Gravel Bike Herren Einsteiger Test: Finde dein ideales Abenteuerfahrrad

Gravelbikes sind gekommen, um zu bleiben. Ihre Vielseitigkeit, Sportlichkeit und das Versprechen von Abenteuern sind überzeugende Gründe für ihre Beliebtheit. Das Abenteuer beginnt mit der Freiheit, den eigenen Weg zu wählen, ohne sich von losem Untergrund oder Straßen einschränken zu lassen.

Die Sportlichkeit und Leichtigkeit sind in den Rennrad-Genen der Gravelbikes verankert, obwohl sie oft etwas schwerer sind als reine Straßenrennräder. Ihre Vielseitigkeit zeigt sich in den zahlreichen Montagepunkten, die das Anbringen von Schutzblechen, Gepäckträgern, Beleuchtung und sogar Ständern ermöglichen. Weitere Befestigungspunkte erlauben die Nutzung von modernem Bikepacking-Equipment. So können Gravelbikes als alltagstaugliche Randonneure, Abenteuer-Räder oder eine Mischung aus beidem aufgebaut werden. Oder man genießt das Gravelbike einfach pur.

Kurz gesagt, Gravelbikes sind moderne Universalfahrzeuge, die sich von Einkaufsfahrten bis hin zu leichten Trails für viele Einsatzmöglichkeiten eignen. Die Vielseitigkeit spiegelt sich auch in der Vielfalt des Angebots wider. Obwohl sehr sportliche Modelle oft außen vor bleiben, zeigt unser Test, wie groß die Bandbreite sein kann. Die Hersteller setzen dabei kreativ auf verschiedene Geometrien, Materialien und Ausstattungen.

Schaltungsvarianten im Überblick

Die Testräder sind überwiegend mit Kettenschaltungen ausgestattet, was ihren Ursprüngen entspricht. Einige Modelle bieten jedoch auch Premiumgetriebe von Rohloff oder Pinion an. Die Kettenschaltungen im Abenteuer-Segment setzen meist auf Einfach-Kurbeln, kombiniert mit 11, 12 oder 13 Ritzeln am Heck. Dies bietet eine Bandbreite von etwa 400 bis 450 Prozent, je nach Kassettenspreizung, die mal bergtauglicher, mal schneller ausfällt. Diese Systeme sind oft speziell auf den Graveleinsatz zugeschnitten (Shimano GRX, SRAM XPLR-Gruppen) und in den meisten Fällen völlig ausreichend.

Die großen Kassetten mit 50er- oder 51er-Ritzeln, die man von Mountainbikes kennt, finden sich nur am Giant Revolt X1 oder am Merida Silex 700. Vorteile der Einfach-Systeme sind das geringere Gewicht und die einfachere Schaltlogik. Im Test verbauen My Esel, Poison und Stevens Zweifach-Kurbeln. Deren Bandbreite ist durch Kompaktkurbeln und Kompakt-Kassetten nicht viel größer (ca. 475 %), bietet aber mehr Spielmöglichkeiten und feinere Abstufungen.

Komfort und Rahmenmaterialien

Um sich während des Schotterritts nicht zu sehr zu quälen, spielt das körperliche Wohlbefinden eine wichtige Rolle. Hierbei sind das Rahmen- und Gabelmaterial entscheidend. Gerade Carbonrahmen können exakt komfortabel oder extra-steif konstruiert werden. Aluminiumrahmen hinterlassen im Test oft einen steifen Eindruck und sind sehr vortriebsorientiert. Aber selbst Stahl ist kein Garant für höchsten Fahrkomfort. So ist das etwas günstigere GX-500 der Fahrradmanufaktur mit seinem zweifach konifizierten Rohrsatz spürbar steifer als das Ritchey Ascent oder das Rennstahl. Sehr guten Komfort liefert das Titanrad von Falkenjagd.

Unter diesem Aspekt muss man auch die Reifen betrachten. Viele Räder sind mit 40 mm breiten Reifen ausgestattet, was einen guten Kompromiss aus Gewicht und Haftung darstellt, aber auch Komfortpotenzial verschenkt. 45er Gummis bieten bereits einen merklich besseren Komfort. Diese, und teils auch noch breitere Reifen, können meist nachgerüstet werden. An einigen Rädern profitiert man bereits ab Werk davon.

