Ducati und Audi: Eine Frage der Herkunft und Zugehörigkeit

Der VW-Konzern nennt mehr als die beliebte Automarke Volkswagen, die den legendären „Bulli“ hervorbrachte, sein Eigen. Zum Volkswagen-Konzern, kurz VW, gehört nicht nur die gleichnamige Marke.

Unter dem Motto, einen Wagen für das Volk zu produzieren und zu verkaufen, etablierte sich der VW-Konzern über die Jahre hinweg zu einem soliden Unternehmen. Im Laufe der Firmengeschichte wurden weitere Marken aufgekauft. Darunter befinden sich nun Angebote im Bereich der Nutzfahrzeuge, aber auch Sportwagen.

Die Marken des VW-Konzerns

Die Volkwagen AG wurde 1937 in Berlin gegründet und hat nun ihren Sitz in der deutschen Stadt Wolfsburg. Die Kernmarke des Konzerns ist Volkswagen (VW), doch es gehören mittlerweile 10 weitere Automobil- beziehungsweise Motorradmarken zum Repertoire.

Unter anderem gehören Skoda, Seat, Audi sowie Porsche zum VW-Konzern. Aber nicht nur Automobil- oder Motorradmarken gehören zum VW-Konzern. Das Unternehmen besitzt auch andere Geschäftsbereiche.

  • CARIAD: Die Tochterfirma Cariad SE ist ein Automotive Software Unternehmen.
  • Volkswagen Group Components: Diese Geschäftsbereich gehört zur Volkswagen AG und wurde 2019 gegründet.
  • Volkswagen Finanzdienstleistungen: Dieser eigenständige Geschäftsbereich kümmert sich um Themen wie Finanzierungen, Leasing, Versicherung und Mobilität.
  • TRATON GROUP: Traton ist ein Nutzfahrzeug- und Bushersteller und gehört mehrheitlich zur Volkswagen AG.
  • MAN: Seit 2013 gehört auch die einstige Maschinenfabrik Augsburg Nürnberg zum VW-Konzern.
  • MOIA: Das junge Mobilitätsunternehmen MOIA wurde 2016 gestartet.

Elektromobilität bei VW

Viele beliebte Modelle von VW gibt es mittlerweile auch als Elektroauto. Dies gehört zur Nachhaltigkeitsstrategie des Konzern.

Ducati: Teil des VW-Imperiums

Auch Sportwagen laufen bei VW vom Band. Ducati ist als Motorradhersteller ebenfalls Teil der Firma. Ducati ist der erste Motorrad-Hersteller dieser Liste, doch auch dieser gehört mittlerweile zu Volkswagen.

Ducati wurde 1926 in Italien gegründet. Ducati - benannt nach Firmengründer Antonio Ducati, gegründet 1926 in Bologna, seit 2012 100% Tochter von Lamborghini, damit zur Audi AG und so zum Volkswagen Konzern gehörend.

Nachdem Audi Lamborghini kaufte, musste Ducati mitziehen, da als Tochterunternehmen von Lamborghini kein Stehen auf eigenen Beinen möglich war. Auch wenn Ducatis Fachgebiet sich auf zwei Rädern abspielt, so versuchte sich das Unternehmen 1958 an vierrädrigen Verkehrsmitteln.

Audi: Ein wichtiger Pfeiler im VW-Konzern

Audi ist eine der Automarken, die den deutschen Autobauern zu weltweitem Renommee verholfen hat. Heute gehört das Unternehmen zum Volkswagen-Konzern.

Audi ist eine der Automarken, die den deutschen Autobauern zu weltweitem Renommee verholfen hat. Im Laufe ihrer Geschichte hat die Marke viele Umbenennungen und Neugründungen erfahren.

Nachdem August Horch nach Streitigkeiten die A. Horch & Cie. Motorenwerke Zwickau verlassen hatte, gründete er am 25. April 1910 die Audi Automobilwerke GmbH in Zwickau. Im Jahr 1932 wurde aus vier Marken ein Logo, für das Audi noch heute steht.

Die vier ineinander verschlungene Ringe sind ein Symbol für die Fusion der vier sächsischen Automobilfirmen Audi, DKW, Horch und Wanderer zur Auto Union AG, die nach ihrer Gründung zum zweitgrößten Kraftfahrzeugkonzern in Deutschland heranwuchs. Seither nutzte die Marke Audi die Synergien und entwickelte eine konsequente Plattformstrategie.

Nach dem Krieg kam es unter der Regie der Volkswagenwerk AG zur Fusion zwischen der Auto Union GmbH und NSU Motorenwerke AG. Das neue Unternehmen trägt die Bezeichnung Audi NSU Auto Union AG. Unter diesem Unternehmensnamen entstand eine umfangreiche Palette von Audi und NSU Modellen.

Auf Grundlage von unterschiedlichen Motoren und Antriebskonzepten wurde 1971 der neue Werbeslogan „Vorsprung durch Technik“ entwickelt, welcher seither die Botschaft und die Geschichte des Unternehmens in die Öffentlichkeit trägt. Erst seit 1985 trägt das Unternehmen den Namen Audi AG.

