Sie suchen nach abwechslungsreichen Routen für Ihre nächste Bike-Tour? Fahrrad-Navis berechnen diverse Strecken, bieten eine gute Orientierung und liefern umfangreiche Leistungsdaten. IMTEST hat sieben Fahrrad-Navis getestet.
Ob auf staubigen Schotterwegen, durch dichte Wälder oder über endlose Landstraßen - Radreisen stehen hoch im Kurs. Wer abseits befestigter Straßen unterwegs ist, sollte nicht nur auf sein Bauchgefühl vertrauen. Eine zuverlässige Navigation ist unerlässlich - besonders für alle, die keinen Stapel Karten mit sich herumschleppen will.
Fahrradnavigation im Test
Mit Hilfe der Fahrradnavigation lassen sich kurze und lange Strecken in unbekannten Regionen problemlos mit dem Fahrrad erkunden. Verschiedene Fahrradnavigationsgeräte im Test überzeugen. Es gibt nicht „das“ Navigationsgerät fürs Fahrrad. Wer sich für ein Gerät zur Fahrradnavigation entscheidet sollte genau wissen was er anstrebt damit zu tun.
Fahrrad-Navis sind vielseitig einsetzbar. Zwar können auch Smartphones als Navigationsgerät, Trainingsbegleiter oder als Fahrradtacho genutzt werden, ein fürs Fahrrad spezialisiertes Navigationsgerät bietet jedoch einige Vorteile. Besonders wichtig sind hier die Akku-Laufzeit und das Display. Zudem spart ein solches Fahrrad-Navi Datenvolumen. Doch das Angebot ist groß.
Arten der Navigation
Bei der Zielführung sind zwei grundsätzliche Arten zu unterscheiden: Zielrouting und Tracknavigation. Während beim Routing, wie im Auto, jedes Abbiegemanöver einzeln angekündigt wird, erscheint bei der Trackvariante nur eine farbige Linie auf der Karte. Der Fahrer ist selbst dafür verantwortlich, richtig abzubiegen, um auf der Strecke zu bleiben.
Die richtige Fahrradnavigation erleichtert Radtouren erheblich. Ob auf sportlichen Trails, entspannten Radtouren oder mehrtägigen Radreisen - ein passendes Gerät sorgt für Orientierung und Sicherheit. Der Markt bietet für jedes Bedürfnis und Budget passende Modelle.
Worauf sollte beim Kauf eines Fahrradnavigationsgeräts geachtet werden?
Zu den wesentlichen Überlegungen zählen der vorgesehene Verwendungszweck des Geräts, die Displaygröße und -auflösung, die Batterielaufzeit, die GPS-Präzision, die Benutzerfreundlichkeit der Software, die Option zur Einbindung externer Sensoren sowie die Widerstandsfähigkeit gegenüber äußeren Einflüssen.
Die getesteten Geräte im Überblick
IMTEST, das Test- und Verbraucherportal der FUNKE Mediengruppe, hat sieben Bike-Computer auf Ausstattung, Bedienung, Navigation und Funktionen getestet.
Hier eine Übersicht der getesteten Geräte:
- Das beste Fahrrad-Navi für die meisten ist das Garmin Edge Explore 2.
- Das Garmin Edge 1040 Solar ist zwar das beste Fahrrad-Navi im Test, wenn es um Leistung geht, es ist aber etwas komplizierter in der Bedienung und der Preis wird sicherlich den ein oder anderen Biker erschrecken, was der Grund für den verlorenen Testsieg ist.
- Mit dem Sigma ROX 12.1 Evo bekommt man nicht nur ein fast vollwertiges und einfach zu bedienendes Navi, sondern auch einen hervorragenden Trainingsbegleiter.
- Das Hammerhead Karoo 3 überzeugt dabei mit der besten Navigation und einfachsten Bedienung im Testfeld.
Weitere getestete Geräte:
- Platz 4: Coros Dura ab ca. 289,00 Euro: Testnote 1,9
- Platz 5: Sigma Sport Rox 12.1 Evo* ab ca. 499,95 Euro: Testnote 2,0
- Platz 6: Wahoo Elemnt Roam V2 ab ca. 353,46 Euro: Testnote 2,0
- Platz 7: Bryton Rider 460 E* ab ca. Preisab ca.
