Die heimischen Trails habt ihr längst ausgereizt? Dann ist es Zeit, das Bike aufs Auto zu packen und neue Spots zu finden! Fehlt nur noch der richtige Fahrrad Heckträger. Aber welcher passt zu euch und euren Bikes? Egal, ob 100 Kilometer in den nächsten Bikepark oder 1000 Kilometer nach Finale - die Bikes müssen aufs Auto und das möglichst sicher und ohne großen Aufwand. Mit dem richtigen Fahrrad Heckträger habt ihr deutlich weniger Aufwand und Stress.
Es gibt riesige Unterschiede und coole Features wie Einparkhilfen, Transportrollen oder integrierte ABUS-Schlösser. Teuer muss nicht gut sein und billig nicht schlecht. Groß ist nicht unhandlich und klein nicht besser. Doch was macht einen guten Fahrrad Heckträger aus? Bevor ihr auf die Suche geht, ist es wichtig zu wissen, was euer Fahrrad Heckträger können muss. Wir helfen euch, die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Bevor ihr jetzt anfangt, Fahrrad Heckträger nach Gewicht und Packmaß zu vergleichen, solltet ihr wissen: Diese Kriterien sind nicht allein ausschlaggebend für einen guten Heckträger. Nur weil ein Fahrrad Heckträger leichter ist, heißt das nicht, dass er besser ist. Entscheidend sind Features wie Rollen am Fahrrad Heckträger, eine einfache Montage oder ob ihr ihn lange in der Hand halten müsst.
Wichtige Kriterien beim Kauf eines Fahrradträgers
1. Stützlast beachten
Die Stützlast ist das Gewicht, mit dem euer Fahrrad Heckträger inklusive E-Bikes auf der Anhängerkupplung lastet. Die maximale Stützlast eures Autos bestimmt, wie schwer der Fahrrad Heckträger und die Bikes sein dürfen. Eure Anhängerkupplung muss also die Stützlast des Fahrrad Heckträgers packen, sonst droht Überladung. Beispiel: Bei einer maximalen Stützlast von 75 kg muss das Eigengewicht des Trägers (zwischen 14 und 23 kg) von diesen 75 kg abgezogen werden. Die Differenz ist dann das Gewicht der möglichen Zuladung für die E-Bikes - je nach Träger also 52 bis 61 kg.
Tipp: Nehmt den Akku aus dem Bike, um das Gewicht um ca. Die Angaben zur Stützlast findet ihr beim Auto in der Zulassungsbescheinigung Teil 1 unter Punkt 13 sowie beim Fahrrad Heckträger und bei der Anhängerkupplung jeweils auf dem Typschild. Achtung: Der Bußgeldkatalog zur Überladung sieht eine Toleranzgrenze von 5 Prozent vor. Wird das zulässige Gesamtgewicht um mehr als 5 Prozent überschritten, droht laut StVO ein Bußgeld von 10 bis 235 Euro.
2. Maximale Zuladung
Alle Fahrrad Heckträger im Test haben eine maximale Zuladung von bis zu 60 kg. Ausnahme: Der Atera Genio Pro Advanced, der bei drei Bikes eine Zuladung von maximal 65 kg erlaubt. Dabei darf jedes einzelne E-Bike bei allen Trägern maximal 30 kg wiegen.
3. Kompatibilität mit E-Mountainbikes
Bevor ihr einen Fahrrad Heckträger kauft, checkt, ob die Schienen für eure E-Mountainbikes passen. Breite MTB-Reifen und langer Radstand können auf herkömmlichen Schienen Probleme machen - besonders bei Modellen wie dem Uebler i21 Z-DC. Auch die Spannriemen müssen lang genug sein, sonst sitzt nichts fest. Viele Hersteller, wie ORIS Tracc, bieten längere Riemen als Zubehör an.
Montage des Fahrradträgers
1. Montage auf der Anhängerkupplung
Habt ihr alle rechtlichen Voraussetzungen geklärt, kann die Montage des Fahrrad Heckträgers auf die Anhängerkupplung starten. Achtet darauf, dass die Kupplungskugel sauber und fettfrei ist, damit der Träger nicht verrutscht. Jetzt wird’s spannend: Hier zeigen sich die großen Unterschiede der getesteten Fahrrad Heckträger. Ganz am Ende der Schlange: ORIS Tracc. Ohne Übungsvideo und mehrere Versuche ging da leider nichts. Trotz Anleitung hatten wir ordentlich Probleme und brauchten mehrere Anläufe.
