Die städtische Kampagne „FahrRad in Aachen“ möchte alle Erwachsenen unterstützen, Ihr eigenes Radfahrverhalten besser einschätzen zu können und dazu beitragen, Ihr Sicherheitsgefühl im Straßenverkehr zu steigern. Denn Radeln ist eine gute Möglichkeit, leistungsfähig und beweglich zu bleiben. Mit der Kampagne „FahrRad in Aachen“ möchten wir erreichen, dass mehr Aachener*innen mit dem Fahrrad unterwegs sind. Dies gilt natürlich für alle Altersgruppen. Dabei ist der Aspekt der Verkehrssicherheit sehr wichtig. Radfahrer*innen haben keine Knautschzone. Es ist daher wichtig, sich auf dem Fahrrad sicher zu fühlen. Überdies steigen immer mehr Menschen auf elektrisch angetriebene Pedelecs um oder benutzen Lastenfahrräder.
Trainingsangebote für mehr Sicherheit
Die Stadt bietet unterschiedliche Trainingsprogramme an. Zum einen für solche, die Rad fahren können, sich jedoch unsicher fühlen und die Fahrpraxis auffrischen oder das Radeln neu erlernen möchten. Dieses Angebot soll vor allem dazu beitragen, die Freude am Radfahren möglichst lange aufrecht zu erhalten und gleichzeitig Verkehrsunfällen vorzubeugen. Zum anderen gibt es Grund- und Aufbaukurse für Pedelecs sowie einen Kurs für Lastenfahrräder. Hier üben die Teilnehmer*innen, sich mit der Technik vertraut zu machen.
Für diejenigen, die sich überlegen, ein elektrisch betriebenes Fahrrad anzuschaffen, gibt es Pedelec-Testtage. Verschiedene Modelle stehen zur Verfügung, die ausprobiert werden können.
Fahrradtrainings für Anfänger*innen und Unsichere
Die folgenden Kurse richten sich an alle, die das Radfahren lernen oder sich im Straßenverkehr sicherer fühlen möchten. Alle Termine sind kostenlos, auf Deutsch und für Erwachsene. Fahrräder und Helme sind für Trainings vorhanden.
Egal welches Alter, Sie können die Gelegenheit nutzen, um in Verkehrswacht zu üben. Bitte bringen Sie Ihr Fahrrad und Ihren Helm mit. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Fahrradtrainings für Lastenräder
Alle Termine sind kostenlos, auf Deutsch und für Erwachsene.
Verkehrssicherheit für Kinder
Die Kampagne „FahrRad in Aachen“ möchte Kinder fit für den Straßenverkehr machen. Daher bieten wir verschiedene Kurse an. Alle Termine sind auf Deutsch und für Kinder. Fahrräder und Helme sind vorhanden. Für die Angebote in Floriansdorf ist eine Gebühr von 1 EUR pro Kind fällig.
Hier eine Übersicht der Termine für Kinder:
| Monat | Datum | Zeit | Training |
|---|---|---|---|
| April | 14.04.2025 oder 15.04.2025 | 14:00-17:00 | Ferienspiele Fahrradtraining (Osterferien) |
| April | 30.04.2025 | 15:00-17:30 | Verkehrsunterricht mit Fahrradtraining inkl. „Toter Winkel“ & „Aktion Licht“ |
| Mai | 21.05.2025 | 15:00-17:00 | Fahrradtraining in Aachen-Brand |
| Mai | 28.05.2025 | 15:00-17:30 | Verkehrsunterricht mit Fahrradtraining inkl. „Toter Winkel“ & „Aktion Licht“ |
| Juni | 04.06.2025 | 15:00-17:00 | Verkehrsunterricht mit Fahrradtraining |
| Juni | 18.06.2025 | 15:00-17:00 | Fahrradtraining in Aachen-Brand |
| Juni | 25.06.2025 | 15:00-17:30 | Verkehrsunterricht mit Fahrradtraining inkl. „Toter Winkel“ & „Aktion Licht“ |
| Juli | 02.07.2025 | 15:00-17:00 | Verkehrsunterricht mit Fahrradtraining |
| August | 25.08.2025 oder 26.08.2025 | 14:00-17:00 | Ferienspiele Fahrradtraining (Sommerferien) |
| August | 27.08.2025 | 15:00-17:30 | Verkehrsunterricht mit Fahrradtraining inkl. „Toter Winkel“ & „Aktion Licht“ |
| Sep. | 03.09.2025 | 15:00-17:00 | Verkehrsunterricht mit Fahrradtraining |
| Sep. | 17.09.2025 | 15:00-17:00 | Fahrradtraining in Aachen-Brand |
| Sep. | 24.09.2025 | 15:00-17:30 | Verkehrsunterricht mit Fahrradtraining inkl. Ferienspiele Fahrradtraining |
Verkehrs- und Mobilitätserziehung im Floriansdorf
Infos über Verkehrszeichen, Radfahrstreifen, Schutzstreifen, Einbahnstraße, Fußgängerzone, Tragen eines Fahrradhelms mit Ei-Helm-Test, Verhalten an einer Ampel, verkehrssicheres Fahrrad.
