Die heimischen Trails sind ausgereizt? Dann ist es Zeit, das Bike aufs Auto zu packen und neue Spots zu finden! Egal, ob 100 Kilometer in den nächsten Bikepark oder 1000 Kilometer nach Finale - die Bikes müssen aufs Auto und das möglichst sicher und ohne großen Aufwand. Mit dem richtigen Fahrrad Heckträger habt ihr deutlich weniger Aufwand und Stress.
Es gibt riesige Unterschiede und coole Features wie Einparkhilfen, Transportrollen oder integrierte ABUS-Schlösser. Teuer muss nicht gut sein und billig nicht schlecht. Groß ist nicht unhandlich und klein nicht besser. Doch was macht einen guten Fahrrad Heckträger aus? Bevor ihr auf die Suche geht, ist es wichtig zu wissen, was euer Fahrrad Heckträger können muss. Wir helfen euch, die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Das sind die 7 Fahrradträger aus dem Test
Über einen Klick auf den jeweiligen Fahrradträger gelangt man direkt zum ausführlichen Test mit allen Bildern und Informationen.
Was muss man beim Fahrradträger in puncto Maße beachten?
Auch ihr solltet vor dem Kauf das Maßband zur Hand nehmen, um ein paar entscheidende Fragen zu klären: Passen die Rennräder, ohne überzustehen, auf den Träger? Sind die Schienen breit und die Rastbänder lang genug? Außerdem, und das betrifft vor allem E-Rennräder mit integriertem Akku: Umschließt der Greifer im Zweifel auch das voluminösere Unterrohr?
Klassische Klauen-Greifer sind hier klar im Nachteil, sie klemmen kaum mehr als Rohrdurchmesser von 80 Millimetern. Haltearme mit Rastbändern packen in der Regel auch deutlich wuchtigere Rahmen sicher, lassen sich häufig mit längeren Gurten aufrüsten und sind zudem schonender zum Material - Stichwort Carbon -, weil sie die Klemmkraft auf eine größere Fläche verteilen.
Passt das erste Rad auf den Träger, ist das noch lange kein Go. Erst beim zweiten Bike zeigt sich, ob der Fahrradträger wirklich zu eurer Flotte passt. Die Konstruktionsweise der Kupplungsträger hat sich geändert. Nahezu bei allen Modellen lassen sich die Schienen nun nach oben falten. Das spart Platz in der Garage und erleichtert den Transport.
Doch dadurch fallen auch die Bügel deutlich schmaler aus, damit sie nicht seitlich über die nach oben geklappten Schienen überstehen und so das geringe Packmaß zunichtemachen. Der negative Effekt: weniger Klemmoptionen am Rahmen. Gerade beim zweiten Rennrad bleibt häufig nur noch das Unterrohr als mögliche Position, oder man muss das Rad so weit versetzen, dass es entweder fast von der Schiene rutscht oder die Rastbänder nicht mehr ausreichen, um die Laufräder zu fixieren.
Stützlast der Anhängerkupplung checken!
Auch wenn ein Rennrad nicht viel wiegt, sollte man sich vorab mit der Stützlast seiner Anhängerkupplung auseinandersetzen. Addiert man mehrere Bikes mit dem Gewicht des Trägers, kommen schnell mal 40 Kilo und mehr zusammen. Ein kurzer Blick in die Bedienungsanleitung eures Fahrzeugs zeigt dann, ob sich das mit der zulässigen Stützlast der Anhängerkupplung ausgeht. Knapp kann es vor allem werden, wenn man eine optionale dritte Schiene montiert.
Als besonders praktisch haben sich im Test übrigens Greifarme erwiesen, die sich leicht vom Bügel lösen - bei den neuen Haltern von Thule geht das sogar mit einer Hand - und dann an passender Stelle am Bügel wieder ansetzen lassen. BuzzRack löst das Problem besonders clever mit einem zwischen den Schienen platzierten Bügel. Den eigenwilligen Gelenkarm des MFT-Trägers durch den Rahmen zu fädeln ist dagegen eine Kunst für sich.
