Gel Batterie Motorrad Laden Anleitung

Es gibt verschiedene Gründe, warum man lernen sollte, wie man eine Motorradbatterie auflädt. Dazu gehören Wartungszwecke, Tests oder, im schlimmsten Fall, um sie wieder zum Leben zu erwecken, nachdem sie den Motor nicht mehr anspringen lässt.

Grundlagen der Motorradbatterien

Die meisten Motorräder verwenden eine Art von Bleisäurebatterie, z. B. eine Standard-Nassbatterie oder eine AGM-Batterie (Absorbing Glass Mat). Immer mehr Motorräder werden jedoch mit Li-Ion-Batterien ausgestattet.

Wichtige Hinweise vor dem Laden

  • Laden Sie niemals eine gefrorene Batterie.
  • Eine beschädigte Batterie keinesfalls laden!

Sicherheitsvorkehrungen

  • Alle unsere Ladegeräte verfügen über einen Verpolungsschutz, der Schäden verhindert, indem er erkennt, ob die Batterie mit verkehrten Polen angeschlossen ist.
  • Bevor Sie ein Batterieladegerät von Ihrer Batterie abziehen, ziehen Sie immer den Stecker aus der Steckdose. Entfernen Sie dann zuerst den schwarzen (negativen) Pol, um versehentliche Funkenbildung und Kurzschlüsse zu vermeiden.

Vorbereitung zum Laden

  1. Batterieort prüfen: Manchmal befindet sich die Batterie direkt unter dem Sitz und muss nicht ausgebaut werden. In anderen Fällen sind die Batterien an schwer zugänglichen Stellen angebracht, die durch Kunststoff abgedeckt sind, oder es müssen einige Karosserieteile entfernt werden. In diesem Fall sollten Sie vor Beginn der Arbeiten sicherstellen, dass Sie alle benötigten Werkzeuge zur Hand haben.
  2. Batteriefach öffnen: Es ist meist irgendwo unter der Sitzbank oder einem Seitendeckel zu finden; ab und zu auch unterm Tank (in der Betriebsanleitung nachsehen).
  3. Batterie ausbauen:
    • Die Zündung ist ausgeschaltet!
    • Zuerst den Minuspol der Batterie abschrauben (schwarz), dann den Pluspol (rot).
    • Sicherungsband abnehmen, Batterie ganz herausnehmen.
  4. Batterie reinigen: Ausgebaute Batterie unter fließendem warmen Wasser reinigen, Wurzelbürste zu Hilfe nehmen. Batterie gut abtrocknen. Polanschlüsse mit einer Messingbürste oder mit Schmirgelleinen blank putzen.

Das richtige Ladegerät auswählen

Wenn Sie im Schuppen von Opa ein Ladegerät finden, mit dem dieser früher die Batterie seines Traktors geladen hat, dann hängen Sie daran keine Motorradbatterie, denn es kann sein, dass sie dann während eines Ladevorgangs kaputtgeht.

Kaufen Sie sich ein Batterieladegerät speziell für Motorradbatterien, bei dem sich kleine Ladeströme einstellen lassen. Es gibt auch ganz prima elektronische Batterieladegeräte, die nach dem Anschließen zunächst einige Zeit mit der Batterie korrespondieren und deren Lade- und Allgemeinzustand abchecken. Aufgrund dieser Ergebnisse werden Ladestrom und Ladezeit automatisch eingestellt (»Ladekurve«).

Für das Laden der Gel-Batterie sind Ladegeräte notwendig, die mit einer passenden Ladekennlinie arbeiten und so die passende Ladespannung bereitstellen. Hier wird der Akku mit Konstantstrom versorgt und die Batterie bestimmt selbst, wie viel sie vom Ladegerät bezieht. Nach der Hauptladung steigt die Batteriespannung langsam, je nach eingestelltem Batterietyp, auf 14,4 oder mehr V am Bleiakku an.

CTEK CT5 POWERSPORT

Entdecken Sie, wie man eine Motorradbatterie effizient und sicher auflädt - mit innovativen Lösungen wie unserem CT5 POWERSPORT, einem Ladegerät, das speziell für Motorräder und Motorsportfahrzeuge entwickelt wurde. Das CT5 POWERSPORT ist nicht nur leicht und tragbar, es ist auch intelligent. Sie müssen es nur an Ihre Batterieklemmen oder an das CONNECT EYELET anschließen, und schon können Sie loslegen. Dann müssen Sie das CT5 POWERSPORT nur noch an eine Netzsteckdose anschließen, das Ladeprogramm entsprechend Ihrer Batterie auswählen und das Ladegerät arbeiten lassen.

Die meisten LiFePO4-Batterien verfügen über einen UVP (Under Voltage Protection), der verhindert, dass sie von herkömmlichen Ladegeräten erkannt und geladen werden. Der CT5 POWERSPORT verfügt über eine "Wake-up"-Funktion, die das Laden dieser Batterien ermöglicht.

