Geländegängige Motorradkreuzung: Eine umfassende Übersicht

Motorradanfänger stellen sich oft die Frage, welche Motorrad Arten es gibt. Vielleicht hast du auch schon erste Erfahrungen mit einem Zweirad sammeln können und möchtest dich nun über ein mögliches stärkeres Motorrad informieren, auf das du umsteigen kannst.

Was ist eine geländegängige Motorradkreuzung?

Unter uns Motorradfreunden ist dieses Bike auch als »Adventur Sport Motorrad« ein Begriff. Das für die Straße zugelassene Motorrad mit den auffälligen Geländereifen und seiner spielfreudigen Federung kommt besonders gerne abseits der befestigten Straße zum Einsatz. Du kannst also spontan entscheiden, ob du einfach querbeet fahren möchtest oder doch lieber die öffentlichen Straßen nutzen willst.

Elektromotorrad Bykstar: Eine innovative Kreuzung

Elektromotorrad Bykstar aus München :Irgendwo zwischen Mountainbike und Cross-Maschine sortiert sich das Elektromotorrad Bykstar ein, das es in unterschiedlichen Ausführungen geben wird. Das Elektromotorrad Bykstar soll wendig und leicht sein wie ein Fahrrad und dabei leistungsstark und schnell wie ein ausgewachsenes Motorrad.

Die Geschichte von bykstar beginnt Ende 2014 in einer kleinen Garage im Münchner Westend. Christian entwickelte daraufhin die Idee, die Vorteile eines Fahrrades sowie die Vorzüge eines Motorrades in einem völlig neuen und einzigartigen Konzept zu vereinen. Sein Ziel war es ein extrem leichtes und leistungsstarkes, aber auch elektrisches Fahrzeug zu entwickeln.

Auf den ersten Blick springt sofort das Design ins Auge eine sportliche Enduro gepaart mit klassischen Komponenten aus dem Fahrradbereich wie Feder, Bremsen und Gabel. Doch nicht nur optisch kann der bykstar überzeugen: nur 47 kg Kampfgewicht (inklusive Batterie) mit einer Spitzenleistung von 12 kW und einem Leistungsgewicht von 3,92 kg/kW. Er schafft eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 100 km/h, die jedoch aus Sicherheitsgründen auf 70 km/h gedrosselt wird.

Der Fahrspaß und die Funktionalität steht bei bykstar im Vordergrund. Für maximale Agilität auf jeglichem Untergrund sorgt die Downhill-Race-Federgabel am Voderrrad (200 mm Federweg) und eine Freeride- und Downhill-Federung am Hinterrad (220 mm Federweg). Dank des einzigartigen Rahmenkonzepts (internationales Patent angemeldet) weist es keine einzige Schweißnaht auf und der Fahrer kann je nach Anspruch und Einsatzgebiet zwischen vier verschiedenen Ausführungen wählen.

Reichweite und Leistung des Bykstar

Für die Reichweite in der Stadt gibt der Hersteller bis zu 85 Kilometer an, für den Offroad-Einsatz soll die 2,65 kWh-Batterie Saft für zwei Stunden liefern, im Normalbetrieb sollen es 2,5 Stunden sein. Dank der Schnellladefunktion soll der austauschbare Akku in 60 Minuten aufgeladen sein. Der Elektroantrieb mit zwölf kW Maximalleistung und einem Leistungsgewicht von 3,92 kg/kW könnte das Bykstar auf 100 km/h beschleunigen, ist aus Sicherheitsgründen aber auf 70 km/h gedroselt.

Fahrwerk und Rahmen des Bykstar

Die Downhill-Race-Federgabel sorgt für 200 mm Federweg vorne während die Freeride- und Downhill-Federung hinten 220 mm Federweg bereitstellt. Die Vorderradfelge ist 26 Zoll groß, die Felge am Hinterrad kommt auf 24 Zoll. Vorne wird per hydraulischer Scheibenbremse mit 203 mm-Disc verzögert. Der Aluminiumrahmen ist in Plattformbauweise ohne Schweißnähte gefertigt. Der Lenkkopfwinkel liegt bei bei 65 Grad. Auf die Waage bringt das Elektromotorrad Bykstar insgesamt 47 Kilogramm, wovon 13 Kilo auf das Konto des Akkus gehen.

Bykstar in verschiedenen Ausführungen

Je nach Anspruch und Einsatzgebiet sollen Interessenten die Wahl zwischen vier Ausführungen des Bykstars haben: Eine Geländeversion mit grobstolligen Enduroreifen und mehr Federweg wird als erstes auf den Markt rollen. Bei einer individuell konfigurierbaren Custom-Version mit eloxiertem Rahmen sollen Fahrmodi und Motor- beziehungsweise Batterieleistung nach Bedarf geordert werden können. Das Bykstar Urban soll straßenzulassungsfähig sein und der Fahrzeugklasse L1E entsprechen, also auf 45 km/h gedrosselt sein. Eine Transportversion davon ist für Kuriere und Zustelldienste gedacht sowie für Privatpersonen, die auch beim Transport in Zukunft gerne auf ein Auto verzichten möchten.

