Das Garmin Zumo 340 LM CE ist ein Einsteiger-Navi für Motorradfahrer, das durch exzellente Routenanzeige, klar verständliche Ansagen und robuste Hardware - vom Gerät selbst bis zur Motorradhalterung - punktet. Ein echter Pluspunkt ist das im Kaufpreis enthaltene Karten-Update ohne zeitliches Limit.
Ausstattung und Funktionen
Die 300er Serie löst die 200er ab, die bei Garmin Schweiz als nicht mehr lieferbar gelten. Das neue 340 ist neuer, technisch schlechter wird es nicht geworden sein. Wenn ich mir angucke, was z:B. bei TomTom Upgrades kosten, wäre für mich ein Lifetime-Gratisupgrade ein wichtiges Feature.
Es gibt eine wichtige Änderung: Das 660 wird mit der PC-Planungssoftware Mapsource ausgeliefert, mit dem 340 stellt Garmin auf eine neue Planungssoftware namens Basecamp um. Noch eine Änderung: Das 660er hat einen SD-Kartenslot, das 340er einen eingebauten Speicher. Der ist an sich robuster als die Karte, die kann kaputt gehen. Ich weiß vom TomTom, dass die beim Wechsel vom Rider II auf den Urban Rider ebenfalls die SD-Karte durch einen internen Speicher ersetzt haben.
Garmin baut im Moment Moppednavis in drei Preisklassen. Sie müssen schon allein aus Marketinggründen bei den billigen Navis Features weglassen, damit auch jemand die teureren kauft.
Die Zumo 340/350LM Serie zeichnet sich durch ein neues Gehäuse und ein softwareseitig geändertes Erscheinungsbild aus. Auf der Habenseite verzeichnen die neuen Zumos eine Info-Layer-Ansicht (Verkehr, POI entlang der Straße, Reiseaufzeichnung/Track) und eine Suchfunktion, die nur POI's an der Route findet. Das ist praktisch, denn so finden sich schnell Sehenswürdigkeiten, Tankstellen oder andere POI's die auf der Route vor einem liegen. Bei Doppeltipp auf den Karten-Screen erscheint ein weiteres Suchmenü mit dem sich gezielt nach POI's suchen lässt.
Der Zumo 340/350 LM schließen eine Lücke zwischen den Zumo 220 CE und Zumo 660, die Tage des Zumo 550 hingegen sind gezählt. Genau wie die bewährte Kartensoftware Mapsource, werden beide in allmählich auf Rente geschickt. Positiv auffallend an den Zumo 340/350 LM-Geräten ist das Lifetime Kartenupdate (verfällt nach 24 Monaten Nichtbenutzung) und erleichternde Funktionen und Schnelligkeit der Routenplanung, wie die Suche entlang der Route.
Die neuen Zumos bedienen sich eines neuen Kartenformates, das nicht mehr NT sondern NTU = New Technology Unicode heißt. Es unterstützt also den Unicode Zeichensatz. Beim Download erkennen entsprechende Garmin-Programme welche Karte notwendig ist (NT oder NTU) und installieren dann automatisch die richtige Version. Auf SD-Karte stellt Garmin weiterhin die Karten im NT Format zur Verfügung.
Das ist nahezu baugleich mit dem zumo 340LM CE und unterscheidet sich von diesem vor allem im Umfang der mitgelieferten Karten (damit auch von der Größe des internen Speichers). Die Buchstabenkombination „LM“ steht übrigens für „Lifetime Maps“, d.h. Garmin bietet damit lebenslange Karten-Updates (bis zu viermal jährlich) auch ohne additiv zu buchenden Service („nümaps Lifetime“) an. Mit veralteten Karten navigiert es sich schließlich nicht sonderlich gut.
Wie beim zumo 550 und 660 auch sind auch beim zumo 350LM sowohl eine Motorrad- als auch eine Autohalterung, jeweils inkl. Stromversorgungskabel enthalten (beim zumo 340LM fehlt die Autohalterung). Angesichts der nur 2 Kontakte an der mitgelieferten Motorradhalterung stellt sich dann auch noch ziemlich schnell die Frage, was denn sonst noch alles fehlt.
Im Gegensatz zum zumo 660 hat der zumo 350 kein so eckiges Design mehr, sieht entsprechend ästhetischer aus und erinnert vom Gehäuse her mehr an einen modernen zumo 550. Es ist leicht geschwungen und nur in der Mitte etwas dicker als der zumo 660. Der matte und haptisch angenehme Kunststoff ist oben und unten noch mit einer Gummiauflage versehen (die auf der Unterseite auch die Abdeckung für den Audio-Ausgang sowie den micro-SD-Kartenslot bildet) und rutscht damit sicher etwas weniger leicht aus der Hand.
