Bikepacking ist im Prinzip nichts anderes als das Verreisen mit dem Fahrrad. Allerdings nicht mit dem Trekkingrad und Gepäckträgertaschen links und rechts, sondern mit Rennrädern, Gravel- oder Mountainbikes. Weil die keinen Gepäckträger haben, müssen die Taschen direkt am Fahrrad montiert werden.
Früher war das Befestigen einer Tasche am Bike oft eine Mischung aus Tetris und Glückssache. Riemen einfädeln, Gurte festzurren, irgendwo noch einen Spanngummi drüberlegen - und dann hoffen, dass auf der Fahrt nichts verrutscht. Wer sichergehen wollte, dass die Tasche hält, musste entweder ewig herumprobieren oder sich damit abfinden, dass das Gepäck bei jedem Schlagloch ein Eigenleben entwickelte.
Dank einer Gepäckträgertasche mit Klicksystem gehört dieses Chaos der Vergangenheit an. Statt umständlich befestigt zu werden, wird sie einfach aufgesetzt und sicher verriegelt. Kein Nachjustieren - sie sitzt, bleibt an Ort und Stelle und kann mit einem Handgriff wieder gelöst werden.
Gepäckträgertaschen mit Klicksystem im Vergleich
Die Auswahl an Gepäckträgertaschen mit Klicksystem ist groß. Hier sind einige Hersteller und Modelle im Überblick:
- Cyclite (Herstellerpreis für die drei Taschen: 424,70 Euro)
- Restrap (Herstellerpreis für die drei Taschen: 389,97 Euro)
- Topeak (Herstellerpreis für die drei Taschen: 244,80 Euro)
- Capsuled (Herstellerpreis für die drei Taschen: 399,97 Euro)
- Ortlieb (Herstellerpreis für die drei Taschen: 445 Euro)
Zudem schützt die stabile Verbindung nicht nur dein Equipment, sondern auch dein Bike. Während schlecht befestigte Taschen gerne mal seitlich scheuern oder sich in den Speichen verfangen, bleiben Klicksysteme sicher in Position.
Vor- und Nachteile von Klickfix-Systemen
Nicht jedes Klicksystem funktioniert gleich - und nicht jedes passt zu jedem Bike. Während einige auf maximale Flexibilität setzen, sind andere perfekt für bestimmte Träger oder Einsatzzwecke optimiert.
- Mounting Is Key (MIK) System: Vielseitig, lässt sich mit einer Trägerplatte aufrüsten.
- Racktime Snapit-System: Speziell für Racktime Gepäckträger, stabil und sicher.
- Topeak MTX-QuickTrack-System: Schnelle Verriegelung durch Aufschieben der Tasche.
- CarryMore-System: Ideal für den Alltag, schneller Wechsel und einfache Handhabung.
- Atran Velo System (AVS): Modulares System für Taschen, Körbe und Boxen.
Detaillierte Tests einzelner Modelle
Im Folgenden werden einige Modelle verschiedener Hersteller detaillierter betrachtet:
Cyclite
Cyclite setzt auf geringes Gewicht: Das komplette Set aus den drei Taschen bringt nur 700 Gramm auf die Waage. Dennoch fasst es mehr als 28 Liter. Alle drei Taschen werden direkt an den Lenker, den Rahmen und die Sattelstütze gebunden. Das Set kostet beim Hersteller 425 Euro.
Am Lenker
Die Rolltasche Roll Bag 01 wird mit dünnen Gurtbändern an den Lenker gebunden und mit zwei weiteren an der Gabel fixiert. Das macht die Montage aufwendig, sorgt aber auch bei Geländefahrten für einen festen Sitz. Kein Problem, denn mit Spanngurten kann man die aufgerollten Enden der Tasche nach innen ziehen und so die Roll Bag 01 kompakt zusammenbinden.
Im Rahmen
Die Rahmentasche Frame Bag 01 bleibt mit ihrer steifen Bauweise auch ohne Gepäck in Form. Sie hat rechts einen Reißverschluss für den Zugang zum Hauptfach, links einen weiteren für ein flaches Smartphone-Fach. Befestigt wird sie mit drei Klettbändern am Oberrohr, ein weiteres stabilisiert am Unterrohr.
