Fahrradträger für E-Bikes und Dreiräder: Ein umfassender Ratgeber

Du möchtest dein E-Bike auch auf längeren Ausflügen oder Reisen dabeihaben und es sicher am Auto befestigt wissen? Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über Fahrradträger, insbesondere für E-Bikes und Dreiräder.

E-Bike Transport: Was ist zu beachten?

Gerade beim E-Bike Transport gilt es darauf zu achten, die elektronischen Teile gut zu schützen. Hier sind einige wichtige Punkte:

Akku entfernen

Ja, vor dem Transport eures E-Bikes solltet ihr als erstes den Akku entfernen. Hochwertige E-Bike Akkus sind zwar spritzwassergeschützt, jedoch kann sich Spritzwasser bei höheren Geschwindigkeiten und Regen zu Druckwasser formen. Sollte dieses in den Akku eindringen, musst du unter Umständen mit nachhaltigen Schäden an deinem E-Bike rechnen. Besitzt dein E-Bike einen Intube-Akku, also einen im Rahmen verbauten Akku, kannst du diesen natürlich im Rahmen belassen. Für diesen Fall kannst du dein Bike auch mit entsprechenden Abdeckungen intensiv schützen. Auch der Motor und andere wichtige Komponenten lassen sich so von Nässe abschirmen.

Das Entfernen des Akkus vor der Fahrt hat den weiteren Vorteil, dass dein E-Bike dadurch leichter wird. Somit entlastest du deinen Heckträger, vor allem wenn dieser nur eine Gewisse Kapazität tragen kann. Gleichzeitig kann der Akku während der Fahrt nicht herausfallen und andere Verkehrsteilnehmer gefährden.

Montage des Heckträgers

Nun bist du bereit, den Heckträger an der Anhängerkupplung deines Autos zu montieren. Der Thule Epos Heckträger lässt sich in nur wenigen Handgriffen befestigen und an der Anhängerkupplung fixieren. Anschließend musst du lediglich den Hebel nach unten betätigen, ohne, dass umliegende Kabel eingeklemmt werden, und schon ist dein Lastenträger einsatzbereit. Tipp: Haltet die Anhängerkupplung möglichst fettfrei.

Thule Epos: Eine praktische Lösung

Der Thule Epos e-Bike Heckträger bietet eine praktische Lösung mit minimalem Aufwand. Der Thule Epos Fahrradträger ist für alle e-Bike Typen geeignet. Je nach Gewicht deiner Bikes, kannst du damit bis zu zwei oder drei Räder an deinem PKW transportieren. Insgesamt kann der Lastenträger etwa 60 Kilogramm Zuladung fassen.

Dein E-Bike lässt sich simpel befestigen, da aufwendige Klemmbügel, die den Rahmen fixieren sollen, der Vergangenheit angehören. Stattdessen kannst du die seitlichen Klemmarme nutzen und sie dir in die benötigte Position bringen. Auch in der Höhe sind die Klemmarme verstellbar, sodass du den Klemmriemen einfach an deinen Rahmen anbringen kannst. Der schonende Riemen hat den Vorteil, dass auch hochwertige Carbonrahmen immer gut geschützt sind und nicht verkratzen.

Ein besonders praktisches Feature stellt die klappbare Auffahrschiene dar, durch die du dein E-Bike in Sekundenschnelle auf den Heckträger manövriert hast. Achte bei der Befestigung darauf, dass sich die Lenker nicht in die Quere kommen und genug Luft zwischen den beiden Bikes herrscht. Jetzt heißt es auch beim zweiten e-Bike nur noch: Klemmarm hochfahren, diesen am Oberrohr befestigen sowie Fußrasten fixieren und es kann losgehen!

Ein weiterer Vorteil des Thule Epos e-Bike Heckträgers gegenüber herkömmlichen Bügelsystemen ist die Tatsache, dass du die e-Bikes in beliebiger Reihenfolge wieder abladen kannst, beispielsweise zuerst das hintere und dann das vordere Bike. Als allgemeine Zusatzoption kannst du die Rahmen noch mit einem Schloss befestigen und dieses noch einmal gesondert am Heckträger festschließen.