Schonraumtraining
Erfahrungen der Polizei zeigen, dass die Fahrsicherheit von Kindern auf dem Fahrrad (Motorik, Gleichgewichtssinn, Koordinationsfähigkeit) in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen ist: Kinder, die im 4. Schuljahr an der Radfahrausbildung teilnehmen, sind häufig nicht in der Lage, mit ihrem Fahrrad verkehrssicher auf der Straße zu fahren. Daher sollte schon ab der 1. Klasse im Schonraum (z.B. Schulhof) das Fahrradfahren geübt werden. Spurgasse, Ballsport und Schneckenrennen. Diese sind nur einige von den vielen Übungen, mit denen die Kinder mit viel Spaß das Fahrradfahren im Floriansdorf üben werden. Fahrräder stehen zur Verfügung. Nur Helme müssen mitgebracht werden.
Toter Winkel
- Theoretischer Unterricht: befasst sich mit „Rechts abbiegende Lkw an Kreuzungen“ und „ Lkw-Verkehr im Fußgängerbereich“.
- Praktischer Unterricht: die Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit bei einem Feuerwehrauto die verschiedenen Winkel zu erkunden und selber zu sehen, dass manchmal nichts zu sehen ist.
Das Aufeinandertreffen von Lkw/Bus und Fußgänger*innen oder Radfahrende im Bereich von Kreuzungen gehört zu den gefährlichsten Situationen im Straßenverkehr. Häufige Ursache von schweren Unfällen ist dabei der „Tote Winkel“.
Der „Tote Winkel“ ist der Bereich, der trotz Spiegel für den Fahrer nicht einsehbar ist. Dieser Bereich ist je nach Anzahl der Scheiben und Rückspiegel unterschiedlich groß und nicht vollständig zu vermeiden. Daher müssten die Autofahrer immer über die Schulter nach hinten sehen, um sich zu vergewissern, dass kein Radfahrer oder Fußgänger tangiert wird. Besonders große „Tote Winkel“ gibt es bei Lkw und Bussen. Deshalb ist es auch wichtig, den Kindern beizubringen, immer nach hinten über die Schulter zu sehen.
Aktion Licht
- Theoretischer Unterricht: Fahrradbeleuchtung, Leuchtwesten
- Praktischer Unterricht: Black Box und Gesehen werden - Reflexmaterialien und mehr
Die Black Box hat das Ziel die beiden Funktionen der Fahrradbeleuchtung „Sehen und gesehen werden” darzustellen. Ein Schüler steigt auf ein Fahrrad, tritt in die Pedale und beleuchtet mit der Fahrradlampe das Innere der „Black Box”, in der eine abendliche Straßenszene nachgestellt ist. Durch ein kleines Sichtfenster sind jetzt mehrere Radfahrer zu erkennen - sieben mit und vier ohne Licht. Die mit Licht sind leicht zu zählen. Die ohne sind deutlich schwerer zu erkennen, wenn überhaupt. So wird erlebbar, dass Fahrradlampen nicht nur das Umfeld beleuchten, sondern hauptsächlich als „Positionslampen“ dienen. Es kann ein Gewinnspiel durchgeführt werden. Auf der Gewinnkarte ist dann die richtige Antwort einzutragen.