Die Fahrradträger im Detail
Hier findet ihr die wichtigsten Daten zu den Fahrradträgern.
Zubehör für die 7 Fahrradträger aus dem Test
Laderampe
Für die meisten Fahrradträger gibt es inzwischen faltbare Auffahrtsschienen. Die Preise starten je nach Hersteller bei etwa 50 Euro.
Erweiterungs-Schiene
Lässt sich der Fahrradträger um eine Schiene erweitern, kann man spontan auch mal einen weiteren Gast mit auf Tour nehmen. Achtung: Die Zusatzschienen sind bei der zulässigen Traglast meist etwas geringer ausgelegt. Preise: ab ca. 100 Euro.
Längere Ratschenbänder
Akkus bedingen häufig auch breitere Unterrohre. Nicht alle Greifarme sind auf solche Maße ausgelegt. Toll, wenn sich die Halter über längere Ratschenbänder an die überdimensionierten Rohrdurchmesser anpassen lassen. Gleiches gilt für die Rastbänder an den Laufrädern.
Rahmen-Adapter
Die ClickTop-Transporthilfe von Yakima ist eigentlich gedacht für unkonventionelle Rahmenformen. Aber auch für den Transport sensibler Carbon-Bikes ist diese Art der Befestigung eine schonende Alternative. Die Stange wird zwischen Vorbau und Sattelstütze geklemmt und dient als Ansatzpunkt für den Greifarm. Preis: 39 Euro.
Rahmen-/Felgenschoner
Ihre Robustheit haben Carbonfelgen natürlich längst bewiesen, aber unschöne Kratzer möchte man den teuren Rundlingen nicht zumuten. Daher sollten die Ratschenbänder immer mit Felgenschonern bestückt sein.
Was ist der Unterschied zwischen Rennrädern und einem normalen Bike?
Rennräder sind vor allem eines: SCHNELL. Das Gewicht ist bei einem Rennrad durchaus geringer als bei gewöhnlichen Fahrrädern. Besonders im Spitzensport, wie beispielsweise der Tour de France, zählt oftmals jedes Kilo, um am Ende als Erster durch das Ziel zu fahren.
Auch die Haltung, welche man gewöhnlich auf einem Rennrad einnimmt ist für leistungsorientierte Fahrradfahrer eine bessere. Letztlich wird beinahe alles auf eine schnellere Fahrweise ausgelegt. So auch der Reifen, welcher wesentlich schmaler ist, als bei einem normalen Fahrrad. Weniger Reibung ergibt eine höhere Geschwindigkeit.
Selbst der Lenker ist letztlich so konstruiert, dass der Wind möglichst wenig Fläche bekommt, um das Rad ausbremsen zu können. Durch die harten Reifen erlaubt es ein Rennrad wesentlich schneller durch Kurven zu fahren. Andere Räder würden bei ähnlichen Geschwindigkeiten wohl längst ins Schwanken geraten. Vor allem die ökonomische Haltung, welche durch den Aufbau von Rennrädern gewährleistet wird, hilft die entscheidenden Prozente auf die Leistung draufzupacken.
Was muss der Fahrradträger für Rennräder alles können?
Der Fahrradträger für ein Rennrad muss vor allem eines sein, stabil! Da das Rennrad ein geringes Gewicht auf die Waage bringt, ist es von großer Bedeutung, dass das Zweirad sicher im Träger sitzt und keinen Platz hat bei leichten Erschütterungen durch Schlaglöcher oder ähnliches zu schwanken.
Warum sind Fahrradträger für die Anhängerkupplung am besten geeignet?
