Ferienfahrschule Motorrad: Kosten und Preisvergleich in Deutschland

Mehr als 20 Millionen Menschen in Deutschland besitzen im Jahr 2024 einen Motorradführerschein, Tendenz steigend. Für die Fahrerlaubnis fallen hohe Kosten an. Hier finden Sie alle Informationen und eine Beispielrechnung.

Was kostet ein Motorradführerschein?

Die Frage "Was kostet mich der Führerschein insgesamt?" ist berechtigt. Die genannten Zahlen wie 2.300€, 2.600€, 2.900€, 3.200€, 3.500€ zeigen, dass die Kosten stark variieren können. Die BVF geht von durchschnittlich 13, der VIFD von 10 bis 20 Übungsstunden aus.

Der Verband Innovativer Fahrschulen Deutschland (VIFD) und die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände (BVF) beziffern die Kosten für die Klassen A und A2 auf durchschnittlich ca. 2500 Euro. Preise können stark variieren und sind abhängig von der Region, vor allem aber von der Lerngeschwindigkeit der Fahrschülerin oder des Fahrschülers. Außerdem gilt grundsätzlich: Fahrschulen im ländlichen Raum sind günstiger als in Städten und in Süddeutschland teurer als im Norden.

Viele der Fahrschulen stellen ihre Preise nur vor Ort oder auf Anfrage zur Verfügung, eine Online-Recherche ist nicht immer möglich. Demnach kostet der Direkteinstieg im Schnitt rund 3000 Euro. In den meisten Fällen aber bewegen sich die Preise zwischen dem Wert der Verbände und dem des ADAC - sprich zwischen 2500 und 3000 Euro. Einige wenige Fahrschulen verlangen teilweise mehr als 4000 Euro und heben den Mittelwert dementsprechend an.

Zu diesen Kosten kommen noch ca. 250 Euro, für Prüfungsgebühren, Sehtest und Führerscheinstelle.

Kostenfaktoren im Detail

Wie hoch die Kosten für die Fahrschule sind, hängt auch insbesondere davon ab, wie viele praktische Fahrstunden Sie absolvieren. Dies ist bei jedem Fahrschüler anders.

Grundbetrag

Die Fahrschulen erheben zunächst einen Grundbetrag, eine Art Anmeldegebühr. Das sind bei den Führerscheinklassen A, A1 und A2 rund 250 bis 690 Euro.

Fahrstunden

Den größten Kostenblock verursachen die Fahrstunden, die genau wie Schulstunden 45 Minuten dauern. Für normale Ausbildungsfahrstunden, auch Übungsfahrten genannt, sind circa 60 bis 102 Euro anzusetzen. Ihre Zahl hängt vom Lernfortschritt des Fahrschülers ab, und dabei beurteilt der Fahrlehrer, ob seine Schülerin oder sein Schüler schon sicher fahren kann.

Sonderfahrten

Dazu kommen zwölf Sonderfahrten zu je 66 bis 128 Euro, zusammengesetzt aus fünf Überland-, vier Autobahn- und drei Fahrten in der Dämmerung beziehungsweise bei Nacht. Bei Vorbesitz der Kl. 3 / 4 vor dem 01.04.80 bzw. Klasse A1 / 1b sind nur 6 Sonderfahrten vorgeschrieben.

Prüfungsgebühren

Die Vorstellung zur theoretischen Prüfung kostet rund 80 bis 167 Euro, die zur praktischen etwa 195 bis 443 Euro. Sie werden in der Regel über die Fahrschule abgerechnet. Grundsätzlich gilt: Eine oder zwei Fahrstunden mehr sind billiger als sich zum zweiten Mal zu einer Prüfung anzumelden.

Zu den Kosten für die Vorstellungen zu theoretischer und praktischer Prüfung kommen die Gebühren für die eigentlichen Prüfungen bei TÜV oder Dekra. Sie betragen für den Direkteinstieg in die Klasse A 24,99 Euro für die Theorie und 162,67 Euro für die Praxis.

Weitere Kosten

  • Übungsmaterialien, Lernsysteme oder Apps sind bei manchen Fahrschulen im Grundbetrag enthalten, andere berechnen ungefähr 50 bis 100 Euro.
  • Motorradschüler müssen bei der Ausbildung und Prüfung nicht nur einen Helm, sondern auch Schutzkleidung tragen. Oft kann man sich Ausrüstung bei der Fahrschule leihen - das kostet und spätestens nach bestandener Prüfung braucht es eigene Schutzkleidung.
  • Auch ein Sehtest beim Augenarzt oder -optiker ist erforderlich. Der Test darf maximal zwei Jahre alt sein, viele Optiker bieten ihn kostenlos an.
  • Bei den Führerscheinstellen der Kommunen sind rund 45 Euro für die Ausstellung oder Erweiterung eines Führerscheins zu zahlen. Dazu kommen die Kosten für ein biometrisches Passfoto ab 10 Euro.
  • Erste Hilfe Kurs inkl. Über ADAC gelbhilft kostet er rund 60 Euro, wobei ADAC Mitglieder einen Rabatt erhalten. Nicht erforderlich ist er, wenn der Nachweis schon bei einem früheren Führerscheinverfahren vorgelegt wurde. Der Kurs muss neun Unterrichtseinheiten beinhalten, eine Teilnahmebescheinigung für Sofortmaßnahmen am Unfallort reicht nicht aus.
  • Es entstehen noch externe Kosten:- Anmeldegebühr bei der Stadt Köln ca. 50,-€.

