E-Bike Gepäcktaschen im Test: So finden Sie die Richtige

Auf dem Weg ins Büro oder an den Badesee - ein freier Rücken beim Fahrradfahren ist angenehm, vor allem bei sommerlichen Temperaturen. Aber wohin mit Laptop, Wasserflasche und all den Dingen, die man unterwegs braucht, wenn nicht in einen Rucksack? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, für Stauraum am Fahrrad zu sorgen. Die beliebtesten Möglichkeiten sind Lenkertaschen, Rahmentaschen oder auch Satteltaschen für Ersatzteile wie einen Schlauch. Wer regelmäßig viel auf dem Fahrrad transportieren möchte, der kommt um den Kauf einer Fahrradtasche für den Gepäckträger nicht herum.

Low Rider am Vorderrad, Lenkertasche, Rahmentasche, Satteltasche und natürlich die Tasche fürs Hinterrad: allesamt fallen unter den recht dehnbaren Begriff »Fahrradtasche«. Bereits 50 Fahrradtaschen haben sich dem gründlichen Test unterzogen. Einige Taschen konnten überzeugen, andere haben ihre Versprechen nicht gehalten. Sechs Modelle haben sich einen Platz auf dem Siegertreppchen verdient - vom Klassiker bis zum Hybridmodell ist für jeden Radfahrer etwas dabei.

Vor dem Kauf: Was ist wichtig?

Vor dem Kauf einer Fahrradtasche sollte man sich fragen, für welchen Einsatzzweck die Tasche gedacht ist. Die Fahrradtasche sollte Ihnen natürlich gefallen und zu Ihren Bedürfnissen passen. Ein Regenschutz ist ganz wichtig! Ein Regenschauer kann Sie immer überraschen, daher sollte die Tasche wasserdicht sein oder ihr sollte eine Regenhülle beiliegen. Auch einen Griff zum Tragen sollten jede Fahrradtasche haben.

Eine weitere wichtige Frage lautet: Was wollen Sie transportieren? Für den Bürokram sollten Sie auf verschiedene Fächer im Hauptfach achten, ein gepolstertes Laptop-Fach ist hier Pflicht. Nutzen Sie die Tasche hauptsächlich für den Einkauf und die Radtour, sind unterteilte Fächer weniger wichtig. Doch was ist mit Schlüssel, Handy & Co.? Möchten Sie das auch in der Tasche verstauen oder tragen Sie diese Sachen lieber nah am Körper?

Viele Taschen fürs Rad haben keine weitere Unterteilung. Für den Alltag ist das unpraktisch - wer möchte schon beim Einkaufen jedesmal in den Tiefen der Tasche nach seinem Portemonnaie kramen?Damit die Tasche schließlich stabil sitzt und nicht vom Rad runterfällt, sobald Sie über Bordsteine, Schlaglöcher, Geröll oder Ähnliches fahren, sollte sich die Tasche unkompliziert und fest am Fahrrad befestigen lassen. Am besten sind zwei Klemmen am Gepäckträger, die sich horizontal anpassen lassen. Idealerweise ohne zusätzliches Werkzeug. Stabilität gibt ein weiterer Haken an den Streben des Gepäckträgers.

Fahrradtaschen lassen sich komfortabel befestigen, wenn Ihr Rad einen Seitenständer hat. So müssen Sie das Rad nicht zusätzlich festhalten oder es irgendwo anlehnen. Der Ständer ist in der Regel links, daher sollten Sie Ihre Fahrradtasche am besten auch auf der linken Seite befestigen, sonst kann Ihr Rad umkippen.

Gewicht und Zuladung

Transportiert werden darf, was gefällt? Nicht ganz. Das Rad und auch der Gepäckträger sollten das Gewicht ebenfalls aushalten. Normale Gepäckträger schaffen 25 Kilo, Gepäckträger für Reiseräder können hingegen mehr Gepäck aushalten.

Die Testsieger im Überblick

Sechs Modelle haben sich einen Platz auf dem Siegertreppchen verdient - vom Klassiker bis zum Hybridmodell ist für jeden Radfahrer etwas dabei:

Vaude Aqua Back Single: Der unkomplizierte Klassiker

Unser Favorit ist die Aqua Back Single von Vaude. Die Vaude Aqua Back Single ist genau so, wie eine Fahrradtasche sein sollte: unkompliziert in der Handhabung, robust und wasserdicht, mit Reflektoren und einem Innenfach für Kleinigkeiten, nach denen man nicht lange suchen möchte. Auch dass sie klimaneutral produziert wird, gefällt uns sehr gut.

