz und einen unbeschädigten Zustand. Das Felgenband sitzt richtig, wenn es alle Speichennippel bzw. Speichenbohrungen komplett abdeckt - sitzt es falsch, kann der Schlauch durch Reibung beschädigt werden.
- Schlauch: Die Auswahl des Schlauches kann die Pannenanfälligkeit maßgeblich beeinflussen: Da am Trekkingbike das Gewicht eine untergeordnete Rolle spielt, verzichte lieber auf sogenannte „Light“ Schläuche. Die wiegen zwar etwas weniger, erkaufen sich den Gewichtsvorteil aber durch dünnwandiges, und damit leider auch pannenanfälligeres Material. Die erste Wahl für Trekkingbikes sind Standard Butyl-Schläuche. Ein Schlauch ist relativ günstig, daher solltest du beim Reifenwechsel auch gleich einen neuen Schlauch mit einziehen. Schläuche verlieren mit der Zeit ihre Elastizität, was durch permanente Reibung und Temperaturunterschiede zusätzlich verstärkt wird.
- Reifen: Ob nun DuraSkin und SafetyPlus von Continental, oder PunctureGuard und Greenguard von Schwalbe - die Hersteller sind hinsichtlich der Namensgebung für ihre Pannenschutzlösungen sehr kreativ. Das Wirkprinzip ist dabei bei allen Modellen ähnlich: Eine in den Reifen eingearbeitete Einlage aus Kautschuk, Gummi, Gewebe oder einer Kombination aus diesen Materialien soll das Durchdringen von Fremdkörpern verhindern. Diese Einlage ist meist 3 bis 5 mm dick und verhindert zuverlässig Durchstiche oder Schnitte - wenn der Reifendruck stimmt!
- Reifendruck: Nur mit richtig eingestelltem Reifendruck kann der Reifen optimal arbeiten. Zu hohe Drücke machen den Reifen empfindlicher gegen Durchstiche und können Schlauchplatzer verursachen. Zu geringe Drücke lassen Reifen und Schlauch stärker walken, wodurch mehr Reibung entsteht. Außerdem riskierst du beim Überfahren von Fräskanten, Schlaglöchern oder Bordsteinen Durchschläge, auch Snake-Bites genannt.
- Dichtmilch: Wer technisch etwas versiert ist und den höheren Montageaufwand nicht scheut, kann mit Dichtmilch bzw. einem Tubeless-System die Pannenresistenz zusätzlich steigern. Voraussetzung dafür sind Tubeless-Ready Felgen und Reifen. Die Dichtmilch im Reifen verschließt kleinere Durchstiche und Schnitte noch während der Fahrt und verhindert somit ein komplettes Entweichen der Luft aus dem Reifen.
Luftdruck
Der richtige Luftdruck sorgt für guten Grip, ein sicheres Fahrgefühl und angenehmen Fahrkomfort, daher solltest du den Luftdruck regelmäßig kontrollieren und ggf. den Begebenheiten anpassen. Entscheidende Größen für die Auswahl des richtigen Reifendrucks sind die Reifenbreite und das Fahrergewicht. Anhand unserer Tabelle kannst du den Reifendruck einstellen und je nach Vorliebe in der angegebenen Spanne variieren. Auf keinen Fall solltest du den Minimum-Druck oder den Maximal-Druck unter- bzw. überschreiten, diese beiden Drücke sind auch auf der Reifenflanke angegeben.Empfohlener Reifendruck für 28“ Reifen in Abhängigkeit von Fahrergewicht und Reifenbreite:| Fahrergewicht | 50-70 kg | 70-90 kg | 90-110 kg |
|---|---|---|---|
| Reifenbreite in mm | Reifendruck in bar | Reifendruck in bar | Reifendruck in bar |
| 30 - 35 | 4,5 - 5,5 | 5,5 - 6,5 | 6 - 7 |
| 37 - 42 | 3 - 3,5 | 3,5 - 4,5 | 4 - 5 |
| 42 - 47 | 2,5 - 3 | 3 - 4 | 4 - 5 |
| 50 - 60 | 2 - 2,5 | 2,5 - 3,5 | 3,5 - 5 |
Rennrad Reifen
Neben einem wünschenswerten Pannenschutz sollte der Reifen leicht rollen, gute Dämpfungseigenschaften besitzen, einen zuverlässigen Grip bieten und natürlich nicht zu schwer sein. Waren die Rennradreifen früher kaum 20mm breit, sind heute Breiten bis zu 32mm durchaus üblich.
Der erste Reifensatz, der bei deinem neuen Rennrad montiert ist, wird meist gefahren, ohne sich weitere Gedanken zu machen. Doch spätestens, wenn die Reifen verschlissen sind und du dich nach Ersatz umschaust, wird die große Auswahl deutlich, die dir der Markt bietet. Auf keinen Fall unterschätzen sollte man die Fahreigenschaften, deren Unterschiede im direkten Vergleich selbst Rennrad-Neulinge erfahren können. Ob ein Reifen satt auf der Straße liegt oder eher springt, nervös oder gutmütig im Lenkverhalten ist, sich hart anfühlt oder einen dämpfenden Charakter hat, beeinflusst direkt das Fahrverhalten und den Komfort deines Rades.
