Fahrradträger für 2 E-Bikes ohne Anhängerkupplung: Der ultimative Test und Ratgeber

Die heimischen Trails habt ihr längst ausgereizt? Dann ist es Zeit, das Bike aufs Auto zu packen und neue Spots zu finden! Fehlt nur noch der richtige Fahrrad Heckträger. Aber welcher passt zu euch und euren Bikes? Mit dem richtigen Fahrrad Heckträger habt ihr deutlich weniger Aufwand und Stress.

Egal, ob 100 Kilometer in den nächsten Bikepark oder 1000 Kilometer nach Finale - die Bikes müssen aufs Auto und das möglichst sicher und ohne großen Aufwand. Wo ist das Problem? Heckträger drauf und fertig, denkt ihr? So einfach ist es leider nicht, denn nicht jeder Heckträger kann mit seiner Konstruktion und den Befestigungsarmen jedes Bike aufnehmen.

Es gibt riesige Unterschiede und coole Features wie Einparkhilfen, Transportrollen oder integrierte ABUS-Schlösser. Teuer muss nicht gut sein und billig nicht schlecht. Groß ist nicht unhandlich und klein nicht besser. Doch was macht einen guten Fahrrad Heckträger aus? Bevor ihr auf die Suche geht, ist es wichtig zu wissen, was euer Fahrrad Heckträger können muss. Wir helfen euch, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Was macht einen guten Fahrrad Heckträger aus?

Bevor ihr jetzt anfangt, Fahrrad Heckträger nach Gewicht und Packmaß zu vergleichen, solltet ihr wissen: Diese Kriterien sind nicht allein ausschlaggebend für einen guten Heckträger. Nur weil ein Fahrrad Heckträger leichter ist, heißt das nicht, dass er besser ist. Entscheidend sind Features wie Rollen am Fahrrad Heckträger, eine einfache Montage oder ob ihr ihn lange in der Hand halten müsst.

Wichtige Kriterien beim Kauf eines Fahrrad Heckträgers

  1. Stützlast: Die Stützlast ist das Gewicht, mit dem euer Fahrrad Heckträger inklusive E-Bikes auf der Anhängerkupplung lastet. Die maximale Stützlast eures Autos bestimmt, wie schwer der Fahrrad Heckträger und die Bikes sein dürfen. Eure Anhängerkupplung muss also die Stützlast des Fahrrad Heckträgers packen, sonst droht Überladung. Beispiel: Bei einer maximalen Stützlast von 75 kg muss das Eigengewicht des Trägers (zwischen 14 und 23 kg) von diesen 75 kg abgezogen werden. Die Differenz ist dann das Gewicht der möglichen Zuladung für die E-Bikes - je nach Träger also 52 bis 61 kg. Tipp: Nehmt den Akku aus dem Bike, um das Gewicht um ca. Die Angaben zur Stützlast findet ihr beim Auto in der Zulassungsbescheinigung Teil 1 unter Punkt 13 sowie beim Fahrrad Heckträger und bei der Anhängerkupplung jeweils auf dem Typschild. Achtung: Der Bußgeldkatalog zur Überladung sieht eine Toleranzgrenze von 5 Prozent vor. Wird das zulässige Gesamtgewicht um mehr als 5 Prozent überschritten, droht laut StVO ein Bußgeld von 10 bis 235 Euro.
  2. Maximale Zuladung: Alle Fahrrad Heckträger im Test haben eine maximale Zuladung von bis zu 60 kg. Ausnahme: Der Atera Genio Pro Advanced, der bei drei Bikes eine Zuladung von maximal 65 kg erlaubt. Dabei darf jedes einzelne E-Bike bei allen Trägern maximal 30 kg wiegen.
  3. Kompatibilität mit E-Mountainbikes: Bevor ihr einen Fahrrad Heckträger kauft, checkt, ob die Schienen für eure E-Mountainbikes passen. Breite MTB-Reifen und langer Radstand können auf herkömmlichen Schienen Probleme machen - besonders bei Modellen wie dem Uebler i21 Z-DC. Auch die Spannriemen müssen lang genug sein, sonst sitzt nichts fest. Viele Hersteller, wie ORIS Tracc, bieten längere Riemen als Zubehör an.

