Giro Rennradhelm MIPS Test: Sicherheit, Komfort und Leistung im Fokus

Wenn du auf der Suche nach einem Fahrradhelm bist, der sowohl Sicherheit als auch Stil bietet, dann könnte ein Giro Rennradhelm mit MIPS-Technologie genau das Richtige für dich sein. Die Marke Giro überzeugt seit mehr als 25 Jahren mit Innovation, Design und Funktionalität. Dabei kommen dir vor allem das geringe Eigengewicht, die gute Belüftung und die Aerodynamik der Helme im Radsport zugute.

Im Folgenden werden wir uns zwei Modelle genauer ansehen: Den neuen Giro Aries Spherical und den Giro Syntax MIPS.

Giro Aries Spherical: Der neue Top-Helm im Test

Der Aries Spherical ist der neue Top-Helm von Giro und noch leichter und schneller als alle Vorgängermodelle. Er überzeugt nicht nur mit seinem geringen Gewicht, sondern bietet dank neuester MIPS-Technologie auch eine herausragende Sicherheit.

Vorteile auf einen Blick:

  • Extrem leichter Helm (nur 265 Gramm in Größe M)
  • Beste Belüftung dank 24 Belüftungsöffnungen
  • Gute Aerodynamik
  • Herausragende Sicherheit dank MIPS-Technologie und Spherical 2 Schalen-Konstruktion
  • Passgenauer und bequemer Sitz
  • Schicke Optik & hochwertige Verarbeitung

Der Helm macht in der weißen Farbe einen schicken Eindruck und eines fällt gleich beim Auspacken auf: Er ist sensationell leicht! Mit nur 265 Gramm in Größe M überzeugt er sogar absolute Gewichtsfetischist:innen. Kein Wunder also, dass auch Radprofis auf den neuen Giro-Helm setzen!

Als klassische Einsatzgebiete sind Triathlon, Rennrad, Cross und Gravel angegeben, doch auch im Mountainbike-Bereich oder für Rides in der City eignet sich der Helm. Mit dem Drehrad zur Weitenverstellung am Hinterkopf, dem Roc Loc 5+ Air Anpassungssystem, kann man den Giro Aries Spherical sehr fein und passgenau einstellen und dann sitzt er wirklich wie angegossen!

Top Sicherheit!

Der kalifornische High-End Hersteller Giro setzt beim Aries Spherical nicht nur auf die bereits bewährte MIPS-Technologie, die höchsten Sicherheitsstandards entspricht, sondern kombiniert diese auch mit einer eigenen Weiterentwicklung. Der Helm überzeugt in Sachen Sicherheit vor allem durch die Spherical-Konstruktion: Der Aries Spherical besteht aus zwei Helmschalen, die mit Kugelgelenken schwimmend miteinander verbunden sind und bei einem etwaigen Aufprall die Kräfte deutlich besser aufnehmen und ablenken und somit die Sicherheit erhöhen.

Ab aufs Bike: der Praxistest!

Beim Fahren fällt mir schnell auf, dass die Belüftung am ganzen Kopf hervorragend ist, da der Helm nur an der Stirn und mit einem kleinen Polster auf der Mitte des Schädels aufliegt, bleibt viel Fläche für eine Kühlung durch den Fahrtwind. So vermittelt er durchweg ein sehr luftiges Gefühl und die 24 Belüftungsöffnungen machen sich definitiv bemerkbar. Einzig der Schnappverschluss ist gerade mit Bike-Handschuhen gar nicht so leicht zu öffnen und wirkt etwas schwergängig, wobei man beim Öffnen des Helms aber im Idealfall ohnehin steht und somit zwei Hände dafür zur Verfügung hat.

Das Polster über der Stirn verhindert effektiv, dass Schweiß in die Augen rinnt. Darüber hinaus bleibt der angenehme Tragekomfort bestehen, auch wenn sich beim Schwitzen der Schädel etwas ausdehnt, gibt es keinerlei Druckstellen, weder beim Helm an sich noch beim Verschlussband.

Alle Details des Helms wirken zudem äußerst durchdacht und sinnvoll, vom Einstellsystem bis hin zu den großen und zahlreich vorhandenen Belüftungsöffnungen. Dabei macht der Aries Spherical einen extrem soliden Eindruck: Er überzeugt durch eine hochwertige Verarbeitung und nette Details, wie die gummierten Aufnahmepunkte, um seine Sonnenbrille am Helm zu befestigen, wenn man sie nicht trägt.

Giro Syntax MIPS Test: Sicherheit und Stil vereint

Wenn du einen stilvollen und funktionalen Fahrradhelm suchst, könnte der Giro Syntax MIPS eine sehr gute Wahl sein. Der Syntax MIPS Helm hat mit seinem modernen Design und der guten Passform überzeugt. Er ist leicht und angenehm zu tragen, auch während längerer Fahrten. Die Belüftungsöffnungen halten unseren Kopf kühl, was besonders an warmen Tagen hilfreich ist.

Eigenschaften des Giro Syntax MIPS:

  • In-Mold-Polycarbonat-Schale mit EPS-Innenschale
  • Integrierte MIPS-Technologie
  • Roc Loc 5 Air Anpassungssystem
  • 25 Windtunnel Belüftungsöffnungen mit Innenkanälen

Die integrierte MIPS-Technologie in diesem Helm sorgt für zusätzlichen Schutz, wenn es auf die Sicherheit ankommt. Sie hilft, die Kräfte bei schrägen Aufprällen besser zu verteilen. Die 25 Wind Tunnel Belüftungsöffnungen sorgen dafür, dass der Kopf auch bei langen Fahrten kühl bleibt, ohne dass der Helm unnötig schwer wird.