Neben dem „Sehen” spielt das Thema „Gesehen werden” eine mindestens ebenso wichtige Rolle für die Teilnahme am Straßenverkehr. Bei Dämmerung, Dunkelheit und schlechten Sichtverhältnissen vermindert sich die Sehschärfe des Menschen um bis zu 80%. Viele Informationen aus dem Straßenumfeld gehen so verloren. Aus diesem Grund hat dieses Modul zum Ziel den Schülern die Bedeutung und Wirkungsweise von reflektierenden Materialien näher zu bringen. Es gibt mittlerweile zahlreiche reflektierende Materialien fürs Fahrrad, zum Überhängen über die Kleidung und zum Aufnähen oder Aufkleben.
Spezielle Kurse für Erwachsene
Einige Erwachsene haben seit ihrer Führerscheinprüfung gar nicht mehr im Fahrradsattel gesessen. Und andere stammen aus Kulturkreisen, in denen das Radfahren nahezu unbekannt ist. Wieder andere haben nie Rad fahren gelernt, weil besorgte Eltern die Straßen als zu gefährlich einstuften.
Hilfe bieten die ADFC-Radfahrschulen, die Fahrkurse speziell für Erwachsene im Programm haben und dabei helfen, das Rad fahren neu oder wieder zu erlernen.
Die Kursteilnehmenden können in kleinen Schritten und ihrem individuellen Tempo lernen, wie sie richtig auf- und absteigen, anfahren und anhalten oder Kurven fahren, Hindernissen ausweichen und sich richtig im Straßenverkehr verhalten.
Immer mehr ADFC-Radfahrschulen bieten auch spezielle Fahrkurse für Geflüchtete an.
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC)
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) setzt sich mit seinen mehr als 240.000 Mitgliedern mit Nachdruck für die Verkehrswende in Deutschland ein. Wir sind überzeugt davon, dass eine gute, intuitiv nutzbare Infrastruktur, gut ausgearbeitete Radverkehrsnetze und vor allem Platz für Rad fahrende Menschen auch dazu einlädt, das Fahrrad als Verkehrsmittel zu benutzen. Wir möchten eine sichere und komfortable Infrastruktur für den Radverkehr, damit sich junge und junggebliebene Fahrradfahrende sicher und zügig fortbewegen können.
Die Förderung des Radverkehrs ist nicht zuletzt auch ein politischer Auftrag, für den sich der ADFC stark macht. Unser Ziel ist es, alle Menschen, gleich welchen Alters und unabhängig von ihren Wohnorten, für das Radfahren und damit für die Mobilität der Zukunft zu gewinnen.
Vorteile einer ADFC-Mitgliedschaft
Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür - auch dank Ihrer Mitgliedschaft - nicht nur Einfluss auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrenden ein.
Als ADFC-Mitglied profitieren Sie außerdem von umfangreichen Serviceleistungen: Sie können, egal wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die ADFC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem ADFC-Magazin Radwelt Informationen zu allem, was Sie als Rad fahrenden Menschen politisch, technisch und im Alltag bewegt. Nutzen Sie als ADFC-Mitglied außerdem vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Unternehmen sowie Versicherungen ausgehandelt haben.
Verkehrssicherheit: Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?
Wie ein verkehrssicheres Fahrrad auszustatten ist, legt die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) fest. Sie schreibt u. a. zwei voneinander unabhängige Bremsen vor, damit ein Fahrrad sicher zum Stehen kommt. Ebenso vorgeschrieben ist eine helltönende Klingel. Auch zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale mit je zwei nach vorne und nach hinten wirkenden gelben Rückstrahlern sind Pflicht.
