Die Donau, ein Fluss von beeindruckender Schönheit und historischer Bedeutung, bietet eine einzigartige Möglichkeit, Europa auf entspannte und zugleich aktive Weise zu erkunden. Eine Flusskreuzfahrt mit dem Fahrrad kombiniert den Komfort einer luxuriösen Schiffsreise mit der Freiheit und Flexibilität, die Umgebung auf zwei Rädern zu entdecken. Diese Art des Reisens erfreut sich wachsender Beliebtheit, da sie es ermöglicht, die Kultur, die Landschaft und die Menschen entlang der Donau intensiv zu erleben.
Die ideale Kombination: Rad und Schiff
Seit über 20 Jahren ist das Konzept der Radkreuzfahrt ein Erfolg. Ihr Zimmer reist mit! Flusskreuzfahrt auf einem luxuriösen Schiff und Radwandern werden zu einer genussvollen Radkreuzfahrt vereint. Nach einem erlebnisreichen Radwandertag kehren Sie zurück in Ihre behagliche Kabine an Bord. Abends ist der Weg ins bordeigene Restaurant nicht weit, wo Sie entspannt das Abendessen genießen können, während die Flusslandschaft der Donau gemächlich an Ihnen vorbeizieht.
Die Reise führt durch 4 Länder und den Kern des alten habsburgischen Reiches von Passau über Wien nach Budapest und am Ende nach Passau zurück. Auf sorgfältig ausgesuchten Radrouten erschließt sich Ihnen diese entzückende Region weitaus mehr, als wenn Sie lediglich die Kreuzfahrt unternehmen würden. Sie radeln durch die Wachau und die bezaubernde Landschaft des Donauknies, kosten Grünen Veltliner und wandeln auf den Spuren der Nibelungen.
Reiseverlauf und Highlights entlang der Donau
Passau: Der Startpunkt
Individuelle Anreise nach Passau. Die bayerische 3-Flüsse-Stadt Passau mit ihrer charmanten Altstadt zwischen Donau und Inn ist der Startpunkt Ihrer Reise. Um 15:15 Uhr begrüßt Ihr Reiseleiter Sie an Bord. Das Schiff legt um ca. 16.00 Uhr ab in Richtung Wien. Bis spätestens 15:30 Uhr müssen Sie an Bord des Schiffes sein, da das Schiff pünktlich ablegt und flussabwärts Richtung Wien fährt.
Nur 14 km nach der Abfahrt erreicht das Schiff einen ersten landschaftlichen Höhepunkt: Die Schlögener Schlinge. Hier bahnt sich die Donau ihren Weg durch das böhmische Massiv in mehreren Mäandern. An der Schlinge wendet sich der Fluss in einer engen, nach links gekurvten Kehre um 180° woran sich eine weitere 180°-Kehre anschließt!
Wien: Kultur und grüne Oasen
Am Vormittag gleitet das Schiff vorbei an den bewaldeten Hängen des Wiener Waldes und erreicht um die Mittagszeit Wien. Nach dem Mittagessen an Bord stehen die Räder für Sie am Ufer bereit. Direkt am Schiffsanleger beginnt die Radetappe. Über die Reichsbrücke gelangen Sie auf die langgestreckte Donauinsel, die bei den Wienern als Freizeit- und Badeareal beliebt ist. Auf der nördlichen Donauseite liegt die Auenlandschaft von Lobau.
Im Nationalpark Donau-Auen werden zahlreiche Wasservögel und andere bedrohte Tier- und Pflanzenarten geschützt, die durch die Begradigung der Donau und dem Ausbau zur großen Wasserstraße bedroht sind. Der Radweg führt über die Donauinsel durch das Vergnügungsparadies der Wiener, den Prater. Von hier aus kommen Sie wieder zurück zum Schiff am Donauufer. Wenn Sie mögen, können Sie den Abend in der Innenstadt von Wien verbringen. Das Schiff bleibt über Nacht in Wien. Ihre Reiseleitung zeigt Ihnen, wie Sie am besten in die Stadt kommen.
