Fox MTB Brille Test: Klare Sicht und optimaler Schutz auf dem Mountainbike

Mountainbike-Brillen sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Ausrüstung für jeden Biker. Sie schützen die Augen vor Fahrtwind, Schmutz, Ästen und anderen potenziellen Gefahren. Dieser Artikel beleuchtet verschiedene Aspekte von Mountainbike-Brillen, von der Auswahl des richtigen Modells bis hin zu detaillierten Testberichten verschiedener Hersteller.

Warum eine Mountainbike-Brille unerlässlich ist

Ohne Brille treibt einem der kalte Fahrtwind Tränen in die Augen, mit Brille hindert einen das lästige Beschlagen immer wieder an der Weiterfahrt. Und alle paar Meter die eingesauten Gläser freiwischen und dabei tiefe Kratzer ins Glas schleifen will auch niemand. Andererseits ist der ständige Waldboden unter den Augenlidern auch alles andere als angenehm. Keine Brille zu tragen ist jedenfalls keine Option. Jedes noch so kleine Sandkorn schadet dem Auge und diese kleinen Beschädigungen sind irreparabel. Im Alter bekommt man die Quittung, wenn die vielen kleinen Verletzungen die Sicht unwiderruflich eingeschränkt haben. Noch viel schlimmer: Schon ein kleiner, unglücklich platzierter Ast auf Augenhöhe kann einen das Augenlicht kosten.

Wir schützen unseren Körper ganz selbstverständlich mit Helm und Schonern, das Gleiche sollte auch für die Augen Pflicht sein. Beschlagene Gläser dürfen also nicht mehr als Ausrede herhalten, keine Brille zu tragen. Es geht um zu viel.

Worauf man beim Kauf einer Mountainbike-Brille achten sollte

Hersteller werben gerne mit (teuren) Gläser, die nicht beschlagen. Ist klare Sicht also nur eine Frage des Geldes? Der Optiker nimmt uns die Illusion: ein solches Wunderglas ist vor allem Marketing, die Vernebelungsanfälligkeit von Brillen kein objektives Kriterium. Spezielle Beschichtungen können zwar dem Beschlagen entgegenwirken. Viel entscheidender ist aber, dass die Brille ihrem Träger passt. Die warme Luft zwischen Augen und Gläsern muss entweichen können, damit sie sich nicht als Wasserdampf auf der Innenseite festsetzt. Gleichzeitig darf aber auch nicht zu viel kalter Fahrtwind an die Augen dringen.

Wer eine Brille sucht, sollte deswegen verschiedene Modelle anprobieren und nach optimalem Sitz auswählen. Eine Mountainbike-Brille sollte mit der Stirnlinie abschließen, der Blick durch das obere Drittel der Gläser gehen. Zwischen Stirn und Wangen sollte ein ca. 4mm großer Abstand bleiben, damit die Luft zirkulieren kann. Unser Tipp: Setzt verschiedene Brillen im Freundeskreis auf oder geht direkt zu einem Optiker (idealerweise ein Sport-Optiker), um zu schauen, welches Modell am besten zu eurer Gesichtsform passt.

Mountainbike-Brillen sollen neben dem guten Sitz vor allem zwei Kriterien erfüllen: Erstens müssen sie stoßfest und bruchsicher sein, um den Träger bei einem Sturz nicht zu verletzen. Zweitens sollen sie eine gute Abbildungsqualität besitzen, um ein verlässliches Bild vom Untergrund zu generieren. Diese zwei Eigenschaften sind schwer zu vereinen und je besser es gelingt, desto teurer sind in der Regel auch die Gläser.

Hauptsache geschützt: Es muss nicht gleich eine klobige Goggle sein. Brillen mit klaren Gläsern bieten guten Schutz gegen Verletzungen und gehören damit zur Grundausrüstung eines jeden Bikers. Adidas und Oakley gelten unter Optikern als die Referenz, wenn es darum geht, Stoßfestigkeit und Abbildungsqualität zu vereinen. Dafür haben die Brillen auch ihren Preis, unter 200 € sind die Modelle kaum zu haben.