Montage des Fahrrad Heckträgers

  1. Habt ihr alle rechtlichen Voraussetzungen geklärt, kann die Montage des Fahrrad Heckträgers auf die Anhängerkupplung starten. Achtet darauf, dass die Kupplungskugel sauber und fettfrei ist, damit der Träger nicht verrutscht. Jetzt wird’s spannend: Hier zeigen sich die großen Unterschiede der getesteten Fahrrad Heckträger. Ganz am Ende der Schlange: ORIS Tracc. Ohne Übungsvideo und mehrere Versuche ging da leider nichts. Trotz Anleitung hatten wir ordentlich Probleme und brauchten mehrere Anläufe. Am besten glänzen hier Spinder TX2 Plus und Thule Epos 3. Einfach draufsetzen, easy going. Hier muss gar nicht darüber nachgedacht werden, es funktioniert einfach. Aber auch der EuFab ProBC2 + und Norauto E-FIT 200-2 Fahrrad Heckträger waren dicht dahinter. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, den Fahrrad Heckträger auf die Größe der Kupplungskugel anzupassen. Nicht jede Kupplungskugel ist auf den Millimeter genau gleich groß, weshalb auch nicht jeder Heckträger gleich gut sitzt. Beim Draufsetzen ist das Gewicht des Fahrrad Heckträgers nicht wirklich entscheidend. Viel wichtiger ist, wie intuitiv das Aufsetzen auf die Kupplung funktioniert. In unserem Test mussten wir den leichtesten Fahrrad Heckträger Uebler i21 Z-DC lange in der Hand halten, weil die Montage sich gezogen hat. Da hilft das leichte Gewicht auch nicht viel, denn auch das macht sich irgendwann bemerkbar.
  2. Wer auf Nummer sicher gehen will, achtet darauf, dass die Verriegelung des Fahrrad Heckträgers abschließbar ist. Das schützt eure Bikes nicht nur während der Fahrt, sondern dient auch als Diebstahlschutz. In unserem Fahrrad Heckträger Test waren alle Modelle an der Kupplungskugel abschließbar. Alle Fahrrad Heckträger hatten ein Diebstahlschutzsystem am Greifarm. Kurzer Stopp an der Tanke oder beim Bäcker? Kein Problem. Mehrstündiges 4-Gänge-Menü im Restaurant nach der Radtour? Besser nicht. Das Abschließen des Fahrrad-Heckträgers ist wichtig, um eure Bikes vor Diebstahl zu schützen.
  3. E-MTBs sind schwer, daher passen meist nur zwei Bikes auf den Fahrrad Heckträger. Ladet das schwerere Bike zuerst und näher am Auto - Hebelwirkung! Bei geradem Heck, wie beim VW Bus, den Lenker querstellen, damit er nicht an die Heckscheibe stößt. Das zweite Bike um 180° gedreht auf den Träger stellen, damit die Lenker nicht kollidieren. Sättel nach unten, damit sie nicht im Weg sind. Wenn’s eng wird, Pedale abmontieren oder die optimale Pedalstellung ausprobieren. Sonst heißt es Tetris spielen.
  4. Für Camper und Co. mit großer Heckklappe ist die Abklappfunktion am Fahrrad Heckträger entscheidend, um an den Kofferraum zu gelangen. Alle getesteten Modelle bieten diese Funktion. Bei einem 90-Grad-Abklappwinkel können breite MTB-Lenker auf den Boden aufkommen. Um das zu vermeiden, den Lenker des zweiten Bikes querstellen oder Schaumstoff unterlegen. Das ist jedoch zusätzlicher Aufwand.
  5. Alle Anbauteile von euren Fahrrädern sollten vor dem Transport abgenommen werden - Trinkflasche, Rahmentasche und Luftpumpe gehören ins Fahrzeuginnere. Vermeidet es, das Bike mit einer Plane abzudecken, um den Windwiderstand und damit den Spritverbrauch nicht unnötig zu erhöhen. Es gibt spezielle Schutzhüllen für Fahrräder, aber Vorsicht: Diese sind meist für Wohnmobile gedacht und nicht für den Einsatz auf einem Fahrrad Heckträger empfohlen. Die meisten Hersteller von E-Bike-Akkus empfehlen, den Akku vor dem Transport zu entfernen und sicher im Auto zu verstauen. Grundsätzlich gilt: „Wird das E-Bike mit einem Fahrrad Heckträger transportiert, ist der Akku vorher zu entnehmen und sicher im Auto zu verstauen.
  6. Wer sein Carbon-Lieblingsbike optimal schützen möchte, braucht den richtigen Fahrrad Heckträger. Von unseren sieben getesteten Fahrrad Heckträgern sind der Uebler i21 Z-DC und der EuFab ProBC2 + speziell für Carbon-Räder geeignet. Thule Epos 3 bietet als Zubehör den Carbon Frame Protector an. Ein echtes No-Go: Thule Epos 3, Atera Genio Pro Advanced und Uebler i21 Z-DC bieten keinen Gummischutz an den Ratschenbändern, die die Laufräder befestigen - und das bei Premium-Modellen! Bist du bereit für dein nächstes Abenteuer mit dem Fahrrad Heckträger?

