Die Vorteile eines S-Pedelecs liegen auf der Hand: es verbindet die Vorzüge eines Fahrrads mit beachtlichen Geschwindigkeiten. Daher sind die geländegängigen Modelle vor allem für sportliche Fahrer interessant, die aus sich und dem Terrain alles herausholen möchten. Oder für Berufspendler die mittlere bis weite Strecken zurücklegen müssen, denn die überwindet ein S-Pedelec absolut spielend. Und schnell.
Was ist ein S-Pedelec?
Die Verwirrung ist groß, denn es gibt unterschiedliche Fahrradtypen mit elektrischem Antrieb. Ein Fahrrad mit einem Antriebsassistenten mit bis zu 250 Watt und 25 km/h Geschwindigkeit ist eigentlich ein Pedelec und gilt als normales Fahrrad. Ein S-Pedelec hat bis zu 450 Watt und fährt 45 km/h schnell. Das „S“ steht übrigens für Speed - Geschwindigkeit.
Ein S-Pedelec gilt im Straßenverkehr nicht mehr als Fahrrad, es ist ein Kleinkraftrad.
Wichtige Aspekte beim Kauf eines S-Pedelecs
S-Pedelecs gibt es bereits ab ein paar hundert Euro. Die Räder unterscheiden sich jedoch je nach Anspruch und Qualität. Damit du lange etwas von deinem Rad hast und sicher an dein Ziel kommst empfehlen wir in ein gutes S-Pedelec zu investieren. Dieses erhältst du schon ab 2000 € auf unserem Fahrrad Marktplatz.
Helmpflicht und Führerschein
Aus diesem Grund ist das Tragen eines Helmes Pflicht und somit bist für die Nutzung im öffentlichen Straßenverkehr gut ausgerüstet. Zur Nutzung des Kleinkraftrades benötigst du einen Führerschein der Klasse AM. Diesen kannst du ab 16 Jahren machen.
Geschwindigkeit und Motorunterstützung
Der Antriebsassistent unterstützt dich bis 45 km/h, danach ist er abgeriegelt. Es wird aber nur die Motorkraft gedrosselt, das Fahrrad wird nicht gebremst. Wenn du magst oder kannst, steht es dir selbstverständlich frei, aus eigener Kraft schneller zu fahren.
Technische Details und Komponenten
Ein S-Pedelec hat am Rahmen einen oder auch zwei Akkus, die sorgen für die nötige Energie. Momentan arbeiten viele Hersteller daran, die Akkus unsichtbar zu machen, sie werden in die Rohre des Rahmens eingepasst. Ein Motor bringt die Energie dann auf die Straße. Es gibt drei verschiedene Positionen für den Motor.
- Frontmotoren
- Mittelmotoren
- Heckmotoren
Die Fahrräder sind mit mehreren Sensoren ausgestattet, die deine Trittfrequenz oder Trittkraft messen und dann die Kraft des Antriebsassistenten dosieren. Es gibt verschiedene Unterstützungslevel, so kannst du auswählen wie viel Eigenleistung du bringen willst und wie viel der Motor beisteuert.
Für wen eignet sich ein S-Pedelec?
Ein S-Pedelec ist mit Sicherheit kein Einsteigermodell. Nur geübte Fahrer die mit den großen Geschwindigkeiten, die ein S-Pedelec ermöglicht, zurecht kommen, sollten sich damit in den öffentlichen Verkehr begeben. Auf jeden Fall empfiehlt es sich, auf wenig frequentiertem Gelände auszuprobieren, was das Bike kann, einige Kurven zu fahren und das Bremsen zu üben.
Wichtige Komponenten und Zubehör
Wo wir schon bei den Bremsen sind - um ein so schnelles und relativ schweres Gefährt zuverlässig anzuhalten, braucht es griffige Bremsen. Achte bei der Anschaffung darauf. Ebenso wichtig ist ein stabiler Rahmen, besonders bei den für Off-road-Fahrten ausgelegten S-Pedelecs.
Wenn die technische Ausstattung von Top-Herstellern wie Bosch, Brose, Yamaha oder Shimano stammt, kannst du dich darauf verlassen, beste Qualität an deinem S-Pedelec zu haben.