Motorradhalterung und Montage
Auch die serienmäßige Halterung zeigte bei ersten Tests kaum Schwächen, von Touratech gibt es nun aber eine Halterung in bewährter Qualität. Die TT-Lenkerhalterung ist außerdem abschließbar, lässt sich schnell ver- und entriegeln und kann mit andern Touratech-Anbauadaptern oder dem RAM-Mount Kugelgelenk-System kombiniert werden.
Die Motorradhalterung ähnelt der des zumo 660, die sich als ausreichend stabil herausgestellt hat; die ebenfalls mitgelieferte Rammount-Halterung ist sogar identisch und erlaubt damit - evtl. in Verbindung mit anderen Rammount-Teilen - die Montage an nahezu jedem Motorrad. Neuerdings ist das Stromversorgungskabel auch nicht mehr fest mit der Halterung verbunden, auswechselbar und mit 2 m Länge immer noch reichlich bemessen.
Beim zumo 350 kann man die Halterung auch ohne Kabel nutzen, was denjenigen entgegenkommt, die für ihre Fahrten mit der Laufzeit des eingebauten Akkus auskommen. Motorradhalterung inkl.
Display und Ablesbarkeit
Das Display gefällt auch bei Sonneneinstrahlung durch gute Ablesbarkeit. Selbst wenn es momentan sicherlich zu einem der besten Touchscreen-Displays auf dem Markt gehört, Wunder sollte man auch hier nicht erwarten. Kannst du bei allen Geräten komplett vergessen, es ist nichts zu erkennen. Bei hellem Sonnenlicht bestehen keine gravierenden Unterschiede, am besten ist die Ablesbarkeit an "dunklen" Tagen. Hilfreich ist immer das Display auf volle Helligkeit einzustellen.
Routing und Navigation
Das Einsteiger-Navi für Motorradfahrer punktet vor allem durch die exzellente Routendarstellung, klar verständliche Ansagen und robuste Hardware - vom Gerät selbst bis zur Motorradhalterung. Wichtig für's Mo ist eine ordentliche Halterung mit Schnellverschluß und beim Routing die Option Neuberechnung aus! Ansonsten fährst du eine 2km Umleitung und deine gesamte Routenplanung ist hinüber.
Routenplanung am PC ist mit der Garminsoftware „BaseCamp“ nur mit angeschlossenem Gerät sinnvoll möglich, weil nur so auf die vom Gerät verwendete Karte zugegriffen werden kann. Dann überlagern sich allerdings die in der software integrierte globale Karte mit der detaillierten Karte vom Navi - die Folge gleiche Straßen liegen oft nebeneinander und sind schlecht zu unterscheiden. Die globale Karte lässt sich nicht ausblenden - wohl aber die detaillierte Version - anders herum hätte es einen Sinn!!
Die Möglichkeit schöne Motorradstrecken berechnen zu lassen fehlen vollständig - am Gerät und unter BaseCamp. „Kürzere Zeit“, „Kürzere Strecke“, „Luftlinie“ und das vermeiden von Autobahnen sind die einzigen, jedoch für Motorradfahrer nicht ausreichenden Kriterien eine schöne Strecke berechnen zu lassen.
Wer von der stationär geplanten Route abweicht, unterwegs die geplante Route ändern möchte oder gar eine neue Route schnell planen möchte ist mit dem Zumo 340LM aufgeschmissen - es sei denn man hat einen Laptop mit installiertem BaseCamp dabei. Die Vorgängersoftware MapSource ist unbrauchbar da es Zumo- Navis nicht erkennt. Auch das Ausdrucken der Routen ist mit BaseCamp und dem mitgelieferten Kartenmaterial nicht möglich.
Bluetooth und Konnektivität
Beim Durchlesen der Spezifikation fällt dann auf, dass der zumo 350 z.B. nur noch einen Bluetooth-Kanal und auch keinen Mikrofoneingang mehr hat, weshalb das Gerät auch nicht mehr gleichzeitig mit einem Bluetooth-Headset und einem Handy verbunden werden kann. Gut, die meisten werden auf eine Handy-Kommunikation während der Fahrt verzichten können, aber wenn mal z.B. als Tourguide oder auch aus beruflichen Gründen erreichbar sein muss, ist das schon eine wichtige Einschränkung.
Meinerseits ist BT mittlerweile zum KO-Kriterium geworden, das entspannt ungemein. Zumindest eine ordentliche Sprachansage möchte ich nicht mehr missen. Die Fummelei mit Kabelanbindung bei jeder Pause war mir auch zu nervig.
Alternativen
Neben dem Garmin Zumo 340LM gibt es auch andere Motorrad-Navigationssysteme auf dem Markt, wie zum Beispiel den Blaupunkt Motopilot EU LMU oder den TomTom Rider.