Nützliches Zubehör für den Thule Epos Heckträger

So stellt Leon beispielsweise die praktische Zubehör-Rampe vor, über die du dein E-Bike ganz einfach auf den Heckträger schieben kannst. Gleichzeitig gibt es Abdeckungen, die dein Hab und Gut vor Regen schützen und ein leichtes und kompaktes Schloss von Abus, mit dem du deine e-Bikes auf dem Heckträger vor Diebstahl absichern kannst. Alle Komponenten sind dabei bestens aufeinander abgestimmt.

Praktisches e-Bike Zubehör wie der Thule Epos Heckträger bieten intelligente Lösungen, um die Handhabung deines e-Bikes zu optimieren. Der Epos ermöglicht es dir, dein e-Bike auch an abgelegene Orte mitzunehmen und komfortabel mit dem Auto zu transportieren.

Spezielle Heckträger für Dreiräder

Noch komfortabler als im Kofferraum geht die Mitnahme Ihres Freeliners Elektro Dreirads mit unserem speziellen Heckträger für die Anhängerkupplung an, auf dem das Fahrzeug mit Auffahrrampen hochgefahren werden kann - bei der Version HeckträgerFPLUS A1032 hat auch ein 2. Elektro-Fahrrad Platz. Natürlich mit TÜV Zulassung! Es handelt sich dabei um eine Spezialkonstruktion für unsere e-Bikeboard + Freeliner Fahrzeuge.

Die Basis ist der UT2020 - dieser hat eine Nutzlast von 120 kg - abzüglich Eigengewicht von ca. 18kg - damit ist eine Zuladung von über 100 kg möglich. Das Limit ist in der Regel die Stützlast Ihrer Anhängekupplung - diese finden Sie im Fahrzeugbrief.

Der Tragarm wird mittels einer integrierten Kurbel an die Anhängerkupplung geklemmt. Dieses System ist nahezu für 95% aller Kupplungen kompatibel. Wir empfehlen Ihnen bei einer Anfrage uns auch Fotos Ihrer Anhängerkupplung zukommen zu lassen. Da das Klemmelement fest an der Kupplung montiert wird, ist dieses System nicht für einklappbare Kupplungen geeignet, lediglich für starre oder abnehmbare.

Sollten Sie spezielle Sonderwünsche haben, teilen Sie uns diese bitte mit. Dieser Träger kann auch für andere Elektro 3- und 4-Räder angepasst geliefert werden - z.B. Easy Rider, Scoobo (PfauTec) Kettwiesel Lepus, Liegedreirad Scorpion, Scootertrike usw.

Abmessungen

  • Breite: 140 cm
  • Tiefe: 90 cm (FPlus Version: 100cm)
  • Eigengewicht: 18 kg

Die erforderliche Mindeststützlast Ihrer Anhängerkupplung bei einem Freeliner EVO III >= 80 kg. Die erforderliche Mindeststützlast Ihrer Anhängerkupplung bei einem Freeliner EVO III + 1 eFahrrad >= 100 kg.

Lieferumfang

  • Alu Trapezplattform mit 2 einstellbaren Radkufen aus Alu-Riffelblech
  • 4 Ringösen
  • 4 Verzurrgurte
  • Tragarm UT 2020-545 mm mit Diebstahlsicherung für Tragarm und Abschlussrahmen
  • 13 poligem Stecker am Abschlussrahmen

Optionales Zubehör

Auffahrrampenset 3 teilig - für e-Bikeboard/Freeliner Heckträger aus Alu Riffelblech Breite 12 cm, Länge 150cm: 209,00 € inkl. Befestigung zur Anhängekupplung.

Allround-Heckträger

Alle ALLROUND-Heckträger sind mit der Universal-Befestigung UT 2020 ausgerüstet, diese Kupplungsanbindung passt zu den meisten bekannten Anhängerkupplungen. Egal ob starre, abnehmbare oder mechanisch oder elektrisch schwenkbare Kupplungen.

