Wem schon mal etwas gestohlen wurde, der weiß ganz genau, Vorsicht ist besser als Nachsicht. Zweiräder werden immer beliebter, nicht nur bei Motorradfahrer:innen, sondern auch bei Dieb:innen. Pro Jahr werden rund 18.000 Maschinen geklaut, die meisten verschwinden für immer.
Nur ein Viertel der Diebstähle wird aufgeklärt. Daher ist es für Besitzer:innen von Motorrädern ratsam, das Bike zu sichern - etwa mit speziellen Motorrad-Alarmanlagen. Doch statt nur stumpf ein akustisches Signal über eine Sirene zu schlagen, bieten moderne Alarmanlagen heute weit mehr.
Sie lassen sich mit dem Fahrzeug über eine App verbinden, sind in der Sensibilität einstellbar und können unter Umständen über den CAN-Bus eine Wegfahrsperre aktivieren. Damit lässt sich das Fahrzeug lahmlegen und Kriminelle können zumindest nicht wegfahren.
Diebstahlschutz: Alarmanlagen und GPS-Tracker im Vergleich
Nur leider sind Alarmanlagen für Motorräder meistens mit einem oft etwas komplexerem Einbau verbunden. Hier will es Monimoto mit Ihrem GPS-Tracker einfacher und komfortabler machen.
Der smarte Tracker von Monimoto kommt in einer hochwertigen Verpackung daher und macht schon hier Lust auf mehr. Die Verarbeitung des Systems ist sehr hochwertig. Sowohl beim Tracker, als auch beim Smart-Key passen die Teile perfekt zusammen und die Dichtungen für den Spritzwasserschutz verlieren nicht Ihre Position beim Öffnen der Geräte.
Monimoto 9 im Detail
Der Tracker Monimoto 9 verspricht Sicherheit für dein Bike über Alarm und GPS-Positionierung. Der Monimoto 9 GPS-Tracker richtet sich an Motorradfahrer, die eine einfache, aber wirksame Diebstahlsicherung suchen. Im Test an der Kawasaki Z900 SE zeigte sich, wie unkompliziert das System funktioniert: Das Gerät besteht aus zwei Modulen einem kompakten GPS-Sender und einem Key Fob.
Der Sender wurde unter der Sitzbank im Verbandspaket versteckt, der Fob am Zündschlüssel befestigt. Sobald Fahrer und Fahrzeug getrennt werden, erkennt das System das Fehlen des Key Fobs und aktiviert sich automatisch. Bei Bewegung des Motorrads ohne Fob erfolgt innerhalb einer Minute ein Anruf aufs Smartphone eine deutlich auffälligere Methode als die herkömmlichen Push-Nachrichten, die die Monimoto App aber ebenfalls aussendet.
Das wetterfeste Gehäuse des Monimoto 9 erfüllt die IP68-Norm: staubdicht und wasserfest bis 1,5 m Tiefe für 30 Minuten. Das macht ihn für einen breiten Kundenkreis wie Tourenfahrer, Offroad-Fans und Alltagsfahrer bei Wind und Wetter interessant.
Mit seinen kompakten Maßen von nur 1,5 × 3,9 × 9,3 cm und einem Gewicht von 60 g lässt sich das Gerät problemlos im Motorrad verstecken. Der Akku (3,7V Li-Polymer, 900 mAh) hält unter optimalen Bedingungen laut Hersteller bis zu 12 Monate. In den zwei Monaten, die das Modul jetzt bei Temperaturen zwischen 5 und 25 Grad permanent im Fahrzeug verblieben ist, wurde in der App noch keine Veränderung beim Akkustand angezeigt.
Der mitgelieferte Key Fob (4,3 × 2,9 × 0,9 cm) arbeitet mit einer Knopfzelle (CR2032, 3V) und lässt sich dank der geringen Größe entspannt am Fahrzeugschlüsselbund montieren. Er ermöglicht die automatische Erkennung berechtigter Nutzer und spart damit Fehlalarme. Bis zu drei Fobs lassen sich mit einem Tracker koppeln ideal für Familien oder gemeinsame Nutzung.
