Über die perfekte Reifenwahl für sein Geländefahrrad hat wohl schon jeder MTBler lange gegrübelt. Kein Wunder, trotz nur wenigen Quadratzentimetern Auflagefläche hat die Bereifung mehr Einfluss auf die Fahrperformance als jedes andere Bauteil. Hinzu kommt, dass die Hersteller mittlerweile nicht nur zig verschiedene Profilarten mit teils irrwitzigen Modellnamen anbieten. Auch gilt es, aus verschiedensten Karkassen-Versionen und Gummiausführungen auszuwählen. Hinzu kommen diverse Durchmesser und Reifenbreiten. Dazu nehmen noch persönliche Erfahrungen, individueller Fahrstil und natürlich der Einsatzzweck des Bikes Einfluss auf die Reifenwahl.
Von wegen schnöde Gummis: Diese Reifenkombis für Touren- und Trailbikes sowie E-MTBs sorgen für Feierstimmung!
Die besten E-MTB-Reifen 2024 im Test
E-MTBs sind nicht zu stoppen - ein Großteil aller verkauften Mountainbikes in Deutschland haben seit Jahren einen Motor fix installiert. Grund genug für die Reifenbäcker ihre Produkte auch speziell für E-MTBs anzupassen. Wir haben die besten Modelle im Test:
- Maxxis Assegai Double Down 3C Maxx Grip TR 29 x 2,5" WT
In der Kategorie der E-MTB-Reifen siegt eine Kombination, die gar nicht speziell für E-MTBs entwickelt wurde: Maxxis mit Assegai und Minion DHR II, in je sehr stabilen Ausführungen. Maxxis bietet keine speziellen E-Reifen, setzt dafür auf Profile aus dem Enduro- und DH-Segment. Der Assegai rollt sehr zäh, läuft dafür in Kehren und auf Wurzelpassagen wie auf Schienen. Lose erdige Böden schocken ihn ebenso wenig. Solider Pannenschutz.
Testergebnis: sehr gut
Modell: Assegai Double Down 3C Maxx Grip TR 29 x 2,5" WT (Vorderreifen)
Preis: 85 Euro
Gewicht: 1355 g
Breite: 63,5 mm
- Maxxis Minion DHR II DH Casing Dual TR 29 x 2,4" WT
Der einzige Drahtreifen im Test fällt pfundig aus, punktet aber mit guten Werten auf den Prüfständen. Im Gelände trifft er die Anforderungen für den E-MTB-Einsatz ideal: Er greift beherzt in Kehren zu, bietet Traktion pur und zeigt erst spät Grenzen auf.
Testergebnis: überragend
Modell: Minion DHR II DH Casing Dual TR 29 x 2,4" WT (Hinterreifen)
Preis: 62 Euro
Gewicht: 1381 g
Breite: 59,3 mm
- Michelin E-Wild Front Racing Line 29 x 2,6"
Der auf Rennsport optimierte Michelin klebt wie Pattex auf den Steinen, Wurzeln oder Schotterpassagen. Die groben Stollen fressen sich in jeglichen Untergrund. Der Aufbau könnte noch stabiler sein, aggressive Moves lassen den vortriebsschwachen Pneu etwas walken.
Testergebnis: sehr gut
Modell: E-Wild Front Racing Line 29 x 2,6" (Vorderreifen)
Preis: 86 Euro
Gewicht: 1391 g
Breite: 65,1 mm
- Michelin E-Wild Rear Racing Line 29 x 2,6"
Störrisch in der Montage, erfreut der E-Wild am Heck mit sattem Grip, der superweiche Gummi spielt auf Wurzeln und in Kurven seinen Vorteil aus. Das kostet im Gegenzug beim Rollwiderstand Punkte. Etwas instabiler in schnellen Kurven. Das Gewicht ist fair.