Besonders die einfache Montage ist ein Vorteil dieser Art des Fahrradträgers gegenüber anderen Modellen. Ein Dachfahrradträger beispielsweise lässt sich wesentlich schwerer montieren. Hinzu kommt bei einem solchen Modell, dass auch die Fahrräder in die Höhe gestemmt werden müssen. Dies ist bei einem Träger für die Anhängerkupplung wesentlich einfacher.
Hier erfolgt die Montage schnell und einfach lediglich über die Anhängerkupplung. Auch die Räder müssen hierbei nur etwas angehoben werden, um das Fahrrad sicher auf dem Träger verstauen zu können. Klar ist dadurch aber auch, dass ein solcher Träger nur bei Fahrzeugen angebracht werden kann, welche eine solche Anhängerkupplung besitzen.
Übersicht: Diese Kupplungsträger haben wir getestet!
In der Tabelle findest du alle getesteten Modelle, inklusive Bewertung und der Angabe zum Jahr des Tests.
Sechs Kupplungsträger ab 649 Euro im Test (2025)
Uebler i21 Z60
Der Uebler i21 Z60 gewinnt den Vergleichstest 2025! Der Uebler-Träger gewinnt knapp gegen das Thule-Produkt, was an der leichteren Montage und der innovativen Kugelkopf-Arretierung liegt, sie schließt Fehlmontagen aus. Auch sonst ist wenig zu kritisieren: Durchdacht geht es bei der Fahrradbefestigung weiter, die Räder und Rahmen stehen sicher - die Bikes sollten aber nicht zu groß sein.
Während die Schienen breit genug sind, fallen sie ein wenig zu kurz aus. Doch im Fahrbetrieb fällt das kaum auf, hier schneidet der i21 Z60 mit am besten ab. Der Träger sitzt sicher, und die Bikes schlagen auch nicht gegeneinander.
Testergebnis: sehr gut (🏆 Testsieger 2025)
Thule EasyFold 3
Der Thule EasyFold 3 ist ein sehr guter Träger - mit kleinen Detailschwächen. Der wertige Thule-Träger lässt sich leicht von einer kräftigen Person auf die Kupplung montieren. Auch die Felgen-Befestigung mit der Ratschenfunktion kann sich sehen lassen, die Bike-Rahmenhalter sowie die Reifenschienen sind ausreichend dimensioniert und gewährleisten sicheren Halt.
Selbst bei den Fahrversuchen erweist sich der Träger als sicher, wenngleich er Bewegungen zeigt. Nicht schlimm, die Werte liegen in der Toleranz und haben keine Auswirkung. Ärgerlich ist nur, dass die Bikes zu dicht stehen, dadurch können sie aneinanderschlagen und Schaden nehmen.
Testergebnis: sehr gut
Atera Forza M
Der Atera Forza M patzte bei den kurzen Radschienen. Es sind nur Kleinigkeiten anzumerken, die aber am Ende den Testsieg kosten: Der Lastesel zeigt während der Fahrversuche Bewegungen auf der Anhängerkupplung, und durch die kurzen Radschienen verhält sich vor allem das Vorderrad speziell bei großen Bikes unruhig. Doch die Auffälligkeiten sind nicht bedenklich - alles im grünen Bereich.
Dennoch gibt es Punktabzüge. Zudem könnte die Anleitung ausführlicher sein, sie ist etwas zu bildlastig. Ansonsten erweist sich der gut verarbeitete Träger als sicher und stabil.
Testergebnis: gut
Yakima JustCklick 2 Evo
Der JustClick 2 ist auch in der neuen EVO-Variante eine gute Wahl! Der Träger macht einen soliden Eindruck und fällt auch bei den Fahrversuchen kaum auf - Träger und Bikes stehen sicher, wenngleich das Yakima-Produkt nicht frei von Bewegungen ist. Doch die bleiben in der Toleranz.
