Harley Davidson Felgen im Test: Qualität, Passform und Eintragung

Beim Kauf von Felgen für eine Harley Davidson spielen viele Faktoren eine Rolle. Neben dem Design sind Qualität, Passgenauigkeit und die Möglichkeit zur Eintragung entscheidend. Oftmals gibt es erhebliche Preisunterschiede zwischen verschiedenen Modellen und Herstellern, was die Entscheidung zusätzlich erschwert.

Erfahrungen und Einschätzungen

Ein wichtiger Aspekt ist die Eintragung der Felgen. Ein Prüfer mit Erfahrung im Bereich US-Cars und Harley Davidson kann hier von Vorteil sein. Es kann hilfreich sein, eine Kopie eines Fahrzeugscheins vorzulegen, in dem die gewünschte Felge bereits eingetragen ist.

Bei Big Spoke Felgen von "Craftride" stellt sich die Frage nach dem Preis-Leistungs-Verhältnis. Während vergleichbare Felgen anderer Hersteller deutlich teurer sind, sollte man die Qualität nicht außer Acht lassen. Ohne ABE (Allgemeine Betriebserlaubnis) ist eine Eintragung ohnehin nicht möglich. Aber auch mit ABE können Details wie Genauigkeit, Seiten-/Höhenschlag, Passform und Oberflächenvergütung eine Rolle spielen.

Es gibt unterschiedliche Meinungen zu Zubehörteilen von Motea. Während einige Kunden zufrieden sind, berichten andere von Problemen mit der Qualität und fehlenden ABEs.

Testberichte und Ergebnisse

Die Zeitschrift PS testete in der Ausgabe Oktober 2012 acht Motorradfelgen verschiedener Marken, darunter PVM, GALESPEED, ROTOBOX, MARCHESINI, BST, OZ und DYMAG. Es wurde festgestellt, dass der Gewichtsunterschied zwischen Erstausrüstungsrädern und teureren, geschmiedeten Felgen immer geringer wird.

Der Test ergab, dass es nicht nur auf das Gewicht ankommt, sondern auch darauf, wo es sitzt. Die Ergebnisse sind jedoch nur bedingt auf andere Bikes übertragbar, da unterschiedliche Serienräder und Fahrwerksgeometrien einen direkten Vergleich erschweren.

Der Sieger des Tests war die BST (Black Diamond), die trotz eines relativ hohen Gewichts des Vorderrads eine gute Performance zeigte. Auf den Plätzen folgten OZ (Piega R) und MARCHESINI (M7RS), die ebenfalls mit guter Verarbeitung und Handling überzeugten.

Interessanterweise belegten die serienmäßig mitgelieferten Felgen von BMW den letzten Platz im Test. Es wurde bemängelt, dass die BMW mit den schweren Serienrädern unhandlicher abwinkelt und das Finish weniger hochwertig wirkt als bei der Konkurrenz.

Generell lässt sich sagen, dass Zubehörräder das Handling verbessern können, aber es keine perfekte Kombination aus Handling und Fahrstabilität gibt. BST konnte in diesem Vergleich punkten, gefolgt von einem starken Mittelfeld.

HPU-Designwheels

HPU bietet 3-teilige Räder aus hochwertigem Aluminium in verschiedenen Größen (16", 17", 18", 19", 21", 23" und 26") an. Die Räder sind in rohem, poliertem oder pulverbeschichtetem Finish erhältlich und verfügen über ein TÜV-Teilegutachten. Individuelle Sonderanfertigungen sind ebenfalls möglich.

Zusätzliche Optionen wie Pulverbeschichtung oder Contrast Cut Design sind gegen Aufpreis erhältlich. Es ist wichtig zu beachten, dass die Preise je nach Ausführung (Felgenbreite, Naben, Design) variieren können.

Empfehlungen zu Zollgrößen

Bei der Wahl der Zollgrößen gibt es verschiedene Aspekte zu berücksichtigen. Ein 21" Rad hat beispielsweise einen etwas größeren Umfang als ein 16" oder 19" Rad. Ein 19" Rad hat aufgrund des niedrigeren Reifenquerschnitts fast den identischen Umfang wie ein 16" Rad und kann ohne Modifikationen eingesetzt werden.

Wenn man auf ein 21" Rad umsteigt, wird die Front des Bikes leicht angehoben, was das Handling minimal beeinflussen kann. Optisch kann es auffallen, dass die unteren Rahmenzüge nicht ganz parallel zum Boden verlaufen. Dies kann durch zusätzlichen Rake in den Gabelbrücken oder durch ein Tieferlegungskit korrigiert werden.

Bei Umbauten am Vorderradfender gibt es verschiedene Möglichkeiten, um ausreichend Platz zu schaffen. Dazu gehören der Austausch des Fenders, die Verwendung von Fender Brackets oder das Ausbohren des Lochs im Fender.

Eine einfache Lösung ist der Umstieg auf ein 19" Rad, da hier keine Fender-Modifikationen oder Tieferlegungen erforderlich sind. Bei der Wahl zwischen 18" und 16" Rädern sollte man den nahezu gleichen Umfang berücksichtigen, um Tachoabweichungen zu vermeiden.

Fazit

Die Wahl der richtigen Felgen für eine Harley Davidson ist eine individuelle Entscheidung, die von verschiedenen Faktoren abhängt. Neben dem Design spielen Qualität, Passgenauigkeit, Eintragungsmöglichkeiten und persönliche Vorlieben eine wichtige Rolle. Testberichte und Erfahrungen anderer Biker können bei der Entscheidungsfindung hilfreich sein.

Felgenmarke Besonderheiten Preis (ca.)
BST (Black Diamond) Geringes Massenträgheitsmoment, top verarbeitet 2926 €
OZ (Piega R) Super verarbeitet, passables Handling 2300 €
MARCHESINI (M7RS) Prima verarbeitet, Hinterrad ohne Unwucht 2398 €
HPU-Designwheels Individuelle Anfertigungen, TÜV-Teilegutachten Variiert je nach Ausführung

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