Wir haben 44 aktuelle Sportuhren zum Preis zwischen 50 und 700 Euro getestet, davon sind derzeit 41 noch erhältlich. Dabei definieren wir als Sportuhr Modelle, die mit GPS ausgestattet sind und damit in der Lage, zurückgelegte Strecken beim Joggen oder Fahrradfahren zu messen. Wenn Sie das nicht brauchen, reicht auch ein Fitness-Tracker. Die sind deutlich günstiger zu haben.
Die Übergänge zwischen diesen drei Kategorien sind allerdings fließend und ändern sich auch mit der technischen Entwicklung. Wir geben uns Mühe, die verschiedenen „Wearables“ nach ihrem primären Anwendungsfokus zu klassifizieren - was im Einzelfall allerdings nicht immer leicht fällt.
Worauf sollte man bei einer Sportuhr achten?
Wer sich eine Sportuhr zulegt, sollte unbedingt vorher definieren, welche Funktionen einem wichtig sind. Garmin bietet beispielsweise eine riesige Fülle an Sportuhren an, die einen teilweise gigantischen Funktionsumfang bieten. Das ist allerdings nur für diejenigen praktisch, die diese Optionen auch wirklich benötigen und nutzen. Denn der Bedienkomfort leidet darunter. Man muss sich Zeit nehmen, die Handbücher durcharbeiten und Schritt für Schritt lernen, was alles möglich ist.
Ein Unterscheidungskriterium von Sportuhren besteht noch in der Genauigkeit, wie Messdaten erfasst werden. Herzfrequenz, Distanzen und Höhen sollten möglichst präzise sein. Natürlich gilt: Die Ausstattung hängt vom spezifischen Anwendungszweck ab.
Grundsätzlich und unabhängig von der Preisklasse ist ein Beschleunigungssensor wichtig, der ganz allgemein Bewegungen erfasst - also Schritte, Schwimmzüge, Radtouren oder teilweise auch Übungswiederholungen im Kraftraum. Zwar berechnen einige Sportuhren die Höhe anhand des GPS-Sensors, exaktere Ergebnisse liefert jedoch ein Barometer - ein wichtiges Extra für Wanderer.
Höherwertigere Sportuhren erlauben das Koppeln mit einem Brustgurt. Ein Brustgurt kann die eigene Herzfrequenz sehr exakt messen. Wer sich in einer bestimmten Sportart verbessern will, sollte darauf achten, dass die Uhr Trainingspläne individuell erstellt oder zumindest das Anlegen von Trainingsplänen gestattet. Auch hinterlegte Workouts sind sinnvoll.
Das Thema Akkulaufzeit haben wir weiter oben schon erläutert: Soll eine Sportuhr möglichst lange durchhalten, ist ein transflektives MIP-Display einem OLED vorzuziehen.
Die besten Garmin Uhren im Test
Garmin Venu 3
Die Garmin Venu 3 ist leicht, unauffällig und punktet durch zahlreiche präzise Fitnesswerte. Die Garmin Venu 3 ist für uns die beste Sportuhr für die meisten Hobby- und professionelleren Sportler. Sie eignet sich aufgrund ihres schlanken Designs als »normale« Armbanduhr und ist nicht so wuchtig wie andere Outdoor-Sportuhren, die man im Alltag kaum tragen kann.
Die Venu 3 ist in den Farben Steinweiß/Silber und Schwarz/Schiefergrau zu haben. Das Gehäuse besteht aus faserverstärktem Polymer, bei der Lünette kommt Edelstahl zum Einsatz. Das weiche Silikonarmband ist für einen Handgelenksumfang von 135 bis 200 Millimeter geeignet.
Alternativ bietet Garmin die Venu 3S an. Hier ist das Display 1,2 Zoll groß, wählen kann man zwischen den Farbkombinationen French Gray/Softgold, Kieselgrau/Schiefergrau, Salbeigrau/Silber, Dust Rose/Softgold, Elfenbein/Softgold und French Gray/Softgold. Neben Silikon- kommen hier auch Lederarmbänder zum Einsatz.