Testergebnis: sehr gut
Modell: E-Wild Rear Racing Line 29 x 2,6" (Hinterreifen)
Preis: 86 Euro
Gewicht: 1391 g
Breite: 64,9 mm
- Pirelli Scorpion E-MTB S 29 x 2,6"
Mit seinem klebrigen Gummi weiß der Scorpion S speziell auf gemischten Untergründen zu punkten:Der Kurvengrip ist sehr gut, auch im feuchten Terrain. Schwächer im Pannenschutz, was am Vorderrad aber kein so großes Problem darstellt. Sehr gutes Gewicht.
Testergebnis: sehr gut
Modell: Scorpion E-MTB S 29 x 2,6" (Vorderreifen)
Preis: 80 Euro
Gewicht: 1317 g
Breite: 64,0 mm
- Pirelli Scorpion E-MTB R 29 x 2,6"
Mit dem heckspezifischen Scorpion R stellt Pirelli den leichtesten E-Reifen im Test. Im Pannenschutz muss er Federn lassen, dafür setzt er beim Rollwiderstand ein Ausrufezeichen. Seriöser Halt in Kehren und im Trockenen. Die Traktion überzeugt ebenso.
Testergebnis: sehr gut
Modell: Scorpion E-MTB R 29 x 2,6" (Hinterreifen)
Preis: 80 Euro
Gewicht: 1263 g
Breite: 63,9 mm
- Schwalbe Eddy Current Front Super Trail Soft 29 x 2,6"
Schwalbes E-MTB-Pneu gibt an der Vorderachse ein Grip-Feuerwerk: Bremstraktion, Kurvenhalt? Alles top, auch Wurzeln oder losen Erdboden scheut „Eddy“ nicht. Der Pannenschutz geht für einen Vorderreifen okay. Starke Rolleigenschaften, sehr gutes Gewicht!
Testergebnis: Überragend
Modell: Eddy Current Front Super Trail Soft 29 x 2,6" (Vorderreifen)
Preis: 75 Euro
Gewicht: 1266 g
Breite: 64,4 mm
- Schwalbe Eddy Current Rear Super Gravity Soft 29 x 2,6"
Schier unzerstörbar trotzt der ultraschwere Eddy-Hinterreifen den Prüfständen und erzielt beim Pannenschutz Bestwerte. Das Rollverhalten ist trotz des Gewichts okay. Grip und Traktion erreichen nicht das Niveau des Vorderreifens, sind dennoch sehr gut.
Testergebnis: sehr gut
Modell: Eddy Current Rear Super Gravity Soft 29 x 2,6" (Hinterreifen)
Preis: 75 Euro
Gewicht: 1483 g
Breite: 64,1 mm
- Vittoria E-Mazza Enduro Graphene 2.0 29 x 2,6"
Vittoria empfiehlt, den E-Mazza an der Vorderachse zu montieren. Im Labor liefert er Topwerte beim Rollwiderstand, der Durchstichschutz ist ebenso klasse. In der Praxis zielt er mehr auf Tour denn Trail: Er rutscht früh, die Traktion im Gelände ist ausbaufähig.
Testergebnis: sehr gut
Modell: E-Mazza Enduro Graphene 2.0 29 x 2,6" (Vorderreifen)
Preis: 69 Euro
Gewicht: 1338 g
Breite: 64,4 mm
- Vittoria E-Martello Enduro Graphene 2.0 29 x 2,6"
Als sehr schnell rollender Hinterradreifen ergänzt der E-Martello sein Brudermodell sehr gut. In der Praxis bietet er speziell auf technischen Uphills gute Traktionswerte,auf der Bremse blockiert er früher. Im groben Geläuf geizt er mit Grip, Schotter liegt ihm mehr.