Einmal gekoppelt, funktioniert das System völlig automatisch kein Geofencing, kein manuelles Scharfschalten nötig. Der Monimoto 9 nutzt eine integrierte eSIM, die in Europa, Nordamerika und weiteren Regionen mit LTE-M-Netzwerken funktioniert. Zwei Monate Datenservice sind inklusive, danach kostet der Dienst 49 USD/Jahr.
Die Monimoto App ist für Android und iOS verfügbar und führt sehr einfach und logisch durch den Initialisierungs- und Verbindungsprozess via Bluetooth. Etwas unverständlich ist, warum die Karte auf den GPS-Standort des Mobiltelefons und nicht auf den Standort des Fahrzeugs zentriert.
Der Monimoto 9 überzeugte im Test mit durchdachter Funktionalität, robustem Design und alltagstauglicher Akkuleistung. Wer sein Motorrad im Alltag vor Langfingern schützen will, bekommt hier eine kompakte, wartungsarme Lösung.
Weitere GPS-Tracker im Vergleich
In dieser Bestenliste sehen wir uns an, welche im Vergleich die besten GPS-Tracker sind. Dabei geht es uns in erster Linie um Tracking-Qualität, App-Bedienung und Funktionsumfang sowie das Preis-Leistungs-Verhältnis. Jeden der Fahrzeug-Tracker haben wir in unterschiedlichen Einsatzgebieten zu Fuß, im Auto und im Zug dabeigehabt (wobei dort aufgrund der Metall-bedampften Scheiben kein guter Empfang ist) und unseren Standort durchgehend getrackt.
Ein Überblick über einige der getesteten GPS-Tracker:
- Paj GPS Power Finder: Ein robuster GPS-Tracker mit extra langem Atem. Dank 10.000 mAh großem Akku sind bis zu 90 Tage Tracking möglich. Das Gerät überzeugt mit sehr präziser Ortung, vielen Alarmfunktionen und einer Akkulaufzeit von bis zu 90 Tagen. Dank spritzwassergeschütztem Gehäuse und großem Temperaturbereich ist der Power Finder auch für anspruchsvolle Einsätze geeignet.
- Onntrack Portable Pro+: Der Onntrack Portable Pro+ empfiehlt sich für alle, die einen zuverlässigen GPS-Tracker ohne Folgekosten suchen. Einmal angeschafft, fallen keine monatlichen Gebühren an. Zudem überzeugt der Tracker mit einer erstaunlich detailreichen App, die Echtzeit-Tracking und viele Zusatzinformationen wie Signalstärke und Anzahl der verbundenen Satelliten bietet.
- Trackilive TL-60: Der Trackilive TL-60 empfiehlt sich für alle, die ihr Fahrzeug zuverlässig und lückenlos orten wollen. Dank präzisem Live-Tracking mit 1-Minuten-Intervall behält man sein Auto, Motorrad oder Baumaschine jederzeit im Blick. Die extrem lange Akkulaufzeit von bis zu einem Jahr sorgt für eine kontinuierliche Überwachung, ohne dass man sich ständig ums Aufladen kümmern muss.
- Winnes TK 905: Der Winnes TK 905 ist eine interessante Wahl für preisbewusste Nutzer, die bei der Mobilfunkanbindung ihres GPS-Trackers flexibel bleiben wollen. Durch den Verzicht auf ein fest verbautes Mobilfunk-Modul mit Abo-Zwang spart man auf Dauer Kosten. Zudem kann man den Tracker so auch im Ausland mit einer lokalen SIM-Karte nutzen.
