Gore Bike Handschuhe Test: So bleiben Ihre Hände warm und trocken

Wer ganzjährig auf dem Fahrrad unterwegs ist, wird früher oder später nass. Im Sommer ist das weniger ein Problem, bei kaltem Temperaturen hingegen durchaus. Nasse Kleidung leitet Wärme vom Körper weg. Besonders unsere Hände und Finger sind dem Fahrtwind ausgesetzt, der den kühlenden Effekt noch verstärkt.

Kalte Finger sind nicht nur unangenehm sondern auch ein Sicherheitsrisiko. Steife Finger schalten und bremsen mitunter zäh und nicht ausreichend schnell. Hier werden Handschuhe vorgestellt, die für nasse Bedingungen gedacht sind, von mir jedoch bei unterschiedlichen Temperaturbereichen eingesetzt werden.

Radhandschuhe sorgen zunächst einmal für mehr Komfort, mit mehr oder weniger dickem Polster. Für manche sind sie gar der Schlüssel für beschwerdefreies Radfahren, denn viele Menschen klagen über schmerzende, kribbelnde oder taube Hände. Aber Handschuhe bieten auch Schutz im Fall eines Sturzes und sie sorgen für perfekte Kontrolle auf Tour.

Die Auswahl ist gigantisch! Es gibt Fahrradhandschuhe für jede Jahreszeit und nahezu jede Radgattung, sogar spezielle fürs E-Bike. Worauf also achten?

Die wichtigsten Kriterien bei der Auswahl von Fahrradhandschuhen

"Das Wichtigste ist, dass der Handschuh zum Fahrer und zum Einsatz passen muss. Wer einschlafende Hände hat, braucht andere Handschuhe als jemand, der leistungsorientiert fährt," erläutert Marcus Chiba.

Der ideale Handschuh hat eine gute Passform und ergonomische Konstruktion, ist angenehm belüftet und aus hochwertigen Materialien gefertigt. Die Oberhand besteht in der Regel aus hochfunktionalen Synthetikstoffen, die für Atmungsaktivität und Belüftung sorgen und schön elastisch sind. Was den Touren-Handschuh jedoch so besonders macht, ist seine Polsterung, die die Handinnenseite, den Ballen und die ersten Fingerglieder abdeckt. Gelpolster sind meist hochwertiger als solche aus Schaumstoff, da ihre dämpfenden Eigenschaften homogen und von Dauer sind.

Die richtige Größe finden

Damit der Handschuh jedoch seine Funktionen perfekt erfüllen kann, muss er richtig sitzen. Und am Ermitteln der richtigen Größe scheitern viele Radfahrer schon. Am besten informiert man sich im Fachhandel und probiert verschiedene Modelle aus.

Um diesen zu ermitteln, wird ein Maßband an der breitesten Stelle der Hand locker angelegt und einmal herumgeschlungen, der Daumen bleibt außen vor. Der Handumfang beträgt bei Größe XXS etwa 15 cm, bei XL ganze 20,5 cm.

Im Handel gibt es sowohl Unisex-Handschuhe als auch geschlechtsspezifische Varianten. Wichtiger als das angegebene Geschlecht ist also die tatsächliche Passform. Und ja, ein Handschuh sollte relativ eng sitzen - aber ohne einzuengen, wenn man eine Faust bildet oder den Lenker greift. Sitzt er jedoch zu locker und wirft Falten, leidet der Komfort ebenfalls, auch geht der nötige Grip verloren.

Weitere nützliche Details

Viele Handschuhe kommen zudem mit einem frottierten „Wischdaumen“, mit dem man sich Schweiß von der Stirn streichen kann. Nützlich bei langen Handschuhen sind einzelne Fingerkuppen mit Smartphone-Kompatibilität, sodass man unterwegs problemlos Fotos schießen oder die Navigation steuern kann.

Ein Handschuh ist im Vergleich zu anderer Funktionskleidung eine geringe Investition. Zwischen 25 und 50 Euro sollte man dafür ausgeben, dann hat man mehrere Jahre etwas vom Produkt.

Pflegehinweise

Oft ist schon nach einer Tour der Handschuh verschwitzt und hat Dreck aufgenommen, dann ist eine Wäsche dran. Schonender ist das Waschen von Hand. Immer sollten vorher Klettverschlüsse geschlossen werden. Der Trockner ist in der Regel tabu.

Verschiedene Handschuhmodelle im Test

Es folgt eine Übersicht verschiedener Handschuhmodelle, die für unterschiedliche Bedingungen geeignet sind:

  • Sportful NO RAIN: Das NoRain-Gewebe aus Polyamid und Elasthan ist wind- und wasserabweisend. Die Handschuhe eignen sich bei kühlen Temperaturen mit erhöhtem Regenrisiko. Die Handschuhe sind atmungsaktiv, so dass man nach dem Radfahren keine nassgeschwitzten Hände hat. Die Handschuhe trocknen verhältnismäßig schnell und halten Wind gut ab, so dass man vor Auskühlen geschützt ist. Die Haptik ist sehr gut und ermöglicht jegliches Handtieren während des Radfahrens.
  • GripGrab Waterproof Knitted Winter Gloves: Sie sind atmungsaktiv und eignen sich daher auch bei Kälte ohne Regen bzw. Schneefall. Sie isolieren gut und wärmen auch wenn man sich nicht bewegt. Für ihre Wärmeleistung haben die Waterproof Knitted Winter Gloves ein relativ überschaubares Packmaß. Silikon auf der Handfläschen- und Fingerinnenseite erhöht den Grip bei Nässe.
  • C5 GORE-TEX Thermo Handschuhe von GORE BIKE-WEAR: Das GORE-TEX-Material macht die Handschuhe leicht, extrem atmungsaktiv und dauerhaft wasserdicht sowie winddicht. Auf der Handinnenfläche ist eine Polsterung eingearbeitet, die stoß-absorbierend wirkt. Am Daumen ist saugstarkes Material für schnelle Schweißaufnahme verarbeitet.

