Fahrradträger für die Anhängerkupplung bieten eine komfortable Möglichkeit, E-Bikes und andere Fahrräder zu transportieren. Dabei müssen sie vor allem sicher und praktisch sein. Für einen sicheren und bequemen Fahrradtransport muss man nicht tief in die Tasche greifen.
Testkriterien und -methoden
In unserem Test haben wir die Fahrradträger für die Anhängerkupplung auf ihre Handhabung und Sicherheit untersucht. Im Kapitel "Aufbau und Gebrauch" prüften wir die Verständlichkeit der Anleitungen sowie Verarbeitung und Konzept der einzelnen Träger. Im Fokus standen jedoch vor allem die Montage, die Beladung der Träger sowie die Befestigung der Räder. Auch die Qualität der Diebstahlsicherung und der Heckklappenzugang bei beladenem Träger flossen in die Bewertung ein.
Die Fahrversuche bestanden aus Slalomparcours und doppeltem Spurwechsel bei 60 km/h - beides sollte abruptes Ausweichen simulieren. Hinzu kamen Vollbremsungen aus 100 km/h sowie Tests auf der Rüttelstrecke, um Fahrten auf unwegsamen Strecken wie Feldwegen nachzustellen. Dabei waren auf den Trägern Fahrräder von Centurion und Excelsior in verschiedenen Kombinationen mit einem Gesamtgewicht je nach Zuladungsmaximum zwischen 43,1 und 54,7 kg befestigt. Die Fahrversuche müssen aus Gründen der Sicherheit mit mindestens 45 Punkten bestanden werden. Andernfalls erhält der Fahrradträger ein "nicht empfehlenswert".
Testsieger und Empfehlungen
- Einfache Montage, günstiger Preis: Der Norauto E-Fit 100-2 ist Testsieger 2024!
- Gute Fahrversuch-Performance: Der XLC Beluga bot im Test 2024 eine gute Leistung.
- Stabil, sicher, flexibel und günstig: Mit einem überragenden Preis-Leistungs-Verhältnis verdient der Norauto E-Fit 200-2 den Testsieg und eine klare Kaufempfehlung.
- Ebenfalls sehr empfehlenswert: Der Atera Genio Pro Advanced - ein qualitativ hochwertiger Träger mit Transportschienen für breite Mountainbikereifen.
Fahrradträger ab 300 Euro im Test (2023)
Norauto E-Fit 100-2
Der E-Fit 100-2 sticht im Test seine Mitstreiter alle aus - mit gutem Grund. Das Konzept ist stimmig, die Montage sehr einfach. Über einen fest am Spannmechanismus verbauten Gabelschlüssel lässt sich der Radträger gut am Kugelkopf fixieren. Bei der Befestigung überzeugt er mit langen Kunststoffschlaufen mit einem Felgenschutz aus Gummi. Nur die Ratschenfunktion vermisst man hier. Bei den Fahrversuchen zeigt er beim Bremsen leichte, aber normale Aufstellbewegungen. Das Ausweichen meistert er souverän. Nur auf der Schlechtwegestrecke wackeln die Räder an der Befestigung der Vorderreifen etwas zu stark. Der Träger in sich bleibt aber stabil auf der AHK.
- Preis (UVP): 250 Euro, Kaufpreis: 250 Euro
- Eigengewicht: 18,2 kg
- Zuladung: 60 kg
- Anzahl Fahrräder: 2
- Stärken: Lange Schlaufen mit Felgenschutz, Greifarme gummiert, einfache Montage
- Schwächen: Drehgriffe an den Haltearmen etwas rutschig, viel Bewegung der Räder auf der Schlechtwegestrecke
XLC Beluga
Der XLC Beluga landet mit 126 Punkten im mittleren empfehlenswerten Bereich. Bei den Fahrversuchen zeigte er etwas größere Aufstellbewegungen bei der Vollbremsung. Beim Ausweichen stellten wir eine minimale horizontale Bewegung auf dem Kugelkopf fest. Doch weder Räder noch Testwagen wurden hierdurch beschädigt. Im Kapitel Aufbau und Gebrauch zeigte sich, dass die Stellschraube für die Fixierung auf der AHK mit einem Inbus festgezogen werden muss. Dies macht die Montage etwas beschwerlicher. Dafür verfügt er über ordentliche Schlaufen aus Kunststoff zur Befestigung der Räder.