Am Sattel
Die Saddle Bag 01 wird mit Klettband an der Sattelstütze und mit dünnen Gurten etwas umständlich am Sattelgestänge befestigt. Das führte im Test frühmorgens vor einem Hotel zu mehrminütigen Montagearbeiten, die von gelegentlichen Flüchen begleitet wurden. Schön: Die Tasche lässt sich flach packen und passt auch an das kleine Fahrrad in XS, wenn auch nur knapp.
Das Set ist wasserfest, leicht und passt an nahezu alle Fahrräder.
Restrap
Beim britischen Hersteller Restrap haben wir uns für ein Set mit insgesamt 27,5 Litern Kapazität entschieden. Da die Rahmen- und Satteltaschen in verschiedenen Größen und zudem größere Lenkertaschen erhältlich sind, lässt das System auch mehr oder weniger Fassungsvermögen zu. Die drei getesteten Taschen bringen zusammen fast 1300 Gramm auf die Waage. Beim Hersteller kostet ein solches Komplettpaket knapp 390 Euro.
Am Lenker
Mit zehn Litern Kapazität ist die Bar Pack von Restrap kleiner als die Lenkertaschen der Konkurrenz. So stört sie auch bei schmalen Rennradlenkern nicht beim Schalten. Der Nachteil: Die Tasche ist so hoch, dass ein am Lenker montiertes Akkulicht nicht darüber hinwegleuchten kann. Sie lässt sich mit Schnellverschlüssen einfach anbringen und hat neben dem Hauptfach ein kleines Fach für Smartphone und Co. sowie eine Halterung für ein Bügelschloss. Das Öffnen und Schließen geht leicht von der Hand.
Am Rahmen
Das Testmodell Frame Bag in der Größe M fasst 3,5 Liter. Der Reißverschluss rechts öffnet das Hauptfach, der linke ein schmales Fach für ein Smartphone. Obwohl beide Reißverschlüsse abgedichtet sind, kommt bei Starkregen etwas Feuchtigkeit durch. Am Oberrohr lässt sich die Tasche unkompliziert mit Klettbändern befestigen, die nötige Spannung erhält die Tasche durch drei weitere Gurte am Unter- und Sitzrohr, die etwas umständlicher anzubringen sind.
Am Sattel
Da hat man es mit der Saddle Bag leichter. Sie besteht aus deinem Holster und einem Packsack, der sich nach dem Lösen einer magnetisch arretierten Schnalle herausziehen lässt. Hier fehlt lediglich ein Ventil, um den Sack vor dem Einsetzen besser komprimieren zu können. Das Holster sitzt schön stabil an der Sattelstütze. Über zwei Gurte kann man es nachspannen und auch im Wiegetritt baumelt die Saddle Bag kaum. Im Einsatz hatte ich das Modell mit 14 Litern Kapazität.
Alle drei Restrap-Taschen machen einen soliden Eindruck. Die Rahmen- und die Lenkertasche eignen sich auch für Tagestouren. Alle drei sitzen sicher am Rad. Während der Fahrt habe ich die Taschen kaum bemerkt.
Topeak
Das Set-up von Topeak fasst insgesamt 28 Liter. Die Taschen für Lenker, Rahmen und Sattelstütze wiegen zusammen mit einem Stabilisator 1450 Gramm und kosten rund 245 Euro.
Am Lenker
Der Frontloader von Topeak hat zwölf Liter Fassungsvermögen und besteht aus einem Holster sowie einem Packsack mit Rollverschlüssen. Ebenso wie das Holster für die Satteltasche habe ich es einmal angebracht und die folgenden Tage am Rad gelassen. Den Packsack kann man abends am Hotel einfach abnehmen, muss dafür nur zwei Gurte lockern.
Im Rahmen
Der Midloader hat ein Fach, das von beiden Seiten mit Reißverschlüssen zugänglich ist. Die getestete Variante fasst sechs Liter, passt aber nur an große Rahmen. Zwei kürzere Modelle mit 4,5 und 3 Litern Kapazität sind ebenfalls erhältlich. Zwar kann der Midloader einfach mit Klettband am Oberrohr befestigt werden, aber das Abspannen an dem Unter- bzw. Sitzrohr erfolgt mit umständlich zu lösenden Gurten. Ich hatte nie Lust, ihn vor dem Hotel abzumontieren, habe ihn stattdessen für die Nacht ausgeräumt und am Fahrrad gelassen.