Entwicklung und Marktstart des Bykstar

Gegenwärtig befindet sich das Team rund um Christian Kugele auf der Suche nach strategischen Partnerschaften zur Industrialisierung und Vertrieb, um mit bykstar voll durchzustarten. Daher steht noch kein genaues Datum für einen Marktstart fest. Das Produkt ist wohl annähernd ausgereift, das junge Unternehmen steht allerdings noch ganz am Anfang, weshalb es noch keinen konkreten Termin für den Markstart gibt.

Enduro Straßenmotorrad

Das Enduro Straßenmotorrad kommt den klassischen Motocrossmaschinen nahe und ist für den Straßenverkehr zugelassen. Die Eigenschaften der Fahrweise sind allerdings an den Endurosport angepasst. Das Motorrad ist damit eher im Bereich Rally oder Touren einzugliedern.

Auch die Fahrzeuge selbst lassen sich noch einmal je nach Bestimmung und Zweck unterscheiden. Die Sportenduro, auch Hardenduro genannt, sind im Wesentlichen gering veränderte Maschinen, die auch für die alltägliche Nutzung zum Einsatz kommen. Wanderenduros verfügen in der Regel über einen standfesteren Motor mit weniger Leistung und einer einfacheren Motorcharakteristik. Dank eines verstärkten Rahmens eignet sich die Maschine für den Gepäcktransport oder unter Umständen sogar für eine zweite Person. Ebenso gefragt sind die Freerider - eine Art Kreuzung aus Trial und Enduro. Sie kommen eher im schweren Gelände ohne Ambitionen für Wettkämpfe zum Einsatz.

Der Endurosport zeichnet sich durch vorher festgelegte Routen aus. Diese muss in bestimmter Sollzeit zurückgelegt werden. Mittels Zeitkontrollen wird überprüft, ob diese Werte auch eingehalten werden. Manchmal enthalten die Strecken auch komplizierte Hindernisse und Herausforderungen. Allgemein gilt die Sportart als sehr anspruchsvoll und herausfordernd.

Um die Strecke am besten bewältigen zu können, ist ein passender Auspuff gefragt. Hier eignet sich vor allem das Model „Paris Dakar“. Die schnörkellose Abgasanlage zeichnet sich vor allem durch ihre Pflegeleichtigkeit und Zweckmäßigkeit im waBereich des Endurosport aus. Optisch lässt das Model vor allem die Zeit der 1990er Jahre wiederaufleben, allerdings ist der Auspuff lauter als das Original. Überzeugen kann das Produkt auch mit einer perfekten Leistungsentfaltung ohne wirkliche Einbußen. Zudem lässt es nach oben hinaus etwas mehr Raum. In einer straßenzugelassenen Version kannst du den Auspuff natürlich auch auf der offenen Straße nutzen.

Vergleich: Husqvarna TR 650 Terra, KTM 690 Enduro R und Yamaha XT 660 R

Mit der neuen TR 650 Terra tritt Husqvarna im Kreis der Stollenritter an, die auch dem Alltag genügen müssen. Klappt das? KTM 690 Enduro R und Yamaha XT 660 R helfen, dies im Vergleichstest zu klären.

Es gibt Tage, da steht und fällt das Wohlbefinden mit der Wahl des Verkehrsmittels. Tage wie diesen. Entsprechend werden die drei fröhlichen Enduristen ganz vorne an der Ampel von Stuttgarts meistbefahrener Kreuzung staunend beäugt. Sie versuchen, sich gegenseitig die Zündschlüssel zu stehlen, stellen sich die Motoren ab, blödeln rum, lachen, haben Spaß. Gelb, Grün - und ab geht es mit weit nach vorn gebeugtem Oberkörper und steigendem Vorderrad.

Mit dabei: die jüngste Kreation aus dem Haus Husqvarna, die TR 650 Terra mit dem deutlich überarbeiteten und erstarkten BMW-Einzylindermotor der G 650 GS. Die KTM 690 Enduro R , die nun den großen 690er-Motor der Duke (aber ohne deren Ride-by-Wire und Doppelzündung) trägt und auch die Standardvariante ersetzen muss. Und die Urmutter aller anspruchslosen Alltagsenduros, die Yamaha XT 660 R, mit einsteigerfreundlichen 48 PS (gibt es bei der Husqvarna optional) und im Grunde ohne jegliche ernst zu nehmende Offroad-Attitüde.