Wir hatten die Venu 3 im Test. Im Gegensatz zum Vorgänger Venu 2 ist das Display minimal von 1,3 auf 1,4 Zoll gewachsen, dies gilt auch für die Auflösung mit 454 x 454 Pixel (vorher: 416 x 416 Pixel). Schärfe, Leuchtkraft, Schwarzwert und Blickwinkelstabilität sind top. Verarbeitung, Materialqualität und Robustheit der Garmin-Uhr sind gut. Sie ist eine Uhr für jeden Tag, man erkennt sie nicht als reinen Begleiter für sportliche Einsätze. Außerdem trägt sie nicht zu dick auf. Das Silikonarmband ist weich und verschmutzt nicht zu schnell. Mit gerade mal 46 Gramm ist die Venu 3 außerdem ein angenehmes Leichtgewicht.
Eine Always-on-Funktion ist verfügbar, verschiedene Zifferblätter bzw. Watchfaces stehen ebenfalls zur Auswahl. Die Display-Helligkeit reguliert sich bei Bedarf selbst, die Maximalhelligkeit reicht im Freien locker aus.
Premiere feiert ein spezieller Rollstuhl-Modus. Ein integrierter Lautsprecher und ein Mikrofon ermöglichen es Benutzern nun, direkt vom Handgelenk aus Anrufe zu tätigen und entgegenzunehmen oder auf Textnachrichten zu antworten (bei Kopplung mit einem kompatiblen Apple- oder Android-Smartphone).
Tag und Nacht kann die Venu 3-Serie Herzfrequenz, Atmung, Pulsoximeter, Stress und den Energiestand der Körperbatterie verfolgen. Während des Schlafens überwacht die Uhr die Herzfrequenzvariabilität, um Benutzern ein tieferes Verständnis ihres allgemeinen Gesundheitszustands zu vermitteln. Außerdem bietet sie auf Reisen personalisierte Tipps zur Reduzierung des Jetlags.
Die Funktion »Body Battery« berechnet anhand von Stress, Herzfrequenz, Schlaf und Aktivitätsgrad die Energiereserven des Körpers. Interessant ist es zu verfolgen, wie diese tagsüber abnehmen bzw. Mehr als 30 Sport-Apps sind integriert - vom Gehen und Laufen über Radfahren, Schwimmen im Schwimmbad bis hin zu Aktivitäten für Rollstuhlfahrer. Ebenfalls sind animierte Workouts für Kraft, HIIT, Pilates und Yoga installiert.
Darüber hinaus können Benutzer in der Garmin Connect-App aus mehr als 1.600 Übungen ihre eigenen Schritt-für-Schritt-Workouts erstellen und diese direkt an die Uhr senden. In den Tag startet man auch mit der Venu 3 mit dem von uns geliebten Morgenbericht: So erhält man direkt nach dem Aufwachen einen Überblick über Schlaf, Erholung, Herzfrequenzvariabilitäts-Status (HRV) und mehr.
Nachts behält die Uhr den Überblick über verschiedene Schlafstadien, Nickerchen und andere wichtige Messwerte wie Pulsoximeter und HRV. Der Schlafcoach gibt Tipps zur optimalen Menge an Schlaf. Auf dem Display selbst hat man während des Trainings Einblick in wichtige Parameter und ansprechende farbige Grafiken etwa zum Aufladen und Verbrauch der Energiereserven, zum Verlauf der Herzfrequenz oder zum Schlaf. Auch Anfänger und Hobbysportler können auf Anhieb mit den meisten Werten und Grafiken etwas anfangen. Die »Garmin Connect«-App für Apple und Android gehört für uns zu den besten Sportuhren-Apps am Markt.
Übersichtlich gestaltet, ist diese eine echte Oase für Daten-Freaks. Auch hier findet man alles zu Stress, Herzfrequenz, absolvierten Schritten, Atmung, Schlaf und Co. Absolvierte Strecken lassen sich dank GPS präzise nachverfolgen. Auch wenn das Ergebnis wehtun kann: Anhand von wöchentlicher Aktivität, Ruhepuls, BMI und Körperfettanteil berechnet die Uhr, ob der Körper älter oder jünger als das chronologische Alter ist.