Mit dem Roc Loc 5 Air können wir den Helm schnell und präzise an den Kopf anpassen. Die Belüftung hat sich als besonders effektiv erwiesen. Man fühlte sich während des Radfahrens nicht überhitzt, was für aktive Fahrer wichtig ist.

Das Design vereint einen modernen Look mit Funktionalität, was uns beim Tragen ein gutes Gefühl gibt. Dank der integrierten MIPS-Technologie bietet er eine zusätzliche Sicherheitsschicht, die bei Stürzen wichtig ist.

Wichtige Aspekte beim Kauf eines Rennradhelms

Sicherheitsstandards und Prüfungen

Damit ein Helm seine Funktion erfüllt, muss er die gültige Normprüfung (DIN EN 1078) bestanden haben. Die Prüfmethode ist in die Jahre gekommen, da sie die Wirksamkeit von Sicherheitssystemen, wie beispielsweise dem Rotationsschutz MIPS, nicht prüfen kann. Sie definiert lediglich Mindeststandards fernab dessen, was moderne Helme leisten und ist daher kein guter Gradmesser für die tatsächliche Schutzfunktion.

TOUR-Test Prüfstand

Um die Helmsicherheit praxisgerecht zu prüfen, testen wir seit 2020 alle Helme auf unserem eigenen Prüfstand, der alle relevanten, resultierenden Kräfte beim Aufschlag des Prüfkopfs mit Helm auf eine schräge Fläche aufzeichnet. Damit lässt sich auch Wirkung und Qualität des MIPS-Systems erfassen.

MIPS-Technologie

Ein in den Helm integrierter Rotationsschutz wie MIPS mindert das Risiko von Hirnverletzungen. Das belegen unsere Messwerte. MIPS-Helme bieten also ein Sicherheitsplus gegenüber Helmen ohne dieses Ausstattungsmerkmal.

Weitere wichtige Parameter

  • Passform
  • Verschluss- und Verstellsystem
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Zusatzfunktionen

Die Helmschalen einiger Gravel-Modelle sind im Nacken weiter heruntergezogen, um den Fahrer auch in diesem Bereich besser zu schützen. Jeder Helm verfügt über eine Oberschicht aus Kunststoff. Diese ist bei Qualitätshelmen mit der EPS-Schale per In-Molding-Verfahren fest miteinander verbunden. Interne, skelettartige Strukturen aus hochfesten Kunst- oder Carbonfaserverbundstoffen können den Helm zusätzlich verstärken und stabilisieren.

Sekundäre Sicherheitsfeatures

Sekundäre Sicherheitsfeatures sind Bauteile, die nach einem Sturz dafür sorgen, dass im schlimmsten Fall ein Angehöriger oder Rettungskräfte alarmiert werden. Speziell in den Helm integrierte Sensoren und Live-Tracker sind über eine App mit dem Smartphone verbunden.

Belüftung

Die reine Anzahl und die Größe der Belüftungsöffnungen sagt oft wenig über die effektive Kühlung am Kopf aus. HJC beweist mit dem Valeco 2, dass auch ein Aero-Modell mit in der Relation wenigen Öffnungen über eine gute Ventilation verfügen kann.

Anpassungssystem

Ein Verschlusssystem muss den Kopf vollständig umschließen und dafür tief genug am Hinterkopf und nicht zu hoch an der Stirn ansetzen.

Die 7 Rennradhelm-Paare im Einzeltest

Die Ergebnisse im Überblick:

Modell Note
Abus Game Changer 2.0 2,3
Abus Stormchaser ACE 1,9
Cratoni C-Zero Mips 1,9
Cratoni Gravoq 2,3
Giro Eclipse Spherical 2,0
Giro Cielo Mips 2,1
MET Manta Tadej Pogačar 2,0
MET Estro Mips 1,7
POC Ventral Mips 1,7
POC Omne Air Mips 2,0
Specialized S-Works Evade 2,0
Specialized Search Mips 2,1
Uvex Surge Aero Mips 1,7
Uvex Rise 2,6

Hinweis: Ein höherer Preis bedeutet nicht automatisch mehr Sicherheit.

So testet TOUR

Alle Rennradhelme mussten sich einem Labortest unterziehen.

Sicherheit (50 Prozent)

Spezielle Sicherheitssysteme - MIPS & Co. - sollen messbar das Risiko von Kopfverletzungen senken, indem sie beim schrägen Aufprall auftretende Rotationskräfte verringern.

Anpassung (20 Prozent)

Hierbei bewerten wir die Ausführung und Einstellbarkeit des Kopfrings sowie den Verlauf, Sitz und den Verschluss des Gurtsystems.

Kühlung (15 Prozent)

Die Belüftung testen wir mit einem starken Gebläse, das die Strömung auf bis zu 30 km/h beschleunigt. Der erhitzte, behelmte Kopf wird der Strömung ausgesetzt, und wir ermitteln die Kühlleistung.

Gewicht (15 Prozent)

Auf das Gewicht reagiert der Kopf besonders sensibel. 50 Gramm mehr oder weniger machen einen deutlichen Unterschied. Unser Test zeigt: Mehr Gewicht bedeutet nicht automatisch besseren Schutz.

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