Fly Bike Werke Geschichte: Die Wiederbelebung einer deutschen Fahrradmarke

Die Marke Möve hat eine lange und bewegte Geschichte. Von 1897 bis 1947 wurden die beliebten Möve-Fahrräder von der Firma Walter & Co. GmbH hergestellt und vertrieben und war damit neben Mifa, IFA und Diamant eine der ältesten Fahrradmarken Deutschlands.

Nach der Teilung in Ost- und Westdeutschland wurden Möve-Fahrräder von 1948 bis 1961 durch das VEB Möve-Werk Mühlhausen in Mühlhausen/Thüringen hergestellt. Danach lag die Fahrradmarke brach.

Der Grundstein für das heutige Denken wurde somit bereits 1930 gelegt: „Im Flug durch’s Land mit Möve“ so der damalige Werbespruch, der alten Möve. Dieser Slogan ist so eine Art Leitsatz geworden und führte am 4. November 2014 mit Tobias Spröte (Gründer/Geschäftsführer), Marcus Rochlitzer (Gründer/Chefentwickler) und Dominik Burre (Gründer) zur Entstehung der Möve Bikes GmbH, um den Geist der seit 1961 stillstehenden Möve-Werke wieder aufleben zu lassen.

Und natürlich, um die Geschichte der zweitältesten Fahrradmarke Deutschlands weiterzuschreiben.

Vor 100 Jahren startet die Erfolgsgeschichte des japanischen Unternehmens Shimano mit einem Freilauf. Klein, 40 Quadratmeter, als Werkstatt. Nein, nicht um Messer zu produzieren, wie’s alle ringsum machen. Vielmehr beseelt von der Vision, das Fahrrad zu beflügeln, erfindet und entwickelt er den 3.3.3.-Freilauf. Das Produkt ist erfolgreich: 1930, also keine zehn Jahre nach Gründung von „Shimano Iron Works“, fertigt er mit 20 Mitarbeitern diverse Varianten.

Unglaubliche 60.000 Freiläufe pro Monat! Folglich wagt man 1931 den Export. Mehrere Generationen der Shimano-Familie, getrieben vom Firmencredo „Näher an der Natur, näher am Menschen“, sorgen für eine internationale Ausrichtung.

Neun Jahre später erweitern die Japaner übrigens erstmals ihr Produkt-Portfolio - und starten die Herstellung von Angelrollen. In deren Innenleben filigrane Präzisionstechnik wie bei Fahrradschaltungen.

Für die Fahrrad-Branche entwickelt Shimano nun Umwerfer und Kurbelsätze für Touren- und Rennräder, die aber in Europa zunächst keine Abnehmer finden. Man glaubt es kaum: Anfang der 1980er war die Marke aus dem Land des Lächelns nahezu unbekannt in der Radszene Europas.

Ermutigt durch erste Rennsport-Erfolge und ihr neues Standing in der Fahrradbranche richten 1972 die Strategen aus Sakai in Düsseldorf eine europäische Zentrale ein. Erste Podium-Plätze im Radrennsport, von medialem Rückenwind beflügelt - die hochwertige Dura-Ace-Serie für Rennräder legt einen Siegeszug bei ambitionierten Rennradfahrern hin.

Der Knaller dann 1982: Shimano wird zum technischen Wegbereiter des Mountainbikes, die MTB-Gruppe „XT“ feiert Premiere. Die Biker sind begeistert, jeder will sie haben, sie ist eine lebende Legende.

Bei Schaltungsgruppen dagegen ist die Marke weltweit die Nummer 1. Die Japaner führten übrigens als erste aufeinander abgestimmte Gruppen in einer Leistungsklasse ein - aus Schaltwerk, Ritzel (bzw. Nabenschaltung bei Stadträdern), Umwerfer, Lagern, Kurbeln, Bremsen, Schalt- und Bremshebeln.

Ein Geschwader von hochspezialisierten Ingenieuren entwickelt stetig Neuerungen in der Antriebs- und Bremstechnik, gegengecheckt weltweit von unzähligen Touren- und Profi-Testfahrern. Elektronische Schaltungen gibt es im Rennsport- wie im MTB-Bereich - echte Revolutionen im Fahrradbereich.

Beim Rennen um die Pole-Position im E-Bike-Bereich muss allerdings Shimano dem schwäbischen Konzern Bosch den Vortritt lassen.