Zunächst mal die Optik: Unsere Test-Tasche ist grau und schwarz, mit einem orangefarbenen Regenschirm. Sie besteht aus einem PVC-freien Planenmaterial und ist außerdem klimaneutral hergestellt, da das Unternehmen seine Emissionen kompensiert. Das Material ist wasserdicht und pflegeleicht. An den Seiten und vorn befinden sich Reflektoren. Die Nähte sind sehr ordentlich verarbeitet. Die Rückenplatte ist außen angebracht. Die Haken (zwei oben, einer unten) können ohne Werkzeug eingestellt werden.

Die zwei oberen Haken können mittels Adapter für Rohrdurchmesser von 8,5 bis 16 Millimeter angepasst werden. Befestigt wird die Aqua Back, indem man sie am Gepäckträger anbringt und die Haken zuschnappen lässt. Zum Öffnen zieht man einfach an dem Tragegriff. Neben dem Tragegriff verfügt die Tasche auch über einen Schultergurt. Über einen Rollverschluss kann man die Tasche zumachen. In der Tasche befindet sich ein offenes Fach sowie zweites kleineres Fach mit Reißverschluss, bei dem man auch bei gutem Licht sehen kann, was sich darin befindet.

Die Vaude Aqua Back wurde in der Ausgabe 6/2019 von Stiftung Warentest getestet. Das Testergebnis lautet gut (1,7). »Sehr gut« haben die Haltbarkeit und die Wasserdichtigkeit abgeschlossen.

Ortlieb Back-Roller Core: Der minimalistische Klassiker

Ein Klassiker unter den Fahrradtaschen ist der Ortlieb Back-Roller Core. Minimalistisch kommt die Ortlieb Back-Roller Core daher. Die 20-Liter-Fahrradtasche überzeugt mit ihrer Wasserdichtigkeit, dem klassischen Look und ihrer Robustheit und der einfachen Anwendung. Verschlossen wird die Fahrradtasche mit dem Rolltop. Einfach zusammenrollen, seitlich einhaken und schon ist man fertig. Das Volumen reicht für den Alltag: Laptop, Regenkleidung, Snacks, Luftpumpe und Co. passen gut hinein. Auch ein kleiner Einkauf lässt sich damit erledigen. Einziges Manko: Es gibt keine Fächer an der Tasche. Abhilfe schafft das Commuter Insert, das als Zubehör separat erhältlich ist und uns beim Test zur Verfügung stand.

Die Aufhängung am Hinterrad funktioniert super: Das Quick-Lock-2.1-System des Ortlieb Back-Roller Core lässt sich schnell und ohne Werkzeug einstellen. Die Halterungen der oberen Schiene lassen sich positionieren, indem man die Klemmen öffnet, die richtige Position sucht und die Klemmen wieder schließt. Die Haken des Gepäckträgers haben einen Durchmesser von 16 Millimetern und können gegen kleinere ausgetauscht werden. Im Lieferumfang sind Haken mit acht, zehn und zwölf Millimeter Durchmesser enthalten. Der Haken an der unteren Schiene kann auch richtig positioniert werden, indem man das Rädchen am Arretierhaken löst, die gewünschte Position und den gewünschten Winkel einstellt und das Rädchen wieder festzieht. Die Tasche wird einfach am Gepäckträger befestigt.

Die Ortlieb Back-Roller Core hat keinen separaten Tragegriff und auch keinen Schultergurt, dieser ist jedoch als Zubehör erhältlich.

Vaude eBack Single: Für E-Biker mit Ordnungssinn

Für E-Biker, die Ordnung lieben: Die eBack Single von Vaude hat ein Extra-Fach für den Zusatzakku und noch viele weitere große und kleine Fächer. Ordnung muss sein! E-Bike-Fahrer mit dieser Einstellung werden mit der eBack Single von Vaude sicherlich glücklich. Die orangenfarbene Tasche sieht auf den ersten Blick aus wie ein Rucksack mit vielen Reißverschlüssen. Zunächst einmal gibt es das Fach für den Ersatzakku links. Das kann man übrigens auch noch mit einem Klettverschluss fixieren. Rechts hat man Zugriff auf ein kleineres Fach. Das große Hauptfach kann mittels des Reißverschlusses weit geöffnet werden. Hier drin ist noch mal ein länglicher, herausnehmbarer Beutel, bei dem man auch von außen sieht, was drin ist. Auf dem Deckel des Hauptfachs hat man Zugriff auf ein kleineres Fach mit wiederum zwei kleinen Zusatzfächern. Auch am Rücken befindet sich ein weiteres Fach, das man zur Hälfte öffnen kann.