- Preis (UVP): 289 Euro, Kaufpreis: 208,99 Euro
- Eigengewicht: 14,6 kg
- Zuladung: 60 kg
- Anzahl Fahrräder: 2
- Stärken: Gute Schlaufen aus Kunststoff, ordentliche Performance bei den Fahrversuchen
- Schwächen: Schienen relativ kurz, Fixierung auf der AHK etwas beschwerlich
Bullwing SR 11
Der Bullwing SR 11 landet mit nur einem Punkt Unterschied zum XLC auf dem dritten Platz. Der Feststellmechanismus funktioniert gut und leichtgängig und ermöglicht eine problemlose Montage auf der AHK. Die Schienen sind ausziehbar, die Schlaufen verstellbar, was eine flexible Befestigung der Räder erlaubt. Auch positiv fallen das geringe Packmaß und ein Bügel zum besseren Abstellen auf. Die Greifarme sind glatt und deshalb beim Befestigen nicht so handlich wie die anderer Träger. Die Schlaufen aus Webstoff und dazugehöriger Metallschnalle fallen bereits bei der Montage auf und zeigen bei den Fahrversuchen Schwächen, da sie sich nach dem Spurwechsel lösen. Auch der Träger bewegt sich etwas auf der AHK.
- Preis (UVP): 289,95 Euro, Kaufpreis: 289,95 Euro
- Eigengewicht: 17 kg
- Zuladung: 60 kg
- Anzahl Fahrräder: 2
- Stärken: Flexible Befestigung dank verstellbarer Schienen und Schlaufen, geringes Packmaß
- Schwächen: Bewegung beim Aufstellen, Nachjustieren nötig, obwohl er bei der Montage festsaß, Schlaufen aus Webstoff lösen sich
Green Valley Discovery 2
Der Radträger war leider beim Transport beschädigt worden. Eines der Rücklichter brach dabei aus der Halterung. Doch der Verkäufer lieferte schnell und problemlos ein Ersatzteil. Zur Montage: Der Discovery 2 lässt sich gut auf dem Kugelkopf befestigen, die Räder haben in den in die Schienen. Punktabzug bei der Verarbeitung bekommt der Träger für die Schlaufen aus Webstoff, die nicht fest am Träger verbaut sind und somit verloren gehen können. Bei den Fahrversuchen performt er beim Bremsen gut, beim Ausweichen gibt es Punktabzug: Es lösen sich nicht nur zwei Schlaufen unten an den Rädern, sondern auch die Halterungen oben.
- Preis (UVP): 299 Euro, Kaufpreis: 289,99 Euro
- Eigengewicht: k.A.
- Zuladung: 60 kg
- Anzahl Fahrräder: 2
- Stärken: Gummierte Greifarme, einfache Montage
- Schwächen: Schlaufen lösen sich, Greifarme könnten stabiler sein
Eufab Crow Plus
Der Eufab Crow Plus landet auf dem fünften Platz. Bei der Montage und Befestigung sind bei diesem Träger ein paar Dinge zu beanstanden. Die Greifarme verfügen nicht über Griffe, sondern wie bei den Schlaufen unten handelt es sich um Webstoff. Zudem ist der Schienenabstand geringer als bei besser bewerteten Trägern im Test. Auch die Einstellung des Spannhebels auf den Kugelkopf ist etwas beschwerlich und funktioniert über eine Schraube mit Kontermutter. Werkzeug hierfür liefert Eufab nicht mit. Bei der Vollbremsung macht der Träger einen sauberen Job, beim Ausweichtest lösen sich sowohl oben am Greifarm als auch unten die Schlaufen und der Träger bewegt sich auch etwas auf dem Kugelkopf.
