Ducati Monster im Test: Ganganzeige und mehr

Die Ducati Monster-Baureihe, die 1992 mit der M900 begann, ist eine Erfolgsgeschichte. Mit der neuen Ducati Monster 797 als Einstiegsmodell erlebt der luftgekühlte Antrieb sein Revival.

GIpro DS G2 Ganganzeige von Healtech

Die GIpro DS G2 Serie von Healtech ist ein Hightech-Produkt, das auf die Anforderungen einer effektiven Ganganzeige ausgerichtet ist. Je nach Fahrzeugmodell liest die GIpro DS G2 Ganganzeige die Informationen zur Ermittlung des eingelegten Ganges direkt aus der ECU oder dem Gangsensor aus. Der mitgelieferte fahrzeugspezifische Kabelsatz wird unkompliziert an vorhandene Stecker des Motorrad Kabelbaum angeschlossen. In vielen Fällen wird dazu einfach der Diagnosestecker verwendet - fertig!

In wenigen Fällen muss die Spannungsversorgung für die Ganganzeige von einem weiteren Kabel mit beiliegenden Klemmen abgegriffen werden, da die Versorgung nicht an der Diagnoseschnittstelle oder dem Gangsensor zur Verfügung steht. Die sofortige und akkurate Anzeige des Ganges gewährleistet mehr Kontrolle und Sicherheit für dich beim Fahren. Trotz der sehr kompakten Maße steckt hier viel Hightech im Gerät!

Die GIpro DS G2 leidet nicht wie andere konkurrierende Produkte an Verzögerung der Anzeige wenn der jeweilige Gang durch das Drehzahl und kmh Signal erst einmal berechnet werden muss. Dies führt zu unzuverlässigen Lesungen, speziell bei niedrigerer Fahrgeschwindigkeit. Außerdem zeigen diese Geräte den falschen Gang an, wenn die Kupplung rutscht oder wenn sie gezogen ist. Im Gegensatz dazu befindet sich in der GIpro ein fortgeschrittener Mikrochip mit einem aufwändigen Algorithmus, der Signalrausch am Gangpositionssignal ausfiltert. Der Neutral wird bei den Fahrzeugen angezeigt, bei denen das Signal am Diagnosestecker oder dem Gangsensor zur Verfügung steht.

Die Healtech DS Anzeige ist nun schon in der zweiten Generation und ist mit einem Touch Sensor ausgestattet, der eine einfache Menüführung zulässt. Durch das Upgrade wird die Anzeige nun unter dem Produktnamen GPDT und nicht mehr GPDS geführt. Das T steht für "Touch". Die neue Generation der GPDT Ganganzeigen verfügt nun über eine automatische Helligkeitsregelung - somit ist sichergestellt, dass sie zu keiner Zeit blendet.

Optional kannst du auch gleich die speziell für die GIpro DS G2 passende Lenkerhalterung mit 21-29mm Lenkerklemmschellen mitbestellen!Hinweis: Der Touch Sensor auf der Oberseite der Anzeige funktioniert nicht in der Halterung.

Ducati Monster 797 im Fahrbericht

Der Motor der neuen Ducati Monster 797 ist kein Unbekannter. Er werkelt in fast exakt der gleichen Konfiguration (88 mm Bohrung, 66 mm Hub) in den Scrambler-Modellen. Leichte Anpassungen gab’s nur beim Mapping, der Benzinpumpe sowie beim Endtopf. Das heißt: Aus 803 Kubikzentimetern entwickelt er 73 muntere Pferde, die bei 8.250/min für den forschen Trab bereit stehen, abgerundet durch ein maximales Drehmoment von 69 Newtonmetern, das bei 5.750 Umdrehungen anliegt.

Elegant umschließt der Rohrrahmen mit fein ausgeführten Schweißnähten den nach Euro 4 homologierten Motor der Ducati Monster 797. Auf Freude am Angucken setzt auch der bullige, von der 1200er Schwester übernommene Tank. Mit 16,5 Litern bunkert er reichlich Sprit. Sein optisches Highlight ist aber zweifellos der Befestigungsclip an der Front. Ein funktionales Zitat der Monster-Urahnen.