Blaupunkt Motopilot EU LMU
Mit reichlich Verspätung kommt ein neues Motorrad-Navigationssystem von Blaupunkt auf den Markt. Das 3,5-Zoll-Gerät kostet 299 Euro und lockt mit lebenslangem Karten-Update. Wie auch andere Hersteller (Garmin, TomTom) setzt Blaupunkt auf die überzeugende, extrem stabile Ram-Mount-Verschraubung.Weniger gefällt im Test die teils hakige Gerätehalterung, in der das Navi umständlich durch eine Extraschraube gesichert werden muss.
TomTom Rider
Mit Menüpunkten wie „Planen kurvenreicher Routen“, der Streckenaufzeichnung und dem Austausch mit anderen Geräten via Bluetooth kommt TomTom den Ansprüchen von Tourenfans deutlich entgegen. Via Bluetooth können nicht nur Headsets, sondern auch Telefone mit dem Rider verbunden werden.
Fazit
Das Garmin Zumo 340LM ist ein solides Motorrad-Navigationssystem mit einigen Stärken, wie der robusten Hardware, der exzellenten Routendarstellung und dem lebenslangen Kartenupdate. Es gibt jedoch auch einige Schwächen, wie die fehlende Bluetooth-Konnektivität für Handy und Headset gleichzeitig.
Garmin Zumo 340LM Motorradhalterung Test: Ein umfassender Überblick
Garmin baut im Moment Moppednavis in drei Preisklassen. Sie müssen schon allein aus Marketinggründen bei den billigen Navis Features weglassen, damit auch jemand die teureren kauft. Seit Juli 2012 sind sie auf dem Markt, die Zumos der Reihe 340 und 350 LM. Die 300er Serie löst die 200er ab, die bei Garmin Schweiz als nicht mehr lieferbar gelten. Ende 2013 kam der 390er Zumo dazu. Hardwareseitig gibt es keine Unterschiede, bei ersteren begründen einzig die Kartenausstattung und der Speicher den Preisunterschied. Das neue 340 ist neuer, technisch schlechter wird es nicht geworden sein. Wenn ich mir angucke, was z:B. bei TomTom Upgrades kosten, wäre für mich ein Lifetime-Gratisupgrade ein wichtiges Feature.Design und Hardware
Im Gegensatz zum zumo 660 hat der zumo 350 kein so eckiges Design mehr, sieht entsprechend ästhetischer aus und erinnert vom Gehäuse her mehr an einen modernen zumo 550. Es ist leicht geschwungen und nur in der Mitte etwas dicker als der zumo 660. Der matte und haptisch angenehme Kunststoff ist oben und unten noch mit einer Gummiauflage versehen (die auf der Unterseite auch die Abdeckung für den Audio-Ausgang sowie den micro-SD-Kartenslot bildet) und rutscht damit sicher etwas weniger leicht aus der Hand.Robustheit und Wetterfestigkeit
Gehäuse und DisplayMotorradnavigationssysteme sind deshalb um einiges robuster als ihre Kollegen, die in geschlossenen Auto-Innenräumen eingesetzt werden, außerdem treibstoffresistent und wasserfest (IPX7-Norm). Ob die gerippte Oberfläche auf der Rückseite bei einem den Straßen- und Witterungseinflüssen ausgesetzten Navi allerdings der Weisheit letzter Schluss ist sei dahingestellt. Aber gut, wenn es dreckig ist, kann man es dank der wasserdichten Ausführung (inkl.Display
Das entscheidende Kriterium ist dabei die Ablesbarkeit bei direkter Sonneneinstrahlung. Das Display gefällt auch bei Sonneneinstrahlung durch gute Ablesbarkeit. Selbst wenn es momentan sicherlich zu einem der besten Touchscreen-Displays auf dem Markt gehört, Wunder sollte man auch hier nicht erwarten. Das Navi hat einen guten hellen Bildschirm, griffiges solideres Gehäuse. Das Display gefällt auch bei Sonneneinstrahlung durch gute Ablesbarkeit.Motorradhalterung
Die Motorradhalterung ähnelt der des zumo 660, die sich als ausreichend stabil herausgestellt hat; die ebenfalls mitgelieferte Rammount-Halterung ist sogar identisch und erlaubt damit - evtl. in Verbindung mit anderen Rammount-Teilen - die Montage an nahezu jedem Motorrad. Potentielle Gefahren für jede Halterung sind die Vibrationen sowie die Anschlüsse zur Stromversorgung, die bei starkem Ruckeln abfallen oder sogar beschädigt werden können.Die TT-Lenkerhalterung ist außerdem abschließbar, lässt sich schnell ver- und entriegeln und kann mit andern Touratech-Anbauadaptern oder dem RAM-Mount Kugelgelenk-System kombiniert werden.Akku-Leistung