- Preis (UVP): 259,99 Euro, Kaufpreis: 259,99 Euro
- Eigengewicht: 14,5 kg
- Zuladung: 50 kg
- Anzahl Fahrräder: 2
- Stärken: Stabil bei der Vollbremsung, leichte Montage am Kugelkopf
- Schwächen: Aufwändiges Einstellen des Spannhebels, Schienenabstand gering, Schlaufen und Haltegriffe müssten stabiler sein
Menabo Merak
Der Menabo Merak verfügt über eine simple, aber effektive Fixierung am Kugelkopf mittels einer riesigen Schraube. Ob diese auf lange Sicht gut standhalten wird, lässt sich nicht sagen. Jedoch tut sie in den Fahrversuchen, was sie soll und hält den Träger stabiler als manch Vorplatzierter auf der AHK. Doch wie bei anderen Trägern auch sind die Halterungen nicht sehr stabil. Die Greifarme sind simpel, aber immerhin gummiert. Die Schlaufen werden nur durch eine Plastiköse gezogen und man tut sich schwer damit, sie ordentlich festzuziehen. Die Schienen sind lang genug, doch man hätte mehr Stabilität, wenn sie etwas tiefer geformt wären. Der Schienenabstand ist so gering, dass es nötig ist, zwischen den Rädern zu polstern.
- Preis (UVP): 264 Euro, Kaufpreis: 159,99 Euro
- Eigengewicht: 9,6 kg
- Zuladung: 45 kg
- Anzahl Fahrräder: 2
- Stärken: Super Sitz auf der AHK, gummierte Greifarme
- Schwächen: Schienen zu nah beieinander, Schlaufen aus Plastik nicht am Träger befestigt
Apex 58000
Der Apex landet mit einem "bedingt empfehlenswert" auf dem letzten Platz. Der Grund: Der Träger wird in Einzelteilen geliefert, die Teile teils gefährlich scharfkantig. Der Aufbau dauert circa 30 Minuten, hierzu wird kein Werkzeug mitgeliefert. Die Radschienen liegen etwas zu dicht beieinander, dafür sind die Greifarme gut gummiert. Die Einstellung für den Spannhebel ist schwierig zu händeln: Man muss sich herantasten und dabei den Radträger immer wieder absetzen. Bei den Fahrversuchen zeigt der Träger vor allem beim Ausweichen eine viel zu große Bewegung am Kugelkopf. Beim Rütteltest neigt sich der U-förmige Haltegriff mehrmals viel zu nah Richtung Auto.
- Preis (UVP): 389 Euro, Kaufpreis: 278 Euro
- Eigengewicht: 20 kg
- Zuladung: 60kg
- Anzahl Fahrräder: 2
- Stärken: Greifarme gut gummiert, stabil bei der Vollbremsung
- Schwächen: In Einzelteilen geliefert, Schienen zu nah beieinander
Fahrradträger ab 300 Euro im Test (2023)
Norauto E-Fit 200-2
Testurteil: Sehr empfehlenswert.
Der Norauto E-Fit 200-2 überzeugte im Test am meisten mit seiner Flexibilität, was die Fahrradanbringung angeht - der Haltegriff ist sogar höhenverstellbar. Zudem punktet er mit seiner Stabilität. Er lässt sich am Kugelkopf einfach festziehen und sitzt dann bombenfest bei allen Fahrversuchen. Er zeigt von allen Trägern die wenigste Bewegung. Die Schienen lassen eine Beladung mit Rädern mit langem Radstand zu, die Befestigungsschnallen sind lang genug und bieten zudem einen Gummischutz für die Felgen. Zudem verfügt der Norauto über ein geringes Packmaß und ist gut tragbar.