Am besten glänzen hier Spinder TX2 Plus und Thule Epos 3. Einfach draufsetzen, easy going. Hier muss gar nicht darüber nachgedacht werden, es funktioniert einfach. Aber auch der EuFab ProBC2 + und Norauto E-FIT 200-2 Fahrrad Heckträger waren dicht dahinter. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, den Fahrrad Heckträger auf die Größe der Kupplungskugel anzupassen. Nicht jede Kupplungskugel ist auf den Millimeter genau gleich groß, weshalb auch nicht jeder Heckträger gleich gut sitzt.
Beim Draufsetzen ist das Gewicht des Fahrrad Heckträgers nicht wirklich entscheidend. Viel wichtiger ist, wie intuitiv das Aufsetzen auf die Kupplung funktioniert. In unserem Test mussten wir den leichtesten Fahrrad Heckträger Uebler i21 Z-DC lange in der Hand halten, weil die Montage sich gezogen hat. Da hilft das leichte Gewicht auch nicht viel, denn auch das macht sich irgendwann bemerkbar.
2. Diebstahlschutz
Wer auf Nummer sicher gehen will, achtet darauf, dass die Verriegelung des Fahrrad Heckträgers abschließbar ist. Das schützt eure Bikes nicht nur während der Fahrt, sondern dient auch als Diebstahlschutz. In unserem Fahrrad Heckträger Test waren alle Modelle an der Kupplungskugel abschließbar. Alle Fahrrad Heckträger hatten ein Diebstahlschutzsystem am Greifarm. Kurzer Stopp an der Tanke oder beim Bäcker? Kein Problem. Mehrstündiges 4-Gänge-Menü im Restaurant nach der Radtour? Besser nicht.
Das Abschließen des Fahrrad-Heckträgers ist wichtig, um eure Bikes vor Diebstahl zu schützen.
3. Beladung des Trägers
E-MTBs sind schwer, daher passen meist nur zwei Bikes auf den Fahrrad Heckträger. Ladet das schwerere Bike zuerst und näher am Auto - Hebelwirkung! Bei geradem Heck, wie beim VW Bus, den Lenker querstellen, damit er nicht an die Heckscheibe stößt. Das zweite Bike um 180° gedreht auf den Träger stellen, damit die Lenker nicht kollidieren. Sättel nach unten, damit sie nicht im Weg sind. Wenn’s eng wird, Pedale abmontieren oder die optimale Pedalstellung ausprobieren. Sonst heißt es Tetris spielen.
4. Abklappfunktion
Für Camper und Co. mit großer Heckklappe ist die Abklappfunktion am Fahrrad Heckträger entscheidend, um an den Kofferraum zu gelangen. Alle getesteten Modelle bieten diese Funktion. Bei einem 90-Grad-Abklappwinkel können breite MTB-Lenker auf den Boden aufkommen. Um das zu vermeiden, den Lenker des zweiten Bikes querstellen oder Schaumstoff unterlegen. Das ist jedoch zusätzlicher Aufwand.
5. Vorbereitung des Transports
Alle Anbauteile von euren Fahrrädern sollten vor dem Transport abgenommen werden - Trinkflasche, Rahmentasche und Luftpumpe gehören ins Fahrzeuginnere. Vermeidet es, das Bike mit einer Plane abzudecken, um den Windwiderstand und damit den Spritverbrauch nicht unnötig zu erhöhen. Es gibt spezielle Schutzhüllen für Fahrräder, aber Vorsicht: Diese sind meist für Wohnmobile gedacht und nicht für den Einsatz auf einem Fahrrad Heckträger empfohlen.
Die meisten Hersteller von E-Bike-Akkus empfehlen, den Akku vor dem Transport zu entfernen und sicher im Auto zu verstauen. Grundsätzlich gilt: „Wird das E-Bike mit einem Fahrrad Heckträger transportiert, ist der Akku vorher zu entnehmen und sicher im Auto zu verstauen.