Testergebnis: sehr gut
Modell: E-Martello Enduro Graphene 2.0 29 x 2,6" (Hinterreifen)
Preis: 69 Euro
Gewicht: 1350 g
Breite: 64,4 mm
Die besten Tour- & Trail-Reifen für dein MTB 2024 im Test
Gehören noch lange nicht zum alten Eisen: Tour- und Trail-Reifen sollen Gripstark und dennoch effizient rollen. Welche Reifenhersteller das am besten gestrickt bekommen, lest ihr hier:
- Schwalbe Nobby Nic Super Ground Soft 29 x 2,4"
Bei den Trail- und Tourenreifen hat die Kombination aus Nobby Nic und Wicked Will von Schwalbe die Stollen vorne. Mit tollen Rolleigenschaften, passablem Gewicht und dennoch guten Pannenschutzwerten sowie einer rundum starken Performance auf dem Trail geht der Testsieg nach Reichshof bei Gummersbach.
Mit vorhersehbarem Handling und enorm viel Traktion/Grip unterstreicht der Nobby sein Alleskönnertalent. Sehr gute Pannenschutzwerte. Gewicht und Rollwiderstand sind relativ gering und bescheren ihm in Kombi mit dem Brudermodell den Testsieg.
Testergebnis: sehr gut
Modell: Nobby Nic Super Ground Soft 29 x 2,4" (Vorderreifen)
Preis: 69 Euro
Gewicht: 866g
Breite: 58,7 mm
- Schwalbe Wicked Will Superground Speed Grip 29 x 2,4"
Leicht, exzellente Rollwiderstandswerte und solide Pannenschutzeigenschaften bietet der Wicked Will. Dazu punktet er im Gelände: Er liefert viel Traktion, auf der Bremse blockiert er kaum. In Kurven bleibt er auf harten wie weichen Böden stets auf Kurs.
Testergebnis: überragend
Modell: Wicked Will Superground Speed Grip 29 x 2,4" (Hinterreifen)
Preis: 69 Euro
Gewicht: 833g
Breite: 59,3 mm
- Continental Mountain King Protection TR 29 x 2,3"
Contis extrem leichter, top rollender Mountain King ist seit Jahren im Portfolio. Das sehr offene Profil eignet sich mehr für Flowtrails, Traktion und Halt auf festem Erdboden sind okay. Weniger gut im Groben und beim Durchschlagschutz, aber recht resistent gegen Durchstiche.
Testergebnis: gut
Modell: Mountain King Protection TR 29 x 2,3" (Vorderreifen)
Preis: 65 Euro
Gewicht: 675 g
Breite: 59,7 mm
- Continental Cross King Protection TR 29 x 2,3"
Der superleichte Cross King sorgt für ein lebendiges Heck: Er rollt äußerst flott, grippt in Kehren stets berechenbar und sicher. Harte Untergründe liegen ihm aber mehr als losere. Zweitschlechtester Reifen im Durchschlagschutz, beim Durchstichtest noch knapp gut.
Testergebnis: sehr gut
Modell: Cross King Protection TR 29 x 2,3" (Hinterreifen)
Preis: 65 Euro
Gewicht: 687 g
Breite: 58,2 mm
- Goodyear Escape Ultimate TC 29 x 2,35"
Den Escape empfiehlt der US-Gigant für vorne wie hinten, er punktet auf harten Böden und langen Touren. Der Rollwiderstand ist gering, beim Pannenschutz ist der relativ leichte Pneu Schlusslicht. Im Groben verliert er früher als die Konkurrenz Grip und Seitenhalt.
Testergebnis: gut
Modell: Escape Ultimate TC 29 x 2,35"
Preis: 60 Euro
Gewicht: 850 g
Breite: 59,2 mm
- Kenda Regolith Pro SCT TR 29 x 2,4"
Kendas Regolith patzt im Labor beim Durchstichtest, Rollwiderstand und Durchschlag meistert er sehr gut. Im Gelände schmiegt er sich toll dem Boden an, verwöhnt dabei mit solider Traktion. Für noch mehr Kurvenhalt würden ihm größere Seitenstollen gut stehen.