Die Rückenplatte ist innenliegend. Die Haken sitzen auf Schienen und lassen sich ohne Werkzeug individuell einstellen. Befestigt wird die Tasche, indem man sie am Gepäckträger anbringt und die Haken zuschnappen lässt. Zum Öffnen zieht man einfach an dem Tragegriff. Es liegen Adapter bei, mit denen die Tasche für Rohrdurchmesser beim Gepäckträger von 8,5 bis 16 Millimeter angepasst werden können. Vorn und an den Seiten sind Reflektoren angebracht.

Vaude Karakorum Pro: Für Radreisende mit viel Gepäck

Radreisende aufgepasst: Viel Fassungsvermögen bietet die Karakorum Pro von Vaude, nämlich 68 Liter Volumen, verteilt auf drei Taschen. Da bekommt man so einiges unter, wenn man mit dem Rad in den Urlaub fahren möchte. Die Verarbeitung und die Qualität sind ausgesprochen gut.

Regen-Outfit, Wechselklamotten, Werkzeug, Bekleidung für Ausflüge und Restaurantbesuche, vielleicht auch Zelt und Isomatte - wer auf große Radtour geht, hat einiges an Ausrüstung, was er mitnehmen möchte. Die Karakorum Pro besteht aus drei Taschen, die per Reißverschluss miteinander verbunden werden. Dabei sollten die Seitentaschen zuerst einzeln an den Gepäckträger angebracht werden, die obere Tasche wird dann per Reißverschluss an die Taschen rechts und links befestigt. Die seitlichen Taschen haben unten und oben eine Schiene. Hierüber können die Haken individuell an das Rad befestigt werden - und das auch ganz ohne Werkzeug. Um die Haken zu positionieren, drehen Sie einfach an dem orangenem kleinen Drehrad. Um die Tasche am Gepäckträger zu befestigen, drückt man die Haken nach unten, sodass sie zusammenschnappen. Zum Öffnen zieht man einfach an dem Tragegriff.

In den Karakorum-Pro-Taschen finden Sie Adapter für unterschiedliche Rohrdurchmesser beim Gepäckträger: für 8,5 Millimeter, 10,5 Millimeter und 13 Millimeter. Die seitlichen Taschen verfügen über mehrere Fächer in unterschiedlichen Größen, sodass man sich hier gut organisieren kann, auch schnell zugängliche Taschen sind vorhanden. Das Material ist hochwertig verarbeitet und macht einen sehr robusten Eindruck. Ein Regencover liegt dem Ensemble ebenfalls bei. Drei unter einem Dach - denn das Cover deckt nur alle drei Taschen zusammen ab.

Ortlieb Vario: Die clevere Hybridtasche für Pendler

Ideal für Pendler ist die Hybridtasche Ortlieb Vario. Die Gepäcktasche kann auch als Rucksack verwendet werden - die Lösung, die Ortlieb hier entwickelt hat, ist clever und einfach zugleich. Unsere Hybridmodelle sind Fahrradtaschen, die auch als Rucksack getragen werden können. Das ist für diejenigen interessant, die nicht nur Fahrrad fahren, sondern auch zu Fuß oder mit Bus und Bahn unterwegs sind, und ihre Tasche bequem transportieren möchten. Dabei bieten die Hersteller viele unterschiedliche Lösungen, wie aus der Gepäckträgertasche ein Rucksack wird.

Die Idee: Auf einer Seite der Tasche befindet sich das Quick-Lock-Befestigungssystem und auf der anderen ein gepolstertes Tragesystem mit Brustgurt und ergonomischen Schulterträgern. Die sogenannte Flap verdeckt jeweils die Seite, die nicht benötigt wird. Dabei wird die Flap einfach festgehakt. Die Verwandlung geht recht gut, und mit etwas Übung klappte es bei uns auch immer besser und schneller.

Das Quick-Lock-Befestigungssystem kann ohne Werkzeug an das Fahrrad angepasst werden. Die Halterungen der oberen Schiene können positioniert werden, indem man die Klemmen öffnet, die richtige Position sucht und die Klemmen wieder schließt. Um den Lack des Gepäckträgers zu schonen, sind die Haken mit einem Kratzschutz versehen. Wenn man am Rädchen des Arretierhaken auf der unteren Schiene dreht, können die gewünschte Position des Hakens und der gewünschte Winkel eingestellt werden.

