GPS-Tracker für Mopeds im Test: Sicherheit und Diebstahlschutz

GPS-Tracker erweisen sich in vielen Situationen als praktische Unterstützer. Sie helfen dabei, entlaufene Haustiere wiederzufinden, orten verirrte Personen und erweitern den Diebstahlschutz für Autos oder Wertsachen.

Um den unterschiedlichen Anforderungen gerecht zu werden, gibt es sie in verschiedenen Größen, Formen und mit speziellen Funktionen. Dieser Artikel konzentriert sich auf GPS-Tracker, speziell auf solche für Autos. Ist nicht bereits im Auto selbst eine entsprechende Funktion verbaut, können GPS-Tracker wertvolle Hilfe leisten.

Sie werden unauffällig im Fahrzeug versteckt und übermitteln per GPS-Signal den genauen Standort an Ihr System. Das lesen Sie in diesem Beitrag: Unser Partner, der F.A.Z. Kaufkompass, hat insgesamt 24 GPS-Tracker für Autos ausführlich getestet. In der folgenden Tabelle stellen wir Ihnen die besten und preiswertesten Modelle vor.

Außerdem erfahren Sie, wie die Tracker getestet wurden und was Sie sonst noch über die kleinen Peilsender wissen sollten.

Monimoto 9 GPS-Tracker im Test

Der Tracker Monimoto 9 verspricht Sicherheit für dein Bike über Alarm und GPS-Positionierung. Der Monimoto 9 GPS-Tracker richtet sich an Motorradfahrer, die eine einfache, aber wirksame Diebstahlsicherung suchen. Im Test an der Kawasaki Z900 SE zeigte sich, wie unkompliziert das System funktioniert: Das Gerät besteht aus zwei Modulen einem kompakten GPS-Sender und einem Key Fob.

Der Sender wurde unter der Sitzbank im Verbandspaket versteckt, der Fob am Zündschlüssel befestigt. Sobald Fahrer und Fahrzeug getrennt werden, erkennt das System das Fehlen des Key Fobs und aktiviert sich automatisch. Bei Bewegung des Motorrads ohne Fob erfolgt innerhalb einer Minute ein Anruf aufs Smartphone eine deutlich auffälligere Methode als die herkömmlichen Push-Nachrichten, die die Monimoto App aber ebenfalls aussendet.

Das wetterfeste Gehäuse des Monimoto 9 erfüllt die IP68-Norm: staubdicht und wasserfest bis 1,5 m Tiefe für 30 Minuten. Das macht ihn für einen breiten Kundenkreis wie Tourenfahrer, Offroad-Fans und Alltagsfahrer bei Wind und Wetter interessant. Mit seinen kompakten Maßen von nur 1,5 × 3,9 × 9,3 cm und einem Gewicht von 60 g lässt sich das Gerät problemlos im Motorrad verstecken.

Der Akku (3,7V Li-Polymer, 900 mAh) hält unter optimalen Bedingungen laut Hersteller bis zu 12 Monate. In den zwei Monaten, die das Modul jetzt bei Temperaturen zwischen 5 und 25 Grad permanent im Fahrzeug verblieben ist, wurde in der App noch keine Veränderung beim Akkustand angezeigt.

Der mitgelieferte Key Fob (4,3 × 2,9 × 0,9 cm) arbeitet mit einer Knopfzelle (CR2032, 3V) und lässt sich dank der geringen Größe entspannt am Fahrzeugschlüsselbund montieren. Er ermöglicht die automatische Erkennung berechtigter Nutzer und spart damit Fehlalarme. Bis zu drei Fobs lassen sich mit einem Tracker koppeln ideal für Familien oder gemeinsame Nutzung.

Einmal gekoppelt, funktioniert das System völlig automatisch kein Geofencing, kein manuelles Scharfschalten nötig. Der Monimoto 9 nutzt eine integrierte eSIM, die in Europa, Nordamerika und weiteren Regionen mit LTE-M-Netzwerken funktioniert. Zwei Monate Datenservice sind inklusive, danach kostet der Dienst 49 USD/Jahr.

Die Monimoto App ist für Android und iOS verfügbar und führt sehr einfach und logisch durch den Initialisierungs- und Verbindungsprozess via Bluetooth. Etwas unverständlich ist, warum die Karte auf den GPS-Standort des Mobiltelefons und nicht auf den Standort des Fahrzeugs zentriert. Der Monimoto 9 überzeugte im Test mit durchdachter Funktionalität, robustem Design und alltagstauglicher Akkuleistung.

Wer sein Motorrad im Alltag vor Langfingern schützen will, bekommt hier eine kompakte, wartungsarme Lösung.