Testberichte verschiedener Modelle

Bei der Auswahl der Gläser verließen wir uns auf die Empfehlung der Hersteller: Mit dem Auftrag, uns ihre beste Brille für gute Sicht an nassen, dunklen Wintertagen zu schicken, entschieden diese sich für unterschiedliche Wege. Oakley, Uvex und Alpina haben uns für unseren Einsatzbereich ihre photochromatischen, d. h. selbsttönenden Gläser, empfohlen. Adidas, NIKE und Swiss Eye schickten Modelle mit Wechselgläsern. Alle sechs Modelle haben wir bei unter null Grad auf der gleichen Route getestet, inklusive Schlammlöchern, Up- und Downhill.

Oakley Flak Jacket XLJ

Beim Aufsetzen der Oakley Flak Jacket XLJ passiert ein kleines Wunder: Die Realität wirkt durch die Gläser der Flak Jacket klarer als ohne sie. Die photochromatischen Gläser sind extrem sensibel, selbst in der Dämmerung lassen sie genügend Licht ans Auge. Bei dunkleren Lichtverhältnissen sind praktisch ungetönt. Das leichte Gestell sitzt so unauffällig auf Nase und Ohren, dass man die Brille fast nicht spürt. Einziges Manko: Der Schnitt der Gläser ist relativ knapp und lässt etwas mehr kalte Luft an die Augen als andere Modelle. Bei besonders empfindlichen Augen (in unserem Fall bei einem Tester mit Kontaktlinsen) ist das ein Ausschlusskriterium. Preis: 169 € für das Basismodell mit getönten Gläsern zzgl.

Uvex Evil Eye

Auch die Evil Eye überzeugt mit einer verzerrungsfreien Abbildungsqualität, wenn auch das Seh-Erlebnis nicht ganz so überwältigend ist wie beim Gegenspieler Oakley. Besonders gut gelungen für den Einsatz im Dreck ist der Schnitt: Die Gläser sind stark gewölbt und decken einen großen Bereich um die Augen ab. Für die Evil Eye gibt es Wechselgläser in über 20 verschiedenen Tönungen. Die unterschiedlichen Tönungen machen optisch was her (z. B. gibt es verspiegelte Gläser) und ermöglichen Anpassungsfähigkeit auf jede Situation. Aber auch wenn das Wechseln nach ein paar mal Üben immer schneller geht, sind hochwertige, selbsttönende Scheiben einfach eine Spur unkomplizierter.

Uvex Sportstyle 700

Etwas klobig fällt der Rahmen der Sportstyle 700 aus. Der Vollrahmen macht sich in einem höheren Gewicht bemerkbar, das wiederum für einen unbequerem Sitz sorgt als bei der Konkurrenz. Der Vorteil von Vollrahmenbrillen ist eine höhere Stabilität, bei einem Sturz sind die Gläser besser geschützt. Bei unseren Testern blieb im unteren Sichtfeld aber stets ein schwarzer Balken präsent, an den sie sich nur schwer gewöhnen konnten - hier gilt jedoch: Anprobieren! Denn auf anderen Gesichtsformen kann das Konzept Vollrahmen durchaus aufgehen. Doch auch die Selbsttönung konnte bei diesem Modell nicht überzeugen, schon bei mäßigem Tageslicht dunkelten die Gläser zu stark ab.

Alpina Eye-5 VL

Die Eye-5 VL setzt auch auf einen Vollrahmen und bietet damit idealen Schutz der Gläser und des Brillenträgers bei einem Sturz. Ähnlich wie bei der sportstyle von Uvex empfanden unsere Tester den unteren Rahmen störend im Sichtfeld, jedoch weniger ausgeprägt. Das Gestell der Eye-5 ist schlank, filigran und damit sehr angenehm zu tragen. Die Selbsttönung funktioniert angemessen sensibel, auch wenn sie nicht ganz mit dem Testsieger mithalten kann. Wer auf photochromatische Gläser nicht verzichten möchte, findet in der Eye-5 VL aber eine günstige Alternative. Der Effekt der fogstop-Beschichtung war in unserem Einsatzbereich kaum spürbar, Vernebelung trat wie bei allen anderen Brillen auf, sobald keine Luft mehr zirkulierte.