Um Stress und Ängste abzubauen, stellt die Venu 3 Meditationspraktiken zur Verfügung. Unterwegs können Benutzer Garmin Pay zum kontaktlosen Bezahlen an bestimmten Kassen oder in öffentlichen Verkehrsmitteln einsetzen. Die Bedienung erfolgt recht intuitiv über das sensibel reagierende Display oder drei seitliche Bedientasten. Diese dürften gerne einen Tick länger und feinfühliger sein.
Mit der Messgenauigkeit sind wir insgesamt sehr zufrieden. Über die Länge der Akkulaufzeit entscheidet vor allem die Häufigkeit, wie man GPS nutzt. Permanent mit GPS hält die Venu 3 rund einen Tag durch. Im Smartwatch-Modus sind es bis zu 14, im Energiespar-Modus bis zu 26 Tage.
Insgesamt fällt das Medienecho auf die Garmin Venu 3 sehr positiv aus. Für das, was Garmin mit der Venu 3 anbieten will, nämlich eine hervorragende Armbanduhr, die mit smarten Features und einem eleganten Design überzeugt sowie nebenbei noch für Trainingseinheiten und zur Gesundheitsüberwachung taugt, macht der Hersteller einen hervorragenden Job. Zudem hat Garmin die Venu 3 gegenüber dem Vorgängermodell in diverser Hinsicht verbessert und erweitert, sodass sich auch für Besitzer der Venu 2 ein Kauf lohnen kann.
Die Venu 3 punktet mit vielen sinnvollen Funktionen, einer guten Gesundheitsüberwachung, soliden Trainingsoptionen und einem eleganten Design. Die Garmin Venu 3 erweist sich im Test als zuverlässige Sport-Smartwatch. Vor allem die Akkulaufzeit beeindruckt: Im Alltagsmodus ohne GPS hält die Uhr gut 3,5 Tage durch. Generell ist die Bedienung gut. Das OLED-Display ist hell und scharf. Auch mit Blick auf die Sportfunktionen gibt es wenig zu kritisieren. Die erforderlichen Sensoren zur Körperanalyse sind an Bord, zur Vollständigkeit fehlt nur die EKG-Messung. Lediglich bei den smarten Funktionen gibt es gewisse Einschränkungen.
Die Stiftung Warentest hat die Garmin Venu 3 im Test 6/2024 unter die Lupe genommen und eine Gesamtnote »Gut (1,8)« vergeben.
Garmin Fenix 8
Die neue Garmin Fenix 8 ist da und setzt mit einigen Neuerungen neue Maßstäbe in der Welt der Multisportuhren. Neben dem bisherigen transflektiven MIP-Display setzt Garmin erstmals in der Fenix-Reihe auch auf ein hochauflösendes AMOLED-Display, das mit hervorragender Ablesbarkeit bei Tag und Nacht punktet. Zu den Highlights gehören auch die Sprachsteuerung und die Möglichkeit der Telefonie in Verbindung mit einem Smartphone.
Die Fenix 8 gibt es in drei Größen (43, 47, 51 mm). Die große Modellauswahl ist allerdings etwas verwirrend. So gibt es mit Solarfunktion nur die Größen 47 mm und 51 mm in Kombination mit dem "einfacheren" transflektiven MIP-Display. Interessant sind die Modelle mit dem neuen AMOLED-Display. Zwar wurde bei diesen die Akkulaufzeit gegenüber der extrem sparsamen Fenix 7 reduziert - mit bis zu 16 Tagen bei ausgeschaltetem Always-on-Display liegt sie aber immer noch auf hohem Niveau. Doch das neue Farbdisplay macht einen sehr edlen Eindruck und sorgt vor allem nachts für perfekte Ablesbarkeit. Wer eher die maximale Akkulaufzeit haben möchte, greift zur großen Fenix 8 Solar, die dank eines effizienteren Solarmoduls bis zu 48 Tage Laufzeit im Smartwatch-Modus bieten soll.