- Preis (UVP): 380 Euro, Kaufpreis: 300 Euro
- Eigengewicht: 17,3 kg
- Zuladung: 60 kg
- Anzahl Fahrräder: 2
- Stärken: Geringes Gewicht, gute Verarbeitung, sicheres Konzept
- Schwächen: Schienenabstand könnte bei großen Rädern zum Problem werden
Atera Genio Pro Advanced
Testurteil: Sehr empfehlenswert
Von der verständlichen Bedienungsanleitung über einen anpassbaren Abklappmechanismus bis zur Befestigung zeigt der Atera Genio Pro Advanced durchweg seine Qualitäten. Einziges Manko im Handling sind die Griffe, die dem Nutzer Kraft beim Festzurren abverlangen. Doch genauso stark halten die Räder auf dem Träger. Positiv: Nur wenn der Schlüssel steckt, lassen sich die Laschen lösen, die über eine stabile Ratschenfunktion angezogen werden. Die Schienen sind zudem breit genug für 2,6-Zoll-Reifen. In den Fahrversuchen zeigt der Atera sich souverän und bleibt fest auf der Kupplung.
- Preis (UVP): 898 Euro, Kaufpreis: 551 Euro
- Eigengewicht: 21,4 kg
- Zuladung: 60 kg
- Anzahl Fahrräder: 2
- Stärken: Platzangebot für die Räder, Ratschenfunktion, breite Schienen
- Schwächen: Griffe brauchen Kraft, hohes Gewicht des Trägers
Oris Tracc
Testurteil: Empfehlenswert
Der Oris Tracc ist in der Bauweise dem MFT sehr ähnlich. Er wird über das rechte Seitenteil nachgespannt (siehe Bild) und sitzt anschließend fest auf der Kupplung. Er bietet Ratschen an den Schlaufen der Greifarme, die dem Prinzip vom Atera-Träger ähneln und gut funktionieren. Die E-MTBs saßen im Test sauber in den Schienen, die einen guten Seitenhalt bieten. Auffällig: Der Stecker für die Beleuchtung war sehr schwergängig. Bei den Fahrversuchen gab es beim Oris Tracc außer leichten Aufstellbewegungen beim Bremsen nichts zu beanstanden.
- Preis (UVP): 575 Euro, Kaufpreis: 409 Euro
- Eigengewicht: 17 kg
- Zuladung: 60 kg
- Anzahl Fahrräder: 2
- Stärken: Guter Halt an der Kupplung, Ratschenfunktion, leicht zu tragen
- Schwächen: Schwergängige Schlösser, störrischer Stromstecker
Uebler F24
Testurteil: Empfehlenswert
Uebler hat mit dem F24 einen empfehlenswerten Träger im Repertoire. Er ist intuitiv und schnell angebracht und sitzt sofort bombenfest auf der Anhängerkupplung. Großes Plus: Er ist mit 12 kg ein Leichtgewicht und kann auch von kleineren, weniger starken Personen sicher montiert werden. Er zeigt im Test deutlichere Aufstellbewegungen als der Norauto oder Atera, die Räder bleiben aber fest verzurrt. Wäre der Träger abklappbar, hätte er es trotz kleinerer Schwächen wie der zu kurzen, wenig flexiblen Greifarme sogar noch auf ein "sehr empfehlenswert" gebracht.
- Preis (UVP): 563 Euro, Kaufpreis: 563 Euro
- Eigengewicht: 12 kg
- Zuladung: 60 kg
- Anzahl Fahrräder: 2
- Stärken: Geringes Packmaß, einfache Montage, geringes Gesamtgewicht
- Schwächen: Kein Abklappmechanismus, Greifarme nicht sehr flexibel
MFT Compact 2E+1
Testurteil: Empfehlenswert
Der MFT Compact 2E+1 landet mit 128 Punkten im empfehlenswerten Bereich. Positiv fiel beim Handlingtest auf, dass sowohl Greifarme als auch Halterung die Befestigung recht flexibel gestalten. Die Schienen sind breit genug und bieten einen guten Seitenhalt. Da die Befestigungsschnallen relativ kurz sind, mussten wir im Test den Gummischutz für die Felgen leider entfernen. Die Ratschenfunktion funktioniert nur bei ausreichender Länge der Schnalle. Der MFT zeigte bei der Vollbremsung eine etwas stärkere Aufstellbewegung als andere Träger, verhielt sich aber ansonsten bei den Fahrtests zufriedenstellend.