Jährlich werden fast vier Millionen Fahrräder in Deutschland gekauft. Drei Millionen Autos werden hierzulande jedes Jahr neu zugelassen - aber fast vier Millionen Fahrräder gekauft. Im Schnitt für 520 Euro. Vor allem der Trend zum Elektrofahrrad hält weiter an.

Zum Beispiel aus Cloppenburg, einem Zentrum der deutschen Fahrradproduktion. Kaum jemand kennt die niedersächsische Kreisstadt. Ringsum: Plattes Land. Kuhweiden, Maisfelder, soweit das Auge reicht. Keine Steigung, kein Gefälle.

700 Beschäftigte produzieren bei Derby Cycle in Cloppenburg rund eine halbe Million Fahrräder in Jahr. 2800 pro Tag. Das ist ein Achtel der deutschen Produktion. Den Vorläufer der traditionsreichen Fabrik hatte gleich nach dem ersten Weltkrieg der Landbriefträger Heinrich Kalkhoff gegründet.

"Wir verstehen uns als Komplett-Anbieter. Wir haben ja mehrere Marken“, sagt Thomas Raith, Vorsitzender der Geschäftsführung. Die enorme Vielzahl von Modellen erfordert eine präzise Organisation der Betriebsabläufe. An Laufbändern unter der Decke ziehen soeben ausgepackte und vorgearbeitete graue Alurahmen an uns vorbei.

"Natürlich ist eine breite Modellvielfalt schwieriger zu handeln für einen Hersteller." Nicht nur eine Vielzahl von Modellen wird gleichzeitig hergestellt, sagt Pressesprecher Arne Sudhoff.

Der Markt ist also immer in Bewegung, offen für alle möglichen Innovationen und dabei sehr preissensibel. Die raschen Modellwechsel sind auch eine Folge des kräftigen Innovationsschubs, der die Branche seit einigen Jahren erfasst hat.

Das Fahrrad von heute aber ist kein "Drahtesel" mehr, sondern oft ein anspruchsvolles High-Tech-Produkt. Und "Fahrrad" möchte das Vehikel eigentlich gar nicht mehr genannt werden. Sondern modisch: "Bike". Und vom positiven besetzten "Bike" möchten selbst Autohersteller profitieren.

450.000 E-Bikes wurden im vergangenen Jahr in Deutschland verkauft - jedes achte Fahrrad wird inzwischen elektrisch unterstützt. Nachhilfe aus dem Akku gibt es nicht nur für gemütlich dahinrollende Stadt- oder Tourenräder. Selbst Mountainbikes sind mit Elektromotor erhältlich.

Cycle Union ist ein relativ junges Unternehmen, das auf drei Marken setzt: VSF Fahrradmanufaktur, Rabeneick und Kreidler. Außerdem fertigen die Oldenburger die leuchtend gelb lackierten Briefträger-Räder für die Deutsche Post.

3,8 Millionen Fahrräder und E-Bikes wurden 2013 in Deutschland verkauft. Eine stolze Zahl, verglichen auch mit der Autoindustrie. Denn im selben Zeitraum wurden nur 3 Millionen Autos neu zugelassen.

Das Fahrrad hat sich durchgesetzt - komme es nun aus den großen Fabriken oder aus kleinen, handwerklich arbeitenden Manufakturen. Und die Kunden sind bereit, für ein Fahrrad immer tiefer in die Tasche zu greifen. Kostete das Rad im Schnitt vor fünf Jahren noch 446 Euro, liegt der Durchschnittspreis heute bei 520 Euro.

Jedes zweite in Deutschland verkaufte, fertig montierte Fahrrad übrigens wird importiert. Wichtigstes Herkunftsland mit mehr als einer halben Million Rädern ist Kambodscha, gefolgt von Taiwan, dem Sitz von Weltmarktführer Giant, sowie Polen und Litauen.

Im sagenhaften Fahrrad-Imperium Volksrepublik China werden trotz Auto-Booms jährlich immer noch 86 Millionen Räder hergestellt, das sind 58 Prozent der Weltproduktion.

Trotzdem landet China mit einem Anteil von bloß vier Prozent in der deutschen Importstatistik auf einem der hinteren Plätze. Die Volksrepublik ist derzeit das einzige Land, das der Bannstrahl des Anti-Dumping-Zolls, der chinesische Fahrräder teurer macht, trifft.