An der Front führt eine 43er-Kayaba-Upside-down-Gabel mit 130 Millimetern Federweg, aber ohne Einstellmöglichkeiten das 3,5-Zoll-Rad mit 120er-Reifen. Hinten kommt ein 180er-Pneu zum Einsatz, ein Sachs-Federbein (150 Millimeter Federweg) wird direkt von der Schwinge beaufschlagt. Es lässt sich in der Feder-Vorspannung sowie in der Zugstufe an individuelle Vorlieben anpassen. Und auch beim Rest ist der Rotstift der Controller nicht zu erkennen. Brembo-Monoblock-Zangen beißen in zwei 320 Millimeter messende Scheiben vorne, überwacht von einem Bosch-ABS. Einzig das LCD-Display gibt sich spartanisch. Die wesentlichen Infos wie Tempo, Drehzahl, Tripzähler und Uhrzeit sind vorhanden, Angaben zum Verbrauch oder eine Ganganzeige fehlen aber.

Ausgewogen komfortabel fällt das Platzangebot auf der kleinen Monster aus. Die Rasten liegen im Gegensatz zur Monster 821 etwas tiefer und weiter vorne. Ein bequemes Arrangement. Schön schmal fällt der Knieschluss am Tank aus, gut liegt der breite Lenker in der Hand. Egal, ob Zwerg oder Riese, mit dieser Fahrerpositionierung auf dem Motorrad kommen alle zurecht.

Überraschend leise, fast schon zurückhaltend, sendet der L-Twin nach dem Druck auf den Starter erste Lebensäußerungen in die Umwelt. Auch wenn der typische Klang des Motors noch gut zu hören ist, ein kleines Mehr an Bass dürfte es dann schon sein. Ist aber egal, denn die Biegungen locken. Nach dem leichten Zug am nicht einstellbaren Kupplungshebel drückt der Fuß die erste Gangstufe rein, was Nachdruck erfordert. Auch im weiteren Verlauf gibt sich das Getriebe der Ducati Monster 797 immer etwas ruppig-hart, verlangt nach präzisen Befehlen, sonst ist schon mal ein Zwischengang drin.

Fast keinen Widerstand setzt der Gasgriff dem Verlangen nach einer größeren Öffnung der einzelnen, 50 Millimeter messenden Drosselklappe entgegen. Ohne Lastwechsel hängt der Motor am Gas, läuft selbst in Gangstufe sechs unter 3.000 Umdrehungen rund und verschluckt sich nicht beim nächsten Beschleunigungswunsch. Wobei der L-Twin schnell klar macht, dass er kein großer Dreher ist. Rund um seinen Drehmoment-Peak, so zwischen 3.000 und 6.500 Umdrehungen, ist er zu Hause. Hier fühlt er sich wohl, hier liefert er ordentlichen Vortrieb. Ganz oben raus geht ihm leicht die Luft aus.

Mit 66 Grad steht der Lenkkopf der Ducati Monster 797 ziemlich steil, auch die 90 Millimeter Nachlauf kommen dem Handling zugute. Da Ducati den Radstand mit 1.435 Millimetern aber nicht zu kurz gewählt hat, ist der kleinen Monster jeder Ansatz, der aus Handlichkeit Nervosität werden lässt, fremd. Vertrauensfördernd stabil umrundet der laut Ducati vollgetankt 193 Kilogramm wiegende Zweizylinder alle Bögen, gibt sich zudem beim Geradeauslauf keine Blöße.

Die Grundabstimmung der Testmotorräder überzeugt. Die Gabel tastet sich sensibel über Verwerfungen und Unebenheiten hinweg - ohne Rückmeldung vermissen zu lassen. Der direkt angelenkte Dämpfer erledigt seinen Job ebenfalls auf hohem Niveau, spricht allerdings ein klein wenig ruppiger an als die Gabel.

Erst wenn sich flottes Tempo zum sportlichen Kurvenwetz entwickelt, verlangt die Ducati Monster 797 kräftige Lenkimpulse, will mit festem Griff am Lenker um Kurven geführt werden. Die Brembo-Monoblocks beeindruckt das nicht. Sie beißen bei Bedarf mit Vehemenz in die Scheiben, gepaart mit guter Dosierbarkeit. Nur aufs Aufstellmoment der satt haftenden Pirellis muss man sich einstellen. Spontan im Scheitelpunkt den Anker gezogen, und die Monster 797 will sofort in den Geradeauslauf übergehen. Nichts, woran man sich nicht gewöhnen könnte. Das trifft ebenso auf den Verbrauch zu, der bei der Testfahrt knapp unter fünf Litern lag und damit ziemlich genau auf dem Niveau der Scrambler-Modelle.