Die Technik hinter GPS-Trackern

Ein GPS-Tracker ist ein mobiles Gerät zur Bestimmung und Übertragung der Koordinaten des Trägers. Dazu ist der Tracker mit einem GPS-Modul zur Satellitenkommunikation und einem Mobilfunksender ausgestattet. Der Standort des GPS-Trackers und seines Trägers kann per SMS oder App mitgeteilt werden, was zum Schutz von Personen, Tieren oder Objekten genutzt werden kann.

Da die meisten Komponenten des Trackers sehr klein sind, ist das Gerät teilweise nicht größer als ein USB-Stick. Die zugrundeliegende Technik des Trackers hört auf den passenden Namen „Geo-Tracking“. Geo-Tracking - oder auch „Geolokalisierung“ - umfasst alle Methoden zur Bestimmung der Position eines Senders im weltweiten Koordinatensystem.

Im Falle eines GPS-Trackers und seines Trägers erfolgt die Ortung über GPS-Satelliten im Weltraum, die die Position des Trackers in Bezug auf Längen- und Breitengrade bestimmen. Alle Geräte mit GPS-Sender ermöglichen Geo-Tracking, bei Smartphone-Apps und Navigationssystemen wird die Funktion vor allem für die Routenplanung genutzt.

GPS-Tracker nutzen, wie der Name verrät, das Global Positioning System (GPS). Die Geräte klinken sich in das globale Navigationssatellitensystem ein, um ihre eigene Position festzustellen und die Koordinaten an einen Empfänger zu übermitteln.

Daher lässt sich mit einem GPS-Tracker genau verfolgen, wo sich Personen, Haustiere oder Fahrzeuge gerade befinden. Das funktioniert nicht nur in der Nachbarschaft, sondern weltweit. Der GPS-Tracker braucht dazu den Kontakt mit mindestens vier der 24 jederzeit aktiven Satelliten, um die eigene Position zu berechnen - je mehr, desto besser.

Im Freien kann damit der Standort recht akkurat bestimmt werden, meist bis auf wenige Meter genau. Befindet sich der Träger des GPS-Trackers innerhalb eines Gebäudes oder unterirdisch, zum Beispiel in der U-Bahn, ist die Positionsbestimmung naturgemäß schlechter - wenn nicht sogar unmöglich.

Dennoch ist diese Methode einfach und relativ günstig, mit einer zumeist unbegrenzten Reichweite. Eine Bestimmung des Standorts ist auch über das Mobilfunknetz GSM möglich: Über die Funkzellen wird festgestellt, in welchem Gebiet sich der Sender gerade aufhält.

Kosten und Nutzung von GPS-Trackern

Wenn Sie einen GPS-Tracker kaufen, zahlen Sie zunächst für das Gerät selbst. Einfache Modelle gibt es bereits für unter 30 Euro. Einschränkungen sind hier vor allem bei der Akkulaufzeit und der Genauigkeit der GPS-Ortung zu erwarten.

Für rund 50 Euro gibt es bereits viele solide GPS-Tracker mit Basisfunktionen, während die besten Modelle mit viel Zubehör für den Privatgebrauch auch über 100 Euro kosten können. Doch mit dem Gerät allein ist es nicht getan. Denn zum GPS-Tracking gehört nicht nur die Erfassung, sondern auch die Übertragung der Koordinaten - und die erfolgt in der Regel über das Mobilfunknetz.

Dafür befindet sich im GPS-Tracker eine SIM-Karte. Je nach Gerätetyp bezahlen Sie für jede gesendete SMS oder eine monatliche Gebühr. Die Einsatzmöglichkeiten eines GPS-Trackers sind vielfältig: zum eigenen Schutz, zum Schutz anderer Personen, zur Kontrolle von Haustieren oder als Diebstahlschutz.

Auch wenn die Ortung allein noch keine absolute Sicherheit bietet, können die Informationen eine große Hilfe sein. Natürlich sind nicht nur technische, sondern auch rechtliche Einschränkungen zu beachten, die wir Ihnen in eigenen Abschnitten erläutern.