Eine weitere Schwachstelle ist die Akku-Leistung. Bei einer maximalen Laufzeit von etwa fünf bis sechs Stunden sind den Ausfahrten von vorne herein leider viel zu früh Grenzen gesetzt. Bastler mit Elektronik-Kenntnissen schließen daher ihr Navigationsgerät an die Elektronik des Motorrads an - wobei es sich auch hier wieder um ein kniffliges Unterfangen handelt, das Geduld und Fingerspitzengefühl verlangt, wenn keine 12-Volt-Bordsteckdose vorhanden ist.Karten und Ausstattung
Mit dem Zumo 340 rüstet Garmin nach dem 660er in der 4,3-Zoll-Klasse auf. Der Zumo 340/350 LM schließen eine Lücke zwischen den Zumo 220 CE und Zumo 660, die Tage des Zumo 550 hingegen sind gezählt. Die Buchstabenkombination „LM“ steht übrigens für „Lifetime Maps“, d.h. Garmin bietet damit lebenslange Karten-Updates (bis zu viermal jährlich) auch ohne additiv zu buchenden Service („nümaps Lifetime“) an. Von den Kartenupdates sollte man sich aber nicht zu viel versprechen. Das Einsteiger-Navi für Motorradfahrer punktet vor allem durch die exzellente Routendarstellung, klar verständliche Ansagen und robuste Hardware - vom Gerät selbst bis zur Motorradhalterung. Die neuen Zumos bedienen sich eines neuen Kartenformates, das nicht mehr NT sondern NTU = New Technology Unicode heißt. Es unterstützt also den Unicode Zeichensatz.Sprachausgabe und Bluetooth
Die Routennavigation erfolgt wie bei einem Autonavigationssystem über Pfeilangaben auf dem Display. Alternativ dazu können sie auch in Gestalt von Sprachansagen über ein Kabel oder, um einiges bequemer, über Bluetooth direkt an ein Headset übermittelt werden. Moderne Motorradhelme mit Bluetooth-Headset sind darauf eingerichtet und planen die Ansagen in die kabellose Kommunikation zwischen Fahrer und Beifahrer, Smartphone sowie gegebenenfalls MP3-Player mit ein. Ein gutes Bluetooth-Headset oder ein entsprechender ausgestatteter Helm ist für Vielfahrer eine lohnende Zusatzinvestition. Über das Bluetooth-Headset können auch der MP3-Player oder ein Handy an das Navigationssystem angeschlossen werden.Routenplanung und Navigation
Positiv auffallend an den Zumo 340/350 LM-Geräten ist das Lifetime Kartenupdate (verfällt nach 24 Monaten Nichtbenutzung) und erleichternde Funktionen und Schnelligkeit der Routenplanung, wie die Suche entlang der Route. Verschwunden ist hingegen bei unserer Installation der Punkt Skip Waypoint, der kam erst bei der Firmware mit der Nummer 3.5 dazu. Die Aufzeichnung geschieht in einer Endlosschleife - das Älteste wird überschrieben.Software und Bedienung
Bei Garmin wird der Nutzer umfassend mit Basecamp versorgt. Die Möglichkeiten sind hier sehr reichhaltig, das Programm erfordert daher aber auch etwas mehr Einarbeitung. Das Planen von Routen ist mit der software „BaseCamp“ von Garmin nach etwas Einarbeitungszeit sehr komfortabel und schnell möglich. Routenplanung am PC ist mit der Garminsoftware „BaseCamp“ nur mit angeschlossenem Gerät sinnvoll möglich, weil nur so auf die vom Gerät verwendete Karte zugegriffen werden kann. Der Touchscreen gefällt durch seine aufgeräumte Darstellung und lässt sich auch mit Handschuhen einwandfrei bedienen.| Feature | Beschreibung |
|---|---|
| Display | Gut ablesbar, auch bei Sonneneinstrahlung |
| Robustheit | Treibstoffresistent und wasserfest (IPX7-Norm) |
| Halterung | Stabile Motorradhalterung, kompatibel mit RAM Mount |
| Akku-Leistung | Maximal 5-6 Stunden Laufzeit |
| Karten | Lifetime Kartenupdate |
| Software | Garmin Basecamp |
| Bluetooth | Unterstützung für Bluetooth-Headsets |
Verwandte Beiträge:
- Garmin Navi Motorrad wasserdicht: Test & Kaufberatung
- Garmin Coach Radfahren: Dein persönlicher Trainingsplan für optimale Leistung
- Shimano Powermeter mit Garmin verbinden: Anleitung & Tipps
- Garmin Motorrad Navi 595 Test & Vergleich: Beste Navigation für Biker
- Bosch E-Bike Kilometerstand anzeigen: So einfach liest du deinen Fahrtenzähler aus!
- Fahrrad-Ass Krefeld: Ihr Top-Experte für Fahrräder & E-Bikes – Jetzt entdecken!
Kommentar schreiben