Bei den schwenkbaren Kupplungen kann es vorkommen, dass die Steckdose sehr nah am Kugelkopf befestigt ist und ein Flügel vom UT 2020 System das Bedienen bzw. Einstecken des Steckers verhindert. Sollte dieser seltene Fall eintreten können Sie uns kontaktieren, wir werden Ihnen dann eine entsprechend geänderte Version des Halters UT 2020 zusenden (erfolgt als kostenloser Umtausch).

Gewichte

Der komplette Heckträger besteht aus drei Modulen: Dem Anbindungssystem (80 kg oder 130 kg Traglast), der individuellen Trageeinheit und dem Lichtbalken. Die Trageeinheit kann ausgetauscht werden, sodass der Träger für verschiedene Zwecke eingesetzt werden kann. Mit unserem Anbindungssystem A 2000 erreichen Sie eine Traglast von 80 kg, mit dem Anbindungssystem UT 2020 sogar 120 kg. Von der Traglast ist das Eigengewicht der individuellen Trageeinheit abzuziehen.

Beladungsmöglichkeit

Die Nutzlast unseres UT 2020 Systems beträgt 120 kg, es können also Dreiräder mit Elektromotor und e-Bikes gleichzeitig transportiert werden. Die Akkus der Räder sind jeweils beim Transport zu entfernen.

Komfort

Als Zubehör ist ein 3-teiliges Auffahrrampenset erhältlich, die Dreiräder können so ohne großen Kraftaufwand auf den Heckträger geschoben werden.

Wichtige Faktoren bei der Auswahl eines Fahrradträgers

Bei der Auswahl eines Fahrradträgers ist das Gewicht ein entscheidender Faktor. Ein Fahrradträger mit einem Gesamtgewicht von 20 kg ohne Rad und 24,5 kg mit montiertem Rad bietet vielseitige Transportmöglichkeiten. Die Gesamtlast sollte im Einklang mit den zulässigen Werten des Fahrzeugs stehen, um eine sichere Fahrt zu gewährleisten.

Das Gewicht beeinflusst die Handhabung und Montage des Trägers, daher ist es wichtig, sicherzustellen, dass es für den Benutzer handlich ist. Fahrzeugkompatibilität spielt eine entscheidende Rolle, um sicherzustellen, dass die zusätzliche Last vom Fahrzeug sicher getragen werden kann, insbesondere bei Dach- oder Heckmontage.

Die Lagerung und der Transport des Trägers außerhalb des Fahrzeugs werden ebenfalls durch das Gewicht beeinflusst. Schließlich sollte darauf geachtet werden, dass das Gesamtgewicht des Fahrradträgers die Stabilität des Fahrzeugs während der Fahrt nicht negativ beeinflusst.

Fahrradtransport im Wohnmobil

Ihr Fahrrad oder E-Bike muss mit in den Campingurlaub? Allerdings sind Sie noch nicht sicher, was die beste Lösung für den Transport ist. Sie überlegen sich, einen Fahrradträger für Ihr Wohnmobil zu kaufen, aber wissen nicht so recht, worauf Sie achten müssen?

Wir erklären, welche Systeme es gibt und haben alle Vor- und Nachteile von Fahrradträgern zusammengefasst. Sie haben eine Heckgarage? Dann verraten wir Ihnen, wann es besser ist, das Rad oder E-Bike ins Mobil zu laden.

Fahrrad- und E-Bike-Träger am Heck des Campers

Ihr Camper, Campingbus oder Wohnmobil hat keine Garage und noch keinen Fahrradträger? Dann gibt es eigentlich nur eine Lösung, nämlich den Transport am Heck. Es gibt eine große Vielfalt an Modellen und vermutlich ist so ein Heckträger erste Wahl bei vielen. Größte Sorge ist oft, dass die Bikes Straßendreck und Wetter ausgesetzt sind. Hier kann eine Abdeckplane helfen.

