Fahrradhelm für Mädchen: Sicherheit und Design im Fokus – Ein Testbericht

Im Alter von etwa zwei Jahren steigen die meisten Kinder aufs Laufrad und machen erste Erfahrungen im Straßenverkehr. Ab etwa vier Jahren sind die Kinder groß genug für das erste eigene Fahrrad. Eins ist jedoch zu beachten: die Sicherheit geht immer vor. Schon von klein auf sollten Kinder an einen Fahrradhelm gewöhnt werden, um schwere Verletzungen bei einem Sturz oder einem Aufprall zu vermeiden. Der Kopf gehört zum empfindlichsten Körperteil bei Kindern und besitzt daher auch ein besonders großes Schutzbedürfnis.

Wichtige Aspekte beim Kauf eines Fahrradhelms für Mädchen

Die meisten Fahrradhelme für Mädchen bestehen aus einer festen Kunststoffschale, die einen Kern aus Hartschaum aufweist. Wichtig hierbei ist, dass der Schaum fest mit der äußeren Schale verschweißt ist und nicht nur verklebt. Bei sehr günstigen Modellen sind nur wenige Klebepunkte gegeben und beide Teile könnten sich bei einem starken Aufprall lösen. Am besten drückst du den Hartschaum leicht ein und prüfst, ob ein Spalt entsteht. Ist das nicht der Fall, handelt es sich um einen eingeschäumten EPS-Kern. Zusätzlichen Tragekomfort bieten Polster im Inneren, die meist mit einem Klettverschluss befestigt sind.

Form und Passform

Hinsichtlich der Formen gibt es zwei Modelle. Für recht junge Mädchen bieten sich Helme mit abgeflachter Rückseite an. So nehmen sie besser im Fahrradanhänger oder auf dem Kindersitz Platz. Außerdem ist ein höherer Schutz für den Hinterkopf geboten bei den ersten Versuchen auf dem Laufrad. Sitzt deine Tochter schon eigenständig auf dem Fahrrad, darf es auch gern eine dynamische Form sein. Doch auch hier ist der Hinterkopf deutlich besser geschützt als bei den Helmen für Damen.

Ein Fahrradhelm für Mädchen muss sich natürlich auch an die Kopfform anpassen. Dafür gibt es im Inneren einen Ring aus Kunststoff, der sich fest und den Kopf schließt. Du drehst einfach am Hinterkopf das kleine Rädchen fest und schon nimmt der Fahrradhelm seine optimale Passform ein. Er darf nicht zu locker sitzen und sich beispielsweise seitlich wegschieben lassen. Ebenso wenig sollte er drücken oder zu fest sitzen. Kleiner Tipp: Warte bei der Anprobe etwa 15 Minuten und lass dein Kind mit dem Fahrradhelm auf dem Kopf spielen. Nicht jeder Helm passt natürlich zu jedem Kopf. Daneben ist noch die Größe zu berücksichtigen, auf die wir im folgenden Abschnitt genauer eingehen wollen.

Größenbestimmung und Anpassung

Die Größe für den neuen Mädchenhelm richtet sich immer nach dem Kopfumfang. Da sich die kleinen noch im Wachstum befinden, sind die Abstände etwas großzügiger gewählt, als bei Erwachsenen. Bereits beim Aufsetzen sollte der Fahrradhelm eine gute Passform aufweisen, denn auch mit dem Verstellmechanismus innen lässt sich eine falsche Größe nicht ausgleichen. Nimm dir ein Maßband und leg es über den Hinterkopf bis in die Stirnmitte deines Kindes. Das Band sollte oberhalb der Ohren entlang geführt werden und darf nicht bis in den Nacken fallen. Am besten misst du ein- bis zweimal, um wirklich den korrekten Umfang zu bekommen. Alternativ legst du nur einen Faden um den Kopf und nimmst die Größe vom Zollstock ab. Liegt der Kopfumfang genau an der Grenze zur nächsten Größe, solltest du dich immer für das größere Modell entscheiden. Ein zu straffer Fahrradhelm ist sehr unangenehm und wird nicht gerne getragen. Außerdem wächst ein größeres Modell etwas länger mit. Gerade bei Babys und Kleinkindern ist der Kopf schnell aus dem Helm gewachsen. Manche Hersteller haben ihre eigenen Größenangaben und variieren deshalb untereinander.