Als Rucksack lässt sich die Tasche gut und angenehm tragen: Die Gurte sind ergonomisch geformt und gepolstert. Auch ein Brustgurt ist vorhanden. Der Rücken ist verstärkt und mit Lüftungskanälen versehen. In der Flap ist eine Tasche integriert, an die man jedoch nicht gut herankommt, wenn die Tasche als Gepäckträgertasche im Einsatz ist. Die Tasche ist wasserdicht, und das Material macht einen sehr robusten Eindruck. Sollten doch Schäden auftreten, hat man die Möglichkeit, die Tasche reparieren zu lassen.

Vatum Bikes Fahrrad Hinterradtasche High End: Der günstige City-Begleiter

Wer bereit ist, für einen günstigen Preis Kompromisse einzugehen, sollte sich die Vatum Bikes Fahrrad Hinterradtasche High End ansehen. Die Rolltop-Tasche ist ein guter City-Begleiter für den Fahrradalltag, das Innenfach kann hier herausgenommen werden.

Im lässigen Kurierlook mit Rolltop und in Schwarz kommt die Vatum Fahrrad Hinterradtasche daher. Wir haben die Vatum Fahrrad Hinterradtasche High End auf dem Weg ins Büro und beim Einkauf getestet. Gut gefallen hat uns jedoch die Fronttasche mit dem verschweißten Reißverschluss - unsere Utensilien blieben hier wie im Hauptfach trocken.

Die Vatum Bikes Fahrrad Hinterradtasche High End lässt sich einfach am Gepäckträger monierten. Die Einstellungen erfolgen ganz ohne Werkzeug. Adapter gibt es für die unterschiedlichen Breiten der Gepäckträger leider nicht.

Weitere Optionen und Modelle

Neben den Testsiegern gibt es viele weitere interessante Optionen auf dem Markt. Hier eine kurze Übersicht:

  • Thule Paramount: Eine Hybridtasche für Pendler, die Funktionalität und Stil vereint.
  • Radgeist Fahrradtasche: Eine wasserdichte Tasche mit Rolltop, ideal für den täglichen Gebrauch.
  • Thule Shield Pannier: Eine robuste und wasserabweisende Tasche mit Rollverschluss, perfekt für lange Touren und Pendler.
  • Infinity Urban Sidebag von SKS: Eine Pendlertasche mit gut gepolstertem Notebookfach und Außentasche.
  • Pannier Pack von Aevor: Eine sportliche Tasche mit Klickfix-System und wasserabweisendem Material.
  • Back Roller Free von Ortlieb: Eine PVC-freie Variante des Klassikers, hergestellt in Deutschland mit robuster Verarbeitung.
  • Aqua Back Plus von Vaude: Eine flexible und robuste Tasche mit großem Volumen und klimaneutraler Produktion.
  • Pannier Drybag von Topeak: Eine leichte und unkomplizierte Tasche, ideal für sportliche Fahrer und Gravel-Biker.
  • Sam von Feuerwear: Eine einzigartige Tasche aus recycelten Feuerwehrschläuchen, robust und individuell.

Fahrradtaschen im Vergleich: Die besten Modelle für jeden Einsatzbereich

Fahrradtaschen sind unverzichtbare Begleiter für alle, die mit dem Rad unterwegs sind. Im Vergleich zu Rücksäcken entlasten sie den Rücken, verbessern die Belüftung und bieten meist deutlich mehr Stauraum. Darüber hinaus sind Fahrradtaschen eine umweltfreundliche Transportlösung, die es ermöglichen, verschiedenstes Gepäck zu transportieren - nachhaltig und emissionsfrei. Durch robuste Materialien und clevere Designs schützen sie weiter den Inhalt vor Regen und Erschütterungen.

Bei der Wahl der richtigen Fahrradtasche kommt es vor allem auf den Einsatzbereich an. Ob für den täglichen Einkauf, das Pendeln zur Arbeit oder für längere Fahrradtouren. Für den Alltag sind kompakte und leicht zugängliche Modelle ideal, während für längere Touren vor allem Stauraum und Komfort wichtig sind. Wer viel bei schlechtem Wetter unterwegs ist, sollte zusätzlich auf wasserfeste Materialien achten.

Fahrradtaschen für den Alltag

Für den Alltag eignet sich eine Fahrradtasche, die praktisch, leicht und einfach zu handhaben ist. Sie sollte ausreichend Stauraum für Einkäufe, Laptop oder andere wichtige Gegenstände bieten und gleichzeitig stabil am Fahrrad befestigt sein.

