Die Stadt Freiburg hat in den letzten Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen, um den Radverkehr zu fördern und sicherer zu gestalten. Ein zentrales Element dieser Bemühungen sind die Radvorrangrouten, die es Radfahrern ermöglichen, die Stadt schnell und bequem zu durchqueren. Eine dieser Routen ist die FR2, die sich als besonders erfolgreich erwiesen hat.
Die Radvorrangroute FR2 führt in Nord-Süd-Richtung parallel zur Güterbahnlinie und ermöglicht eine zügige und bequeme Durchquerung der Stadt ohne Ampeln. Auf dem "Güterbahn-Radweg" FR2 können Radler*innen große Teile der Stadt in Nord-Süd Richtung fast durchgängig entlang der Güterbahnlinie ohne Ampel, zügig und bequem durchqueren. Wichtige Ziele wie die technische Fakultät, die Messe, die Gewerbegebiete Nord und Haid, das Güterbahnhofgelände und die Uni-Klinik, das Regierungspräsidium und die Agentur für Arbeit, das Rathaus im Stühlinger und die Gewerbeschulen sowie die Stadtteile St.
Auf 4 km Länge hat der FR2 bereits den Standard einer Rad-Vorrang-Route. Wichtige Ziele wie die Uni-Klinik, die technische Fakultät, die Messe, die Gewerbegebiete Nord und Haid oder das Güterbahnhofgelände sowie die Stadtteile St. Georgen und Vauban an.
Ausbau und Verbesserungen der FR2
Die Radvorrangroute FR2 wurde seit dem Beschluss des Gemeinderates 2012 mit rund 20 Maßnahmen ausgebaut. In den letzten Jahren sind zahlreiche große und kleine Projekte auf dem FR2 umgesetzt worden und haben die Nutzung erheblich angenehmer und sicherer gemacht.
Durch das Gebiet des Güterbahnhof-Areals wurden 2020 Radfahrstreifen angelegt. Der Weg zwischen Güterbahnhof-Areal und Tullastraße wurde 2022 asphaltiert und beleuchtet. 2019 wurde der Radweg entlang der Hartmannstraße gebaut. Zwischen der Breisacher Straße und der Elsässer Straße wurde 2022 in Höhe des Universitäts-Klinikums ein neuer Radweg entlang der Bahnstrecke angelegt.
Neue Rampe an der St. Georgener Straße
Zuletzt wurde mit der neuen Rampe an der St. Georgener Straße eine wichtige Verbindung zur Vorrangroute FR6 nach Tiengen geschaffen. [Freiburg, 12.09.2024] Gestern wurde in Freiburg im Breisgau die neue Fuß- und Radwegrampe im Stadtteil St. Georgen feierlich eingeweiht.
Diese bedeutende Infrastrukturmaßnahme verbindet nun die Radvorrangrouten FR2 und FR6, was eine kontinuierliche und sichere Verkehrsführung für Radfahrer und Fußgänger ermöglicht. Sie ermöglicht eine direkte, kreuzungsfreie Verbindung vom FR2 (Fernradweg) zur geplanten Radvorrang-Route FR6 in Richtung Haid-Süd und trägt damit wesentlich zur Vernetzung der städtischen Radwege bei.
Nach fast einem Jahr Bauzeit wird die Fuß- und Radwegrampe, welche die Radvor-rangrouten FR 2 entlang der Güterbahn und FR6 von Zähringen über die Innenstadtund Haslach nach Haid und Tiengen verbindet, eröffnet. Bisher waren die beiden Vorrangrouten nur sehr schlecht, unkomfortabel und vor allemunsicher miteinander verbunden.
Das Garten- und Tiefbauamt hat deshalb eine neue Rampenbrücke gebaut, die beideRouten sicher, direkt und bequem verbindet - ohne ebenerdige Querung der St. Geor-gener Straße und mit weniger Steigungen als bisher. Die Rampenbrücke wird von fünfStützen und einem Widerlagerblock getragen.
Alle Stützen und das Widerlager sindauf Bohrpfählen gegründet, die jeweils 5 Meter tief in den Boden eingebracht wurden.Aufgrund der Topografie war es notwendig, vor der Rampenbrücke eine etwa 20 Meterlange Stützwand zu errichten. Die Brücke selbst besteht aus fünf Segmentfertigteilen, die im Stahlwerk vorgefertigtund mithilfe von zwei Autokränen montiert wurden.
Das Haupttragelement ist ein Hohl-rohrprofil, auf dem die Fahrplatte angeschweißt ist. Die Fahrplatte ist aufgrund derÜberkragung von B3 und FR6 asymmetrisch ausgebildet. Die Stahlkonstruktion derBrücke wiegt etwa 90 Tonnen.
