Die Geschichte von Graf Hardenberg und die Leidenschaft für Harley-Davidson

Graf Hardenberg ist eine der erfolgreichsten Automobilhandelsgruppen in Deutschland. Mit über 1.700 Beschäftigten in 37 Betrieben an 18 Standorten in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ist das Unternehmen mit zwölf starken Marken vertreten: Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Audi, Škoda, SEAT, CUPRA, Porsche, Ford, Hyundai, Genesis, Vespa und Harley-Davidson.

Die Anfänge

Bereits Ende der 40er-Jahre gründete der begeisterte Rallyefahrer Günther Graf von Hardenberg sein erstes Autohaus in Donaueschingen - und legte damit den Grundstein für die heutige Graf Hardenberg-Gruppe. Günther Graf von Hardenberg wurde am 14. Februar 1918 in Schwedt an der Oder geboren.

Nach seiner Ausbildung im Autohaus Danner gründete er dann sein erstes Autohaus "Donau" in Donaueschingen, wo neben der Marke Volkswagen auch damals schon Vespa verkauft wurde. Nach dem Kriegsende kam die Neuorientierung zum Geschäftsmann. Er zog mit seiner Ehefrau Maria Josepha nach Sipplingen bei Überlingen (Bodensee) und übernahm eine Keramik Manufaktur, in der er Flüchtlingen eine Beschäftigung bot.

Graf Hardenberg war ein Pionier des Nachkriegsaufbaus des Porsche- und VW-Handels. Um in den Anfängen die Neufahrzeuge durch das Höllental (Schwarzwald) zu überführen, motivierte er sogar seine Ehefrau, den Führerschein zu machen, um ihn bei dieser Aufgabe zu unterstützen. In allen Standorten hatte er eine kleine Wohnung oder eine Schlafstätte, um sie möglichst effizient betreuen zu können.

Ende der 50er Jahre überredete Graf Hardenberg den berühmten Karlsruher Architektur-Professor Egon Eiermann zum Bau seiner Villa in Baden-Baden. Der Wohnort der Familie wurde von Donaueschingen nach Baden-Baden verlegt. Graf Hardenberg pflegte viele Leidenschaften. Neben dem Kraftfahrzeuggewerbe war er leidenschaftlicher Fahrer sportlicher Fahrzeuge und ein Fan der Fliegerei.

Expansion und Diversifizierung

So gründete er 1955 auch die Motorflug GmbH, als erste Motorflugschule in Deutschland. Was in Itzehoe mit einer kleinen Flugschule begann, breitete sich dann bald in der ganzen Republik aus. Der Schwerpunkt lag zu Beginn in der Pilotenausbildung, hinzu kam die Instandhaltung, Schulung und der Vertrieb von Bell Helicoptern.

In den 60er Jahren schloss die MOTORFLUG BADEN-BADEN einen Instandsetzungs-Rahmenvertrag mit der Bundeswehr über die Instandhaltung aller dynamischen und hydraulischen Komponenten der Bell UH-1D Helicopter. Im Laufe der Jahre expandierte die MOTORFLUG BADEN-BADEN GmbH Zug um Zug und erweiterte das Dienstleistungsangebot zum Beispiel um die Bereiche Flächenflugzeugwartung und Avionik-Einbauten. Im Jahr 2008 wurde die MOTORFLUG BADEN-BADEN GmbH ein Tochterunternehmen der Eurocopter Deutschland GmbH - heute Airbus Helicopter.

Auch seine Leidenschaft für sportliches Fahren war legendär. So war er beteiligt als in Schweden 1950 die erste Rallye (Rallye Mitternachtssonne) mit Porsche gefahren wurde. Mit von der Partie war auch Ferry Porsche, mit dem ihn eine Freundschaft aber auch das gemeinsame Interesse an der Weiterentwicklung von Porsche verband.

Die automobile Begeisterung verlor er nie. Auch während seiner bereits fortschreitenden Erkrankung ab Anfang der 80er Jahre ließ er es sich nicht nehmen, mit seinem Oldtimer von Baden-Baden die Rallye Monte Carlo zu fahren. In seinem Tross fuhren seine „Werkstattmannschaft“ im Werkstattwagen und sein Wohnmobil mit seiner Ehefrau und Fahrer hinterher.