Am Sattel
Der Backloader X besteht aus Holster und Packsack. Auch hier ist der Sack mit einem Ventil versehen, was das Komprimieren erleichtert. Wie die Modelle der Konkurrenz wird der Backloader an der Sattelstütze und mit je einem Gurt am Sattelgestell befestigt. So richtig stabil sitzt er - voll beladen - nicht. Das gilt für das getestete Modell mit zehn Litern Volumen, aber die Variante mit 15 Litern dürfte noch anfälliger sein. Für Abhilfe sorgt der Wishbone, ein kleines Gestell, das von unten an das Sattelgestell geschraubt wird und mit Stangen links und rechts das Wackeln des Backloaders verhindert. Schöner Nebeneffekt des Wishbone: An den stabilisierenden Stangen können Trinkflaschenhalter angebracht werden.
Vorn und hinten lassen sich Packtaschen schnell entnehmen oder ansetzen. Während der Fahrt sitzt der Backloader X nur mit dem Halter Wishbone richtig stabil. Für schmale Rennradlenker ist die breite Lenkertasche ungeeignet.
Capsuled
Von Capsuled kommt ein Set, dessen Taschen mit Sichtfenstern ausgerüstet sind. So erspart man sich gelegentlich das Herumkramen in den Taschen. Es gibt sie nur in einer Größe, die bei einem Gesamtgewicht von 930 Gramm ein Fassungsvermögen von insgesamt 24 Litern hat. Der vom Hersteller empfohlene Preis liegt knapp unter 400 Euro.
Am Lenker
Capsuled setzt für die Befestigung der Handlebar Bag auf ein Riemensystem mit je zwei übereinanderliegenden Gurten: Links und rechts wird zunächst ein Band mit Klettverschluss über den Lenker gezogen, danach stellen Gurte mit Schnalle den nötigen Druck her. Den Abstand zwischen Tasche und Lenker justiert man über die Anzahl der Abstandhalter aus Gummi. Ich musste am Gravelbike alle verwenden, um die bei moderater Beladung mindestens 44 Zentimeter breite Tasche so weit nach unten zu bekommen, dass ich weiterhin bequem schalten konnte.
Am Rahmen
Die Triangle Bag hat die Form eines fast gleichschenkeligen Dreiecks und wird im Rahmen am Ober- und Sitzrohr mit drei Klettbändern befestigt. Im Test passte sie sowohl an Gravelbikes als auch an ein Hardtail-Mountainbike. Raum für die Trinkflasche blieb in beiden Fällen. Unterschiedliche Winkel zwischen Sitz- und Oberrohr werden über eine Faltung in der Tasche ausgeglichen.
Am Sattel
Die Saddle Bag wird mit Klettbändern an der Sattelstütze und mit zwei Gurten am Sattelgestänge befestigt. Im Wiegetritt neigt sie etwas zum Wackeln. Rund 14 Liter nimmt sie maximal auf. Dabei ist sie vorn schmal und hoch. Das dient der Stabilität an der Sattelstütze, führt allerdings dazu, dass an kleinen Fahrrädern nicht ausreichend Raum zwischen Hinterrad und Tasche bleibt. Die Saddle Bag hat einen Rollverschluss, an dessen Enden sich zwei Schnallen zum Fixieren befinden. Im simulierten Dauerregen kam etwas Feuchtigkeit durch.
Das Set hinterlässt einen gemischten Eindruck: Es ist leicht und hat mit dem Sichtfenster ein Alleinstellungsmerkmal. An kleine Rennräder und Gravelbikes passt es allerdings nicht.
Ortlieb
Bei Ortlieb werden Lenker- und Satteltasche mit Schnellverschlüssen eingeklinkt. So ist zumindest ein Problem gelöst: Abends am Hotel sind die Taschen binnen Sekunden gelöst, morgens ebenso schnell wieder angebracht. Nur für die Rahmentasche muss man Klettbänder binden. Das Set fasst 32 Liter und wiegt 1285 Gramm. Ortlieb verlangt für die drei Taschen 445 Euro.
