Google Maps ist für viele die erste Wahl, um von A nach B zu kommen. Im Gegensatz zu vielen kommerziellen Navis können Sie mit Google Maps Fahrrad-Touren unternehmen. Auch für Fahrrad-Touren ist Google Maps das ideale Navigationssystem.
Die App kann eine spezielle Fahrrad-Route berechnen, die Sie über Wege führt, die Sie mit dem Auto nicht befahren können. Allerdings sollten Sie vorher einige Einstellungen vornehmen, um die Google Maps-Fahrrad-Navigation zu optimieren.
Google Maps als Fahrrad-Navi nutzen
Google Maps als Fahrrad-Navi funktioniert, wie andere Navigationsgeräte auch. Ihr bekommt auf Wunsch alle Abbiegepunkte angesagt und könnt auf der Karte live euren Standort sehen - ein GPS-Signal vorausgesetzt. Ebenso wie bei der normalen Autonavigation, berechnet die App nach Möglichkeit mehrere Touren und überlässt euch die Auswahl, welche ihr nehmen wollt.
Um Google Maps zur Fahrrad-Navigation zu nutzen, starten Sie die App bitte zunächst und geben Sie Ihren aktuellen Standort ein. Tippen Sie anschließend auf das „Pfeil-Symbol“, um ein neues Fenster zu öffnen und tippen Sie dort das Ziel Ihrer Fahrradtour ein. Nach der Auswahl des Ziels beginnt Google Maps mit der Routenberechnung und zeigt Ihnen bis zu drei Routenvorschläge an. Da Google Maps sich standardmäßig im Auto-Modus befindet, tippen Sie unterhalb der Zieleingabe bitte auf das „Fahrrad-Icon“, um in den Fahrrad-Modus zu wechseln. Um Ihre Tour zu beginnen, wählen Sie einen der Routenvorschläge aus und tippen auf „Starten“.
Offline-Karten für Radtouren
Haben Sie während Ihrer Fahrradtour keine Internetverbindung, bietet Ihnen Google die Option, Offline-Karten zur Navigation zu nutzen. Das Kartenmaterial solltet ihr euch mit der oben stehenden Anleitung aufs Handy herunterladen. Zum Schluss gibt’s noch einen Tipp wie Sie Karten für eine offline Nutzung auf ihren Smartphone speichern - einerseits um den Datenverbrauch zu reduzieren, andererseits um im Mobilfunk-Wunderland Deutschland für alle Fälle gewappnet zu sein. Um diese Funktion zu verwenden, öffnen Sie die App bitte, tippen Sie auf das „Zielkreuz-Symbol“ und gehen Sie im Menü zu „Offlinekarten“ > „Wähle deine eigene Karte aus“.
Routenplanung und Navigation
Google Maps verfügt über eine absolut leistungsfähige Suche, über die sich fast jedes Ziel aufspüren lässt. Ist das Ziel gefunden lässt sich eine spezifische Route für Fahrradfahrer berechnen - inklusive mehrerer Varianten. Die Routen können von gut über naja bis schlecht ausfallen - nicht jede Bikerin mag beispielsweise entlang einer Bundesstraße fahren. Aber dafür gibt es ja mehrere Vorschläge, von der eine durchaus passen kann. Außerdem, unterwegs lässt sich spontan entscheiden ob lieber doch eine andere Straße oder ein ausgeschilderter Radweg genommen wird. Etwas Feintuning ist möglich, indem Sie oben rechts auf das Drei-Punkte-Symbol tippen und mit "Stopp einfügen" Zwischenziele setzen.
Unten im Fenster bekommt ihr unten die Länge und geschätzte Dauer der Route angezeigt. Außerdem eine Einschätzung des Geländes, wie beispielsweise „Überwiegend eben“. Gibt es Besonderheiten auf der gewählten Route, werdet ihr mit einem gelben Ausrufezeichen darauf hingewiesen. Das können etwa Privatstraßen sein. Tippt auf „Starten“, um die Tour zu beginnen. Jetzt wird die Karte um euren Standort zentriert und eine Stimme sagt euch die nächste Kreuzung an. Wenn euch das zu nervig (oder peinlich) ist, könnt ihr in Google Maps bei der Fahrradtour die Sprachführung ausschalten. Rechts oben im Fenster befindet sich ein Lautsprecher-Icon. Tippt es an und wählt dort aus, ob der Lautsprecher stummgeschaltet werden soll. Die Lautsprecheransage ist bei Google Maps nicht unbedingt nötig. Ihr seht auf der Karte jederzeit, wo ihr seid. Die gesamte Route ist in der Karte blau markiert. Gleichzeitig seht ihr oben eine Richtungsangabe und darunter die Richtung des nächsten Wechsels angezeigt. Uhr könnt euch die Ansage aber auch auf einen Kopfhörer liefern lassen, um nichts zu verpassen.