6. Schutz für Carbon-Rahmen
Wer sein Carbon-Lieblingsbike optimal schützen möchte, braucht den richtigen Fahrrad Heckträger. Von unseren sieben getesteten Fahrrad Heckträgern sind der Uebler i21 Z-DC und der EuFab ProBC2 + speziell für Carbon-Räder geeignet. Thule Epos 3 bietet als Zubehör den Carbon Frame Protector an. Ein echtes No-Go: Thule Epos 3, Atera Genio Pro Advanced und Uebler i21 Z-DC bieten keinen Gummischutz an den Ratschenbändern, die die Laufräder befestigen - und das bei Premium-Modellen!
Rechtliche Aspekte und Sicherheit
1. Kennzeichenpflicht
Für einen Fahrrad Heckträger ist ein eigenes Kennzeichen Pflicht, da das hintere Kennzeichen am PKW oft verdeckt wird. Ohne Kennzeichen am Fahrradträger drohen bei einer Verkehrskontrolle 60 Euro Bußgeld. Es muss dasselbe Kennzeichen wie das Fahrzeug haben - also ein Duplikat, um die Sichtbarkeit sicherzustellen. Alle Fahrrad Heckträger in unserem Test haben eine Vorrichtung, in die das Kennzeichen befestigt werden muss.
Einige sind leichter zu handhaben als andere: Manche Kennzeichen werden einfach eingeklipst, andere eingespannt oder mit extra Clips befestigt. Wichtig ist, dass das Folgekennzeichen den gleichen Vorgaben wie das Originalkennzeichen entspricht: DIN-Norm, Prüfzeichen und Registernummer sind Pflicht.
2. Maximale Ausladung
Laut Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) darf die Ladung auf dem Fahrrad Heckträger nicht mehr als 40 Zentimeter über den Rand der Lichtaustrittsflächen der Begrenzungs- oder Schlussleuchten hinausragen.
3. Beleuchtung
Für eine gute Sichtbarkeit des Kennzeichens muss es im Dunkeln beleuchtet sein. Achtet darauf, die passende Steckverbindung - 7 oder 13 Pole - zwischen Trägerstecker und Auto zu prüfen!
4. Geschwindigkeitsbegrenzung
Mit einem Fahrrad Heckträger solltet ihr nie schneller als 120 oder 130 km/h fahren, auch wenn kein Tempolimit besteht. Die meisten Hersteller empfehlen maximal 120 km/h, einige erlauben bis zu 130 km/h. Je schneller ihr fahrt, desto größer das Risiko, dass sich Befestigungen lösen - und das will keiner.
5. Länderspezifische Vorschriften
Vor einer Fahrt ins Ausland solltet ihr die länderspezifischen Vorschriften für euren Fahrrad Heckträger kennen. In Italien, Spanien und Portugal ist eine Warntafel Pflicht. Diese muss viereckig, reflektierend, 50 x 50 cm groß und rot-weiß schraffiert sein. In Italien und Spanien muss die Tafel aus Aluminium bestehen.
Kompatibilität und Sicherheit
Bei unserem letzten Fahrrad Heckträger Test war die Kompatibilität oft ein Problem, daher liegt hier ein großer Fokus. Wie kompatibel und sicher sind die Fahrrad Heckträger wirklich? Können sie verschiedene Rahmenformen halten? Wie sind die Greifarme, Greifarmköpfe und Ratschenbänder konzipiert? Passt der Schienenabstand und die Schienenlänge für alle Bikes? Sind die Anbauteile intuitiv, sicher und hochwertig? Und nicht zu vergessen: der Diebstahlschutz.
Material, Qualität und Verarbeitung
Der finale Check: Wie schneiden Material, Qualität und Verarbeitung der Fahrrad Heckträger im Verhältnis zum Preis ab?
Testergebnisse und Empfehlungen
In unserem letzten Heckträger Vergleichstest bei unserem E-MOUNTAINBIKE Magazin gab es keinen Testsieger, da kein Modell das perfekte Gesamtpaket geliefert hat. Leider enttäuscht der ORIS Tracc in der Praxis und landet als Testverlierer in unserem Fahrrad Heckträger Test. Die komplizierte Montage auf der Anhängerkupplung, mangelnde Kompatibilität und schwache Verarbeitungsqualität sind die größten Kritikpunkte.