Testergebnis: sehr gut
Modell: Regolith Pro SCT TR 29 x 2,4" (Vorderreifen)
Preis: 65 Euro
Gewicht: 898 g
Breite: 60,1 mm
- Kenda Karma 2 Pro SCT TR 29 x 2.4
Heckseitig ist im Hause Kenda der Karma für die Traktion zuständig. Dabei macht er einen seriösen Job, nur beim Bremsen könnte er berechenbarer sein. Kein Überflieger in Sachen Pannenschutz, dafür sehr leicht. Für schnelle Touren auch an der Front gut einsetzbar
Testergebnis: sehr gut
Modell: Karma 2 Pro SCT TR 29 x 2.4 (Hinterreifen)
Preis: 60 Euro
Gewicht: 783 g
Breite: 57,0 mm
- Maxxis Forekaster Exo 3C Maxx Terra TR 29 x 2,4" WT
Einfache Tubeless-Montage, stabiler Sitz: Der recht schwere Forekaster gefällt auf Anhieb. Kurvengrip, Seitenhalt und Traktion glänzen in jeder Traillage, dazu rollt er noch im sehr guten Bereich. Sehr stark im Durchschlagschutz, solide Stichfestigkeit.
Testergebnis: sehr gut
Modell: Forekaster Exo 3C Maxx Terra TR 29 x 2,4" WT (Vorderreifen)
Preis: 75 Euro
Gewicht: 915 g
Breite: 59,9 mm
- Maxxis Rekon Exo Dual TR 29 x 2,4" WT
Der Rekon bietet Maxxis-typisch hohe Traktion und tollen Seitenhalt, neigt in Kurven nur minimal zum Ausbrechen. Der Durchschlagschutz ist klasse, der Durchstichschutz im Mittelfeld. Im Labor rollte das harte Dual-Gummi schlechter als das weichere am Forekaster.
Testergebnis: sehr gut
Modell: Rekon Exo Dual TR 29 x 2,4" WT
Preis: 60 Euro
Gewicht: 899 g
Breite: 59,3 mm
- Specialized Purgatory Grid T9 2Bliss 29 x 2,4"
Der wuchtige Purgatory an der Front beißt sich toll ins Erdreich, auch auf Wurzeln greift das weiche Gummi ideal. Dieses sowie das extreme Gewicht kosten in Sachen Vortrieb aber ganz schön viele Körner. Äußerst hoher Schutz vor Durchschlägen und -stichen.
Testergebnis: gut
Modell: Purgatory Grid T9 2Bliss 29 x 2,4"
Preis: 60 Euro
Gewicht: 1044 g
Breite: 58,8 mm
- Specialized Ground Control Grid T7 2Bliss 29 x 2,35"
Wie sein Kompagnon vorne, zählt der preiswerte Ground Control nicht zu den spritzigsten, dafür im Gelände zu den gripstärksten Pneus. Seitenhalt und Traktion, speziell auf der Bremse, sind exzellent! Oberes Mittelfeld bei Gewicht und Pannenschutz.
Testergebnis: sehr gut
Modell: Ground Control Grid T7 2Bliss 29 x 2,35"
Preis: 45 Euro
Gewicht: 840 g
Breite: 58,2 mm
- Vittoria Agarro Trail Graphene APF 29 x 2,6"
Der extrabreite, sehr schwere Agarro zeigt sich kaum defektanfällig und rollt erstaunlich flott. Auf Touren ist er smooth unterwegs, etwas kritischer wird es bei extremen Fahrmanövern: Bei Schräglage in Seitenhalt und Kehren bricht er früher aus als andere.
Testergebnis: sehr gut
Modell: Agarro Trail Graphene APF 29 x 2,6"
Preis: 69 Euro
Gewicht: 981 g
Breite: 60,2 mm
- Vittoria Syerra Downcountry 4C Graphene 2.0 TLR 29 x 2,4"
Der asketische Pneu für den „Downcountry“-Einsatz punktet im Labor mit sehr guten Rollwiderstands- und Pannenschutzwerten. Auch in der Praxis rollt er munter. Reißt im Talschuss bei Schräglage früher weg und wirkt weniger stabil. Sonst souveräne Traktion.