Schon in frühen Jahren bis hin zu seinem Tod baute er ein umfangreiches internationales Netzwerk auf, mit dessen Hilfe er seine vielfältigen Aktivitäten verwirklichen konnte.

Graf Hardenberg war Mitglied in verschiedenen Luftfahrtorganisationen, war Präsident des deutschen Aeroclubs und erhielt für seine Verdienste den "Fliegerorden" von Frankreich. Darüber hinaus war Graf Hardenberg ein charismatischer Entrepreneur und Macher - hatte aber immer einen Finanzexperten an seiner Seite, dem er vertraute. Insbesondere erwähnenswert sind in diesem Zusammenhang die Gesellschafterfamilien Gohm, Gramling und Eberhardt, die auch heute noch im Unternehmen vertreten sind.

Kurz vor seinem Tod gründete er die Günther Graf von Hardenberg-Stiftung aus Pflicht- und Verantwortungsbewusstsein gegenüber seiner Familie und seinen Mitarbeitern. Er hatte stets eine glückliche Hand bei der Auswahl seiner Mitarbeiter und pflegte einen respektvollen Umgang mit allen. Seine Grundgedanken des Miteinanders mit Partnern haben bis heute Bestand.

Expansion durch Akquisitionen

Die Graf Hardenberg-Gruppe setzt zum nächsten Wachstumssprung an. Der große Autohändler erwirbt die zwei Standorte bzw. drei Betriebe der Link Gruppe mit Hauptsitz in Lahr. Alle 147 Mitarbeiter gehen auf den neuen Besitzer über. Das gab das Unternehmen am Mittwoch in Karlsruhe bekannt."Wir freuen uns, diesen strategischen Schritt gehen zu können und die Autohäuser der Link Gruppe im Ortenaukreis in unsere Unternehmensfamilie aufzunehmen", erklärten Volker Brecht und Peter Benz, Geschäftsführer der Graf Hardenberg-Gruppe. "Aufgrund der guten Vorarbeiten sind wir davon überzeugt, dass auch diese Integration im Sinne der Mitarbeiter und Kunden sehr gut gelingen wird."

Die Geschichte des Autohauses Link reicht bis in Jahr 1876 zurück. Heute ist die Traditionsfirma in Lahr und Gengenbach mit den Marken Volkswagen Pkw, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Audi und Skoda vertreten.

"Wir haben innerhalb unserer Familien sehr lange darüber diskutiert, wie wir unsere Autohäuser mit Blick auf die enormen Branchenveränderungen zukunftsfest machen. Wir sind froh, mit der Graf Hardenberg-Gruppe einen fairen und zuverlässigen Partner gefunden zu haben, der die Betriebe und die Arbeitsplätze erhält", kommentierten die Gesellschafter Moritz Link, Jonas Link und Peter Litterst den Verkauf.

Die Umwälzungen im VW- und Audi-Netz machen auch vor größeren Händlern nicht Halt. Jüngstes Beispiel ist die mit 3.500 Einheiten nicht ganz kleine Link-Gruppe aus Lahr. Sie gehört künftig zur regional benachbarten Graf-Hardenberg-Gruppe.

Der VW- und Audi-Partner Link mit Sitz in Lahr schlüpft unter das Dach der benachbarten Autohausgruppe Graf Hardenberg. Wie Letztere am Mittwoch mitteilte, übernimmt sie die beiden Vertriebsstandorte für VW und VW Nutzfahrzeuge sowie für Audi im badischen Lahr inklusive der Immobilien.

Dazu zählt auch die Betriebsstelle in Gengenbach im Schwarzwald (VW). Nicht betroffen von der Übernahme ist der Fahrradhandel „Link Rad Quadrat“, der bei der Unternehmerfamilie verbleibt.

Link verkaufte zuletzt (vor Corona) rund 1.000 Neuwagen und 2.500 Gebrauchtfahrzeuge. Den Umsatz gab Geschäftsführer Hans Link im Gespräch mit der „Lahrer Zeitung“ zuletzt mit 120 Millionen Euro an.