CTEK-Ladegeräte

CTEK-Ladegeräte sind die erste Wahl, wenn es darum geht, die Batterie Ihres Motorrads zu laden und zu schonen. Unsere Ladegeräte wurden mit Blick auf den Benutzer entwickelt, sind einfach zu bedienen und verfügen über integrierte Sicherheitsfunktionen, die für zusätzliche Sicherheit sorgen.

Wir bei CTEK wissen, wie zeitaufwändig und entmutigend es sein kann, all diese Arbeiten durchzuführen, wenn Sie Ihre Batterie aufladen möchten. Deshalb haben wir unser einzigartiges Schnellanschlusssystem entwickelt, die CONNECT EYELETS und INDICATOR EYELETS, die mit den meisten unserer Ladegeräte kompatibel sind, auch mit dem CT5 POWERSPORT. Mit diesem System müssen Sie sich nur einmal Arbeit machen und die Verlängerung an Ihren Batteriepolen anbringen.

Der Ladevorgang

  1. Batterie an Ladegerät anschließen: zuerst Pluspol anklemmen, dann Minuspol. Bei Blei-Säure-Batterien unbedingt ALLE Stopfen entfernen!
  2. Ladegerät einschalten, Batterie mit kleiner Ladespannung laden. Beim Laden dürfen die auf der Batterie (oder im Beipackzettel einer neuen Batterie) angegebenen Ladeströme und Ladezeiten nicht überschritten werden, weil durch zu hohen Ladestrom und zu lange Ladezeit die Batterie beschädigt werden kann.
  3. Normalladung mit 1/10 der Amperestärke der Batterie, Ladezeit 5 bis 10 Stunden. Wenn am Batterieladegerät die kleinste einzustellende Ladespannung 1 Ampere beträgt, sollte man die Batterie damit aufladen. Dies gilt auch für eine 6- oder 9-Ah-Batterie, die ja nur mit 0,6 bzw. 0,9 Ampere geladen werden sollte. Eine Schnellladung darf nur im Notfall stattfinden, ein langsames Laden ist vorzuziehen.
  4. Währenddessen LED, Display oder andere Anzeige des Ladegerätes beachten.
  5. Immer mal schauen, wie sich die Batterie beim Laden verhält. Hat eine Batterie einen Kurzschluss oder war sehr stark sulfatiert, kann es beim Ladevorgang starke Gasung geben.
  6. Moderne Ladegeräte laufen automatisch.
  7. Batterie von Ladegerät abklemmen: zuerst Minuspol abklemmen, dann Pluspol. Nach der Ladung die Batterie mindestens 30 Minuten ruhen lassen, also nicht sofort einbauen und losfahren.

Nach dem Laden

  1. Batterie einbauen:
    • Vor dem Einbau Folgendes abchecken: Ist eine Gummiunterlage für die Batterie im Batteriekasten vorhanden? Wenn nein, schnippeln Sie sich eine aus säurefestem Gummi, etwa einer alten Auto-Fußmatte; zur Not kann man auch einige Streifen Fensterdichtgummi unter die Batterie kleben. Batterie nicht ohne Gummi einbauen, sonst drohen Vibrationsschäden.
    • Sind die Batterie-Kabelanschlüsse sauber und ohne Korrosion? Wenn nein, auf beiden Seiten mit feinem 400er-Schmirgel abziehen.
    • Ladedatum auf der Batterie vermerken, Batterie in Batteriekasten einsetzen.
    • Schrauben mit etwas Kupferpaste einschmieren, das sichert guten elektrischen Kontakt und beugt Korrosion vor.
  2. Zuerst Pluskabel an Batterie anschließen, dann Minuskabel. Kabel exakt verlegen, sie dürfen sich nicht übermäßig stark knicken oder irgendwo scheuern.
  3. Schutzkappen auf Anschlüsse aufstecken.
  4. Deckel des Batteriekastens schließen.

Wartung und Pflege

Autobatterien und Motorradbatterien sollen eigentlich während der Fahrt über die Lichtmaschine wieder voll aufgeladen werden. Wenn mehr rausgeht als die Lichtmaschine nachlädt, kommt es zu einer schleichenden Entladung und zur vorzeitigen Alterung.

  • Zweimal im Jahr die Batterie mit Ladegerät zu laden ist kein Fehler.
  • Mindestens vor der Wintersaison, in der die Batterie stark beansprucht wird, die Spannung prüfen.

Eine Batterie muss immer in bestem Zustand sein, damit sie auch bei kalter Witterung ausreichend Energie vor allem beim Startvorgang liefern kann: Elektrostarter, Zündung, elektrische Anlage und Einspritzung verlangen Saft, Saft, Saft!

Egal ob Gel-Batterie, wartungsfreie MF- oder Blei-Säure-Batterie: Eine Batterie muss geladen werden, wenn ihre Spannung weniger als 12,3 Volt (beziehungsweise 6,3 Volt) beträgt. Dies ist am »müden« Elektrostarter zu spüren, wenn dieser den Motor nicht mehr richtig durchdreht (oder am flackernden Licht, wenn der Motor mit niedriger Drehzahl läuft). Zum Messen des Ladezustands bleiben die Kabel an den Batteriepolen angeschlossen. Entsprechende Messgeräte sind im Kfz- oder Motorradzubehörhandel erhältlich.