Ab 8.990 Euro ist sie in der roten Farbvariante zu haben. Weiß oder schwarz lackiert wechselt sie für 9.090 Euro und damit für exakt 100 Euro mehr den Besitzer. In Anbetracht der guten Verarbeitung und der für ein Mittelklasse-Einstiegsmotorrad hochwertigen Komponenten ein angemessener Betrag.

Ducati Monster 1200 S (2014) im Fahrbericht

Die neue Ducati Monster 1200 S - aufgebaut nach bewährter monströser Rezeptur, aufgebrezelt mit frischem Design und aufgewertet mit aktueller Technik. Mit dem muskulösen Stiernackentank ist auch die neue Ducati Monster 1200 S als solche sofort identifizierbar, technisch zeichnen jedoch einschneidende Veränderungen das neue Modell aus.

Durch die neue Chassis-Konstruktion mit reduziertem Gitterrahmen und das kurze Stummelheck greift die Ducati Monster 1200 S aktuelle Stilelemente von Diavel und Panigale auf. Und die Nachfolgerin der luftgekühlten Monster 1100 ist nun wassergekühlt, wie es früher nur die S4R-Sondermodelle waren. Das Testastretta-V2-Triebwerk der 1200er stammt von der 2013 mittels Doppelzündung aktualisierten Multistrada.

Große Veränderungen gab es auch bei der Ergonomie. In der Tat fühlt sich die neue Ducati Monster 1200 S erheblich bequemer an. Je vier ­Zentimeter höher und weiter nach hinten ­rückten die Lenkerenden. Wirklich bequem ist das nun vorn breitere und üppiger gepolsterte Sitzkissen. Die Sitzhöhe der Ducati Monster 1200 S kann zweifach verstellt werden. Mittels zweier dünnerer Zubehörsitzbänke oder einer dickeren sind Sitzhöhen von extrem niedrigen 745 bis rauf zu 830 Millimetern erreichbar. Die Abdeckkappe des Soziussitzes spendiert Ducati serien­mäßig. Damit der Monster-Fahrer den verbesserten Sitzkomfort ausgiebig genießen kann, wurde der Tankinhalt von 13,5 auf 17,5 Liter erhöht. Trotzdem bleibt die Taille im Kniebereich schön schlank.

Mit nominell 145 PS hält die Ducati Monster 1200 S leistungsmäßig einen respektablen Abstand zu den neuesten Streetfighter-Krea­tionen von BMW und KTM. Bewusst haben die Italiener den Testastretta-Motor, der in der Spitze erwiesenermaßen mehr Potenzial hat, zugunsten besserer Fahrbarkeit gedrosselt. Mächtig und mit sanftem, doch unerbittlichem Punch schiebt die Ducati Monster 1200 S an, lässt das Vorderrad im zweiten Gang eine Handbreit über dem Asphalt schweben - sofern der Fahrer die Assistenzsysteme entsprechend justiert.

Das TFT-Display bietet viel mehr Gestaltungsmöglichkeiten als herkömmliche LCD-Pendants, ist aber nicht immer optimal ablesbar. Zumindest die wichtigen Programme, die drei Fahrmodi, sind einfach während der Fahrt umzuschalten. Damit lässt sich - wie von Panigale, Diavel und Multistrada gewohnt - blitzschnell der Charakter der Maschine verändern. Im Sportmodus ist das Ansprechverhalten der Ducati Monster 1200 S ganz direkt, fast schon ein wenig aggressiv. Die Traktionskontrolle regelt recht spät, und das ABS lässt ziemlich spektakuläre Stoppies zu. Der Touring-Modus gestaltet alles moderater und sanfter. Erst im Urban-Modus wird auf 100 PS reduziert, Traktionskontrolle und ABS regeln dann sehr defensiv.

Das farbige TFT-Display lässt die üblichen Monochrom-Displays alt aussehen, es ist eher mit der Anzeige moderner Smartphones vergleichbar. Leider ist es nicht unter allen Licht­verhältnissen gut ablesbar, zumal sich der Himmel darin widerspiegelt. Infos werden in großer Fülle geboten, trotzdem vermisst man zwei substanzielle Dinge: Es gibt überraschenderweise keine Ganganzeige, und über den Tankinhalt gibt der Bordcomputer nur insofern Auskunft, dass beim Aufleuchten der Reserveleuchte eine Kilometeranzeige startet.