Am wichtigsten für die Verkehrssicherheit ist neben den Bremsen die Beleuchtung. Ein rotes Rücklicht und ein weißer Frontscheinwerfer sind vorgeschrieben. Die Beleuchtung kann batteriebetrieben sein und muss tagsüber nicht mitgeführt werden. Sie muss aber dann einsatzbereit sein, wenn die Sichtverhältnisse Licht erforderlich machen. Für den Straßenverkehr zugelassen ist Beleuchtung nur mit dem Prüfzeichen des Kraftfahrtbundesamts (eine Wellenlinie, Großbuchstabe K und fünfstellige Zahl). Damit Radfahrende auch seitlich gesehen werden, sind Reflektoren in den Speichen oder Reflexstreifen an Reifen oder Felge vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO vorgeschrieben sind.
Worauf sollte ich als Radfahrer*in achten?
Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmenden. Sie haben keine Knautschzone - deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrer*in im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmenden zu rechnen.
Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, indem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer*innen nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen.
Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmenden gültigen Regeln - und seien Sie nicht als Geisterfahrende auf Straßen und Radwegen unterwegs.
Was ist der Unterschied zwischen Schutzstreifen und Radfahrstreifen? Und was ist ein Radweg?
Die Infrastruktur für das Fahrrad ist nicht einheitlich und selten uneingeschränkt gut nutzbar. Radfahrstreifen und Schutzstreifen verlaufen beide auf der Fahrbahn und damit im direkten Blickfeld von Autofahrenden. Schutzstreifen haben eine gestrichelte Markierung und dürfen daher bei Bedarf mit dem Auto befahren werden, vor allem, um Gegenverkehr auszuweichen und nur, wenn der Radverkehr nicht gefährdet wird. Radfahrstreifen hingegen sind mit einer Linie durchgängig auf der Fahrbahn markiert und dürfen von Autofahrenden nicht befahren werden. Der ADFC macht sich für geschützte Radfahrstreifen stark, bei denen Poller, Kübel und markierte Schutzzonen Radfahrende vor dem Autoverkehr, achtlos aufgerissenen Autotüren und unerlaubtem Parken schützen.
Ein Radweg ist durch ein blaues Radwegschild gekennzeichnet und muss in dem Fall von den Radfahrenden genutzt werden. Eine Benutzungspflicht darf aber nur angeordnet werden, wenn es die Verkehrssicherheit erforderlich macht. Behindern Blätter, Schnee oder andere Hindernisse Radfahrende auf Radwegen, dürfen sie auf die Fahrbahn ausweichen.
Pedelecs und E-Bikes: Was ist der Unterschied?
Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn die Fahrenden in die Pedale treten. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind - rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.
ADFC-Radfahrschulen: Kurse für sicheres Radfahren
ADFC-Radfahrschulen führen in vielen Regionen Deutschlands seit den 1990er Jahren erfolgreich Radfahrkurse für Erwachsene durch. Die Kurse finden in einer entspannten und fröhlichen Atmosphäre statt. Die Teilnehmer*innen können in kleinen Schritten und in ihrem individuellen Tempo lernen.
Welche Kurse werden angeboten?
Das Spektrum reicht von Anfänger- und Wiedereinsteigerkursen bis Fahrsicherheits- und Pedelectrainings. Auch Lastenradtrainings oder Tandemtrainings mit blinden und sehbehinderten Copiloten werden teilweise angeboten.
Können Erwachsene noch Fahrradfahren lernen?
Ja, das geht! Auch Erwachsene, die noch nie in ihrem Leben Fahrrad gefahren sind, können es lernen. Während eines Radfahrkurses erlangen Fahranfänger*innen Schritt für Schritt so viel Sicherheit, dass sie Spaß am Radfahren bekommen. Auch ängstliche oder unsichere Personen und absolute Anfänger*innen können so das Radfahren erlernen.
Wie kann man Erwachsenen das Fahrradfahren beibringen?
Sie haben vielleicht schon von folgender Methode gehört: Der Anfänger oder die Anfängerin setzt sich aufs Rad, ein Anderer hält das Rad am Gepäckträger fest und ruft: "Jetzt einfach treten! Keine Angst, ich halte Dich!" Diese Methode funktionert oft nicht. Denn Radfahren lernen ist keine Mutprobe. Und "Beibringen" geht auch nicht. Fahranfänger müssen selbst in kleinen Schritten lernen und neue Bewegungen ausprobieren.