Wir hatten die 47 mm Fenix 8 mit Amoled-Display im Test. Die Uhr besticht durch einen sehr guten Tragekomfort. Das Silikonarmband bietet jetzt einen deutlich höheren Flex-Anteil, was die Passform beim Sport oder auch im Alltag verbessert. Neu und sehr spannend ist natürlich das eingebaute Mikrofon, mit dem die Fenix 8 nun wie Apple und Co. Telefonanrufe oder Sprachbefehle empfangen kann. Sogar eine Diktierfunktion ist mit an Bord. Das Telefonieren funktioniert wirklich gut. Zwar ist die Lautstärke eher gering, aber bei unseren Tests hat es für kurze Gespräche auch auf dem Bike erstaunlich gut funktioniert. Die Sprachsteuerung funktioniert sehr zuverlässig, wenn auch etwas verzögert.
Neu ist auch, dass alle Modelle über eine integrierte Taschenlampe verfügen, die in der Nacht sehr praktisch ist und mehr als nur ein Schlüssellochfinder ist. Sie war während unseres Tests sehr häufig in Gebrauch, was ihren Nutzen unterstreicht.
Die Tasten der Fenix 8 sollen nun eine höhere Dichtigkeit erhalten haben, so dass die Uhr für Tauchgänge bis 40 Meter zertifiziert ist. Auch die Haptik der Drucktasten hat sich spürbar verändert. Sie machen einen hochwertigen Eindruck, sind etwas leichtgängiger als bei der Fenix 7 und geben ein präzises haptisches Feedback. Optisch auffällig ist die neue verschraubte Aluminiumabdeckung zwischen den rechten Tastern, die die Sensoren schützen soll.
Natürlich hat Garmin auch bei der Bedienung einiges verändert, ohne dabei die Funktionen oder die Bedienlogik komplett über den Haufen zu werfen. So ist die Individualisierung des Watchface umfangreicher, aber auch intuitiver geworden. Praktisch: Die bevorzugten Sportmodi wie MTB, Gravelbike, Rennrad oder E-MTB lassen sich jetzt oben im Menü anheften, so dass man schnell darauf zugreifen kann. Während der Aktivität ist der Touchscreen deaktiviert, kann aber bei Bedarf mit einem Wisch schnell wieder eingeschaltet werden. Insgesamt hat sich die Bedienlogik nicht grundlegend geändert, was alte Garmin-User zu schätzen wissen.
Die GPS-Navigation ist nach wie vor hervorragend und liefert auch in schwierigem Gelände präzise Daten. Neu ist die dynamische Routenberechnung, die nun ähnlich wie bei Google Maps beim Verlassen des Tracks eine neue Route berechnet und nicht einfach zur alten zurücknavigiert.
Natürlich bietet die Fenix 8 auch die bekannten Features speziell für Radfahrer: Dank ANT+, Bluetooth und WLAN lässt sich die Uhr nahtlos mit Wattmesssystemen, E-Bike-Motoren und sogar Srams AXS-Schaltungen koppeln. So können Daten wie der Akkustand des E-Bikes, die Restreichweite oder der aktuell eingelegte Gang direkt auf der Uhr angezeigt werden. Über die Connect-IQ-Plattform können zudem zahlreiche Apps wie Komoot oder andere fahrradspezifische Erweiterungen kostenlos heruntergeladen werden.
Für Sportler, die ihre Leistung optimieren wollen, bieten Fitnessmetriken, der Morgenbericht und Funktionen wie "Hillscore" oder Wetterkarten-Overlays wertvolle Einblicke. Der 32 GB große Speicher bietet Platz für Musik und Offline-Playlisten von Diensten wie Spotify. Damit bietet die Fenix 8 nicht nur Sport- und Fahrradfunktionen, sondern auch tolle Alltags- und Unterhaltungsmöglichkeiten.
Die für ihre umfangreichen Auswertungen und Trainingspläne bekannte Garmin Connect App wurde weiter optimiert und ist nun noch intuitiver zu bedienen.
