Wer das Abenteuer sucht und sich aber nicht zwischen Rennrad und Mountainbike entscheiden möchte, wird mit einem Gravel Bike jede Menge Spaß haben! Die riesige Nachfrage haben auch die großen Fahrradhersteller erkannt und daher in den letzten Jahren Modell für Modell auf den Markt gebracht. Grund genug, um mit einer Liste von beliebten Gravel Bike Marken für Klarheit zu sorgen!
Beliebte Gravel Bike Marken im Überblick
Im Folgenden werden einige der bekanntesten Gravel Bike Marken und ihre jeweiligen Modelle vorgestellt.
Bergamont
Die Hamburger von Bergamont bieten mit ihrem Modell Grandurance ein verdammt cooles Gravel Bike. Und das auch noch zu einem echt attraktiven Preis. Wie auch bei den Mountainbikes, E-Bikes und Trekkingräder, punktet auch der Gelände-Allrounder mit einer hohen Grundqualität, technischen Raffinesse und hohen Robustheit. Das Bergamont Grandurance überzeugt bei jedem Abenteuer, egal ob auf der Straße oder im Gelände.
Dabei überzeugt das Bergamont Grandurance mit einem leichten Aluminiumrahmen, einer steifen Carbongabel und einer zuverlässigen Shimano GRX oder 105 Schaltgruppe. Das Bergamont Gravel Bike ist ein sportlicher Allrounder, der dich überall hinbringt.
Bianchi
Arcadex, Impulso und Via Nirone - auf diese Namen hören die beliebten Gravel Bikes der italienischen Kultschmiede von Bianchi. Diese sind nicht nur aufgrund der rassigen Celeste-Optik echte Hingucker, auch im Sattel kann man die Renn-DNA der Italiener hautnah miterleben. Die Räder sind entweder mit Carbon- oder Aluminiumrahmen erhältlich und mit den Schaltgruppen GRX (Shimano), Ekar (Campagnolo) oder Rival (SRAM) ausgerüstet.
BMC
Ihrem Ruf als Hersteller von Premium-Räder, werden die Schweizer von BMC auch auf dem Gebiet der Gravel Bikes gerecht. Die Modell-Reihen Kaius und Urs setzen dabei auf ausschließlich hochwertige Komponenten und sprechen eindeutig ambitionierte Gravel Fahrer an. Immer mit am Start sind die innovativen Technologien MTT und TCC zur Vibrationsdämpfung, die eine noch schnellere Fahrweise ermöglichen.
Die Modelle Kaius und Roadmachine sind speziell für ambitionierte Gravel-Fahrer konzipiert, die hohe Geschwindigkeit und Komfort suchen.
Cannondale
Als absolute Alleskönner sind bei Cannondale die Gravel Bike-Modelle Topstone und SuperSix SE beliebt. Damit bist du auf Waldwegen, Asphalt und Schotter gleichermaßen schnell und komfortabel unterwegs! Um jedem Leistungsniveau gerecht zu werden, sind diese in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Als Schaltgruppen kommen SRAM oder Shimano zum Einsatz. Beim Großteil sind hydraulische Scheibenbremsen verbaut, der Anteil an Carbon- und Alurahmen ist über alle Modelle gesehen ausgeglichen bei 50:50.
Im Gravel-Bereich bietet Cannondale zwei Modelle an: das Topstone und das SuperSix. Das Topstone ist ein vielseitiges Gravel Bike mit Carbon- oder Aluminiumrahmen, das sich sowohl für Abenteuer als auch für den urbanen Alltag eignet. Das SuperSix ist ein schnelles Gravel Bike von Cannondale mit einem aerodynamischen Carbonrahmen für Speed-Fans.
Centurion
Dass die Stuttgarter von Centurion nicht umsonst als „Mercedes unter den Raderstellern“ bezeichnet werden, zeigen sie auch mit ihren Gravel Bikes. Denn das Crossfire-Modell hat mächtig Feuer im Hintern! Der Allrounder schneidet in Tests durchweg sehr gut ab und wird aufgrund des sportlichen Charakters gelobt. Die Schwaben setzen beim Crossfire auf Schaltgruppen von Shimano und Aluminium-Rahmen.