Vor- und Nachteile von Heck-Fahrradträgern fürs Wohnmobil

  • Vorteile: Einfach nachrüsten, große Modellauswahl, mehr Platz frei in Heckgarage, E-Bike-Träger verfügbar
  • Nachteile: Fahrräder sind Umwelteinflüssen ausgeliefert, Diebstahl gefährdet, zusätzliches Gewicht des Trägers

Campingbus: Heckträger für Wohnmobile und Campingbusse sind sehr beliebt, außerdem gibt es zahlreiche Modelle zur Auswahl. Hier haben wir Heckfahrradträger für Campingbusse getestet. Es gibt ganz unterschiedliche Modelle je nach Fahrzeugklasse. Die Heckträger unterscheiden sich in der Montage, entweder werden sie an den Scharnieren der Hecktüren befestigt oder aber am Chassis oder Unterboden montiert.

Unterschied: Fahrräder werden meistens auf Scharnierträgern transportiert, Chassisträger sind massiver und schwerer, eignen sich dafür aber auch zum Beispiel für Roller oder Moped.

Die größte Schwierigkeit der meisten Heckträger ist das Beladen aufgrund ihrer Höhe. Bei leichten Rennrädern und Trekkingrädern mag das Aufladen noch gut gelingen, bei E-Bikes sieht die Sache schon anders aus. Durch ihr hohes Gewicht wird es super schwer, sie nach oben auf den Träger zu wuchten. Manche teuren Modelle bieten mittlerweile einen Lift, der das Beladen vereinfachen soll, diese gibt es zum Beispiel von Sawiko.

Chassisträger wie zum Beispiel der von Sawiko oder Thule lassen sich teilweise leichter beladen, alleine wegen ihrer Montagehöhe.

Fahrradtransport in der Wohnmobil-Heckgarage

Eine weitere Möglichkeit, Fahrräder zu transportieren, ist in der Heckgarage von Wohnmobil oder Campingbus. Besonders attraktiv ist diese Lösung natürlich für alle, die ein sehr teures Fahrrad oder E-Bike haben, es besonders gut geschützt mitnehmen wollen. Hier ist es nicht nur vor Dieben relativ sicher, sondern auch vor Wind und Wetter geschützt.

Vor- und Nachteile Fahrradtransport in der Wohnmobil-Heckgarage

  • Vorteile: Wettergeschützt transportiert, nicht sichtbar von außen, deshalb besser geschützt vor Diebstahl, unkompliziert beladen
  • Nachteile: Benötigt große Heckgarage, nimmt Platz für weiteres Zubehör

Aufgebaute Wohnmobile: Integrierte Wohnmobile, Alkoven und Teilintegrierte bieten vermehrt eine große Heckgarage an, in die Camperinnen und Camper die Fahrräder und E-Bikes von einer oder sogar beiden Seiten einladen können. Oft gibt es dort Zurrsysteme um die Zweiräder zu befestigen.

Campingbus: Alternativ sind einige Campingbusse speziell für Sportlerinnen und Sportler gestaltet. Ein Hubbett im Heck schafft dann eine große Heckgarage für den Transport von Fahrrädern und Co. Das zeigt z.B. der Etrusco CV 640 PB oder der Karmann David 610 Lifestyle.

Fahrradtransport auf der Anhängerkupplung

Darüber hinaus gibt es noch eine weitere Möglichkeit für den Fahrradtransport im Camper, Campingbus oder Wohnmobil. Allerdings benötigen Sie dafür eine Anhängerkupplung, denn Fahrradträger für die Anhängerkupplung sind nicht nur beliebt bei Pkw, sondern leisten auch am Camper gute Dienste. Nachteile gibt es ähnlich wie beim Heckträger-Transport, allerdings lassen sich alle Modelle leichter beladen.

Fahrrad Heckträger Tests

Wer sein Fahrrad auf Reisen mitnehmen will, benötigt oft einen Heckträger für die Anhängerkupplung - die bequemste Art, Räder zu transportieren. Aber welcher Heckträger ist top? AUTO BILD hat für Sie getestet!

Fahrradträger, insbesondere die für die Anhängerkupplung, gelten als die bequemste Methode, Fahrräder oder E-Bikes in den Urlaub zu transportieren. Im Gegensatz zu Dachträgern, die oft kompliziert zu beladen sind und Schäden wie Dellen oder Kratzer an Auto und Fahrrad verursachen können, bieten Heckträger eine praktischere und schonendere Alternative. Sie sollten idealerweise robust, sicher, leicht und kostengünstig sein.