- Preis (UVP): 490 Euro, Kaufpreis: 419 Euro
- Eigengewicht: 16,4 kg
- Zuladung: 60 kg
- Anzahl Fahrräder: 2
- Stärken: Geringes Packmaß, stabiles Abklappen, flexible Halterung
- Schwächen: Keine Ratschen an den zu kurzen Schnallen, Aufstellbewegung
Eufab Premium II
Testurteil: Empfehlenswert.
Der komplett vormontierte Eufab Premium II lässt sich problemlos auf dem Kugelkopf anbringen. Bei der Erstmontage muss hierzu mit einem Gabelschlüssel die Stellschraube nachgestellt werden. Wichtig: immer die Kontermutter gut festziehen! Die Halter auf der Schiene sind verstellbar und machen die Befestigung dadurch recht flexibel. Das sind die Greifarme allerdings nicht, die massiv gebaut sind. Vor allem der voluminöse Schraubkopf ist hier oft im Weg. Bei den Fahrversuchen gibt es Punktabzug, da sich der Träger beim Ausweichtest etwas auf der Kupplung verschiebt.
- Preis (UVP): 645 Euro, Kaufpreis: 389 Euro
- Eigengewicht: 17 kg
- Zuladung: 60 kg
- Anzahl Fahrräder: 2
- Stärken: Problemlose Montage des Trägers auf der Kupplung, Reifenhalter
- Schwächen: Komplizierte Befestigung wegen der Haltegriffe, Stellschraube
Menabo Alcor 2
Testurteil: Nicht empfehlenswert.
Der Menabo Alcor 2 zeigt im Test Mängel. Zunächst müssen die Kabel verlegt und die Greifarme montiert werden. Außerdem fällt auf, dass die Schienen durch ihre geringe Wölbung fast keinen Seitenhalt bieten und die Fahrräder sich berühren, wenn sie auf dem Träger stehen. Beim Ausweichtest bewegt er sich auf der Kupplung und schlägt zu beiden Seiten Macken in den Stoßfänger. Dann löst sich der Abklappmechanismus, wodurch die Räder mit den Lenkern auf dem Asphalt landen...
Thule Epos 2: Ein High-End-Modell im Dauertest
Der klappbare Anhängerkupplungs-Fahrradträger Epos 2 von Transport-Profi Thule macht seinem Namen alle Ehre und ist epochal gut - aber leider auch epochal teuer. Wir haben ihn mittlerweile über 15.000 Kilometer am Haken gehabt und sagen dir, ob er zu dir und deinen Fahrrädern passt.
Kurz & knapp: Thule Epos 2
- High-End-Anhängerkupplungs-Träger von Thule
- Pro Schiene je ein Teleskop-Arm zur Befestigung
- Max. Reifenbreite 3" (5" mit Adapter)
- Variante mit zwei oder drei Schienen verfügbar
- Zuladung 60 Kilo (gilt für beide Varianten)
- Eigengewicht: 17,3 kg bzw. 22,7 kg
Innovatives Greifarm-Konzept
Der Clou des Epos ist die Befestigung der Räder. Anders als üblich hält keine Kralle von einem starren Bügel aus dein Fahrrad fest, sondern je eine Teleskopstange pro Radschiene. Der Vorteil liegt auf der Hand: Du hast quasi ein frei schwenkbares Einbeinstativ pro Rad, das sich auf die für deinen Rahmen ideale Position ausfahren lässt, der "Kopf" kann dabei in alle Richtungen rotiert werden und lässt sich spielend-leicht auf jede noch so krude Rahmenform anpassen. Die sonst übliche Hufeisen-Befestigung ist zwar prinzipiell nicht verkehrt, aber eben nicht so flexibel wie die vom Epos.