Detaillierte Betrachtung ausgewählter Modelle
Garmin Edge Explore 2
Das jetzt 104 Gramm schwere und mit einem 3 Zoll großen Display ausgestattete Fahrrad-Navi kommt mit zwei einfachen Lenkerhaltern mit den entsprechenden Gummiringen, einem USB-C-Ladekabel, einer Handschlaufe sowie einem kleinen Benutzerhandbuch. Somit ist alles Notwendige zur Montage und dem Betrieb des Navis im Lieferumfang enthalten. Die Montage des Gerätes ist sehr einfach und schnell.
Wie schon beim High-End-Modell von Garmin, dem Garmin Edge 1040 Solar, kommt auch beim Edge Explore 2 die neue Bedienoberfläche zum Einsatz. Diese ist nicht ganz so intuitiv wie beim Vorgängermodell, jedoch kommt man nach kurzer Eingewöhnungsphase sehr gut damit zurecht. Das gilt vor allem für langjährige Garmin-Nutzer. Das Einrichten geht recht schnell, sodass das Navi nach dem ersten Einschalten nach kurzer Zeit einsatzfähig ist. Dazu einfach den Anweisungen auf dem Display folgen.
Die Navigation des Garmin Edge Explore 2 ist wie gewohnt sehr gut, wir konnten nichts Negatives feststellen. Auf dem Gerät können Touren selbst geplant werden, entweder durch Wählen von Punkten auf der Karte oder durch eine Eingabe einer Adresse. Auch eine Liste von Points of Interest (POI) ist jetzt enthalten. Das Navi nutzt die üblichen Satelliten wie GPS, Galileo und GLONASS, wodurch die Positionsbestimmung sehr genau ist und uns bei den Testfahrten nie enttäuscht hat.
Am Ende hat uns das Garmin Edge Explore 2 überzeugt und ist bis auf ein paar Kleinigkeiten, die aber für den aufgerufenen Preis verschmerzbar sind, ein ausgezeichnetes Fahrrad-Navi. Die Redaktion von imtest.de hat unseren Testsieger ebenfalls getestet und vergibt die Note 1,9. Die meisten Fahrradfahrer dürften mit dem Edge Explore 2 glücklich werden: Die Navigation ist einwandfrei, die Hardware gut und die Bedienung einfach. Mehr Fahrradcomputerfunktionen brauchen nur absolute Profis.
Garmin Edge 1040 Solar
Der Lieferumfang lässt zunächst keine Wünsche offen. Neben dem Navi selbst sind noch allerlei Halterungen fürs Fahrrad wie die Standard-, MTB- und Aero-Halterung mit dem notwendigen Montagezubehör und Ersatzteilen enthalten. Ein USB-Ladekabel, eine kurze Anleitung und ein Befestigungsband sind natürlich ebenfalls enthalten. Auch die Verarbeitung lässt keine Wünsche offen.
Das Einrichten des Navis und das Verbinden des Geräts mit dem Smartphone mittels der Garmin Connect App geht problemlos und schnell. Gefahrene Touren lassen sich so im Detail nachvollziehen, was für den versierten Biker immer ein wichtiger Punkt ist. Das Übertragen von geplanten GPX-Tracks ist Garmin typisch problemlos.
Besonders ist uns die schnelle Routenberechnung unter der Fahrt aufgefallen. Diese ist durch einen Trick besonders flott. Nur sind die errechneten Alternativen, sollte man mal vom Kurs kommen, teilweise unsinnig und man sollte darauf nicht blind vertrauen. Das Edge 1040 Solar verfügt natürlich über eine ANT+-Schnittstelle, wodurch das Navi zu deinem vollwertigen Trainingspartner wird, auch dank vieler Trainings-, Planungs- und Analysefunktionen. Zudem bietet das Gerät Sicherheits- und Trackingfunktionen wie z. B.
Ein besonderer Punkt beim Edge 1040 Solar ist natürlich die Solarladung. Im unteren- und oberen Abschnitt des 3,5 Zoll großen Displays sind die Solarflächen gut zu erkennen, aber auch über die gesamte Anzeige wird das Sonnenlicht in elektrischen Strom umgewandelt. Der Nachteil an dieser Variante ist, dass das Display dunkler und aufgrund Spiegelungen teilweise schlecht ablesbar ist, je nach Sonneneinstrahlung.
Alles in allem ist das Garmin Edge 1040 Solar ein gut funktionierendes Fahrrad-Navi mit toller Akkulaufzeit und einer enormen Anzahl an Funktionen. Der große Haken an dem Gerät ist jedoch der stolze Preis, der jeden abschreckt, der eigentlich nur ein einfaches Navigationsgerät wie unseren Testsieger möchte.