Auch heute können Sie morgens direkt von der Anlegestelle aus “losradeln”. Flussaufwärts geht es an Wien vorbei auf die steil abfallenden Hänge des Wiener Waldes zu, den die Wiener seit jeher als “Nase” bezeichnen. Mit dem E-Bike radeln Sie hinauf zu einem grandiosen Aussichtspunkt mit herrlichem Blick auf Wien und die Donau! Hier entschied sich während der 2. Es folgt eine genussreiche Abfahrt, die Sie mühelos nach Klosterneuburg führt.
Das Stift von Klosterneuburg war im Hochmittelalter ein Zentrum von Kunst und Kultur. Karl VI. ließ Klosterneuburg im barocken Stil umbauen und machte es zu einem steingewordenen Symbol für die Verbindung von Gottes- und Kaiserreich, zu einem österreichischen Escorial. Von Klosterneuburg aus gelangen wir wieder - nahezu verkehrsfrei - zurück zu unserem Schiff in Wien. Am Abend verlässt die A-ROSA Bella Wien und fährt flussabwärts Richtung Ungarn.
Am Vormittag erhielten wir während einer Stadtrundfahrt einen ersten Einblick, stiegen beim Hundertwasserhaus aus und unternahmen einen Bummel von der Staatsoper über die Spanische Hofreiterschule bis hin zum Stephansdom. Nach einem Mittagessen an Bord wurden wir von unserem Radreiseleiter Horst bereits erwartet. Auf guten Radwegen ging es zunächst zum Wiener Prater mit dem weltberühmten Riesenrad. Ab hier lernten wir die grüne Seite der Stadt kennen. Durch den Park Prater radelten wir gemütlich zur Donaustadtbrücke und wechselten auf die Donauinsel.
Esztergom: Geschichte und beeindruckende Architektur
Während Sie sich an einem verführerischen Frühstücksbuffet stärken, legt das Schiff in Esztergom an. Ein Blick an Land lässt uns staunen: Über uns erhebt sich der Burgberg Esztergoms mit der gewaltigen Basilika, dem größten Sakralbau Ungarns. Es war einst Krönungsort der ungarischen Herrscher. Esztergom gilt als eine der ältesten Siedlungen des Landes und wird im Nibelungenlied als Burg des sagenhaften Hunnenkönigs Etzel erwähnt.
Wir besichtigen die Anlage und Sie erfahren, wieso dieser Ort einen wichtigen Platz in der ungarischen Geschichte einnimmt. Danach kurzer Transfer zur Burg Visegrad am Donauknie. Das Donauknie gehört zu den malerischsten Regionen am Donauufer. Oberhalb der Flussschleife liegt die uralte Burg Visegrad. Nach einem kurzen Abschnitt auf einer verkehrsreichen Straße gelangen wir über eine kleine Fähre auf die langgestreckte Insel im Donauknie. Hier erwartet uns ländliche Idylle. Mehr als 20 km führt unsere Route über die Insel Szentendrei-sziget Richtung Süden.
So haben wir uns am Morgen auf unsere Fahrräder geschwungen und radelten entlang des Donauufers in Richtung der Helemba Insel. Diese waldreiche Strecke mit den sandbedeckten Ufern und asphaltierten Radwegen war sehr angenehm zu fahren. Anschließend führte uns der Weg zurück, am Schiff vorbei und über die Maria-Valeria-Brücke nach Sturovo in der Slowakei. Vom hiesigen Ufer konnten wir einen herrlichen Blick auf die Basilika und die danebenliegende, geschichtsträchtige Burg genießen. Zurück über die Brücke ging es schließlich in die Altstadt von Esztergom.
Am Hauptplatz war noch Zeit für die Einkehr in eines der zahlreichen Cafés und Einkaufsgelegenheit für ungarische Salami und andere Mitbringsel. Danach folgte ein leichter Anstieg zur Sankt-Adalbert-Kathedrale. Sie ist die größte Kirche Ungarns, besonders markant ist die 100 Meter hohe Kuppel, die von zwei monumentalen Glockentürmen flankiert wird. Hier hatten wir genügend Zeit um die Kathedrale von innen zu besichtigen und den Blick über die beschauliche Stadt schweifen zu lassen. Kurz vor dem Mittag radelten wir dann bergab und unserem Schiff entgegen.
