Wir schreiben das Jahr 2017. ABS ist längst Pflicht, Euro 4 raubt uns den letzten Sound und lässt die letzten Legenden sterben. Euro 5 wirft die ersten Schatten voraus, Endzeitstimmung für die Herrlichkeit des Verbrennungsmotors. Warnwesten werden der Lederjacke vorgezogen, Traktionskontrolle, Tempomat und Sitzheizung werden zum Must-Have der Motorradkäufer. Mit der allgegenwärtigen Elektronik in Fahrwerk und in der Motorelektronik entmündigt sich der Fahrer komplett und wird zum Passagier. Alles dreht sich um Sicherheit und Komfort, der Spaß, das Feeling bleibt auf der Strecke.
Oft muss ich auf dem Weg zur Crosstrecke mit meinem Transporter Warnwestenträger auf Reiseenduros oder auch Tourenmotorrädern, die ihren Tempomaten auf 80 km/h eingestellt haben und mit ihrer Mutti via Freisprechanlage telefonieren, überholen. Da wundert es nicht, dass die Jugend Motorradfahren öde und langweilig findet, ich finde das echt beschämend. Die verlogene E-Mobilität verbreitet sich wie die Pest und das Schwert des autonomen Fahrens hängt über uns. Endzeitstimmung für einen bekennenden Benzinjunkie, der ein halbes Jahrhundert Motorsport pur gelebt hat.
Die Idee zur RBF war geboren. Eine Huldigung an das Jahrhundert des Verbrennungsmotors und des Motorsports. Eine Skulptur auf zwei Rädern, ein Backdating, das uns an die Ursprünge zurückführt. An die Quellen der Sucht, den Sound, die Form, die Vibrationen, das Gefühl, dass uns zu Benzinjunkies macht. Ein Denkmal der Emotionen, das man nicht nur sehen, spüren und hören kann, sondern auch fahren kann.
Sie sehen sich als Speedworker, da sie alle drei ihre Passion im Motorsport gefunden haben und es für sie immer darum geht, die Besten und Schnellsten zu sein. Darum geht es auch bei ihren Naked Racern, die sie bauen. Eigenständig und unvergleichlich. Perfektion und Charakter bis ins kleinste Detail.
Die RBF One wird aufgebaut auf Basis von KTM LC4 Supermoto Motorräder der Baujahre 2001 bis 2006. Motor und Fahrwerk komplett neu aufgearbeitet. Heckrahmen, Sitzbank, Höcker und Seitenverkleidungen sind handgefertigt von RBF. Es werden nur feinste Komponenten verwendet. Basis des angepassten Federbeins und der verbauten Up-Side-Down-Gabel stammen von WP. Akrapovic fertigt die aufwendige Auspuffanlage.
In der Serienversion leistet der Motor aus 625 ccm 55 PS, die Rennversion hat 675 ccm und 75 PS. Ein Naked Racer im New Vintage Style, die aktuelle Interpretation der Sportbikes der 70er Jahre.
Felber ist im gesamten Rennprogramm von KTM sehr gefragt. Dank seines ausgeprägten Talents, Probleme zu lösen, bleibt er so auf dem Laufenden und geht motiviert alle Herausforderungen an, um an der Spitze des Wettbewerbs zu bleiben. „Ich komme aus der alten Schule und bin wie der Auslöser von Kettenreaktionen“, erklärt er lächelnd seine Rolle. „Ich war an der Entwicklung von Offroad-, Straßen- und Straßenrennrädern für die Rennstrecke und Serienproduktion beteiligt und glaube, dass es Vorteile hat, wenn man das Wissen von einer Disziplin auf die andere übertragen kann. Das ist nur positiv. Es sind beides übermotorisierte Fahrzeuge mit so viel Leistung, dass sie sich wie verrückt drehen. Es ist nur so, dass jedes eine andere Geschwindigkeit und einen anderen Grip bietet. Die Aufgabe ist immer die gleiche: Man muss die Leistung auf die Strecke übertragen.
Die RC16 aus Carbon war dennoch ein großer Schritt, vielleicht der größte seit 2020. „Das Layout ist immer noch ähnlich wie die Stahlrahmen, ist aber mit der neuesten Carbontechnologie ausgestattet“, sagt er. „Ich habe das Projekt beaufsichtigt und geleitet, doch den entscheidenden Beitrag haben ein paar sehr clevere Jungs von KTM Technologies in Salzburg Anif geleistet, da sie sich bereits gut mit dem Design und der Herstellung von Carbonfasern auskannten.
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