Rechtliche Aspekte und Sicherheit

  1. Für einen Fahrrad Heckträger ist ein eigenes Kennzeichen Pflicht, da das hintere Kennzeichen am PKW oft verdeckt wird. Ohne Kennzeichen am Fahrradträger drohen bei einer Verkehrskontrolle 60 Euro Bußgeld. Es muss dasselbe Kennzeichen wie das Fahrzeug haben - also ein Duplikat, um die Sichtbarkeit sicherzustellen. Alle Fahrrad Heckträger in unserem Test haben eine Vorrichtung, in die das Kennzeichen befestigt werden muss. Einige sind leichter zu handhaben als andere: Manche Kennzeichen werden einfach eingeklipst, andere eingespannt oder mit extra Clips befestigt. Wichtig ist, dass das Folgekennzeichen den gleichen Vorgaben wie das Originalkennzeichen entspricht: DIN-Norm, Prüfzeichen und Registernummer sind Pflicht.
  2. Laut Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) darf die Ladung auf dem Fahrrad Heckträger nicht mehr als 40 Zentimeter über den Rand der Lichtaustrittsflächen der Begrenzungs- oder Schlussleuchten hinausragen.
  3. Für eine gute Sichtbarkeit des Kennzeichens muss es im Dunkeln beleuchtet sein. Achtet darauf, die passende Steckverbindung - 7 oder 13 Pole - zwischen Trägerstecker und Auto zu prüfen!
  4. Mit einem Fahrrad Heckträger solltet ihr nie schneller als 120 oder 130 km/h fahren, auch wenn kein Tempolimit besteht. Die meisten Hersteller empfehlen maximal 120 km/h, einige erlauben bis zu 130 km/h. Je schneller ihr fahrt, desto größer das Risiko, dass sich Befestigungen lösen - und das will keiner.
  5. Vor einer Fahrt ins Ausland solltet ihr die länderspezifischen Vorschriften für euren Fahrrad Heckträger kennen. In Italien, Spanien und Portugal ist eine Warntafel Pflicht. Diese muss viereckig, reflektierend, 50 x 50 cm groß und rot-weiß schraffiert sein. In Italien und Spanien muss die Tafel aus Aluminium bestehen.

Kompatibilität und Sicherheit

Hier dreht sich alles um die Montage der Fahrrad Heckträger. Sind sie intuitiv zu montieren oder nicht? Hier wird’s richtig spannend! Bei unserem letzten Fahrrad Heckträger Test war die Kompatibilität oft ein Problem, daher liegt hier ein großer Fokus. Wie kompatibel und sicher sind die Fahrrad Heckträger wirklich? Können sie verschiedene Rahmenformen halten? Wie sind die Greifarme, Greifarmköpfe und Ratschenbänder konzipiert? Passt der Schienenabstand und die Schienenlänge für alle Bikes? Sind die Anbauteile intuitiv, sicher und hochwertig? Und nicht zu vergessen: der Diebstahlschutz.

Der finale Check: Wie schneiden Material, Qualität und Verarbeitung der Fahrrad Heckträger im Verhältnis zum Preis ab? Check. Check. Unsere DOWNTOWN Crew und die Experten aus unseren Schwestermagazinen E-MOUNTAINBIKE, ENDURO und GRAN FONDO teilen nicht nur die Leidenschaft fürs Biken, sondern auch jahrelange Testerfahrung mit Fahrrad Heckträgern.

Erkenntnisse aus dem Test

Nicht jeder kann sich einen Fahrrad Heckträger für 1.300 € leisten. Aber muss man das überhaupt? Unsere Erkenntnisse zeigen: Nicht unbedingt! Ein teurer Heckträger ist kein Garant für Zufriedenheit. Design kann blenden! Ein unscheinbarer Fahrrad Heckträger kann genauso gut, wenn nicht besser sein als ein schicker. Kunststoff spart Gewicht und bietet oft Vorteile bei Handhabung und Montage. Je leichter desto besser? Nö! Ein geringeres Gewicht auf dem Papier bedeutet nicht automatisch eine einfachere Montage. Viel wichtiger sind praktische Rollen, die den Transport zum Auto ohne großen Kraftaufwand ermöglichen. Auch gut platzierte, ergonomische Griffe erleichtern das Heben und Montieren des Fahrrad Heckträgers, sonst klemmt man sich schnell die Finger ein. Entscheidend ist ein einfach zu bedienender Befestigungsmechanismus am Kupplungskopf. Keep it simple!