Klar ist: Die KTM ist in ihrer kompromisslosen Offroad-Ausrichtung den beiden anderen bei ernsthaften Enduro-Einlagen meilenweit voraus. Das Gewicht der Enduro R liegt mit 152 Kilogramm vollgetankt um Lichtjahre unter dem der Konkurrenz, deren knappe 190 Kilogramm auf losem Terrain regelmäßig ganz mächtig aus der Spur drängen. Aus ihrem Hubraumvorteil von 30 beziehungsweise 40 Kubikzentimetern schöpft die Vollblut-Enduro aus Mattighofen mit ihren 67 PS ein nominelles Leistungsplus von 8 (Husqvarna) beziehungsweise 19 PS (Yamaha). Ein Vorsprung, der sich auf dem MOTORRAD-Prüf-stand auch weitgehend manifestiert und so speziell die KTM und Yamaha in unterschiedlichen Leistungsligen antreten lässt, während sich die Husqvarna mit ihrem drehfreudigen Single zwar nicht in der Mitte, aber doch zwischen den beiden einsortiert.

Auch Reifen und Federwege unterscheiden sich: Contis TKC 80 auf der KTM ist die zu Stollen gewordene Offroad-Legende unter den straßenzulassungsfähigen Pneus, während der Metzeler Tourance auf der Yamaha seine Reise-Ambitionen schon im Namen spazieren fährt. Und wieder platziert sich die Husky mit den altbekannten Metzeler Enduro Sahara 3 zwischen den beiden, möchte Straßen- wie Geländeansprüchen gerecht werden. Mit Folgen für die Sitzhöhe. 930 Millimeter - viel kürzer sollten die Beine nicht sein, wenn man Enduro R fahren will.

Innerstädtische Fahrt mit den Enduros

Innerstädtisch bedeutet das nicht weniger als einen Logenplatz auf dem schmalen, harten Sitzbankpolster, von dem aus beste Übersicht und eine tadellose Wendigkeit garantiert sind. Vorteil KTM also? Nicht unbedingt, denn erstens hat man auch ein Stockwerk um die sieben Zentimeter tiefer auf der Husky und der XT noch vorzügliche Weitsicht. Und zweitens zeichnet sich bereits hier ab, was sich dann jenseits der Ortsschilder manifestiert.

Fahrverhalten auf der Schnellstraße

Der Dunlop TKC 80 auf der KTM ist einfach kein Pneu für den Asphaltbetrieb. Vor allem, weil der Geradeauslauf ab 130 km/h auf der KTM zu einem echten Eiertanz wird, während die Husky (mit deutlichen Ab-strichen, weil auch sie -spürbar aus dem Ruder läuft) und die Yamaha (uneingeschränkt) sich auch jenseits der Autobahn-Richtgeschwindigkeit zu Hause fühlen. So weit jedenfalls, wie das für Einzylinder-Enduros dieses Zuschnitts eben möglich ist.

Fahrverhalten auf der Landstraße und im Gelände

Also runter von der Schnellstraße, hinauf auf die Alb. Und damit hin-ein in das Terrain, für das besonders die Husqvarna wie gemacht scheint. ABS (abschaltbar), drehfreudiger Motor, nicht zu lange Federwege, verhalten sportliche Sitzposition - das ergibt in der Tat eine Mixtur, die überzeugt. Wiesel-flink und neutral sticht die Husky von einem Eck ins andere, ist handlicher als die XT und die KTM, der auch in dieser Hinsicht wieder ihre Bereifung im Wege steht.

Vor allem aber überzeugt hier der erstarkte BMW-Single, dem die umfangreichen Arbeiten am Zylinderkopf und eine deutlich angehobene Verdichtung satte 11 PS mehr bescherten. Mit dem Ergebnis, dass er dort (nämlich jenseits von 5000/min), wo der Yamaha-Single schon auf dem Höhepunkt seiner Schaffenskraft angekommen ist, erst richtig loslegt, um dann bei 7300/min exakt seine Nennleistung von 59 PS zu erreichen.

Wer es nie besonders eilig hat, gerne im großen Gang fährt und hier und da mal anhält, um den Vögeln zu lauschen, ist mit der XT 660 R wunderbar bedient - und sollte keinen Gedanken an die KTM verschwenden. Denn deren Single ist gänzlich anders gestrickt. Aggressiv, fordernd, von überschäumendem Temperament. Allein wie er am Gas hängt und blitzartig hochdreht, ist eine Klasse für sich.

Im Gegenzug steigt die Leistungsbereitschaft jenseits der 4000/min derart energisch an, dass es die leichte 690 Enduro R ab dieser Marke selbst im zweiten Gang bei Bedarf ganz locker aufs Hinterrad stellt. Eine echte Show, zumal der 690er-Motor der KTM in diesem Feld zu den mit Abstand besten Beschleunigungs- und Durchzugswerten verhilft. Und trotzdem gewiss nicht jedermanns Sache ist.