Testergebnis: sehr gut
Modell: Syerra Downcountry 4C Graphene 2.0 TLR 29 x 2,4"
Preis: 66 Euro
Gewicht: 858 g
Breite: 58,5 mm
Die besten All-Mountain-Reifen 2022 im Test
Von wegen Gummi trocknet aus: Auch wenn diese Testergebnisse aus 2022 stammen - Testsieger-Gummis sind auch heute noch richtig gute Investitionen - und teils drastisch runtergesetzt:
All-Mountains gelten als die Alleskönner schlechthin. Durch die Reifenwahl können diese Allrounder-Eigenschaften aber erheblich beeinflusst werden. Setzt man beispielsweise auf einen gripstarken Reifen mit mehr Pannenschutz in Form einer dickeren Karkasse, wird aus einem All-Mountain schnell ein "Quasi-Enduro". Hier findest du jedoch eher leichte und recht gut rollende Reifen-Paare, um auch auf langen Touren Spaß zu haben. Vorne wählten wir, wenn möglich, eine etwas weichere Gummimischung, um mehr Grip für die Front zu generieren. Fürs Heck schickten die Hersteller dann teilweise dickere Karkassen, da Durchschläge hier häufiger vorkommen. Die Reifenauswahl passierte in enger Absprache mit den Reifenherstellern oder deren Distributeuren. Bei der Auswahl handelt es sich nicht immer explizit um einen Vorder- oder Hinterreifen, sondern um Empfehlungen. Viele Reifen können sowohl vorne als auch hinten gefahren werden.
- Schwalbe Nobby Nic TLE Super Ground Addix Soft 29 x 2,4" (Testsieger 2022)
Testfazit: Die Neuauflage des Nobby Nics ist ein voller Erfolg. Auch mit dünnerer Karkasse bietet er prima Pannenschutz und rollt sehr flott - perfekt für Tourenfahrer. Der Grip der Addix-Soft-Variante ist ebenfalls richtig klasse.
Zusatzinfos: 3-fach-Gummimischung. 67-TPI-Karkasse. Auch als 26"- und 27,5"-Reifen erhältlich.
Testergebnis: Überragend/ Testsieger
Preis: 63 Euro
Breite/Gewicht: 58,3 mm/ 852 g (Vorderreifen)
- Schwalbe Nobby Nic TLE Super Trail Addix Speedgrip 29 x 2,4" (Testsieger 2022)
Testfazit: Die Trail-Karkasse bietet mehr Schutz, ist dennoch nicht zu schwer. Die Speedgrip-Mischung ist spürbar gripschwächer. Tourer, für die Pannenschutz und Rollverhalten zählt, fahren diesen Nobby vorne und hinten
Zusatzinfos: Die Trail-Karkasse bietet mehr Schutz, ist dennoch nicht zu schwer. Die Speedgrip-Mischung ist spürbar gripschwächer. Tourer, für die Pannenschutz und Rollverhalten zählt, fahren diesen Nobby vorne und hinten.
Testergebnis: Sehr gut/ Testsieger
Preis: 63 Euro
Breite/Gewicht: 57,3 mm/974 g (Hinterreifen)
- Maxxis Minion DHF 3C Maxx Grip Exo TR 29 x 2,5" WT
Der beliebte Vorderreifen Minion DHF (F = Front) ist ein Grip-Monster in jeder Trail-Lage, durch ...
Goodyear Newton MTF & MTR
Ein markantes Profil im Stile eines zu heiß gewaschenen Motocross Reifenpaars - breit ausstellende Seitenstollen für maximalen Grip am Vorderrad (MTF), gerade Lauffläche für vollen Vortrieb am Heck (MTR). Dazu formatfüllend und strahlend weiß, der Schriftzug der US-Kultmarke samt geflügeltem Schuh auf der Reifenflanke. Goodyears Newton macht schon im Stand an, wie ein V8 im Leerlauf.