Ein knappes Rennen lieferten sich der Spinder TX2 Plus und der Norauto E-FIT 200-2. Am Ende hat der Spinder TX2 Plus auf den letzten Metern seinen Konkurrenten überholt. Er beeindruckt mit flexibel einstellbaren Greifarmen, die eine hohe Kompatibilität und sehr einfache Handhabung ermöglichen. Lediglich der Verschleiß der Kunststoffzahnräder an den Greifarmen kann bei unsachgemäßer Nutzung zunehmen.
Dieses Mal gibt es einen unangefochtenen Gewinner! Gut, besser, Thule Epos 3! Der Thule Epos 3 war selbst im Office heiß begehrt und jeder wollte ihn für ein Wochenende mal testen. Kein Wunder, denn aktuell gibt es keinen besseren. Mit der absolut einfachsten Montage im Test und einem genialen System, das das Befestigen der Fahrräder zum Kinderspiel macht, ist er der klare Favorit. Thule bietet mit dem Epos 3 den vielseitigsten Fahrrad Heckträger für alle Fahrradtypen.
Bikes werden individueller, aber die Hersteller der Fahrrad Heckträger haben ihre Hausaufgaben gemacht und sich größtenteils gut angepasst. Neue Befestigungssysteme können auch ausgefallene Rahmen sicher greifen. Dennoch gibt es große Unterschiede. Intuitive Montage, einfache Handhabung und hohe Kompatibilität sollten bei eurer Wahl immer an erster Stelle stehen - nur so findet ihr den Fahrrad Heckträger, an den ihr euer Bike stressfrei montieren könnt.
Weitere getestete Modelle
Hinweis: Die folgenden Fahrrad-Heckträger wurden bereits in der Vergangenheit von unserem Schwestermagazin E-MOUNTAINBIKE getestet:
- Norauto E-Fit 100-2
- Eufab Crow Plus
- XLC Beluga
Kosten für Fahrradträger
Die Kosten für einen Fahrradträger können je nach Art, Kapazität und Qualität stark voneinander variieren. In der Regel gehören Fahrradträger für die Anhängerkupplung zu den teureren Trägersystemen. Die Preise für diese Variante können daher in einer breiten Spanne liegen, von etwa 130 Euro für einfachere Modelle bis 600 Euro oder mehr für hochwertige Träger mit vielen Funktionen.
Checkliste für den Kauf eines Fahrradträgers
Beim Kauf eines Fahrradträgers für Ihre Anhängerkupplung, gibt es einige wesentliche Punkte zu beachten. Damit Sie am Ende die richtige Wahl treffen, haben wir im Folgenden einige wichtige Aspekte aufgezählt:
- Kompatibilität: Stellen Sie sicher, dass der Fahrradträger auf Ihre Anhängerkupplung passt.
- Anzahl der Fahrräder: Überlegen Sie, wie viele Fahrräder Sie transportieren möchten.
- Gewichtslimit: Beachten Sie das Maximalgewicht des Fahrradträgers.
- Befestigungssystem: Wählen Sie ein stabiles und einfach zu bedienendes System.
- Abklappmechanismus: Ermöglicht das Öffnen des Kofferraums ohne Abnehmen der Fahrräder.
- Diebstahlschutz: Ein abschließbarer Fahrradträger schützt vor Diebstahl.
- Verlängerung der Fahrzeugmaße: Beachten Sie die veränderten Fahrzeugmaße.
- Beleuchtung und Kennzeichenpflicht: In Deutschland benötigen Sie ein Nummernschild und Rücklichter.
Verschiedene Fahrradträgersysteme
Generell werden drei verschiedene Fahrradträgersysteme voneinander unterschieden: Fahrradträger für die Anhängerkupplung, für das Dach und für das Heck. Im Folgenden stellen wir Ihnen die Systeme, sowie deren Vor- und Nachteile im Überblick vor.
Fahrradträger für die Anhängerkupplung
Die Voraussetzung für dieses Trägersystem ist, dass Sie über eine Anhängerkupplung verfügen, die das Gewichts des Fahrradträgers mitsamt der Fahrräder tragen kann. Der Vorteil eines solchen Trägers liegt darin, dass der Luftwiderstand bei dieser Variante, im Vergleich zu Dach- und Heckträgern, relativ gering ist. Laut ADAC liegt der Verbrauch bei 5,9 Litern pro 100 Kilometer (100 km/h). Im Vergleich dazu liegt der Verbrauch von Dach- und Hecksystemen bei jeweils 7,1 bzw. 7,0 Litern (100 km/h). Auch die Auswirkungen auf das Fahrverhalten sind relativ gering.
