Fahrradständer Arten: Ein umfassender Überblick

Der Fahrradständer ist für viele Radfahrer ein unverzichtbares Zubehör, auch wenn er an sportlichen Bikes wie Rennrädern oft fehlt. Er gewährleistet ein stabiles Abstellen des Fahrrads. Wer keinen Ständer am Fahrrad hat, muss oft nach einer geeigneten Anlehnmöglichkeit suchen. Daher ist es sinnvoll, einen Fahrradständer nachzurüsten oder ein stabileres Modell zu wählen.

Es gibt unterschiedliche Montagearten, sodass nicht jeder Ständer an jedes Fahrrad passt. Hier erfahren Sie alles Wissenswerte über Fahrradständer und worauf es beim Kauf ankommt.

Verschiedene Arten von Fahrradständern

Für Ihr Bike können Sie im Handel viele verschiedene Fahrradständer als Fahrradzubehör kaufen, um das Fahrrad sicher abstellen zu können. Es gibt 3 verschiedene Grundarten, die sich voneinander unterscheiden und auch ihre Vor- und Nachteile mit sich bringen:

  • Seitenständer
  • Hinterbauständer
  • Zweibeinständer

Seitenständer (Mittelbauständer)

Diese Ständerart wird seitlich am Bike montiert. Der Mittelbauständer (oft auch Seitenständer genannt) wird am häufigsten eingesetzt und kann an Fahrrädern ganz leicht nachgerüstet oder ausgetauscht werden. Die Montage ist denkbar einfach und kann auch von Laien durchgeführt werden, da diese Ständerart in der Regel nur mit einer Schraube am Fahrradrahmen befestigt wird. Der Seitenfahrradständer wird meist am Mittelbau hinter dem Tretlager mit einer Adapterplatte oder Gegenplatte angeschraubt.

Dieser Fahrradständer wird mit dem Fuß bzw. Schuh mit einer Bewegung nach unten hin ausgeklappt. Das Fahrrad steht dann leicht auf die Seite gekippt. Durch entsprechende Drehung des Lenkers bzw. des Vorderrades kann der Stand eines leicht beladenen Fahrrades gut ausgeglichen werden.

Hinterbauständer

Der Hinterbauständer wird an der unteren Rahmenstange (Kettenstrebe) des Hinterbaus am Bike montiert. Viele Fahrradrahmen bieten schon eine entsprechende Ausbuchtung (KS40 genannt) für die Aufnahme des Hinterbauständers. Diese Ständerart wird meist mit 2 Schrauben befestigt. Fehlt die KS40 Aufnahme am Rahmen, können Sie den Ständer auch mit einer Schelle montieren.

Der Hinterbauständer ist deutlich stabiler als ein Seitenständer und kann aufgrund seiner Position, hinten am Bike, deutlich mehr Gewicht durch Gepäck auf dem Gepäckträger tragen und wird so auch spielend mit hoher Zuladung fertig. Diese Art wird an der Kettenstrebe oder an der Aufnahme der Hinterachse (Ausfallende) montiert. Befinden sich an der Unterseite der Kettenstrebe zwei Gewindebohrungen, dann kannst du durch Messen, den Schraubenabstand feststellen und sichergehen, ob du einen KSA 40 mm oder 18 mm benötigst.

Zweibeinständer (Doppelständer)

Der Zweibeinständer ist in erster Linie für hohe Zuladung und sehr sicheren Stand des Bikes konzipiert. Diese Ständerart wird mittig, hinter dem Tretlager, unter dem Zweirad montiert. Wie der Name es schon andeutet, besitzt der Fahrradständer "2 Beine". Diese sorgen für einen sichereren Stand, da das Rad beim Abstellen nicht mehr auf einer Seite gekippt steht, sondern abgestellt weiterhin gerade steht, die beiden Beine das Gewicht gleichmäßig aufnehmen und so für einen sehr guten und sicheren Stand sorgen. Außerdem hebt der mittig montierte Zweibeinständer beim Ausklappen das Vorderrad leicht an. Das Fahrrad wird also, wie ein Motorroller "hochgebockt".