Sigma ROX 12.1 Evo
Mit dem Sigma ROX 12.1 Evo bekommt man nicht nur ein fast vollwertiges und einfach zu bedienendes Navi, sondern auch einen hervorragenden Trainingsbegleiter. Das Sigma ROX 12.1 Evo läuft zwar unter der Kategorie der GPS-Radcomputer, unserer Meinung nach ist es aber fast schon ein vollwertiges Navigationsgerät und schließt somit sinnvoll die Lücke zwischen den beiden Kategorien.
Der Lieferumfang des Gerätes in der Basic-Variante ist recht ordentlich. Neben einer Anleitung und einem USB-Ladekabel ist ein klassischer Halter mit den notwendigen Montagemitteln wie Gummi-Spacer und Kabelbinder enthalten, wodurch der Halter an Lenker oder am Vorbau montiert werden kann. Weiter lässt sich in der Verpackung der Long-Butler-Halter finden, welcher an den Lenker geschraubt werden kann.
Zum Einrichten ist die Sigma Ride App erforderlich. Das Koppeln des Gerätes mit dem Smartphone ist sehr einfach. Dazu wird die App geöffnet und ein am ROX generierter QR-Code eingescannt. Sowohl am Gerät selbst als auch in der App kann das ROX 12. Evo nach Wunsch konfiguriert werden. Die Anzahl und Ansicht der Anzeigefenster lassen sich je Profil individuell einstellen, je nachdem, welche Informationen man in der jeweiligen Disziplin bekommen möchte. Hierbei stehen sechs vorinstallierte Profile zur Verfügung. Neben Radsport sind bereits Profile für andere Sportarten wie Wandern, Golf oder Skifahren zu finden.
Generell ist das Sigma ROX 12.1 Evo dazu konzipiert, am Laptop oder am Handy geplante Routen nachzufahren. Dabei lässt sich das Gerät mit Apps wie Strava oder Komoot koppeln, um dort geplante Touren direkt auf das Sigma zu laden. Was den GPS-Radcomputer aber zum fast vollwertigen Navi macht, ist, dass am Gerät selbst Touren geplant sowie Points of Interest angefahren werden können. Auch eine Adresseingabe ist möglich, hier jedoch ohne Hausnummer.
Ist der Track aufgespielt, ist das Nachfahren der Route problemlos. Dabei wird der Track auf dem 3 Zoll großen Display angezeigt und durch die Autozoom-Funktion - je nach Situation - entweder im großen oder kleinen Maßstab angezeigt. Abbiegungen werden am Display durch einen Kreis besonders hervorgehoben. Die Abbiegehinweise sind optisch und akustisch gut wahrnehmbar und werden dem Biker frühzeitig angezeigt.
Hammerhead Karoo 3
Das Hammerhead Karoo 3* überzeugt dabei mit der besten Navigation und einfachsten Bedienung im Testfeld. Für Bedienung und Navigation erhält das Hammerhead Karoo 3 die Note 1,5. Aufgrund seiner sehr guten GPS-Genauigkeit und zahlreicher speicherbarer Routen bietet das Gerät die beste Orientierung im Gesamtvergleich. Dabei gelingt der Import neuer Routen besonders einfach.
Das Navi lässt sich zudem sehr einfach bedienen, sogar mit Handschuhen. Selbst bei niedrigen Temperaturen steht einer zuverlässigen Routenführung somit nichts im Weg. Dank der langen Akkulaufzeit führt Sie das Gerät außerdem auch bei ausgedehnten Touren zuverlässig ans Ziel.
Mit 118 g ist das Gerät eines der schwereren im Test, macht dies jedoch durch seine umfangreiche Ausstattung wett. Mit 32 GB bietet es einen großen Speicher und ist dank der Schutzklasse IP67 besonders widerstandsfähig. Dadurch ist es staubdicht und bis zu einer Dauer von 30 Minuten gegen Süßwasser geschützt. Zudem verfügt das Fahrrad-Navi über diverse Sensoren wie für GPS- und Höhendaten. Mit 240 x 400 MP bietet das drei Zoll messende Display eine klare Sicht, sogar bei Sonneneinstrahlung. Um die schönsten Fahrradtouren zu erkunden, enthält das Gerät Kartenmaterial für die ganze Welt.
