Wer eine längere Reise mit dem Motorrad unternehmen möchte, ist mit einem Motorradkoffer gut beraten, denn in diesem können sämtliche Gegenstände gelagert werden, welche normalerweise im Rucksack mitgenommen werden müssten. Mit einem Motorradkoffer wird der Rücken also effektiv entlastet und darüber hinaus ist auch deutlich mehr Platz vorhanden. Motorradkoffer sind für alle reisefreudigen Motorradfahrer in jedem Fall eine sinnvolle Anschaffung. Aber auch, wer häufig Gegenstände transportieren möchte, ist mit diesen gut beraten.
Arten von Motorradkoffern
Es gibt zahlreiche unterschiedliche Arten von Motorradkoffern, welche sich in erster Linie in ihren Materialien, ihrer Größe sowie ihrer Qualität unterscheiden:
- Aluminiumkoffer: Hierbei handelt es sich um Koffer für das Motorrad, welche dementsprechend aus Aluminium gefertigt werden. Diese Koffer sind besonders robust und halten problemlos auch größeren Belastungen stand. Dadurch lassen sich auch besonders schwere Gegenstände in diesen lagern.
- Hartschalenkoffer: Diese Arten von Koffern für das Motorrad unterscheiden sich nicht groß von Aluminiumkoffern für das Motorrad. Das hängt damit zusammen, dass sowohl Aluminiumkoffer als auch Hartschalenkoffer aus einem robusten Material gefertigt sind, welches nicht brechen oder knicken kann. Somit ist auch ein Hartschalenkoffer auf stärkere Belastungen ausgelegt.
- Ledertaschen: Ledertaschen als Motorradkoffer eignen sich gerade für klassische Motorräder oder Cafe Racer, denn diese tragen nicht nur eine funktionelle Rolle, sondern auch eine große optische Rolle. Lederkoffer für das Motorrad stehen in den verschiedensten Ausführungen und Designs zur Verfügung.
- Stofftaschen: Motorradkoffer aus Stofftaschen zeichnen sich durch ihre flexible Form aus und lassen sich an jedem Motorrad problemlos anbringen. Außerdem stehen diese Arten von Koffern für das Motorrad in den verschiedensten Ausführungen und Designs zur Verfügung.
Auswahlkriterien für Motorradkoffer
Wer auf der Suche nach einem Koffer für das Motorrad ist, sollte einige Faktoren beachten, um einen Fehlkauf zu vermeiden:
- Volumen: Zunächst sollte auf das Volumen geachtet werden, welches in Litern angegeben wird. Dieses kann je nach Koffer unterschiedlich ausfallen.
- Kompatibilität mit dem Motorrad: Weiterhin sollte natürlich darauf geachtet werden, dass der jeweilige Koffer überhaupt mit dem Motorrad kompatibel ist.
- Optik: Weiterhin sollte auch die Optik übereinstimmen. So passen Lederkoffer natürlich nicht zu einer Enduro oder einem Tourenmotorrad.
- Abschließbarkeit: Wer sein Motorrad in der Öffentlichkeit parkt, sollte vor allem auch auf die Abschließbarkeit von den Koffern achten.
- Robustheit/Langlebigkeit: Für eine maximale Langlebigkeit ist es wichtig, dass die Koffer aus robusten Materialien bestehen.
- Preis: Zu guter Letzt sollte natürlich auch auf den Preis geachtet werden.
Montage von Motorradkoffern
Die Montage von Motorradkoffern läuft in aller Regel schnell ab: Es wird aber zunächst ein Befestigungssystem oder eine Aufhängung für die Koffer benötigt, Dieses System wird zunächst an dem Motorrad angebracht. Im Anschluss werden die Koffer einfach eingeklickt und können bei Bedarf auch wieder ausgeklickt werden.