Da das Rad beim Abstellen nicht mehr zu einer Seite gekippt wird, sondern gerade steht, ist dieser Ständer optimal für Fahrräder mit Kindersitz am Fahrradlenker geeignet. Aber auch für sehr schweres Gepäck am Bike sind die Zweiradständer optimal geeignet. Der kleine Nachteil ist, dass Sie das Fahrrad mit etwas mehr Kraftaufwand in die "Parkposition" bringen müssen und nicht wie bei den beiden anderen Ständerarten den Ständer bequem mit dem Fuß ausklappen können. Gerade bei hoher Zuladung oder bei Fahrrädern mit Körben bietet ein Doppelständer mehr Stabilität.

Zweibeinständer vs. Seitenständer: Was ist besser?

Wenn Ihr Fahrrad eine Montageplatte am Mittelbau besitzt oder sich diese nachrüsten lässt, können Sie frei entscheiden, ob Sie einen Zweibeinständer oder einen Seitenständer montieren. Für sportliche Räder wie Mountainbikes, Rennräder und Gravelbikes raten wir zu einem Seitenständer.

Bei einem für den Sport genutzten Fahrrad ist das Gewicht von Bedeutung, denn je schwerer das Rad, umso mehr Kraft muss investiert werden, um es vorwärtszubewegen. Ein Seitenständer wiegt weniger und ist weniger risikobehaftet, da er weiter hinten am Fahrrad sitzt und nicht direkt am Schwerpunkt. So kann man einen Schlag am Hinterrad leichter abfangen als einen im Tretlagerbereich.

Der große Vorteil eines Zweibeinständers ist seine Stabilität. Bei einem Seitenständer lehnt sich das Fahrrad gewissermaßen schräg gegen das Ständerbein und da hier nur ein kleiner Punkt am Boden das ganze Gewicht aufnehmen und ausbalancieren muss, kann das schon ein wenig wackelig werden. Bei einem Zweibeinständer hingegen wird das Rad zentral aufgebockt.

Aufgrund dieses Stabilitätsvorteils eignet sich ein Zweibeinständer vor allem für schwere Citybikes und Trekkingräder sowie für in der Stadt genutzte E-Bikes und schwer beladene Reiseräder. Aber auch wenn Ihr Rad an sich relativ leicht sein sollte, kann es sinnvoll sein, einen Zweibeinständer zu verwenden.

Montage

An vielen Trekkingrädern und Citybikes ist hinter dem Tretlager eine Montageplatte integriert, an der sich entweder ein Zweibeinständer oder ein Seitenständer, Mittelbauständer genannt, anbringen lassen. Dabei wird eine Schraube von oben durch die Montageplatte am Rahmen geführt und in den Ständer geschraubt. Befindet sich an Ihrem Fahrrad keine derartige Montageplatte, können Sie dennoch einen Mittelbauständer nutzen, falls an Ihrem Rad ausreichend Platz zwischen Tretlager und Hinterrad ist.

Sehr beliebt zum Nachrüsten sind Hinterbauständer, die an der Kettenstrebe und manchmal auch zusätzlich an der Sitzstrebe befestigt werden. Einige Hersteller bereiten ihre Fahrräder ab Werk auf die Befestigung eines Ständers vor, indem sie zwei Bohrlöcher an der Kettenstrebe anbringen. Diese Ständeraufnahmen werden als KSA 18 oder KSA 40 bezeichnet - abhängig vom Lochabstand der Bohrungen, der entsprechend 18 oder 40 Millimeter beträgt.

Die meisten Fahrradständer lassen sich mit ein paar Handgriffen ganz einfach montieren. Mit 2 Schrauben und einem Innensechskantschlüssel wird der Ständer an der Kettenstrebe fixiert. Bei Cube Easy Mount System ist es nur eine Schraube, die befestigt werden muss.

Kann ich einen Fahrradständer am Carbonrahmen montieren?