Beispielrechnung

Für die folgende Beispielrechnung wurden 15 Übungsstunden als Grundlage gewählt, das entspricht dem Mittelwert der Angabe des VIFD. Die Preise stammen von einer Fahrschule in Hessen.

Kosten Betrag
Grundbetrag 540 €
Vorstellung zur theoretischen Prüfung 129 €
Vorstellung zur praktischen Prüfung 159 €
Ausbildungsfahrstunden (15 á 75) 1125 €
Sonderfahrten (12 á 85) 1020 €
Übungsmaterialien 59 €
Gebühren theoretische Prüfung 25 €
Gebühren praktische Prüfung 163 €
Erste-Hilfe-Kurs 0 € (vorhanden)
Sehtest 0 € (beim Optiker)
Gebühren für die Ausstellung des Führerscheins 45 €
biometrisches Passfoto 10 €
Gesamtkosten 3275 €

Ferienfahrschule: Eine Option für Schnelllerner?

Für eine Ausbildung in der Fahrschule muss ein Führerscheinanwärter viel Zeit aufbringen. Der Theorieunterricht findet oft nur einmal in der Woche statt und die Fahrstunden richten sich eher nach dem Terminkalender des Fahrlehrers als nach dem eigenen. Gerade junge Menschen, die noch zur Schule gehen oder am Anfang eines Studiums stehen, haben durch diese Ausbildung inklusive des Lernens oft wenig Zeit. Ferienfahrschulen können Abhilfe durch einen Crashkurs schaffen. Wie der Name schon sagt, kann dabei in einem Ferienkurs der Führerschein gemacht werden.

Gibt es Ferienfahrschulen in Deutschland?

In Deutschland bieten einige Fahrschulen einen Ferienkurs für den Führerschein an. Die Ausbildung erfolgt über einen kurzen Zeitraum. Sie haben entsprechend (fast) jeden Tag Theorie- oder Fahrstunden.

Gelten besondere Auflagen bei der Ausbildung in einer Ferienfahrschule?

Nein, die Ausbildung weicht nicht von der bei einer üblichen Fahrschule ab. Wenn Sie den Führerschein in den Sommerferien bei einer Ferienfahrschule machen, ändert das nichts an den grundsätzlichen Bestimmungen einer Führerscheinausbildung. Sie müssen sowohl den theoretischen als auch den praktischen Teil absolvieren. In der Theorie müssen für die Klasse B 12 Doppelstunden zum Grundstoff und zwei zum Zusatzstoff besucht werden. Aus diesen Themen besteht auch der Fragenkatalog für die theoretische Prüfung. Der praktische Teil darf natürlich auch bei Ferienfahrschulen nicht fehlen. Neben den Übungsstunden, muss jeder Fahrschüler Sonderfahrten leisten. Diese sind gesetzlich vorgegeben und ohne deren Bescheinigung kann keine praktische Fahrprüfung erfolgen. Der Vorteil einer Ferien-Fahrschule ist, dass die Fahrstunden in kurzen Abständen hintereinander gefahren werden. Dadurch kann das Gelernte besser behalten und schnell umgesetzt werden.

Eine Ferienfahrschule für das Motorrad wird neben der fürs Auto auch angeboten. Wenn Sie an einem Ferienkurs für den Führerschein teilnehmen wollen, sollten Sie das frühzeitig planen. Bei einer Ferienfahrschule hängen die Preise vom jeweiligen Standort ab. In der Regel ist die Ausbildung ein wenig teurer als bei einer normalen Laufzeit. Kostenfaktor sind dabei vor allem die Fahrstunden. Weitere Kosten entstehen durch die Anmeldung bei der Fahrschule und die Sonderfahrten. Zusätzlich muss sowohl für die praktische, als auch für die theoretische Prüfung eine Gebühr beim TÜV oder der DEKRA entrichtet werden.

Da die Schüler zum Bestehen der praktischen Prüfung unterschiedlich viele Stunden brauchen, gibt es keine Garantie, dass nach beispielsweise einer Woche beziehungsweise drei Übungsfahrstunden die praktische Prüfung bestanden wird. Daher raten Experten von Ferienfahrschulen ab.