Weniger ein Komfort-Aspekt, aber für den Fahrspaß entscheidend, ist das Reifenprofil. Ausgeprägte Stollen bringen guten Halt auf weicheren Böden, flachere Profile sind für festere Untergründe bis hin zur Straße geeignet. Viele Testräder suchen den Kompromiss im flacher genoppten Conti Terra Speed, legen sich damit aber auf weniger Tiefe und softe Wege fest. Auf verdichtetem Schotter läuft dieser Reifen jedoch schön schnell.

Gefederte und absenkbare Sattelstützen sowie Federgabeln sind in Gravelbikes eher unüblich, treten aber zunehmend auf. Beides ermöglicht es, mehr „Gelände“ zu fahren, Steine und Wurzeln besser zu überrollen und steilere Bergabpassagen mit besserem Schwerpunkt zu meistern. Alternativ gibt es auch starre Sattelstützen, die angenehm nachgeben - etwa die von Canyon oder die Titanstützen bei Falkenjagd oder Idworx. Bei den starren Gabeln ist das weniger der Fall. Hier ist eine Kombination aus flexendem Cockpit mit dämpfendem Lenkerband und einem breiteren Reifen eine gute Alternative.

Ergonomie und Lenker

Lenker können ein feines Komfort- und Ausdauer-Element sein. Unterschiede in der Dämpfung sind klar vorhanden. Wichtiger bei deutlichen Gesamtschwankungen ist aber die Ergonomie, also der Schnitt und die Formgebung. Gerade im Gravelbereich sind die ausgestellten Unterlenker (Flare) sehr angenehm, weil sie viel Kontrolle verschaffen. Sehr breit flach und ausgestellt fallen die Ritchey-Lenker am Velotraum und am Ritchey aus. Der Speedgravel von Rennstahl begeistert ebenso mit seinen deutlichen Innenwinkeln.

Cockpits als Lenker-Vorbau-Einheit, wie am Sciu, haben Diskussionspotenzial. Sie sind zwar leicht und steif, können sogar ergonomisch richtig gut passen, bieten aber keine Einstellmöglichkeiten und der Tausch geht nur komplett. Mit ihrer Agilität und Spritzigkeit begeistern Gravelbikes leicht und können sogar süchtig machen. Und das in einer immer weiter wachsenden Angebotsbandbreite.

Die besten Gravel Bikes 2025 im Test

In einer Zeit, in der das Streben nach Abenteuern und Freiheit ständig wächst, bieten Gravel Bikes die perfekte Schnittstelle zwischen Straßenrennrad und Mountainbike. Egal, ob du ein erfahrener Gravel Bike Enthusiast oder ein Neuling in der Welt der grobkörnigen Fahrradwege bist, hier findest du nützliche Einblicke, die dir helfen, die perfekte Wahl zu treffen. Von Bikebacking-Rädern bis hin zu Allroad Gravel Bikes für deine nächste Tour - das Jahr 2025 hat eine beeindruckende Palette von Gravel Bikes zu bieten, die sich hervorragend für verschiedene Fahrstile eignen.

Allroad Gravel Bike Tests

Allroad Gravel Bikes besitzen eine harmonische Geometrie mit einer aufrechteren Sitzhaltung, die den Fahrkomfort auf längeren Touren verstärkt. Sie sind mit breiten Reifen ausgestattet, die jedoch in der Regel nur über ein minimales Profil verfügen - optimal für Kieswege, aber weniger geeignet für schlammige Bedingungen. Die Allroad Gravel Bikes zeichnen sich durch ihre Agilität aus und bieten ein breites Übersetzungsverhältnis sowie Befestigungspunkte für Schutzbleche, was sie zur idealen Wahl für Ausflüge auf Feld- und Waldwegen macht.

Ghost Asket CF 30

  • Robuster Carbonrahmen mit MTB-inspirierter Geometrie
  • 40 mm Federweg für hohen Fahrkomfort
  • Dropper Post für bessere Kontrolle
  • Relativ schwer (10,1 kg)
  • Weniger agil auf schnellen Schotterstrecken

Das Ghost Asket CF 30 ist ein spannender Hybrid aus Gravel- und Mountainbike, das besonders auf technischen Trails seine Stärken ausspielt. Für schnelles Gravel-Racing oder Bikepacking gibt es jedoch agilere oder vielseitigere Alternativen - und das teils zu einem günstigeren Preis.