Wenn das S-Pedelec für den Weg zur Arbeit gedacht ist, sind ein stabiler Gepäckträger, Schutzbleche, ein Kettenschutz und eine verkehrssichere Ausstattung eine gute Wahl.
Knackgeräusche am Fahrrad: Ursachen und Lösungen
Ein Fahrrad kann so einige ungewollte Geräusche entwickeln: Knacken, Knirschen, Klappern oder Quietschen. Die Gründe dafür sind manchmal schwierig zu lokalisieren. Tretlager, Pedale, Steuersatz, Lenker, Sattel, Stütze, Naben - das Knacken kann verschiedenste Gründe haben und hat viele schon fast um den Verstand gebracht. Dabei ist die Ursache der nervigen Geräusche oft recht einfach zu beheben.
Je besser Du Dein Rad pflegst, desto weniger Geräusche wird es machen und die Komponenten werden es Dir mit längerer Lebensdauer danken. Das heißt also: regelmäßig putzen, fetten und Schrauben kontrollieren, denn: DEIN BIKE BRAUCHT DAS!
Ursachensuche: Was knackt denn da?
Du kannst die Ursache des Geräuschs eingrenzen, wenn Du auf den Rhythmus achtest und darauf, wann es auftritt. Hier ein paar zentrale Fragen:
- Knackt es im Rhythmus der Umdrehung der Räder oder der Kurbelgarnitur?
- Ist das Geräusch noch da, wenn Du aufhörst zu treten?
- Kommt es nur bei starkem Antritt?
- Tritt das Geräusch nur auf, wenn Du dich auf den Sattel setzt? Oder wenn Du aufstehst? Oder beides?
- Knackt es immer noch, wenn Du in den Wiegetritt gehst?
- Hört es auf, wenn Du freihändig pedalierst?
So wirst Du grundsätzlich herausfinden, wo Du genauer suchen musst: im Antrieb (Tretlager, Kurbelgarnitur, Pedale, Kette, Schaltung), am Cockpit (Steuersatz, Lenker, Vorbau, Gabel) oder am Sattel bzw. der Sattelstütze.
Allgemeine Hinweise zur Fehlerbehebung
- Schraube nur an Deinem Rad, wenn Du Dir sicher bist, was Du tust. Bei Unsicherheiten kontaktiere gern unser Service-Team.
- Das richtige Werkzeug ist Voraussetzung. Verwende einen Drehmomentschlüssel für alle Komponenten, die eine Drehmomentangabe haben (entweder aufgedruckt oder in der Anleitung des Herstellers zu finden).
- Alle Gewinde sollten mit Montagepaste versehen werden. Bei Schrauben, die weniger als 5Nm Drehmoment bekommen, kannst Du stattdessen zur Sicherheit auch Schraubensicherung verwenden. Nimm für Schraubgewinde kein Fett!
- Da Carbonteile mit relativ geringen Kräften geklemmt werden, empfehlen wir die Verwendung von Carbon-Montagepaste an den Kontaktflächen. Sie hat die Eigenschaft, die Reibung zwischen 2 Flächen zu erhöhen, statt wie Fett zu verringern.
- Sieh Dir alle Teile, die Du demontierst, genau an! Deformationen oder Beschädigungen können die Passform beeinträchtigen und gehören natürlich ausgetauscht.
Knacken im Cockpit
Wenn Du das Cockpit als Ursache erkannt hast, kontrolliere zuerst die Klemmung zwischen Lenker und Vorbau. Demontiere dazu den Lenker, säubere die Kontaktpunkte und montiere ihn wieder. Du kannst ihn entweder sauber und "trocken" montieren oder etwas Montagepaste auf die Klemmflächen geben. Achte beim Festziehen der Klemmschrauben auf gleichmäßige Spaltmaße zwischen Vorbau-Klemmplatte und Vorbau sowie auf die angegebenen Drehmomente.
Wenn es der Lenker nicht war, kommt als Nächstes die Verbindung vom Vorbau auf dem Gabelschaft infrage. Löse die Ahead-Kappe und danach die Vorbau-Klemmschrauben. Während Du die Vorbauschrauben löst und den Vorbau vom Schaft abziehst, halte die Gabel an ihrer Krone fest. Reinige nun den Vorbau sowie die verbauten Spacer und montiere anschließend alles wieder. Ziehe die Vorbauklemmschrauben abwechselnd an, bis das erforderliche Drehmoment erreicht ist. Auch hier kannst Du etwas Montagepaste nutzen.