Auch preislich hat die Fenix 8 ordentlich zugelegt. Sie beginnt bei 999 Euro. Die 51 mm Version kostet bis zu 1299 Euro, die Solarvariante ist ab 1099 Euro zu haben. Tipp für Preisbewusste, die trotzdem das neue Amoled-Display haben wollen: Garmin bietet mit der neuen Fenix E eine günstige Version für 799 Euro an, allerdings ohne Sprachsteuerung und Telefoniefunktion.
Fazit:Keine Frage, die neue Fenix 8 überzeugt mit einem brillanten Display, modernster Konnektivität und einer riesigen Auswahl an Sportmodi. Und mit integrierter Sprachsteuerung und Telefoniefunktion ist sie im Vergleich zum Vorgängermodell Fenix 7 noch attraktiver geworden. Aber ist sie ein Muss für alle, die eine Multisportuhr suchen? Der hohe Preis sagt Nein. Doch mit präziser GPS-Navigation und Garmins langjähriger Erfahrung in der Fitnessanalyse ist die neue Fenix 8 wieder einmal eine gelungene Smartwatch für Bikerinnen und Biker. Vor allem, weil Funktionen wie die Kopplung mit E-Bike-Systemen, elektronische Schaltung oder Wattmessung und viele fahrradspezifische Modi in dieser Vielfalt einzigartig sind.
Garmin Forerunner 970
Die Garmin Forerunner 970 ist da und kann jetzt auch EKG - kann die Sportuhr den bisherigen Testsieger unserer Bestenliste verdrängen? Der Testbericht zeigt es. Garmin selbst nennt sie die bislang „beste Lauf- und Triathlon-Smartwatch“ und stattet sie mit AMOLED-Touch-Display, einem 1-Kanal-EKG und zahlreichen Trainings-Features aus.
Anders als bei der Fenix-Reihe legt Garmin bei den Forerunner-Smartwatches mehr Wert auf ein dezentes Design - die Forerunner 970 bildet da keine Ausnahme. Optisch ähnelt sie stark dem Vorgängermodell: Die Unterschiede zwischen beiden Uhren sind auf den ersten Blick minimal. Die physische Größe der Forerunner 970 entspricht nahezu exakt der Forerunner 965, lediglich das Gehäuse ist um wenige Millimeter flacher. Das Gewicht von 53 Gramm, die Displaygröße von 1,4 Zoll und die Auflösung des AMOLED-Bildschirms von 454 × 454 Pixeln bleiben unverändert.
Damit setzt Garmin bei der Forerunner 970 auf die bewährten Stärken der 965: Die Uhr wirkt hochwertig und überzeugt mit exzellenter Verarbeitung - nicht zuletzt durch die Titan-Lünette. Das farbenfrohe, helle AMOLED-Display ist jederzeit gut ablesbar, auch bei direkter Sonneneinstrahlung oder schrägem Blickwinkel. Praktisch: Die Schriftgröße lässt sich individuell anpassen - ein Pluspunkt für Nutzer mit eingeschränktem Sehvermögen. Als Sportuhr für Triathleten ist die Forerunner 970 bis 5 ATM wasserdicht.
Die Einrichtung der Garmin Forerunner 970 verläuft reibungslos und ohne Überraschungen. Wer schon eine Garmin-Smartwatch genutzt hat, findet sich sofort zurecht. Neue Nutzer werden von einem Tutorial unterstützt, das nach der Bluetooth-Kopplung mit der Garmin Connect App Schritt für Schritt durch die wichtigsten Funktionen führt. Auf Wunsch lassen sich direkt Features wie Garmin Pay, der Sprachassistent oder die EKG-Funktion aktivieren.
Die Garmin Connect App bleibt im Kern unverändert: Sie bietet eine enorme Datenfülle, die jedoch zulasten der Übersichtlichkeit gehen kann. Hat man sich jedoch in den Menüs zurechtgefunden, liefert die App eine beeindruckend detaillierte Auswertung von Gesundheits- und Trainingsdaten - hier spielt Garmin weiterhin in einer eigenen Liga und bleibt der Konkurrenz deutlich voraus.