Cervélo Áspero

  • Verbesserte Aerodynamik
  • Mehr Komfort durch überarbeiteten Hinterbau
  • Integrierte Kabelführung für cleanen Look
  • Keine wesentlichen Änderungen an der Geometrie
  • Weniger geeignet für Bikepacking

Das Cervélo Áspero bleibt ein kompromissloses Race-Gravel-Bike für alle, die Geschwindigkeit lieben. Es ist nicht unbedingt ein Bikepacking-Allrounder, aber wer eine schnelle und aerodynamische Maschine für harte Gravel-Rennen sucht, wird hier fündig.

Scott Speedster Gravel 30

  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Sehr sportlich
  • Optimale Kraftübertragung
  • Für sehr unebenes Gelände ungeeignet

Das Scott Speedster Gravel 30 präsentiert sich als minimalistisches, robustes Gravel Bike für Performance-Fans, die Wert auf Funktionalität ohne unnötigen Schnickschnack legen.

Gravel Bikes fürs Bikepacking und Abenteuerfahrten

Gravel Bikes fürs Bikepacking und ausgedehnte Reisen bestechen durch eine relativ aufrechte Sitzhaltung. Sie bieten eine robuste Rahmenstruktur und Optionen zur Anbringung von Gepäckträgern und Taschen. Ein niedriger Schwerpunkt fördert zudem die Stabilität während der Geländefahrt. Die großzügig bemessenen Reifen mit einer Breite von 45 bis 50 Millimetern sorgen für einen hohen Fahrkomfort und Traktion auf unterschiedlichsten Untergründen. Hinzu kommt, dass die Vielfältigkeit der Schaltungskomponenten ein müheloses Schalten in diversen Terrainarten und Steigungsgraden ermöglicht, um eine effektive Fortbewegung zu gewährleisten. Als besonderes Highlight bieten einige Modelle sogar Federungsgabeln, die für eine noch stärkere Absorption von Unebenheiten sorgen.

Carver Gravel 230

  • Hochwertiger Aluminiumrahmen mit guter Dämpfung
  • Zahlreiche Montageösen für Bikepacking & Schutzbleche
  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis (1.699 €)
  • Wenig spritzig im Antritt
  • Laufräder nicht tubeless-fähig

Das Carver Gravel 230 überzeugt als komfortabler und vielseitiger Allrounder, der in jeder Umgebung eine gute Figur macht. Die Kombination aus gut durchdachter Geometrie, hochwertiger Ausstattung und dem attraktiven Preis macht es zu einer starken Wahl im Gravel-Segment.

Merida Silex 700

  • Top ausgestattetes und ausgewogenes Gravel Bike
  • Laufruhig, sprintstark und tourentauglich
  • Viele Befestigungsösen - ideal für Bikepacking und lange Touren
  • Schmaler Lenker ohne Flare - könnte mehr Kontrolle bieten
  • Erhöhter Wartungsaufwand

Das Merida Silex 700 ist ein hochwertig ausgestattetes, laufruhiges und vielseitiges Gravelbike, das für lange Touren, sportliche Fahrten und Bikepacking-Abenteuer ideal ist.

Giant Revolt Advanced Pro 1

  • 53 mm Reifenfreiheit
  • Flip-Chip für variable Geometrie
  • D-Fuse-Sattelstütze für mehr Komfort
  • Clevere Integration mit Staufach im Unterrohr
  • Umstellung der Geometrie erfordert Bremssattel-Neuausrichtung
  • Cockpit eher breit

Das Giant Revolt Advanced Pro 1 ist ein hochmodernes und unglaublich vielseitiges Gravelbike, das sich für Abenteuer, lange Touren und auch schnelle Schotterpisten eignet. Mit cleveren Detaillösungen, einer hohen Reifenfreiheit und durchdachter Ausstattung könnte es sich als eine der besten Allround-Optionen für 2025 erweisen.

Race Gravel Bikes

Das Gravel Race Bike wurde speziell für den Renneinsatz entwickelt. Das geringe Gewicht und die Aerodynamik sind vor allem dem Carbonrahmen und den Carbonfelgen zu verdanken. Die gestreckte Sitzposition auf dem Rad erinnert stark an ein Rennrad. Ein weiteres charakteristisches Merkmal ist der längere Radstand in Verbindung mit einem tieferen Schwerpunkt und flacheren Lenkwinkeln, ergänzt durch kurze Vorbauten, die bei hohen Geschwindigkeiten auf unebenen Strecken für souveräne Stabilität und einen geraden Geradeauslauf sorgen. An einem Gravel Race Bike fehlen in der Regel Anbauteile für zusätzliches Gepäck oder Spritzschutz.

