Früher waren Navigationsgeräte der mit Abstand größte Umsatzbringer des Elektronikkonzerns Garmin, heute sind es intelligente Sportuhren. Was im Jahr 2003 mit dem elektronischen Lauftrainer Forerunner begann, ist heute ein Milliardengeschäft - auch in Deutschland. Mehr als die Hälfte des Umsatzes macht inzwischen das Geschäft mit Smartwatches und Fitnessarmbändern aus. Kein Wunder, denn Garmin-Uhren sind zwar nicht billig, bieten aber gerade für Sportler eine Vielzahl praktischer und teilweise einzigartiger Funktionen. Bei der Funktionsvielfalt der Spitzenmodelle Fenix, Epix, Venu und Forerunner gibt es auch nach mehrmonatiger Nutzung immer wieder Neues zu entdecken.
Tipp 1: Einrichten der Sportaufzeichnung
Aktuelle Garmin-Smartwatches verfügen zwar über viele ausgefallene Zusatzfunktionen, im Kern handelt es sich aber in erster Linie um Sportuhren. Entsprechend einfach erweist sich der Start einer Aktivität: Die Taste oben rechts drücken, Sport auswählen, gegebenenfalls einige Sekunden auf das GPS-Signal warten, Aktivität starten und los geht’s. Aber Sie können das Ganze individuell anpassen. Vor allem lassen sich die Datenbildschirme so einrichten, dass die Uhr Ihnen nur benötigte Statistiken anzeigt. Vor allem Läufern und Fahrradfahren steht eine Fülle von Datenfeldern zur Auswahl, darunter Zeit, Entfernung, Tempo, Herzfrequenz und Trittfrequenz.
So funktioniert das (im Beispiel Garmin Epix, bei anderen Garmin-Modelle funktioniert es ähnlich):
- Wählen Sie wie gewohnt eine Aktivität aus. Vor dem Start drücken Sie auf die mittlere Taste links (Menü), wodurch sich das Optionsmenü öffnet.
- Öffnen Sie dann über die Taste oben rechts (Start/Stop) die Trainings-Einstellungen und darin den Punkt Trainingsseiten.
- Nun haben Sie die Möglichkeit entweder bestehende Datenfelder zu editieren oder neue hinzufügen. Zudem können Sie das Layout ändern (Anzahl der Datenfelder), die Datenfelder neu anordnen oder Datenfelder löschen. Passen Sie an, welche Daten Ihnen die Smartwatch während einer Aktivität anzeigt.
Alternativ managen Sie die Datenfelder über die App Garmin Connect. Tippen Sie darin auf Mehr, Garmin-Geräte und wählen Ihre Smartwatch aus.
- Wählen Sie dann Aktivitäten und Apps, die gesuchte Sportart (etwa Laufen), sowie Datenseiten.
- Im neuen Menü können Sie nun vorhandene Datenseite editieren sowie neue Datenseiten anlegen. Die Änderungen werden automatisch an die Smartwatch übertragen. Sie können auch über die Garmin Connect-App einstellen, welche Daten Ihnen die Garmin-Smartwatch beim Sport anzeigt.
Garmin Coach für personalisierte Trainingspläne
Dann engagieren Sie den Garmin-Coach, der Ihnen Anweisungen direkt auf die Uhr spielt. Sie finden den Trainer in der Connect-App unter Mehr, Training und Trainingspläne. Wählen Sie einen Plan aus, fragt Sie die App unter anderem, wie viel Sie bereits laufen oder Rad fahren und an wie vielen Tagen in der Woche Sie trainieren möchten. Außerdem können Sie einen virtuellen persönlichen Coach auswählen, der Sie auf Ihrem Weg begleitet. Dieser liefert Ihnen direkte Anweisungen rund um Aktivitäten und Intensität direkt auf die Smartwatch. Die Uhr erinnert Sie darüber hinaus daran, wann und wie Sie am besten trainieren. Mithilfe fundierter Trainingspläne erreichen Sie schneller Ihre Ziele. Sie finden die Funktion in der Garmin Connect-App unter Mehr, Trainings und Trainings erstellen.