Ein weiterer Knackpunkt können verschlissene, verschmutzte, lockere oder zu fest vorgespannte Lager bzw. Lagerschalen sein. Prüfe auch, ob der Gabelkonus sauber und fest auf dem Gabelschaft sitzt.
Knacken im Sattelbereich
Hier gibt es mehrere Möglichkeiten, wie ein Knacken entsteht. Typische Quellen sind die Verbindungen zwischen Klemmschelle und Rahmen oder zwischen Sattelstütze und Rahmen. In beiden Fällen ist oft Staub und Feuchtigkeit im Spiel, darum gilt auch hier: Erst säubern und dann neu montieren, am Besten mit Montagepaste.
Auch der Klemmkopf der Sattelstütze kann Knack- und Knarzgeräusche von sich geben. Da dieser Bereich bei Rädern ohne Schutzblech dem vollen Dreck- und Spritzwasser-Beschuss des Hinterrades ausgesetzt ist, kann das häufiger vorkommen. Schraube den Klemmkopf auseinander und mach alles gründlich sauber. Auf die Sattelstreben kannst Du etwas Montagepaste auftragen, ebenso auf die Klemmschrauben. Achte auch hier genau auf die nötigen Drehmomente und ein gleichmäßiges Anziehen, wenn der Klemmkopf 2 Schrauben hat.
Knacken im Antrieb
Die Pedale bekommen ebenfalls Dreck und Spritzwasser ab. Das Knacken vom Pedalgewinde in der Kurbel ist ein absoluter Klassiker. Meist reicht es schon, die Pedale einfach aus der Kurbel zu drehen, das Pedalgewinde und das Innengewinde im Kurbelarm zu säubern und beiden Gewinden etwas Montagepaste zu spendieren. Achte dringend auf die Gewinderichtung: Das linke Pedal hat ein Linksgewinde.
Bei Klickpedalen kann ein Knarzen von der Verbindung zwischen Schuh und Pedalplatten (Cleats) oder dem Klickmechanismus des Pedals kommen. Sitzt das Cleat nicht fest am Schuh, kann es sich dort bewegen. Meist muss es dann nur kurz nachgezogen werden. Sind die Cleats stark verschlissen, sitzen sie womöglich nicht mehr sicher im Pedal - dann können sie Geräusche machen, schlimmstenfalls sogar ungewollt aus dem Pedal springen.
Sind die Kettenblattschrauben oder Direct Mount-Schrauben nicht korrekt festgezogen, kann auch das der Grund für ein Knarzen sein. Auch hier hilft meist: Kettenblätter demontieren, Gewinde und Fassungen säubern und wieder mit Montagepaste montieren.
Ein Tretlager knackt gerne mal aufgrund von nicht fest sitzenden Lagerschalen. Bau einfach die Kurbel aus und prüfe, ob die Schalen fest und mit Montagepaste im Rahmen sitzen.
Knacken im Bereich der Laufräder
Eine Geräuschquelle kann auch eine nicht sauber sitzende Kassette sein. Ist sie ohne Fett oder mit zu wenig Drehmoment montiert, kann sie Spiel entwickeln, verkanten und so Geräusche hervorrufen. Oft hilft ein wenig Fett oder Montagepaste zwischen Freilauf und Kassette. Achte auch drauf, dass das Gewinde und die Klemmfläche des Verschlussrings frei von Verschmutzungen ist.
Ist im Hinterrad die Speichenspannung zu gering, können sich die Speichen an ihren Kreuzungen gegeneinander bewegen und ein helles Knarzen von sich geben.
Auch die Nabe und ihre Achse kann Geräusche verursachen. Prüfe darum zuerst, ob die Schnellspanner, Schraub- oder Steckachsen fest sitzen.
BBB Liftpost Variosattelstütze im Test
Für gerade mal 179 Euro bekommt man bei BBB eine fahrfertig ausgestattete Teleskopstütze. Das ist ein echtes Schnäppchen. BBB liefert alle nötigen Teile für den Einbau der Stütze direkt mit. So bekommt man neben Außenhülle und Zug auch einen klassischen 2-fach- oder Universal-Remote, der mit dem Daumen oberhalb des Lenkers bedient wird.
