Philipp Moritz Fischer und seine Bedeutung für die Fahrradentwicklung

Schweinfurt kann stolz auf seine Erfinder sein. Einer von ihnen ist Philipp Moritz Fischer (alternativ Philipp Moriz Fischer) (* 8. März 1812 in Oberndorf (Schweinfurt); † 6. Februar 1901 in Schweinfurt).

Fischer gilt aber nicht als Erfinder des Fahrrads überhaupt. Denn vor seiner Zeit gab es bereits eine „Laufmaschine mit zwei hintereinander laufenden Rädern“.

Die Laufmaschine von Karl Drais

Drais’ bedeutendste Erfindung ist der Vorläufer des Fahrrads die Laufmaschine oder Draisine. Der Erfinder dieses ersten Velozipeds, ein Forstbeamter, unternahm seine Jungfernfahrt 1817 von Mannheim nach Schwetzingen und zurück. Die erste Fahrt mit seiner Laufmaschine, auch „Draisine“ oder „Veloziped“ genannt, von Mannheim zum Schwetzinger Relaishaus im heutigen Mannheimer Stadtteil Rheinau unternahm er am 12. Juni 1817. Seine zweite Zweiradfahrt unternahm er am 28. Juli von Gernsbach über den Berg nach Baden-Baden.

Das Laufrad hatte noch keine Pedale, anfangs auch noch keinen Lenker. Man stieß sich einfach mit den Füßen vom Boden ab. Immerhin war damit die dreifache Gehgeschwindigkeit, etwa 15 km/h, erreichbar. Wegen Kollisionsgefahr mit Fußgängern wurde es dann sogar kurzzeitig verboten.

Um seine Erfindung bekanntzumachen, veranstaltete Drais öffentliche Fahrten. Zudem veröffentlichte er Artikel in Zeitschriften. Er erhielt am 12. Großherzogliches Privileg, vergleichbar mit einem heutigen Patent (Baden hatte damals kein Patentgesetz).

Philipp Moritz Fischer besaß schon als Neunjähriger ein solches Ur-Fahrrad, angeblich um schneller zur Lateinschule zu kommen.

Fischers Beitrag zur Fahrradentwicklung

Im Jahr 1853 baute Fischer die erste Laufmaschine mit Tretkurbelantrieb, die er - im Gegensatz zu Pierre Michaux - nicht an die Öffentlichkeit brachte. 1845 bzw. 1853 soll Fischer diese Idee gekommen sein. Der Tretkurbelantrieb aus Eisen war fest mit der Vorderradachse verbunden. Das Original befindet sich heute im Städtischen Museum Schweinfurt.

Pierre Michaux und die Weiterentwicklung des Fahrrads

Pierre Michaux (* 26. Juni 1813 in Bar-le-Duc; † Dezember 1883 in Paris) und sein Sohn Ernest Michaux gelten als mögliche Erfinder des Pedalantriebs beim Fahrrad. Der Legende zufolge erhielt Piere Michaux 1861 von einem Pariser Hutfabrikanten namens Brunel eine alte Draisine zur Reparatur; ältere Quellen sprechen allerdings von einem Dreirad. Meister das Gefährt instandgesetzt hatte, brachte es sein Sohn Ernest zurück. Pedale montierte. Eine erste Skizze zeigt eine Kurbel am Hinterrad, die mit einer langen Handstange gedreht werden musste. befestigt, ähnlich wie bei einer Lokomotive oder dem Fahrrad von Thomas McCall. Manche älteren Fahrradbücher behaupten, Pierre Michaux habe seine Erfindung bereits 1855 gemacht.

James Starley und das Rover Safety Bicycle

James Starley (* 21. April 1830 in Alburne, Mid Sussex; † 17. Juni 1881 in Coventry) war ein englischer Erfinder und Industrieller. Im Jahr 1861 gründete er mit Josiah Turner eine Nähmaschinenfabrikation. Angeregt durch damalige Velocipede begann er 1868 mit der Fahrradherstellung. Die gemeinsame Firma Ariel brachte 1870 das Hochrad "Ariel" auf den Markt. Das Rover Safety Bicycle wurde 1885 von Starley entwickelt (Rover bedeutet Wanderer).

John Kemp Starley und der Durchbruch des Rover-Fahrrads

Rover-Sicherheitsräder wurde zunächst die Starley & Sutton Co. in Coventry gegründet. John Kemp Starley (* 1854; † 1901) war ein sehr innovativer englischer Konstrukteur und Produzent von Fahrrädern. Starley, der zuvor in der Fabrik seines Onkels arbeitete, gründete 1881 mit einem Gesellschafter das Unternehmen J.K. Starley hatte jedoch Schwierigkeiten ins Geschäft zu kommen, da die etablierte Konkurrenz recht groß war. So begann er ein neues Velo mit entscheidenden Verbesserungen zu entwickeln.

Er stellte sein Velo 1884 an der Stanley Veloshow in London dem Publikum vor. Der große Durchbruch blieb bei diesem “Rover“ genannten ersten Velo allerdings aus.

Von da an war klar, dass der neue Rover das ultimative Velo war. Starley und Sutton mussten quasi über Nacht die Kapazitäten ihrer Fertigungsanlagen vergrößern. Wesentliche Veränderungen gab es an der Steuerung, die nun direkt an der Vorderachse war und an der Bremse die am Vorderrad angebracht wurde.

begeistert und innerhalb eines Jahres hatte der “Rover II“ einen Marktanteil von 90% errungen. Doch die beiden Geschäftsmänner ruhten sich nicht auf ihren Lorbeeren aus.

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