Fitbit Charge 3: Anleitung zum Aufzeichnen von Radfahren und mehr

Die Fitbit Charge 3 ist ein bewährter Fitness- und Gesundheitstracker, der sich an Einsteiger richtet und über eine solide Ausstattung zur Vermessung aller wichtigen Gesundheitsdaten verfügt. Die Smartwatch ist in fünf Gehäusefarben für rund 125 Euro erhältlich.

Persönliche Ziele erreichen mit der Fitbit Charge 3

Persönliche Ziele im Bereich Fitness und Gesundheit lassen sich mit der Fitbit Charge 3 einfacher erreichen. Eine Akkuladung reicht für bis zu eine Woche Laufzeit und von der Smartwatch werden Übungen automatisch erkannt. Das Dashboard wird täglich aktualisiert und zeigt an, in welchem Umfang Bewegung notwendig ist. Der Flüssigkeitsbedarf und der Schlafplan wird dort ebenfalls angezeigt.

Funktionen und Features

Die Smartfunktionen der Fitbit Charge 3 bieten über 15 Trainingsmodi wie Schwimmen, Laufen, Zirkeltraining, Radfahren, Dance Workouts und zahlreiche Übungen, die ausgewählt werden können. Ein Ziel kann gesetzt und die Daten des Trainings in Echtzeit-Statistiken grafisch ausgewertet werden.

So zeichnen Sie Radfahren mit der Fitbit Charge 3 auf

Um eine neue Trainingsart hinzuzufügen, gehen Sie in der App auf Ihre Charge 3 und wählen Sie das Untermenü "Schnelltasten für Training". Dort sehen Sie dann 6 voreingestellte Trainingsarten. Wenn Sie eine oder mehrere löschen wollen, ziehen Sie das entsprechende Training nach links raus. Es erscheint eine Meldung auf dem Display, dass das Training gelöscht wurde. Wenn Sie jetzt ein neues Training, z.B. Yoga hinzufügen wollen, gehen Sie oben rechts in diesem Menü auf das "+". Dort können Sie dann Ihr neues Training auswählen und einfügen. Damit das dann auch auf Ihrer Charge 3 angezeigt wird, müssen Sie anschließend eine Synchronisierung zwischen Ihrem Smartphone und der Charge 3 machen. Anschließend werden Ihnen die Sportarten auf der Charge 3 angezeigt und Sie können über die Uhr das Training starten und beenden.

Weitere Funktionen im Detail

  • Gesundheitstracking für Frauen: Mit der Fitbit App können Frauen ihre monatliche Periode verfolgen, Symptome aufzeichnen und Eisprungkalender anzeigen lassen.
  • Ganztägige Aufzeichnungsfunktion: Trackt alle Schritte, Distanz, den Kalorienverbrauch und die aktiven Minuten pro Tag. In der Fitbit App werden Zusammenfassungen der einzelnen Statistiken angezeigt.
  • Fitbit Coach: Der Personaltrainer der Fitbit Charge 3 mit dem überall Übungen gemacht werden können. Die Schritt-für-Schritt Workouts sind personalisiert auf den Besitzer der Smartwatch abgestimmt. Basierend auf den Fitness-Fortschritten werden die Workouts entsprechend angepasst.
  • Wettkämpfe: In Fitbit-Wettkämpfen kann man sich mit Freunden oder Familie messen und gegenseitig motivieren. Bei Erfolgen winken Fitbit-Abzeichen und wichtige Statistiken lassen sich mit Freunden, Familie oder in sozialen Medien teilen.
  • Schlaftracking: Verfolgt die Qualität und Dauer des Schlafs. Per Herzfrequenzmessung wird der leichte, tiefe und REM-Schlaf aufgezeichnet. Tipps helfen dabei eventuelle Schlafprobleme zu beheben und besser zu schlafen. Personalisierte Atemübungen auf Basis der Herzfrequenz helfen dabei selbst in stressigen Situationen Ruhe zu finden.
  • Wasserdichtigkeit: Der Fitnesstracker ist bis 50 Metern Wassertiefe wasserdicht, weshalb sie beim Schwimmen, unter der Dusche, Tauchen und Regen getragen werden kann.
  • Fitbit Pay: Dank Fitbit Pay lassen sich Karten aufladen und Einkäufe kontaktlos bezahlen.
  • Synchronisation: Eine automatische Synchronisation mit Computern und mehr als 200 Smartphones mit Google Android OS, Apple iOS und Microsoft Windows wird geboten.
  • Design: Die schicke Armbanduhr besteht aus Aluminium und das Display aus robusten Corning Gorilla Glass 3. Laut Hersteller besteht eine optimale Kratzfestigkeit und ein hoher Tragekomfort. Der große Touchscreen besitzt eine Hintergrundbeleuchtung, die sich automatisch an das Umgebungslicht anpasst. Über neue Anrufe, SMS und Benachrichtigungen oft genutzter Apps wird der Anwender informiert.