Alle Fahrrad-Heckträger in unserem Test sind für drei herkömmliche Fahrräder oder zwei E-Bikes zugelassen. Wenn Sie einen Fahrradträger suchen, der speziell für den Transport von E-Bikes geeignet ist, könnte für Sie der AUTOBILD E-Bike-Fahrradträger-Test 2023 interessant sein.

Testsieger des AUTO BILD Fahrradträger-Tests: Uebler i31

Eine hochwertige Verarbeitungsqualität und eine intuitive Bedienung - das sind nur zwei Eigenschaften, mit denen uns unser Testsieger, der Uebler i31, von sich überzeugt hat. Der i31 wird bereits vormontiert geliefert, eine Erstmontage fällt also aus. Die beigelegte Bedienungsanleitung ist verständlich formuliert. Das ist auch gut so, denn die erste Montage auf der Anhängerkupplung kann auf den ersten Blick etwas verwirrend wirken. doch hat man das System erst einmal durchstiegen, geht es doch recht einfach.

Ein Kinderspiel ist das Befestigen der Fahrräder. Zwar sind Schnallen, mit denen die Räder des Drahtesels festgemacht werden, nicht extra durch Gummiauflagen geschützt, aber dafür lassen sie sich leicht bedienen. Das gleiche gilt auch für die Rahmenhalter, die leicht versetzt und festgemacht werden können. Allerdings sollte man die Rahmenhalter nicht zu fest anziehen - ansonsten drohen Schäden am Rahmen.

Überzeugend ist der Fahreindruck: Der Fahrradträger sitzt nicht nur bombenfest auf der Anhängerkupplung, auch die Fahrräder bleiben selbst auf schlechter Wegstrecke sehr fest und bewegen sich kaum - so fährt man mit gutem Gewissen in den Urlaub. Mit 276 von 300 möglichen Punkten hat sich der Uebler i31 die Note 1,3 (sehr gut) und den Testsieg wirklich verdient.

Der Bosal Comfort Pro 3 wird Preis-Leistungs-Sieger (2022)

Auch die Verarbeitung unseres Preis-Leistungssiegers, der Bosal Comfort Pro 3, ist hochwertig. Der Heckträger lässt sich einfach auf der Anhängerkupplung montieren - das bekommt selbst eine Person alleine gut hin. Außerdem wirkt er dank langer Metallschienen sehr robust. Abzüge gibt es hier allerdings bei der Befestigungsart. Während andere Träger im Test über praktische Klemmen verfügen, verwendet der Bosal ein Ratschen-System.

Auf den Plastik-Bändern sind allerdings Schutzteile aus Gummi angebracht, die die Rahmen der Fahrräder vor Kratzern schützen sollen. Etwas umständlich ist das Abklappen des Fahrradträgers, da der Mechanismus unter der Kennzeichenhalterung fast bis zum Boden durchgedrückt werden muss. Unterm Strich liefert der Bosal aber mit 236 von 300 Punkten ein gutes Ergebnis ab und erreicht somit nicht nur die Note 2,1 (gut), sondern auch den Preis-Leistungs-Sieg.

So hat AUTO BILD getestet

Als erstes wurden die Heckträger von ihrer Verpackung befreit. Dann wurde geschaut: Sind Warnhinweise und eine Bedienungsanleitung vorhanden? Kommen die Heckträger bereits vormontiert an oder muss man erst eine Bastelstunde einlegen?

Dann ging es um die Handhabung: Wie einfach lässt sich der Fahrradträger tragen? Wie schwer ist er und gibt es einen Griff? Und wie einfach lässt er sich ausklappen? Die Montage des Heckträgers und die Befestigung der Fahrräder wurden bewertet: Je intuitiver die Beladung abläuft, desto geringer die Gefahr von Fehlern.

