Ghost ist eine bekannte Marke, die eine breite Palette von Fahrrädern anbietet, darunter Mountainbikes, Trekkingräder und Stadträder. Der Fokus liegt klar auf Mountainbikes, die in verschiedenen Klassen angeboten werden: „Tour“ für lange Ausfahrten im leichten Gelände, „Trail“ für actionreiche Offroad-Strecken und Sprünge, sowie „Enduro“ für anspruchsvolles, steiles Terrain. Ob du nun 17 Jahre jung oder 66 Jahre alt bist - ein passendes Modell wirst du bei Ghost mit hoher Wahrscheinlichkeit finden.
E-Bike Modelle von Ghost
Ghost bietet eine vielfältige Auswahl an E-Bikes für unterschiedliche Bedürfnisse und Fahrstile. Hier sind einige Beispiele:
- Ghost E-Square Trekking Advanced: Ein sportliches E-Bike für Damen mit Yamaha PW-ST Mittelmotor (70 Nm) und Simplo 630 Wh Akku. Es verfügt über eine 11-Gang Kettenschaltung und 27,5 Zoll Reifengröße. Mit dem Federweg von 75 mm werden Unebenheiten auf Feld- und Waldwegen ausgeglichen.
- Ghost E-Teru B Essential: Ein Touren-Mountainbike mit Bosch Performance Line Motor (63 Nm) und Bosch PowerTube 500 Wh Akku. Die hydraulischen Scheibenbremsen und die SR Suntour 120 mm Federgabel machen das E-Bike geländegängig.
- Ghost Hybride ASX Base 130: Ein Fully E-Bike für anspruchsvolle Trails, ausgestattet mit Bosch Performance Line CX Gen4 Motor (85 Nm), Bosch PowerTube 625 Wh Akku, 12-Gang Sram SX Eagle Kettenschaltung und Tektro Bremsen mit 203 mm Bremsscheiben. Der Federweg beträgt vorne und hinten 160 mm.
- Ghost Hybride Square Travel B4.7+ AL W e-bike 2020: Verwendet ein Antriebssystem von Bosch.
- Ghost Hybride HTX 4.7+ e-bike 2020: Verwendet ein Antriebssystem von Yamaha.
- Ghost Hybride SL AMR s2.7+ AL U Fully e-bike 2020: Ein Antriebssystem von Shimano ist verbaut.
- Ghost Path Riot Enduro MTB: Dieses leichtgewichtige Enduro-Mountainbike ist mit einem Fazua Ride 60 Motor und einer Fazua Energy Fix Batterie (430 Wh) ausgestattet.
Ausstattung und Komponenten
Für sämtliche E-Bikes verwendet man eine Kettenschaltung. Die verbauten Antriebssysteme stammen vorrangig von Bosch oder von Yamaha. Das leichtgewichtige Path Riot Enduro MTB besitzt allerdings einen Fazua Ride 60 Motor und eine Fazua Energy Fix Batterie mit einer Kapazität von 430 Wh. Beim Ghost Hybride SL AMR s2.7+ AL U Fully e-bike 2020 ist ein Antriebssystem von Shimano verbaut.
Federung
Mit dem Federweg von 75 mm werden Unebenheiten auf Feld- und Waldwegen ausgeglichen. Die hydraulischen Scheibenbremsen mit 180 mm Bremsscheibendurchmesser und die SR Suntour 120 mm Federgabel machen das ebike geländegängig. Der Federweg besitzt vorne wie hinten 160 mm.
Die Wahl der richtigen E-Bike Kategorie
Die Wahl der richtigen E-Bike Kategorie ist der erste Schritt zu einem rundum gelungenen Kauferlebnis. Du musst also wissen, ob du ein Alleskönner E Bike oder ein spezifisches E Bike benötigst. Mit einem Trekking E Bike kannst du eigentlich nichts falsch machen - diese eignen sich für Pendler und Hobby-Radfahrer. Ist abzusehen, dass du dein ebike ausschließlich innerorts benutzt, ist ein City E Bike mit StVZO-Zulassung die richtige Wahl. Möchtest du ein Mountainbike kaufen, solltest du ebenfalls dein Fahrverhalten analysieren - die Modelle weisen große Unterschiede in der Federung, Bereifung, Motorleistung und Ausstattung auf.
Preise und Vergleich mit anderen Marken
Im Vergleich zu anderen Marken ist Ghost günstig bis mittelpreisig. So ist die Preisgestaltung sehr ähnlich zu den MTB E Bikes von KTM. Die Marke Haibike hat ein paar günstigere, aber auch viel teurere Angebote im MTB-Bereich.