Die Anleitung der BBB ist ein klassischer Beipackzettel mit sehr kleiner Schrift. Die einzelnen Schritte sind aber gut verständlich beschrieben. Das Kürzen des Kabels laut Anleitung kann aber ungenau sein. Wer die Länge wirklich exakt bestimmen möchte, sollte sich die Anleitung auf unserer Webseite ansehen - hier sind alle Schritte einfach und verständlich erklärt.
Für den geringen Preis läuft die BBB Teleskopstütze recht angenehm in ihrer Führung. Zum Absenken verlangt sie aber nach mehr Druck als die anderen Stützen im Test. Zum Ende des Hubs hin steigt der nötige Druck zudem noch weiter an. Die Ausfahrgeschwindigkeit lässt sich nicht justieren, ist aber angenehm flott und arbeitet mit genügend Druck gegen den Fahrer. Die Stütze ist ordentlich arretiert und fährt auch beim versehentlichen Hochheben am Sattel nicht aus. Dafür hat das Standrohr schon zu Beginn der Testphase leichtes seitliches Spiel, keine optimale Voraussetzung für lange und unbeschwerte Funktion.
BBB Liftpost Variosattelstütze - Infos & Preis
- Preis: 179 Euro
- Gewicht¹: 635 / 726 g (Stütze / Remote)
- Hub: 150 mm
- Durchmesser: 30,9/ 31,6 mm (getestet)
- Länge / Einstecktiefe¹: 474 / 155 - 268 mm (min. - max.)
- Stack-Höhe¹: 53 mm
- Lieferumfang: Stütze; Montage-Zubehör; Remote für 2-fach; 1-fach Remote (29,95 Euro)
- Besonderheiten: Nur eine Länge verfügbar; Trigger-Remote optional
Fazit & Bewertung der BBB Liftpost
Eine Variosattelstütze samt Zubehör für 179 Euro - damit ist die BBB ein echtes Schnäppchen. Die Sattelstütze läuft sauber in ihrer Führung und fährt angenehm flott aus, verlangt aber insgesamt etwas mehr Druck auf dem Sattel beim Absenken. Beim Hochheben am Sattel ist die Liftpost sicher arretiert. Im Detail muss man aber Abstriche eingehen: Die Montage ist minimal aufwändiger, der Universal-Hebel wacklig und undefiniert. Schon zu Beginn weist der Sattel leichtes Spiel auf. Manko: Es ist nur eine Hublänge verfügbar, die Stütze ist sehr schwer und der Luftdruck nicht anpassbar.
Rockrider Bikepacking-Set im Test
Die erfahrene Kolleginnen und Kollegen setzen auf Marken wie Restrap, Relevate Designs oder Cyclite - gerne auch individuell ans Bike angepasst. Ein Set der edlen Bags kostet dann schnell mal 600 Euro oder mehr. Da kam die Meldung, dass Decathlon neue Bikepacking-Taschen im Sortiment hätte gerade recht. Lenkertasche, Rahmentasche, Satteltasche und Foodpouch für 240 Flocken! Die könnte man ja direkt mal ausprobieren.
Bei der Satteltasche von Rockrider handelt es sich um ein Set aus Holster und wasserdichtem Packsack mit Rollverschluss, der maximal 15 Liter Ausrüstung fasst. Das Gute an dieser Lösung: Zum Be- und Entladen muss man nicht jedes Mal die ganze Konstruktion vom Bike abnehmen, sondern zieht den Packsack einfach wie ein Cop seinen Colt aus dem Holster. Das spart Zeit und vor allem Nerven.
Das Holster ist robust konstruiert und passt an alle Sattelstützen-Durchmesser. Ein TPU-Halbrohr sowie zwei solide Doppel-Kletts sollen seitliche Schwingungen reduzieren. Am Sattelgestell wird das Holster über Bandschlaufen und robuste Metallhaken eingehängt.
Der Packbeutel selbst besteht aus robustem Polyester 600D, ist PU-beschichtet und an den Nähten laminiert. Die Tasche ist nach IPX6 wasserdicht und wird über einen Rolltop-Verschluss geschlossen, was die Dichtigkeit zusätzlich verbessert.
Damit der Packbeutel möglichst klein gerollt werden kann, verfügt er über ein integriertes Ventil zum Luftablassen. Meine Klamotten konnte ich damit auf Kindergröße schrumpfen und das Volumen der “Arschrakete” angenehm klein halten.