Höhenprofile und Höhenmeter
Google mag Radfahrer: Seit kurzem werden im Routenplaner von Google Maps auch Höhenprofile und zu bewältigende Höhenmeter angezeigt. Insbesondere, um einen schnellen Überblick über das Höhenprofil einer längeren Strecke zu bekommen, eignet sich Google Maps sehr gut. Um an die Höhendaten zu kommen, muss man nur das gewählte Verkehrsmittel von „Auto“ auf „Fahrrad“ abändern. Schon sieht man eine Grafik mit Höhenprofil und bekommt auch die Aufstiegs- und Abstiegshöhenmeter angezeigt. Wenn sie wissen wollen wie viele Höhenmeter es rauf und runter geht: Bei der Zeitangabe gibts entsprechende Infos.
Fahrradrouten in der Kartenansicht
Mit nur zwei Klicks aktivieren Sie das Radwegenetz in Google Maps: Bewegen Sie den Mauszeiger über das Feld "Satellit". Daraufhin öffnet sich ein Menü unterhalb. Klicken Sie auf das kleine, nach unten zeigende Dreieck, um weitere Optionen aufzuklappen. Den zweiten Klick setzen Sie bei "Mit dem Fahrrad". Fortan ist das Radwegenetz anhand grüner Linien ab einer gewissen Zoomstufe sichtbar. Wie auch bei der gewohnten Straßenansicht erhöht sich der Detailreichtum bei stärkerer Zoomstufe. In tiefem Dunkelgrün sind die Radwege markiert, die für Pkw gesperrt sind.
Alternativen zu Google Maps
Für Radtouren ist Google Maps aber nicht immer auch die beste Option - sonst landen Sie schnell auf einer viel befahrenen Landstraße. Schöner und sicherer kommen Sie mit einer anderen App ans Ziel. Die OpenCycleMap ist praktisch zum Planen von Radtouren jeder Art. Hinzu kommen zahlreiche Features wie Offline-Karten, Sprachansagen, die Suche nach Ladestationen für E-Bikes und Optionen für bequeme, schnelle oder für Rennräder beziehungsweise Mountainbikes geeignete Routen. Die vielleicht beste App auf diesem Gebiet heißt ganz einfach Bikemap.
Hier ist ein Vergleich einiger beliebter Alternativen:
| App | Kosten | Funktionen |
|---|---|---|
| Komoot | Eingeschränkt gratis, kostenpflichtige Karten | Offline-Karten, Sprachausgabe, spezielle Karten für Wanderer und Radfahrer |
| Bikemap | Grundversion kostenlos, Premium-Version kostenpflichtig | Offline-Karten, 3D-Ansicht, Höhenprofile, Community-Features |
| Naviki | Kostenlos mit In-App-Käufen | Ähnlicher Funktionsumfang wie Bikemap |
| OpenCycleMap | Kostenlos | Frei zugänglicher Kartendienst, der von jedermann bearbeitet werden kann |
Bikemap ist in verschiedene Bereiche unterteilt. Kernstück der App ist die Karte, die Daten von OpenStreetMap, OpenCycleMap oder Google Maps nutzt und dabei auch über eine 3D-Ansicht sowie ein Höhenprofil verfügt. Über das Suchfeld lassen sich Orte und Adressen finden, aber auch einfache Stichworte wie "Ladestation" führen zu entsprechenden Zielen in der Nähe. Per Shortcut lassen sich außerdem Navigationen zur Heimat- und Arbeitsadresse starten. Wer Datenvolumen sparen will oder in ländlichen Gegenden ohnehin eher schlechten Empfang hat, dem hilft die Möglichkeit, Karten herunterzuladen und so auch offline verwenden zu können.
Ein weiterer essenzieller Bestandteil von Bikemap sind die Community-Features. Damit schlagen die Entwickler gleich zwei Fliegen mit einer Klatsche. Auf der einen Seite ermöglichen Sie, dass Nutzer sich untereinander Orte und Routen empfehlen können, verbessern aber gleichzeitig auch laufend die angebotene Karte.
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