Allerdings gibt es auch Schwächen: Zwar sind die ausziehbaren Radschienen gut bei großen Rahmen, weil dadurch die Räder sicherer stehen. Doch was bringt das, wenn die Spannriemen zu kurz ausfallen? Auch die unterschiedliche Höhe der Radschienen kann problematisch sein: gut bei der Fahrradbefestigung, schlecht beim Beladen - ein E-Bike ist höher zu heben.
Testergebnis: gut
XLC Almada Work-E
Der Almada Work-E-Träger fungiert auch als Montageständer - ist aber sehr schwer. Der Träger überzeugt an vielen Stellen: Er lässt sich perfekt auf alle Rahmengrößen einstellen, was aber ein wenig Zeit in Anspruch nimmt. Das mag stören, dafür stehen die Bikes aber sicher und weit genug auseinander. Zudem meistert der Almada Work-E die Fahrversuche, dennoch gibt es Punktabzüge.
Trotz der einstellbaren Kugelkopf-Arretierung verschiebt er sich horizontal auf der Kupplung, zudem sind Trägerbewegungen beim Bremsen und auf der Rüttelstrecke feststellbar. Unterm Strich sind die Auffälligkeiten aber im Toleranzbereich, somit also nicht bedenklich.
Testergebnis: gut
Spinder TX2
Spinder TX2 bleibt hinter den Erwartungen zurück. Der Träger scheint durchdacht zu sein, was für die Kugelkopf-Arretierung nicht gilt. Man kann sie zwar einstellen, doch in den Fahrversuchen bewegt sich trotzdem der Träger deutlich auf dem Haken und kommt dem Auto sehr nah. Die Befestigungen hielten am Ende, Räder und Träger fielen nicht auf die Straße.
Bis auf die Kugelkopf-Arretierung macht das Konzept einen guten Eindruck: Die Rahmenhalterungen lassen sich gut auf die Bikes anpassen, und die Radschienen sind selbst für große Fahrräder geeignet.
Testergebnis: befriedigend
Sieben Kupplungsträger ab 250 Euro im Test (2024)
Apex 58000
Der Apex 58000 landete im Test 2024 auf dem letzten Platz. Der Grund: Der Träger wird in Einzelteilen geliefert, und die sind teils gefährlich scharfkantig. Der Aufbau dauert circa 30 Minuten, Werkzeug wird nicht mitgeliefert. Die Schienen liegen etwas zu dicht beieinander, dafür sind die Greifarme gut gummiert.
Die Spannhebeleinstellung ist schwierig zu händeln: Man muss sich herantasten und den Träger immer wieder absetzen. Bei den Fahrversuchen zeigt der Apex beim Ausweichen eine viel zu große Bewegung am Kugelkopf. Beim Rütteltest neigt sich der Haltegriff mehrmals viel zu nah Richtung Auto.
Testergebnis: Befriedigend
Bullwing SR 11
Der Bullwing SR 11 hat flexible Befestigungsmöglichkeiten und ein geringes Packmaß. Der Feststellmechanismus des Bullwing funktioniert gut und leichtgängig und ermöglicht eine problemlose Montage auf der AHK. Die ausziehbaren Schienen und die verstellbaren Schlaufen erlauben eine flexible Befestigung der Fahrräder.
Die Greifarme sind glatt und deshalb beim Befestigen nicht so handlich wie die anderer Träger. Die Schlaufen aus Webstoff mit dazugehöriger Metallschnalle fallen bereits bei der Montage auf und zeigen bei den Fahrversuchen Schwächen, da sie sich nach dem Spurwechsel lösen. Auch der Träger bewegt sich etwas auf der Anhängerkupplung.
Testergebnis: Gut
Eufab Crow Plus
Der Eufab Crow Plus bekam im Fahrsicherheitstest ein "Gut". Bei der Montage und Befestigung des Trägers sind ein paar Dinge zu beanstanden. Die Greifarme verfügen nicht über Griffe, sondern über Stoffschlaufen aus Web stoff. Zudem ist der Schienen abstand gering. Auch die Einstellung des Spannhebels auf den Kugelkopf über eine Schraube mit Kontermutter ist beschwerlich; Werkzeug hierfür liefert Eufab leider nicht mit.