Verbesserungen und Details der Fitbit Charge 3

Die Fitbit Charge wartet mit einer Reihe an Änderungen auf, von denen ein Teil bereits beim Marktstart verfügbar war, ein anderer Teil bislang nur angekündigt ist. Unklar bleibt, wann diese Funktionen der Charge 3 aktiviert werden.

Display

Im Vergleich zum Vorgänger verfügt die Charge 3 um ein 40% größeres Display. Es hat sich jedoch nicht nur die Größe des Displays verändert, sondern auch dessen Qualität. Das Display soll über eine größere Helligkeit verfügen, so dass das Display auch unter freiem Himmel gut ablesbar sein soll. Ein kleiner Sensor kann die Helligkeit des Displays zwei Stufen der Lichtsituation anpassen.

Zusätzlich wurde die Auflösung erhöht und das Display erlaubt die Darstellung von Grauwerte. Das monochrome Display hat nicht mehr den auffälligen Grünstich in den angezeigten Informationen, sondern ist eher hellgrau.

Ein großer Pluspunkt ist der Wechsel vom Tapscreen der Charge 2 hin zu einem echten Touchscreen. Das Display reagiert flüssig auf Tipp- und Wischbewegungen und erlaubt das Wechseln zwischen den einzelnen Ansichten bzw. Funktionen.

Mit dem Touchdisplay verschwindet auch der physische Knopf, der den Gehäuserand des Vorgängers ziert. An der gleichen Stelle befindet sich bei der Charge 3 nur noch eine induktive Schaltfläche, die durch eine kleine Einbuchtung angedeutet ist.

Zum Schutz des Displays wird Gorilla Glas 3 von Corning eingesetzt.

Durch das größere Display konnte Fitbit mehr Elektronik und Akku in der Breite verbauen und die Profilhöhe des Charge 3 dadurch zu reduzieren. Das Ergebnis ist ein noch schlankere Silhouette am Handgelenk. Gleichzeitig wurde das Gewicht durch den Einsatz von Aluminium reduziert.

Sensoren und Algorithmen

Fitbit hat nach eigenen Aussagen viel Arbeit in der Verbesserung der Sensorik und der Algorithmik gesteckt, um die Bewegungen am Tag und in der Nacht noch besser zu erkennen und zuzuordnen. Dazu zählt auch die Verbesserung der Übungserkennung, die bislang mal recht, mal schlecht funktioniert hat.

Sleep Score

Mit der Verbesserung der Bewegungserkennung verbessert sich auch die Überwachung der Schlafdauer und -quantität. Des Weiteren hat Fitbit mit Sleep Score ein Konzept angekündigt, welches die Daten des Schlafs auf eine Zahl herunterbrechen soll - dem sogenannten „Sleep Score“. So sollen sich unterschiedliche Nächte miteinander besser vergleichen lassen. Wahrscheinlich ist auch, dass dann Vergleiche mit der breiten Masse etwas detaillierter ausfallen. Beim Vergleich der Schlafkurven ist dies bislang schwierig.

Sleep Score steckt weiterhin in der Betaphase und soll zu gegebener Zeit freigeschaltet werden. Eine Teilnahme am Beta-Programm war leider nur US-Bürgern möglich und ist aufgrund der zahlreichen Teilnehmer mittlerweile auch geschlossen. Wann mit der breiten Verfügbarkeit gerechnet werden kann ist unklar. Immerhin ist die Funktion für alle neueren Fitness Tracker von Fitbit mit 24/7-Pulsmessung angekündigt. So werden zumindest auch Fitbit Versa (Testbericht) und Fitbit Ionic (Testbericht) von dem Feature profitieren.