Die deutsche Fahrradindustrie kann auf staatliche Export-Subventionen nicht hoffen. Sie ist - nach Italien - Europas zweitgrößter Produzent und verkaufte 2013 fast 1,3 Millionen Vehikel ins Ausland, ganz überwiegend in EU-Länder. Größter Abnehmer ist das Fahrradparadies Niederlande.

Mifa liefert nach wie vor an Großkunden wie Aldi und Metro. Für Daimler-Benz stellt man Smart-Fahrräder her. Ein kleiner Teil des Vertriebs wird heute mit dem Argument des "unschlagbaren Preis-/Leistungsverhältnisses" übers Internet und zwei Outlet-Stores abgewickelt.

Derby Cycle, Union Cycle, Mifa - die deutsche Fahrradindustrie ist abhängig von global agierenden Zulieferern meist aus dem asiatischen Raum. Das fängt schon beim Rahmen an, dem Herzstück jedes Fahrrads.

Tatsächlich ist die Abhängigkeit der Hersteller von Zulieferern aus Übersee auch ein logistisches und betriebswirtschaftliches Problem. Nicht zuletzt wegen des raschen Modellwechsels, der eine zuverlässige, lückenlose Nachschubkette erfordert.

Alternative Bezugsquellen sind bei vielen Komponenten für Standard-Fahrräder auf dem europäischen Markt durchaus vorhanden.

Entgegen dem Branchentrend behaupten sich noch einzelne Unternehmen, die jeden einzelnen Rahmen nach dem persönlichen Aufmaß des künftigen Fahrers aus Stahl schmieden. Zum Beispiel die kleine Manufaktur Patria aus Bielefeld. Seine Firma spiele durchaus eine Sonderrolle in der Branche.

Hier arbeiten 20 Beschäftigte auf traditionell handwerklicher Grundlage am „Fahrrad von A bis Z“. "Wir können die Qualität von Anbeginn kontrollieren, wir geben 15 Jähre Garantie. Stahl und Stahl zu verarbeiten mit Muffen ist das haltbarste Verfahren... keine Kompromisse".

Kaum ein Rad, das unsere Manufaktur verlässt, gleicht dem anderen. Unser Anspruch ist es für jeden das perfekte Bike zu bauen.

Gerne passen wir daher unsere Räder deinen individuellen Wünschen an. Das können kleine Änderungen sein, wie ein anderer Sattel oder andere Griffe bis hin zur Wunschfarbe und angepasster Sitzposition.

Durch unseren Fahrradkonfigurator, kannst du online gleich dein Traumrad zusammenstellen und anschauen. Hier findest Du einige Beispiele, was alles möglich ist. Bitte zögere nicht, Dich bei uns zu melden, wenn Du eine spezielle Ausstattung suchst. Uns ist keine Vorstellung zu abgefahren, nicht wenigstens darüber nachzudenken, was möglich ist.

Ich habe in meinem "Radlerleben" ohne Übertreibung locker 100.000 km auf der Uhr. Das Rad ist in jeder Hinsicht ein Traum! Jeder Kilometer und jeder Tritt ist egal ob mit oder ohne Motorunterstützung ein Hochgenuss. Das ganze Konzept ist unfassbar stimmig und das Rad ist bis ins kleinste Detail wahnsinnig hochwertig.

Nach 90 km haben wir den Akkustand nochmal überprüft und 45% standen uns noch zur Verfügung. Toll! Hab alle Einstellungen fertig und es macht so viel Freude, das Rad zu fahren.

Ich kann das Fahrrad nur weiter empfehlen. Eine bessere Verarbeitung und besserer Service ist kaum zu finden auf dem Markt. Änderung der Farbe und auch hier immer eine Beratung. Lieferung innerhalb der angegebenen Zeit (komplett). Beste Qualität erhalten. Besser als erwartet muss ich sagen.

Kommt gerne bei uns im Showroom vorbei und überzeugt euch selbst von unseren Bikes bei einer Probefahrt! Unser Bergblitz S9E wird jetzt mit den neuen Bosch Gen5 Motoren und 800Wh Akkus geliefert, auf Wunsch auch Dual Battery mit bis zu 1600Wh.

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