Am Lenker
Die Handlebar Flex wird mit dem weitverbreiteten Klickfix-System am Lenker angebracht. Von Ortlieb gibt es einen Lenkeradapter, der mit Spanngurten arbeitet und nach einer Bikepacking-Tour leicht wieder entfernt werden kann. Allerdings musste ich für dessen Montage einen langen Blick in den Beipackzettel werfen. Je nachdem, wie Bowdenzüge und Bremsleitungen am Fahrrad verlegt sind, kann es eng werden. Bei vollständiger Beladung ist die Lenkertasche breit und passt gerade noch in meinen Gravelbike-Lenker. Hoch ist sie auch: Mein Stecklicht kann nicht darüber leuchten.
Am Rahmen
Die Rahmentasche Framepack RC hat einen Rollverschluss. Sie fasst vier Liter und wird an drei Punkten mit Klettband am Oberrohr sowie mit zwei weiteren an Unter- und Sitzrohr befestigt. Eine Trinkflasche passte bei meinem Rad immer noch gut darunter. Der Rollverschluss wird mit drei Spannbändern geschlossen. Auf Dauer ist das nervig, weil - anders als bei Reißverschlüssen - der Rollverschluss immer komplett geöffnet werden muss, auch wenn man nur mal kurz das Smartphone herausziehen will. Das bedeutet jedes Mal: Drei Spannbänder lösen und danach wieder einrollen und schließen.
Am Sattel
Die Seat-Pack QR hat einen Schnellverschluss für das Sattelgestänge. Hat man den einmal mit Werkzeug eingestellt, muss die 13 Liter fassende Satteltasche nur noch eingehängt und mit einem breiten Klettgurt an der Sattelstütze fixiert werden. Eine feine Sache. Weil die Seat-Pack sehr flach ist, passt sie auch an kleine Fahrräder. Zieht man die Spannbänder fest, sitzt sie sicher und wackelt nicht.
Die drei Taschen von Ortlieb sind gut verarbeitet und wasserdicht. Sie sitzen fest und sicher am Rad und lassen sich dennoch schnell lösen und wieder anbringen. Der Rollverschluss der Rahmentasche hat mich genervt.
Rixen und Kaul Klickfix Bikepacking-Taschen
Rixen und Kaul ist vielen Radfahrer:innen vor allem durch das Klickfix-System für Fahrradtaschen, Körbe und mehr ein Begriff. Jetzt hat das Unternehmen aus dem Bergischen Land seine erste Bikepacking-Serie auf den Markt gebracht.
Graue Farben und technisches Design bestimmen den Look der neuen Klickfix-Bikepacking-Taschen von Rixen und Kaul. Und natürlich darf die rote Taste nicht fehlen, das Markenzeichen des Klickfix-Systems. Die Idee dahinter: Ein Halter wird fest am Fahrrad montiert. Das Zubehör, in unserem Fall die Bikepacking-Taschen, wird dann nur noch eingeklickt.
Auf dieser Basis hat der deutsche Hersteller drei wasserdichte Taschen auf den Markt gebracht. Natürlich lassen sich auch weitere Klickfix-Produkte an den Haltern anbringen. Zum Beispiel Körbe, Daypacks oder sogar eine speziell für den Transport bis fünf Kilogramm schwerer Haustiere entwickelte Tasche.
Hier eine Übersicht der Klickfix Bikepacking-Taschen:
| Modell | Bikepack Waterproof | Bikepack X Compact Waterproof | Bikepack X Waterproof |
|---|---|---|---|
| Preis | 128 Euro* | 130 Euro | 147 Euro |
| Volumen | 12 l | 6,5 l | 10 l |
| Gewicht Tasche | 620 g | 509 g | 715 g |
| Gewicht Aufnahme | 118 g | 79 g | 79 g |
| Gesamtgewicht | 738 g | 588 g | 784 g |
Klickfix Bikepack Waterproof (Lenkertasche)
Die Erstinstallation der Klickfix-Lenkertasche gestaltet sich etwas aufwändiger als bei anderen Produkten. Kein Wunder, schließlich muss hier zunächst der namensgebende Klickfix-Halter am Lenker montiert werden. Dieser ist übrigens nicht im Lieferumfang enthalten. Grund: Es gibt den Halter in verschiedenen Ausführungen für verschiedene Fahrradtypen. Etwa als Variante fürs E-Bike oder mit integriertem Schloss.