Budapest: Die Perle an der Donau
Fast ein ganzer Tag in Budapest (ohne Rad) zur freien Verfügung! Der Schriftsteller Péter Esterházy nannte Budapest „die Dame mit der Donau zwischen den Brüsten“. Der Fluss trennt majestätisch die Stadt in die beiden Teile Buda und Pest, die mit herrlichen Brücken verbunden sind. Die Höhepunkte des Stadtteils Pest ist das monumentale Parlamentsgebäude und der „Heldenplatz“.
Nicht weit vom Flussschifffahrtshafen entfernt liegt die berühmte Markhalle von 1897, ein basilikaartiges Gebäude, das auf einer Stahlkonstruktion basiert. Die öffentlichen Verkehrsmittel in Budapest sind gut ausgebaut, die Stadt wird mit Metro, Straßenbahn, Trolley und Bus bedient. Gegen 16:00 Uhr legt die A-ROSA BELLA ab, um flussaufwärts wieder Richtung Deutschland zu fahren. Abendessen und
Gemeinsam mit unserer Rad-Reiseleiterin Kratofil radelten wir zunächst durch die Innenstadt von Budapest. Durch die Straßen ging es zunächst zur St.-Stephans-Basilika auf der Pester Stadtseite. Über den Freiheitsplatz führte uns unsere Reiseleiterin zum Parlamentsgebäude, wo gerade die Wachablösung stattfand. Hier wurde die Fahrt dann ruhiger und wir radelten entlang der Donau zur Margareteninsel. Hier waren wir nicht die Einzigen - bei diesem herrlichen Wetter verbrachten viele Budapester ihre Freizeit auf den zahlreichen Sport- und Parkanlagen der Insel. Durch die angenehm schattigen Straßen erreichten wir das Japanische Palais mit seinen Spazierwegen, einem Koiteich und den Lotusblumen. Der nächste Stopp war bei den bewachsenen Ruinen einer Klosteranlage aus dem 13. Jahrhundert.
Bratislava: Hauptstadt der Slowakei
Am Morgen legt unser Schiff in Bratislava an. der Hauptstadt der Slowakei. Von außen gibt sich das Stadtbild noch immer etwas spröde sozialistisch, aber die Altstadt ist hübsch renoviert und strahlt wie Wien und Budapest den alten Glanz des Habsburger Reiches aus. Preßburg hieß die Stadt bis zur Gründung der Tschechoslowakei. Bratislava wurde 1993 durch die Trennung von der Tschechei zur Hauptstadt der Slowakei.
Die Radetappe beginnt in Hainburg an der sogenannten „Donaupforte“ kurz hinter der Grenze zu Österreich. Über die riesige Anlage des Schloss Hof kehren Sie zurück in die Slowakei und radeln bis zur Burgruine Devín oder - wenn Sie 2 km mit Autoverkehr nicht scheuen - am Donauufer zurück bis hinein in die barock geprägte, gemütliche Altstadt. Am Nachmittag verlässt das Schiff Bratislava.
Unsere ursprünglich geplante Radtour fiel leider, im wahrsten Sinne des Wortes, ins Wasser, denn seit dem Mittag schüttete es wie aus Eimern. Um auch den Radgästen einen Ausflug im Trockenen anbieten zu können, wurde schnell ein weiterer Bus organisiert und wir unternahmen eine Stadtrundfahrt. Vorbei an der Altstadt erreichten wir zunächst die Pressburg, unternahmen einen kleinen Spaziergang entlang der Mauern und konnten den Blick über die Stadt genießen. Ursprünglich war sie Residenz der ungarischen Könige und beherbergt heute das historische Museum. Zum Glück war Petrus gnädig mit uns und der Regen ließ immer dann nach, wenn wir den Bus verlassen haben, um die Stadt zu Fuß zu erkunden. Nach einer kurzen Fahrt gelangten wir schließlich ans Donauufer, unweit der Altstadt. Hier führte unser Guide uns durch die Altstadt, zeigte uns den Martinsdom, den Hauptplatz mit dem alten Rathaus, den Cumil und schließlich das Nationaltheater.
