Biker-Bells - nie gehört? Dann geht’s Dir vermutlich so, wie vielen anderen, die sich abseits der Chopper- bzw. Bikerszene bewegen.
Ursprung und Legende der Biker-Bells
Eine Biker-Bell ist ein kleines Glöckchen, dass am Motorrad angebracht wird um damit das Bike und seinen Fahrer vor Unglück und bösen Straßengeistern schützen soll. Für Biker-Bells gibt es noch einige weitere Namen. Damit das nicht so verwirrend ist versuchen wir hier kurz Licht ins Dunkel zu bringen. Bestimmt hast du schon öfter mal die Begriffe Ride Bells, Riding Bells oder manchmal auch Road Bells gehört. Das sind alles Synonyme von Biker-Bells und bedeuten im Prinzip genau das gleiche, wobei die Biker-Bells von Harley Davidson lieber Ride Bells genannt werden. Auch Guardian Bells ist ein weit verbreiteter Begriff für Biker-Bells. Eigentlich sind aber nur solche Biker-Bells echte Guardian Bells die vom gleichnamigen US-Amerikanischen Hersteller kommen. Weitere US-Amerikanische Markennamen für Biker-Bells sind Gremlin Bells und Bravo Bells. Der Name Gremlin Bells bezieht sich auf die kleinen Umgeheuer die unsere Motorräder und Straßen sabbotieren. Bravo Bells sind nach Ihrem Künstler und Schöpfer, Mr. Bravo benannt.
Um die Biker-Bell kursieren unterschiedliche Legenden. Glaubt man den Geschichten, gibt es die kleinen Glöckchen bereits seit Beginn des 19. Jahrhunderts. Ihren Ursprung fanden sie in den USA. Eine Geschichte bezieht sich auf Piloten der Air Force, die nach dem 2. Weltkrieg zurück in den USA mit Motorrädern mobil wurden. Unter Fliegern damals war die Angst vor Gremlins groß. Also Unglück bringende Wesen, die die Technik im Flugzeug zerstörten und so Abstürze auslösten. Zum Schutz sollte das helle Klingeln einer kleinen Glocke die Gremlins verwirren, was ihr den Namen Gremlins Glocke einbrachte.
Eine weitere Überlieferung besagt, dass die kleine Glocke am Bike als Alarmanlage diente. Ebenfalls in der Blütezeit des Motorrads in den USA, nach dem 2. Weltkrieg, sollte die Glocke nachts vor Dieben warnen, da es im Grunde keine Wegfahreinrichtungen zu dieser Zeit gab. Wie zuvor erwähnt: Es ist eine Geschichte.
Einen weiteren Grund für die Glocke am Bike könnte die Sturgis Rally der 1930er-Jahre geben. Angeblich gab es für die Fahrer ein offizielles Erkennungszeichen als "registriert", in Form einer kleinen Glocke. Hier fehlt allerdings der Kontext, was das mit Schutz vor Unglück zu tun haben könnte. Vielleicht als Notzeichen für verunglückte Fahrer? Denn ursprünglich war Sturgis eine Offroad-Rallye und wurde erst später zu einer Sternfahrt für bis zu 750.000 Motorräder.
Eine der Legenden erzählt von einem Biker, der Anfang des 19. Jahrhunderts auf dem Heimweg in einer sternenklaren Nacht auf sandigem Untergrund ausrutschte. Als er da so benommen im Sand herum lag, bemerkte er kleine pelzige Kreaturen, die sich ihm bedrohlich näherten. Dabei handelte es sich um die sogenannten Road-Gremlins. Doch bevor er es richtig mit der Angst zu tun bekommen konnte, tauchte ein Sturm auf. Die starken Böen brachten irgendwo in weiter Ferne eine Glocke zum Läuten. Die Road-Gremlins wanden sich vor Schmerzen und schienen das Geräusch kaum ertragen zu können. Als der Sturm stärker und das Läuten der Glocken noch lauter wurde, machten sich die Road-Gremlins schnell aus dem Staub. Aus dieser Situation schlussfolgerte der Biker, dass sich die fiesen Ungeheuer mithilfe einer kleinen Glocke am Rahmen des Motorrads fernhalten ließen.
Wer oder was sind diese Road-Gremlins?
Road-Gremlins sind kleine, pelzige, koboldartigen Kreaturen, die nichts Gutes im Schilde führen. Um sich vor den fiesen Gestalten und ihren gemeinen Aktionen zu schützen, hilft - so sagt man - das Gebimmel einer Biker-Bell.