Taschen anderer Hersteller hingegen werden in der Regel unmittelbar am Lenker angebracht. Beim ersten Blick auf Einzelteile und Montageanleigung kommt kurz Ikea-Feeling auf. Doch eigentlich geht die Sache recht leicht von der Hand.
In fünf einfachen Schritten ist der Halter montiert und die Tasche kann eingehängt werden. Beim ersten Anlauf kostete uns der Prozess etwa fünf Minuten. Mit etwas Übung sitzt der Halter aber auch in zwei bis drei Minuten fest am Lenker. Einen Vorteil bei der Montage bieten Bikes mit cleanem, praktisch kabellosen Cockpit. Doch auch mit Kabeln und Zügen ist die Montage prinzipiell kein großes Problem.
Achtung: Vom Einsatz des Halters an Carbon-Lenkern rät der Hersteller ab. Wir haben es trotzdem gemacht und hatten damit im Test keine Probleme. Empfehlen können wir es euch aber natürlich dennoch nicht. Aber auch im Einsatz mit Alu-Lenkern raten wir auf jeden Fall dazu, den Lenker unter dem Adapter mit Schutzfolie abzukleben.
Ist der Adapter einmal am Lenker montiert, kann die Klickfix Bikepack Waterproof Tasche ganz einfach mit ihrem Stahlbühel von oben eingeklickt werden. Genauso einfach lässt sie sich mit einem Druck auf den roten Knopf, das Markenzeichen von Klickfix, wieder abnehmen.
Durch die zwei großen, seitlichen Öffnungen lässt sich die Tasche im abgenommenen Zustand sehr bequem beladen. Am Cockpit montiert ist das Fach allerdings nicht zugänglich. Dafür verfügt sie über ein Gepäcknetz, in dem unterwegs zum Beispiel die Regenjacke verstaut werden kann.
Wird die Tasche mit ihren bis zu 12 Litern Fassungsvermögen sauber an den seitlichen Rollverschlüssen geschlossen, passt sie genau zwischen einen 42 Zentimeter breiten Rennlenker mit geringem Flare. Je breiter der Lenker und je breiter ausgestellt der Unterlenker, desto mehr Platz bleibt zwischen Bremsgriffen und Tasche.
Mit zwei wesentlichen Vorteilen trumpft die Klickfix-Tasche im Bikepacking-Einsatz auf: Erstens ist sie blitzschnell am Lenker befestigt und wieder abgenommen. Und zweitens sitzt sie bombenfest am Cockpit. Selbst beim Ritt über richtig ruppige Passagen wackelt oder rappelt hier nichts. Dazu konnten weder Staub noch der von uns simulierte Regen der Tasche etwas anhaben. Pluspunkte gibt es zudem für das praktische Gepäcknetz. Zusätzliche, während der Fahrt leicht zugängliche Außentaschen fehlen allerdings.
Klickfix Bikepack X Waterproof und Bikepack X Compact Waterproof (Satteltaschen)
Fürs Heck bietet Rixen und Kaul zwei Klickfix-Bikepacking-Taschen zur Auswahl: Die Bikepack X Waterproof und die Bikepack X Compact Waterproof. Der Unterschied liegt schon im Namen: Die kompakte Version ist etwas kleiner. Konkret ist sie 27 Zentimeter kürzer als ihre große Schwester. Entsprechend bietet sie natürlich auch ein geringeres Volumen von 6,5 Litern. Bei der größeren Tasche sind es 10 Liter. Zudem fehlt der Compact-Tasche das praktische Gepäcknetz auf der Oberseite.
Ähnlich wie bei der Lenkertasche muss auch am Heck zunächst der Adapter am Sattel montiert werden. Im Gegensatz zur Lenkertasche sitzt der Klickfix-Mechanismus diesmal allerdings an der Satteltasche. Es wird also nur das kleinere Gegenstück montiert. Und dieses ist hier im Gegensatz zur Front auch im Lieferumfang enthalten.
Zur Montage wird ein Ring über die zweiteilige Sattelhalterung geschoben, auf die Sattelstreben gesetzt und der Klickfix-Halter daran verschraubt. Die Montage geht einfach von der Hand. Es hilft allerdings, den Sattel dazu möglichst weit nach hinten zu schieben oder sogar ganz von der Sattelstütze abzuschrauben.