Bei der Vollbremsung machte der Träger einen sauberen Job, aber beim Ausweichtest lösten sich sowohl oben am Greifarm als auch unten die Schlaufen. Zudem bewegte sich der Träger auch etwas auf dem Kugelkopf.
Testergebnis: Gut
Green Valley Discovery 2
Der Green Valley Discovery 2 heimste ebenfalls ein "Gut" ab: Die Sicherheits-Performance bei der Vollbremsung war prima, allerdings lösten sich beim Ausweichen zwei Schlaufen und die Haltearme leicht. Der Radträger war beim Transport beschädigt worden, eines der Rücklichter aus der Halterung gebrochen.
Der Discovery 2 lässt sich gut auf dem Kugelkopf befestigen, die Räder haben in den Schienen genug Platz. Einen Punktabzug gibt es für die Schlaufen aus Webstoff, die nicht fest am Träger verbaut sind und somit verloren gehen können. Bei den Fahrversuchen ist die Perfomance beim Bremsen gut, beim Ausweichen jedoch lösen sich nicht nur zwei Schlaufen, sondern auch die oberen Halterungen.
Testergebnis: Gut
Menabo Merak
Der Menabo Merak musste zunächst aus Einzelteilen zusammengebaut werden, stand bei den Fahrversuchen aber superstabil auf der Anhängerkupplung. Der Menabo verfügt über eine simple, aber effektive Fixierung am Kugelkopf mittels einer riesigen Schraube. Ob sie lange gut hält, lässt sich nicht sagen.
Jedoch tat sie im Test, was sie sollte: Der Träger saß stabiler auf der Kupplung als einige besser platzierte Rivalen. Doch die Halterungen sind zu instabil, die Greifarme zwar gummiert, aber simpel. Die Schlaufen, die sich schwierig festziehen lassen, fädelt man nur durch eine Plastiköse, sie können schnell verloren gehen. Die Schienen sind lang genug, liegen aber so nah beieinander, dass man zwischen den Rädern polstern muss.
Testergebnis: Gut
Norauto E-Fit 100-2
Testsieger 2024: Der Norauto E-Fit 100-2 überzeugte mit einfacher Montage, gummierter Greifarme und langen Schlaufen mit Felgenschonern. Das Konzept ist stimmig, die Montage sehr einfach. Über einen fest verbauten Gabelschlüssel lässt er sich gut am Kugelkopf fixieren.
Bei der Befestigung überzeugt er mit langen Schlaufen samt Felgenschutz aus Gummi. Nur die Ratschenfunktion vermisst man. Bei der Vollbremsung zeigt er leichte, normale Aufstellbewegungen. Das Ausweichen meistert er souverän. Lediglich auf der Schlechtwegestrecke wackeln die Vorderräder etwas zu stark. Der Träger in sich bleibt aber stabil auf der Anhängerkupplung.
Testergebnis: Sehr gut
XLC Beluga
Der XLC Beluga beendet den Test mit 126 Punkten auf dem zweiten Platz. In den Fahrversuchen zeigte er etwas größere Aufstellbewegungen bei der Vollbremsung.
Testergebnis: Gut
Fahrradträger für die Anhängerkupplung im ADAC Test
Der ADAC hat 13 kipp- und faltbare Fahrradträger für die Anhängerkupplung mit Platz für zwei Fahrräder getestet. Bei Handhabung, Qualität und Sicherheit gab es geringere Unterschiede, beim Preis jedoch größere.