Die Preise für ein alltagstaugliches Trekkingrad beginnen bei etwa 2.399 €, was im Normalbereich für diese E-Bike Kategorie liegt. Es gibt aber auch einige Hardtail Mountainbikes, die du für unter 3.000 € kaufen kannst, wie z.B. das Ghost E-Teru B Essential für 2.699 €. Für das Ghost E-Square Trekking Advanced e-bike musst du 2.999 € einberechnen, wobei du abgesehen von der E Bike Versicherung erstmal keine weiteren Ausgaben haben wirst. Am teuersten sind natürlich die vollgefederten Fully E Bikes, die auch mal über 4.000 € kosten können.
Es gibt 2 Modelle von Jeep E Bikes, mit denen Ihr die Ghost E Bikes vergleichen könnt. Zum einen das Jeep Trekking TLR 7010, das gerade im Angebot ist und somit günstiger als Ghost. Und zum anderen das SUV Jeep ULM 7000, das schon etwas teurer ist. Beide bringen aber eine ähnliche Qualität mit. Das SUV ist ein echter Allrounder mit höherer Traglast, sehr stabil und trotzdem leicht gebaut. Das Eskute Wayfarer ist im Vergleich zu den Ghost E Bikes wesentlich günstiger, aber dennoch vernünftig ausgestattet. Es erreicht immerhin auch 100 Km Reichweite. Wem das weit genug ist, der spart hier Geld. Die Ausstattung des Eskute ist Mittelklasse, also nichts zu meckern. Testsieger ist ein Hepha E Bike geworden, das im Vergleich zu Ghost E Bikes recht günstig ist, obwohl die meisten Leistungsparameter sogar besser sind. Die Reichweite ist höher, das Drehmoment und damit die Beschleunigung und die Steigleistung am Berg.
Technische Aspekte und Fahrgefühl
Früher bezeichnete man das E-Bike vorrangig als Pedelec - weil du nach wie vor in die Pedale treten musst, aber dank der Motorunterstützung das Gefühl hast, mächtig Rückenwind zu erhalten. Bergaufschieben gehört endlich der Vergangenheit an, denn das E-Bike bringt dich über jeden Hügel!
Geschwindigkeit und Reichweite
Wie immer hat das E-Bike eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h - während schneller Abfahrten kann dein Tempo natürlich auch mal darüber liegen, allerdings wird dich der Motor dann nicht mehr unterstützen. Im Test hatten die Mountain E Bikes von Ghost eine tatsächliche Reichweite von 35 bis 48 km, was im Mittelfeld liegt.
Gewicht und Ladezeit
Typischerweise hat ein E-Bike ein Gewicht von etwa 26 kg, was an dem schweren Antriebssystem hängt. Mit dem Path Riot Enduro MTB hat Ghost aber ein 22 kg leichtes E-Bike mit Fazua Motor und großzügiger Federung entwickelt, das für Downhill-Fahrspaß sorgt. Bei den meisten E-Bikes wird der kompakte 2 Ah Charger mitgeliefert, der je nach Akku-Kapazität zwischen 5 und 7,5 Stunden braucht, um die Batterie voll aufzuladen. Die 4 Ah Ladestation hat eine durchschnittliche Ladezeit von 4,5 Stunden.
Ghost Lector HT World Cup 30 Test
Die reinen Fakten zum neuen Ghost Lector HT Worldcup 30 sprechen Bände: 24 Prozent leichter als der Vorgänger, 120 Millimeter Federweg, 510 Millimeter Reach in Rahmengröße L. Lang, leicht und modern soll die 30-Jahre-Jubiläums-Edition des Ghost-Hardtails sein und damit eine neue Ära beim Bike-Hersteller aus dem bayerischen Waldsassen einläuten.
Uphill
Im Wiegetritt macht sich die Dysbalance in der Länge von Hinterbau und Hauptrahmen aber doch bemerkbar. Im Stehen hängt der Fahrer so weit vorne über dem Lenker, dass auf Hinterreifen kaum noch Gewicht liegt. Das Ergebnis ist ein immer wieder durchrutschendes Heck. Entgegenwirken lässt sich dem nur durch eine Anpassung der Körperposition im Wiegetritt. Das erfordert jedoch etwas Eingewöhnung und kann zusätzliche Körner kosten.Abgesehen davon machen die tiefergelegte Fahrposition und der lange Radstand von 1256 Millimetern aus dem Ghost Lector HT einen geschickten Kletterer. Mit einem 76,3 Grad steilen Sitzwinkel sorgt das leichte Hardtail jederzeit für eine gute Treteffizienz und windet sich stoisch viele Höhenmeter am Stück hinauf. Trotz sehr kompakter Kettenstreben von nur 429 Millimetern hatten wir auch in technischen Uphills mit keinem steigenden Vorderrad zu kämpfen.