Cube
Auch wenn Cube beinahe jede Fahrradgattung bedient, darf der bekannte Hersteller aus der Oberpfalz in einer Übersicht von Gravel Bike Marken nicht fehlen. Sehr beliebt ist das Nuroad-Model, das in verschiedenen Varianten erhältlich ist. So kannst du beispielsweise zwischen Alu- und Carbonrahmen oder 1x- oder 2x-Schaltgruppe entscheiden. Da es die Robustheit eines Cyclocross-Bikes mit der Geschwindigkeit eines Rennrads kombiniert, eignet es sich optimal für Abenteuer jenseits von der asphaltierten Straße!
Außerdem sind auch die Cross Race Modelle für Gravel-Touren zu gebrauchen. Im Gravel-Bereich bietet Cube mit dem Nuroad ein vielseitiges Gravel Bike mit geringem Gewicht, hohem Komfort und schnellen Reifen. Ein ideales Cube Gravel Bike für Einsteiger.
Focus
Das Atlas-Modell der beliebten Stuttgarter Gravel Bike Brand Focus findet seinen Platz zwischen dem Endurance Rad Paranlane und dem Cyclocross-Rad Mares. Und so kombiniert das Gravel Bike das Beste aus beiden Welten und bietet maximale Flexibilität. Feste Bestandteile sind dabei die Shimano-GRX-Schaltgruppe, Carbon-Federgabel und der leichte sowie robuste Alu-Rahmen. Schutzblech und Gepäckträger sind selbstverständlich auch mit von der Partie.
So überzeugt das Atlas mit robusten Komponenten und sportlichem Charakter. Das Atlas ist ein Gravel Bike für alle, die gerne ins Gelände fahren. Die sportlichere Sitzposition des Focus Atlas trägt zu einem dynamischeren Fahrerlebnis bei, ohne dass der abenteuerliche Charakter verloren geht.
Giant
Auch der taiwanische Radspezialist Giant hat das riesige Potenzial von Gravel Bikes entdeckt. Das Modell Revolt ist in 3 verschiedenen Ausführungen (Standard, Advanced, Advanced Pro) erhältlich. Während gerade das Standard-Modell aufgrund des geringen Preises für Einsteiger interessant ist, kommen Wettkampf-Athleten mit dem Pro-Modell (Carbon-Rahmen, Carbon-Laufräder, Di2-Schaltung) auf die volle Kosten. Wusstest du, dass Giant mittlerweile der größte Fahrradproduzent der Welt ist?
Im Gravel-Bereich bietet Giant mit dem Revolt ein komfortables Gravel-Bike mit effektiver Stoßdämpfung, vielen Ausstattungsoptionen und schneller Schaltung. Damit ist das Giant Gravel Bike für alle geeignet, die gerne lange Strecken fahren.
KTM
Seine Expertise auf dem Offroad-Gebiet hat der der österreichische Hersteller KTM genutzt, um einen starken Partner für den Alltag herzustellen: das X-Strada Modell. Hohe Reifenfreiheit, geringes Gewicht, moderne Geometrie und die Möglichkeit zur Gepäckbefestigung machen das X-Strada zu einem attraktiven Gravel Bike.
Das KTM X Strada Sortiment bietet dir die Möglichkeit, das Beste aus jeder Fahrsituation herauszuholen und das besondere Gravel-Feeling zu erleben. Das Sortiment umfasst sowohl hochwertige Carbonrahmen als auch preiswerte Aluminiumvarianten. Dabei überzeugt das KTM Gravel Bike mit einem klaren Design und einem sportlichen Fahrgefühl, das dein Gravel-Erlebnis intensiver denn je werden lässt.
Marin
Mit gleich vier Gravel Bike Modellen ist Marin wirklich sehr breit aufgestellt und hat daher absolut das Prädikat Gravel Bike Marke verdient. Gestalt, DSX, Four Corners, Nicasio. Während sich das DSX eher an Mountainbiker richtet, sind das Four Courners und Nicasio eher als robuste Alltags- und Langstreckenräder konzipiert. Wer es gerne etwas sportlicher mag, ist mit dem Gestalt bestens bedient.
Merida
An sich bieten die Taiwanesen nur ein Gravel Bike Modell, das SILEX. Dieses ist jedoch in 10 Ausführungen erhältlich. So ist also für jedes Leistungsniveau das passende Rad von Merida dabei. Die günstigste Version ist das SILEX 200 mit einem UVP von 1.349 Euro. Das Top-Modell SILEX+ Limited bietet zwar eine höherwertige Ausstattung, liegt aber auch mit einem Preis von 4.099 Euro in der oberen Preiskategorie.