An dieser Stelle stehen Ihnen Werkzeuge für alle möglichen Sportarten zur Verfügung. Sie können etwa Laufeinheiten inklusive Zeit, Entfernung, Tempo, Herzfrequenz-Bereich und vieles mehr basteln. Auf einigen Garmin-Smartwatches wie der Fenix, Epix und Venu 2 plus stehen zudem unter Mehr, Trainings und Trainings suchen vorgefertigte Pilates-, Yoga- und Krafttrainings zur Auswahl, die sogar animierte Anleitungen auf der Uhr enthalten. Und: Einfache Trainings, zum Beispiel Intervalleinheiten, lassen sich direkt auf der Smartwatch planen. Das geschieht über das Optionsmenü der einzelnen Sportarten.
Tipp 4: Ziffernblätter auf Garmin-Uhren anpassen
Zu einer Smartwatch gehört ein möglichst individuelles Ziffernblatt. Hier bietet Garmin einige Möglichkeiten. Zunächst sind einige Ziffernblätter auf der Uhr vorinstalliert. Um diese einzurichten, drücken Sie länger auf die Taste links in der Mitte (Menü) und wählen Displaydesign. Mit den Tasten links oben und unten scrollen Sie nun durch die verfügbaren Designs. Zum Auswählen drücken Sie die Taste oben rechts. Je nach Ziffernblatt haben Sie anschließend die Möglichkeit noch Dinge wie Zeiger und Farben dem eigenen Geschmack anzupassen. Zudem können Sie festlegen, welche Daten das Ziffernblatt anzeigen soll, etwa Fitness-Statistiken auch Dinge wie Temperatur oder Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Haben Sie Ihre Auswahl getroffen, wählen Sie Anwenden. Auf Smartwatches wie der Epix lassen sich mitunter sogar die Farben der verschiedenen Ziffernblatt-Elemente anpassen. Halten Sie zum Beispiel den Finger auf der Akkuanzeige, landen Sie direkt in den Energieeinstellungen.
Sagen Ihnen die vorinstallierten Ziffernblätter nicht zu, finden Sie eine große Auswahl im Garmin IQ-Shop. Den starten Sie über die Garmin Connect-App auf Ihrem Smartphone über Mehr und Garmin IQ-Shop. Wählen Sie ggfs. Ihr Gerät aus, tippen auf App Type und wählen Watch Faces. Tippen Sie auf ein Ziffernblatt, das Ihnen gefällt und dann auf Herunterladen. Nach dem nächsten Abgleich mit der Smartwatch richten Sie das neue Ziffernblatt wie oben beschrieben ein.
Tipp 5: Widgets arrangieren
Drücken Sie auf die Taste rechts unten (Down) (oder wischen nach unten), erscheinen die sogenannten Widgets. Diese enthalten beispielsweise Informationen zum aktuellen Fitnesszustand, zum Wetter, zu den eingegangenen Nachrichten, zum Kalender und vieles mehr. Sie können die Widget-Leiste individuell bestücken als auch die Reihenfolge ändern. Scrollen Sie dazu in den Widgets ganz nach unten bis zum Eintrag bearbeiten. Nun können Sie neue Widgets hinzufügen, überflüssige löschen und die Reihenfolge Ihrem Geschmack anpassen. Passen Sie an, welche Informationen Ihre Garmin-Uhr im Widget-Bereich anzeigt.
Sicherheitsfunktionen nutzen
Der wird automatisch kontaktiert, sobald die Uhr einen Sturz registriert (neuerdings nicht mehr bei Mountainbike-Aktivitäten). Voraussetzung dafür ist allerdings, dass Sie ein mit der Smartwatch gekoppeltes Smartphone bei sich haben. Das geht so:
- In der Garmin Connect-App tippen Sie auf Mehr, Sicherheits-Funktionen und Einrichtung starten.