Tipp: Seit Januar 2025 gibt es von Thule auch eine Gepäckbox (Thule Santu), die den Funktionsumfang des Epos noch einmal signifikant erweitert. Neben dem Rad oder den Rädern lässt sich nun auch Equipment auf dem Kupplungsträger transportieren.
Lobend erwähnen müssen wir den satten Radstand: Sind es beim etwas beliebten Geschwister-Modell Easy Fold XT noch 1300 mm, wuchs er beim Epos nochmals um 50 mm. So passen selbst moderne, lang gezeichnete Mountainbikes sicher auf den Träger.
Im Fahrtest: So gut ist der Thule Epos in Extremsituationen!
Wir haben den Thule Epos mit der Schwesterzeitschrift auto motor und sport auf dem Testgelände von Bosch in Boxberg an seine Grenzen gebracht. Mit einem Genesis GV 70 fuhren wir Fahrversuche im voll beladenen Zustand. Einmal ging es durch einen Slalomparcours, ein anderes Mal musste sich der Thule bei einem abrupten, doppelten Spurwechsel beweisen - beide Versuche fuhren wir mit 60 km/h. Im Anschluss simulierten wir eine Vollbremsung aus 100 km/h und scheuchten ihn zu guter Letzt über eine Rüttelstrecke.
Wie für den Preis zu erwarten, performte der Träger in allen Disziplinen hervorragend! Der Epos zeigt wenig Aufstellbewegungen beim Bremsen und besteht auch den Slalom, doppelten Spurwechsel sowie die Fahrt über die Rüttelstrecke souverän. Nach dem Testschema der auto motor und sport wäre der Thule im sehr empfehlenswerten Bereich anzusiedeln.
Pro und Contra
- Pro: Perfekt verarbeitet, hält auch modern-lange E-MTBs, Greifarm-Konzept in der Praxis eine Wohltat, auch nach 15.000 Kilometern mustergültige Funktion
- Contra: Ausgesprochen teuer, keine Transporttasche im Lieferumfang
ADAC Test: Fahrradträger für die Anhängerkupplung im Vergleich
Der ADAC hat 13 kipp- und faltbare Fahrradträger für die Anhängerkupplung mit Platz für zwei Fahrräder getestet. Bei Handhabung, Qualität und Sicherheit gab es geringere Unterschiede, beim Preis jedoch größere.
Gute Fahrradträger gibt es ab 400 Euro.
Ergebnisse des ADAC Tests
- Top: Trägerbefestigung fix4Bike
- Schwierige Montage bei einigen Modellen
Die Preisspanne ist bei Heckträgern groß, doch der Test hat gezeigt, dass ein guter Fahrradheckträger nicht so teuer sein muss. Zwar wurde das teuerste Model von Uebler für den Preis von 730 Euro Testsieger und erhielt als einziges Modell das ADAC Urteil "sehr gut". Aber auch für rund 400 Euro ist schon ein guter Fahrradträger zu bekommen.
Die ADAC Experten bewerteten im Test ein Modell mit "sehr gut", zehn Modelle mit "gut" und zwei Modelle mit "befriedigend".
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
- Maximal zulässige Stützlast des Autos ermitteln (siehe Fahrzeugschein).
- In Bedienungsanleitung des Autos auch maximale Stützlast für Fahrradheckträger überprüfen, da diese bei manchen Herstellern von der maximalen Stützlast abweicht.
- Gewicht zu transportierender Fahrräder ermitteln. Dann prüfen, wieviel Fahrräder auf dem Heckträger transportiert werden dürfen.
- Bei höherwertigen Fahrrädern oder Pedelecs bzw. E-MTBs darauf achten, dass auch der Heckträger über eine Diebstahlsicherung verfügt.