Anschließend wurde die Montage auf der Anhängerkupplung begutachtet. Wie einfach lässt sich der Heckträger befestigen? Geht es auch alleine oder braucht man Hilfe? Gibt es einen Abklappmechanismus, um an den Kofferraum zu gelangen? Lässt er sich mühelos bedienen und arretiert er? Und wie einfach lässt sich das Kennzeichen montieren?

Auch bei der Befestigung der Fahrräder wurde geschaut, wie einfach sie durchzuführen ist. Muss man das Fahrrad besonders hoch heben? Kann man das Fahrrad leicht alleine auf dem Fahrradträger befestigen oder braucht man Hilfe? Und wie einfach sind die Haltesysteme konzipiert? Sind die Rahmen- und Radhalter geschützt oder kann man das Fahrrad leicht beschädigen?

Bei voller Beladung wurde außerdem der Abklappmechanismus ausprobiert.

Natürlich sollte ein Fahrradträger auch während der Fahrt einen guten Eindruck machen. Dafür wurde jeder Fahrradträger auf den Testwagen, ein BMW 320d Touring, montiert und über einen Schotterweg mit Schlaglöchern sowie über ein Stück Landstraße gefahren. Hierbei wurde subjektiv bewertet, wie sehr sich die Fahrräder bewegen und wie stark sich die Träger verwinden.

Nach der Tour wurde die allgemeine Verarbeitungsqualität der Heckträger begutachtet.

Die Testergebnisse im Überblick

AUTO BILD hat sieben Heck-Fahrradträger getestet. Alle sind für drei herkömmliche Fahrräder oder für mindestens zwei e-Bikes zugelassen.

Alle Fahrradträger haben unseren Test unbeschadet überstanden und transportierten die Fahrräder beschädigungsfrei über die Teststrecke. Doch wie so oft liegt der Teufel im Detail: Besonders bei der Handhabung unterscheiden sich die sieben getesteten Fahrradträger deutlich.

Schon bei der Erstmontage gibt es erste Unterschiede zu sehen: Fast alle Fahrradträger werden fertig vormontiert geliefert, nur beim Fahrradträger von XLC gab es noch einiges an Bastelarbeit. So mussten die Rahmenhalter etwas aufwändiger zusammengebaut werden, auch die Kennzeichenhalterung musste angeschraubt werden.

Allgemein wirkt der XLC nicht so hochwertig verarbeitet und auch die Handhabung wirkte nicht sonderlich einfach. Die Montage auf der Anhängerkupplung kann selbst geduldige Menschen aus der Ruhe bringen: Zwar ist es relativ leicht, den Träger auf die Anhängerkupplung zu setzen, doch beim Fixieren kippt der Fahrradträger jedes Mal zur Seite und sitzt schief auf der Kupplung. Die Befestigung der Fahrradräder hingegen funktioniert relativ gut. Allerdings wirkt die Auflagefläche der Räder etwas zu knapp bemessen, auch wenn es gut funktioniert. Die Rollen zum Transport des abgebauten Fahrradträgers sind eine gute Idee, funktionieren in der Praxis aber eher mehr schlecht als recht.

Anders bei den Fahrradträgern von Thule und Yakima: Auch die beiden Fahrradträger sind mit Rollen ausgestattet, um den Transport zum Auto zu erleichtern - und sind dabei eine wirkliche Hilfe. Der Easyfold XT3 von Thule kann zusätzlich mit einer sehr guten Verarbeitungsqualität und einer wirklich guten Handhabung überzeugen - besonders das Auseinanderklappen des Fahrradträgers funktioniert im Handumdrehen. Die durchgehende Auflagefläche hilft beim Aufladen von schweren e-Bikes.

Gleiches gilt auch für den JustClick 3 von Yakima. Dieser Heckträger ist als einer der wenigen mit zwei Rückfahrscheinwerfern ausgestattet und erleichtert so das Rückwärtsfahren in der Nacht.