Führerscheincamps

Des Weiteren können die Kosten steigen, wenn Sie ein sogenanntes Führerscheincamp besuchen. Anders als bei einer Ferienfahrschule, werden Sie hierbei tatsächlich in einem Camp untergebracht und machen dort den Führerschein. Wie der Name schon sagt, werden Sie in einem Camp untergebracht und absolvieren dort die Ausbildung.

Die verschiedenen Motorradführerscheinklassen

Den Motorradführerschein gibt es in vier verschiedenen Klassen. Hier finden Sie alle Informationen, welche Bedingungen an die Motorradführerscheinklassen A, A1, A2 und AM geknüpft sind.

  • Klasse A: Wer ein Motorrad fahren und sich dabei keine Gedanken um Kubikzentimeter, Pferdestärken und Höchstgeschwindigkeit machen will, muss mindestens 24 Jahre alt sein und braucht den "großen" Führerschein der Klasse A. Mit dieser Königsklasse der Motorradführerscheine dürfen alle Krafträder und dreirädrigen Kraftfahrzeuge ohne Leistungsbegrenzung gefahren werden.
  • Klasse A1: Für Inhaber einer Motorrad-Fahrerlaubnis.
  • Klasse A2: Motorrad bis 48 PS.
  • Klasse B196: Erweitere deinen Klasse B-Autoführerschein unkompliziert ohne Prüfungen um die Schlüsselzahl 196 und fahre damit Motorräder bis maximal 125 ccm³. Einfach Klasse B196 Motorrad.

Zwei Wege führen zum Motorradführerschein der Klasse A: zum einen der stufenweise - also erst die leistungsreduzierte Klasse A2 und danach die volle Motorradklasse A - und zum zweiten der direkte Weg.

Weitere Tipps und Informationen

  • Wer sparen möchte, sollte sich rechtzeitig anmelden, um den Führerschein innerhalb einer Saison machen zu können. Kommt es zu einer Unterbrechung durch die Winterpause, kostet das Übung und damit auch Geld.
  • Klar ist: Die Fahrerlaubnis für das Motorrad ist nicht gerade billig. Wer herausfinden möchte, ob ihm das Motorradfahren Spaß macht, kann beim ADAC ein Schnuppertraining buchen. Ganz ohne Vorkenntnisse oder eigene Ausrüstung, aber mit Hilfe von Fahrsicherheitsexpertinnen und -experten geht es dann auf eine ADAC Trainingsanlage in der Nähe.
  • Auch für Motorradfahrende die ihren Schein schon (länger) haben gibt es reichlich Programm für optimale Fahrtechnik und mehr Sicherheit. Nach einem ADAC Motorrad-Training besteht zudem die Möglichkeit an der Safety League teilzunehmen und mit etwas Glück auf der Nürburgring-Nordschleife zu fahren.
  • Motorradbekleidung der Fa. Louis unterstützt Fahrschulen und Fahrschüler seit vielen Jahren mit Vergünstigungen, Informationen und Beratung. Auch die Bikers School nimmt am Starthilfe-Programm von Louis teil.
  • Lernen 2.0 Mit unserem Online Lernsystem "FAHREN LERNEN MAX + DRIVERS CAM" bieten wir die Möglichkeit sich optimal auf die theoretische Prüfung vorzubereiten. Die Lernsoftware begleitet selbstständig bis zur Prüfung. Mit dem Lernsystem werden die Fragen systematisch gelernt und man wird so optimal auf die Prüfung vorbereitet. Lernsystem "FAHREN LERNEN MAX" + "DRIVERS CAM": 95,00 €.

Wir begleiten dich gerne auf dem Weg zum Führerschein und stehen dir jederzeit für Fragen zur Verfügung. Es ist wichtig, dass du dich wohl fühlst, denn dann erreichen wir gemeinsam die besten und schnellsten Lernerfolge. Wir bieten dir eine individuelle Ausbildung mit modernen Lernmitteln und einem auf dich abgestimmtes Ausbildungskonzept mit dem ganz klaren Ziel: So viele Fahrstunden wie nötig, so wenig Fahrstunden wie möglich und trotzdem perfekt auf eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr vorbereitet!

Bedenke: Du kaufst in einer Fahrschule keinen Führerschein, sondern bezahlst für eine Dienstleistung. Gemeinsam macht es mehr Spaß! Wenn du dich gemeinsam mit einem Freund gleichzeitig anmeldest, erhält jeder 20,-€ Rabatt auf die Grundgebühr, bei 3 Anmeldungen zusammen jeder 30,-€, bis max. 5 gleichzeitige Anmeldungen mit jeweils 50,-€ Rabatt.

Alternativ bieten einige Fahrschulen eine Führerscheinfinanzierung an. Mit unserer Partnerbank kannst du die Kosten in bequemen Raten zahlen 💳 und dich voll und ganz auf deine Fahrausbildung konzentrieren. 🛣️Mach deinen Traum vom Führerschein wahr - einfach, stressfrei und bequem!

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