Unser Vergleichstest zeigt, dass etablierte Befestigungssysteme für Fahrrad Heckträger an der Anhängerkupplung einfacher sind als spezielle Systeme. Einige Heckträger erfordern eine spezielle Montage, bei der der Träger auf die Anhängerkupplung aufgeschoben oder aufgedreht werden muss - das kann die Installation erschweren. Auch bei der Montage der Fahrräder haben sich einfache Lösungen bewährt. Traditionelle Fahrrad Heckträger, bei denen das zweite Fahrrad mit einem Greifarm befestigt wird, der durch das zuerst montierte Rad gefädelt werden muss, kommen schnell an ihre Grenzen und sind inzwischen überholt. In unserem Test haben sich neue Konzepte durchgesetzt, die eine stressfreie Montage der Bikes ermöglichen. Der Testsieger, Thule Epos 3, sowie Spinder TX2 Plus bieten dank innovativer Methoden eine deutlich höhere Kompatibilität.

In unserem letzten Heckträger Vergleichstest bei unserem E-MOUNTAINBIKE Magazin gab es keinen Testsieger, da kein Modell das perfekte Gesamtpaket geliefert hat. Leider enttäuscht der ORIS Tracc in der Praxis und landet als Testverlierer in unserem Fahrrad Heckträger Test. Die komplizierte Montage auf der Anhängerkupplung, mangelnde Kompatibilität und schwache Verarbeitungsqualität sind die größten Kritikpunkte. Ein knappes Rennen lieferten sich der Spinder TX2 Plus und der Norauto E-FIT 200-2. Am Ende hat der Spinder TX2 Plus auf den letzten Metern seinen Konkurrenten überholt. Er beeindruckt mit flexibel einstellbaren Greifarmen, die eine hohe Kompatibilität und sehr einfache Handhabung ermöglichen. Lediglich der Verschleiß der Kunststoffzahnräder an den Greifarmen kann bei unsachgemäßer Nutzung zunehmen.

Der Testsieger

Dieses Mal gibt es einen unangefochtenen Gewinner! Gut, besser, Thule Epos 3! Der Thule Epos 3 war selbst im Office heiß begehrt und jeder wollte ihn für ein Wochenende mal testen. Kein Wunder, denn aktuell gibt es keinen besseren. Mit der absolut einfachsten Montage im Test und einem genialen System, das das Befestigen der Fahrräder zum Kinderspiel macht, ist er der klare Favorit. Thule bietet mit dem Epos 3 den vielseitigsten Fahrrad Heckträger für alle Fahrradtypen.

Bikes werden individueller, aber die Hersteller der Fahrrad Heckträger haben ihre Hausaufgaben gemacht und sich größtenteils gut angepasst. Neue Befestigungssysteme können auch ausgefallene Rahmen sicher greifen. Dennoch gibt es große Unterschiede. Intuitive Montage, einfache Handhabung und hohe Kompatibilität sollten bei eurer Wahl immer an erster Stelle stehen - nur so findet ihr den Fahrrad Heckträger, an den ihr euer Bike stressfrei montieren könnt.

Alternativen zum Heckträger

Fahrradträger ohne Anhängerkupplung sind für alle Arten von Fahrzeugen verfügbar. Entdecken Sie Alternativen, um Ihre Fahrräder sicher zu transportieren. So funktioniert die Befestigung.

Heckklappenträger

Nicht jedes Fahrzeug ist identisch aufgebaut: Achten Sie vor dem Kauf eines Fahrradträgers ohne Anhängerkupplung daher auf die Heckform Ihres Autos. Grundsätzlich eignet sich ein Großteil der Fahrradträger für die meisten Fahrzeugtypen - von Limousinen mit Fließheck bis zu Kombis oder Minivans. Besitzen Sie jedoch ein Auto mit Stufenheck, einen VW-Bus oder ein Fahrzeug mit einer anderen Heckform, sind auch dafür spezielle Fahrradträger verfügbar. Wir empfehlen dringend, vor dem Kauf darauf zu achten, dass der Fahrradträger mit Ihrem Fahrzeug (Marke, Modell und Baujahr) kompatibel ist.