Trek Checkmate SLR 7 AXS

  • Sehr leichtes Race-Gravel-Bike (8,1 kg)
  • IsoSpeed-Technologie für hohen Komfort
  • Aerodynamisches RSL-Cockpit für optimale Griffpositionen
  • Hoher Preis
  • Serienmäßige Reifen nicht die beste Wahl für Rennen

Das Trek Checkmate SLR 7 AXS überzeugt mit einer durchdachten Kombination aus Speed, Komfort und Aerodynamik. Vor allem ambitionierte Gravel-Racer, die eine leistungsstarke Maschine mit cleveren Features wie IsoSpeed suchen, kommen hier auf ihre Kosten.

Ridley ASTR RS

  • Kombiniert Race-DNA mit maximaler Offroad-Tauglichkeit
  • Ultra-leicht: nur 7,82 kg (Größe M)
  • 52 mm Reifenfreiheit für maximale Vielseitigkeit
  • Aerodynamisches Design

Das Ridley ASTR RS kombiniert die Race-DNA des Kanzo Fast mit der Vielseitigkeit des Kanzo Adventure und setzt neue Maßstäbe im Gravel-Rennsport. Mit einer Reifenfreiheit von bis zu 52 Millimetern, einer aerodynamischen Geometrie und einem leichten Rahmen ist es auf hohe Geschwindigkeit und effiziente Kraftübertragung ausgelegt.

Was macht ein Gravelbike aus?

Viele Radfahrer schätzen die Vielseitigkeit des Gravelbikes. Entwickelt für Schotterwege, unbefestigte Straßen und leichte Trails, vereinen sie die besten Eigenschaften von Rennrädern, Cyclocross-Bikes und Mountainbikes.

Rein optisch unterscheiden sie sich nur minimal von einem Rennrad, allerdings sind die Reifen etwas breiter, um das Bike geländegängig zu machen. Mit ihrer Fähigkeit, dort weiterzufahren, wo Rennräder an ihre Grenzen stoßen, und gleichzeitig schneller und vielseitiger zu sein als Mountainbikes, schließen sie eine wichtige Lücke im Radsport. Denn: Ob auf Asphalt oder im Gelände - Gravelbikes fühlen sich überall zu Hause und bieten eine Mischung aus Vielseitigkeit, Robustheit und Fahrspaß.

Ein weiteres praktisches Merkmal sind die vielseitigen Befestigungspunkte, die Platz für Gepäckträger, Flaschenhalter oder Taschen schaffen. Der sogenannte „Sweet Spot“ - also das beste Preis-Leistungs-Verhältnis - variiert zwischen 1.200 und 1.800 Euro. In diesem Bereich erhalten Sie ein Fahrrad mit hydraulischen Scheibenbremsen, einer zuverlässigen Schaltung und Aluminiumrahmen mit Carbongabel.

Wenn Sie für den Einstieg ein kleineres Budget einplanen, finden Sie ebenfalls passende Modelle. Allerdings sollten Sie hier mit Abstrichen bei der Qualität der Bremsen und der Langlebigkeit einiger Komponenten rechnen. Zudem können im Laufe der Zeit kostenintensive Upgrades nötig werden, falls Sie Ihr Fahrerlebnis weiter optimieren möchten.

Fünf empfehlenswerte Gravelbikes für Einsteiger

Hier stellen wir Ihnen fünf Modelle vor, die sich laut verschiedenen Tests und Empfehlungen besonders gut für den Einstieg ins Gravelbiken eignen. Bei ihnen handelt es sich um einige der günstigsten Modelle auf dem Markt, die aber trotzdem ein gutes Bike-Erlebnis für den Einstieg bieten können, ohne gleich ein Loch in die Haushaltskasse zu reißen.

Cube Nuroad Race

  • Werkstoff: Aluminium
  • Gewicht: 10,3 Kilogramm
  • Schaltung: Shimano GRX RD-RX820
  • Bremsen: hydraulische Scheibenbremsen
  • Preis: 1.499 €

Dank seiner breiten Reifen und der stabilen Geometrie eignet es sich perfekt für lange Touren und vielseitige Strecken - egal, ob auf Asphalt, Schotter oder leichtem Gelände. Der leichte Aluminiumrahmen, die hydraulischen Scheibenbremsen und die durchdachte Geometrie machen es zur idealen Wahl für Einsteigerinnen, die ein zuverlässiges und leistungsstarkes Bike suchen.