Gremlins? - Kennt doch JEDER?
Ihr wisst schon, der Film mit diesem urniedlichen kleine “Mogwai” namens Gizmo, das man nach Mitternacht niemals füttern durfte…. Die Trashfilme Gremlins und Gremlins 2 basieren lose auf diesen Legenden. Weiterhin wurde in einer Horrorfolge der Simpsons in Staffel 5 Episode 5 ein Gremlin aufgenommen. Und ein Gremlin spielt in dem Fliegerflilm "Shadow in the Cloud" eine tragende Rolle.
Funktionsweise von Biker-Bells - oder: die Sache mit den Schlaglöchern
Dazu gibt es eine Legende die besagt, dass Schäden an Motorrädern und Straßen von sogenannten Evil Road Gremlins, also bösen Straßengeistern verursacht werden. Diese Gremlins haben allerdings ein sehr feines Gehör und das Klingen von Biker-Bells macht sie verrückt. Dadurch verlieren Sie den Halt am Motorrad und fallen ab.
Biker-Bells: Kauf-Tipps
Biker-Bells gibt es wirklich in allen möglichen Formen und Varianten aber die beliebtesten sind natürlich solche mit Motiven aus der Bikerszene. Der Klassiker sind Biker-Bells mit Motorrad, Trike, Quad, einem anderen Kraftrad oder auch nur mit Motorblock. Sehr beliebt als Geschenk sind auch Biker-Bells mit Tiermotiven wie zum Beispiel Löwen, Adler oder auch Wölfe. Etwas spezieller sind Biker-Bells mit 1%er-Motiv, Eisernem Kreuz oder einer 13. Hier muss das Motiv unbedingt zum Fahrer passen. In der Beliebtheitsskala ganz weit vorn mit dabei sind Biker-Bells mit Glaubens- oder Glücksmotiven wie einem Kreuz, einem Schutzengel oder einem Heiligen. Auch Biker-Bells mit Sprüchen wie "Live to Ride", "Ride it like you stole it" oder "Lady Rider" werden sehr gerne verschenkt. Totenkopf Biker-Bells werden nicht erst gerne ans Motorrad gehängt seit es geile Bells in 3D gibt. Skulls und Sensenmänner sind vor allem bei Motorradclub-Mitgliedern sehr beliebt.
Biker-Bells sind nicht nur eine zauberhafte Geschenkidee für bislang noch unsichere Fahranfänger oder Wiedereinsteiger, sondern für alle lieben Motorradfreunde.
Alternative Glücksbringer für Motorradfahrer
Viele verschenken aber auch alternative Glücksbringer, um besonders geschätzten Mitmenschen auf ihren Motorradtouren symbolisch Schutz zu wünschen, im Glauben daran, dass in gefährlichen Situationen ein bisschen Hilfe “von oben” kommt. Ebenfalls irgendwie “himmlisch” und damit äußerst beliebt sind auch Schutzengel-Anhänger, die man lieben Menschen als Glücksbringer schenkt.
Schutzpatrone für Motorradfahrer
St. Christopherus
Wer kennt ihn nicht, den Heiligen St. Christopherus. In einigen Regionen huldigen Biker auch den einstigen irischen Missionar St.
Was lag also näher, als dass der 1933 gegründete Motorradclub von Castellazzo Bormida die Madonnina della Creta zu seiner himmlischen Schutzherrin auserkor? - Tatsächlich erklärte Papst Pius XII sie 1947 per Apostelbrief zur “Madonnina della Creta primaria Patrona dei motociclisti” und somit DER Schutzpatronin für Motorradfahrer. Zwei Jahre später reisten die Biker mit einer Votivlampe nach Rom, die der Papst höchstselbst am 7.
Sind wir abergläubisch? Infolgedessen “tackere” ich seit 2006 “aus Prinzip” einen Salamander an alle seitdem gefahrenen Motorräder. Ohne Gecko geht es nicht! Mit 16 zunächst an der unendlichen Macht ihrer Ernährer gescheitert, mit 18 dann endlich erfolgreich durchgesetzt.
500.000 Glocken pro Jahr allein in den USA
So amerikanisch der Ursprung der Glocke am Bike, so chinesisch die Herkunft der Glocken selbst. Einer der größten Hersteller der kleinen Glocken sitzt in Hangzhou und verkauft allein in den USA jährlich um die 500.000 sogenannten Exocist Bells. Die Stadt Hangzhou gilt als das Silicon Valley China und dient den bekanntesten Motorradmarken Chinas als Sitz.
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