- Im Folgenden geben Sie Ihre eigenen Daten an und fügen einen oder noch bessere mehrere Notfallkontakte samt Handynummer hinzu.
- Zudem richten Sie eine Notrufoption ein. Der hier hinterlegte Kontakt lässt sich im Notfall direkt über die Uhr anrufen, indem Sie obere linke Taste (Light) länger gedrückt halten. Das Einrichten eines Notfallkontakts kann Leben retten.
Verbinden mit anderen Diensten
Viele begeisterte Läufer und Radfahrer verfügen jedoch auch über ein Strava-Konto, in dem sie ihre Aktivitäten mit Freunden teilen und sich gegenseitig motivieren. Auch Komoot-Konten lassen sich mit Garmin Connect verknüpfen. Auch in diesem Fall landen gemachten Touren automatisch im „Gemacht“-Bereich der Outdoor-App. Weiterer Vorteil: Geplante Touren lassen sich direkt auf die Uhr (nur Garmin-Modelle mit Kartenmaterial) laden, die in diesem Fall als Navigationsgerät dient.
Um Dienste mit Garmin zu verknüpfen, tippen Sie in der Garmin Connect-App auf Mehr, Einstellungen und Verknüpfte Apps. Folgen Sie dann den Anweisungen. Ihr Garmin-Konto lässt sich mit vielen anderen Diensten verknüpfen, etwa Strava, Zwift, Komoot und sogar Office 365.
Nachtmodus aktivieren
Aber sicher wollen Sie nicht, dass Ihre Uhr die ganze Nacht lang vibriert und piept. Richten Sie daher den Nachtmodus ein, der zudem noch den Akku schont. Stellen Sie sicher, dass Sie keine Benachrichtigungen oder ein heller Bildschirm um den Schlaf bringen. Unter „Plan“ geben Sie dann an, wann Sie normaler Weise ins Bett gehen und wieder aufstehen. Anschließend aktivieren Sie den Schalter DND (Bitte nicht stören). Je nach Uhr haben Sie in diesem Menü außerdem die Möglichkeit das Displaydesign auszuwählen sowie den Touchscreen zu deaktivieren. Den „Energiesparmodus“ sollten Sie dagegen nicht aktivieren, da die Smartwatch sonst Ihre Schlafdaten nicht aufzeichnet.
Tipp 9: Mit der Garmin-Smartwatch Musik hören
Einige Smartwatch-Modelle von Garmin sind in der Lage Playlisten von Spotify, Amazon Music und Deezer zu synchronisieren, sodass Sie Ihre Musik auch dann genießen können, wenn Sie Ihr Smartphone zu Hause lassen. Voraussetzung dafür ist allerdings ein Premium-Abonnement bei einem dieser Dienste, mit den Gratis-Versionen funktioniert es nicht.
- Um den Musik-Dienst auf der Uhr einzurichten, öffnen Sie auf dem Smartphone die Garmin Connect-App und öffnen Sie über Mehr den Garmin IQ-Shop. Hier laden Sie die entsprechende Musik-App herunter, im Beispiel Amazon Music. Nach dem Herunterladen wird die App im Zuge der nächsten Synchronisierung auf Ihrer Smartwatch installiert.
- Auf der Uhr drücken Sie nun länger die Taste oben links (Light) und wählen Musikfunktionen. Wählen Sie hier den Dienst aus folgen Sie der Anleitung zum Verknüpfen, was durch Eingabe eines Codes auf einer Internetseite erfolgt. Dies ist nur einmalig erforderlich.
- Die Musik-App auf Ihrer Smartwatch zeigt Ihnen anschließend unter anderem Ihre erstellen Playlisten. Diese können Sie auf die Uhr herunterladen, sofern die Uhr mit einem WLAN verbunden ist.