SpO2-Sensor

Gänzlich neu für die Fitness Tracker von Fitbit ist der Einbau eines SpO2-Sensors, der die Sauerstoffsättigung des Blutes ermitteln kann. Im Idealfall soll die Überwachung Rückschlüsse auf bestimmte Krankheiten zulassen.

In Versa und Fitbit Ionic ist der Sensor bereits verbaut, bis auf Weiteres aber deaktiviert. Bei der Charge 3 leuchtet die zum Sensor gehörende LED nachts bereits rot. Weder in App noch im Web sind Ergebnisse der Messung zu finden und auch die App-Hersteller für Versa und Ionic können noch nicht auf den Sensor zugreifen.

Wasserdichtigkeit

Keine Überraschung ist die Wasserdichtigkeit bis 5 ATM/50 Meter. So kann die Charge 3 problemlos beim Schwimmen getragen werden und unterstützt nun auch Schwimmen als Sportart. Die Bewegungserkennung soll das Zählen von Bahnen zulassen.

Die Charge 3 erhält somit Vorteile, die bereits der Fitbit Ionic und Versa zu Teil wurden.

Connected GPS

Anders sieht es hingegen beim GPS aus. Die Fitbit Charge 3 verfügt über keinen eigenen GPS-Chip und kann das Satellitensignal folglich nicht alleine auswerten. Wer beim Sport ein Smartphone mit GPS mit sich führt kann immerhin per Connected GPS auf die GPS-Daten des Smartphones zurückgreifen und sich die zurückgelegte Distanz und das Tempo anzeigen lassen.

Zugegeben, die Charge 2 konnte auch schon die Daten des Smartphones abgreifen, ich wollte auf das Fehlen aber gerne noch einmal aktiv hinweisen. Gerne hätte ich das Feature in der Charge 3 gesehen, weil es doch mittlerweile auch sehr kleine Fitness Tracker im selben Preissegment gibt, die über GPS verfügen.

Wenn du eine Fitbit mit integriertem GPS-Sensor hast, registriert deine Smartwatch deine Wander-, Lauf- oder Radroute. Auf diese Weise kannst du nach deinem Training genau sehen, wo du warst. Bevor du mit dem GPS-Training beginnst, musst du zunächst GPS auf deiner Fitbit aktivieren. Mit einer Fitbit Charge 4 und 5, Sense und Sense 2, Versa 3 und 4 oder Fitbit Ionic kannst du dein Smartphone zu Hause lassen, wenn du trainieren gehst. Möchtest du mit einer Fitbit Inspire 2, 3 oder HR, Charge 2 oder 3 oder Fitbit Versa 2 trainieren? Dann nimmst du noch immer dein Smartphone mit. Funktioniert dein GPS nicht? Oder hast du ein anderes Problem mit deiner Fitbit? Bitte wende dich an den Fitbit-Kundendienst.

Smartphone-Benachrichtigungen

Sicherlich dem größeren Display geschuldet ist die Weiterleitung von Smartphone-Benachrichtigungen auf das Handgelenk. Neben Anrufen, Kalendereinträgen und SMS-Nachrichten sollen mit der Charge 3 deutlich mehr Benachrichtigungen von Smartphone-Apps den Weg auf das kleine Display finden. Auch für die Nutzer von iPhones funktioniert die Benachrichtigungsfunktion mittlerweile problemlos.

Nutzer von Android-Smartphones dürfen zusätzlich auf eingehende Nachrichten per Quick-Reply mit kurzen, vordefinierten bzw. selbstdefinierten Texten zu beantworten.

Female Health Tracking

Mittlerweile verfügbar ist das Female Health Tracking. Dabei handelt es sich um keine Funktion des Fitnessarmband selbst, sondern vielmehr um eine Aufstockung der App. Mit den neuen Funktionen kann der Zyklus der Frau erfasst werden. Aus den Werten lassen sich dann Regelmäßigkeiten ableiten (z.B. das voraussichtliche Einsetzen der nächsten Periode), die dann auf der Uhr angezeigt werden können.