Solange am Rahmen Vorbohrungen bzw. Gewinde vorhanden sind, kannst du unter Einhaltung des korrekten Drehmoments einen Ständer anbringen, ansonsten nicht. Der Alurahmen des Fahrradständers kann verkanten oder nicht plan auf dem Carbonrahmen aufliegen und dadurch das Carbon beschädigen. Außerdem sind Carbonrahmen zur Gewichtseinsparung gedacht - also lieber Finger weg.

Cube Fahrradständer: Bestimmung des Fahrradmodells und -typs

Jeder Fahrradtyp hat spezifische Anforderungen an den Fahrradständer, abhängig von Gewicht, Rahmengeometrie und Einsatzbereich. Daher ist es nicht nur wichtig den Fahrradtyp, sondern auch das genaue Modell zu kennen, um den richtigen Fahrradständer zu finden.

Cube bietet eine Vielzahl von verschiedenen Fahrradtypen an, darunter:

  • Mountainbikes (Fully, Hardtail etc.)
  • Rennräder
  • City- und Trekkingbikes
  • E-Bikes
  • Kinderfahrräder

Wichtig: Auf den Produktseiten unserer Cube-Fahrradständer findest du eine Angabe darüber, mit welcher Schnittstelle von Cube die Ständer kompatibel sind. Diese Information ist unerlässlich, um eine Fehlauswahl zu vermeiden und die bestmögliche Kompatibilität sicherzustellen. Indem du dein Cube-Fahrrad-Modell kennst, kannst du sicherstellen, dass der ausgewählte Ständer genau zu deinem Cube-Bike passt.

Kompatibilität mit dem Rahmen

Überprüfe die Montagemöglichkeiten deines Cube-Bikes. Viele Modelle bieten spezielle Montagepunkte für Ständer. Damit du den passenden Fahrradständer für dein Fahrrad findest, ist es besonders wichtig, zwischen den verschiedenen Schnittstellen zu unterscheiden, die Cube verwendet:

  • Easy-Mount-Schnittstelle: Diese Schnittstelle verwendet typischerweise eine Schraube zur Befestigung des Ständers direkt am Rahmen. Sie ist speziell für eine schnelle und einfache Montage konzipiert.
  • Flat-Mount-Schnittstelle: Im Gegensatz dazu nutzt die Flat-Mount-Schnittstelle zwei Schrauben. Diese Art der Montage findet sich häufig bei modernen Rennrädern und einigen neueren Mountainbike-Modellen. Sie bietet eine flache, unauffällige Anbindung des Ständers an den Rahmen.
  • Universalständer: Falls dein Cube-Bike keine der spezifischen Schnittstellen wie Easy Mount oder Flat Mount bietet oder du eine flexiblere Lösung bevorzugst, kann ein Universalständer die passende Wahl sein. Diese Ständer lassen sich meist durch Klemmmechanismen oder verstellbare Halterungen an verschiedenen Stellen des Rahmens anbringen, ohne auf vorbereitete Montagepunkte angewiesen zu sein.

Wichtig: Diese Schnittstellen sind entscheidend, damit dein neuer Ständer mit deinem Cube-Rad kompatibel ist. Stelle also sicher, dass du vor dem Kauf herausgefunden hast, welche Schnittstelle dein Fahrrad hat. Die spezielle Bezeichnung Easy-Mount- und Flat-Mount-Schnittstelle zu den entsprechenden Ständern gibt es nur bei Cube-Bikes. Um sicher zu gehen, dass auch ein Ständer einer anderen Marke auf die Schnittstelle passt, muss unbedingt auf die Anzahl der Schrauben und den Lochabstand geachtet werden. Diese müssen zueinander kompatibel sein, damit der Ständer auf das Fahrrad passt.