Gerade bei Saisonfahrzeugen, Motorrädern, Wohnmobilen, Booten ist es nicht nur ärgerlich, wenn man das Fahrzeug nutzen will, aber die Batterie leer ist.

Zusätzliche Verbraucher

In der Regel sind die Fahrzeughersteller bemüht, die Batterie so auszulegen, dass es gerade so reicht mit dem vorhandenen Equipment. Zusätzliche Verbraucher sind allerdings an der Tagesordnung: Handy oder iPad für die Musikwiedergabe oder Kinder-Unterhaltung an der Kopfstütze, ein zusätzlich verbautes Navigationsgerät, eine manuelle Sitzheizung oder eine Sitzauflage, die ich über den Zigarettenanzünder anstecke.

Kälte und Hitze spielen eine Rolle für die Leistung der Batterie. Man merkt es gut, wenn das Fahrzeug beginnt schleppend zu starten, zu eiern, zu orgeln.

Spezielle Hinweise für neue Batterien

Direkt nach dem ersten Befüllen mit Säure erreichen trocken vorgeladene Batterien nur 75 bis 80 % ihrer Nennleistung. Sie müssen daher vor dem Einbau geladen werden. Auch ab Werk gefüllte und geladene und Lithium-Batterien können bei der Lagerung Ladung verlieren.

Vor dem Einbau einer neuen Bleibatterie

Eine neue Batterie muss vor ihrem Einbau zunächst mit Säure befüllt und dann geladen werden. Dies gilt bei einer »nicht wartungsfreien« Blei-Säure-Batterie genauso wie bei einer wartungsfreien MF-Batterie. Beide sind zwar trocken vorgeladen und nach der Erstbefüllung mit Säure theoretisch sofort einsatzbereit, doch je sorgsamer eine neue Batterie auf ihren ersten Einsatz vorbereitet wird, desto länger lebt sie.

Vorgehensweise beim Befüllen einer neuen Batterie

  1. Bei einer Bleibatterie muss die Batteriesäure mithilfe eines Trichters in die einzelnen Zellen eingefüllt werden. Bei einer wartungsfreien MF-Batterie ist es etwas einfacher.
  2. Klebestreifen über den Einfüllöffnungen der Batterie entfernen.
  3. Schutzfolie vom Säurebehälter abziehen. Säurebehälter genau auf die Einfülllöcher der Batterie ansetzen und gleichmäßig eindrücken. Wichtig: Säuremenge und Fließgeschwindigkeit sind exakt auf die Batterie abgestimmt. Die Behälter NICHT anstechen in dem Glauben, dass die Säure nur dann fließt! Wenn der Säureabfluss stockt, Behälter leicht mit einem Finger anstoßen.
  4. Nach circa einer Stunde ist die Säure in die Batterie gelaufen: leeren Säurebehälter von der Batterie abziehen. Stopfenleiste fest aufdrücken, gegebenenfalls mit Gummihammer leicht nachklopfen.
  5. Batterie vorschriftsmäßig laden, danach mindestens 30 Minuten ruhen lassen, dann einbauen.

Besonderheiten bei Blei-Säure-Batterien

Eine nicht wartungsfreie Bleibatterie ist mit Batteriesäure (Schwefelsäure) gefüllt. Der Flüssigkeitsstand sinkt mit der Zeit durch Verdunstung ab. Wenn er sich unterhalb der auf der Batterie angebrachten Markierung befindet, muss destilliertes Wasser aufgefüllt werden. KEINE Säure zum Nachfüllen verwenden!

Einer neuen, nicht wartungsfreien Batterie ist ein Entlüftungsschlauch beigepackt, der sehr eng zusammengewickelt ist. Dem gerollten Schlauch kann das Ringeln abgewöhnt werden, wenn man ihn mit einem Föhn erhitzt und gerade zieht; er behält danach seine Form.

Zum Prüfen der Säuredichte wird ein Säureheber, auch Aärometer genannt, benötigt. Damit man an die Säure rankommt, müssen die Stopfen aus den Bohrungen entweder ausgezogen oder ausgedreht werden.

  • Säuredichte beträgt 1,26 Gramm pro cm³: Batterie ist in Ordnung.
  • Säuredichte weniger als 1,18 Gramm: Batterie ist defekt und muss erneuert werden.

Hinweise zur Lagerung im Winter

Ein großer Einfluss ist die Temperatur an dem Ort, an dem du dein Motorrad über den Winter stehen lässt. Idealerweise lagerst du deine Batterie an einem trocknen Ort zwischen 10 und 15 Grad Celsius. Bei diesen optimalen Bedingungen kann die Batterie im Motorrad verbleiben. Auf eine Wartung sollte hier dennoch nicht verzichtet werden, da du ansonsten eine Tiefenentladung der Batterie über den Winter riskieren.

Falls du dein Motorrad an einem kühleren Ort lagerst, ist es zu empfehlen die Batterie auszubauen, sie vollzuladen und dann an einem trockenen Ort zu lagern.

  • 10 - 15 Grad
  • Trocken lagern
  • Regelmäßig laden

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