Für die Kategorie „Allgemeine Funktionen“ erhält das Gerät die Teilnote 1,7. So enthält es viele Basis- und Höheninformationen sowie Herzfrequenz- und Trittfrequenzdaten. Das Bike-Navi ist mit vielen Apps wie Komoot und Strava kompatibel. Außerdem verfügt es über Indoor Smart-Trainer-Funktionen und eine Fernbedienung. Ein Diebstahlalarm fehlt jedoch.
In puncto Fitnessfunktionen hingegen enttäuscht der Bike-Computer die Experten. So stehen auf dem Gerät selbst nur wenige Trainings zur Verfügung. Ebenso sind Trainings-Effekte und Belastung nicht kontrollierbar. Jedoch ist ein Zielzonentraining abrufbar. Für die Fitness-Features erhält das Hammerhead Karoo 3 die Note 3,1.
Das Hammerhead Karoo 3 ist kompakt in Pappe verpackt und wird daher als umweltfreundlich bewertet. Die Garantie beträgt zwei Jahre.
Neben der intuitiven Bedienung und guten Navigation ist vor allem das Display einer der großen Pluspunkte des Hammerhead Karoo 3*. Auch bei starker Sonneneinstrahlung ist es somit noch gut lesbar. In puncto Orientierung läuft es dem Testsieger von Garmin den Rang ab.
Weitere wichtige Aspekte
Akkulaufzeit
Der Akku ist bei einer guten Fahrradnavigation äußerst wichtig. Je nach Streckenlänge braucht man verschiedene Kapazitäten. Ein gutes Navigationsgerät kommt auf eine Leistung von 8 bis 12 Stunden.
Wetterfestigkeit
Jedes moderne Fahrradnavi ist wetterfest und spritzwassergeschützt verarbeitet. Regen ist zwar nie das optimale Wetter für Geräte, aber sie funktionieren dennoch. Wir empfehlen aber trotzdem einen Regenschutz. In Hüllen verpackte Navigationsgeräte leben einfach länger. Nur weil ein Produkt im Regen eingesetzt werden kann bedeutet es nicht dass es wasserdicht ist. Die meisten Geräte sind nur gegen Spritzwasser geschützt.
Kartenmaterial und Speicher
Die Karten benötigen Speicherplatz. Und das je nach Landeskarte und Version nicht besonders wenig. Wenn dann gefahrene Routen heruntergeladen und gespeichert werden, brauchen auch diese zusätzliche Kapazität auf der Speicherkarte. Jede Fahrradnavigation ist mit einer Micro-SD Speicherkarte ausgestattet. Oft sind vom Hersteller bereits Deutschlandkarten oder andere Länder vorinstalliert. Kleine Speicherkarten reichen manchmal nur für ein Land. Fahrradtouren durch mehrere Länder würden bedeuten, dass der Anwender bei Überschreiten der Landesgrenze seine Speicherkarte leeren müsste, um dann die Karte des nächsten Landes aufzuspielen. Oder man nimmt mehrere kleine Karten mit und tauscht sie unterwegs.
Tabelle: Vergleich ausgewählter Fahrrad-Navis
| Modell | Navigation | Bedienung | Akkulaufzeit | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
| Garmin Edge Explore 2 | Sehr gut | Intuitiv | Bis zu 16 Stunden | Points of Interest, GPS, Galileo, GLONASS |
| Garmin Edge 1040 Solar | Schnelle Routenberechnung | Komplexer | Sehr lang | Solarladung, ANT+ Schnittstelle |
| Sigma ROX 12.1 Evo | Fast vollwertiges Navi | Einfach | 14 Stunden | Kopplung mit Strava und Komoot |
| Hammerhead Karoo 3 | Beste Navigation im Test | Sehr einfach | Lang | GPS-Genauigkeit, viele speicherbare Routen |
Verwandte Beiträge:
- Bestes Fahrrad Navi & MTB GPS: Touren planen & navigieren
- Fahrrad Navi für Senioren im Test – Die besten Geräte für sicheres und einfaches Navigieren
- Die Besten Fahrrad Navi Apps im Test – Unverzichtbare Helfer für Perfekte Radtouren!
- Das ultimative Fahrrad-Navi Test: Entdecke das beste Navi fürs Wandern und Radfahren!
- Ducati Diavel: Unglaubliche Schräglage & Fahrbericht, der Sie umhaut!
- Conrad Fahrräder Findorff: Die faszinierende Geschichte, die den Klimaschutz revolutioniert
Kommentar schreiben