Für die Link-Gruppe endet damit eine bewegte Geschichte. Das Unternehmen besteht seit 1876 zunächst als Hufschmiede und als Wagenbauer. Später wurde die Unternehmerfamilie Link mit dem Verkauf von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor groß. Seit 1950 ist Link Vertragspartner der Volkswagen AG, seit 1975 von Audi und seit 2007 Servcepartner von Skoda.

Doch die derzeit laufende Branchenveränderung - nicht zuletzt hin zur Elektromobilität - schien den Inhabern zu gewaltig. „Wir haben innerhalb unserer Familien sehr lange darüber diskutiert, wie wir unsere Autohäuser mit Blick auf die enormen Branchenveränderungen zukunftsfest machen“, heißt es in einer Mitteilung.

Das Ergebnis waren Gespräche mit der Graf-Hardenberg-Gruppe, die jetzt zum Abschluss gekommen sind. Der bisherige Wettbewerber sei ein fairer und zuverlässiger Partner, „der die Betriebe und Arbeitsplätze erhält“.

Tatsächlich gehen laut Hardenberg alle derzeit 147 Mitarbeiter in den Autohäusern auf den Erwerber über. Mit der Übernahme wächst die Gruppe auf nun 17 Standorte mit 33 Betrieben und 1.600 Mitarbeitern. Die Link-Betriebe im Ortenaukreis passen dabei von der Lage perfekt zur Hardenberg-Gruppe, die unter anderem in Offenburg (nördlich) und Freiburg (südlich) aktiv ist.

Und die Link-Marken sind ebenfalls zentraler Bestandteil des Hardenberg-Portfolios.

Entsprechend überzeugt äußern sich die Hardenberg-Geschäftsführer Volker Brecht und Peter Benz über den strategischen Schritt, die „Autohäuser der Link-Gruppe in unsere Unternehmensfamilie aufzunehmen“.

Man sei überzeugt, dass die Integration im Sinne der Mitarbeiter und Kunden sehr gut gelingen werde.

Die Graf-Hardenberg-Gruppe erwirtschaftete im Jahr 2019 nach eigenen Angaben etwa 775 Millionen Euro Umsatz. An den bislang 15 Standorten mit 30 Betrieben verkaufte der Händler knapp 28.000 Fahrzeuge, je etwa zur Hälfte Neu- und Gebrauchtwagen. Gehandelt werden Modelle der Marken VW und VW Nutzfahrzeuge, Audi, Skoda, Seat, Cupra, Porsche und Ford.

Engagement für klassische Fahrzeuge

Was uns alle verbindet? Der Glaube an altbewährte, zeitlose Technik. Die Liebe und unendliche Leidenschaft für die Zeitzeugen der letzten Jahrzehnte. Der intensive Fahrspaß in unseren Young- und Oldtimern. Graf Hardenberg DRIVECLASSIC wurde von uns für Sie geschaffen. Für alle Klassik-Enthusiasten, die wie wir automobile Traditionen pflegen und bewahren möchten.

So können Sie gemeinsam mit Gleichgesinnten aus Ihrer Region Ihre Leidenschaft für historische Fahrzeuge und klassische Ingenieurskunst teilen. Und zwar genau dort, wo Sie zu Hause sind. Young- und Oldtimer repräsentieren technisches und handwerkliches Können. Sie spiegeln den einzigartigen Facettenreichtum der jeweiligen Bauepochen wider. Mit ihnen begeben wir uns auf eine außergewöhnliche Reise durch die Zeit. Sie sind wertvolle Schmuckstücke, die unser Herz höherschlagen lassen. Und die besonders viel Pflege und Zuwendung verdienen.

Deswegen widmen wir uns Ihrem Klassiker mit viel persönlicher Hingabe und Liebe zum Detail. Wir betreuen ihn optimal und sorgen dafür, dass er auch weiterhin technisch einwandfrei und wertstabil bleibt. Ihr Klassiker ist bei unseren Graf Hardenberg DRIVECLASSIC Spezialisten stets in besten Händen.

Dank der langjährigen Erfahrung unseres aktuell geschulten Personals sowie unserer speziell ausgestatteten Werkstatt bieten wir fachkundige Unterstützung bei der Wartung, Reparatur, Restaurierung und Einzelteilbeschaffung. Die persönliche Beratung und der Service direkt vor Ort sind unsere Stärken, natürlich zugeschnitten auf Ihren Old- oder Youngtimer.