Fahrradträger im AUTO BILD-Test - alle Ergebnisse im Detail

Modell UEBLER i31 (Testsieger) THULE EASYFOLD XT 3 YAKIMA JUSTCLICK 3 BOSAL COMFORT PLUS 3 (Preis-Leistungs-Sieger) EUFAB PREMIUM 3 ATERA STRADA VARIO 3 XLC BELUGA VC-C03
Preis (UVP)* 849 Euro 900 Euro 840 Euro 600 Euro 710 Euro 799 Euro 485 Euro
Eigengewicht 15 kg 18 kg 19 kg 24 kg 22 kg 20 kg 18 kg
Maximale Zuladung/Nutzlast 54 kg 60 kg 60 kg 60 kg 60 kg 63,8 kg 60 kg

Fazit zum Fahrradträger-Test von AUTO BILD: Unser Test zeigt uns: Heckträger sind eine praktische Lösung, doch wer ein qualitativ hochwertiges Produkt haben möchte, muss auch etwas tiefer in die Tasche greifen. Hochwertige Produkte wie die von Uebler, Thule oder Yakima kosten zwar viel Geld, bieten aber den meisten Nutzwert und die einfachste Handhabung. Preis-Tipp: Der Bosal Comfort Pro 3. Er ist mit einer UVP von 599,95 Euro zwar kein Schnäppchen, doch gemessen an den anderen Fahrrad-Heckträgern sein Geld durchaus wert.

Fahrradträger montieren? Stützlast beachten!

Die maximale Stützlast Ihres Autos entscheidet darüber, wie viel Gewicht Sie auf dem Fahrradträger transportieren dürfen. Der Wagen für den Test, ein BMW 320d Touring, hat eine eingetragene Stützlast für die werksseitige Anhängerkupplung von 75 Kilo. Der Heckträger darf demnach mit den Rädern nicht mehr als 75 Kilo wiegen.

Wenn Sie die maximale Stützlast überschreiten, ist das nicht nur gefährlich, es droht auch ein Bußgeld. Die Angaben zur Stützlast finden Sie in der Zulassungsbescheinigung Teil 1 unter Punkt 13 oder in der Betriebsanleitung zum Fahrzeug.

Der Atera Genio Pro etwa wurde mit einem Eigengewicht von 20,9 kg gewogen. Heißt: Für den Transport von zwei Rädern bleiben nur 54,1 kg übrig. Und das kann bei zwei E-Bikes schon knapp werden. Der leichteste Träger im Test, der Uebler i21, wiegt nur 13,4 kg. Hier kann eine Nutzlast von 60 Kilo voll ausgenutzt werden, und er bleibt mit dem Gesamtgewicht von 73,4 kg aus Träger plus Rädern unter der Stützlast.

Auch wichtig: Meist verdeckt der Träger das Kfz-Kennzeichen - ein drittes Schild ist dann nötig, das am Fahrradträger montiert werden kann. Ein solches Schild gibt es im Internet ab zehn Euro. Löst der Fahrradträger die Rückfahrpiepser im Stoßfänger dauerhaft aus, lassen sich diese meist stumm schalten.

Sie brauchen Zubehör? In den Onlineshops der Hersteller gibt es diverse Extras, etwa Auffahrschienen für besonders schwere Räder oder Erweiterungen für ein drittes Fahrrad.

Tipp: Viele E-Bikes haben abnehmbare Akkus. Damit können Sie das Gewicht der Räder verringern. Vielleicht reicht es am Ende trotz geringer Stützlast für den Transport von zwei Exemplaren.

Fahrradträger-Typen im Vergleich

  • Traditionsmodell: Fahrrad Dachträger
    • + Relativ günstig, breites Angebot, Transport von vier oder sogar mehr Rädern.
    • - Hoher Schwerpunkt, kraftaufwendiges Verstauen, nur für leichte Räder geeignet.
  • Allround-Lösung: Fahrrad Heckträger ohne Deichsel

    Sie heißen Paulchen, Atera Linea oder Eckla Porty - Fahrradträger fürs Wagenheck, die keine Anhängerkupplung benötigen. Funktioniert an Steil- und Fließheckmode...

Vorsicht bei Fahrrädern mit Carbon- oder Alu-Rahmen: Bei einigen Rahmenhaltern kann man leicht zu fest ziehen und den Rahmen beschädigen!

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