Swiss Eye Novena

Dass es sich bei der Novena um das günstigste Modell im Testfeld handelt, macht sich sofort an der Haptik bemerkbar: Der Kunststoff des Gestells fühlt sich weniger hochwertig an. Das war’s aber auch schon mit Kritikpunkten, denn sobald die Brille auf der Nase sitzt, überzeugt sie mit einem weit abgedeckten Sichtfeld und unauffälligem Sitz. Die Abbildungsqualität liefert ein scharfes Bild, das den anderen Modellen der günstigeren Preisklasse in nichts nachsteht. Drei im Lieferumfang enthaltene Wechselgläser, die sich mit zwei einfachen Klicks umrüsten lassen, decken alle Einsatzbereiche ab. Insbesondere das rot verspiegelte Glas macht den Eindruck, mit der Novena auch im Sommer eine gute Figur machen zu können.

NIKE Show X-1

Mit der Show X-1 hat sich ein Außenseiter in unser Testfeld geschlichen, denn bei dem Modell handelt es sich eigentlich nicht um eine Bike-Brille. Die Bruchsicherheit wurde uns aber vom Hersteller zugesichert, und so haben wir eine weitere ausgezeichnete Brille für den Wintereinsatz entdeckt. Das Glas ist weit gewölbt und nach hinten gezogen, die Augen werden optimal geschützt. Einziger Nachteil: Die Bügel sind hinter den Ohren nach unten gewölbt und damit eigentlich nicht für die Kombination mit einem Helm gemacht, wie die bei Bike-Brillen üblichen geraden Bügel. Damit lässt sich die Show X-1 nicht ganz so leicht hinter die Ohren schieben, wenn man bereits einen Helm trägt - das stört aber nur minimal.

Goggles: Die Alternative für Gravity-Fahrer

Beim Thema Augenschutz gibt es drei Möglichkeiten: Brille, Goggles oder man macht’s auf die YOLO-Art und hofft, dass einem kein Dreckbrocken ins Auge fliegt. Goggles bieten das höchste Maß an Schutz und Sicherheit, was sie für Gravitity-Fahrer und Racer zu einem Stück Ausrüstung von unschätzbarem Wert macht. Die Kluft zwischen den billigsten und den teuersten Goggles auf dem Markt ist riesig - und auch wenn die optische Klarheit mit steigendem Preis tendenziell besser wird, kriegen Goggles schon einiges ab. Deshalb sollte man sich fragen, wie tief man dafür wirklich in die Tasche greifen will.

Die Verarbeitungsqualität bestimmt so einiges: wie lange die Goggle hält, ob die Gläser austauschbar sind, ob das Band gewechselt werden kann und ob die Qualität des Glases die Sehschärfe beeinflusst. Goggles haben zwei Hauptfunktionen: den Dreck von euren Augen fernzuhalten und euch eine uneingeschränkte Sicht auf den Trail zu gewähren. Klobigere Rahmen tendieren dazu, die Sicht einzuschränken bzw. Niemand hat es gerne zu heiß oder schwitzig - und wenn die Goggle anfängt, zu beschlagen, dann ist der Grund dahin, warum man sie überhaupt trägt. Das kann sehr frustrierend sein, deshalb ist eine gut belüftete Goggle essenziell.

Die Passform beschränkt sich nicht nur darauf, wie die Goggle im Gesicht sitzt. Ein weiterer wichtiger Faktor ist das Zusammenspiel mit dem Helm.

Oakley Airbrake

Die Airbrake ist das unbestrittene Schwergewicht mit einem Preis, der in schwindelerregende Höhen strebt und sie in einer ganz anderen Klasse platziert als den Rest. Wir wollten die Oakley fertigmachen wegen ihres astronomischen Preises, aber am Ende haben wir das einfach nicht übers Herz gebracht! Schon wenn man sie das erste Mal in die Hand nimmt, fühlt man, wie überragend die Qualität der Verarbeitung ist. Die Airbrake ist einfach in jeder Hinsicht solide. Das gilt insbesondere für die beiden Schnappverschlüsse an der Seite, mit denen das Wechseln der Scheibe eine Freude ist und keine Tortur wie bei 95 % aller anderen Goggles, die uns so untergekommen sind. Passform und Komfort sind hervorragend, was für uns einer der wichtigsten Aspekte ist, um sich tatsächlich aufs Fahren konzentrieren zu können, und die Belüftung entspricht diesem Eindruck ebenfalls. Doch was die Airbrake am meisten auszeichnet, ist vielleicht die schiere Qualität des Glases: Die Klarheit spielt in einer anderen Liga und liefert große Detailsicht in jeder Ecke des Rahmens. Auch der ist hervorragend strukturiert und bietet ein Sichtfeld, das diese Goggle ganz nach oben an die Spitze bringt.