Gravelbikes unter 3000 Euro im Test

Die fünfzehn Kandidaten, die am professionellen Vergleich im Labor und auf der Testrunde teilgenommen haben, repräsentieren die gesamte Bandbreite an Gravelbikes im Mittelklassesegment, die derzeit auf dem Markt erhältlich sind. Es gibt Rahmen aus verschiedenen Materialien, bis auf teures Titan und exotisches Holz ist alles dabei. Die Schaltungsmonopolisten Shimano und SRAM bieten neun verschiedene Gruppen an, und auch bei den Rahmengeometrien gibt es Unterschiede.

Die Testmodelle zeigen eine bunte Mischung der Eigenschaften, um den unterschiedlichen Anforderungen potenzieller Käufer gerecht zu werden. Alle Räder können problemlos auf Schotter fahren, ohne dass die Lenkung schwammig wirkt oder es zu einem Kraftverlust durch Verwindungen am Tretlager kommt. Auch das Bremsverhalten bei trockenen Bedingungen war durchweg ausgezeichnet. Es gab einige Unterschiede in Bezug auf die Schaltungen, hauptsächlich in Bezug auf Modellgeneration, Ganganzahl und Abstufung, jedoch weniger in Bezug auf die Qualität.

Vier Gravel-Typen

  1. Das Reisetaugliche: Ein erhöhter Sitzkomfort, ein stabiler Geradeauslauf, gute Dämpfung und ausreichend Befestigungsmöglichkeiten für Gepäck und Flaschen sind hier wichtig.
  2. Das Geländetaugliche: Hier stehen eher kleinere Gänge, voluminöse und stark profilierte Reifen, ausreichend Gewicht auf dem Vorderrad, eine starke Bremse und eine nicht zu gestreckte Haltung im Fokus.
  3. Das Sportgerät: Eine Rahmengeometrie mit einem Lenker für eine aggressive Oberkörperhaltung, eine ausgewogene Balance zwischen Vorder- und Hinterrad, eine fein abgestufte Schaltung sowie ein geringes Gewicht des Fahrrads und der Räder machen dieses Modell schnell.
  4. Der Commuter: Für Pendler ist eine aufrechte Haltung in Alltagskleidung wichtig. Einfache Handhabung, Befestigungsmöglichkeiten für Alltagsgegenstände sowie Robustheit des Rahmensets, des Lacks und der Komponenten sind von größerer Bedeutung als das Gesamtgewicht, die Aerodynamik oder extragroße Gänge.

Gravelbikes unter 3000 Euro: Geschwindigkeitsvergleich

Die Balken auf der Grafik zeigen die Geschwindigkeit in km/h an, die man im kleinsten Gang bei 60 U/min und im größten Gang bei 90 U/min der Kurbel erreicht. Es ist wichtig zu beachten, dass breite Spreizungen der Kassette, wie beim Merida (siehe Bild), große und wenig ökonomische Gangsprünge verursachen.

Technische Aspekte

Rahmen und Materialien

Der Rahmen eines Gravel Bikes ist eine entscheidende Komponente, die seine Leistung und Haltbarkeit bestimmt. In der Regel sind die Rahmen aus Materialien wie Aluminium, Carbon oder Stahl gefertigt. Aluminiumrahmen sind beliebt, da sie ein gutes Gleichgewicht zwischen Gewicht, Steifigkeit und Kosten bieten. Carbonrahmen sind leichter und bieten eine bessere Vibrationsdämpfung, sind aber in der Regel teurer. Stahlrahmen sind robust und komfortabel, aber auch schwerer.

In der Preisklasse bis 2000 Euro sind fast ausnahmslos Räder mit Aluminiumrahmen vorzufinden. Nur dem Cube gelingt es als einzigem Modell, das Speed-Gefühl eines Rennrads auf die Schotterpiste zu übernehmen. Aus einem einfachen Grund: Der deutsche Hersteller schafft es wieder einmal, sein Bike überdurchschnittlich gut auszustatten und trotzdem mit einem leichten Carbonrahmen in den Handel zu stellen.

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