Fahrradtaschen für längere Touren

Für längere Touren ist es wichtig, eine Fahrradtasche mit großem Fassungsvermögen zu wählen. Sie bietet genug Stauraum für Ausrüstung, Bekleidung und Verpflegung. Modelle wie die Ortlieb Back-Roller Classic und die Vaude Aqua Back sind auch in diesem Einsatzgebiet sehr beliebt, da sie nicht nur groß genug sind, sondern auch mit praktischen Funktionen wie Rollverschluss und einfachen Befestigungssystemen punkten.

Fahrradtaschen für Berufspendler

Für Berufspendler ist eine Fahrradtasche wichtig, die sowohl funktional als auch stilvoll ist. Sie sollte ausreichend Platz für typische Arbeitsgeräte bieten, darunter Laptop, Dokumente und persönliche Gegenstände. Gleichzeitig sollte sie natürlich leicht, aber robust sein. Modelle wie die Thule Computer oder die Ortlieb Office Bag sind besonders empfehlenswert, da sie wasserdicht, gut organisiert und bequem zu tragen sind.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Zunächst ist das Fassungsvermögen entscheidend. Ein weiterer wichtiger Faktor ist das Material. Wenn Sie Ihr Gepäck auch bei schlechtem Wetter geschützt wissen möchten, sollte Ihre Fahrradtasche wasserdicht sein. Materialien wie Nylon oder Cordura sind besonders strapazierfähig und wasserabweisend. Achten Sie darüber hinaus auf die Befestigungsmöglichkeiten. Eine einfache Handhabung ist besonders wichtig, wenn die Tasche häufig montiert und abgenommen wird. Schnellbefestigungssysteme, wie Schnellverschlüsse oder Klettbänder, sorgen dafür, dass die Tasche fest sitzt und sich dennoch schnell abnehmen lässt. Zusätzlich sollten Sie den Komfort berücksichtigen, insbesondere wenn Sie die Tasche regelmäßig selbst tragen müssen. Gepolsterte Tragegurte oder Schulterriemen können hier den Ausschlag geben.

Gepäckträgertasche vs. Lenkertasche

Gepäckträgertaschen und Lenkertaschen sind zwei beliebte Optionen für den Transport von Gepäck auf dem Fahrrad. Sie unterscheiden sich jedoch in Funktion und Nutzung. Eine Fahrradtasche für Gepäckträger ist besonders für größere Lasten geeignet, da sie stabil auf dem Gepäckträger montiert wird und oft ein großes Fassungsvermögen bietet. Sie eignet sich ideal für Einkäufe, Reisegepäck oder längere Touren. Im Gegensatz dazu bieten Lenkertaschen einfachen Zugang zum Inhalt und sind ideal für kleine, wichtige Dinge. Sie können sie leicht erreichen und das, ohne vom Rad absteigen zu müssen. Allerdings bieten sie aufgrund ihrer Größe weniger Stauraum als Gepäckträgertaschen.

Pflegetipps für eine lange Lebensdauer

Die richtige Pflege und Wartung von Fahrradtaschen verlängert ihre Lebensdauer und sorgt dafür, dass sie zuverlässig bleiben. Bei Leder-Modellen ist eine regelmäßige Behandlung mit spezieller Lederpflege wichtig, um das Material geschmeidig zu halten und Risse zu vermeiden. Für die Lagerung sollten Sie Ihre Tasche außerdem an einem trockenen Ort aufbewahren, um Schimmelbildung zu verhindern.

Fazit

Die Wahl der richtigen Fahrradtasche hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie dem Einsatzbereich, der Größe und dem Material. Ob für den Alltag, längere Touren oder den Berufspendlerweg - jede Tasche hat ihre eigenen Vorzüge. Wichtig ist, auf Fassungsvermögen, Material und Befestigung zu achten, um den Komfort und die Funktionalität zu maximieren. Probieren sie verschiedene Modelle aus, um die Tasche zu finden, die Ihren Bedürfnissen am besten entspricht. So machen Sie Ihre nächste Fahrt noch angenehmer und praktischer.

Bikepacking Taschen im Test

Der Reiz des Bikepackings liegt in seiner Einfachheit: kein sperriger Gepäckträger, keine komplizierten Montagehilfen. Stattdessen werden die Taschen direkt am Fahrradrahmen und am Lenker befestigt, was sie ideal für den Einsatz am Rennrad oder besonders am Gravelbike macht. Dieses schlanke Setup ermöglicht es, leicht und effizient unterwegs zu sein, ohne auf wichtige Ausrüstung wie Kleidung, Proviant oder eine Campingausstattung verzichten zu müssen.