Die vollgetankt unter 200 Kilogramm leichte Ducati Monster 1200 S schnalzt es dermaßen heftig aus den Kurven, dass wohl kaum jemand auch nur ein Pferdchen in der Spitze vermissen wird. Im gesamten Drehzahlband ist kein Loch, nicht die geringste Delle zu erkennen, der Schub kommt ganz gleichmäßig und mit beeindruckender Macht.

Hier gab es bei früheren Monster-Versionen häufig Kritik. Bei der Ducati Monster 1200 S ist das anders. Man sitzt nun nicht nur gut, man fährt auch gut. Das neue Modell ist nicht so zugespitzt auf Handlichkeit getrimmt, es fährt sich auch nicht wie ein umgebautes Superbike. Vielmehr zeichnet es sich durch berechenbare Neutralität und unerschütter­liche Stabilität aus. Prä­zise folgt die Monster den Wünschen des Piloten, lässt sich auch auf holprigem Geläuf nicht aus dem Konzept bringen.

Die Ducati Monster 1200 S bietet überraschend viel Komfort, und sie wirkt besser ausbalanciert als jede Monster vor ihr. Brembo-Bremsen vom Allerfeinsten runden das Paket ab, die S-Version protzt mit Highend-M50-Zangen, wie sie in der Panigale verbaut sind.

Mit geschärfter Klinge geht Ducati also in den in diesem Jahr besonders heißen Kampf um die Krone im Segment der Big Nakeds. Und da wird sie mit explosivem Antrieb und zivilisierten Umgangsformen ein gewichtiges Wörtchen mitreden können.

Technische Daten der Ducati Monster 1200 S

Muskulös, mit einem Schuss Diavel und unverkennbar Monster.

Merkmal Daten
Motor Luftgekühlter Zweizylinder-Viertakt-90-Grad-V-Motor
Hubraum 1024 cm³
Nennleistung 106,6 kW (145 PS) bei 8750/min
Max. Drehmoment 125 Nm bei 7250/min
Gewicht vollgetankt 209 kg
Tankinhalt/Reserve 17,5/3,5 Liter
Preis 15.990 Euro

Ducati Monster 937 (2021)

Die Ducati Monster 937 2021 vereint kraftvolle Leistung mit einem agilen und sportlichen Design. Mit ihrem 937-ccm V2-Motor, der 111 PS bei 9.250 U/min leistet, bietet sie ein aufregendes Fahrerlebnis. Der Motor der Ducati Monster 937 2021 ist ein Testastretta 11° V2 mit 4 Ventilen pro Zylinder und desmodromic Ventiltrieb. Mit einem Hubraum von 937 ccm und einem maximalen Drehmoment von 93 Nm bei 6.500 U/min sorgt er für eine kraftvolle und dynamische Beschleunigung. Die Ducati Monster 937 2021 erreicht eine beeindruckende Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h.

Die Ducati Monster 937 2021 bietet zahlreiche fortschrittliche Sicherheitsfeatures, darunter ein Kurven-ABS, das auch in Schräglage für optimale Bremswirkung sorgt. Die Traktionskontrolle und die Anti-Wheelie-Control tragen zusätzlich zur Sicherheit bei, indem sie das Durchdrehen des Hinterrads und das unerwünschte Abheben des Vorderrads verhindern.

Mit einer Sitzhöhe von 820 mm bietet die Ducati Monster 937 2021 eine für viele Fahrer komfortable Ergonomie. Das Fahrwerk der Ducati Monster 937 2021 ist mit einer Ø43mm Marzocchi USD-Gabel und einem progressiven Gestänge mit einem einstellbaren Monoschock-Federbein ausgestattet. Die Ducati Monster 937 2021 hat ein Gesamtgewicht von 200 kg, was sie leicht und agil macht. Der Neupreis der Ducati Monster 937 2021 in Österreich liegt bei 13.795 Euro.

Ja, die Ducati Monster 937 2021 ist mit einer digitalen Ganganzeige ausgestattet.

Elektronische Ganganzeigen

Elektronische Ganganzeigen mit auswählbarer Hintergrundfarbe, um sie optisch an die Serieninstrumente anpassen zu können. Bei unserer Geartronic GT 3100 lässt sich die Farbe sogar per Touchscreen einstellen! Je nach Motorradmodell kann der Anschluss direkt Plug & Play am Diagnosestecker oder an den Instrumentenkabeln erfolgen.

