Du möchtest mit deiner GoPro Hero 8 Black beeindruckende Motorradvideos erstellen, weißt aber nicht genau, welche Einstellungen die besten Ergebnisse liefern? Dieser Artikel zeigt dir, wie du das Optimum aus deiner Actionkamera herausholst und deine Zuschauer mit fesselnden Aufnahmen begeisterst.
Die richtige Montage für packende Perspektiven
Nichts ist langweiliger als ein Motorradvideo, das 60 Minuten aus der Helmperspektive gefilmt wurde. Um Abwechslung in deine Videos zu bringen, nutze mindestens 3 unterschiedliche Perspektiven. Um dies zu schaffen, benötigst du natürlich verschiedene Montagemöglichkeiten und Halterungen. Die richtigen Universalhalter für Aktionkameras mit Schnellverschlüssen erleichtern die Arbeit erheblich, da ich auf meinen Touren primär Motorradfahren möchte und keine zeitraubenden Videoprojekte anstrebe.
Helmhalterung
Ich bevorzuge die GoPro Klebehalterung mit Adapterstücken, die seitlich am Helm befestigt werden und somit noch etwas vom Helm auf dem Video erkennen lassen. Dadurch fühlt sich der Zuschauer eher als Teil der Tour (mittendrin statt nur dabei…). Aufnahmerichtung: in Fahrtrichtung; Halterung: orig.
Lenkerhalterung
Aufnahmerichtung: filmt den Fahrer oder nach vorn auf die Straße bzw.
Rohrhalterung/Federgabel
Eine meiner liebsten Haltepunkte sind die Crash Bars und die Federgabel, da man dort die Federgabel samt Kotflügel arbeiten sieht und die Dynamik noch besser zum Vorschein kommt, als bei der Helmperspektive.
Heckhalterung/Heckfender Tenere 700
Auf der Heckverkleidung der Tenere 700 ist genügend Platz, um eine Klebehalterung anzubringen, die den kompletten rückwärtigen „Verkehr“ zeigt. Insbesondere wenn ihr mit mehreren Mopeds unterwegs seid, trumpf diese Perspektive auf. Die GoPro 7 Black rechnet die Vibrationen erstaunlich gut raus. Halterung: orig.
Sozius-Fußrastenhalterung
Ich habe bei meiner Tenere 700 keine Sozius-Fußrasten mehr verbaut und nutze die Rahmenstrebe, um dort meinen Ishoxs Shark SE oder den Cobra Pro mit Smal Grab zu montieren.
Kamera-Stativ
Um die Fahrszenen aufzulockern, bietet es sich an zusätzlich noch ein Mini-Stativ einzupacken, das du einfach am Baum befestigst oder auf die Erde stellst. Mit diesem Stativ z.B.
Selfie-Stick
Den *Selfie-Stick nutze ich persönlich seltener. Er kann aber auf das Kamerastativ von Hama aufgeschraubt werden und ermöglicht somit eine erhöhte Position beim Filmen, sollte mal kein Baum oder ähnliches zu finden sein.
Audioeinstellungen für klaren Sound
Der gute Ton macht die Musik! Achtet beim Kauf darauf, dass eure Aktionkamera wasserdicht ist und ohne Wasserschutzhülle auskommt. Die Wasserschutzhüllen schlucken den Motorsound und alle Umgebungsgeräusche beim Motorradfahren. Gespräche bei Stopps gehen so auch unter. Genau diese Geräusche lassen das Video aber interessant wirken und der Zuschauer muss sich nicht permanent nervige Hintergrundmusik anhören.
Ich persönlich zeichne meine Videos in 2,7K und mit 60fps auf. Sound auf „Windgeräusche“, um den pfeifenden Fahrtwind aus den Videos zu verbannen. In Kombi mit dem Puluz Windabsorber funktioniert das mit der Hero 7 sehr gut und man hat trotzdem noch den Motor- bzw. Auspuffsound auf den Aufnahmen. Kleiner Tipp: Das Media Mod für die Gro Pro Hero 8 macht beim Fahren starke Pfeifgeräusche. Ich würde euch empfehlen satt des Media Mods auch einen Windabsorber von z.B.
GoPro Einstellungen im Detail
Die GoPro ist die leistungsstärkste Action-Cam auf dem Markt. Doch nur wer ihre mächtigen Waffen richtig einsetzt und die passende GoPro-Einstellung wählt, wird gestochen scharfe Bildqualität und Zeitlupen erhalten, die einem den Atem rauben. Und genau darum geht es auf dieser Seite: Wie du deine GoPro richtig einstellst, um aus jeder Aufnahmesituation das Optimum rauszuholen.