Wie schon die Forerunner 965 richtet sich auch die Garmin Forerunner 970 gezielt an Ausdauersportler und Triathleten. Die Trainingsprofile und Funktionen sind speziell auf diese Zielgruppe zugeschnitten. Zu den zentralen Features zählt die Berechnung der Running Economy: Sie analysiert Lauftempo, Herzfrequenz, dynamische Laufwerte und den Geschwindigkeitsverlust, um den Energieverbrauch beim Laufen zu ermitteln.
Weitere getestete Modelle
- Hama Smartwatch 7010: Eine preiswerte Sportuhr mit eingebautem GPS, gutem Display und super hohem Bedienkomfort.
- Coros Pace Pro: Keine 50 Gramm bringt die Coros Pace Pro auf die Waage. Wer beim Sport so wenig zusätzliches Gewicht wie möglich mit sich herumschleppen will, macht mit der Coros Pace Pro alles richtig.
- Amazfit Balance: Künstliche Intelligenz hilft auf der Amazfit Balance, personalisierte Trainingspläne zu erstellen.
- Suunto Race: Dank digitaler Krone, übersichtlicher Menüs und einer intelligenten Menüstruktur fühlt man sich hier schnell zu Hause.
Vergleich von Sportuhren, Fitness-Trackern und Smartwatches
Mit Sportuhren, Fitness-Trackern und Smartwatches haben wir drei auf den ersten Blick recht ähnliche Wearables im Test, die nicht immer leicht voneinander abzugrenzen sind. Außerdem sollte eine Sportuhr wasserdicht und von Gehäuse und Armband her für sportliche Aktivitäten ausgelegt sein.
Im Gegensatz zu den Sportuhren lassen sich Smartwatches mit zusätzlichen Apps bestücken. Sportuhren legen ihren Fokus dagegen, wie es der Name schon verrät, ganz klar auf sportliche Aktivitäten. Neben der Pulsmessung erfassen die Begleiter am Handgelenk darüber hinaus auch den Kalorienverbrauch, zurückgelegte Schritte, Blutsauerstoffgehalt, überwundene Höhenmeter und Distanzen.
Displaytechnologien
Sportuhren unterscheiden sich hauptsächlich im Display, in der Ausstattung und beim Bedienkomfort. Sogenannte AMOLED-Displays, wie sie in der Regel auch bei Smartwatches zum Einsatz kommen, sind super hell, haben leuchtende Farben, ein sattes Schwarz und eine tolle Blickwinkelstabilität.
Sogenannte transflektive MIP-Displays (Memory in Pixel) sind demgegenüber recht kontrastarm und blass. Am besten sehen diese im Freien bei ausreichend hellem Umgebungslicht aus. In abgedunkelten Umgebungen aktiviert man am besten die Display-Beleuchtung, falls vorhanden. Vorteil: Die MIP-Display-Technik ist sehr stromsparend, dadurch sind lange Akkulaufzeiten von 20 Tagen und mehr möglich.
Tabelle: Vergleich ausgewählter Sportuhren
| Modell | Display | Akkulaufzeit (Smartwatch-Modus) | GPS | Besondere Funktionen | Preis (ca.) |
|---|---|---|---|---|---|
| Garmin Venu 3 | AMOLED | Bis zu 14 Tage | Ja | Rollstuhl-Modus, Anrufe, Garmin Pay | Ab 450 € |
| Garmin Fenix 8 | AMOLED / MIP (Solar) | Bis zu 16 Tage (AMOLED) / Bis zu 48 Tage (MIP Solar) | Ja | Sprachsteuerung, Telefonie, Taschenlampe | Ab 999 € |
| Garmin Forerunner 970 | AMOLED | Bis zu 15 Tage | Ja | EKG, Taschenlampe, Telefonie | Ab 700 € |
| Hama Smartwatch 7010 | LCD | Bis zu 7 Tage | Ja | Preiswert | Ab 70 € |
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