Was ist ein GPS-Tracker?
Ein GPS-Tracker ist ein mobiles Gerät zur Bestimmung und Übertragung der Koordinaten des Trägers. Dazu ist der Tracker mit einem GPS-Modul zur Satellitenkommunikation und einem Mobilfunksender ausgestattet.
Die zur Standortbestimmung erforderlichen Daten werden durch das Mobilfunk-Modul weitergeleitet und lassen sich dann per Smartphone-App oder Web-Browser abrufen. Etwas umständlicher und unkomfortabler ist die Ortung per SMS bzw. Anruf. Auf beiden Wegen werden ebenfalls die Standortkoordinaten übermittelt, die man sich anschließend bei Google Maps darstellen lassen kann.
GPS-Tracker nutzen, wie der Name verrät, das Global Positioning System (GPS). Die Geräte klinken sich in das globale Navigationssatellitensystem ein, um ihre eigene Position festzustellen und die Koordinaten an einen Empfänger zu übermitteln.
Daher lässt sich mit einem GPS-Tracker genau verfolgen, wo sich Personen, Haustiere oder Fahrzeuge gerade befinden. Das funktioniert nicht nur in der Nachbarschaft, sondern weltweit.
Der GPS-Tracker braucht dazu den Kontakt mit mindestens vier der 24 jederzeit aktiven Satelliten, um die eigene Position zu berechnen - je mehr, desto besser.
Im Freien kann damit der Standort recht akkurat bestimmt werden, meist bis auf wenige Meter genau. Befindet sich der Träger des GPS-Trackers innerhalb eines Gebäudes oder unterirdisch, zum Beispiel in der U-Bahn, ist die Positionsbestimmung naturgemäß schlechter - wenn nicht sogar unmöglich.
Worauf sollte man beim Kauf eines GPS-Trackers achten?
- Größe und Gewicht: Je nach Einsatzzweck bekommen Sie GPS-Tracker in verschiedenen Größen und Gewichtsklassen.
- Akkulaufzeit: Der Akku ist für gewöhnlich das größte Bauteil eines GPS-Trackers.
- Stromversorgung: Für gewöhnlich wird der Akku des GPS-Trackers über das mitgelieferte Netz- oder USB-Kabel aufgeladen.
- Wasser- und Staubschutz: Bei GPS-Trackern für Haustiere ist ein Wasserschutz unerlässlich, doch auch bei anderen Modellen für den Outdoor-Einsatz oder Diebstahlschutz ist das praktisch.
Empfehlenswerte GPS-Tracker im Vergleich
Unser Partner, der F.A.Z. Kaufkompass, hat insgesamt 24 GPS-Tracker für Autos ausführlich getestet. In der folgenden Tabelle stellen wir Ihnen die besten und preiswertesten Modelle vor.
| Modell | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Onntrack Portable Pro+ |
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| Trackilive TL-60 |
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| Winnes TK 905 |
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| Paj GPS Power Finder |
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Onntrack Portable Pro+
Keine komplizierte Einrichtung, kein unübersichtliches Abo-Modell, keine nervige Verkabelung im Auto und exakte Tracking-Ergebnisse: Der Onntrack Portable Pro+ ist unser Favorit für alle, die einen GPS-Tracker auspacken und sofort nutzen möchten. Zwar ist dieses Modell zum Kaufpreis von knapp 180 Euro teurer als das vieler Mitbewerber. Allerdings handelt es sich hierbei um den finalen Preis.
Denn man muss sich für kein Abo entscheiden, um den Onntrack monats- oder jahresweise zu benutzen. Nach der Bezahlung ist dieses Gerät dauerhaft vollumfänglich einsatzbereit.
Ausgeliefert wird die kompakte Box mit integrierter SIM-Karte für 2G- und 4G-LTE-Abdeckung. Wünschenswert wäre, dass die Anleitung nicht nur auf Niederländisch beiliegt. Aber bei uns im Test funktioniert das Tracking dennoch innerhalb weniger Sekunden. Denn anhand zweier QR-Codes kann man die jeweils für iOS und Android passende »Onntrack«-App herunterladen - diese ist auf Deutsch.
So genügt es, die auf der Rückseite der Verpackung abgedruckte IMEI-Nummer einzugeben. Diese dürfte gerne besser zu erkennen sein. In unserem Test wird der Tracker anschließend sofort geortet.
Eine Verkabelung im Auto an der Fahrzeugbatterie ist nicht erforderlich. Denn der Portable Pro+ hat einen Akku fest verbaut. Zum internen Akku macht der Hersteller keine Angaben. Nur so viel: Dieser soll bis zu 90 Tage durchhalten, ehe er wieder aufgeladen werden muss.
Das 108 x 60 x 29 Millimeter große Gehäuse ist spritzwassergeschützt. Ein superstarker Magnet hält den Onntrack bombenfest an jedem metallischen Gegenstand.
Auf unserer ersten Fahrt kontrollieren wir unseren Trip parallel in der Onntrack-App auf einem Smartphone. Super, das Live-Tracking gelingt nahezu ohne Verzögerung in Echtzeit. Man sieht stets sofort auf einer Karte, wo sich das Auto befindet.