Von technischer Seite ist Audi vor allem für den Allrad-Antrieb Quattro bekannt, welcher der Marke in der Vergangenheit zu zahlreichen Rally-Siegen verholfen hat. Heute gibt es eine sehr breit gefächerte Modellpalette, die vom Kompaktwagen bis hin zum großen SUV reicht.

VW in der Autoindustrie

Volkswagen ist auf der ganzen Welt in der Autoherstellung vorherrschend. Nicht nur in Deutschland ist der Markenname weitaus mehr als ein reiner Name. Doch VW ist nicht nur unter diesem Namen anzutreffen. Der Automobilgigant hat nämlich ein erstaunlich großes Markenportfolio anzubieten.

Mitte der sechziger Jahre schließt sich der erste Automobilhersteller der Volkswagen AG an. 1986 stößt SEAT zu der wachsenden Volkswagen Gruppe.

Die, vorher als Sport Variante von SEAT Fahrzeugen wie z.B. der SEAT Cupra Leon, bekannte Marke CUPRA feierte 2018 die eigenständige Markteinführung unter Volkswagen. Seither gibt es drei CUPRA-Modelle. 2020 veröffentliche CUPRA das erste eigens designte Fahrzeug, den CUPRA Formentor.

Der tschechische Automobilhersteller ŠKODA wird ab 1991 schrittweise von Volkswagen übernommen. Die Herkunft des bekannten ŠKODA Logos ist bis heute umstritten.

Die Volkswagen-eigene Sparte der Nutzfahrzeuge wird 1950 auf den Markt gebracht. Die erste große Serienproduktion der Nutzfahrzeuge begann Anfang der 60er Jahre mit der Produktion des allseits bekannten Bulli.

Die Luxusbranche

Die Geschichte von Porsche und VW geht zurück bis in die 30er Jahre. Denn Ferdinand Porsche baute den ersten Volkswagen - den Käfer. Nach Ende des zweiten Weltkrieges baute Ferry Porsche (Ferdinand Porsches Sohn) den ersten Sportwagen namens „Porsche“.

2008-2009 versuchte zuerst Porsche Volkswagen zu übernehmen. Dies scheiterte aber an zu hohen Schulden seitens Porsche und Volkswagen übernahm 2012 Porsche komplett.

Bugatti ist weltweit bekannt für ihre Rekorde wenn es um schnelle Autos geht. Mit dem Veyron 16.4 Super Sport und dem Chiron brachte der französische Autohersteller zwei der schnellsten und ikonischen Supersportwagen der letzte Jahre heraus.

Die Marke Bentley ist seit Jahren offizieller Autolieferant für das britische Königshaus. Anfänglich war Bentley lediglich der Markenname für wenig modifizierte Rolls Royce Fahrzeuge, nachdem Rolls Royce die Bentley AG übernahm.

Dass Lamborghini schnelle Autos baut, weiß jedes Kind, aber dass die italienischen Supersportwagenmanufaktur ähnlich wie der deutsche Sportwagenhersteller Porsche mit Traktoren angefangen hat wissen die Wenigsten.

1998 wurde Lamborghini von Audi übernommen, die das Unternehmen bis heute halten.

Bahn Bus und LKW

Die früher Volkswagen Truck & Bus genannte Organisation des Volkswagen Konzerns Traton ist der Deckmantel für einige Marken, die Volkswagen vertritt. Darunter zählen MAN, Scania, Caminhões e Ônibus und RIO.

Diese Unternehmen produzieren leichte bis schwere LKW´s, Lieferwagen und Busse. RIO ist die Digitalmarke von Traton. Sie beschäftigt sich seit 2016 mit Cloud-basierte Lösung für Logistik und Transport.

MAN und Scania sind Unternehmen, die sich mit der Produktion von LKWs beschäftigen. Neben Daimler ist Tarnten mit MAN und Scania Weltmarktführender, wenn es um LKWs geht.

Weitere Geschäftsfelder

Mit der Volkswagen Financial Services AG schließt Volkswagen alle eigenen Leasing-Gesellschaften, Versicherungen und sogar eine eigene Bank unter sich zusammen. Weiterhin gibt es Volkswagen Marine (Bootsmotoren), VW-Kraftwek GmbH uvm.

Und hast du gewusst das Volkswagen sogar ihre eigene Currywurst und ihre eigens Ketchup herstellen und das in Millionenauflage? Zu erhalten sind diese in den Werken in Wolfsburg, Salzgitter und Bratislava.

Produktionsstandorte von Audi weltweit

Audi produziert in einer Vielzahl von Fabriken auf der ganzen Welt eine breite Palette an Modellen, die von sportlichen Coupés bis hin zu eleganten Limousinen und modernen Elektrofahrzeugen reichen.

An insgesamt 16 Standorten weltweit werden Modelle mit den vier Ringen produziert - dazu kommen die zu Audi gehörenden Marken Lamborghini und Bentley, die ihre eigenen Werke besitzen. Lediglich vier dieser 18 Fabriken sind reine Audi-Werke.