Downhill
Mit etwas lustlosen Bremsen und zickigen Reifen ist der Grenzbereich des Ghost Lector HTs also schnell erreicht. Gut, dass das Geometrie-Konzept genau hier brilliert. Das lange und leichte Chassis ist auch bei ausbrechenden Rädern hervorragend zu kontrollieren. Der Pilot steht so flächig im Bike, dass jederzeit das Gefühl besteht, Herr der Lage zu sein. Mit Freude wirft man sich auf dem Ghost Hardtail in Kurven, erwartet ein leichtes Rutschen, fängt sich aber zuverlässig. Durch das kurze Sitzrohr und die schnelle Rockshock Reverb AXS Variostütze bleibt viel Bewegungsfreiraum über dem Oberrohr.
Ausstattung
Während die Sram Level Ultimate Bremsen mit zwei Kolben auf der Cross-Country-Strecke noch ausreichend waren, kamen sie trotz dicker HS2-Bremsscheiben in 180 Millimeter Durchmesser vorne und hinten auf den langen Abfahrten der Marathon-Runde früh an ihre Grenzen. Hier wünschten wir uns die stärkere Vierkolben-Version, die übrigens auch Cape-Epic-Siegerin Anne Terpstra an ihrem Lector HT fährt. Ein ähnliches Bild bei den Reifen: Dank Tire-Inserts und Tubeless-Setup lässt sich der Luftdruck in den Maxxis Aspen Reifen zwar weit absenken, abseits der Rennstrecke und bei matschigen Verhältnissen kommen die schnellen Gummis aber immer wieder ans Limit. Eine solide Fahrtechnik ist da obligatorisch.
Geometrie
Zurückzuführen ist das spezielle Handling des Ghost Lector HT zweifelsohne auf den extrem langen Hauptrahmen und Radstand. Enge Kurven verlangen nach einer geschulten Hand am Lenker, um den Radius zu maximieren oder im Falle von Spitzkehren gar das Hinterrad zu versetzen. Auch die kurzen Kettenstreben helfen da nur noch wenig. Hohe Bunnyhops oder lange Manuals sind auf dem lang-flachen Bike fast unmöglich, werden im Falle eines XC-Racers aber ohnehin kaum gefragt sein. Gerade bei niedrigen Geschwindigkeiten braucht das Ghost über Sprünge und Drops einen großen Impuls, um sich vom Boden zu lösen.
Details & Bewertung
Federweg vorne: 110 mm (Prototyp, in Serie: 120 mm)Rahmenmaterial: CarbonLaufradgröße: 29 ZollPreis: 9000 EuroErhältlich über: Fachhandel
Ausstattung
- Gabel: Rockshox SID Ultimate
- Schaltung: Sram XX SL Eagle AXS Transmission, 1 x 12
- Übersetzung / Bandbreite: 32; 10-52 / 520 %
- Bremsen: Sram Level Stealth Ultimate, 180 / 180 mm
- Telestütze / Hub: Rockshox Reverb AXS / 150 mm
- Laufräder: DT Swiss XRC 1501
- Reifen: Maxxis Aspen Exo TR, 29 x 2,4”
Messwerte
- Gesamtgewicht: 10,24 kg (Gr. XL, ohne Pedale)
- Rahmengewicht: 1152 g (Gr. XL, inkl. geklebtem Kettenstrebenschutz)
- Gewicht Laufräder: 4172 g
- Laufradträgheit: 3312 kg x cm²
Geometrie
- Reach: 540 mm
- Stack: 659 mm
- Sitzrohrlänge: 485 mm
- Oberrohrlänge: 704 mm
- Steuerrohrlänge: 142 mm
- Kettenstrebenlänge: 429 mm
- Radstand: 1256 mm
- Lenkwinkel: 68,6°
- Sitzwinkel: 76,3°
- BB Offset: -59 mm
- Tretlagerhöhe: 315 mm
- Überstandshöhe: 827 mm
- Lenkerbreite: 760 mm
- Vorbaulänge: 70 mm
Fazit von BIKE-Testredakteur Jan Timmermann
Lang und leicht - an einem Race-Hardtail, wie dem neuen Ghost Lector HT 2024, ist das ein echter Gewinner-Ansatz. Erst recht, wenn dieser mit Federwegreserven, Breitreifen und einer langhubigen Variostütze kombiniert wird. Mit Ausnahme der ungünstigen Lastenverteilung im Wiegetritt werden bekennende XC-Racer und Marathonisti den progressiven Charakter des teuren Modells Lector HT World Cup 30 lieben. Weniger mit entsprechender Fahrtechnik Erfahrene kann das Konzept aber überfordern.
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