Wie wird ein Heckklappenträger befestigt?

Sie befürchten Lackkratzer am Auto oder dass die Räder während der Fahrt verrutschen? Der Prüfingenieur für Fahrradträger beim TÜV Süd sagt dazu: „Wenn Sie bei der Auswahl auf Sicherheit achten und alles vorschriftsmäßig montieren und benutzen, dann sind die heutigen Modelle sicher.“ Hersteller legen dazu meist eine ausführliche Montageanleitung bei. Viele Modelle werden mithilfe von Riemen, Halterungen, Haken und Spanngurten am oberen Rand der Heckklappe eingehängt und am unteren Rand fixiert. Die Felgen werden dann in die T-Nut oder Schiene der Radträger geschoben und mit Spanngurten fixiert. Beim Befestigen der beiden Räder müssen Sie auf Ventile und Reflektoren achten. Manchmal müssen Sie auch den Lenker lösen oder verschieben, damit das Bike auf den Träger passt. Das war's dann auch schon: Nach erfolgreicher Befestigung starten Sie gleich in den Sonntagsausflug mit ihrer Familie.

Kann ich E-Bikes mit dem Fahrradträger transportieren?

Die meisten Heckträger sind für Fahrräder bis 15 kg zugelassen. Manche E-Bikes bringen jedoch über 20 kg auf die Wage. Für ihren Transport benötigen Sie spezielle Fahrradträger, die für dieses Gewicht zugelassen sind. Überprüfen Sie daher genau das Gesamtgewicht ihres Rades inklusive des angebauten Zubehörs. Unser Tipp:Ist der Akku des E-Bikes abnehmbar? Dann passt das Rad unter Umständen auf einen Standard-Träger, denn der Akku ist in der Regel eines der schwersten Bauteile. So haben Sie eine größere Auswahl.

Wie viele Räder sind maximal erlaubt?

Fahrradträger mit Montage auf der Anhängerkupplung sind meist für mehrere Fahrräder ausgelegt. Viele Heckklappenträger bieten dagegen lediglich Platz für zwei bis drei Fahrräder. Wenn Sie mehr Fahrräder transportieren wollen, gibt es einige wenige Modelle mit Platz für vier Fahrräder. Außerdem können Sie einige Modelle um ein bis zwei Fahrradstellplätze ergänzen. Als Alternative rüsten sie mit einer Anhängerkupplung nach.

Wie schnell darf man mit einem Fahrradträger fahren?

Wenn Ihr Fahrrad sicher auf dem Träger montiert ist, möchten Sie natürlich schnell zum Ausgangspunkt Ihrer Tour gelangen. Eine gesetzlich festgelegte Höchstgeschwindigkeit für das Fahren mit einem Fahrradträger gibt es nicht.

Für Träger auf der Anhängerkupplung und der Heckklappe wird oft eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h empfohlen. Auch bei Dachträgern gibt es keine gesetzliche Begrenzung. Hersteller geben in der Regel allerdings Geschwindigkeitsrichtwerte an.

Was ist besser: Heckträger oder Kupplungsträger?

Die Entscheidung pro oder contra Heckklappenträger ist von einigen Faktoren abhängig. Beide Arten von Fahrradträgern haben Vor- und Nachteile, die Sie vor dem Kauf abwägen müssen.

Vorteile von Heckklappenträgern

  • Universell: Eine Anhängerkupplung ist nicht nötig. Die Träger sind für fast alle Fahrzeuge verfügbar, wie Kombis, Vans Limousinen und Kleinbusse.
  • Erweiterbar: Manche Systeme sind erweiterbar auf bis zu 4 Fahrräder.

Nachteile von Heckklappenträgern

  • Abmessungen des Autos ändern sich: Durch den Fahrradträger an der Heckklappe ist das Auto länger und etwas höher. Berücksichtigen Sie dies bei niedrigen Durchfahrten und auf engen Parkplätzen.
  • Beschränkter Kofferraum-Zugang: Sie können den Kofferraum zwar meist öffnen. Durch das Gewicht der Räder und des Trägers geht die Kofferraumklappe jedoch bei vielen Modellen nur mit hoher Kraftanstrengung nach oben.

Worauf muss man bei einem Fahrradträger achten?

