Fitnessuhr Test: Die besten Begleiter für Laufen, Schwimmen und Radfahren

Viele Sportler und Hobbysportler begeistern sich für das Self-Tracking mithilfe einer Armbanduhr. Dank integrierter Sensoren können sämtliche Bewegungsdaten wie Puls, zurückgelegte Strecke, Kalorienverbrauch und dergleichen während einer Sportsession oder einem Spaziergang gemessen und direkt analysiert werden.

Die Vorteile von Fitnessuhren

Egal, ob Sie den Fitness-Tracker für die Vorbereitung auf einen sportlichen Wettkampf oder für eine Challenge mit Ihnen selbst oder der Community nutzen wollen, die zugehörige App zeigt Ihnen immer und überall Ihren aktuellen Fortschritt. So können Sie Ihre Leistung mit Menschen aus aller Welt vergleichen und sich immer wieder neuen Herausforderungen widmen. Außerdem ist es möglich, sportliche Erlebnisse mit Freunden in sozialen Netzwerken zu teilen.

Für Vielbeschäftigte, die auch während dem Sport immer Up-to-Date sein wollen, fungieren Fitness-Tracker auch als Smartwatch. Nicht nur Frauen sehen den Mehrwert in dem sportlichen Mode-Accessoire, das auch zum Bürooutfit passt.

Worauf Sie bei der Auswahl einer Fitnessuhr achten sollten

Bei der Wahl Ihrer perfekten Fitness-Uhr sollten Sie jedoch nicht nur auf die Marke achten, sondern auch auf die Kompatibilität mit Ihrem Smartphone. Die meisten Tracker arbeiten in Kombination mit einer kostenlosen App, die man am Smartphone installieren muss. Sofern Ihre Fitness-Uhr mit Ihrem Smartphone-System harmoniert, können alle Funktionen problemlos abgerufen werden. Für Unentschlossene empfiehlt es sich eine Fitness-Uhr zu wählen, die sowohl mit App, und somit zusätzlich verfügbaren Fitness-Features, als auch ohne funktioniert.

Funktionen und Eigenschaften

Die Basisfunktionen wie dem Tracking der Aktivitätsminuten, der Schritte und dem Kalorienverbrauch besitzen alle. Je nach Vorliebe der Sportart(en) soll die Fitness-Uhr über spezielle Funktionen verfügen, was sich auch in einem höheren Preis niederschlägt.

  • GPS: Für Läufer und Radfahrer ist eine GPS-Funktion wichtig, denn so kann die zurückgelegte Strecke aufs Detail analysiert werden. In Verbindung mit einem barometrischen Altimeter werden auch die Höhenunterschiede rückverfolgt. Außerdem kann bei ausgewählten Sportuhren die gewünschte Route am Display angezeigt werden.
  • Wasserfest: Achtung! Bei der Frage zur Wasserdichtigkeit muss auf die Formulierung geachtet werden. Während manche Sportuhren nur robust gegen Spritzwasser und Schweiß sind, überzeugen spezielle Modelle mit garantierter Schwimmfestigkeit.
  • Pulsmesser: Während dem Ausdauertraining steigt der Puls und somit auch der obere Blutdruck. Dieser lässt sich mit einem integrierten Pulsmesser in der Gehäuseunterseite des Fitness-Armbands kontrollieren.
  • Automatische Aktivitätserkennung: Ein Spaziergang am Morgen, die Radtour am Nachmittag und abends die Treppen in den 5. Stock - werden erstmal alle Aktivitäten sorgfältig getrackt, steigt die Motivation für mehr Bewegung im Alltag. Die besten Sportuhren können zwischen 15 verschiedenen Trainingsmodi unterscheiden.
  • Schlafanalyse und Wecker: Manche Tracker messen auch im Schlaf weiter. Hierfür sollte die Armbanduhr nachts nicht abgenommen werden. Die Schlafanalyse umfasst Aufzeichnungen der Leicht- und Tiefschafphasen und der generellen Schlafkontinuität. Die Auswertung der aufgezeichneten Daten wird in der App grafisch angezeigt. Für ein optimales Aufwach-Erlebnis sorgt die intelligente Weckfunktion.