Grundsätzlich können Sie aber:

  • Fahrzeuge und Gegenstände orten: Durch die kompakte Größe vieler GPS-Tracker ist ein Einsatz als Diebstahlschutz möglich. Bei Fahrzeugen wie Autos oder Fahrrädern bietet sich oft die Möglichkeit, die Geräte zu verstecken. Aber auch an Elektrogeräten, Koffern oder Paketen lassen sich GPS-Tracker anbringen. Dadurch können Sie bei einem tatsächlichen Diebstahl der Polizei wertvolle Hinweise auf den Standort geben. Der GPS-Tracker kann aber auch eine rein praktische Funktion haben, wenn Sie einfach nur vergessen haben, wo Sie geparkt haben oder wo sich ein gesuchter Gegenstand befindet.
  • Den Aufenthaltsort von Haustieren ermitteln: Mit einem meist auf Basisfunktionen beschränkten GPS-Tracker, der in ein Halsband passt, lassen sich Haustiere orten. Wenn Sie wissen wollen, wo sich Hund, Katze oder Nutztier gerade herumtreiben oder wenn diese sogar vermisst werden, ist das sehr praktisch. Beachten sollten Sie hierbei, dass der GPS-Tracker das Haustier nicht behindert, und dass es sich an den Tracker oft erst gewöhnen muss. Außerdem sollte das Gerät robust und wasserdicht sein. Hersteller bieten spezielle Haustier-Tracker (Test) an.
  • Den Weg von Kindern und anderen Personen nachverfolgen: Wenn Sie eine Person mit einem GPS-Tracker überwachen wollen, müssen Sie einige Dinge beachten. Die Person muss natürlich einverstanden sein. Als Eltern können Sie Ihre Kinder zwar auch ohne deren Einwilligung überwachen, aber dieser Vertrauensbruch kann schnell nach hinten losgehen. Bei Pflegebedürftigen und Demenzkranken ist eine Zustimmung zum GPS-Tracking manchmal nicht möglich oder sinnvoll. Im Normalfall dient der GPS-Tracker aber dazu, dass Eltern beispielsweise den Schulweg ihrer Kinder verfolgen können. Das gibt den Kindern auch mehr Sicherheit, wenn sie in eine Notsituation geraten.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

  • Größe und Gewicht: Je nach Einsatzzweck bekommen Sie GPS-Tracker in verschiedenen Größen und Gewichtsklassen. Soll der GPS-Tracker im Portemonnaie versteckt oder an Wertgegenstände geheftet werden, finden Sie entsprechende Geräte in kompakter Bauweise: etwa fünf Zentimeter lang und zwei Zentimeter dick mit einem Gewicht von unter 30 Gramm. Aufgrund des winzigen GPS-Moduls müssen Sie aber mit geringerer Genauigkeit rechnen. GPS-Tracker für Haustiere bekommen Sie entweder als komplettes Halsband oder als Gerät in der Größe einer Streichholzschachtel und unter 50 Gramm schwer. GPS-Tracker für Kinder und Senioren oder auch als Begleiter beim Wandern sind in ihren Abmessungen handtellergroß oder erreichen die Größe eines Mini-Smartphones. Weil der größere Akku auch mehr Gewicht hat, sind die Geräte 100 bis 150 Gramm schwer. Zuletzt gibt es auch noch "sperrige" Geräte zur Installation in Fahrzeugen mit einem Gewicht von über 300 Gramm.
  • Akkulaufzeit: Der Akku ist für gewöhnlich das größte Bauteil eines GPS-Trackers. Je mehr Kapazität der Akku hat, desto klobiger ist er auch - hier ist eine Abwägung nötig. Bei GPS-Trackern in normaler Größe hat sich die Akkukapazität bei etwa 5.000 Milliamperestunden (mAh) eingependelt. Abhängig davon, wie oft Sie den Standort abfragen und der GPS-Tracker aktiv sendet, hält der Akku damit eine Woche bis zu einen Monat durch. In kleinen GPS-Trackern, beispielsweise für das Hundehalsband, sitzt meist ein Akku mit etwa 500 mAh. Wenn es nicht auf die Größe ankommt, weil der GPS-Tracker fest in einem Fahrzeug platziert wird, bekommen Sie auch Geräte mit 10.000-mAh-Akku und mehr. GPS-Funk ist sehr stromhungrig, die Laufzeitangaben der Hersteller sind daher vorwiegend Richtwerte und gehen von einer gelegentlichen Nutzung aus, und keiner stundenlangen Live-Verfolgung in der App.
  • Stromversorgung: Für gewöhnlich wird der Akku des GPS-Trackers über das mitgelieferte Netz- oder USB-Kabel aufgeladen. Bei kleineren Modellen beläuft sich die Ladezeit in der Regel auf etwa zwei Stunden, Geräte mit größerem Akku müssen Sie im Zweifelsfall über Nacht aufladen. Bei GPS-Trackern für den Einsatz in Fahrzeugen ist oft auch ein Anschluss an die KFZ-Batterie möglich. Das passende Kabel liegt entweder bei oder ist als Zubehör erhältlich. So wird der GPS-Tracker dauerhaft mit Strom versorgt. Sie haben darüber hinaus die Möglichkeit, den GPS-Tracker über das On-Board-Diagnose-System (OBD) in die Bordelektronik des Fahrzeugs zu integrieren.
  • Wasser- und Staubschutz: Bei GPS-Trackern für Haustiere ist ein Wasserschutz unerlässlich, doch auch bei anderen Modellen für den Outdoor-Einsatz oder Diebstahlschutz ist das praktisch. Leider machen viele Hersteller hier keine genauen Angaben. Der Idealfall ist ein zertifizierter Wasserschutz nach IPX8, damit ist das Gerät auch gegen dauerhaftes Untertauchen geschützt. Die wenigsten GPS-Tracker sind jedoch derart üppig ausgestattet, üblich ist ein immer noch ausreichender Schutz gegen Strahlwasser (IPX5) oder Spritzwasser (IPX4). Einige GPS-Tracker kommen stattdessen mit einer passenden Schutzhülle im Zubehör.