Schauen wir uns mal eine typische GoPro Videoeinstellung an: Was bedeutet das nun im Einzelnen?
GoPro Auflösung
Ein digitales Bild besteht aus vielen klitzekleinen Bildpunkten, den Pixeln. Die Auflösung gibt an, aus wie vielen solcher Bildpunkte das Bild besteht. Die genaue Angabe erfolgt dabei in der Form „Breite*Höhe“ (z.B. 1920×1080). In der gekürzten Variante „1080p“ wird nur die Höhe angegeben. Je höher die Auflösung ist, desto schärfer oder detailreicher ist in der Regel das Bild.
Hier ein Überblick über die gängigen Auflösungen, die uns die GoPro Kamera zur Verfügung stellt:
| Bezeichnung | Auflösung | Seitenverhältnis |
|---|---|---|
| 4k 4:3 | 3840×3072 | 4:3 |
| 4k Cin | 4069×2160 | 17:9 |
| 4k | 3840×2160 | 16:9 |
| 2,7k 4:3 | 2704×2028 | 4:3 |
| 2,7k | 2704×1520 | 16:9 |
| 2,7k Cin | 2716×1524 | 17:9 |
| 1440p | 1920×1440 | 4:3 |
| 1080p | 1920×1080 | 16:9 |
| 960p | 1280×960 | 4:3 |
| 720p | 1280×720 | 16:9 |
| WVGA | 848×480 | 16:9 |
Die 4k Auflösung ist zum Beispiel knapp 4mal so groß wie 1080p. Vereinfacht gesagt heißt das also, dass du ein 4k Video auf einem 4mal größeren Bildschirm anschauen könntest, und die Schärfe noch genauso gut wäre wie bei dem 1080p Video auf dem kleinen Bildschirm. Würdest du hingegen das 1080p Video auf dem großen Bildschirm gucken, müsste es enorm gestreckt werden (also im Prinzip 4mal rangezoomt werden). Dadurch geht natürlich einiges an Schärfe verloren.
GoPro Seitenverhältnis
Je nachdem, welche Auflösung du wählst, ändert sich das Seitenverhältnis der Aufnahmen. In der Regel hast du die Wahl zwischen dem 16:9 und dem 4:3 Format. Oben in der Tabelle siehst du, welche Auflösung welches Format erzeugt. 16:9 ist das gängige Videoformat. Es passt perfekt auf die meisten Bildschirme und ist angenehmer für das Auge. Beim 4:3 Format siehst du auf den meisten Bildschirmen links und rechts schwarze Balken. Das wirkt ziemlich unprofessionell und störend.
Empfehlung - 16:9 oder 4:3?
Wenn du ein Video zusammenschneidest, dann exportier es in 16:9.… Das heißt aber nicht, dass du unbedingt auch in 16:9 filmen musst. Wenn du in 4:3 filmst, hast du nämlich den großen Vorteil, dass du nicht so genau „zielen“ musst. Mit einem Videobearbeitungsprogramm kannst du 4:3 nämlich auf 16:9 bringen und dabei das Unwichtige einfach wegschneiden.
Je nach Aufnahmesituation solltest du deshalb folgende Einstellungen wählen:
- Wenn du nicht genau siehst, was du filmst, dann solltest du in 4:3 filmen.
- Wenn du siehst, was du filmst (z.B. wenn du die Kamera in der Hand hältst und sie einen Bildschirm hat), dann kannst du in 16:9 filmen.
Pro-Tipp: Damit du in der Nachbearbeitung nicht jede 4:3 Aufnahme zu 16:9 umwandeln musst, kannst du alternativ auch im 16:9 Format mit dem Bildwinkel SuperView filmen. Dieser sorgt dafür, dass ein noch größerer Bereich aufs Bild kommt, staucht das Ganze aber sofort in der Kamera auf das 16:9 Format.
Bildrate (fps)
Eine der wichtigsten Einstellungen, auf die du achten solltest, ist die Bildrate (fps). Diese Einstellung legt fest, wie viele Bilder deine GoPro-Kamera pro Sekunde aufnimmt. Die Bildrate wird in fps (frames per second) angegeben. Je höher die Bildrate, desto flüssiger ist das Video.
In Europa wählst du am besten PAL. Beim Videoschnitt macht es Sinn, alle Aufnahmen möglichst in der gleichen Einstellung vorliegen zu haben.
