Fahrradschuppen aus Holz selber bauen: Platz für 4 Fahrräder

Deine Fahrräder sollen gut geschützt vor Regen, Schnee und Sonne stehen? Dann bau dir doch einfach eine Fahrradgarage aus Holz! Eine wetterfeste Fahrradbox schützt nicht nur deine Räder vor Witterungseinflüssen, sondern sorgt auch für Ordnung im Garten oder auf dem Hof.

Warum ein Fahrradschuppen?

Abgestellte Fahrräder in Hof oder Garten sehen irgendwie immer chaotisch aus. Je mehr, desto wilder. Aber die Optik ist nicht der einzige Grund, warum Räder besser in einem Fahrradschuppen oder Unterstand aufgehoben sind. Sind sie ständig Wind und Wetter ausgesetzt, nehmen sie langfristig Schaden oder werden vielleicht sogar geklaut.

Die Vorteile eines Fahrradschuppens

  • Schützt Fahrräder vor Witterungseinflüssen
  • Sorgt für Ordnung
  • Verhindert Diebstahl
  • Verlängert die Lebensdauer der Fahrräder

Verschiedene Arten von Fahrradunterständen

Es gibt verschiedene Arten von Fahrradunterständen, darunter Fahrradgaragen, Fahrradboxen und Fahrradschuppen. Hier ein kurzer Überblick:

  • Fahrradgaragen: Kleinere, geschlossene Unterstände mit Tür an der schmalen oder Längsseite.
  • Fahrradboxen: Kompakte Alternative, ideal bei wenig Platz. Oft mit Klappdeckel.
  • Fahrradschuppen: Größer als Fahrradgaragen, bieten Stehhöhe und Platz für mehr Fahrräder.

Fahrradbox

Fahrradboxen sind eine kompakte Alternative, wenn nur begrenzt Platz zur Verfügung steht. Sie können entweder frei im Vorgarten platziert oder direkt an die Hauswand geschoben werden. Meist passen ein oder zwei Räder in die Box. Durch die geringe Bauhöhe - viele Modelle sind nur 1,50 m hoch - beeinträchtigen sie die Sicht aus dem Erdgeschossfenster nicht. Zudem sind sie optisch weniger dominant als ein Fahrradschuppen. Die Tür ist abschließbar. Besonders komfortabel sind Fahrradboxen mit Klappdeckel, der sich nach oben öffnen lässt.

Fahrradschuppen & Fahrradgarage

Während die Fahrradgaragen oder Fahrradboxen oft nur 1,50 Meter hoch sind, kann man sein Rad in den Fahrradschuppen reinschieben und dabei aufrecht gehen. Für einen Schuppen braucht ihr daher automatisch mehr Material.

Vorteile

  • abschließbare Tür
  • Fahrräder sind von außen nicht sichtbar
  • bietet volle Stehhöhe
  • auch Lastenräder, Fahrradanhänger oder Bobbycars lassen sich bequem unterbringen

Nachteile

  • ggf. Braucht die Fahrradgarage eine Baugenehmigung?

DIY-Anleitung: So baust du deine eigene Fahrradgarage

Simon hatte genau das gleiche Problem: Seine Fahrräder standen ungeschützt im Freien, was auf Dauer nicht ideal war. Also entschied er sich, eine praktische Fahrradgarage zu bauen und zu lackieren - mit der WAGNER W 590 FLEXiO, die das Lackieren besonders einfach und gleichmäßig macht. Hier bekommst du die komplette Anleitung, damit du deine eigene Fahrradgarage selber bauen kannst.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Holzteile vorbereiten: Bevor es ans Lackieren geht, müssen alle Holzteile sauber sein. Lege sie alle nebeneinander und entferne Staub und Schmutz mit einem trockenen oder leicht feuchten Tuch. So hält die Farbe später besser.
  2. Farbe vorbereiten: Fülle die WAGNER W 590 FLEXiO mit der gewünschten Farbe. Mach einen kurzen Sprühtest auf einem Stück Pappe oder Holz, um die richtige Einstellung zu finden. Falls nötig, passe die Einstellungen entsprechend an.
  3. Material richtig positionieren: Am besten legst du die Holzteile auf eine flache Arbeitsfläche, möglichst etwas erhöht. So kannst du bequem sprühen, ohne dich ständig bücken zu müssen und beim Beschichten entstehen keine Farbnasen.
  4. Alle Teile beschichten: Jetzt wird gesprüht! Die großen Flächen lackierst du gleichmäßig, die Kanten kannst du mit der Detail-Einstellung der WAGNER W 590 FLEXiO bearbeiten. Kleinere Teile legst du am besten nebeneinander, damit du sie in einem Durchgang sprühen kannst. So werden alle Teile mühelos und schnell beschichtet.
  5. Trocknen lassen & zweite Schicht auftragen: Lass die erste Farbschicht gut trocknen. Falls nötig, trage eine zweite Schicht auf, um eine perfekte Deckung zu erzielen.
  6. Fahrradgarage zusammenbauen: Nun geht’s ans Bauen! Zuerst den Boden, dann die Seitenwände und die Rückwand miteinander verbinden. Achte darauf, dass alles stabil verschraubt ist.
  7. Türen montieren: Befestige die Türen mit Scharnieren an der Fahrradgarage. Prüfe, ob sie sich leicht öffnen und schließen lassen.
  8. Dachpappe anbringen: Damit dein Fahrradschuppen auch von oben wasserdicht ist, bringst du die Dachpappe an.