Die Preisspanne ist bei Heckträgern groß, doch der Test hat gezeigt, dass ein guter Fahrradheckträger nicht so teuer sein muss. Zwar wurde das teuerste Model von Uebler für den Preis von 730 Euro Testsieger und erhielt als einziges Modell das ADAC Urteil "sehr gut". Aber auch für rund 400 Euro ist schon ein guter Fahrradträger zu bekommen.
Die ADAC Experten bewerteten im Test ein Modell mit "sehr gut", zehn Modelle mit "gut" und zwei Modelle mit "befriedigend". Das Modell von Menabo war mit einem Preis von 327 Euro einer der günstigen Fahrradträger im Test. Das günstigste Modell von Fischer kostete nur rund 280 Euro und erhielt im Test mit einer Gesamtnote von 2,6 das zweitschlechteste Ergebnis.
Im zusammengefalteten Zustand lässt sich der Heckträger von Menabo schwer auf die Anhängerkupplung montieren, da der Spannhebel nach hinten gespannt werden muss. Es fehlt zudem eine exakte Angabe der benötigten Spannkraft.
Beim Heckträger von Fischer muss die Kraft für die Befestigung auf der Anhängerkupplung mit einem Inbusschlüssel eingestellt werden. Die beiden fast baugleichen Modelle von Oris und MFT müssen gewöhnungsbedürftig auf die Anhängerkupplung aufgesetzt werden, haben aber einen sehr ausgeklügelten Anziehmechanismus. Ein sehr gut funktionierendes eigenes System für die Montage hingegen bietet der Hersteller vom Testsieger Uebler.
Für den Test wurden zusätzlich drei Fahrradträger (Thule, MFT, Oris) in der Fix4Bike-Variante geprüft und außer Konkurrenz verglichen. Die Bedienung ist einfach: Bei geöffneter Halterung kann der Träger auf die zum System passende Kupplung gesetzt werden. Wenn der Winkel stimmt, rastet die Fix4Bike-Halterung automatisch ein.
Weitere Optionen für den Fahrradtransport
Für den Fahrradtransport mit dem Auto bieten sich grundsätzlich vier unterschiedliche Optionen:
- im Innenraum
- auf dem Dach
- auf der Anhängerkupplung (sofern vorhanden)
- an der Heckklappe
Am besten geschützt ist das Rennrad zweifellos im Innenraum - wenn der Platz dafür ausreicht. Immer mehr im Trend liegen Fahrradträger, die sich auf der Anhängerkupplung des Autos abstützen. Sie sind relativ einfach zu montieren und praktisch in der Handhabung, weil die Räder nur auf Kniehöhe angehoben werden müssen; für schwere E-Bikes sind solche Fahrrad-Heckträger fürs Auto die einzig sinnvolle Transportvorrichtung.
Wichtige Hinweise und Tipps
Anders als für das Fahren mit Anhänger gibt es in Deutschland kein Tempolimit für Autos mit außen montiertem Fahrradträger. Die meisten Hersteller empfehlen, mit beladenem Dachträger nicht schneller als 120 bis 130 km/h zu fahren.
Verdeckt der Kupplungsträger das Autokennzeichen, benötigt man ein sogenanntes Wiederholungskennzeichen. Zudem ist eine eigene Beleuchtungseinrichtung vorgeschrieben, deren Funktion vor Fahrtantritt immer überprüft werden sollte. Im europäischen Ausland gelten teils sehr unterschiedliche Bestimmungen für die Kennzeichen- bzw. Kennzeichnungspflicht des Radträgers. Informieren Sie sich vor Reiseantritt über die geltenden Gesetze in Transit- und Reiseländern.
Auch wenn die Hersteller mit ausreichend Nutzlast für die Radträger werben, der limitierende Faktor ist immer die zulässige Stütz- bzw. Dachlast des Fahrzeugs. Beträgt die Stützlast für die Anhängerkupplung beispielsweise 50 Kilogramm, dürfte ein 20 Kilo wiegender Träger nicht mit drei mehr als 10 Kilo schweren Rädern beladen werden.
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