Zu beachten ist, dass bei allen drei Systemen die empfohlene Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h möglichst nicht überschritten werden sollte. Ansonsten lassen sich die Fahrräder in der Regel ohne großen Aufwand auf den Fahrradträger montieren, da sie im Vergleich zum Dachsystem nur auf Hüfthöhe angehoben werden müssen. Auch der Aufbau gestaltet sich sehr einfach, da die Träger in der Regel vormontiert angeliefert werden. Dank Abklappmechanismus bleibt der Kofferraum meistens gut zugänglich und da die meisten Modelle faltbar sind, lassen sie sich in der Regel auch gut verstauen. Nicht zu verachten ist auch die große Auswahl an Systemen für die Anhängerkupplung im Vergleich zu Modellen für das Heck.
Ein großer Nachteil ist allerdings, dass die Sicht in den Rückspiegel durch den Fahrradträger oftmals eingeschränkt ist. Auch Einparkhilfen können zumindest hinten nicht mehr genutzt werden. Außerdem ist zu beachten, dass Fahrradträger für die Anhängerkupplung kennzeichenpflichtig sind: Nummernschild und Beleuchtung müssen also am Fahrradträger wiederholt werden! Darüber hinaus neigen Fahrräder bei diesem System dazu, insbesondere bei Nässe schmutzig zu werden und die Träger sind zudem relativ teuer.
Fahrradträger für das Dach
Bei Fahrradträgern für das Dach ist es wichtig, dass das maximale Gewicht der Dachreling und die zulässige Dachlast beim Kauf beachtet wird. Ein großer Pluspunkt dieses Systems ist der vergleichsweise niedrige Preis: Ein solcher Träger ist teilweise bereits ab 50 Euro erhältlich. Außerdem wird auch die Sicht in den Rückspiegel nicht behindert oder eingeschränkt. Auch bei der Handhabung können Dachsysteme mit einer leichten und bequemen Montage punkten. Der Schutz gegen Spritzwasser ist auf dem Dach ebenfalls größer. Was die Lagerung angeht, brauchen Dachträger von allen drei Systemen am wenigsten Platz.
Allerdings haben Dachsysteme den großen Nachteil, dass die Räder mit großem Kraftaufwand bis aufs Dach gehoben werden müssen. Alleine geht dies meistens nicht. Zudem sollte auch der größere Luftwiderstand nicht außer Acht gelassen werden. Dadurch steigt nicht nur der Kraftstoffverbrauch, auch das Fahrverhalten wird hierbei beeinflusst. Im Vergleich zu den anderen Trägersystemen darf die maximale Zuladung auch nicht unberücksichtig bleiben: Diese ist bei Fahrradträgern für das Dach mit durchschnittlichen 15 bis 25 Kilogramm am geringsten. Für schwere E-Bikes sind Dachsysteme daher weniger geeignet.
Fahrradträger für das Heck
Diese Variante ist nicht für alle Fahrzeuge geeignet. Die Heckklappe sollte für diesen Fahrradträger möglichst steil abfallen und es sollte sich eine Spalte zwischen Klappe und Karosserie befinden, denn nur so kann der Fahrradträger an der Heckklappe befestigt werden. Aus diesem Grund sind Fahrradträger für das Heck üblicherweise nur fahrzeugspezifisch erhältlich. Ist ein System für das jeweilige Fahrzeugmodell verfügbar, wird es meist in mehreren Varianten angeboten.
Ansonsten sind die Fahrräder im Vergleich zum Dachsystem am Heckträger gut erreichbar und somit einfach zu be- und entladen. Auch der Luftwiderstand ist am Heck wesentlich geringer als auf dem Dach und das Fahrverhalten wird somit kaum beeinflusst. Ein großer Nachteil dieser Variante ist, dass es an der Heckklappe im Alltagsgebrauch zu Lackschäden kommen kann. Zudem werden die Scharniere der Klappe stark beansprucht. Auch die Erstmontage gestaltet sich bei Heckträgern recht schwierig und zeitaufwendig.