Die folgende Tabelle vergleicht einige der genannten GPS-Tracker:
| Modell | Vorteile | Nachteile | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Paj GPS Power Finder | Robust, spritzwassergeschützt, präzise Ortung, lange Akkulaufzeit | Monatliche Gebühren für SIM-Karte | Lange Akkulaufzeit bis zu 90 Tage |
| Onntrack Portable Pro+ | Keine Folgekosten, detailreiche App, starker Magnet zur Befestigung | Hoher Anschaffungspreis, Micro-USB statt USB-C | Integrierte SIM-Karte inklusive |
| Trackilive TL-60 | Präzises GPS-Tracking, lange Akkulaufzeit, robustes Gehäuse | Micro-USB-Ladebuchse, umständliche Ersteinrichtung | Akkulaufzeit von bis zu einem Jahr möglich |
| Winnes TK 905 | Flexibel durch freie SIM-Karten-Wahl, robustes Gehäuse | Schwächen bei der Genauigkeit, billig wirkende App | Starke Magneten zur Befestigung |
Weitere Empfehlenswerte Motorrad-Alarmanlagen im Vergleich
Das Angebot an nützlichen Motorrad-Alarmanlagen fürs Zweirad ist überschaubar, die Systeme sind jedoch sehr unterschiedlich. Ein einfacher Vergleich zwischen den Produkten funktioniert daher selten, da die Produkte unterschiedliche Vorteile bieten. In Online-Shops und im Motorradfachhandel werden verschiedene Systeme angeboten, darunter welche, die nur einen stillen Alarm auslösen sowie andere, die durch eine Sirene direkt akustischen Alarm schlagen.
- Abus Alarmbox mobile Alarmanlage: Mit der mobilen Alarmanlage Abus Alarmbox lassen sich Fahrräder, E-Bikes und Motorräder sichern. Ist die wasserdichte Box mit Akku aktiviert, reicht eine kleine, kurze Erschütterung, damit ein 15-sekündiger, 110 db lauter Alarmton erklingt.
- RideLink Wingman eCall Live Tracking Alarm: Mit dem Wingman von RideLink stehen Motorradfahrer:innen eine Reihe von nützlichen Funktionen zur Seite. Ein eingebauter Bewegungsmelder informiert Besitzer:innen per App, ob das Motorrad oder der Roller gerade von Unbefugten benutzt wird.
- PAJ GPS Alarm: Keine reine Alarmanlage, sondern einen GPS-Tracker bietet PAJ GPS mit dem 4G-GPS-Tracker. Ein mit der Batterie verbundenes Steuergerät sendet Informationen an die Smartphone-App und damit die genauen Positionsdaten.
- Mengshen drahtloser Fahrrad- & Motorradalarm: Dieses kleine und kompakte Gerät von Mengshen eignet sich für Scooter, E-Roller, Fahrräder und Motorräder. Bei Veränderung der Lage des Bikes ertönt ein mit 113 dB schriller Alarm.
- Area1 universelles Diebstahlsicherungssystem: Bis zu 125 dB laut schrillt ein Alarmton, wenn das Motorrad von seiner gewohnten Position bewegt und erschüttert wird.
- Radikal RK9 Bremsscheibenschloss mit Alarm: Radikal kombiniert ein Bremsscheibenschloss mit einer Alarmfunktion. Bei einer Erschütterung ertönt ein Signal-Alarm mit 120 dbA.
Wie man Motorrad-Diebstahl vorbeugen kann
Neben Diebstahlsicherungen und Alarmanlagen gibt es auch andere Möglichkeiten, das Zweirad vor Diebstahl zu schützen:
- Stellplatz: Die beste Sicherung ist ein guter Stellplatz. Steht das Motorrad abseits der Straße, steht es bereits sicherer. Ideal ist natürlich eine abschließbare Garage, doch auch ein Stellplatz in einer privaten Tiefgarage eignet sich.
- Anketten: Nicht immer ist eine Garage eine realistische Lösung. Für Straßenparker:innen bietet ein gutes Felgen- oder Bremsscheibenschloss bereits viel Schutz - noch besser natürlich mit integriertem Alarm. Noch sicherer: Das Motorrad an einem fest verankerten Gegenstand anketten.
- Mehrere Systeme nutzen: Leider kennen auch Kriminelle die neuesten Gadgets und tricksen mit der richtigen Technik auch GPS-Tracker und Co. aus. Daher empfehlen Expert:innen mehrere Diebstahlsicherungssysteme für die bei Langfingern besonders beliebten Maschinen.
- Versicherung: Sollte es dennoch zum Diebstahl des Bikes kommen, hilft nur noch ein guter Versicherungsschutz. Hierzu sollte mindestens eine Teilkaskoversicherung für Motorräder gewählt werden.
Die genannten Produkte wurden von unserer Redaktion persönlich und unabhängig ausgewählt.
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