Für Fahrzeuge mit mechanischen Tachos bieten wir Konverter an, die den Einsatz der Ganganzeigen auch hier ermöglichen. Für den Rennstreckeneinsatz bieten wir auch ein Modell mit integriertem Schaltblitz an.

Ducati Monster SP (2023)

In der zweiten Episode der Ducati World Première 2023 präsentiert Ducati die neue Monster SP via Stream. Schon der Fahrtest der „Standard-Monster“ bei der Markeinführung Anfang 2021 zeigte: Ducati Monster - das steht für Fahrspaß garantiert. Nun wollen die Italiener mit der „SP“ noch einen draufsetzen.

Die neue SP-Version zeichnet sich durch hochwertigere Komponenten aus, die das Motorrad leichter und somit sportlicher machen sollen. Der sportliche Charakter der Monster SP soll zudem durch die Lackierung in den 2022er-Farben der Desmosedici GP des Ducati Lenovo Teams, die goldene Eloxierung der Öhlins NIX30-Gabel und den serienmäßigen Schalldämpfer von Termignoni sofort ins Auge stechen. Auffällige Details sind die rote Sitzbank, das Monster-SP-Logo auf der Soziussitzabdeckung und das Logo von Ducati auf dem Kraftstofftank.

Ducati verspricht für die Monster SP eine bessere Bremsleistung, einen geringeren Gewichtstransfer sowie eine höhere Präzision in allen Fahrphasen.

Die voll einstellbaren Federelemente von Öhlins, deren Gabel 0,6 kg leichter ist als die der Monster und Monster +, erhöhen die Bodenfreiheit und vergrößern damit den maximal möglichen Schräglagenwinkel. Die Federelemente verfügen über eine sportlichere Abstimmung, wodurch die Monster SP beim Fahren auf kurvenreichen Straßen und auf der Rennstrecke profitieren soll. Die Aufrüstung der Bremsanlage mit „Brembo Stylema“-Bremssätteln mit Innenringen aus Aluminium für die 320 mm großen vorderen Bremsscheiben spart rund ein halbes Kilo an Gewicht ein und soll die Bremsperformance erhöhen. Weitere zwei Kilogramm speckt die „SP“ durch die Verwendung einer Lithium-Ionen-Batterie ab.

Das sportliche Potenzial der Monster SP dürfte sich durch den Lenkungsdämpfer, der die Stabilität beim Beschleunigen und in Kurven verbessern soll, sowie durch die Erstausrüstung mit Pirelli Diablo Rosso IV-Reifen weiter erhöhen. Außerdem hat Ducati für die „SP“ alle Fahrmodi neu kalibriert, um die Änderungen am Fahrwerk zu berücksichtigen. Hinzugekommen ist der neue Fahrmodus „Wet“. Dieser soll für mehr Sicherheit auf nasser Fahrbahn sorgen und wird die Leistungsfähigkeit des Motorrads an die Wetterverhältnisse anpassen und ergänzt die bekannten Fahrmodi „Sport“ und „Touring“.

Alle Modi können über das 4,3-Zoll-TFT-Farbdisplay bedient werden. Zur Serienausstattung gehören wie auch beim Basismodell Kurven-ABS, Traktionskontrolle und Wheelie-Kontrolle. Alle Elektronikhilfen können individuell angepasst werden. Als weitere elektronische Hilfe steht eine Launch Control zur Verfügung, die eine maximale Beschleunigung aus dem Stand heraus erlaubt.

Die Ducati Monster SP soll zu einem Preis von mindestens 15.290,-- Euro ab Ende dieses Jahres in den Handel kommen. Sie wird auch in einer leistungsreduzierten A2-Version erhältlich sein.

Ducati Monster 821 (2018) im Fahrbericht

Ein Facelift soll die Ducati Monster 821 für die nächste Saison noch sportlicher, noch moderner und noch fahrfreudiger machen. Nachdem 2017 die Monster 1200 gründlich überarbeitet wurde und die luftgekühlte 797 erstmals ihre Reifen auf den Teer dieser Welt stellen durfte, erhält nun das 206 Kilogramm schwere Mittelgewicht in Form der 821 eine Frischzellenkur.