Fitnessuhren ohne Smartphone

Manche Sportuhren funktionieren auch ganz ohne Smartphone. Seien es Bedenken über die Sicherheit der eigenen Daten, der leere Handy-Akku oder die mangelnde Bewegungsfreiheit, die gegen die Mitnahme des Smartphones beim Sport sprechen. Keine Sorge, es gibt auch Fitness-Tracker, die ganz ohne App funktionieren und trotzdem die Basisfunktionen, wie einen Schrittzähler, besitzen. Manche verfügen zudem über einen integrierten MP3-Player.

Fitnessuhren mit Smartphone

Zum wahren Multifunktionsgerät wird ein Fitness-Tracker jedoch erst in Verbindung mit Ihrem Smartphone. So erhalten Sie Push-Nachrichten zu Ihren erreichten Zielen, können einen Inaktivitätsalarm als motivierende Erinnerung setzen und bekommen basierend auf Ihren Erfolgen personifizierte Ernährungsempfehlungen.

Weitere Kaufkriterien

Überlegen Sie sich vor dem Kauf, welche Messungen für Sie relevant sind. Je nach aktuellem Fitnessniveau und Neugier an neuen Sportarten eignen sich andere Modelle. Besitzen Sie bereits Fitness-Gadgets einer bestimmten Marke, ist es sinnvoll diese mit der neuen Fitness-Uhr zu koppeln. Jedoch sollten Sie auch die Kompatibilität mit Ihrem Smartphone in Ihre finale Entscheidung miteinbeziehen. Treffen Sie die richtige Wahl, wird Ihre Sportuhr zu Ihrem Fitness-Coach. Einsteigergeräte bieten die Möglichkeit von grafisch geführten Workouts und Atemübungen direkt von der Hand zu lernen. Vor allem wenn Sie Nacht-Aktiv sind, sollte der Display über ausreichende Lichtfunktionen verfügen. Nicht zu vergessen ist die Akku-Laufzeit. Es gibt nichts Nervigeres als einen leeren Akku während der Aktivitätsaufzeichnung: Kein Akku bedeutet eben kein Tracking. Zu guter Letzt ist die Optik ein wichtiges Kaufkriterium.

Fitnessuhr oder Smartwatch?

Mit Sportuhren, Fitness-Trackern und Smartwatches haben wir drei auf den ersten Blick recht ähnliche Wearables im Test, die nicht immer leicht voneinander abzugrenzen sind. Außerdem sollte eine Sportuhr wasserdicht und von Gehäuse und Armband her für sportliche Aktivitäten ausgelegt sein. Im Gegensatz zu den Sportuhren lassen sich Smartwatches mit zusätzlichen Apps bestücken. Sportuhren legen ihren Fokus dagegen, wie es der Name schon verrät, ganz klar auf sportliche Aktivitäten. Neben der Pulsmessung erfassen die Begleiter am Handgelenk darüber hinaus auch den Kalorienverbrauch, zurückgelegte Schritte, Blutsauerstoffgehalt, überwundene Höhenmeter und Distanzen.

Display Technologien

Sportuhren unterscheiden sich hauptsächlich im Display, in der Ausstattung und beim Bedienkomfort. Sogenannte AMOLED-Displays, wie sie in der Regel auch bei Smartwatches zum Einsatz kommen, sind super hell, haben leuchtende Farben, ein sattes Schwarz und eine tolle Blickwinkelstabilität. Sogenannte transflektive MIP-Displays (Memory in Pixel) sind demgegenüber recht kontrastarm und blass. Am besten sehen diese im Freien bei ausreichend hellem Umgebungslicht aus. In abgedunkelten Umgebungen aktiviert man am besten die Display-Beleuchtung, falls vorhanden. Vorteil: Die MIP-Display-Technik ist sehr stromsparend, dadurch sind lange Akkulaufzeiten von 20 Tagen und mehr möglich.

Funktionsumfang und Bedienkomfort

Wer sich eine Sportuhr zulegt, sollte unbedingt vorher definieren, welche Funktionen einem wichtig sind. Garmin bietet beispielsweise eine riesige Fülle an Sportuhren an, die einen teilweise gigantischen Funktionsumfang bieten. Das ist allerdings nur für diejenigen praktisch, die diese Optionen auch wirklich benötigen und nutzen. Denn der Bedienkomfort leidet darunter. Man muss sich Zeit nehmen, die Handbücher durcharbeiten und Schritt für Schritt lernen, was alles möglich ist.

Ein Unterscheidungskriterium von Sportuhren besteht noch in der Genauigkeit, wie Messdaten erfasst werden. Herzfrequenz, Distanzen und Höhen sollten möglichst präzise sein.

