Viele Sportler sind von der Idee des Self-Trackings mit Hilfe einer Armbanduhr begeistert. Dank integrierter Sensoren können sämtliche Bewegungsdaten wie Puls, zurückgelegte Strecke, Kalorienverbrauch und dergleichen während einer Sportsession oder einem Spaziergang gemessen und direkt analysiert werden.
Doch wie gut eignen sie sich eigentlich fürs Fahrradfahren? BILD-Redakteur Stefan Netzebandt machte den Selbsttest - und stellte fest: Manche Antworten sind überraschend kompliziert.
Welche Funktionen sollte ein Fitness Tracker haben?
Im Grunde sind die Mindestanforderungen an einen Fitness Tracker ähnlich wie jene an eine Laufuhr. Eine GPS-Funktion ist heutzutage schon bei Smartwatches und Activity-Trackern selbstverständlich. Wasserdichtigkeit ebenso.
Ob diese bis 30, 50 oder 100 Metern Tiefe angegeben ist, spielt letztlich keine nennenswerte Rolle.
Sportprofile
Was eine Sportuhr zu einer Triathlonuhr macht, ist die Unterstützung mehrerer Sportarten. Da du beim Triathlon deine Uhr neben dem Laufen noch für mindestens zwei weitere Sportarten nutzen möchtest, erleichtern dir verschiedene Sportprofile, beim Training den Überblick zu behalten, da die verschiedenen Daten sportartspefizisch aufgezeichnet werden.
Beispiel: Die Geschwindigkeit wird beim Schwimmen meist in Minuten pro 100 Meter angegeben, während beim Radfahren Kilometer pro Stunde und beim Laufen Minuten pro Kilometer genutzt werden. All das kannst du bei den unterschiedlichen Sportprofilen individuell an deine Bedürfnisse anpassen.
Weiterer Vorteil der unterschiedlichen Sportprofile: Die Aufzeichnung und Dokumentation deines Trainings über die unterschiedlichen Plattformen der Hersteller (etwa Garmin Connect, Polar Flow) oder bei Drittanbietern (etwa Strava oder TrainingPeaks), ist deutlich übersichtlicher und aufgeräumter.
Multisport-Funktion
Da an deinem großen Renntag die Kombination aus drei unterschiedlichen Disziplinen gefragt ist, solltst du natürlich auch ins Training viel Abwechslung einbauen. Koppeleinheiten heißt hier das Zauberwort für die spezifische Vorbereitung auf deinen Triathlon.
Meist wird hierbei die Kombination aus Radfahren und anschließendem Laufen geprobt. Koppeln kannst du im Training aber ebenso gut die ersten beiden oder gar alle drei Disziplinen. Auch Multi-Koppeleinheiten - beispielsweise Radfahren-Laufen-Radfahren-Laufen - integrieren heutzutage viele Triathletinnen und Triathleten regelmäßig ins Training.
Hierfür, und natürlich für deinen Renntag, spielt besonders das Multisport-Profil einer Uhr seine Stärken aus. Zu Beginn wählst du deine erste Disziplin aus, startest die Einheit wie gewohnt, beendest Disziplin eins und startest in die zweite.
Die Uhr zeichnet dies als zusammenhängende Einheit auf und stoppt gleichzeitig die Pausen- beziehungsweise Wechselzeiten heraus. Für deinen Triathlon macht es Sinn, gleich ein entsprechendes Triathlon-Sportprofil auszuwählen oder zu programmieren, sodass du nur noch starten und stoppen, aber nicht noch manuell die Disziplin auswählen musst.
Akkulaufzeit
Wer bei einem Langdistanz-Triathlon (Ironman) dabei ist und nicht zur Elite zählt, wird wohl weit mehr als zehn Stunden für die 3,8 Kilometer im Wasser, 180 Kilometer auf dem Rad und 42,2 Kilometer in Laufschuhen unterwegs sein. Wer den Zielschluss ausreizt, braucht eher 17 Stunden Akkulaufzeit.
Aber eine ausreichend lange Akkulaufzeit ist nicht nur für den Wettkampf wichtig, sondern auch für all das Training - wer hat schon Lust, die Uhr jeden Tag aufzuladen.
Konnektivität
Moderne Uhren stecken voller Sensoren, die bereits allerlei Daten erfassen. Dennoch sollte eine gute Triathlonuhr ermöglichen, weitere Sensoren zu verbinden, um etwa die Leistung eines Wattmesssystems beim Radfahren, die Herzfrequenzwerte eines Brustgurtes oder die Daten eines Rollentrainers zu erfassen.