Wie an allen bisherigen 23 Ducati Monster-Modellen dominiert ein einzelner Rundscheinwerfer die Front. Aus ihm strahlen neben der Halogen-Glühlampe für das Abblendlicht nun auch bläuliche Tagfahrlicht-LEDs. Über dem Scheinwerfer prangt das nagelneue TFT-Farbdisplay. Es löst das monochrome Vorgänger-Instrument ab und liefert die volle Bandbreite an wichtigen Infos wie den eingelegten Gang, den Durchschnittsverbrauch und die Restreichweite. Die Ablesbarkeit bleibt dank kräftigen Kontrasts selbst bei direkter Sonneneinstrahlung erhalten. Optional lässt sich das Display nun mit dem Ducati Multimedia System (232,05 Euro zzgl. Montage) aufpeppen, das die Kopplung mit dem Smartphone ermöglicht und beispielsweise Textnachrichten direkt auf den Bildschirm bringt.

Zwischen der Kommandozentrale und der serienmäßig höhenverstellbaren Sitzbank (zweistufig, 785 oder 810 Millimeter) streckt sich der schmale und sportlich gezeichnete 16,5-Liter-Tank, der auch auf der 797 und der Monster 1200 das Benzin bunkert. Er verpasst der Ducati Monster 821 im Vergleich zur Vorgängerin eine knackigere Linie, die wunderbar vom neuen Heckrahmen aufgenommen und weitergeführt wird. An diesem sind nun die Soziusfußrasten befestigt. So haben die Stiefel des Fahrers endlich mehr Spielraum nach hinten.

Intuitiv und mit nur einem Druck auf den Blinkerschalter an der linken Lenkerarmatur kann man eines der drei vorkonfigurierten, jedoch individualisierbaren Mappings auswählen. Sport, Touring (jeweils volle Leistung) und Urban (Leistung auf 75 PS reduziert) stehen zur Wahl, justieren die achtstufige Traktionskontrolle, das dreistufige ABS und den Power-Mode des Motors gleich mit. Noch erfreulicher ist es, dass der V2 in allen Modi gefühlvoll anspricht, im Sport-Modus Gasbefehle lediglich schneller, aber eben nicht härter umsetzt. Lastwechselreaktionen halten sich dabei ebenso in Grenzen wie die Vibrationen des Motors. Letztere sind zwar spürbar, aber nie störend. Benissimo!

Die sehr leichtgängige, servounterstützte und mit einer Anti-Hopping-Funktion ausgerüstete Kupplung ziehen, dank exakter Rastung spielerisch die zweite Gangstufe reinstiefeln. Einen kurzen Kontrollblick auf das TFT-Display wagen, dann ankern und die Ducati Monster 821 mit der neuen Serienbereifung gleich mal kräftig abwinkeln. Die Bremse (Brembo-Radialbremssättel) erst kurz vor dem Scheitelpunkt lösen, sich über das nicht zu starke Aufstellmoment der Pneus freuen, mit einem Stiefel-Tupfer anständig den zernarbten Asphalt grüßen, kurvenausgangs kräftig am Ride-by-Wire-Griff ziehen und den Zweizylinder wieder die Drehzahlleiter heraufstampfen lassen. Herrlich! Unter frechem V2-Stakkato aus dem neuen, kantig akzentuierten Endschalldämpfer schießt die neue Ducati Monster 821 engagiert vorwärts, läuft bereits unterhalb von 3.000 Touren rund.

Fantastisch, wie die Ingenieure das ABS für die Ducati Monster 821 abgestimmt haben. In schärfster Stufe schwebt das Hinterrad beim kräftigen Anbremsen vor der Kurve schon mal handbreit über dem Asphalt, in der defensivsten Stufe verhindert es jeden Stoppie im Ansatz. So soll es sein! Nur der in der Griffweite einstellbare Bremshebel dürfte einen exakteren Druckpunkt haben.

Die Preise der Ducati Monster 821 starten bei 11.490 Euro, womit sie nicht zum Schnäppchen wird. Mit der guten, entspannten, aber dennoch aktiven Sitzposition, dem angenehm breiten Lenker, dem neutralen Lenkverhalten und dem tollen Kompromiss aus agilem Handling und Stabilität bietet die Ducati Monster 821 beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche nächste Saison. Zumal man sie nun ab Werk auch noch mit einem Schaltautomaten ausstatten kann (214,20 Euro zzgl. Montage).

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