Laufradgröße

Neben der Schnittstelle ist auch die Größe der Laufräder deines Cube Bikes entscheidend für die Wahl des richtigen Fahrradständers. Cube-Modelle gibt es in allen gängigen Radgrößen:

  • 26 Zoll: Häufig bei älteren Mountainbike-Modellen anzutreffen.
  • 27,5 Zoll (650B): Eine gängige Größe bei neueren Mountainbikes, die eine gute Balance zwischen Geschwindigkeit und Manövrierbarkeit bietet.
  • 28 Zoll: Typisch für Gravel Bike und Rennrad
  • 29 Zoll: Beliebt bei neueren Mountainbike- und Trekkingmodellen für eine verbesserte Überrollfähigkeit und Geschwindigkeit.

Versichere dich, dass der Ständer mit der Laufradgröße deines Bikes kompatibel ist. Einige Ständer sind verstellbar und können an unterschiedliche Radgrößen angepasst werden, was sie besonders vielseitig macht.

Beim Kinderfahrrad sollte in erster Linie auf die Laufradgröße geachtet werden.

Gewichtsbelastung

Es ist entscheidend, dass der Fahrradständer das Gewicht deines Bikes sowie zusätzliches Gepäck tragen kann. Überprüfe daher die maximale Belastbarkeit des Ständers, um sicherzustellen, dass er den Anforderungen deines Fahrrads entspricht.

Spezielle Fahrradständer nach Zollgröße

  • Fahrradständer 12 Zoll: Diese Fahrradständer sind meistens für Kinderfahrräder konzipiert. Ein 12-Zoll-Fahrrad ist in der Regel für Kinder von etwa 2 bis 4 Jahren geeignet.
  • Fahrradständer 14 Zoll: Diese sind für Fahrräder konzipiert, die etwas größer sind als die 12-Zoll-Variante, und sind in der Regel für Kinder von 3 bis 5 Jahren geeignet.
  • Fahrradständer 16 Zoll: Diese Größe von Ständer ist für Fahrräder gedacht, die für Kinder von etwa 4 bis 6 Jahren geeignet sind.
  • Fahrradständer 28 Zoll: Ein Fahrradständer dieser Größe ist für Erwachsenenfahrräder gedacht, oft Stadtfahrräder, Tourenräder oder Hybridfahrräder. Ein 28-Zoll-Fahrradständer ist in der Regel robuster, um das zusätzliche Gewicht dieser größeren Fahrräder tragen zu können.

Weitere Arten von Fahrradständern

Neben den genannten gibt es noch weitere Möglichkeiten, Fahrräder abzustellen:

  • Abstellständer für die Garage: Ein Fahrradlift oder Ausstellungsständer garantiert das sichere Abstellen des Fahrrads.
  • Reihenfahrradständer: Diese eignen sich gut für Familien und ihren Fuhrpark.
  • Wandhalterungen: Ermöglichen die platzsparende Aufbewahrung von Fahrrädern.
  • Boden-Fahrradständer: Haben sowohl in dem öffentlichen als auch in dem privaten Raum ihre Anwendung gefunden.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Beim Auswählen eines Fahrradständers ist es wichtig, die Spezifikationen Ihres Fahrrads und Ihre Bedürfnisse zu berücksichtigen. Folgende Tabelle fasst die wichtigsten Kriterien zusammen:

Kriterium Beschreibung
Fahrradmodell Bestimmen Sie Ihr Fahrradmodell, um Kompatibilität sicherzustellen.
Kompatibilität Überprüfen Sie die Montagemöglichkeiten und Schnittstellen Ihres Fahrrads (z.B. Easy Mount, Flat Mount, Universal).
Laufradgröße Wählen Sie einen Ständer, der zur Laufradgröße Ihres Fahrrads passt.
Gewichtsbelastung Stellen Sie sicher, dass der Ständer das Gewicht Ihres Fahrrads und Gepäcks tragen kann.

Die oben genannten Beispiele sind nur ein kleiner Überblick der verfügbaren Modelle. Bikes sind mittlerweile mit den unterschiedlichsten Rahmen ausgestattet und die Kompatibilität kann nicht nur am Baujahr oder an der Marke festgestellt werden.

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