Weitere getestete Modelle:

  • Roeckl Sports VILLACH 2: Ein dicker, sauber verarbeiteter Winterhandschuh zum Radfahren, der auch bei Temperaturen unterhalb des Gefrierpunkts die Finger angenehm warm gehalten hat.
  • GORE-TEX Isolierte Trigger Handschuhe: Liefern in Sachen Wärmeleistung die besten Ergebnisse. Dabei bietet das Trigger-Design eine gute Balance zwischen Wärme und Beweglichkeit.
  • KinetiXx Trigger-Winterhandschuhe Luzan: Sind dicke Fahrradhandschuhe für den Winter, die in Bewegung bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt sogar noch zu warm, auf dem E-Bike jedoch super angenehm sind.
  • Canyon Winterhandschuhe: Zeigen ein schlichtes Design, das weniger nach Sportequipment aussieht und damit für City-Pendler interessant sein könnte, die einen Alltags-Look bevorzugen.
  • Endura MT500 Freezing Point: Mitteldicke Fahrradhandschuhe für den Winter, die sich auf dem E-Bike für Temperaturen bis etwa 5 Grad eignen.
  • SQlab SQ-Gloves ONE10: Bieten auf dem Rad eine gute Wärmeisolation bei Temperaturen zwischen 0 und 10 °C, wobei das optional Cover die Wärmeisolation spürbar verbessert und den Handschuhen die größte Einsatzbreite im Test beschert.
  • ION Shelter Explore Unisex: Sind leichte und dünne Fahrradhandschuhe für den Winter, die besonders durch ihre sehr gute Fingerbeweglichkeit punkten.
  • GORE Zone Thermo Handschuhe: Sind leichte, dünne Fahrradhandschuhe für den Winter, die besonders bei Temperaturen zwischen 10 und 5 °C ihre Stärke zeigen.

Lobster-Handschuhe im Vergleich

Lobster-Handschuhe sind eine Art Kompromiss aus beiden: Zwei oder drei Finger können sich gegenseitig wärmen, zugleich bleiben aber immer einer oder zwei flexibel genug, um am Fahrrad die Schalthebel zu bedienen.

  • GripGrab Nordic 2: Eignet sich gut für Minusgrade, aber nicht gut für Rennrad-Schaltungen.
  • Sports Vinadi von Roeckl: Ist die nächste Option - auch wenn er klobig wirkt.
  • Bioxcell von Chiba: Hilfreich gegen eingeschlafene Hände beim Radfahren, mit seinem Polster.

Weitere getestete Fingerhandschuhe

  • Valkental GloRider V2 Ultra: Wärmt gut, aber die Durchlüftung ist mangelhaft, sodass man schnell verschwitzte Hände bekommt.
  • Endura Deluge: Ist leicht, sitzt gut und ist für die meisten Einsätze ausreichend warm.
  • Chiba Bioxcell Warm Winter: Sind warm, wasserdicht, und das Bioxcell-System kann gegen eingeschlafene Hände helfen.
  • Vaude Tremalzo Softshell Mitten: Sie sind eine feine Ergänzung zu anderen Handschuhen.
  • Ziener Windstopper: Sitzt bequem, sieht gut aus, und das Schalten geht fast so gut wie ohne Handschuh.

Diese Tabelle fasst die wichtigsten Eigenschaften der getesteten Handschuhe zusammen:

Handschuhmodell Typ Besonderheiten Geeignet für
Sportful NO RAIN Fingerhandschuh Wind- und wasserabweisend, atmungsaktiv Kühle Temperaturen, Regenrisiko
GripGrab Waterproof Knitted Winter Gloves Fingerhandschuh Atmungsaktiv, isolierend, guter Grip Kälte, kein Regen/Schnee
GORE-TEX Isolierte Trigger Handschuhe Trigger Handschuhe Gute Balance zwischen Wärme und Beweglichkeit E-Bike
C5 GORE-TEX Thermo Handschuhe Fingerhandschuh Wasserdicht, winddicht, atmungsaktiv, gepolstert Schmuddelwetter, Winter
GripGrab Nordic 2 Lobster-Handschuh Sehr warm Minusgrade

Die Gore C5 GTX Thermo Winterhandschuhe sind eine gute Wahl für richtiges Schmuddelwetter. Dank seiner Gore-Tex-Membran sind Regenschauer kein Problem. Das Klett-Bündchen reicht weit bis an den Unterarm und schließt so die Lücke zur Jacke sauber ab.

Die Trigger-Handschuhe bieten eine PrimaLoft-Isolation, die dort angebracht wurde, wo die Hand dem Fahrtwind am meisten ausgesetzt ist. Was mir ebenfalls sehr gut gefällt, ist die Tatsache, dass die Handschuhe Touchscreen-kompatibel sind.

Insgesamt lässt sich sagen, dass die Power Trail Handschuhe von GORE Bike Wear alles können, was man von soliden Fahrradhandschuhen erwartet.

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