Als zertifizierter „Fachbetrieb für historische Fahrzeuge“ erfüllen wir alle Anforderungen des Zentralverbandes Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZFK) und des Zentralverbandes des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK). Zudem sind wir durch die Experten von Volkswagen Classic Parts persönlich ausgewählt worden und somit Teil des Volkswagen Classic Competence Center Netzwerks, einem Serviceangebot speziell für Old- und Youngtimer.

Lassen Sie sich von der umfassenden CLASSICKOMPETENZ bei Ihrem lokalen Händler der Graf Hardenberg-Gruppe begeistern. Als Graf Hardenberg DRIVECLASSIC bieten wir Ihnen eine speziell auf ältere Modelle zugeschnittene Ersatzteilversorgung aus dem offiziellen VW Classic Parts Programm. Ob Käfer, Bulli oder Golf - mit Classic Parts bleiben Old- und Youngtimer ebenso in Bestform wie „daily driver“. Von A wie Abdeckblech bis Z wie Zylinderkopf können wir fast jeden Wunsch erfüllen. Alle Teile stammen direkt vom Hersteller in Originalqualität.

Harley-Davidson: Ein besonderer Fokus

Der Harley-Davidson Shop der Graf Hardenberg-Gruppe hat seit Anfang November einen neuen Standort. Nach umfangreichen Umbauarbeiten erstrahlt der neue Standort nun im bekannten Biker-Style direkt an der B35. Der Geschäftsführer Andy Kocijan und sein Team haben in den letzten Wochen den Umzug vom bisherigen Standort in Bruchsal an die zentral gelegene Bundesstraße vorbereitet.

Seit Anfang des Monats ist es nun so weit. Für alle Milwaukee Iron Fans und dem damit verbundenen Lifestyle sind die aktuellen Harley-Davidson Modelle im Showroom der neuen Location versammelt. Zudem bietet das neue Gebäude auch ausreichend Platz für die modern eingerichtete Werkstatt. Der Einstieg ins Zweiradgeschäft vor über 4 Jahren hat sich für die Gruppe bewährt. Darum wurde jetzt auch erneut in die Marke Harley-Davidson investiert.

Werte und Zukunftsausblick

Diese Eigenschaften und Werte prägten sein unternehmerisches Handeln, das auch nach seinem Tod von den Gesellschafterfamilien im Sinne der Stiftungssatzung weitergeführt wird. In einem sich stark verändernden Umfeld, ist es entscheidend, dass wir uns fit machen für das, was kommen wird.

Das gemeinsam erarbeitete Leitbild der Graf Hardenberg-Gruppe gibt Struktur, Klarheit und Ausrichtung. Es informiert alle internen und externen Zielgruppen über unsere Ziele und die Haltung des Unternehmens.

Zukunft braucht Herkunft. Unser Miteinander ist geprägt von unserer traditionsreichen Kultur, mit starken Werten, für die wir einstehen. Mit Leidenschaft, höchstem Dienstleistungsbewusstsein und feinem Gespür setzen wir uns für unsere Kunden und Partner ein.

Mit unserer Leidenschaft und Kompetenz, der Nähe zu unseren Kunden und der Kraft unserer Größe begeistern wir rund um Auto und Mobilität. So sichern wir den langfristigen Erfolg der Marke "Graf Hardenberg". Unser Handeln und Entscheiden wird grundsätzlich geprägt und gesteuert durch den anhaltenden Respekt vor unseren Kunden, unseren Mitarbeitern und Partnern. Oberste Priorität hierbei hat die Zufriedenheit unserer Kunden.

Wir sind Dienstleister und wollen gemeinsam mit und für unsere Kunden erfolgreich sein - besser und innovativer als unsere Mitbewerber. Wir wollen ein fairer, kompetenter und leistungsstarker Mobilitätspartner sein - und dies nachhaltig. Dabei steht der Kunde grundsätzlich im Mittelpunkt unseres Handelns. Kundenorientierung heißt für uns, dem Menschen zuzuhören, für ihn da zu sein und seine Bedürfnisse zu erkennen.

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