Markierung und Beleuchtung für mehr Sicherheit
Außerdem markiert das Garten- und Tiefbauamt (GuT) den Rand des FR2 durchgängig auf der gesamten Strecke. Im vergangenen Jahr waren Randmarkierungen bereits auf dem FR1 im Freiburger Westen und auf der Vorrangroute FR6 Richtung Tiengen angebracht worden.
Der FR2 ist von der Basler Landstraße in St. Georgen bis zur Tullastraße an der Grenze zwischen Brühl-Beurbarung und Zähringen durchgängig beleuchtet. Das ermöglicht allen, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, dass sie auch im Dunkeln sicher von A nach B kommen.
Nutzerzahlen und Erfolge
Die Erfolge der Radvorrangroute zeigen sich in den gestiegenen Nutzer:innenzahlen. Seit 2015 haben sich die durchschnittlichen Nutzer:innenzahlen mehr als verdoppelt. Im Jahr 2023 wurde erstmals die Marke von 6.000 Radfahrenden an einem Tag überschritten.
Seit dem verstärkten Ausbau, auch dank der Förderung des Landes, hat die Nutzung um jährlich rund 10 Prozent zugenommen, sich in den letzten Jahren mehr als verdoppelt. Durchschnittlich nutzen derzeit an Werktagen täglich über 4.500 Radfahrende den Weg, an Spitzentagen über 7.000. Aktuelle Daten der Zählstellen auf dem FR2 finden Sie hier.
Die Vorrangroute mit den meisten Ausbaumaßnahmen, der FR2, hat auch den eindrucksvollsten Zuwachs: Wurden dort zu Beginn der Zählungen 2015 an Spitzentagen knapp über 3.000 Räder erfasst, waren es zuletzt, erstmalig über 6.000 an einem Tag.
Freiburg setzt auf den Radverkehr
Die Radvorrangrouten sind Kernelemente des Freiburger Radnetzes. Auf ihnen kann man bequem, sicher und mit wenig Wartezeiten die ganze Stadt durchqueren. Die Stadt Freiburg betreibt ein Zähldisplay an der Wiwilibrücke, welches bis zu 18.000 Radfahrende am Tag zählt und vor Ort die Zahl anzeigt.
35 Millionen Radfahrten wurden seit 2012 dort gezählt, fast 10.000 an durchschnittlichen Wochentagen - gerade wird es erneuert. Auch an allen drei Vorrangrouten sind Zähler ohne Display installiert, die dort seit Jahren zählen.
Der Ausbau des Freiburger Radnetzes mit den neuen Radvorrangrouten, den Radschnellwegen und zahlreichen weiteren Vorhaben ist ein wichtiger Bestandteil des Klimamobilitätsplans Freiburg 2030, der im Juli 2023 durch den Gemeinderat beschlossen werden soll.
Mit dem RadNETZ plus wurde gerade vom Gemeinderat das Netz beschlossen, das dem weiteren Ausbau zu Grunde liegen soll: Vier Radschnellwege in alle Himmelsrichtungen sollen Freiburg und die Region verbinden, darunter der RS6 nach Norden, dessen Trasse durch Herdern-Ost gerade vom Gemeinderat beschlossen wurde.
In der Stadt wird es zukünftig nicht nur die drei bestehenden Radvorrangrouten geben, in den nächsten Jahren sollen fünf weitere schrittweise ausgebaut werden. Die Routen FR4 bis FR8 sorgen für eine flächenhafte Anbindung der Stadtteile an das Vorrangroutennetz und übernehmen auch die Feinverteilung der vier geplanten Radschnellwege.
Die Maßnahme ist Teil des großen Investitionsprogramms in den Fuß- und Radverkehr. Die Stadt investiert in nur zwei Jahren 16 Millionen Euro. Dies sei das größte Ausbau-Programm in diesem Bereich, das es jemals in Freiburg gegeben habe.
Definition und Ziele von Radvorrangrouten
Radvorrangrouten sind Verbindungen im Radverkehrsnetz, die einen besonders hohen Standard haben. Ziel ist es, besonders relevante Verbindungen im Alltagsradverkehr so zu gestalten, dass sie möglichst schnell und ohne Unterbrechungen mit dem Fahrrad zurückgelegt werden können.
Mit dem Radkonzept 2020 hat das Garten- und Tiefbauamt der Stadt Freiburg 2012 das neue Element Radvorrangrouten in die Radsystematik eingeführt, wenige Jahre später wurde es bundesweit übernommen.
Radvorrangrouten bieten einen dazwischen liegenden, dem städtischen Verkehrsraum angepassten hohen Standard und sollen direkte, sichere und attraktive Verbindungen auch über längere Strecken mit geringen Wartezeiten ermöglichen.
Weitere Informationen
Die Stadt Freiburg hat auf ihrer Webseite alle Themen rund ums Rad in Freiburg zusammengestellt.
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