Vorstellung verschiedener Motorradkoffer
Im Folgenden werden einige beliebte Motorradkoffer-Systeme vorgestellt:
SW-Motech Trax Ion
Bei dem SW-Motech Trax Ion System handelt es sich um eines der beliebtesten Motorradkoffer auf dem Markt, sodass dieses in den letzten Jahren häufig den Motorradkoffer Testsieger darstellte. Bei dem Koffer handelt es sich um ein hochwertiges Seitenkoffersystem aus Aluminium, sodass hier auch von einem Aluminiumkoffer gesprochen werden kann. Die Wandstärke der Koffer weist hier 1,5 mm auf, sodass diese besonders robust sind und auch stärkeren Belastungen problemlos standhalten. Da die Koffer eine abgeschrägte Seitenkante aufweisen, ist außerdem eine maximale Bodenfreiheit in Kurvenfahrten gegeben. Die Ecken der Koffer werden hier aber dennoch durch Kunststoff zusätzlich geschützt. Spanngurtösen auf den Koffern sind ebenfalls vorhanden und sorgen für weitere Verwendungszwecke. Das Koffersystem von SW-Motech weist grundsätzlich ein Volumen von maximal 45 Litern auf. Das Gewicht beträgt dabei gerade einmal 4,7 kg. Auch praktisch ist hier das Ihr die Koffer beim Motorradtausch behalten könnt und nur einen neuen Träger benötigt, da die Kompatibilität von SW-Motech extrem hoch ist. Hier sind nicht immer Kofferträger inklusive.
Bagtecs Namib
Bei Namib handelt es sich um ein Seitenkoffer-Set von der Marke Bagtecs, welches ebenfalls als Seitenkoffer verbaut werden kann. Durch die Fertigung aus Aluminium weisen auch diese Seitenkoffer eine besonders hohe Stabilität auf. Das Besondere an den Alu-Seitentaschen von Bagtecs ist, dass diese gleich mit Drybags geliefert werden. Dadurch bleiben sämtliche Gegenstände, welche in den Koffern gelagert werden, garantiert trocken. Darüber hinaus zeichnen sich die Seitenkoffer von der Marke Bagtecs durch einen besonders günstigen Preis - zu einer zugleich sehr guten Leistung aus. Zur Verfügung stehen die Seitenkoffer von Bagtecs grundsätzlich in 2 Größen mit 35 beziehungsweise 40 Liter Volumen.
Hepco & Becker Cutout Xplorer Set
Mit dem Cutout Xplorer Set steht ein Aluminiumkoffer-Set zur Verfügung, welches für die höchsten Ansprüche designt wurde. Die Marke Hepco & Becker steht hier generell für eine hohe Qualität, was sich auch an dem Kofferset erkennen lässt. So wurden die Koffer aus 1,5 mm starkem Aluminium gefertigt und lassen sich Dank der Aufhängung besonders schnell anbringen. Geeignet sind die Koffer für die BMW GS 1250 sowie die BMW GS 1200. Hier sind nicht immer Kofferträger inklusive.
Givi Trekker 36 Dolomiti
Die Marke Givi steht grundsätzlich für eine hohe Qualität, wenn es um sämtliche Motorradprodukte geht und dies macht sich auch bei dem Koffersatz Trekker 36 Dolomiti bemerkbar, denn dieser wurde aus dicken Aluminium gefertigt und ist somit besonders robust und langlebig. Durch das natürlich gehaltene Aluminium und den schwarzen Finish zeichnen sich die Koffer dabei auch durch ein edles Design aus. Montiert werden können die Koffer grundsätzlich als Seitenkoffer. Die Seitenkoffer von Givi weisen ein Volumen von jeweils 36 Litern auf. Hier sind nicht immer Kofferträger inklusive.
Givi Trekker
Wer auf der Suche nach universell einsetzbaren Motorradkoffern aus ABS ist, welche einer hohen Qualität entsprechen und dennoch für einen günstigen Preis verfügbar sind, ist mit den Givi Trekker gut beraten. Hierbei handelt es sich um Seitenkoffer, welche sich mit einem Monokey-Befestigungssystem montieren lassen.