Sitzt der Halter am Sattel, wird die Tasche einfach eingeklickt und dann noch der Klettverschluss um die Sattelstütze selbst gezogen. Auch hier wird vom Einsatz mit Carbon-Teilen abgeraten.
Zugegeben, wir mussten ein bisschen üben, um den Adapter unter dem Sattel mit dem Klickfix-Halter an der Satteltasche richtig zu treffen. Doch wenn man einmal den Dreh, also … den Klick raushat, ist es ganz einfach.
Dann ist die Klickfix Bikepack X Waterproof in wenigen Sekunden montiert und auch wieder demontiert. Die Sattelhalterung selbst ist übrigens für eine Belastung von maximal zwei Kilogramm ausgelegt. Durch die zusätzliche Abstützung der Tasche an der Sattelstange verdoppelt sich die zulässige Belastbarkeit allerdings auf vier Kilogramm.
Das Gepäck wird dank der großen Öffnung im Heck komfortabel in die Tasche geladen. Gepackt wird übrigens idealerweise, wenn sich die Tasche nicht am Rad befindet. Das macht es nochmal deutlich einfacher.
Das Volumen der Klickfix-Bikepacking-Taschen für den Sattel fällt mit 6,5 beziehungsweise 10 Litern eher gering aus. Dennoch findet sich genug Platz für Schlafsack und zum Beispiel Ersatztrikot und Co.
Für Sicherheit und Sichtbarkeit während der Bikepacking-Tour sorgen übrigens nicht nur die reflektierenden Elemente der Tasche.
Weitere Gepäckträgertaschen mit Klicksystem im Vergleich
Hier ist eine tabellarische Übersicht über weitere Gepäckträgertaschen mit Klicksystem, die im Vergleich getestet wurden:
| Modell | Preis | Verschlussart | Max. Volumen |
|---|---|---|---|
| Racktime Odin | ab 74,00 € | Reißverschluss | 19 l |
| Rixen und Kaul KLICKfix Rackpack 2 Plus 0267RB | ab 77,00 € | Reißverschluss + Schnallen | 16 l |
| Rixen und Kaul KLICKfix Rackpack 1 0266RA | ab 73,00 € | Reißverschluss | 10 l |
| Rixen und Kaul KLICKfix Alingo GT | ab 74,00 € | Kordelverschluss | 19 l |
| Racktime Talis Plus | ab 60,00 € | Reißverschluss | 15 l |
| Rixen und Kaul KLICKfix Rackpack Light 0268RA | ab 64,00 € | Reißverschluss | 8 l |
| Rixen und Kaul 2179224770 | ab 99,00 € | Reißverschluss | 8 l |
| Racktime Heda | ab 69,00 € | Hakenverschluss | 24 l |
| Vaude Silkroad Plus Snap-it | ab 69,00 € | Reißverschluss | 16 l |
| Racktime 561261 | ab 50,00 € | Reißverschluss | 8 l |
| Racktime Vida | ab 51,00 € | Hakenverschluss | 24 l |
MIK, Racktime & Co. Nicht jedes Klicksystem funktioniert gleich - und nicht jedes passt zu jedem Bike. Während einige auf maximale Flexibilität setzen, sind andere perfekt für bestimmte Träger oder Einsatzzwecke optimiert.
Für MIK, Racktime und Topeak gibt es Grundplatten, die du auf deinem bestehenden Gepäckträger montieren kannst. Diese schaffen die benötigte Verbindung zwischen Träger und Tasche, sodass du anschließend jede kompatible Gepäckträgertasche mit Klicksystem sicher befestigen kannst. Wichtig ist, vor dem Kauf die Kompatibilität zu prüfen: Passt die Adapterplatte auf deinen Gepäckträger? Ist das System mit den Taschen kompatibel, die du nutzen möchtest?
Verwandte Beiträge:
- Gepäckträgertaschen für Fahrräder im Test – Die besten Modelle im ultimativen Vergleich!
- Die besten Fahrrad Gepäckträgertaschen im Vergleich – Testsieger & Top Modelle entdecken!
- Die besten wasserdichten Fahrrad-Gepäckträgertaschen im ultimativen Test – Top-Modelle im Vergleich!
- SRAM vs. Shimano: Welches ist die beste Rennrad Schaltgruppe für dich?
- Mountainbike Rahmenhöhe ermitteln: Die perfekte Größe finden
Kommentar schreiben