Meist funktioniert das Koppeln von zusätzlichen Sensoren mittels ANT+ oder - immer häufiger - Bluetooth.
Worauf muss ich bei einem Fitness Tracker achten?
Wie eingangs beschrieben, kommst du mit jeder GPS-Uhr, die vor dem Wasser nicht zurückschreckt, schon mal recht weit - auch im Triathlontraining. Doch einige weitere Funktionen erleichtern den Trainings- und Rennalltag ohne Frage.
Hilfreiche Funktionen fürs Schwimmen
Simpel, aber sehr hilfreich ist die Funktion des Bahnenzählens im Schwimmbecken. Viele Modelle bringen dies mit. Stelle zuvor einfach die Länge der Bahn entsprechend ein und konzentriere dich voll auf dein Programm, ohne ständig Kacheln zählen zu müssen.
Ebenfalls interessant sind spezielle Metriken wie etwa der SWOLF beim Schwimmen. Dieser Wert quantifiziert die Effizienz, indem die Züge pro Bahn sowie die Zeit hierfür einberechnet werden. Je niedriger dein SWOLF, desto höher deine Effizienz. Mit diesem Parameter hast du den Fortschritt in der ersten Disziplin im Blick.
Hilfreiche Funktionen fürs Radfahren
Eine Funktion, die dir besonders beim Radfahren - im wahrsten Sinne des Wortes - zurück in die Spur helfen kann, ist eine Karten-Navigation, wie sie besonders die ausgereiften, aber auch hochpreisigen Garmin-Modelle liefern.
Gerade wenn du deine Uhr neben dem Laufen auch zum Radfahren nutzt, kann dies einen großen Pluspunkt darstellen. Ähnlich interessant wie der SWOLF beim Schwimmen ist der VAM beim Radfahren.
Dieser gibt die durchschnittliche vertikale Steiggeschwindigkeit an. Gerade wenn du ohne Wattmessung am Rad unterwegs bist, kannst du an Anstiegen einen Anhaltspunkt gewinnen, wie offensiv du diesen hinauffährst.
Der VAM gibt die Anzahl an Höhenmetern an, die du basierend auf der aktuellen Geschwindigkeit und Steigung hochgerechnet auf eine Stunde überwindest.
Dies stellt nur eine kleine Auswahl spezieller Funktionen dar, die besonders Multisportler und Multisportlerinnen ansprechen mögen. Ausführliche und detaillierte Praxiserfahrungen mit allen Highlights der unterschiedlichen Modelle kannst du in unseren Testberichten nachlesen.
Die besten Uhren für Triathleten
Im Folgenden findest du unsere Empfehlungen für Uhren, die sich besonders gut für den Triathlonsport eignen. Alle vorgestellten Modelle haben wir allesamt selbst auf Herz und Nieren getestet. Unsere ausführlichen Testberichte zu jedem Modell haben wir jeweils verlinkt.
Polar Vantage M3
Die Polar Vantage M3 ist eine Mulisportuhr mit zahlreichen Analyse- und Coaching-Funktionen. Bei der Vantage M3 hat man nicht das Gefühl, eine vergleichsweise günstige Uhr am Arm zu tragen. Das liegt nicht nur an der wertigen Haptik und Optik des Kunststoffgehäuses sowie der Lünette, den Knöpfen aus Metall und dem schicken AMOLED-Display, sondern auch an den Funktionen. Natürlich unterstützt die Uhr alle möglichen Sportarten und ist daher gerade auch für Triathleten eine gute Wahl.
Uhr und App bieten eine enorme Auswertungstiefe in Bezug auf Activity-Tracking, Trainingsbelastung und Leistungsfähigkeit. Top-Feature: Die Uhr soll im GPS-Modus bis zu 30 Stunden durchhalten. Die Vantage M3 besitzt eine Navigationsfunktion mitsamt Kartenmaterial. Routen können über die mit der Polar-Flow-App verbundenen Drittanbieter-Apps Komoot oder Strava synchronisiert werden. Sowohl beim GPS als auch bei der Herzfrequenz weist die Uhr eine hohe Messgenauigkeit auf.