In Europa nimmt der Ingolstädter Stammsitz die Pole Position ein. Hier wurden 2024 rund als 340.000 Autos produziert. Weltweit bedeutet das im internen Produktionsranking Platz zwei für Ingolstadt , denn auch für Audi stellt China den wichtigsten Absatzmarkt da.

Im FAW-Volkswagen-Werk in Changchun werden aktuell die meisten Audis gebaut. Generell war 2024 ein schlechtes Absatzjahr für den OEM. Minus 11,8 Prozent im vergleich zum Vorjahr.

Beim Blick auf die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr liegen nur fünf der 18 Werke leicht über den Werten aus 2023. Herbe Verluste verzeichneten unter anderem die Werke in Ingolstadt, Tianjin und Foshan.

Über die genauen Produktionszahlen der einzelnen Modelle wollte der OEM keine Auskunft geben. Der Hauptstandort Ingolstadt ist seit 1949 ein zentraler Pfeiler der Audi-Produktion.

Werkleiter Siegfried Schmidtner hat sich das Ziel gesetzt, Ingolstadt zum "attraktivsten Werk der Welt" zu machen. Mittlerweile laufen sowohl Q6 und A6 e-tron vom Band.

In der Stadt, in der 1516 das bayrische Reinheitsgebot erlassen wurde, bauten die Audianer 2024 16,6 Porzent weniger Fahrzeuge als 2023. Die Geschichte des Standorts reicht zurück bis ins 19. Jahrhundert. Seit 1880 sind die vier Ringe hier beheimatet.

In Neckarsulm laufen unter der Leitung von Fred Schulze der Audi A4 und A5 Cabriolet sowie die prestigeträchtigen Modelle A6, A7 und A8 vom Band.

Im sächsischen Zwickau profitiert Audi von seiner Verbindung zum Mutterkonzern Volkswagen. Audi nutzt die Kapazitäten seit 2021. Ein Jahr später wurden in Zwickau insgesamt 51.685 Fahrzeuge des Audi Q4 e-tron produziert, 2023 waren es fast doppelt so viele - 101.145. Im letzten Jahr ging die Produktion jedoch auf 86.507 Modelle zurück.

Das Werk im ungarischen Györ besteht seit 1993. Aktuell sind Werkleiter Michael Breme und die rund 12.000 Beschäftigten damit vertraut, den Q3 sowie den Q3 Sportback zu bauen.

Das vierte reine Audi-Werk in Europa stand im belgischen Brüssel. Seit dem 28. Februar 2025 stehen die Bänder am Standort still. Auf knapp 54 Hektar Fläche wurden hier die elektrischen Premium-Modelle Audi Q8 e-tron und Q8 e-tron Sportback produziert. Zuvor war Brüssel lange Jahre Heimat des A1.

Das jüngste Audi-Werk befindet sich im mexikanischen In San José Chiapa. Der Standort liegt unweit westlich von Mexiko-Stadt und Puebla, wo VW sein großes mexikanisches Werk betreibt. Für Audi stellt Mexiko die Heimat des Q5 dar. Mehr als 175.000 Autos wurden 2023 hier gebaut. 2024 ging das Volumen auf 144.638 zurück.

Die aktuelle Heimat des A1 ist Martorell in Spanien. Ein Hauptgrund: Der A1 teilt sich mit dem Seat Ibiza und Arona dieselbe MQB-A0-Plattform. Im Seat-Werk wurden 2024 68.014 Autos produziert.

Das VW-Werk in Bratislava ist laut Audi der größte Arbeitgeber in der Slowakei. 2024 wurden hier 103.070 Audis produziert, darunter der Audi Q7 und Q8. Wolfram Kirchert trägt die Hauptverantwortung für knapp 11.000 Mitarbeiter.

Neben den Audi-Modellen werden am Standort auch die Modelle Volkswagen Touareg, Porsche Cayenne, Porsche Cayenne Coupé, Volkswagen up! und Škoda Karoq produziert.

Die Bedeutung Chinas für Audi wird an der Anzahl der Fabriken deutlich. An insgesamt sieben Standorten produziert der OEM seine Autos. Das jüngste Mitglied ist die Audi FAW NEV Company, ein Kooperationsprojekt von Audi und FAW. Im Dezember 2024 hat die Produktion vollelektrischer Audi Modelle hier begonnen.

Audi Produktionszahlen ausgewählter Standorte

Die folgende Tabelle zeigt die Produktionszahlen ausgewählter Audi Standorte im Jahr 2024 im Vergleich zu 2023:

Standort Produktionszahl 2023 Produktionszahl 2024 Veränderung
Ingolstadt ca. 407.000 ca. 340.000 -16,6%
Zwickau (Audi Q4 e-tron) 101.145 86.507 -14,5%
San José Chiapa (Mexiko) 175.000+ 144.638 -17,3%
Martorell (Spanien) N/A 68.014 N/A
Bratislava (Slowakei) N/A 103.070 N/A

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