Preis & Infos der Rockrider Satteltaschenbefestigung ADVT 900
- Preis: 59,99 Euro
- Gewicht: 504 Gramm
- Befestigung: Klettverschlüsse und TPU-Abstandshalter Sattelstütze; verstellbare Riemen mit Metallhaken
- Besonderheiten: Gurtschlaufen und elastisches Netz für zusätzliches Gepäck; Reflexstreifen; Mindestabstand zwischen Sattel und Hinterrad 23 cm
Preis & Infos der Rockrider ADVT 900 Satteltasche
- Preis: 19,99 Euro
- Gewicht: 213 Gramm
- Maximales Volumen: 15 Liter (6 Liter min.)
- Verschluss: Rollverschluss mit Schnallen
- Besonderheiten: wasserdicht nach IPX6; integriertes Ventil für Luftablass
- Set-Preis: 71,98 Euro
Test-Fazit Rockrider zur ADVT 900 Satteltasche / Satteltaschenbefestigung
Gerade für Bikepacking-Novizen bietet die Rockrider Satteltasche aber einen günstigen Einstieg in die spannende Welt des Abenteuer-Bikens. Das Handling ist selbsterklärend und absolut narrensicher. Das Holster kann zum Be- und Entladen am Rad bleiben und sitzt auch im Gelände fest und ohne zu schaukeln. Die Tasche ist wasserdicht und hat mir als Kopfkissen auch noch die Nacht gerettet.
Freibeik advanced: Bewegliches Sattelgelenk im Test
Millionen Deutsche schwingen sich jeden Tag auf ihr Bike. Viele radeln ins Büro, manche zum Supermarkt und immer mehr Menschen treten in die Pedale, um fit zu bleiben. Egal ob mit oder ohne Akku an Bord. Egal ob Hobbyradler oder Radsportler: Radfahren ist gesund.
Mit einem beweglichen Sattelgelenk will eine Familie aus Bremen den Radmarkt erobern. Freibeik kippt den Sattel beim Fahren um bis zu 15° in jede Richtung. Wofür das gut sein soll? Haben wir uns auch gefragt.
Langstädtler montierte auf eine gewöhnliche Sattelstütze ein rundum bewegliches Sattelgelenk mit einer ebenso gewöhnlichen Sattelaufnahme. In der VOX-Gründershow "Die Höhle der Löwen" kämpfte sie am 2. Juni 2022 um die Gunst der Investoren.
Wir haben Freibeik (und Freibeik advanced) montiert und sind für einen Praxistest aufs Mountainbike gesprungen. Das Auspacken, Lesen und Montieren dauerte bei uns nur wenige Minuten. Die Anleitung ist leichtverständlich und selbst unerfahrenen Bike-Schraubern dürfte dieser kleinen Eingriff in überschaubarer Zeit gelingen.
Das Freibeik-Sattelgelenk ist 340 mm lang und wiegt 860 Gramm. Ein kleiner Wermutstropfen für alle, die ihr Bike jeden Tag die Kellertreppe nach oben wuchten müssen. Handelsübliche Alu-Sattelstützen schlagen nur mit etwa 250 Gramm zu Buche. Alu wurde beim Freibeik-Sattelgelenk zwar auch verbaut. Zusätzlich besteht es laut Produktbeschreibung aber aus Edelstahl, Stahl und Polyurethan. Das erklärt das Mehrgewicht.
Die Versprechen von Freibeik
- Freie Hüftbewegung beim Fahren
- Größere Beweglichkeit erweitert den Sichtfeld
- Erleichtert den Schulterblick und entlastet den Halsbereich
- Erhöht die Aktivität der schrägen Bauchmuskulatur
In den ersten Minuten fühlt sich das Fahren etwas ungewohnt an, doch der Sattel wackelt nicht, sondern neigt sich je nach Gewichtsverlagerung leicht nach rechts, links, vorn oder hinten. Präzise und feinfühlig. Wir haben uns sehr schnell an die neue Hüftfreiheit gewöhnt und empfanden das leichte Kippeln nie als störend.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Bei einem angemessenen Preis ist das Freibeik Sattelgelenk vor allem für Radfahrer:innen mit Rückenbeschwerden, aber auch solchen, die im Sitzbereich häufiger mit Taubheit oder Scheuerstellen zu kämpfen haben, eine Option, die wir empfehlen können.