UVP: 399,90 Euro
Coros Pace Pro
Die Pace-Serie von Coros begeisterte in der Vergangenheit durch Modelle mit kompaktem Kunststoffgehäuse, langer Akkulaufzeit, zahlreichen Funktionen und günstigem Preis. Mit der Pace Pro folgt Coros als letzter großer Hersteller dem Trend auf dem Smartwatch-/Sportuhrenmarkt: hochauflösende Displays. Die Anzeige der Uhr sieht sehr gut aus und funktioniert einwandfrei, bringt aber den üblichen Nachteil des höheren Energieverbrauchs mit sich. Dennoch ist die maximale Aufzeichnungsdauer mit bis zu 38 Stunden richtig stark.
Klar, wer den supergenauen Dualband-Modus aktiviert, bei dem die Uhr neben GPS auch die Signale vier weiterer Satellitensysteme auf zwei Frequenzen empfängt, muss mit geringeren Laufzeiten leben. In der Praxis bedeutet das: Wer täglich eine Stunde Aktivät aufzeichnet, muss die Uhr frühestens nach zehn Tagen aufladen. Während vieler Trainingsstunden oder eines Langdistanz-Triathlons muss man sich keine Sorge um den Akku machen.
Richtig gut gefällt die Karten-Navigationsfunktion, die sehr von dem scharfen, farbenfrohen Display profitiert. Besonderes Lob gibt es für das intuitive Bedienkonzept mit nur zwei Knöpfen, von denen einer eine drehbare Krone ist. Auch die Trainings- und Alltagsanalsye, die sowohl direkt auf der Uhr als auch in der Smartphone-App allerlei Rückmeldung liefert, gefällt mit nachvollziehbarer Bewertung des Fitness- und Belastungszustands.
Ob Einsteiger oder Profi: In puncto Funktionsumfang und Preis-Leistung ist die Uhr eine Empfehlung für alle.
UVP: 399 Euro
Garmin Forerunner 265
Mit der Forerunner 265 machte Garmin nicht nur preislich einen Sprung. Für 499 Euro ist die neueste Iteration der 200er-Serie längst kein Schnäppchen mehr, hat jedoch auch ordentlich in Sachen Funktionsumfang zugelegt. Die Forerunner 265 tritt als kleine Schwester der Forerunner 965 in die Fußstapfen der früheren 700er-Serie und bietet nun beispielsweise ein hochauflösendes AMOLED-Display sowie viele weitere Funktionen der Forerunner 965, die unten noch beschrieben wird. Die FR 265 unterscheidet sich im Wesentlichen in ihrer etwas geringeren Größe und der fehlenden Kartennavigation von der Forerunner 965.
UVP: 499,99 Euro
Suunto Vertical
Die Suunto Vertical ist eine richtig gute Uhr für alle, die lange Abenteuer bestreiten möchten und dabei einen treuen, robusten Begleiter suchen - und somit auch für Triathletinnen und Triathleten einen Blick wert. Die Akkulaufzeit ist überragend und wird durch das Solarmodul tatsächlich verlängert, die Navigationsfunktion mit den Offline-Karten ist sehr gelungen und die Aufzeichnungsqualität mit dem Dualband-Empfang ist super.
Die Trainingsauswertung gefiel im Test ebenfalls gut, sofern ein Herzfrequenzgurt korrekte Werte liefert, sodass die Uhr durchaus auch hilfreich bei der Trainingssteuerung ist. Letztlich lässt die Uhr zwar die ein oder andere Funktion vermissen, die Garmin in ihre Uhrenmodelle implementiert.
Allerdings ist es mindestens fraglich und auf jeden Fall individuell, ob man einen Musikplayer, eine bargeldlose Bezahlfunktion oder animierte Kraftübungen in einer Outdoor-Uhr wirklich braucht.
UVP: 599 (Vertical) bzw. 799 Euro (Vertical Titan)
Garmin Forerunner 965
Keine Multisportuhr auf dem Markt bietet mehr Funktionen als die Garmin Forerunner 965. Ob man sie alle benötigt, ist eine Frage, die die allermeisten wohl mit „Nein“ beantworten müssten. Doch wenn du zu jenen gehörst, die das derzeit beste Modell auf dem Markt haben möchten, machst du mit der Garmin Forerunner 965 alles richtig.
Sie liefert nachvollziehbare Rückmeldung zur Wirkung des Trainings sowie zum Erholungs- und Belastungsstatus des Körpers. Die Analyse- und Anleitungsfunktionen können das Training tatsächlich in die richtige Richtung leiten. Zudem hat die Forerunner 965 Garmin-typisch eine richtig gute Navigationsfunktion. Zusätzlich punktet Garmin mit der ausgereiften Software von Uhr, App und Webinterface sowie einer sehr intuitiven Bedienung all dessen.