Goodyear ist die erfolgreichste Reifenmarke der Formel 1. Seit 1901 stellt die Firma aus Ohio Autoreifen her. Neuerdings bereifen sie auch Mountainbikes. Den Newton gibt’s mit drei Karkassen: Trail, Enduro, Downhill als Vorder- (MTF) und Hinterreifen (MTR).
Der Aufbau des Goodyear Newton MTB-Pneus
Zum einen Motocross Technik, mit einem Unterbau aus festem Compound, welcher sich bis in die Struktur der einzelnen Stollen zieht und mit weichem bzw. extraweichem Gummi an den Flanken sowie mittelweichem Material in der Mitte überzogen wird. Der feste Unterbau sorgt dafür, dass die Stollen nicht einknicken oder gar abreißen, egal, wie sehr sich der Newton auch in das Geröllfeld, den Wurzelteppich oder die Steilwand krallt. Die unterschiedlichen Gummis on top kümmern sich um den richtigen Mix aus Grip und geringem Rollwiderstand.
Goodyear Newton je nach Einsatz: als Trail, Enduro oder Downhill-Version
Braucht man bei manch einem Hersteller ein abgeschlossenes Studium der Hieroglyphen, um die richtige Kombo aus Karkassenaufbau und Gummimixtur für sich zu finden, reicht im Goodyear Sortiment die einfache Selbstauskunft "was habe ich damit vor?" Den Goodyear Newton gibt es nämlich einsatzbezogen in den Versionen Downhill, Enduro oder Trail.
Letztere Version befand sich bereits im MOUNTAINBIKE Testfuhrpark und schaffte auf Anhieb eine Platzierung unter den TOP 3 EMPFEHLUNGEN TRAIL/TOUR der Redaktion (Ausgabe 09/23). Der O-Ton dazu "Wer weniger aufs Gewicht, sondern mehr auf maximalen Grip achtet, sollte ein Auge auf die neuen Goodyear Reifen werfen. Die beiden grob profilierten Walzen bieten für Trail-Reifen extreme Traktion, perfekten Seitenhalt und höchsten Pannenschutz. Trotz der Pfunde rollt die Kombi sogar überraschend gut."
Tubeless Complete: Pannenschutz 2.0
Für alle drei Versionen gilt zudem, dass sie mit Goodyears hauseigenem TUBELESS COMPLETE ausgestattet sind - einfach ausgedrückt, tubeless 2.0. Hierbei handelt es sich um eine Innenbeschichtung der Reifen, welche diese nahezu einhundert Prozent abdichtet und dafür sorgt, dass das Sealant nicht in den Reifenflanken oder gar Laufflächen "verdampft", sondern voll und ganz zum Abdichten der übrigen Bauteile (Felge, Ventil), sowie dem Pannenschutz zur Verfügung steht. Zudem bleibt die Milch deutlich länger frisch und einsatzfähig.
Goodyear Newton Trail MTF 29x2,5
Mit diesem Reifen wollte ich meinem Trailduro Race-Flair verpassen. In der 29-Zoll-Version wiegt der Pneu satte 1212 Gramm und besitzt robuste Seitenwände, die eher an einen Enduro-Reifen erinnern. Im Bikepark schlug sich der Newton Trail daher gut und dämpfte angenehm. Auf Trailrides spürte man das Gewicht. Er spielte seine Stärken in weicherem Boden aus und zeigte guten Kurvenhalt mit seinen hohen Seitenstollen. Auf Fels und hartem Untergrund hätte ich mir mehr Grip gewünscht - den weicheren Gummi „Grip3S“ gibt es allerdings nur in der Enduro- und DH-Version.
Bewertung Goodyear Newton Trail MTF
Dimitri Lehner, Chefredakteur Freeride: Gelungener Reifen. Die Klassiker von Maxxis, Schwalbe oder Conti kann er aber nicht ausstechen. Als Trail-Reifen ist mir der Newton zu schwer, ans Enduro passt er besser.