Für einen optimalen Halt muss noch der Kinnriemen geschlossen werden. Er ist in der Länge genau einstellbar, sodass noch ein Finger breit zwischen Kinn und Polster Platz gelassen wird. Bei größeren Kindern bietet sich hier ein Steckverschluss an, den sie selbst öffnen und schließen können.

Gewicht und Design

Auch das Eigengewicht des Helms sollte möglichst gering ausfallen. Schließlich darf er auf dem empfindlichen Köpfchen nicht nur Last fallen. Kleinkinder haben noch keine stark ausgeprägte Nackenmuskulatur und benötigen daher einen Fahrradhelm bis maximal 300 Gramm. Bei Mädchen steht das Design des neuen Helms oft an erster Stelle. Die kleinen Radfahrer haben oft schon ganz eigene Vorstellungen und sollten diese bei der Auswahl des Helms mit einbringen können. Tipp: Lass dein Kind selbst entscheiden und das Design mit auswählen. Aber welches Design soll es nun sein? Die meisten Hersteller haben einen rosaroten Mädchentraum als Angebote in ihren Kategorien. Geschwungene Linien und Flower-Muster machen die Modelle zu wahren Hinguckern. Aber auch ein Smiley, Schmetterlinge, Herzen und Einhörner werden gern auf den Helmen abgebildet. Oder wie wäre es mit einem bunten Look voller Zootiere oder den Lieblingshaustieren wie beispielsweise Eulen? Je nach Geschmack und Interessen der Kinder, lässt sich das Design des Helms anpassen. Es sollte aber nicht nach wenigen Monaten schon wieder abgeschrieben sein. Besonders beliebt sind die Comicfiguren aus bekannten Filmen und Serien wie beispielsweise Die Eiskönigin von Disney, Hello Kitty oder Prinzessin Lillifee. Da darf der Helm auch gerne Blau oder Lila sein. Manche Eltern stimmen ihn auch passend zur Farbe des Fahrrads ab.

Sicherheitsaspekte und Normen

Natürlich brauchen die Mädchen nicht nur einen Helm auf dem Fahrrad. Auch mit dem Mountainbike (MTB), auf dem BMX, mit den Inlinern oder bei anderem Sport gehört der Fahrradhelm als Zubehör zur Sicherheitsausstattung. Der neue Mädchen Fahrradhelm soll nicht nur cool aussehen, sondern muss auch sicher sein. Funktion und Qualität stehen deshalb im Vordergrund. Hier spielt die Belüftung eine wichtige Rolle. Jeder Fahrradhelm braucht Belüftungslöcher, um den Kopf nicht zu überhitzen. Die Löcher sollten an der Front mit einem Sicherheitsnetz ausgestattet sein, damit keine Fremdkörper oder Insekten während der Fahrt hinein gelangen. Etwa sieben Öffnungen sind mindestens erforderlich, um einen guten Luftstrom zu gewährleisten. Selbst mit einer Mütze dürfen die Kinder nicht unter ihm schwitzen.

Wichtig: Nach einem Sturz ist jeder Fahrradhelm auszutauschen. Genau aus diesem Grund solltest du auch keinen gebrauchten Fahrradhelm kaufen. Schließlich ist kaum erkennbar, ob er schon einen Sturz abgehalten hat. Prinzipiell sind Kinderhelme nach etwa 5 Jahren zu entsorgen, da die Materialien ermüden und spröde werden. Außerdem erkennt man bei namhaften Herstellern immer das Produktionsdatum auf den Helmen. Jeder Fahrradhelm für Mädchen sollte alle wichtigen Prüfsiegel aufweisen. Ohne diese Siegel dürfte er in Europa gar nicht verkauft werden. Dazu gehören beispielsweise das CE- und das GS-Siegel. Daneben sind viele Modelle vom TÜV geprüft und abgenommen. Hier wird beispielsweise untersucht, ob der Kinnriemen bei einer bestimmten Last von selbst reißt. Diese Funktion ist wichtig, damit sich der kleine Fahrer mit dem Helm nicht selbst stranguliert bei einem ungünstigen Unfall. Viele Helme sind auch mit dem Normhinweis EN 1078 ausgestattet. Hierbei werden die Modelle einem Dummy aufgesetzt und in einem Falltest genau geprüft.

Für mehr Sicherheit im Dunkeln bieten viele Mädchenfahrradhelme auch Reflektoren an den Seiten und ein Rücklicht. Das Licht ist meist am Verstellmechanismus für die Passform angebracht und lässt sich per Knopfdruck ein- und ausschalten. Die Batterien sind über ein Fach einfach zu wechseln.