Bikepacking-Taschen: Unterschiedliche Anforderungen

Die Wahl des Bikepacking-Taschen-Sets ist eine wichtige Entscheidung für jede Gravelbike-Tour, sei sie kurz oder lang: Damit legt man fest, ob im mobilen Hausstand Ordnung herrscht, ob der Tascheninhalt gut geschützt und das Gepäck so am Rad untergebracht ist, dass Fahrspaß und Fahrsicherheit auch unter schwierigen Bedingungen nicht auf der Strecke bleiben. Dabei haben wir alle 32 Einzeltaschen „auf links gedreht“ und zahlreiche Erkenntnisse gesammelt. Eine davon lautet: Taschen mit Rollverschluss sind zuverlässiger wasserdicht als solche mit Reißverschlüssen oder Deckeln, die trotz Dichtlippen oder Überstand immer anfällig bleiben gegen das Eindringen von Wasser und Staub.

Wer länger unterwegs ist und viel Gepäck am Renner über Stock und Stein transportieren möchte, wird Wert darauf legen, dass die Taschen weder wackeln noch schaukeln und auch möglichst nicht knirschen oder knarzen. Darüber entscheiden die Kontaktflächen von Taschen und Rad sowie geeignete Halterungen an Lenker und Sattelstütze. Das Gewicht spielt ebenfalls eine wesentliche Rolle. Taschen-Sets, die in Summe weniger als ein Kilogramm wiegen, setzen den Maßstab, kosten dafür jedoch auch ein paar Euro mehr.

Bikepacking-Taschen unterscheiden sich in der Handhabung

Die größten Unterschiede zwischen den Sets ergeben sich bei Montage und Befestigung. Fest montierte Halterungen, wie sie Tailfin und Revelate Designs bieten, sind Alleinstellungsmerkmale im Markt, auf dem ansonsten Riemen und Klettverschlüsse dominieren. Die genannten Produkte benötigen zwar etwas mehr Zeit für die Erstmontage, die man unterwegs aber wieder einspart, weil das Anbringen und Abnehmen der Taschen nur noch einen Handgriff erfordert. Tasche und Halterung sind in Summe etwas schwerer, punkten aber mit sicherem Sitz auch auf holperigem Untergrund, was insbesondere Viel-, Weit- und Offroad-Radler zu schätzen wissen.

Wer eher ein einfach zu montierendes Taschen-Set für die gelegentliche Bikepacking-Tour sucht, findet bei Anbietern wie Topeak und Acid (der Zubehörmarke von Radhersteller Cube) geeignete Taschen-Sets für knapp über 200 Euro. Zusammengefasst: Der Markt bietet eine erfreulich große Bandbreite von Taschen-Sets mit ganz verschiedenen Eigenschaften, die unterschiedlichste Ansprüche bedienen können, je nachdem, ob das Gepäck-Ensemble besonders leicht, besonders robust oder besonders praktisch sein soll. Das nächste Bikepacking-Abenteuer mit dem Gravelbike kann jedenfalls starten!

Modelle im Überblick:

Hersteller Set-Preis Volumen Gewicht Fazit
Acid 285 Euro 33,7 Liter 1,9 Kilogramm Viel Tasche fürs Geld, Sattel- und Lenkertasche mit Rollverschluss.
Cyclite 525 Euro 29,8 Liter 0,9 Kilogramm Leichtbau, viele gute und durchdachte Details.
Evoc 410 Euro 17,3 Liter 1,1 Kilogramm Zählt zu den leichtesten im Test, bietet weniger Stauraum.
Ortlieb 420 Euro 19 Liter 1 Kilogramm Perfekte Rollverschlüsse, Rahmen- und Oberrohrtasche fallen ab.
Restrap 468 Euro 19,4 Liter 0,9 Kilogramm Wiegt weniger als ein Kilo, gute Ausstattungsdetails.
Revelate 695 Euro 36 Liter 1,8 Kilogramm Robust und durchdacht, aber vergleichsweise schwer.
Tailfin 805 Euro 35,1 Liter 2,7 Kilogramm Teuerstes und schwerstes Set, für den Dauereinsatz gemacht.
Topeak 215 Euro 38,3 Liter 1,5 Kilogramm Komplett-Set für die erste oder gelegentliche Schotter-Fluchten.

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