So muss das sein! Dabei kann man auch die aktuell gefahrene Geschwindigkeit ablesen. Die Genauigkeit der Standorterfassung ist gut, hier liegt der Onntrack maximal wenige Meter daneben. Sobald sich das Auto bewegt, erhält man eine Warnmeldung - wichtig für den Fall, dass sich jemand unerlaubt am Fahrzeug zu schaffen macht.
Über die Geo-Zonen-Funktion kann man in der App einen Bereich einrichten, in der sich der Wagen aufhalten darf. Über das Web-Portal www.tracken.nl hat man gleichermaßen Zugriff auf den GPS-Tracker. Dieses fällt leider recht unübersichtlich aus und ist auf Niederländisch gehalten.
Gelungen ist auch hier die Darstellung früherer Strecken, diese sind ein halbes Jahr gespeichert. Der Bereich mit Unterpunkten wie Fahrverhalten, Temperatur oder Benzinverbrauch ist für unseren Geschmack zu vernachlässigen und nur eine Spielerei.
Viel wichtiger ist: Der Onntrack Portable Pro+ arbeitet sehr präzise, erlaubt tolles Echtzeit-Tracking, ist einfach einzurichten und verursacht keine laufenden Kosten. Außerdem ist er in der ganzen EU einsatzbereit.
Neben GPS verfügt das Gerät zusätzlich über eine WLAN- und lbs-Ortungsfunktion. So kann die Position auch über Telefonmasten bestimmt werden, wenn das GPS-Signal ausfällt.
Salind 11 4G
Wer auf Flexibilität Wert legt und seinen GPS-Tracker unkompliziert in verschiedenen Autos nutzen will, findet im Salind GPS Tracker 11 4G ein sehr interessantes Modell.
Der Salind 11 4G ist 109 x 76 x 26 Millimeter groß und wiegt 256 Gramm. Sein integrierter Magnet packt ordentlich zu und erlaubt die sichere Montage an Metallteilen. Hinter einer Gummiabdichtung befinden sich die USB-Buchse zum Laden sowie Status-LED-Leuchten. Außerdem ist hier bereits ab Werk eine SIM-Karte eingesetzt.
Den Akku-Stand kann man nicht direkt am Gerät, sondern nur über die App ablesen. Laut Hersteller sucht die SIM-Karte automatisch die beste Verbindung und funktioniert weltweit in 100 Ländern über zukunftssichere 4G-Netzabdeckung.
Der Salind 11 4G wird online unter www.start.finder-portal.com aktiviert. Das klappt schnell und ohne Probleme. Vor der Erstbenutzung muss man sich für ein Abo-Modell entscheiden.
Im »Basic«-Paket zahlt man ohne langfristige Bindung für jeden Monat 12 Euro. Das Jahres-Abo kostet 84 Euro, für zwei Jahre werden 120 Euro fällig.
Optional bietet Salind ein »Premium«-Package an. Sechs Monate kosten 60 Euro, für ein Jahr muss man 96 und für zwei Jahre 144 Euro hinblättern.
Kunden haben zusätzlich die Möglichkeit, auf Streckeninformationen der vergangenen 365 Tage zuzugreifen, außerdem stehen Satelliten-, 3D- und Outdooransichten zur Verfügung.
Neben der Live-Ortung lassen sich die Strecken der vergangenen 100 Tage abrufen. Auf der Hintergrundkarte sieht man sowohl live als auch im Rückblick, wann und zu welcher Uhrzeit man welchen Streckenabschnitt mit welcher Geschwindigkeit absolviert hat. Die Fahrt lässt sich per Animation noch einmal abspielen.
Mit der Genauigkeit der Standortangabe sind wir im Test sehr zufrieden. Sowohl außerhalb als auch innerhalb der Garage weist der Salind 11 4G maximal eine Abweichung von 5 Meter auf. Das reicht zur präzisen Ortung des Autos vollkommen.
Während der Fahrt im Live-Check aktualisiert der Tracker alle paar Meter seinen aktuellen Standort. Problemlos klappt das Abrufen vergangener Fahrtrouten. Das Handling im Browser und in der App gelingt mühelos und intuitiv ohne Eingewöhnungszeit.
Interessant ist ein Blick in die »Statistiken«. Zur Kapazität des Akkus macht der Hersteller keine Angaben. Im Alltagstracking (rund eine Stunde Nutzung pro Tag) soll eine Ladung rund 40 Tage durchhalten. Als Standby-Zeit gibt Salind 60 bis 90 Tage an.
PAJ Vehicle Finder 4G 2.0
Der Vehicle Finder 4G 2.0 wird fest mit der Autobatterie verkabelt und hat dadurch immer Saft. Beim PAJ Vehicle Finder 4G 2.0 muss man sich keine Sorgen machen, dass irgendwann der Akku des GPS-Trackers leer ist und aufgeladen werden muss.
Regulär kostet der Fahrzeugfinder um die 100 Euro, bei Amazon ist er aber schon für knapp 40 Euro zu haben und damit ein echtes Schnäppchen. Allerdings muss man an die laufenden Kosten denken. Diese sind exakt so hoch wie beim Salind GPS Tracker 11 4G.