- Ist das erledigt, können Sie an gleicher Stelle die Playlist wiedergeben. Zuvor müssen Sie allerdings über Neu hinzufügen noch Bluetooth-Kopfhörer mit der Uhr verbinden. Praktisch: Erstellen Sie Playlisten und übertragen diese auf die Smartwatch.
"Mein Tag" in der Connect-App anpassen
Um einzustellen, was unter „Mein Tag“ in der Connect-App angezeigt wird, scrollen Sie ganz nach unten und wählen Sie Mein Tag bearbeiten. Daraufhin erscheinen abhängig von Ihrem Garmin-Modell alle verfügbaren Datenquellen - angefangen beim Trainingszustand bis hin zu Flüssigkeitsaufnahme. Entscheiden Selbst, welche Daten Sie interessieren und welche nicht. Tippen Sie auf das Minuszeichen zum Löschen, um einen Datenpunkt zu entfernen, oder tippen und halten Sie die Schaltflächen rechts, um die Reihenfolge zu ändern. Statistiken, die Sie entfernen, sind weiterhin verfügbar, sie erscheinen nur nicht mehr unter „Mein Tag“. Bestimmen Sie, welche Daten in der „Mein Tag“-Übersicht erscheinen.
Garmin Edge Explore: Toureneinstellungen
Das Garmin Edge Explore lässt sich umfangreich konfigurieren und an ihre persönlichen Vorlieben anpassen. Ein wichtiges Menü sind die "Toureinstellungen". Außerdem kann die Reihenfolge der Seiten (über das Symbol unten rechts) und das Layout der einzelnen Seiten (= Anzahl an Datenfeldern und deren Inhalt) durch ein Antippen festgelegt werden. Für die Kartenseite gibt es ein Extra und zwar kann unter „Trainingsseiten > Karte > Karte“ ausgewählt werden ob die Karte immer oder nur bei einer aktiven Zielführung angezeigt wird - „immer“ stellt die in der Regel sinnvolle Auswahl dar.
Für die akustischen Hinweise ist ein Aktivieren der Töne unter „System > Töne“ notwendig. Für Radtouren hat sich eine Einstellung bewährt, bei der nur bei Erreichen des maximalen Bereichs 5 gewarnt wird. Als Einstellung wird für die „Alarmzone für maximale Herzfrequenz“ der Bereich 4 gewählt. Über diese Funktion wird das Starten einer neuen Runde eingestellt. Als „Auto Lap-Auslöser“ lässt sich z.B. eine Entfernung einstellen, allerdings ist dabei zu beachten, dass der minimale Wert 1.000 m beträgt.
Auto-Pause und Auto-Ruhezustand
Wenn aktiviert wird der Edge Explore nach fünf Minuten in den Ruhezustand versetzt. Der Ruhezustand wird allerdings nur eingeschaltet wenn keine Aktivität gestartet bzw. Ein Einschalten des Auto-Ruhezustands ist dann zu empfehlen, wenn öfters längere Pausen gemacht werden - oder wenn nach einer Tour schon einmal das Ausschalten vergessen wird. Die Auto-Pause sorgt für ein Anhalten der Aktivitätsaufzeichnung bei Stillstand („Wenn angehalten“) oder bei Unterschreiten einer benutzerdefinierten Geschwindigkeit.
Timer-Funktionen
Das Aufzeichnen einer neuen Aktivität wird über die Timer-Taste gestartet. Auswahl - In diesem Fall gibt es bei Erreichen einer definierten Startgeschwindigkeit (Minimum: 10 km/h) einen Hinweis zum Starten des Timers per Taste. Wird hingegen „Karte“ gewählt öffnet sich bei Abbiegungen eine separate Seite mit einer Detailansicht (Abbildung ganz rechts), die nach der Abbiegung wieder automatisch geschlossen wird. Die Einstellung „Karte“ hat folgenden Vorteil: Ist als Trainingsseite z.B.