Checkliste für den Helmkauf

Nachdem du bereits alle wichtigen Merkmale kennengelernt hast, wollen wir dir die wichtigsten Punkte in dieser Tabelle noch einmal zusammentragen.

Merkmal Beschreibung
Passform Muss gut sitzen und darf nicht verrutschen.
Größe Entsprechend dem Kopfumfang wählen.
Belüftung Ausreichende Belüftungsöffnungen mit Insektenschutz.
Sicherheit Prüfsiegel wie CE, GS, TÜV und EN 1078.
Sichtbarkeit Reflektoren und Rücklicht für Dunkelheit.
Riemen und Verschluss Verstellbar, weich und einfach zu bedienen.
Polsterung Herausnehmbar und waschbar für Komfort.
Design Ansprechend für das Kind, um Akzeptanz zu erhöhen.
Gewicht Möglichst gering, um die Nackenmuskulatur nicht zu belasten.

Bekannte Hersteller und Modelle

In den folgenden Abschnitten möchten wir mehr auf die bekannten Hersteller für Fahrradhelme eingehen. Neben diesen drei bekannten Firmen gibt es noch andere Hersteller auf dem Markt mit ähnlichen Modellen. Jedes Jahr kommen neue Kollektionen und Produkte mit formschönen und bunten Designs auf den Markt.

Nutcase Gen3 Skatehelm

Der Gen3-Skatehelm von Nutcase ist vor allem für sportliche Mädchen geeignet. Obwohl er einen sehr mädchenhaften Look besitzt mit einem hellen Blau und den Kirschblüten, kommt er doch auf dem BMX oder beim Skaten zum Einsatz. Der Helm besteht aus einer sehr langlebigen Hartschale und einer EPS-Innenschale. Die Luftkanäle sorgen für eine gute Zirkulation, selbst bei hohen Temperaturen. Außerdem besitzt das Modell einen weichen und hautfreundlichen Kinnriemen mit Textil. Der Magnetverschluss ist eher an die Seite verlagert und lässt sich leicht öffnen. Die Kinder beschreiben auch, dass sie sich somit am Kinn keine Haut mehr einklemmen können. Das Visier schützt bei Sonne und Regen, kann jedoch das Sichtfeld etwas einschränken.

UVEX Kid 3

Der UVEX-Kid-3-Mädchenhelm sorgt mit seinem Aufbau für höchste Sicherheit. So ist beispielsweise die EPS-Innenschale direkt in die schlagfeste Schale aus Polycarbonat eingeschäumt. Durch die glatte Oberfläche lässt sich das Modell auch leicht reinigen. Über das Gurtband-System ist eine schnelle Anpassung an die eigene Kopfform möglich. Einen Vorteil bietet auch der Monomatic-Komfortverschluss, der sich per Knopfdruck auch von Kinderhänden einfach schließen lässt. Die Polster im Innenbereich bieten einen angenehmen Tragekomfort und sich einfach zu entnehmen und zu waschen. Durch die Spezialveredelung wirken sie antibakteriell. Vor allem älteren Mädchen gefällt das helle Design mit der dezenten Farbgebung. Allerdings ist der Helm erst ab einer Größe von 51 cm zu haben.

ABUS Anuky - Der Eulenhelm

Dein Kind begeistert sich für Eulen und ein rosafarbenes Design? Dann ist der Anuky-Kinderhelm von Abus vielleicht genau das richtige Modell. Er ist nach In-Mold-Technologie gefertigt und bietet eine feste Außenschale mit verschweißtem Hartschaum innen. Die Vorderkante ähnelt einem Visier und bietet noch besseren Schutz für das Gesicht. Außerdem ist das Modell an den Schläfen und im Nackenbereich deutlich tiefer gezogen. An der Rückseite befindest sich ein LED-Licht am Verstellrad für mehr Sichtbarkeit im Dunkeln. Ein spezieller Unterkantenschutz gefällt vor allem den Eltern, damit der Helm keine Beschädigungen von dem typischen kindlichen Gebrauch davonträgt. Der Verschluss ist so konzipiert, dass er auch von Kleinkindern gut bedient werden kann. Die Tester sind sich einig: ein idealer Helm schon für die Kleinsten.