Goodyear Newton MTF
Der Newton MTF ist der neueste Reifen von Goodyear, der speziell für Spitzenleistung und verbesserten Grip an der Front entwickelt wurde. Goodyear legt mit dem Newton MTF eine solide Erstaufführung auf’s Parkett. Man hat sich hierbei die Motocross-Gene zunutze gemacht und eben auch jenes Wissen bei der Konzeption und Produktion.
Das Profil der Newton MTF Reihe ist bei jeder Variante, also für Trail, Enduro oder Downhill gleich. Das Profil wurde zur Kontrolle und auf geraden Strecken und starkem Bremsen optimiert. Laut eigener Aussage von Goodyear sind die Profilstollen so angeordnet, dass sie sich leicht von Dreck und Schlamm reinigen bzw.
Der Goodyear Newton wird aufgeteilt in eine spezifische Hinterrad und Vorderrad Variante. Dazu hat man die Wahl zwischen Trail, Enduro und Downhill. Jedoch unterscheiden sich die Varianten in der Karkasse und Gummimischung.
Dieses Modell ist mit einer dreifach verdichteten 40, 42 und 60a-Gummimischung und einer doppellagigen 120-tpi-Karkasse ausgestattet, die mit einem Butyl-Seitenwandschutz verstärkt ist.
Der Newton MTF in der 29er Variante mit Enduro Casing bringt stolze 1.357g auf die Waage.
Vertraut man auf das Marketing-Sprech von Goodyear, dann deckt das Profillayout des Newton ein breites Band im Mountainbike Sport ab.
In feuchten Bedingungen findet der Goodyear Newton MTF schnell seinen Grip. Auch auf lockerem loamy Boden punktet der Reifen.
Vor allem muss man aber sagen dass der Goodyear besonders durch die stabilen Seitenwände punkten kann.
Für den Race und Hometrailbtrieb ist der Reifen aufgrund seines Gewichts nicht wirklich tauglich. Gerade wenn man bedenkt dass auf die angegebenen 1280g noch einmal 70g on Top kamen.
Goodyear Newton Trail MTF 29x2,5
- Gewicht: 1212 Gramm
- Preis: 60 Euro
Übersicht der getesteten Reifen
| Reifenmodell | Typ | Größe | Gewicht | Preis | Testergebnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Maxxis Assegai Double Down | E-MTB Vorderreifen | 29 x 2,5" | 1355 g | 85 Euro | Sehr gut |
| Maxxis Minion DHR II DH Casing | E-MTB Hinterreifen | 29 x 2,4" | 1381 g | 62 Euro | Überragend |
| Michelin E-Wild Front Racing Line | E-MTB Vorderreifen | 29 x 2,6" | 1391 g | 86 Euro | Sehr gut |
| Michelin E-Wild Rear Racing Line | E-MTB Hinterreifen | 29 x 2,6" | 1391 g | 86 Euro | Sehr gut |
| Pirelli Scorpion E-MTB S | E-MTB Vorderreifen | 29 x 2,6" | 1317 g | 80 Euro | Sehr gut |
| Pirelli Scorpion E-MTB R | E-MTB Hinterreifen | 29 x 2,6" | 1263 g | 80 Euro | Sehr gut |
| Schwalbe Eddy Current Front | E-MTB Vorderreifen | 29 x 2,6" | 1266 g | 75 Euro | Überragend |
| Schwalbe Eddy Current Rear | E-MTB Hinterreifen | 29 x 2,6" | 1483 g | 75 Euro | Sehr gut |
| Vittoria E-Mazza Enduro | E-MTB Vorderreifen | 29 x 2,6" | 1338 g | 69 Euro | Sehr gut |
| Vittoria E-Martello Enduro | E-MTB Hinterreifen | 29 x 2,6" |
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