Als Minuspunkt ist neben der Unzuverlässigkeit der optischen Herzfrequenzmessung beim Laufen einzig die aufgrund des neuen Displays kürzere Akkulaufzeit zu nennen. Wer als Outdoorsportlerin oder Ultraläufer auf eine wirklich lange Akkulaufzeit angewiesen ist, sollte eher zur Garmin-Fenix-7-Reihe greifen. Und wer nicht ganz so tief in die Tasche greifen möchte, kann einen Blick zu den Vorgängermodellen, der Forerunner 945 und 955 werfen, die ebenfalls noch immer absolute Empfehlungen sind.
UVP: 649,99 Euro
Apple Watch Ultra 2
Die Apple Watch Ultra 1 setzte bereits neue Maßstäbe für Apples Smartwatches und wurde als beste Wahl für das tägliche Training gefeiert. Mit einer Vielzahl kleiner Verbesserungen in Hard- und Software gelang es, die Smartwatch auch für ambitionierte Sportler interessant zu machen. Features wie Kompass und Notfallsirene konnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Uhr reinen Outdoor-Uhren in wesentlichen Punkten unterlegen war: Die Akkulaufzeit, Navigationsfunktionen und Bedienbarkeit blieben klare Schwachstellen.
Mit der Apple Watch Ultra 2 hat Apple einige neue Features eingeführt - doch diese grundlegenden Schwächen bleiben bestehen. Auf den ersten Blick sehen die Apple Watch Ultra und die Apple Watch Ultra 2 nahezu identisch aus, doch bei genauerem Hinsehen zeigen sich feine Unterschiede. Das Display der Apple Watch Ultra 2 bietet zum Beispiel eine nochmals gesteigerte maximale Helligkeit. Dies sorgt für eine noch bessere Ablesbarkeit bei extremen Lichtverhältnissen.
Ein weiterer Unterschied liegt im Speicher: Die Apple Watch Ultra 2 bietet jetzt sogar 64 GB internen Speicher im Vergleich zu den 32 GB bei der ersten Ultra-Version. Mit einer Akkulaufzeit von bis zu 14 Tagen im Smartwatch-Modus und 26 Stunden bei GPS-Nutzung ist sie auch für längere Aktivitäten geeignet. Das Design ist schlank und modern, das Gehäuse angenehm zu tragen und für schmalere Handgelenke geeignet. Die Bedienung ist intuitiv, und das weiche, austauschbare Silikonarmband sorgt für hohen Tragekomfort.
Einzig der Preis von rund 500 Euro ist hoch. Die ebenfalls 499 Euro teure Garmin Forerunner 265 kann im Grunde alles, was die Venu 3 auch kann, bietet jedoch zusätzlich eine Navigationsfunktion. Für Läufer bietet die Venu 3 die Möglichkeit, sowohl in der App als auch direkt auf der Uhr Trainingseinheiten zu planen und nachzulaufen. Ein Intervalltraining lässt sich in nur ein bis zwei Minuten erstellen.
UVP: 535 Euro
Fitness Tracker im Einzeltest
Getestet wurde, wie gut die Uhren Fahrradkilometer automatisch zählen. Folgende Modelle wurden getestet:
- Apple Watch Ultra 2
- Garmin Venu 3
- Withings Scanwatch 2
- Huawei GT 5 Pro
- Samsung Galaxy Watch 7
Die Ausgangsfrage war simpel: Zählt die Uhr meine Fahrradkilometer so automatisch wie das iPhone meine Schritte?
Das Ergebnis: Alle Geräte erfassen Fahrradfahrten samt Kreislaufdaten und Ortung - allerdings nur, wenn das Training vor dem Start manuell aktiviert wird. Eine automatische Aufzeichnung? Bisher noch die Ausnahme.
Samsung Galaxy Watch 7
Nachdem ich an zahlreichen Menüpunkten die Ortung freigegeben hatte, überzeugte mich diese Smartwatch komplett. Bereits nach drei Minuten Fahrt zeichnete die Samsung Galaxy Watch 7 automatisch alles auf - Strecke, Durchschnittsgeschwindigkeit, Puls und eine Karte der Route. Alle Daten landen übersichtlich in der App „Samsung Health“.
Praktisch: In den Einstellungen lässt sich festlegen, dass kurze Stopps, etwa an Ampeln, automatisch pausiert werden. Mit Einstiegspreisen von deutlich unter 250 Euro zählt die Samsung Galaxy Watch 7 zu den günstigeren Modellen.