Ausstattung und Sportarten

Natürlich gilt: Die Ausstattung hängt vom spezifischen Anwendungszweck ab. Grundsätzlich und unabhängig von der Preisklasse ist ein Beschleunigungssensor wichtig, der ganz allgemein Bewegungen erfasst - also Schritte, Schwimmzüge, Radtouren oder teilweise auch Übungswiederholungen im Kraftraum. Zwar berechnen einige Sportuhren die Höhe anhand des GPS-Sensors, exaktere Ergebnisse liefert jedoch ein Barometer - ein wichtiges Extra für Wanderer. Höherwertigere Sportuhren erlauben das Koppeln mit einem Brustgurt. Ein Brustgurt kann die eigene Herzfrequenz sehr exakt messen. Wer sich in einer bestimmten Sportart verbessern will, sollte darauf achten, dass die Uhr Trainingspläne individuell erstellt oder zumindest das Anlegen von Trainingsplänen gestattet. Auch hinterlegte Workouts sind sinnvoll.

Akkulaufzeit

Soll eine Sportuhr möglichst lange durchhalten, ist ein transflektives MIP-Display einem OLED vorzuziehen.

Top Sportuhren im Test

Im Folgenden werden einige der besten Sportuhren auf dem Markt vorgestellt, die in verschiedenen Tests gut abgeschnitten haben:

Garmin Venu 3

Die Garmin Venu 3 ist leicht, unauffällig und punktet durch zahlreiche präzise Fitnesswerte. Sie eignet sich aufgrund ihres schlanken Designs als »normale« Armbanduhr und ist nicht so wuchtig wie andere Outdoor-Sportuhren, die man im Alltag kaum tragen kann. Die Garmin Venu 3 ist für uns die beste Sportuhr für die meisten Hobby- und professionelleren Sportler. Die Venu 3 punktet mit vielen sinnvollen Funktionen, einer guten Gesundheitsüberwachung, soliden Trainingsoptionen und einem eleganten Design. Vor allem die Akkulaufzeit beeindruckt: Im Alltagsmodus ohne GPS hält die Uhr gut 3,5 Tage durch. Generell ist die Bedienung gut. Das OLED-Display ist hell und scharf. Auch mit Blick auf die Sportfunktionen gibt es wenig zu kritisieren. Die erforderlichen Sensoren zur Körperanalyse sind an Bord, zur Vollständigkeit fehlt nur die EKG-Messung.

Hauptmerkmale:

  • Schlankes Design
  • Präzise Fitnesswerte
  • Gute Gesundheitsüberwachung
  • Solide Trainingsoptionen
  • Lange Akkulaufzeit
  • Helles und scharfes OLED-Display

Suunto Race

Optisch ein Leckerbissen, wenn auch ein ziemlicher Koloss, ist die Suunto Race. Das finnische Traditionsunternehmen hat mit der Race eine super hochwertig verarbeitete Sportuhr mit großem Display auf den Markt gebracht. Das 1,43 Zoll große AMOLED-Display löst mit 466 x 466 Pixeln auf und liefert brutal sattes Schwarz, leuchtende Farben und eine ausgezeichnete Schärfe. Eine Always-on-Funktion ist ebenfalls wie eine automatische Helligkeitsregulierung vorhanden. Auch im Freien gelingt die Ablesbarkeit von Fitnesswerten mühelos. Gegenüber den Spitzenmodellen von Garmin hat Suunto die Nase vorn, das Handling ist intuitiver, der Funktionsumfang allerdings auch nicht so ausufernd. Deshalb findet man sich in der Suunto-Uhr schnell zurecht.

Hauptmerkmale:

  • Hochwertige Verarbeitung
  • Großes, scharfes AMOLED-Display
  • Intuitive Bedienung
  • Umfangreiche Sportmodi
  • Feedback zur Trainingsbelastung und Erholungsphasen

Multisportuhren für Triathlon

Auch im Triathlon ticken die Uhren nicht anders. Doch was braucht eine gute Triathlonuhr? Im Grunde sind die Mindestanforderungen an eine Triathlonuhr ähnlich wie jene an eine Laufuhr. Eine GPS-Funktion ist heutzutage schon bei Smartwatches und Activity-Trackern selbstverständlich. Wasserdichtigkeit ebenso. Ob diese bis 30, 50 oder 100 Metern Tiefe angegeben ist, spielt letztlich keine nennenswerte Rolle.