Fundament und Standort

Wenn ihr den idealen Standort gefunden habt, müsst ihr zunächst den Boden ebnen. Für ein stabiles Fundament aus quadratischen Gehwegplatten müsst ihr die gewünschte Fläche zunächst etwa 30 bis 40 Zentimeter tief ausheben und mit Schotter und Split verfüllen. Wenn ihr nur eine kleine Fahrradgarage für ein bis zwei Räder plant, reichen auch nur die Gehwegplatten.

Ist ein Fundament für den Bau einer Fahrradgarage notwendig?

Soll die Fahrradgarage lange halten, dann braucht sie einen ebenen und festen Untergrund. Bei einem einfachen Fahrradunterstand oder Bikeport genügt es, wenn du den Boden aushebst, die Stützpfosten einbetonierst, die Fläche mit Splitt füllst und anschließend mit einer Rüttelplatte verdichtest. Ein Fahrradschuppen oder eine Fahrradgarage sind um einiges schwerer als eine Fahrradbox. Ein solides Betonfundament verhindert, dass sich das Häuschen über die Zeit hinweg absenkt.

Materialien und Konstruktion

Achtet darauf, dass euer Holz vor dem Bauen vorbehandelt wurde. Ihr könnt zum Beispiel kesseldruckimprägniertes Kiefern- oder Fichtenholz verwenden oder das rohe Holz selbst mit einer Holzschutzlasur imprägnieren. Damit sich auf dem Dach des Fahrrad-Unterstands kein Regenwasser sammelt, ist es wichtig, ein Gefälle einzuplanen.

Detaillierte Bauanleitung

  1. Schritt 1: Fertige vorab eine Skizze an und trage alle Maße ein.
  2. Schritt 2: Pfostenanker einbetonieren.
  3. Schritt 3: Stützpfosten setzen und verschrauben.
  4. Schritt 4: Querverbinder anschrauben.
  5. Schritt 5: Dach bauen.
  6. Schritt 6: Rückwand und Seiten verkleiden.
  7. Schritt 7: Tür einbauen und Holzschutz aufbringen.

Wichtige Aspekte beim Bau

Wenn du eine Fahrradgarage selber baust, kannst du sie ganz nach deinen individuellen Bedürfnissen und Vorlieben gestalten. Es gibt aber einige allgemeine Grundsätze, die du beachten solltest:

  • Sinnvoll ist es, die Fahrradgarage im Vorgarten bzw. in der Nähe des Hauseingangs aufzustellen.
  • Eine einfache und kostengünstige Möglichkeit, die Seitenwände zu schließen, sind Sichtschutzwände.
  • Je hochwertiger dein Fahrrad ist, desto massiver sollten die Wände sein.
  • Damit Regenwasser abfließen kann, benötigt das Dach ein leichtes Gefälle.
  • Eine Fahrradbox sollte nie komplett luftdicht sein, damit das Fahrrad abtrocknen kann.
  • Der Schließmechanismus sollte eine hohe Sicherheitsstufe besitzen.

Absicherung und Versicherung

Fahrraddiebstahl ist in der Regel über die Hausratversicherung abgedeckt. Der Versicherungsschutz greift aber nur, wenn das Bike aus der Wohnung oder einem anderen abgeschlossenen Raum - das kann beispielsweise ein Keller, eine Garage, ein Fahrradschuppen oder eine Fahrradbox sein - gestohlen wurde.

Fazit

Dein Fahrrad ist jetzt bestens geschützt und bereit, den Elementen zu trotzen! Glückwunsch, du hast deine eigene Fahrradgarage selbst gebaut! Und das Beste: Du hast sie ganz nach deinen Vorstellungen gestaltet!

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