100% Racecraft

Wenn ihr auf leuchtende, knallige Farben steht, dann wird dieses Teil von 100% genau euer Ding sein. Etwas über die Passform zu sagen, ist immer schwierig, denn das hat viel mit persönlichen Vorlieben zu tun und hängt auch mit der individuellen Gesichtsform zusammen. Doch wir hatten den Eindruck, dass sich die Unterkante der Racecraft bei Fahrern mit etwas breiteren Gesichtern etwas mehr in die Haut eindrückte. Innen fühlte sich die Goggle im Vergleich zur Konkurrenz etwas beengt an, das zeigte sich auch beim Sichtfeld. Die Gläser sind außerdem nicht ganz so verzerrungsfrei wie manche der Konkurrenten. Die Verarbeitungsqualität und Haptik sind gut, dem entspricht auch die Langlebigkeit. Die „Ausleger“-Lösung am Brillenband ist ein nettes Feature und hilft definitiv, den Druck an der Außenkante zu verringern. Das Band bietet viel Einstellungsspielraum und das Glas lässt sich leicht auswechseln.

Smith Blok

Der klassische, cleane Look der Block mag im Vergleich zu den Wettbewerbern schlicht wirken. Genau das mochten wir aber an ihr. Sie fühlte sich allerdings im Hinblick auf die Verarbeitungsqualität etwas billiger an, was sich auch daran zeigte, dass sich die Logo-Stickerei am Band auflöste. Trotz diesem etwas weniger wertigen Auftritt sammelte die Blok aber Punkte in Sachen Komfort, denn sie sitzt neutral im Gesicht, ohne sich in die Haut einzugraben oder nervige Druckstellen zu erzeugen. Die Qualität des Glases ist gut, das Sichtfeld ist vor allem an den Rändern beeindruckend, und auch die Belüftung scheint auf dem neuesten Stand zu sein. Das Austauschen der Gläser ging recht einfach vonstatten, doch wir hatten das Gefühl, dass sie dazu tendierten, an der Nasenbrücke stecken zu bleiben, wobei sie mit etwas mehr Nachdruck schnell in die richtige Position sprangen. Das Band war eines der schmalsten, doch das schien den sicheren Sitz am Helm nicht zu beeinträchtigen.

Fox Air Defence

Die Motocross-Wurzeln von Fox Head zeigen sich bei der Air Defence deutlich, sie wirkt neben der schlankeren Konkurrenz ziemlich bullig. Die Konstruktion fühlt sich so solide an wie Backstein, das Glas ist dick und hält einiges an Einschlägen aus und wir sehen keinerlei Probleme in Sachen Haltbarkeit kommen, definitiv haben wir keine erlebt! Die dicke Schaumstoffschicht polstert das Gesicht ab, in Kombination mit einer Extraschicht aus feuchtigkeitstransportierendem Material, das Schweiß und Co. im Zaum hält. Die Luftdurchlässigkeit ist sehr ausgeprägt, große Belüftungsöffnungen sorgen für ordentlichen Durchzug. Die Sichtscheibe ist kurvig und reicht weit bis in den seitlichen Rahmen hinein, was der Goggle großartige Sicht an den Rändern verleiht, auch wenn das Gesichtsfeld oben und unten beengter ist als bei den meisten im Test. Der Wechsel des Glases ist unstressig, vorausgesetzt man beginnt an der Nase - ein Punkt, in dem sich die Air Defence vom Großteil der Wettbewerber unterscheidet. Die Air Defence war in allen Aspekten solide, doch bei der zweitteuersten Goggle im Test hätten wir auch ein bisschen mehr gut gefunden.