Was eine Sportuhr zu einer Triathlonuhr macht, ist die Unterstützung mehrerer Sportarten. Da du beim Triathlon deine Uhr neben dem Laufen noch für mindestens zwei weitere Sportarten nutzen möchtest, erleichtern dir verschiedene Sportprofile, beim Training den Überblick zu behalten, da die verschiedenen Daten sportartspefizisch aufgezeichnet werden. Beispiel: Die Geschwindigkeit wird beim Schwimmen meist in Minuten pro 100 Meter angegeben, während beim Radfahren Kilometer pro Stunde und beim Laufen Minuten pro Kilometer genutzt werden. All das kannst du bei den unterschiedlichen Sportprofilen individuell an deine Bedürfnisse anpassen.

Funktionen für Triathleten

Für deinen Triathlon macht es Sinn, gleich ein entsprechendes Triathlon-Sportprofil auszuwählen oder zu programmieren, sodass du nur noch starten und stoppen, aber nicht noch manuell die Disziplin auswählen musst. Wer bei einem Langdistanz-Triathlon (Ironman) dabei ist und nicht zur Elite zählt, wird wohl weit mehr als zehn Stunden für die 3,8 Kilometer im Wasser, 180 Kilometer auf dem Rad und 42,2 Kilometer in Laufschuhen unterwegs sein. Wer den Zielschluss ausreizt, braucht eher 17 Stunden Akkulaufzeit. Aber eine ausreichend lange Akkulaufzeit ist nicht nur für den Wettkampf wichtig, sondern auch für all das Training - wer hat schon Lust, die Uhr jeden Tag aufzuladen.

Dennoch sollte eine gute Triathlonuhr ermöglichen, weitere Sensoren zu verbinden, um etwa die Leistung eines Wattmesssystems beim Radfahren, die Herzfrequenzwerte eines Brustgurtes oder die Daten eines Rollentrainers zu erfassen. Meist funktioniert das Koppeln von zusätzlichen Sensoren mittels ANT+ oder - immer häufiger - Bluetooth.

Empfehlenswerte Triathlonuhren

Einige empfehlenswerte Triathlonuhren sind:

  • Polar Vantage M3
  • Coros Pace Pro
  • Garmin Forerunner 265
  • Suunto Vertical
  • Garmin Forerunner 965
  • Apple Watch Ultra 2

Weitere Sportuhren im Überblick

Es gibt eine Vielzahl weiterer Sportuhren auf dem Markt, die sich für verschiedene Sportarten und Bedürfnisse eignen. Hier eine kleine Auswahl:

  • Fitbit Versa 3
  • Garmin Fenix 6
  • Huawei Watch Fit
  • Garmin Forerunner 945
  • Samsung Galaxy Watch Active 2
  • Apple Watch Series 6
  • Polar Vantage M2
  • Garmin vivoactive 3 Music
  • Honor Watch GS Pro
  • Garmin Fenix 8

Fitness-Tracker im Vergleich

Fitness-Tracker sind letztlich nichts anderes als clevere Armbanduhren. Denn alle Fitness-Tracker besitzen ein Display und informieren auf einen Blick über Uhrzeit und Datum. Im Test fiel auf, dass man sich sehr schnell an eine Fitnessuhr gewöhnt. Waren die Sport-Armbänder einst mal als simple Schrittzähler konzipiert, so ist das inzwischen nur noch die Basisfunktion.

Wer sich einen Fitness-Tracker zulegen will, sollte sich bewusst sein, dass die Tracker keine exakten Daten ermitteln. Denn nicht immer werden Schritte tatsächlich als Schritte gemessen oder Bewegungen richtig zugeordnet. Wer zum Beispiel einen Kinderwagen schiebt, bewegt seine Arme nicht. Die Folge: Die meisten Fitness-Tracker registrieren keine Schritte.

Einige empfehlenswerte Fitness-Tracker sind:

  • Huawei Band 8
  • Amazfit Band 7
  • Honor Band 7
  • Xiaomi Smart Band 8

Fazit

Die Wahl der richtigen Fitnessuhr hängt von Ihren individuellen Bedürfnissen und Vorlieben ab. Überlegen Sie sich, welche Funktionen Ihnen wichtig sind, welche Sportarten Sie ausüben und wie viel Geld Sie ausgeben möchten. Mit der richtigen Fitnessuhr können Sie Ihre sportlichen Ziele erreichen und Ihren Alltag aktiver gestalten.

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