Gewicht, Rollwiderstand und Pannenschutz sind die drei großen Faktoren, die die Eigenschaften eines Rennradreifens maßgeblich beeinflussen. Darauf folgen persönliche Vorlieben, Erfahrung, Preis, Handhabung und Optik.
Dabei orientieren sich die Reifenbreiten und -typen hauptsächlich am Einsatzzweck, sowie dem Komfort und dem Pannenschutz. Neben den klassischen Drahtreifen gibt es auch die leichteren und platzsparend zu transportierenden Faltreifen, beide müssen mit Schlauch gefahren werden. Tubeless Reifen dagegen erfordern spezielle, sog. Tubeless-Ready Felgen und geschraubte Ventile, die mit einer Dichtmilch ein luftdichtes System ergeben. Beim Tubular System sind Reifen und Schlauch miteinander vernäht oder vulkanisiert und müssen sorgfältig auf die Carbon oder Alu Felge aufgeklebt werden.
In den vergangenen Jahren ist der Trend zu breiteren Reifen im Rennrad Segment deutlich erkennbar und er hat durchaus technische Vorteile: Breitere Reifen rollen einfach besser, das haben auch zahlreiche Testreihen ergeben. Zudem bieten breitere Reifen einen höheren Pannenschutz und mehr Komfort durch den geringeren Luftdruck, mit dem sie gefahren werden können.
Der Großteil der Rennradreifen kommt übrigens komplett ohne oder mit minimalistischem Profil ohne echte Funktion aus, da sie für den Einsatz auf der Straße konzipiert sind und den größtmöglichen Kontakt zwischen Reifen und Straße herstellen sollen. Leichte Markierungen in der Lauffläche sind meist Verschleißmarker, die dir anzeigen, wenn der Reifen abgefahren ist.
Reifendruck beim Rennrad
Der richtige Reifendruck beim Rennrad hängt von der Belastung (Körpergewicht), der Reifenbreite, dem Untergrund und natürlich deinen persönlichen Vorlieben ab. Die gängigen Reifengrößen beim Rennrad sind heute:- 23mm - der Reifen für Puristen und Leichtbaufans, die Einbußen beim Komfort für ein geringeres Gewicht gerne in Kauf nehmen und für die ein Rennrad einfach auf schmalen Reifen stehen muss.
- 25mm - die goldene Mitte zwischen leicht und komfortabel für den Rennradfahrer, der sowohl Radmarathons, als auch gerne mal ein Jedermann-Rennen bestreitet.
- 28mm - der perfekte Reifen für Tourenfahrer, die bei jedem Wetter und auch auf schlechten Untergründen schnell und komfortabel fahren möchten. Die paar Gramm Mehrgewicht werden für den Zuwachs an Pannenschutz gerne akzeptiert.
| Vorteile Reifen 23 - 25 mm | Vorteile Reifen größer als 25 mm | |
|---|---|---|
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| Nachteile Reifen 23 - 25 mm | Nachteile Reifen größer als 25 mm | |
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Mountainbike Reifen
Die richtige Reifenbreite für dein Mountainbike kann einen erheblichen Einfluss auf dein Fahrerlebnis haben. Die Reifenbreite beeinflusst das Fahrverhalten deines MTBs auf vielfältige Weise. Eine schmalere Reifenbreite bietet weniger Rollwiderstand und ermöglicht es dir, schneller auf der Straße zu fahren. Sie eignet sich auch besser für glatte Oberflächen. Wenn du hauptsächlich auf asphaltierten Straßen oder leichtem Gelände unterwegs bist, könnte eine schmalere Reifenbreite, beispielsweise zwischen 1,9 und 2,2 Zoll, die richtige Wahl für dich sein.Für Offroad-Abenteuer und anspruchsvolleres Gelände empfiehlt es sich, breitere Reifen zu verwenden. Eine größere Reifenbreite sorgt für mehr Traktion und Stabilität auf rauem Untergrund. Durch eine größere Auflagefläche der Reifen kannst du dich besser in Kurven legen und hast eine bessere Kontrolle über dein Bike. Breitere Reifen bieten auch mehr Dämpfung, was dir ein komfortableres Fahrgefühl auf unebenem Terrain verleiht. In diesem Fall könntest du Reifen mit einer Breite zwischen 2,3 und 2,6 Zoll in Betracht ziehen.
Beim Mountainbiken ist es in den meisten Fällen vorteilhaft, Reifen mit mehr Profil und somit mehr Grip am Vorderrad zu verwenden. Am Hinterrad hingegen profitierst du eher von Reifen mit geringerem Rollwiderstand. Einige Hersteller bieten spezielle Reifenmodelle für das Vorder- und Hinterrad an, aber du kannst auch eine individuelle Kombination auswählen, die deinen Bedürfnissen entspricht.