Karteneinstellungen optimieren
Bei Bedarf kann die Karte schnell mit einer Zweifingerdrehung nach Norden ausgerichtet werden - dies erleichtert z.B. Bei aktiviertem Auto-Zoom zoomt der Edge Explore bei einer Abbiegung in die Karte hinein. Als Nachteil erweist es sich, dass anschließend nicht wieder automatisch herausgezoomt wird. Wer dauerhaft eine gute Übersicht über die vorausliegende Strecke haben möchte deaktiviert besser den Auto-Zoom und stellt einen Maßstab von 120m bis 300 m ein (= Maßstabsbalken in der Karte); damit wird ein guter Kompromiss zwischen Übersicht und Streckendetails erreicht. In der Einstellung „Nie anzeigen“ gibt es beim Navigieren keine Hinweise am oberen Kartenrand. Dies hat den Vorteil dass mehr Platz zur Verfügung steht bzw.
Es wird empfohlen die Einträge auf „Auto“ zu lassen, alternativ lässt sich ein Maßstab (= Maßstabsbalken auf der Karte) einstellen, oberhalb von dem bestimmte Typen nicht mehr angezeigt werden (z.B. Kartenpunkte = POI). Ausprobieren! Es kann z.B. Die plastische Geländedarstellung von Garmin-Karten vermittelt einen anschaulichen Eindruck des Geländes. Die Karte erscheint in den „Schattenbereichen” allerdings dunkler, die Ablesbarkeit wird dadurch beeinträchtigt. Folge: Die Displaybeleuchtung wird eher höher gedreht, der Stromverbrauch steigt. Alternativ „Automatisch” einstellen, dann verschwindet die plastische Karte beim Vergrößern der Karte.
Routing-Einstellungen
Die Routing-Einstellungen sind für das automatische Routing - und somit zum Durchführen ihrer Fahrradtouren - wichtig. Dahinter steckt ein bevorzugtes Routing entlang häufig befahrener Strecken („Heatmap-Prinzip“). Den Modus passend zu der aktuellen Aktivität einstellen (Offroad-Radfahren, Mountainbiken, …). Es besteht eine Auswahl zwischen “Distanz minimieren, Zeit minimieren, Geringer Anstieg“.
Bei Einschalten dieser Funktion wird das Positionssymbol auf den am nächsten gelegenen Verkehrsweg zentriert - unabhängig von der tatsächlichen Position. Für das Neuberechnen nach dem Abweichen von der eigentlichen Strecke bzw. Bei einem Abweichen taucht der Hinweis „Streckenabweichung“ am Display auf. In der Einstellung „Automatisch“ wird ohne Nachfrage eine neue Route berechnet, in der Einstellung „Auswahl“ wird die Frage „Neuberechnung möglich?“ angezeigt, die es durch Antippen zu bejahen gilt. In der Praxis hat sich die Einstellung „Aus“ bewährt. Bei einem Abweichen ist eine Orientierung auch mit Hilfe der Karte bzw.
Datensicherung und Wiederherstellung
Sie sollten den gesamten Inhalt des internen Speichers (Verzeichnis "Garmin") regelmäßig auf einer Festplatte sichern - falls es einmal Probleme geben sollte lassen sich damit viele Daten und Einstellungen wiederherstellen. Werksstandards wiederherstellen: Es werden alle vorgenommenen Geräteeinstellungen und das Aktivitätsprofil zurückgesetzt; das Tourenprotokoll bleibt erhalten. Nach einem Neustart gilt es wieder Sprache, Telefonverbindung, Einheiten, Zeitformat, Benutzerprofil, Sensoren … zu setzen (siehe aber unten, Wiederherstellung). Eine drastische (!) Möglichkeit zum Zurücksetzen des Edge Explore ist ein sogenannter Hardreset, z.B. wenn der GPS-Lotse nicht mehr reagieren sollte.