UVEX Kinderfahrradhelm

Der Kinderfahrradhelm von UVEX bietet einen recht flachen Hinterkopfbereich und ist bereits für Kinder ab einem Jahr geeignet. Er zeigt sich in einem rosafarbenen Design mit Blumen und Schmetterlingen und gefällt daher kleinen Mädchen besonders gut. Der Monomatic-Verschluss ist anatomisch geformt und mehrstufig festzuziehen. Mit nur einem Knopfdruck ist er wieder geöffnet und das Mädchen kann den Helm selbst absetzen. Im Inneren gibt es ein Anpassungssystem an die individuelle Kopfform. Einmal eingestellt, sitzt der Helm sehr gut. Wechselt das Kind aber ständig mit der Mütze, so ist eine erneute Einstellung etwas aufwendiger als bei anderen Modellen.

KED Meggy

Der Kinderhelm Meggy der Marke KED ist bereits für die Kleinsten tragbar und ab einem Kopfumfang von 44 cm zu bekommen. Die vielen Polster im Innenbereich sorgen für einen guten Tragekomfort und verhindern Druckstellen. Die robuste Konstruktion zeigt einen eingeschweißten Hartschaum in eine Kunststoffschale. Dadurch lösen sich beide Komponenten bei einem Aufprall nicht voneinander. Das Drehrad an der Rückseite bewegt das Einstellungssystem im Inneren, um den Helm perfekt an die Kopfform anzugleichen. Selbst eine Mütze spielt hier keine Rolle und lässt sich mit berücksichtigen. Träger loben die großen Belüftungsschlitze an der Front mit dem Sicherheitsnetz. Allerdings gibt es bei den kleinsten Größen kein Kinnpolster oder zusätzlichen Kinnschutz.

Weitere wichtige Informationen

Helmpflicht und Akzeptanz

In Deutschland gibt es aktuell noch keine Helmpflicht, weder für Kinder noch für Erwachsene. Viele ältere Mädchen sind deshalb eitel, was das Tragen eines Helms betrifft. Sie wollen ihre Frisur nicht zerstören oder haben das Gefühl, nicht gut auszusehen. Umso wichtiger ist es, das Design selbst wählen zu lassen und auf eine angenehme Form zu achten. Schon frühzeitig solltest du dein Kind an einen Fahrradhelm gewöhnen und mit gutem Beispiel vorangehen.

Preisspanne und Pflege

Hinsichtlich der Preisspanne sind alle Optionen offen. Es gibt günstige Modelle bereits ab 20 € oder auch teure Kinderhelme von über 100 €. Kinder gehen nicht immer sorgsam mit ihren Helmen um. Daher solltest du sie öfter reinigen. Das betrifft beispielsweise die Polster im Innenbereich. Sie lassen sich meist einfach entnehmen und in der Maschine bei 30 °C waschen. Die Außenschale wischt du mit einem feuchten Tuch etwas ab und auch die Gurtbänder sind auf diese Weise wieder sauber. Sollte er einmal nicht in Gebrauch sein, lagere ihn am besten an einem kühlen und dunklen Ort.

So sitzt der Helm richtig

Er muss den Hinterkopf und die Schläfen gut abdecken und bis in die Stirn reichen. Danach ziehst du das Verstellsystem fest über das kleine Drehrad am Hinterkopf. Die Gurte sind an den Ohren vorbeizuführen und hängen nach unten. Nun verschließt du den Riemen unter dem Kinn. Bei den meisten Verschluss ist ein Klicken zu hören. So kannst du dir sicher sein, dass der Mechanismus auch gegriffen hat. Außerdem sollte die Vorderkante des Helms möglichst über den Augenbrauen enden. Bewegst du dann den Helm auf dem Kopf des Kindes, legt sich die Stirn leicht in Falten.

Fazit

Kinder sind frühzeitig mit dem Laufrad oder Fahrrad unterwegs und machen ihre eigenen Erfahrungen im Straßenverkehr. Genau an diesem Punkt ist der richtige Helm zur Sicherheit wichtig. Er schützt bei einem Sturz oder Aufprall den gesamten Kopf. Die Mädchen-Fahrradhelme bieten dir farbenfrohe Designs, und das nicht nur in der Farbe Rosa. Auch die beliebten Comicfiguren und Filmfiguren von Disney sind auf den Helmen zu finden. So sucht sich deine Tochter ein Modell aus, der auch ihren Interessen entspricht. Die Akzeptanz ist dadurch schon gewonnen. Jetzt fehlen nur noch die passende Größe und die richtige Passform. Auch die Sicherheitsaspekte müssen stimmen.

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