Im Bereich Gravel hat Merida das Modell Silex im Sortiment, das in verschiedenen Ausführungen erhältlich ist. Von der voll ausgestatteten Carbon-Version bis zum Einsteiger-Bike mit Aluminiumrahmen ist alles dabei. Was alle Merida Gravel Bike Modelle gemeinsam haben: Eine moderne Optik, viele Befestigungspunkte und jede Menge Fahrspaß.
Ridley
Ob als Begleiter für Ultracycling-Events, Bikepacking-Touren oder für den Alltag - das Kanzo-Modell von Ridley deckt alle Bedürfnisse ab. Sehr früh hat das belgische Unternehmen erkannt, dass sich die Fahrer nicht immer zwischen Speed und Abenteuer entscheiden wollen und auch sollten. Das Kanzo Fast bezeichnet Ridley als schnellstes Gravel-Bike der Welt, der Fokus liegt hier auf Speed und Aerodynamik. Das Kanzo Adventure hingegen ist der perfekte Begleiter für Langstreckentouren und Bike-Packing. Damit kann das Offroad-Abenteuer kommen! Komplettiert wird das Ganze durch die Allmountain- und Electric-Ausführungen.
Die Kanzo Adventure Bikes sind ideal für Offroad-Abenteuer und bieten sowohl Effizienz als auch Komfort im Gelände. Mit ihrer speziellen Geometrie und der großzügigen Reifenfreiheit sorgen sie für Vertrauen in schwierigen Kurven. Dank der zahlreichen Rahmenösen kann man vom Flaschenhalter bis zur Fahrradtasche alles befestigen, um für jedes Abenteuer gerüstet zu sein.
Scott
Auf dem Gebiet der Gravel Bikes hat die Weltmarke Scott zwei Modelle im Portfolio: das Speedster Gravel und das Addict Gravel. Das Addict Gravel ist der beste Beweis dafür, dass Aerodynamik und Abenteuer Hand in Hand gehen können. Dafür sorgen die hochwertigen Komponenten und der ultraleichte Carbon-Rahmen. Der Fokus des Speedster liegt auf einer hohen Robustheit und Alltagstauglichkeit, am Start ist ein Aluminiumrahmen.
Dabei überzeugt das Scott Gravel Bike durch eine hohe Laufruhe und eine fein abgestimmte Bandbreite. Eine integrierte Kabelführung rundet das Gesamtbild ab und macht das Addict zu einem gelungenen Gravel Bike.
Specialized
Die 2 Produktfamilien Crux und Diverge sorgen im Gravel Bike-Sortiment von Specialized für eine breite Auswahl. Da die Kalifornier schon sehr früh im MTB-Bereich aktiv waren, konnten sie ihre Erfahrung im Offroad-Sektor mit der Expertise bei den Rennrädern kombinieren.
Im Bereich Gravel bietet Specialized das Modell Diverge an, das mit der innovativen Technologie Future Shock ausgestattet ist. Diese Innovation verbessert die Stoßdämpfung und erhöht die Wendigkeit des Bikes. Es bietet hervorragende Bikepacking-Fähigkeiten und viel Platz für Reifen - ideal für Gravel-Racer und Bikepacker, die bereit sind, für ein Specialized Gravel Bike mit mehr Komfort und Leistung mehr Geld auszugeben.
Gravelbikes im Test: Was zählt wirklich?
Bei der Wahl des richtigen Gravelbikes spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Hier sind einige wichtige Aspekte, die bei einem Test berücksichtigt werden sollten:
- Gewicht: Ein geringes Gewicht erleichtert das Beschleunigen und Bergauffahren.
- Komfort: Ein komfortables Fahrwerk sorgt für weniger Ermüdung auf langen Strecken.
- Steifigkeit: Ein steifer Rahmen ermöglicht eine effiziente Kraftübertragung.
- Schaltung: Eine präzise Schaltung ist entscheidend für ein reibungsloses Fahrerlebnis.
- Bremsen: Zuverlässige Bremsen sind wichtig für die Sicherheit.
- Reifenfreiheit: Ausreichend Reifenfreiheit ermöglicht die Verwendung verschiedener Reifentypen.
Aluminium vs. Carbon: Das Rahmenmaterial im Fokus
Angesichts des Preisrahmens rollen fast ausnahmslos Räder mit Aluminiumrahmen ins Testlabor. Zwar ist die Anschaffung eines Carbonrahmens inzwischen wesentlich günstiger als noch vor einigen Jahren, nahezu jedes wettkampftaugliche Straßenrad basiert auf dem Verbundwerkstoff.