Wachau: Malerische Weinberge und Stifte
Während Sie frühstücken gleitet das Schiff durch die wunderbare Landschaft der Wachau. Die A-ROSA Bella legt am Morgen (ca. 8:15 Uhr) für unsere Radlergruppe in Krems an und wir fahren zunächst nach Dürnstein, dem wohl berühmtesten aller Weinbauorte in der Wachau. Dürnstein liegt malerisch an der Donau, umgeben von Weinbergen und zu Füßen einer alten Burg. Seit dem 30-jährigen Krieg ist sie eine romantische Ruine und erinnert daran, dass dort König Richard Löwenherz ein prominenter Gefangener war.
Die weitere Radroute nach Weißenkirchen führt schon bald hinter Dürnstein durch Weinterrassen mit kleinen Winzerhäuschen. Sobald wir eine malerische Häuserzeile mit Heurigenschänken erreicht haben, sind wir dem Weinbaudorf Weißenkirchen mit seiner eindrucksvollen gotischen Wehrkirche aus dem 14. Jahrhundert nahe. Sie passieren weitere malerische Winzerorte wie St. Michael, Spitz und Willendorf. In Willendorf wurde 1908 die knapp 30.000 Jahre alte Statuette „Venus von Willendorf“ gefunden!
Morgens nach dem Frühstück empfing uns bereits an der Anlegestelle in Dürnstein unser Guide Peter. Entlang der Donau aber gegen den Wind radelte unser Reiseleiter voraus. Durch das charmante Dürnstein mit seinem Stift mussten wir die Räder schieben, hatten dafür umso mehr Zeit einen Blick in die Weinstuben und kleinen Geschäfte zu werfen. Vorbei an der Burgruine und der markanten Felsformation „Nase“ führte der Radweg entlang herrlicher Weinberge durch Weissenkirchen, St Michael und Spitz nach Melk. Unterwegs war noch Zeit für ein kleines Getränk, bei dem wir von der Sonnenterrasse des Restaurants beobachten konnten, wie unsere MS Rossini uns „überholt hat“.
Hier erzählte unser Guide Peter die Geschichte der „Venus von Willendorf“, deren Fundort heute von einer lebensgroßen Statue geziert wird. Durch den starken Gegenwind erreichten wir Melk etwas später, freuten uns dafür umso mehr auf ein stärkendes Mittagessen.
Tipps für Ihre Rad- und Schiffsreise
- Planung: Buchen Sie Ihre Reise frühzeitig, um von Frühbucherrabatten zu profitieren und sicherzustellen, dass Sie die gewünschte Kabinenkategorie erhalten.
- Fahrradwahl: Wählen Sie ein geeignetes Fahrrad für die Touren. E-Bikes sind besonders empfehlenswert, um die Landschaft entspannt genießen zu können.
- Ausrüstung: Packen Sie wetterfeste Kleidung, einen Fahrradhelm und bequeme Schuhe ein.
- Flexibilität: Seien Sie flexibel und passen Sie Ihre Pläne an das Wetter und Ihre persönlichen Vorlieben an.
Anbieter und Erfahrungen
Es gibt eine Vielzahl von Anbietern für Flusskreuzfahrten mit dem Fahrrad auf der Donau. Einige beliebte Anbieter sind:
- terranova
- A-ROSA
- radreisen.at
Die Erfahrungen mit diesen Reisen sind überwiegend positiv. Viele Reisende loben die gute Organisation, die abwechslungsreichen Routen und die Möglichkeit, die Donau und ihre Umgebung auf aktive Weise zu erleben.
Fazit
Eine Flusskreuzfahrt mit dem Fahrrad auf der Donau ist eine unvergessliche Erfahrung, die es ermöglicht, die Schönheit und Vielfalt Europas auf einzigartige Weise zu entdecken. Ob Kultur, Geschichte, Natur oder kulinarische Genüsse - auf dieser Reise kommt jeder auf seine Kosten.
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