Die Geschichte des ADAC Fahrsicherheitszentrums Hansa Motorrad

Die Geschichte des ADAC ist eng mit der Entwicklung des Automobil- und Motorradfahrens in Deutschland verbunden. Es beginnt in Stuttgart. Auf Einladung des dortigen Radfahrervereins treffen sich am 24. Mai 1903 im Hotel „Silber“ 25 Motorradfahrer und gründen die „Deutsche Motorradfahrer-Vereinigung“ (DMV), weil - wie es in der Gründungsurkunde heißt - „das Motorrad sich mehr und mehr zum rationellsten Fortbewegungsmittel für den einzelnen entwickelt“ hat und das Ziel ist, „die großen Vorzüge des Motorrades in öffentlichen Concurrenzen vor aller Welt zu demonstrieren“.

Die Anfänge in Niedersachsen

Im Norden betrachtete man diese Entwicklung mit großem Interesse. Auf der ersten Ordentlichen Hauptversammlung - dem „1. Deutschen Motorradfahrertag“ in Frankfurt am Main am 12. Mai - wird die noch heute bewährte Einteilung in Hauptverein und Gaue in den Satzungen verankert. Einer dieser Gaue ist der Gau VI, Hannover-Braunschweig. Genauer Geburtstag für Niedersachsen ist der 6. August. An diesem Tag treffen sich insgesamt 25 Motorrad-Begeisterte, um im Hannoverschen Hof den Vorläufer des heutigen ADAC - den DMV - für die Region Hannover-Niedersachsen zu gründen.

Das Gaugebiet umfasst die Provinz Hannover, die Herzogtümer Braunschweig und Oldenburg und die Stadt Bremen. Die anwesenden Motorradfahrer wählen den Prokuristen Adolf Brockhaus zu ihrem Vorsitzenden. Ein Jahr nach Einführung der Zuverlässigkeitsfahrt steht der Gau VI mit drei Motorsportveranstaltungen an der Spitze der deutschen Gaue. Von Stuttgart zieht die Zentrale des Clubs nach München in die Königinstraße und freut sich über das 10.000. Mitglied.

Entwicklung und Herausforderungen

Am 20. Januar kommt es dann im „Nordischen Hof“ zu Bremen zur Gründung des neuen ADAC Gau Weser-Ems mit Sitz in Bremen und damit zur Abtrennung von Hannover. Das hervorstechendste motorsportliche Ereignis dieser Zeit ist das erste Eilenriederennen für Motorräder in Hannover, das der MCN durchführt. Es findet dann alljährlich im März statt und entwickelte sich zum größten und bedeutendsten motorsportlichen Ereignis in Norddeutschland. Schon bald gewinnt es auch internationale Bedeutung. 50.000 Mitglieder sind reichsweit im Club organisiert davon ca. ein Viertel Motorradfahrer. Der ADAC beschließt, die Organisation des Straßenhilfsdienstes in Deutschland zu übernehmen.

Mit der Machtübernahme durch Hitler und die Nationalsozialisten entsteht auch für den Gau VI eine völlig veränderte Lage. Bei der „Gleichschaltung“ des öffentlichen Lebens bleiben auch die Motorclubs nicht verschont. Bei der 30. ADAC Hauptversammlung im „Herrenhaus“ in Berlin am 19. Februar wird der Gauvorsitzende Hermann Fulle zum Präsidenten des Gesamtclubs gewählt. Aber die drohende Überleitung aller bestehenden Automobilclubs durch die mächtige NS-Organisation in einem Einheitsautomobilclub unter der Bezeichnung. „Der Deutsche Automobil-Club“ (DDAC) lässt sich nicht aufhalten.

Neuanfang nach dem Krieg

Schon bald nach dem Kriegsende beginnt der nie ganz untergegangene ADAC-Gedanke wieder konkrete Gestalt anzunehmen. Im Frühjahr treffen sich Hermann Fulle, Richard Dörnke, Alexander Wiemann, Ferdinand Redecker, Georg Wiegel, Friedel Voigt und Albin Hunger in der Wohnung des ehemaligen DDAC-Geschäftsführers Illig und beschließen die Wiedergründung des ADAC-Gaues Niedersachsen. Sie erarbeiten eine Satzung und wählen Hermann Fulle zum Vorsitzenden. Am 12. Juli schließt sich dieser Verein der ADAC-Gruppe Nordwest an, die sich in der britischen Zone in loser Verbindung mit der Zentrale in München gebildet hatte.