Dessen Rohre werden in der Regel unter Druck in Form gebracht, dem sogenannten Hydroforming, und miteinander verschweißt. Dank der physikalischen Eigenschaften des Leichtmetalls ist es einfacher und günstiger, fahrstabile, verwindungssteife Konstruktionen auf die Reifen zu stellen.
Soll der Alu-Rahmen aber auch noch möglichst leicht sein, steigt der Aufwand wieder, und der Preisvorteil gegenüber Carbon schrumpft. Folglich behandeln fast alle namhaften Marken den Alu-Rahmenbau inzwischen eher stiefmütterlich und investieren kaum noch in Innovationen. Die günstigen Gravelbikes machen da keine Ausnahme.
Komponenten und Ausstattung
Auch bei der Getriebewahl unterscheidet die günstigeren Räder auf den ersten Blick wenig von den Top-Modellen. Bis auf das Megamo ist an alle Räder Shimanos gravelspezifische GRX-Schaltgruppe geschraubt. Da sich hinter dem Kürzel allerdings ein Wust an Einzelteilen unterschiedlicher Qualität verbirgt, die wild kombiniert werden können, ergeben sich doch teils deutliche Unterschiede in der Performance.
Einigkeit herrscht in dem Punkt, dass die Gänge mechanisch gewechselt werden. Bei Schaltwerk und Kassette dominieren aktuelle Zwölffach-Versionen; immerhin fast ein Drittel der Testräder ist aber noch mit älteren Zehn- oder Elffach-Ritzelpaketen ausgestattet; die Kurbelgarnituren sind mit einem oder zwei Kettenblättern anzutreffen und entstammen durchweg der einfachsten, dafür aber auch etwas schwereren Produktlinie.
Die Antriebe mit Zweifach-Kettenblatt bieten ein größeres Übersetzungsspektrum mit kleineren Sprüngen zwischen den Gängen. Die Übersetzungen sind an allen Rädern auch für Einsteiger und weniger trainierte Gravelbiker tauglich und bieten Reserven für steile Anstiege.
Vorteil der Ein-Kettenblatt-Technik ist die einfachere Bedienung, außerdem ist sie weniger fehleranfällig und wartungsärmer als Schaltungen mit zwei Kettenblättern und Umwerfer.
Testkriterien im Detail
Die Testkriterien für Gravelbikes sind vielfältig und berücksichtigen sowohl subjektive Fahreindrücke als auch objektive Messwerte. Hier eine Übersicht:
- Gewicht (25%): Das gewogene Komplettradgewicht in der einheitlichen Testradgröße.
- Komfort Heck (20%): Die Nachgiebigkeit bei Fahrbahnstößen, gemessen im Labor.
- Komfort Front (10%): Die Verformung des Lenkers unter Last.
- Frontsteifigkeit (10%): Die Lenkpräzision und das Vertrauen ins Rad bei hohem Tempo.
- Tretlagersteifigkeit (10%): Wie stark der Rahmen bei harten Tritten nachgibt.
- Schaltung (5%): Die Schalteigenschaften im Fahrtest.
- Bremsen (5%): Die Funktion als Zusammenspiel von Bremskörper, Belägen und Scheiben.
- Reifen (5%): Rollwiderstand und Grip.
- Lack (5%): Die Haltbarkeit der schützenden Deckschicht.
- Wartung/Einstellung (5%): Wie einfach sich ein Rad warten und einstellen lässt.
Tabelle: Einzelnoten der Gravelbikes im Überblick
Um Ihnen einen besseren Überblick zu verschaffen, hier eine Tabelle mit den Einzelnoten einiger getesteter Gravelbikes:
| Modell | Gewicht | Komfort Heck | Komfort Front | Frontsteifigkeit | Tretlagersteifigkeit | Schaltung | Bremsen | Reifen | Lack | Wartung/Einstellung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Carver Gravel 220 1by | 5,0 | 2,3 | 3,0 | 1,0 | 1,0 | 2,5 | 2,0 | 1,0 | - | - |
Hinweis: Die Noten sind Teilnoten, wobei niedrigere Werte besser sind.
Die Qual der Wahl: Welches Gravelbike passt zu Ihnen?
Die Entscheidung für das richtige Gravelbike hängt von Ihren individuellen Bedürfnissen und Vorlieben ab. Überlegen Sie, wo und wie Sie das Bike hauptsächlich nutzen möchten, und wählen Sie entsprechend.
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