- Platz zur Lagerung des Fahrradträgers nach Demontage aussuchen. Auf die passende Steckverbindung achten (7 oder 13 Pole).
Tipps für die Fahrt
- Anhängerkupplung muss sauber und fettfrei sein.
- Beladungshinweise des Trägers beachten. Fahrradträger nicht überladen: Eigengewicht Fahrradträger + Gewicht aller Fahrräder ≤ Stützlast.
- Fahrradträger und Fahrräder auf sicheren Halt überprüfen.
- Sperrige, schwere oder leicht zu verlierende Teile nach Möglichkeit vom Fahrrad abmontieren, wie zum Beispiel Akkus von Pedelecs.
- Funktion der Beleuchtungsanlage prüfen. Zudem darf die Ladung laut StVZO nicht weiter als 40 Zentimeter über den Rand der Schlussleuchten des Heckträgers hinausragen. Sonst auf beiden Seiten mit der Beleuchtung durch eine weiße Leuchte nach vorne und eine rote Leuchte nach hinten kenntlich machen.
- Nach 50 Kilometern anhalten und alle Schrauben und Gurte kontrollieren.
- Ist eine dritte Bremsleuchte vorhanden, darf diese nicht verdeckt sein.
- Achtsam fahren: Durch den Träger wird das Fahrverhalten des Fahrzeuges beeinflusst, es kann in Extremsituationen ungewohnt reagieren.
- Empfohlene Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h bei Benutzung eines Heckträgers einhalten.
- Kennzeichen am Auto und Kennzeichen am Fahrradträger müssen gleich sein. Wenn das Hecktragesystem das amtliche Kennzeichen verdeckt, muss ein sogenanntes Wiederholungskennzeichen angebracht werden.
Methodik des ADAC Tests
Für den Test wurden 13 Heckträgermodelle für zwei Fahrräder anonym beschafft und abwechselnd sechs unterschiedliche Fahrräder darauf montiert. In einem Praxistest wurden die Fahrradträger überprüft auf ihre Handhabung (40 Prozent der Gesamtnote), Qualität (40 Prozent der Gesamtnote) und Sicherheit (20 Prozent der Gesamtnote).
Testergebnisse der Top 3 (ADAC)
| Produkt (Punkte max.) | Übler i21 Z | Eufab Premium Go+ | Thule Easyfold 3 |
|---|---|---|---|
| Funktionalität (50) | 38 | 36 | 34 |
| Qualität (20) | 20 | 19 | 18 |
| Sicherheit (20) | 17 | 19 | 18 |
| Nachhaltigkeit (10) | 10 | 10 | 10 |
| Gesamtpunkte (100) | 85 | 84 | 80 |
| Bewertung | Gut | Gut | Gut |
| Prädikat | Testsieger | Preis-Leistungs-Sieger | Sehr empfehlenswert |
Weitere getestete Fahrradträger (ADAC)
- Atera Forza M
- Norauto E-Fit 300-2
- Fischer Proline Evo2
Kriterien für den idealen Fahrradträger
Der ideale Fahrradträger für E-Bikes ist leicht und kompakt, rollt beschwingt auf seinen eigenen Rädern daher, ist einfach aufzubauen (da komplett vormontiert), abschließbar und hat eine Nutzlast von mindestens 60 kg. Dazu bringt er stabile und breite Radschienen inklusive Rastgurten und Ratschenfunktion mit, solide Rahmenhalter, die einfach zu handhaben und ebenfalls diebstahlgesichert sind, einen simpel zu nutzenden Kennzeichenträger, und ist klappbar, damit der Kofferraum zugänglich bleibt.
Gute Alternativen: Fahrradträger für drei und mehr E-Bikes
- Für maximal drei E-Bikes: Aurilis Discovery 3 (mit verschiebbaren Radaufnahmen)
- Auch für Fatbikes geeignet: Menabo Alcor 3 (bietet Platz für drei Fahrräder und/oder E-Bikes mit bis zu 60 kg Gesamtgewicht)
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