Des Weiteren ist der Kofferraum durch den Fahrradträger schwer erreichbar, da sich die Heckklappe nur sehr schwer öffnen lässt. Ansonsten ist ähnlich wie beim System für die Anhängerkupplung die Sicht in den Rückspiegel nur eingeschränkt und auch die Einparkhilfen nur begrenzt verfügbar. Schließlich darf man auch den Mehrverbrauch nicht außer Acht lassen: Von allen drei Trägersystemen haben Heckträger mit satten 11,4 Litern pro 100 Kilometern (bei 130 km/h) den höchsten Mehrverbrauch.
Empfehlungen des ADAC
Der ADAC spricht sich in seiner Fahrradträger-Analyse klar für das System für die Anhängerkupplung aus. Bei dieser Variante verbraucht man während der Fahrt nicht nur weniger Sprit, auch die Sicherheit und einfache Handhabung konnten im Vergleich überzeugen. Allein beim Kraftstoffverbrauch liegen Fahrradträger für die Anhängerkupplung mit maximal 6,3 Prozent Mehrverbrauch bei 130 km/h klar vorne. Dahinter liegt das Dachsystem mit stolzen 34,2 Prozent und als Schlusslicht das Hecksystem mit sportlichen 44,3 Prozent Mehrverbrauch. Bei frequenter Nutzung des Fahrradträgers lohnt es sich laut ADAC sogar, sich eine Anhängerkupplung am Auto nachzurüsten. Diese könne dadurch nicht nur für den Fahrradträger, sondern beispielsweise auch für einen Anhänger oder eine Transportbox genutzt werden.
Tipps für den sicheren Transport
Der ADAC empfiehlt vor dem Kauf, sowie vor und während der Fahrt, folgende Tipps zu befolgen, um mit einem Fahrradträger sicher unterwegs zu sein.
Vor dem Kauf
- Überprüfen Sie im Voraus, wie viel Ihre Fahrräder oder E-Bikes wiegen, um einer möglichen Überlastung des Fahrradträgers entgegenzuwirken.
- Sollten Sie eine größere Reise planen, achten Sie darauf, dass Sie mit allen mitreisenden Personen und Gegenständen (Fahrräder, Gepäcks usw.) nicht über das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeuges kommen.
- Für empfindliche Räder empfehlen sich zudem spezielle Rahmenschoner, um sie vor möglichen Kratzern zu schützen.
- Je nachdem für welches Trägersystem Sie sich entscheiden, sollten Sie sich Gedanken über den Aufbewahrungsort machen.
Vor der Fahrt
- Bevor die Fahrt losgehen kann, sollten Sie prüfen, ob der Fahrradträger als auch die Fahrräder fest montiert und alle Klemmen geschlossen sind.
- Bei E-Bikes sollten die Akkus nach Möglichkeit separat transportiert werden, um das Gewicht der Räder zu reduzieren.
- Achten Sie in jedem Fall auf das Maximalgewicht des Fahrradträgers, sowie der Anhängerkupplung. Diese sollten keinesfalls überschritten werden!
Während der Fahrt
- Halten Sie während des Fahrens die empfohlene Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h mit Fahrradträger ein, um sich und andere Verkehrsteilnehmende nicht zu gefährden, und fahren Sie achtsam.
- Bei jeder Fahrt mit dem Fahrradträger sollten Sie nach ungefähr 50 Kilometern eine kurze Pause machen, um Schrauben, Gurte und Scharniere zu überprüfen und gegebenenfalls nachzuziehen.
Die wichtigsten Daten im Überblick
Hier findet ihr die wichtigsten Daten zu den Fahrradträgern
| Produkt | Funktionalität (max. 50) | Qualität (max. 20) | Sicherheit (max. 20) | Nachhaltigkeit (max. 10) | Gesamtpunkte (max. 100) | Bewertung | Prädikat |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Übler i21 Z | 38 | 20 | 17 | 10 | 85 | Gut | Testsieger |
| Eufab Premium Go+ | 36 | 19 | 19 | 10 | 84 | Gut | Preis-Leistungs-Sieger |
| Thule Easyfold 3 | 34 | 18 | 18 | 10 | 80 | Gut | Sehr empfehlenswert |
| Atera Forza M | 34 | 18 | 17 | 10 | 79 | Gut | Sehr empfehlenswert |
| Norauto E-Fit 300-2 | 29 | 16 | 18 | 4 | 67 | Befriedigend | |
| Fischer Proline Evo | 21 | 10 | 17 | 7 | 55 | Ausreichend |
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