Radfahren lernen funktioniert bei Erwachsenen etwa genauso wie bei Kindern. Kinder haben schon eine ganze Menge gelernt, bevor sie richtig radfahren: Sie haben mit dem Bobbycar Geschwindigkeit erlebt, sie sind auf Baumstämmen balanciert, sie waren mit einem Laufrad unterwegs und sind mit dem Roller durch die Gegend geflitzt. Danach haben sie mit einem kleinen Spielfahrrad, bei dem sie noch mit beiden Beinen "Plattfuß" den Boden erreichen konnten, erste Radfahr-Erfahrungen gesammelt. Und wenn sie später das erste richtige Fahrrad bekommen, haben sie schon so viel Erfahrung, dass sie damit in kurzer Zeit sicher fahren können. In einem Radfahrkurs läuft das so ähnlich (nur der Bobbycar-Schritt wird ausgelassen). Die Kursteilnehmer lernen in kleinen Schritten und in ihrem individuellen Lerntempo.
Lernen Sie einige Übungen aus Radfahrkursen kennen: Zum Beispiel das Radfahren ohne Pedale oder das Rollern.
Wie lange braucht man, um Fahrradfahren zu lernen?
Fahrradfahren zu lernen dauert individuell unterschiedlich lange. Das hängt ab von der Vorerfahrung, dem Selbstvertrauen und auch ein bisschen von der Motivation, Neues auszuprobieren.
Es gibt Kompaktkurse über ein oder zwei Wochenenden und Kurse über mehrere Wochen, mit einem oder mehreren Terminen pro Woche. Die Teilnehmer*innen lernen in ihrem individuellen Lerntempo. Am Ende eines Anfängerkurses können viele Teilnehmer*innen schon ein paar Kilometer auf autofreien Wegen fahren.
Wie kann man die Angst vor dem Fahrradfahren verlieren?
Viele Menschen haben Angst vor dem Fahrradfahren oder fühlen sich sehr unsicher auf dem Rad. Häufig sind es bestimmte Situationen, die Angst machen: Eine enge Stelle passieren oder plötzlich stark bremsen zu müssen.
In einem Radfahrkurs lernt man sicheres Anfahren genauso wie sicheres Bremsen in jeder Situation. Und auch Kurvenfahren und Langsamfahren stehen auf dem Programm, so dass Engstellen später problemlos gemeistert werden.
Manchen macht auch die Größe eines normalen Fahrrades Angst. Wer noch nie auf einem Rad gesessen hat, beginnt am besten mit einem kleinen Fahrrad, bei dem man mit beiden Füßen auf den Boden kommt. So kann man angstfrei Geschwindkeit erfahren und den Gleichgewichtssinn trainieren.
Braucht man ein eigenes Fahrrad, um an einem ADFC-Radfahrkurs teilzunehmen?
In der Regel benötigen Sie kein eigenes Fahrrad, um an einem Radfahrkurs (für Anfänger und Wiedereinsteiger) teilzunehmen. Meist steht für jeden Teilnehmenden ein Rad zur Verfügung. In aufbauenden Kursen wie z.B. bei einem Fahrsicherheits- oder Pedelectraining wird häufig das eigene Rad vorausgesetzt.
Verwandte Beiträge:
- Motorradsicherheitstraining MV: Termine, Preise & Erfahrungen
- Motorrad Fahrsicherheitstraining Augsburg: Termine & Anbieter
- Motorrad Fahrsicherheitstraining Sachsenring: Perfektionieren Sie Ihre Fahrtechnik
- Motorrad Fahrsicherheitstraining Grevenbroich: Termine & Anbieter
- Nova Motors eRetro Star Test: Der Elektroroller, der die Mobilität revolutioniert!
- Mountainbike Schuhe Test: Die Besten Modelle im Vergleich – So Finden Sie Ihre Perfekten MTB-Schuhe!
Kommentar schreiben