Zwei Nachteile: Die Akkulaufzeit ist eher kurz - und die Uhr funktioniert ausschließlich mit Android-Geräten, nicht mit Apple-Produkten. Umgekehrt laufen Apple-Watches ebenfalls nicht auf Samsung-Smartphones.
Apple Watch Ultra 2
Die teuerste Uhr im Test bietet fast alles, was iPhones ausmacht - am Handgelenk! Deshalb gaben die Tester von COMPUTER BILD auch eine Bestnote. Diese Apple Watch gewährt Zugriff auf Apple Music, ermöglicht Anrufe, Navigation mit Google Maps. Sie misst u.a. Herzfrequenzen und Blutsauerstoff und erstellt sogar EKGs. Meine Fahrradfahrten nimmt sie trotzdem nicht von allein auf.
Aber immerhin erfassen die Sensoren nach jeweils etwa drei Minuten, dass ich radele - und schlagen mir vor, ein Training aufzuzeichnen.
Garmin Venu 3
Garmin gilt als Platzhirsch unter den Herstellern von Sport-Trackern. Die Garmin Venu 3 wirkt eher wie eine hochkarätige Stoppuhr als ein Mini-Smartphone am Handgelenk. Die Uhr ist leicht, robust und bietet Trainingsprogramme speziell für Radfahrer - inklusive Livetracking für Freunde oder Mitstreiter.
Schwachpunkt: Die automatische Erfassung per „Move IQ“-Technologie hinkt hinterher. Erst nach etwa zehn Minuten Fahrt startet die Aufzeichnung, und das ohne GPS-Daten. Es werden nicht mal die geleisteten Kilometer erfasst. Die Tour findet sich anschließend etwas versteckt im „Kalender“ der Garmin-App auf dem Smartphone.
Withings Scanwatch 2
Diese Uhr ist eigentlich keine Smartwatch, sondern eine elegante, klassische Armbanduhr mit zahlreichen Gesundheitsfunktionen. Sie erstellt etwa EKGs ohne zusätzliche Geräte. Unter den Funktionen wie Schlafüberwachung und Blutsauerstoffmessung versteckt sich tatsächlich auch eine automatische Erfassung der Fahrradfahrten - samt Streckenkarte, Pulsmessung, Geschwindigkeit und Höhenmetern.
Da die Uhr über kein eigenes GPS verfügt, bezieht sie die Daten vom gekoppelten Telefon. Im Test gelang das mit einem Samsung Galaxy S 25 Ultra einigermaßen, mit einem iPhone 15 Pro Max eher unregelmäßig.
Huawei GT 5 Pro
Die chinesische Smartwatch fühlt sich hochwertig an, hat ein tolles Display und einen Akku, der tagelang hält. Aber bei mir bleibt sie aus zwei Gründen nach einigen Probetagen in der Schublade: Die GT 5 Pro erfasst zwar Radfahrten auf Kommando - sie erkennt sie aber nicht von allein.
Ein Feature hat mich allerdings begeistert: Von aufgezeichneten Touren erstellt die Uhr in der App animierte Videos auf einer Landkarte - schick! Leider werden die Apps weder in der Android- noch in der Apple-Welt wirklich unterstützt. Auch mit Google-Produkten gibt es keinerlei Konnektivität.
Übersicht der getesteten Modelle
| Modell | Automatische Aufzeichnung | GPS-Daten | Akkulaufzeit | Kompatibilität |
|---|---|---|---|---|
| Samsung Galaxy Watch 7 | Ja | Ja | Kurz | Android |
| Apple Watch Ultra 2 | Nein (Vorschlag zur Aufzeichnung) | Ja | Mittel | iOS |
| Garmin Venu 3 | Ja (verzögert, ohne GPS) | Nein (verzögert) | Lang | Android, iOS |
| Withings Scanwatch 2 | Ja | Ja (über gekoppeltes Telefon) | Lang | Android, iOS (unregelmäßig) |
| Huawei GT 5 Pro | Nein | Ja (manuell) | Sehr lang | Android, iOS (eingeschränkte Unterstützung) |
Smartwatch-Alternativen
Unabhängig vom Test der Uhren habe ich eine Smartphone-App entdeckt, die ohne mein Dazutun alle Strecken erfasst: „Love to Ride“. Ohne jede Smartwatch zeichnet dieser Dienst alle Fahrten auf. Deshalb weiß ich auch, dass ich seit der kostenlosen Installation auf meinem iPhone vor ein paar Wochen schon 653 Kilometer geradelt bin. Toll!
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