Beachten Sie die folgenden Punkte, um negative Überraschungen nach dem Kauf zu vermeiden und entspannt in den Radurlaub fahren zu können:

  • Kompatibilität mit dem Fahrzeug: Achten Sie darauf, dass der Fahrradträger für die Heckform Ihres Fahrzeugs zugelassen ist.
  • Anzahl der Räder: Prüfen Sie vorab, wie viele Räder Sie regelmäßig transportieren möchten.
  • Maximalgewicht: Das Gewicht Ihrer Fahrräder liegt unter der maximalen Zuladung des Fahrradträgers.
  • Sonderfall “Carbon-Bike”: Da Fahrräder aus Carbon besonders empfindlich sind, sollten Sie diese nicht am Rahmen befestigen. Die Gefahr von Rissen ist hier groß. Laut Dirk Zedler, Geschäftsführer Institut für Fahrradtechnik und -Sicherheit, befestigen Sie diese Räder am besten an einer günstigen Alu-Stütze, die mind. 10 cm im Rahmen versenkt ist.

Dachträger

Dachträger für Fahrräder sind deutlich günstiger als Heckklappenträger oder Kupplungsträger, die Preisspanne beginnt schon bei 50 Euro. Allerdings stehen die Bikes bei der Fahrt voll im Wind. Ein Fahrradträger auf dem Dach mit zwei Rädern hat laut Autozeitung deshalb einen Kraftstoff-Mehrverbrauch von über 40 Prozent. Außerdem kommen Sie mit Rädern auf dem Auto nur selten in ein Parkhaus hinein.

Die maximale Dachlast beträgt meistens 75 Kilogramm, bei manchen Fahrzeugen sogar nur 50. Der genaue Wert steht im Fahrzeugschein. Damit passen mehrere schwere E-Bikes nicht auf das Dach, abgesehen davon ist auch das Aufladen sehr mühsam. Wir raten Ihnen deshalb von Dachträgern ab.

Fahrradträger Test: Die Ergebnisse

Anfang 2021 hat die Stiftung Warentest acht Fahrradträger für die Auto-Anhängerkupplung getestet.[3] Alle Kandidaten bieten Platz für zwei Fahrräder und eignen sich für bis zu 60 Kilogramm an Zuladung, sprich sie sind auch für E-Bikes geeignet. Bei den Tests konzentrierte sich die Stiftung Warentest auf drei Bereiche: Sicherheit, Handhabung und Haltbarkeit. Ein simulierter Frontalcrash mit 30 km/h, verschiedene Ausweichmanöver und Vollbremsungen sollten die Sicherheit der Radträger ausgiebig testen. Beim Thema Handhabung achteten die Tester vor allem darauf, wie einfach sich die Räder befestigen und wieder herunternehmen lassen. Zudem war der möglichst ungehinderte Zugang zum Kofferraum ein Kriterium. Bei diesem Punkt konnten alle Modelle überzeugen.

Der erste kritische Test war jener rund um einen simulierten Frontalaufprall bei 30 km/h. Die vier besten Kandidaten haben diesen Crash weitgehend problemlos überstanden. Die Modelle von Atera und XLC haben den Crash an sich überstanden, boten danach jedoch nicht mehr die vollständige Stabilität an der Anhängerkupplung. Damit gelten sie als „Mangelhaft“. Der Fahrradträger von MFT hat sich dagegen komplett gelöst und wäre so bei einem realen Unfall ein großer Gefahrenherd für alle Beteiligten. Dementsprechend ist auch er mit „Mangelhaft“ durchgefallen.

Bei der Handhabung haben die Träger durch die Bank positiv abgeschnitten. Sie alle lassen sich problemlos zusammenklappen und so platzsparend lagern.

Testergebnisse der Stiftung Warentest

Modell Fahrradträger Preis Note
Thule EasyFold XT2 745,00 Euro Gut (1,9) bei Stiftung Warentest 01/2021
Eufab Premium II Plus 450,00 Euro Gut (2,5) bei Stiftung Warentest 01/2021
Oris Traveller II 370,00 Euro Befriedigend (3,0) bei Stiftung Warentest 01/2021

Als ideale Ergänzung zu den Ergebnissen der Stiftung Warentest hat zudem der ADAC im Juli 2022 einen großen Vergleich zwischen verschiedenen Fahrradträger-Systemen[2] vorgestellt. Konkret geht es um die jeweiligen Vor- und Nachteile Fahrradträgern für die Anhängerkupplung, für das Dach und für das Heck des Autos. Auch hier werden verschiedene Modelle nach bestimmten Kriterien getestet und beurteilt.

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