Bildwinkel
Die GoPro bietet verschiedene Bildwinkel zur Auswahl: Weit, Medium, Linear und Eng. Typisch für Action Cams ist der extreme Weitwinkel. Der Fischaugeneffekt. SuperView legt da noch einen drauf und fängt sogar einen noch größeren Bereich ein. Die Einstellung Linear stellt eine Besonderheit dar. Sie korrigiert die typischen Verzerrungen und es wirkt alles weiter weg. Der Bildbereich entspricht in etwa einer „normalen“ Kamera.
Hier solltest du entweder „weit“ oder „SuperView“ wählen. Wenn es kein konkretes Motiv gibt (also z.B. viel in Bewegung). Wenn es kein konkretes Motiv gibt (also z.B.).
Zusatzfunktionen
GoPro spendiert seinen Kameras immer wieder neue Zusatzfunktion dazu, die das Einstellungs-Repertoire erweitert. Zu den wichtigsten und aktuell Zusatzfunktionen gehören:
- Protune
- Bildstabilisation
- Auto Low Light Modus
- Spot Meter
- Zoom
- GPS
Keine dieser Funktionen ist zwingend notwendig. Sie dienen lediglich dazu, die Möglichkeiten deiner Aufnahmen durch die Kamera selbst zu regulieren. Mit Protune kannst du die Farbtemperatur oder Belichtung manuell einstellen. Ohne Protune lässt du die Kamera die Einstellungen selbst vornehmen. Die sogenannte „EIS“, eine Electronic Image Stabilisation. Die sogenannte „Hypersmooth“ Funktion hat selbst erfahrene Filmer vom Hocker gehauen. Auto Low Light Modus springt dann ein, wenn die Belichtungssituation nicht mehr optimal ist. Vor allem dann, wenn du zwischen einem dunkleren und einem helleren Ort filmt (z.B.). Die GPS Funktion kannst du einschalten wenn du diese Bearbeitungsmöglichkeiten möchtest.
Die besten GoPro-Einstellungen für verschiedene Situationen
Es gibt nicht die eine beste Einstellung für die GoPro. Es kommt immer auf die Aufnahmebedingungen an. Passen Sie die Einstellungen entsprechend an. Die Einstellungs-Tipps gelten in erster Linie für die GoPro Hero 11 & 12 Black, aber auch für ältere Modelle.
Beste GoPro-Einstellungen für den Alltag
Für schnelle Filmen liegen Sie daher in fast allen Situationen mit diesen Einstellungen richtig.
- Auflösung: 4k / 60fps
- Seitenverhältnis: 4:3
- Objektiv: Linear + Horizontsperre
- Hypersmooth: Ein
Die besten GoPro-Einstellungen für eine flexible Postproduktion
Für größtmögliche Flexibilität bei der Nachbearbeitung und dem größten Sichtfeld verwenden Sie die folgenden Einstellungen.
- Auflösung: 5,3K / 30fps oder 4K / 60fps
- Seitenverhältnis: 8:7
- Objektiv: Wide
- HyperSmooth: Ein
Die besten GoPro-Einstellungen für POV-Aufnahmen
Verwenden Sie folgende Modi, um ein möglichst großes Sichtfeld zu erhalten:
- Auflösung: 5,3K / 30fps, 4K / 60 fps, oder 2,7K / 60
- Seitenverhältnis: 8:7 oder 16:9
- Objektiv: Weit (8:7), Hyperview (oder Max Lens Mod)
- HyperSmooth: Ein oder Auto Boost
Die besten GoPro-Einstellungen für Kinofilm-Look
Diese Modi bieten die beste Detailgenauigkeit und Qualität bei 2facher Zeitlupe (die Zeitlupe richten Sie in Nachbearbeitung ein, etwa in der Quik-App). Wenn Sie eine bessere Stabilisierung wünschen, nehmen Sie im „Linear“-Modus auf.
- Bildformat: 16:9
- Auflösung: 5,3K-60
- Objektiv: Linear, Weit oder Superview
- HyperSmooth: Ein oder Auto Boost
Die besten GoPro-Einstellungen für Zeitlupen-Videos
Für 4-fache Zeitlupe und mehr verwenden Sie am besten folgende Einstellungen.
- Bildformat: 16:9 oder 4:3
- Auflösung: 4K / 120fps, 2.7K / 120fps oder 2.7K / 240 fps (bei sehr guten Lichtverhältnissen)
- Objektiv: Superview oder Wide
- HyperSmooth: Ein
Videoschnitt
Seit 2020 nutze ich Davinci Resolve. Das ist ein kostenloses Schnittprogramm mit dem sogar Kinofilme geschnitten werden. Man muss sich zwar erst einige Tutorials auf YT anschauen aber danach ist das Programm unglaublich vielseitig und kann wirklich alles.
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