Beim Vergleich zwischen Tubeless-Reifen und Reifen mit Schlauch bieten Tubeless-Reifen einige bedeutende Vorteile. Erstens reduzieren sie den Rollwiderstand, da es keine Reibung zwischen Reifen und Schlauch gibt. Zweitens sind sie leichter, da kein Schlauch im Inneren benötigt wird. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass man mit Tubeless-Reifen bei geringerem Luftdruck fahren kann, ohne die Gefahr von Schäden zu erhöhen. Dies ermöglicht einen verbesserten Komfort und eine bessere Traktion auf unterschiedlichen Untergründen.
Für die meisten Mountainbikes sind Faltreifen die bevorzugte Option. Sie sind leichter und bieten somit Vorteile in Bezug auf das Gesamtgewicht des Bikes. Drahtreifen hingegen können bei extremen Einsätzen im Bikepark und bei Downhill-Bikes sinnvoll sein, da sie besonders stabil sind und eine robuste Konstruktion aufweisen. Zudem sind Drahtreifen oft etwas preiswerter als Faltreifen.
Weitere Reifentypen
- Clincher-Reifen: Diese sind die am häufigsten verwendeten Fahrradreifen. Sie haben eine U-förmige Karkasse, die auf die Felge geklemmt wird, und einen inneren Schlauch, der Luft hält.
- Tubeless-Reifen: Diese Reifen benötigen keinen inneren Schlauch. Sie versiegeln sich direkt an der Felge und können bei niedrigerem Luftdruck gefahren werden, was für besseren Grip und Komfort sorgt.
- Schlauchreifen (Tubular): Bei diesen Reifen sind der Reifen und der Schlauch zu einer Einheit vernäht.
- Gravel-Reifen: Diese sind für Schotter- und Offroad-Fahrten konzipiert.
- City- und Tourenreifen: Diese Reifen sind für den alltäglichen Gebrauch und längere Touren konzipiert.
Winterreifen mit Spikes
Prinzipiell für alle, die im Winter sicher unterwegs sein wollen und mit Schnee, Eisflächen oder Blitzeis rechnen. Dabei ist es egal, ob Sie auf einem Trekking-, Mountain-, Fat- oder Gravelbike pedalieren, ob Sie mit oder ohne Motorunterstützung fahren. Auf die Frage: „Darf ich in Deutschland auf der Straße überhaupt mit Spikes fahren?“, lautet die Antwort: Klassische Räder ohne Motor und Pedelecs dürfen mit Spikes im Straßenverkehr teilnehmen.Zuerst die Breite, denn Spikes bauen durch das wintertaugliche Profil und die überstehenden Spikes etwas breiter und höher als klassische Reifen. Wer seine Reifen performanceorientiert aufzieht, stellt sich die Frage: „Kann ich auch schlauchlos fahren?“ Alle Hersteller bieten bei Mountainbikereifen (und 45Nrth beim Gravelreifen) die Möglichkeit, auf den Schlauch zu verzichten. Das bringt in der Praxis einen geringeren Rollwiderstand, weniger Gewicht und einen Selbstheilungseffekt durch die dann zwingend zu verwendende Dichtmilch.
Damit sich die Spikes im Gummi setzen und dauerhaft sicher im Gummi sitzen, sollten die Reifen auf sauberer Asphaltstraße und bei langsamer Geschwindigkeit ohne scharfe Bremsmanöver gut 50 Kilometer eingefahren werden. Und wie lange halten Spikereifen? Die meist verbauten, gehärteten Stahlspikes aus Wolfram-Carbid-Stahl sind härter als Asphalt, halten mehrere tausend Kilometer und damit mehrere Jahre.
Pflege und Wartung
- Visuelle Inspektion: Überprüfen Sie den gesamten Reifen auf Risse, Schnitte, Abnutzungsspuren oder Einstichlöcher. Achten Sie besonders auf die Lauffläche und die Seitenwände.
- Luftdrucktest: Überprüfen Sie regelmäßig den Luftdruck des Reifens mit einem Luftdruckmesser. Ein korrekt aufgepumpter Reifen verbessert die Leistung und reduziert das Risiko von Pannen.
- Tasttest: Fühlen Sie den Reifen mit Ihren Händen ab, um Unebenheiten, Ausbuchtungen oder weiche Stellen zu finden. Solche Unregelmäßigkeiten können auf interne Schäden hinweisen.
- Profilprüfung: Überprüfen Sie die Tiefe und das Muster des Reifenprofils. Ein abgenutztes oder fast glattes Profil bietet nicht genügend Grip, besonders auf nassen oder rutschigen Oberflächen.
- Flexibilitätstest: Drücken Sie den Reifen leicht zusammen, um seine Flexibilität zu überprüfen. Reifen, die spröde oder zu hart sind, können auf Alterung oder UV-Schäden hinweisen.
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