Im selben Jahr gründet sich auch der ADAC Gau Hansa wieder. Es ist in keiner Quelle überliefert, ab welchem Zeitpunkt der nördliche Teil des späteren Bundeslandes Niedersachsen um Lüneburg, Stade und Winsen dem Gau Hansa zugeordnet wurde. Niedersachsen scheint jedenfalls seit Gründung als neues Bundesland innerhalb des ADAC dreigeteilt zu sein, die Mitglieder werden bis heute in dieser Konstellation betreut. Im selben Jahr wird auch der Straßenhilfsdienst in Deutschland wieder aufgenommen, die ersten Patrouillenstrecken gibt es zwischen Hannover und Nienburg (Weser) sowie Hannover und Hamburg. Erst als die britische Militärregierung das Vereinsverbot aufhebt, kann der ADAC in Hannover auch offiziell wieder ins Leben gerufen werden.

Auf der Jahreshauptversammlung am 15. Januar in Hannover legt Hermann Fulle aus gesundheitlichen Gründen sein Amt als 1. Vorsitzender nieder. Die Versammlung wählt ihn einstimmig zum Ehrenvorsitzenden des Gaues. Sein Nachfolger wird Richard Beeck. Ende des Jahres hat der Gau 4.016 Mitglieder. Und dann sieht Hannover endlich auch wieder ein Eilenriederennen - am 30. April. Es wird eine glanzvolle Veranstaltung: Über 100.000 Besucher, darunter der niedersächsische Ministerpräsident Hinrich Wilhelm Kopf, erleben neue Rekorde am laufenden Band und das packende Duell der beiden Motorradasse Heiner Fleischmann und Georg Meier.

Die ADAC-Straßenwacht und weitere Entwicklungen

Am 2. Mai wird die „ADAC-Straßenwacht“ offiziell gegründet. Von den 60 Straßenwachtgespannen, die anlässlich der Jahreshauptversammlung des Gesamtclubs in Stuttgart der Öffentlichkeit übergeben werden, nehmen fünf am 9. Mai ihre Tätigkeit in Niedersachsen auf. Übrigens: Die erste Hilfeleistung wird einem Motorrollerfahrer zuteil, der auf der B 3 in der Nähe von Schillerslage eine Panne hat. Nachdem die Gaugeschäftsstelle jahrelang in den oberen Räumen einer Tankstelle in der Adolfstraße in Hannover untergebracht war, kann jetzt das neue Verwaltungsgebäude und Clubheim an der Hindenburgstraße in Hannover eingeweiht werden, das der Gesamtclub für den Gau gebaut hatte.

ADAC Fahrsicherheitszentren heute

Das ADAC Fahrsicherheitszentrum Lüneburg (FSZ Lüneburg) ist das größte Fahrsicherheits- und Fahrerlebniszentrum Norddeutschlands. Mit einer Fläche von 21 Hektar für fahrdynamische Sicherheitstrainings sowie für Events und Tagungsmöglichkeiten höchster Qualität zählt es zu den modernsten seiner Art. Das FSZ Lüneburg verfügt über zehn hochmodern ausgestattete Onroad-Module und ein vielfältiges Offroadgelände, auf dem unterschiedliche Fahrsituationen demonstriert und simuliert werden können.

Das ADAC Fahrsicherheitszentrum Rhein-Main feiert am 22. September 2024 sein 20-jähriges Jubiläum und blickt auf eine erfolgreiche Geschichte als eines der modernsten Fahrsicherheitszentren Deutschlands zurück. Seit seiner Eröffnung im Jahr 2004 hat das Zentrum einen entscheidenden Beitrag für mehr Sicherheit im Straßenverkehr geleistet. So haben seit der Eröffnung rund 175.000 Personen ein Pkw-Training, mehr als 39.300 Personen ein Nutzfahrzeug-Training und 25.500 Personen ein Motorrad-Training absolviert.

Das Fahrsicherheitszentrum Rhein-Main wurde mit der Vision gegründet, Auto- und Motorradfahrenden jeden Alters und Erfahrungsniveaus die Möglichkeit zu bieten, in einer sicheren Umgebung ihr Fahrkönnen zu verbessern und zu lernen, gefährliche Situationen im Straßenverkehr zu meistern. Mit modernster Technik, erfahrenen Trainerinnen und Trainern und einem breiten Spektrum an Kursen hat sich das Zentrum schnell einen Namen gemacht. Ein besonders Merkmal ist das ganzheitliche Konzept, das nicht nur die Fahrpraxis, sondern auch umweltfreundliche Ansätze integriert. So fördern die Programme ein verantwortungsbewusstes und vorausschauendes Fahren, das die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer erhöht und gleichzeitig die Umwelt schont“, sagt Mathias Stumpf, Leiter des ADAC Fahrsicherheitszentrums Rhein-Main.