Bremsen und Fahrwerk

Ebenso wenig wie die messerscharfe Bremse der KTM, die den Könner erfreut und den Laien durchaus erschrecken kann. Zum Motorrad-Wandern jedenfalls reichen die weitaus defensiver ausgelegten Einscheiben-Anlagen von TR 650 Terra und XT allemal aus, während man sich bei forciertem Einsatz bei beiden etwas mehr Biss durchaus vorstellen könnte. Zwar spielt auch hier die knapp 2000 Euro teurere KTM in -einer ganz eigenen Liga, verfügt mit der mächtigen, voll einstellbaren 48er-Upside-down-Gabel und dem ebenfalls voll einstellbaren WP-Federbein über echtes Profimaterial.

Offroad-Fahrverhalten

Allerdings ändert sich die Sachlage umgehend, sobald das Trio befestigten Untergrund verlässt und auf Feldwege oder gar in den Wald abbiegt. Jetzt endlich kommt die Enduro R - und damit auch der grobstollige TKC 80 zu seinem Recht, während die beiden anderen mit ganz individuellen kleinen Malheuren kämpfen. Deutlich besser macht seine Sache da der Enduro 3 Sahara der Husky, auch wenn er dem Namen nach für ganz andere Gefilde konzipiert ist. Wacker folgt die Terra der 690er bei der Wanderung durch Wald und Feld, um erst dann den Anschluss zu verlieren, wenn der Boden richtig tief oder das Gelände schwerer wird.

Die KTM hingegen spielt trotz ihrer radikaleren Auslegung auch in niedrigen Drehzahlregionen tapfer mit und läuft dann, wenn das Terrain weitläufiger und die Verwerfungen heftiger werden, zur Hochform auf. Dann wirft sie neben dem Reifen vor allem ihr geringes Gewicht, aber auch ihre ergonomischen Verhältnisse in die Waagschale und wühlt lustvoll weiter, wo die XT schon lange steht und die Terra nur mit Mühe folgen kann. Sie ist und bleibt ein echtes Abenteuer-Bike, ist trotz der jüngsten Mäßigung - immerhin hatte ihre Vorgängerin mit dem kleineren 654er-Motor nochmals um 25 Millimeter längere Federwege - eine Enduro aus echtem Schrot und Korn.

Husqvarna hingegen zielt mit der Terra in eine andere Richtung, spricht mehr den Alltagsfahrer an. Und landet ungefähr da, wo die XT 660 R schon angekommen ist.

MOTORRAD-Fazit

Husqvarna TR 650 Terra - der wohl beste Kompromiss zwischen Straßen - und Geländetauglichkeit. Die neue Husky sortiert sich zwischen den beiden Extremen ein, jedoch mit einer klaren Tendenz zu mehr Straßentauglichkeit. Und sie bietet mit 59 PS, einer ordentlichen Ausstattung und serienmäßigem ABS viel Enduro fürs Geld.

Jedenfalls dann, wenn man sie mit der Yamaha XT 660 R vergleicht, wo es zum selben Preis 11 PS weniger und kein ABS gibt. Dafür liefert die XT jedoch nicht nur eine ordentliche Landstraßenvorstellung und stabilen Geradeauslauf, sondern auch den typischen kernigen Schlag eines Einzylindermotors, den die synthetisch pötternde Terra nicht bieten kann.

Die KTM wiederum ist eine Klasse für sich. Viel näher an Enduros vom Schlage der hauseigenen EXC-Modelle als an einer Alltagsenduro wie der XT und allein wegen der Reifen auf der Straße gewöhnungsbedürftig, aber unterhaltsam.

Technische Daten im Überblick

Die folgende Tabelle vergleicht die technischen Daten der Husqvarna TR 650 Terra, KTM 690 Enduro R und Yamaha XT 660 R:

Merkmal Husqvarna TR 650 Terra KTM 690 Enduro R Yamaha XT 660 R
Motor Bauart Einzylinder-Viertaktmotor Einzylinder-Viertaktmotor Einzylinder-Viertaktmotor
Hubraum 652 cm3 690 cm3 660 cm3
Leistung 43,0 kW (59 PS) bei 7250/min 49,0 kW (67 PS) bei 7500/min 35,3 kW (48 PS) bei 6000/min
Drehmoment 60 Nm bei 5750/min 68 Nm bei 5500/min 58 Nm bei 5250/min
Gewicht vollgetankt 186 kg 152 kg 189 kg
Tankinhalt 14,0 Liter 12,0 Liter 15,0 Liter

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