Alternativen zu Motorradkoffern
Zwar gibt es auch Motorradrucksäcke, die sich aufgrund ihrer Größe für längere Touren eignen. Einige Modelle sind auch wasserdicht. Der Clou bei diesen Modellen ist, dass sie sich sowohl während der Fahrt auf dem Rücken tragen als auch per Befestigungssystem am Motorrad montieren lassen. In der Regel wird jedoch das Gepäck für eine längere Ausfahrt immer direkt am Motorrad befestigt.
Zur Auswahl stehen eine Vielzahl von Möglichkeiten, je nachdem, an welchem Teil des Motorrads die Tasche angebracht werden soll:
- Tankrucksäcke: Der Klassiker unter den Motorradtaschen ist sicherlich der Tankrucksack. Selbst bis zum Rand vollgepackt wirkt er sich kaum negativ auf den Schwerpunkt des Bikes aus, außerdem können in ihm kleinere Gegenstände, die schnell zur Hand sein sollen, griffbereit untergebracht werden.
- Topcases und Hecktaschen: Quasi die Pendants zum Tankrucksack stellen Topcases oder auch Hecktaschen dar. Beide werden entweder auf dem Heckgepäcktrager mittels einer Adapterplatte oder über einen gesonderten Träger hinter der Sitzbank mit Schnellverschlüssen befestigt.
- Satteltaschen: Viele Biker ziehen ihnen daher Satteltaschen vor. Sie haben den Vorteil, dass sie sich an nahezu jedem Motorrad befestigen lassen - Ausnahme sind etwa eine hohe Auspufflage -, da sie kein Trägersystem voraussetzen.
- Gepäckrollen: Ordentliche, tourentaugliche Gepäckrollen beziehungsweise Packtaschen sind schon für deutlich unter 100 Euro zu haben. Sie ähneln einer gewöhnlichen Reisetasche, unterscheiden sich hauptsächlich im Verschlusssystem, von den Rollen und bieten daher eine leichtere Zugänglichkeit zum Gepäck.
Vergleich von Topcases
Hier ist ein Vergleich einiger Topcases, basierend auf verschiedenen Tests und Kundenbewertungen:
| Modell | Fassungsvermögen | Eigenschaften | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|---|---|
| Shad SH39 | 39 Liter | Reflektierend, abschließbar | Großer Stauraum, gute Sichtbarkeit, robust | Keine weiteren Varianten |
| Shad SH34 | 34 Liter | Reflektierend, abschließbar | Großer Stauraum, gute Sichtbarkeit, robust | Vergleichsweise geringes Fassungsvermögen |
| Kappa K49NT | 47 Liter | Besonders große Reflektoren, abschließbar | 10 kg Zuladung möglich, bietet Platz für 2 Motorradhelme | Kein Montagematerial im Lieferumfang |
| Givi E300N2 | 30 Liter | Besonders große Reflektoren, abschließbar | Gute Sichtbarkeit, Topcase mit Griff | Vergleichsweise geringes Fassungsvermögen |
| TecTake Motorradkoffer Topcase | 48 Liter | Besonders große Reflektoren, abschließbar | Bietet Platz für Motorradhelme, gute Sichtbarkeit | Keine weiteren Varianten |
Die Wahl des richtigen Gepäcksystems hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich der Art des Motorrads, der Länge der Reise und den persönlichen Vorlieben.
Verwandte Beiträge:
- Unschlagbare Harley-Davidson Gepäcksysteme: Perfekt für Abenteurer auf zwei Rädern!
- Japanische Motorräder: Qualität, Zuverlässigkeit & Modelle im Vergleich
- Carbonteile für Motorräder: Vorteile, Hersteller & Kaufberatung
- Fahrradspiegel für E-Bikes im Test: So erhöhen Sie Ihre Sicherheit im Straßenverkehr!
- Motocross-Weltmeisterschaft in Bessenbach: Das ultimative Motorsport-Festival, das du nicht verpassen darfst!
Kommentar schreiben