Insbesondere für Mac Anwender wichtig - Um den Edge Explore im Massenspeichermodus besser identifizieren zu können geben Sie dem Laufwerk am besten eine sprechende Bezeichnung, z.B. "EDGEEXPLORE". Vielleicht stört Sie der automatische Datenupload zu Garmin Connect - und Sie analysieren ihre Touren lieber in Garmin BaseCamp? in Garmin Express unter "Extras und Inhalt > Datenschutz" dem Upload widersprechen bzw.in der Connect App unter "Garmin-Geräte > Edge Explore > Allgemein > Autom.
Karten verwalten
Der Edge Explore kommt mit zwei vorinstallierten Karten - einer Basiskarte und einer Garmin Fahrradkarte, ergänzt um ein Höhenmodell sowie speziellen Karten für Zeitzonen bzw. Adressdaten. Alle zugrundeliegenden Kartendateien finden sich im Speicher in dem Verzeichnis \Garmin.
- INTL Standard Basemap: gmapbmap, gmapbmap.sum
- Garmin Cycle Map EU South West: D601700A.img, D601700A.gma, D601700A.unl
- Garmin Cycle Map EU North East (inkl.
Der Garmin Fahrradkarte können Sie ganz oder teilweise entfernen, beispielsweise wenn Sie die in der "South West" Karte enthaltenen Ländern nicht benötigen und andere Karten installieren wollen. Der Speicher des Edge Explore bietet - wenn alle Garmin-Karten drauf bleiben - noch Platz für rund 5 GB an Daten, z.B. für zusätzliche kostenlose OpenStreetMap-Karten. Die OSM-Karten laden Sie am besten in Form von Images herunter, benennen sie nach dem Download um (z.B. in freizeitkarte_DE_01_18.img) und kopieren sie in das Verzeichnis \Garmin. Die insbesondere für Mountainbiker interessanten Garmin Alpenvereinskarten werden in der Kompatibilitätsliste für den Edge Explore nicht aufgeführt.
Energiesparmaßnahmen
- Nicht die Kartenseite sondern eine Datenseite am Display haben und nur bei Bedarf zur Karte wechseln (das ständige Rendern der Karte zieht Saft).
- Auto-Seitenwechsel deaktivieren.
- Auto-Zoom der Karte ausschalten.
- Nicht benötigte Sensoren deaktivieren.
- Telefon-Verbindung ausschalten.
- Zeitlimit und Helligkeit der Displaybeleuchtung minimieren (ganz wichtig!)
- Den Auto-Ruhezustand bzw.
Zu dem Energiesparmodus schreibt Garmin in dem Edge Explore Handbuch folgendes: Im Energiesparmodus werden die Einstellungen automatisch angepasst, um die Batterie-Laufzeit für längere Touren zu verlängern. Bei Aktivitäten ist das Display aus. Sie können automatische Alarme aktivieren und auf das Display tippen, um es einzuschalten. Im Energiesparmodus werden GPS- Trackpunkte und Sensordaten seltener aufgezeichnet.
GPS-Einstellungen
In dem Ordner \GPS findet sich die Datei "EPO.BIN". In dieser Datei, die für eine schnelle Positionsbestimmung nach dem Einschalten sorgt, stecken aktuelle Daten zu den GPS-Satelliten. In den Systemeinstellungen stehen als "Aufzeichnungsintervall" zwei Optionen zur Auswahl. Für Radtouren reicht das Intervall „Intelligent“ in der Regel vollkommen aus. Dann werden die Positionen („Trackpunkte“) nach einem vorgegebenen Algorithmus aufgezeichnet (z.B. bei Richtungsänderungen). In der Einstellung “1 s“ werden die FIT-Dateien einerseits größer da deutlich mehr Positionen gesetzt werden, andererseits gibt es bei Stillstand (Ampeln, Pausen) unnötige Punktwolken; in diesem Fall sollten sie zusätzlich die Auto-Pause aktivieren. Der Vorteil von „1 s“ sind detailliertere Aufzeichnungen, dies kann insbesondere beim Verwenden eines Herzfrequenz- bzw.
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