Melon Optics Parker

Die Melon Optics war in Sachen Image und Preis eindeutig der Underdog in diesem Test war. Um die 35 € für eine individualisierte Goggle, da muss es doch einen Haken geben? Die muss doch einfach total mies sein? Ist sie nicht, ganz im Gegenteil sogar! Die Goggle vermittelt ein Gefühl von Robustheit, die Konstruktion ist nicht gerade luxuriös, doch es gibt einige hübsche Details wie die Schiebeverbindung am Band, durch die man beschädigte Bänder ersetzen oder einfach Farbe oder Muster ändern kann, wenn man Lust drauf hat. Was Komfort und Passform angeht, zeigte sich die Parker solide und übertrumpfte so manches höherpreisige Wettbewerbsmodell - ein Muster, das sich wiederholte. Wir hatten keine Probleme mit der Belüftung, doch die Goggle schien etwas enger anzuliegen als die anderen, was bei feuchtem oder nassem Wetter zu Problemen führen könnte. Das Sichtfeld ist sehr gut, es bleibt nur seitlich etwas hinter den breitesten, gebogensten Goggles zurück, und im oberen Bereich hinter der Oakley und Konsorten, doch unten ist die Sicht großartig. Ganz klar: Das ist nicht die Goggle im Test mit der besten Performance, doch der Preis schlägt die Konkurrenz vernichtend und wir waren anschließend verwundert, woher die gigantischen Preise der Wettbewerber kommen. Außerdem gibt es als zusätzliches Plus die Auswahl aus buchstäblich Hunderten von individuellen Farb- und Designkombinationen. Habt Spaß mit dem Customiser!

100% Accuri Gen 2 Goggle

Wer nach einer nicht allzu teuren, aber schicken Brille sucht, der wird wahrscheinlich auf die 100% Accuri Gen 2 stoßen. Die zweite Generation von 100% soll deutlich verbessert worden sein im Vergleich zur ersten: sie ist u.a. Auf den ersten Blick sieht die Brille wirklich gut aus. Unser Modell ist schlicht in schwarz/weiß, das grau-verspiegelte Glas passt optisch perfekt. Das Gummiband lässt sich einfach verstellen, das Glas ist etwas schwieriger zu tauschen als wir es von Premiummodellen kennen. Die Brille sitzt perfekt in dem von uns getragenen TLD und POC Helmen. Das extrabreite Befestigungsstrap mit Silikonbeschichtung sorgt für einen guten Halt am Helm und verrutscht nicht. Das Sichtfeld ist groß dimensioniert, sodass man die Strecke auch gut sehen kann. Das 9-Punkt-Linsenbefestigungssystem hält das Glas im Rahmen. Das Glas besteht aus Polycarbonat und ist Anti-Fog beschichtet, sodass die Sicht auch bei schweißtreibenden Abfahrten nicht gestört wird. Die Tönung passte bei unseren Verhältnissen von Wechsel zwischen Schatten und Sonne perfekt. Leider ist das getönte Glas sehr empfindlich. Die Goggle verfügt über umfangreiche Belüftungsschlitze, was vor allem an warmen Tagen von großer Bedeutung ist. Denn wenn man schwitzt und sich die Luft sammelt, kommt auch das beste Anti-Fog Glas an seine Grenzen. Nach unserem Test können wir sagen, dass die 100% ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis hat. passt bestens in verschieden Helmtypen und überzeugt auch auf dem Trail.

Fox Purevue Goggle: Ein Mittelding zwischen Brille und Goggle

Das Rahmendesign der Purevue wurde speziell für die Verwendung mit offenen Helmen entwickelt. Es solle den Luftstrom optimieren und gleichzeitig ein erweitertes Sichtfeld bieten. Ryan Van Noy, Senior Designer bei Fox Racing, erklärt den Entwicklungsansatz: "Wie bei den meisten Designprojekten bei Fox haben wir auch bei der Trail-spezifischen Brille einen einzigartigen, authentischen Ansatz verfolgt. Die Purevue wurde aus den Anforderungen des Gravity-Bereichs und der Vorliebe der Fahrer, eine Goggle für mehr Sicherheit und Sichtfeld zu tragen, entwickelt. Sie wurde speziell für Trail-Riding-Erlebnisse konzipiert."

Der erhöhte Luftstrom in Kombination mit der nahtlosen Passform für einen offenen Helm wie den Fox Speedframe solle zu mehr Selbstvertrauen auf dem Bike führen.