Empfehlenswerte GPS-Tracker Modelle

Unser Partner, der F.A.Z. Kaufkompass, hat insgesamt 24 GPS-Tracker für Autos ausführlich getestet. In der folgenden Tabelle stellen wir Ihnen die besten und preiswertesten Modelle vor.

Modell Besondere Eigenschaften Vorteile Nachteile
Onntrack Portable Pro+ Fixpreis ohne monatliche Abokosten Hervorragendes Live-Tracking, LTE-Funk, ausdauernder Akku Hoher Anschaffungspreis, Micro-USB
Salind 01 Kompakter GPS-Tracker zum kleinen Preis Präzise Ortung, spritzwassergeschütztes Gehäuse Nutzt 2G-Netz, das abgeschaltet wird
Salind 11 Eigener Akku, exakte Positionsbestimmung Einfache Inbetriebnahme, LTE-Netz in 100 Ländern Abomodell
PAJ Vehicle Finder 4G 2.0 Fest mit Autobatterie verkabelt, Notfallakku Kompakte Bauweise, präzise Ortung Kein wirklicher Akku, muss an Autobatterie angeschlossen werden

Weitere GPS-Tracker im Überblick

Hier ist eine Übersicht weiterer GPS-Tracker, die im Test überzeugen konnten:

  • Paj GPS Power Finder: Robustes Gehäuse, präzise Ortung, lange Akkulaufzeit
  • Trackilive TL-60: Präzises Live-Tracking, lange Akkulaufzeit, wasserdichtes Gehäuse
  • Winnes TK 905: Flexible SIM-Karten-Wahl, robustes Gehäuse, ausdauernder Akku
  • Prothelis Meintal: Lange Akkulaufzeit, robustes Gehäuse, gute Auswertungen in App & Web

Motorrad-Alarmanlagen als Ergänzung

Eine Diebstahlwarnung für Zweiräder bieten Motorrad-Alarmanlagen. Die lautstarken Systeme dienen zur Abschreckung, Diebstahlsicherungen schützen als Erweiterung vor dem Klau. Zweiräder werden immer beliebter. Nicht nur bei Motorradfahrer:innen, sondern auch bei Dieb:innen.

Pro Jahr werden rund 18.000 Maschinen geklaut, die meisten verschwinden für immer. Nur ein Viertel der Diebstähle wird aufgeklärt. Daher ist es für Besitzer:innen von Motorrädern ratsam, das Bike zu sichern - etwa mit speziellen Motorrad-Alarmanlagen.

Doch statt nur stumpf ein akustisches Signal über eine Sirene zu schlagen, bieten moderne Alarmanlagen heute weit mehr. Sie lassen sich mit dem Fahrzeug über eine App verbinden, sind in der Sensibilität einstellbar und können unter Umständen über den CAN-Bus eine Wegfahrsperre aktivieren.

Damit lässt sich das Fahrzeug lahmlegen und Kriminelle können zumindest nicht wegfahren.

Empfehlenswerte Motorrad-Alarmanlagen

  • Abus Alarmbox mobile Alarmanlage: Sichert Fahrräder, E-Bikes und Motorräder mit einem lauten Alarmton.
  • RideLink Wingman eCall Live Tracking Alarm: Bietet Bewegungsmelder, Live-Tracking, Notrufsystem und Fahranalyse.
  • PAJ GPS Alarm: GPS-Tracker zur Positionsbestimmung des Motorrads.
  • Mengshen drahtloser Fahrrad- & Motorradalarm: Kompaktes Gerät mit schrillem Alarm bei Lageveränderung.
  • Area1 universelles Diebstahlsicherungssystem: Steuert über Bewegungssensor eine Sirene an.
  • Radikal RK9 Bremsscheibenschloss mit Alarm: Bremsscheibenschloss mit integrierter Alarmfunktion.

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