Neben den klassischen Kursen für Pkw- und Motorrad-Fahrende bietet das Zentrum spezielle Kurse für Berufskraftfahrer und Wohnmobilfahrer/Camper und sogar für Nutzer von Einsatzfahrzeugen an. Die Themen Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung haben einen großen Stellenwert vor allem bei der Gestaltung der Trainingsareale und der Infrastruktur. Stumpf betont dabei das Engagement für nachhaltige Mobilität und die Sensibilisierung der Teilnehmer für umweltfreundliches Fahren.

Das ADAC Fahrsicherheitszentrum Thüringen in Nohra feiert am 11. September 2019 zehnjähriges Bestehen. Seit der Eröffnung am 11. September 2009 absolvierten mehr als 85.000 Teilnehmer die vom Automobilclub Hessen-Thüringen angebotenen Schulungen. Unter den Teilnehmern waren neben PKW-Fahrern rund 14.000 Nutzfahrzeug- und 5.100 Motorradfahrer.

Das bei Weimar gelegene Trainingsgelände hat eine Fläche von 66.000 Quadratmetern. Die Anlage zählt zu einer der modernsten in Europa und bietet mit verschiedenen Trainingsmodulen mit Wasserhindernissen, hydraulischer Dynamikplatte, Geschwindigkeitsmessanlagen und Aquaplaning-Becken ein umfassendes Training auf dem höchsten Stand der Technik. Der ADAC bietet Kurse für fast jedes Fahrzeug und jeden Fahrertyp, vom Fahranfänger bis zum Berufskraftfahrer.

„Plötzlich auftretende Hindernisse oder schlechte Wetterverhältnisse wie nasse und glatte Straßen stellen für Fahranfänger, aber auch für erfahrene Verkehrsteilnehmer, eine ernste Gefahr dar. Im Fahrsicherheitstraining werden die Teilnehmer genau auf diese Situationen vorbereitet“, erklärt Roger Dötenbier, Trainerleiter des ADAC Hessen-Thüringen. Neben Fahrsicherheitstrainings finden im ADAC Fahrsicherheitszentrum Thüringen und im angeschlossenen Event- und Konferenzcenter regelmäßig weitere Veranstaltungen statt. So sind zum Beispiel Firmenevents oder Produktschulungen an der Tagesordnung.

Engagement für Motorradfahrer

ROCK ANTENNE Hamburg GmbH & Co. Hamburg ist die schönste Stadt der Welt und Motorradfahren ist die schönste Leidenschaft der Welt! Die "Zwei auf Achse" sind dabei Jascha Bergmann, Veranstalter der Hamburg Harley Days, und Sven Flohr von ROCK ANTENNE Hamburg. Sven und Jascha sind zu Gast im ADAC Fahrsicherheitszentrum Hansa bei Lüneburg. Jascha testet die Schräglage seiner nagelneuen Harley-Davidson Fat Bob 114 aus und überzeugt sich vom ABS.

Das gilt auch für euch: Ihr könnt live auf den Hamburg Harley Days oder online bei Sven und Jaschas Sendung dabei sein, um euch tolle Preise vom ADAC Fahrsicherheitszentrum Hansa zu sichern. Sven und Jascha sind zurück und nehmen euch in Folge 6 mit hinter die Kulissen der Hamburger Motorradtage 2023.

Ehemaliger RSG-Hansa-Ring in Embsen

Der ehemalige RSG-Hansa-Ring in Embsen wurde am 01.01.2023 vom ADAC-Fahrsicherheitszentrum (FSZ) Hansa übernommen. Lt. damaliger Auskunft des ADAC-FSZ-Hansa sollte auch in Zukunft dort weiterhin Training für Rennkarts stattfinden, welches vom Leihkartbetreiber durchgeführt werden sollte. Auch die beiden traditionellen RSG-Veranstaltungen in Assen werden zukünftig weiterlaufen und vom Team der Sportabteilung des ADAC-Hansa durchgeführt. Hierbei wird der ADAC von der erfahrenen RSG-Truppe auch weiterhin tatkräftig unterstützt.

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