Sportmodi

Einen Zuwachs hat die Fitbit Charge 3 hinsichtlicht der größeren Unterstützung verschiedener Sportarten erhalten. Über die App können bis zu 6 aus 20 Sportarten direkt auf der Charge 3 aktiviert werden. Die Sportarten stehen dann zum Beginn einer Aufzeichnung zur Auswahl und dienen vornehmlich der Dokumentation.

NFC - Kontaktloses Bezahlen mit Fitbit Pay

In der Special Edition der Charge 3 bietet Fitbit auch das kontaktlose Bezahlen per NFC-Technik an. Die Funktion heißt Fitbit Pay und funktioniert dank Kooperation mit Landesbank Baden-Württemberg, LBBW (Visa) und boon. by Wirecard.

Wer nicht Kunde der LBBW ist, kann auf den Dienstleister Wirecard ausweichen, der virtuelle Kreditkarten anbietet, die in der App hinterlegt und mit der Charge 3 genutzt werden können.

Akkulaufzeit

Einen deutlichen Sprung nach vorne hat die Akkulaufzeit von bis zu 7 Tagen gemacht. Die Charge 2 konnte bisher nur mit 5 Tagen aufwarten. Hinsichtlich des gesteigerten Funktionsumfangs und des stark verbesserten Displays ein überraschender Wert, gerade weil viele Hersteller versuchen die bisherige Akkulaufzeit mit den Verbesserungen zu halten. Die Charge 3 erhält dafür aber - wie bisher jedes Armband von Fitbit - einen neuen Anschluss samt neuem Ladekabel.

Investition in die Zukunft

Mit dem SpO2-Sensor und Sleep Score stehen zwei Features aus, die Fitbit mittlerweile zwar nicht mehr aktiv auf der Webseite vermarktet, hoffentlich aber in den Startlöchern stehen. Wer sich für die Charge 3 interessiert, der investiert hinsichtlich beider Funktionen in die Zukunft.

Offen bleiben damit:

  • Sleep Score
  • SpO2-Sensor

Vor- und Nachteile der Fitbit Charge 3

Vorteile:

  • Hochwertige Verarbeitungsqualität
  • Kratzfestes Display
  • Reaktionsschneller Touchscreen
  • Hohe Genauigkeit bei der Erfassung sportlicher Aktivitäten
  • Lange Akkulaufzeit
  • Leicht wechselbare Armbänder

Nachteile:

  • Bisweilige Falschzählung der Schritte
  • Unübersichtliche Menüführung
  • Der Sauerstoffsensor hat keine Funktion (eventuell durch Software-Update behebbar)

Verfügbarkeit und Preise

Die Charge 3 ist seit Oktober 2018 im Handel für eine UVP von 149,95 EUR verfügbar. Der Einstandspreis fällt damit günstiger als bei der Charge 2 aus. Im Handel ist die Charge 3 mittlerweile für ca. 125 EUR in den Farben Schwarz mit schwarzem Armband, sowie in Roségold mit blaugrauem Armband erhältlich. Die Special Edition ist in den Farben Roségold mit einem Textilarmband in der Farbe Lavendel und einem Sportarmband in Schwarz, sowie graphitgrauem Gehäuse mit weißem Armband für 169,95 EUR (UVP) zu haben.

Hinsichtlich der Armbandgröße muss man sich keine Gedanken machen, denn Fitbit legt jeder Uhr zwei Armbänder in der Größe S und L bei. Apropos Armbänder: Auf den Pressebildern lassen sich heute schon weitere Sport-Armbänder in Rot und Lila ausmachen.

Fitbit Charge 3 - Fakten

Merkmal Wert
Display 1,00 Zoll AMOLED (monochrom)
Auflösung 100 × 160 Pixel
PPI 189
Akkulaufzeit Bis zu 5 Tage
Gewicht 30 g (mit Armband)
Wasserdichtigkeit Bis 50m
GPS Connected GPS (über Smartphone)
NFC Fitbit Pay (Special Edition)

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