Variosattelstützen im Test: Mehr Hub für mehr Freiheit
Inzwischen sind Variosattelstützen am Mountainbike so essenziell wie Stollenreifen und Scheibenbremsen. Selbst Cross-Country-Fahrer haben längst erkannt: Ein abgesenkter Sattel macht nicht nur schneller bergab, weil man wesentlich beweglicher im Bike steht und besser auf Hindernisse reagieren kann. Auch Überschlagsgefühle gehören seit der Erfindung der Maverick Speedball 2004, der ersten Teleskopstütze überhaupt, der Vergangenheit an.
Während sich viele Teile am Mountainbike in den letzten Jahren nur im Schneckentempo gewandelt haben, hat sich bei den Variosattelstützen viel getan: Waren in unserem letzten Test 2017 noch 175 Millimeter Hub das höchste der Gefühle, lässt sich mit den aktuellen Stützen der Sattel um bis zu 242 Millimeter absenken. Viele absenkbare Stützen bieten zudem die Möglichkeit, den Verstellweg nachträglich über Shims oder Pins exakt auf die gewünschte Länge anzupassen. Damit lässt sich das Maximum an Hub ausreizen.
Auch die Montage ist inzwischen deutlich einfacher. An nahezu allen Modellen im Test wird der Seilzug an der Stütze eingehängt, durch den Rahmen geführt und am Lenker-Remote geklemmt - früher lief die Montage oft in umgekehrter Reihenfolge.
Einfach-Schaltungen ebneten den Weg für perfekt justierbare und einfach bedienbare Trigger-Hebel, die auf der linken Lenkerseite den Schalthebel ersetzen. Nur eines wird sich vielleicht nie ändern: Weil die Teleskopsattelstützen in der direkten Schusslinie des Hinterreifens liegen, bekommen sie jede Menge Schmutz ab. Regelmäßige Pflege ist für eine dauerhaft geschmeidige Funktion daher unerlässlich.
Testkriterien für Variosattelstützen
- Bedienkomfort: Hebelergonomie und Positionierung, Bedienkraft und Kompatibilität des Hebels.
- Funktion / Verarbeitung: Ausfahrgeschwindigkeit, Sattelspiel, Zuverlässigkeit, Arretierung beim Hochheben und die Zugführung.
- Hub: Ab 200 Millimetern Hub gibt es die volle Punktzahl. Pluspunkte sammeln Modelle mit einer extralangen Version oder der Möglichkeit, den Hub zu reduzieren.
- Gewicht: Je leichter, desto besser.
- Montage: Ist die Montage kompliziert? Gibt es eine ausführliche Montageanleitung? Lässt sich die Stütze ohne Werkzeug von der Leitung trennen?
Elektronische Variosattelstützen: Pro und Contra
Eine Rockshox Reverb AXS würde ich mir sogar vom Mund absparen. Ein- und Ausbau sind absolut idiotensicher, das Absenken mit dem knackigen Controller wie zocken auf der Spielekonsole und gerade in Verbindung mit einer Sram-AXS-Schaltung ist die Reverb eine absolut sinnvolle Ergänzung. Das höhere Gewicht ist für mich Nebensache.
Einen defekten Seilzug kann ich jederzeit selber tauschen oder notdürftig reparieren. Zickt aber die Elektronik oder ist der Akku leer, hab ich mit einer Elektrostütze ein Problem. Ich will ein Bike, das immer einsatzbereit ist, ohne dass ich vorher den Akkustand checken muss. Außerdem: Top analoge Stützen gibt es schon für weniger als die Hälfte.
Verwandte Beiträge:
- Gehweg Radfahrer: Gegenrichtung erlaubt? Rechtliche Grundlagen & Tipps
- Verkehrsschild Radfahrer frei (VZ 1022-10): Bedeutung & Regeln
- Radfahrer-Frei-Zeichen: Bedeutung & Verkehrsregeln
- Radfahrer-Freiraum auf Gehwegen: Breite & Sicherheit
- Entdecke Kopenhagen: Die ultimative Fahrradtour durch die Fahrradstadt Europas!
- MTB Helm mit Visier: Schutz & Übersicht
Kommentar schreiben