Vivid-Technologie für verbesserte Sicht

Die Purevue Vivid-Variante soll eine kontrastreiche Sicht in anspruchsvollen Lichtsituationen bieten. Dies umfasse Szenarien wie das gefleckte Licht in Wäldern, Morgennebel in Tälern oder schnelle Übergänge zwischen Schatten und Sonnenlicht. Die Linsentechnologie blockiere laut Hersteller das Lichtspektrum, das für flache Lichtverhältnisse verantwortlich ist. Dadurch sollen Bikerinnen und Biker das Gelände klarer erkennen können. Fox Racing plant, die Vivid-Technologie ab Herbst 2024 auch in anderen Brillenmodellen wie Vue, Airspace und Main anzubieten.

Ausstattung und Varianten

Die Purevue Goggle wird mit einem Transportetui, zwei hochwertigen Polycarbonat-Linsen und mehreren Nasenpads zur individuellen Anpassung der Passform geliefert. Bei den Linsen handelt es sich um eine klare Scheibe sowie eine getönte Variante, die je nach Modell in Grau/Schwarz, Gold/Schwarz verspiegelt oder Grün/50th Anniversary ausgeführt ist. Zusätzliche Ersatzlinsen in den Varianten Vivid, verspiegelt/Gold, Grau und klar können separat erworben werden.

Praxis-Test: “interessanter Ansatz”

Mit der Purevue will Fox ein Mittelding erschaffen. Das ist gelungen. Die Purevue trägt sich luftiger als eine konventionelle Goggle, obgleich das Goggle-Gefühl schon da ist. Die gute Belüftung funktioniert. Unten ist die Brille offen. Da kommt massig Luft rein, doch manchmal wirbeln auch Dreckbatzen und Staub rein. Man muss wissen: So dicht wie eine konventionelle Goggle ist der Fox-Zwitter nicht. Uns gefiel das Konzept. Der Style ist umstritten: Halbschale mit Goggle. Viele finden den Look albern. Wir nicht, uns gefällt die aggressivere Optik.

Verfügbarkeit & Preis

Fox Racing bietet die Purevue Goggle in verschiedenen Preiskategorien an. Das Basismodell startet bei einer unverbindlichen Preisempfehlung von 119,99 Euro. Die Variante mit Vivid-Linsentechnologie ist für 149,99 Euro erhältlich. Die Brillen können über die offizielle Webseite von Fox Racing, in den Flagship-Stores der Marke sowie bei teilnehmenden Händlern und Vertriebspartnern weltweit bezogen werden.

BIKE-Fazit

Die Fox Purevue ist kein Schnäppchen, dafür ist die Verarbeitung hochwertig und der Lieferumfang üppig.

Tabelle: Übersicht der getesteten Brillen und Goggles

Modell Typ Preis (ca.) Besonderheiten
Oakley Flak Jacket XLJ Brille 169 € Photochromatische Gläser, klare Sicht
Uvex Evil Eye Brille N/A Wechselgläser in verschiedenen Tönungen
Alpina Eye-5 VL Brille N/A Vollrahmen, photochromatische Gläser
Swiss Eye Novena Brille 89,90 € Wechselgläser, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Oakley Airbrake Goggle N/A Hervorragende Verarbeitungsqualität und Klarheit
100% Accuri Gen 2 Goggle N/A Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, Anti-Fog-Beschichtung
Fox Purevue Goggle Brille/Goggle Zwitter 119,99 € (Basismodell) Speziell für Trail-Riding entwickelt, Vivid-Technologie optional

Fazit

Beim Vergleich der Brillen hat sich bestätigt: Eine Brille, die auch in anstrengenden Uphills nie beschlägt, gibt es nicht. Es ist leider ein Gesetz der Physik, dass das Aufeinandertreffen von warmer und kalter Luft Wasserdampf erzeugt. Für die Performance auf dem Trail hat sich ein guter Sitz als essenziell erwiesen, nur so kann Luft zirkulieren und für klare Sicht sorgen: Brillen, die lückenlos auf den Wangenknochen aufsaßen, beschlugen früher. Oft reicht hier ein kurzes Anheben um die Luft zirkulieren zu lassen. Sitzt die Brille nicht korrekt, kann selbst die teuerste Beschichtung ein Beschlagen nicht verhindern. Deshalb: Probiert verschiedene Modelle, bevor ihr euch entscheidet!

Die Suche lohnt sich, denn auch wenn selbst die teuerste Brille zwischendurch von Nebel und Dreck befreit werden muss, schützt sie doch eure Augen.

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