Erhältlich ist das »Basic«-Paket für 12 Euro/Monat, 84 Euro/Jahr bzw. Die Einrichtung ist ein Klacks und verläuft ebenfalls exakt so wie beim Salind-Tracker. Unter start.finder-portal.com wird der PAJ-Tracker aktiviert.
Mit Hilfe des mitgelieferten Klebestreifens wird dieser im Motorraum befestigt, die beiden Kabel werden an die Autobatterie angeschlossen. Die schwarze Box ist 94 x 50 x 19 Millimeter groß und wiegt 80 Gramm. Ein integrierter Notfallakku sorgt dafür, dass der PAJ Vehicle Finder noch bis zu 12 Stunden mit Strom versorgt wird, sollte dieser von der Autobatterie getrennt worden sein.
Die Live-Verfolgung gelingt wie beim Salind 11 4G sowohl über die App »PAJ Portal« auf Apple- und Android-Geräten als auch via Browser unter v2.finder-portal.com. Den Funktionsumfang haben wir Ihnen weiter oben beim Salind-Tracker bereits vorgestellt.
Die Genauigkeit des PAJ-Trackers ist top. Auch wenn das Auto in der Garage steht, wird der Standort fast genau erkannt, auf der Karte ist lediglich eine Abweichung von weniger als 5 Metern zu sehen.
Das Live-Tracking gelingt fast in 1:1, nur mit minimaler Verzögerung wird die gefahrene Strecke im Browser und in der App dargestellt.
Sollten Sie Angst davor haben, dass Ihr GPS-Tracker eines Tages nicht mehr funktioniert, weil der Akku leer ist, dann ist der PAJ Vehicle Finder 4G 2.0 die optimale Wahl.
Monimoto 9
Der Monimoto 9 GPS-Tracker richtet sich an Motorradfahrer, die eine einfache, aber wirksame Diebstahlsicherung suchen. Im Test an der Kawasaki Z900 SE zeigte sich, wie unkompliziert das System funktioniert: Das Gerät besteht aus zwei Modulen einem kompakten GPS-Sender und einem Key Fob.
Der Sender wurde unter der Sitzbank im Verbandspaket versteckt, der Fob am Zündschlüssel befestigt. Sobald Fahrer und Fahrzeug getrennt werden, erkennt das System das Fehlen des Key Fobs und aktiviert sich automatisch.
Bei Bewegung des Motorrads ohne Fob erfolgt innerhalb einer Minute ein Anruf aufs Smartphone eine deutlich auffälligere Methode als die herkömmlichen Push-Nachrichten, die die Monimoto App aber ebenfalls aussendet.
Das wetterfeste Gehäuse des Monimoto 9 erfüllt die IP68-Norm: staubdicht und wasserfest bis 1,5 m Tiefe für 30 Minuten. Das macht ihn für einen breiten Kundenkreis wie Tourenfahrer, Offroad-Fans und Alltagsfahrer bei Wind und Wetter interessant.
Mit seinen kompakten Maßen von nur 1,5 × 3,9 × 9,3 cm und einem Gewicht von 60 g lässt sich das Gerät problemlos im Motorrad verstecken.
Der Akku (3,7V Li-Polymer, 900 mAh) hält unter optimalen Bedingungen laut Hersteller bis zu 12 Monate. In den zwei Monaten, die das Modul jetzt bei Temperaturen zwischen 5 und 25 Grad permanent im Fahrzeug verblieben ist, wurde in der App noch keine Veränderung beim Akkustand angezeigt.
Der mitgelieferte Key Fob (4,3 × 2,9 × 0,9 cm) arbeitet mit einer Knopfzelle (CR2032, 3V) und lässt sich dank der geringen Größe entspannt am Fahrzeugschlüsselbund montieren. Er ermöglicht die automatische Erkennung berechtigter Nutzer und spart damit Fehlalarme.
Bis zu drei Fobs lassen sich mit einem Tracker koppeln ideal für Familien oder gemeinsame Nutzung. Einmal gekoppelt, funktioniert das System völlig automatisch kein Geofencing, kein manuelles Scharfschalten nötig.
Der Monimoto 9 nutzt eine integrierte eSIM, die in Europa, Nordamerika und weiteren Regionen mit LTE-M-Netzwerken funktioniert. Zwei Monate Datenservice sind inklusive, danach kostet der Dienst 49 USD/Jahr.
Die Monimoto App ist für Android und iOS verfügbar und führt sehr einfach und logisch durch den Initialisierungs- und Verbindungsprozess via Bluetooth. Etwas unverständlich ist, warum die Karte auf den GPS-Standort des Mobiltelefons und nicht auf den Standort des Fahrzeugs zentriert.
Der Monimoto 9 überzeugte im Test mit durchdachter Funktionalität, robustem Design und alltagstauglicher Akkuleistung. Wer sein Motorrad im Alltag vor Langfingern schützen will, bekommt hier eine kompakte, wartungsarme Lösung.
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