Schutzblech Montage am Gravel Bike: Eine umfassende Anleitung

Schutzbleche sind ein unverzichtbares Zubehör für Radfahrer, besonders bei Fahrten im Gelände oder bei Regenwetter. Sie schützen nicht nur den Fahrer vor aufspritzendem Schmutz und Feuchtigkeit, sondern auch die Kleidung und den Fahrradrahmen. Zusätzlich können sie Lackschäden durch herumfliegende Steinchen reduzieren.

Die Vorteile von Schutzblechen

  • Schutz vor Schmutz und Feuchtigkeit: Kleidung und Fahrradrahmen bleiben sauber.
  • Reduzierung von Lackschäden: Abfangen von herumfliegenden Steinchen.
  • Erhöhte Sicherheit: Bessere Sicht durch weniger Spritzwasser.
  • Komfort: Angenehmere Fahrten bei schlechtem Wetter.

Die Wahl des richtigen Schutzblechs

Form, Material, Größe und Länge des Schutzblechs sollten individuell zum jeweiligen Fahrradreifen passen. Es gibt deutliche Unterschiede in der Breite. Der Spritzschutz sollte insgesamt ca. 5 mm breiter sein als der eigentliche Reifen. Radschützer aus stabilem Metall bzw. Aluminium sind robuster als Kunststoffvarianten.

Bei der Wahl des richtigen Schutzblechs sollten Sie folgende Aspekte berücksichtigen:

  • Reifenbreite: Das Schutzblech sollte etwas breiter als der Reifen sein.
  • Material: Kunststoff für geringes Gewicht, Metall für Robustheit.
  • Art der Befestigung: Steckschutzbleche für Flexibilität, fest montierte für dauerhaften Schutz.
  • Kompatibilität: Passen die Befestigungspunkte am Fahrrad zum Schutzblech?

Arten von Schutzblechen

Es gibt verschiedene Arten von Schutzblechen, die sich hinsichtlich ihrer Befestigung und ihres Einsatzbereichs unterscheiden:

  • Steckschutzbleche: Diese lassen sich bei Bedarf einfach am Fahrrad einstecken und wieder abnehmen. Sie sind besonders für Mountainbike- und Rennradfahrer interessant.
  • Fest montierte Schutzbleche: Diese bieten einen dauerhaften Schutz und sind stabiler als Steckschutzbleche. Ihre Montage ist jedoch aufwendiger.

Montage von Steckschutzblechen

Die Montage von Steckschutzblechen ist einfach und erfordert nur wenig Werkzeug. Üblicherweise werden zwei kleine Halterungen benötigt.

  1. Drehen Sie das Fahrrad vollständig auf den Kopf. Achten Sie auf einen stabilen Untergrund und legen Sie zum Schutz eine Decke unter.
  2. Bauen Sie die vordere Halterung zusammen. Stecken Sie die Verbindungsteile ineinander und legen Sie die Mutter in die Aussparung.
  3. Schieben Sie die längliche Halterung mit den Einschubnasen ein.
  4. Ziehen Sie die Schraube mithilfe eines Sechskantschlüssels leicht an, so dass die Mutter nicht abfallen kann.
  5. Schieben Sie den Einsatz in das untere Rohrende der Fahrradgabel. Entfernen Sie ggf. eine Schutzabdeckung.
  6. Drehen Sie die Halterung so, dass die Spritzschutzbleche eingeschoben werden können, also parallel zum Fahrradrahmen.
  7. Ziehen Sie die Schraube fest und klicken bzw. schieben Sie das Steckschutzblech in die Führung.
  8. Drehen Sie das Bike vorsichtig wieder um.
  9. Die rückwärtige Befestigung erfolgt ohne Werkzeug. Legen Sie den Haltegurt um die Sattelstütze und haken Sie die Schnalle ein.
  10. Drücken Sie den Hebel fest an. Über die Gelenkschraube kann die Position des Steckbleches nachjustiert werden.

Montage von CUBE Acid MTB-Schutzblechen

Diese Anleitung erklärt die Montage von CUBE Acid MTB-Schutzblechen an Aluminium-Hardtails wie z.B. Reaction, Attention oder Access Modellen. Im Wesentlichen haben alle MTB-Aluminiumrahmen von CUBE die gleiche Aufnahme, sodass diese Anleitung für diese Modelle zutrifft.

Varianten der Schutzbleche

CUBE bietet die Acid MTB-Schutzblechsets in zwei Breiten an. 65 Millimeter Breite eignen sich für Hardtails ohne Motor und 75 Millimeter passen am besten zu E-Bikes. Zusätzlich zu den beiden Breiten stehen noch zwei Befestigungs-Optionen zur Auswahl. ST- und BB Mount stehen als Kürzel für “Seat Tube”, also Sitzrohr-, und “Bottom Bracket”, also Tretlageraufnahme.

Um zu prüfen, welche Variante du für dein Bike benötigst, musst du checken, ob sich zwischen den beiden Kettenstreben im Tretlagerbereich eine Gewindeaufnahme befindet. Ist diese vorhanden, passt das BB Mount-Schutzblech. Fehlt das Gewinde an der Stelle, musst du das ST-Mount Schutzblech verwenden.

Montage Schutzblech vorne

Wir fangen mit der Montage des vorderen Schutzblechs an. Da die meisten Mountainbike-Gabeln keine Möglichkeit bieten, das Schutzblech an der Gabel zu verschrauben, liegen dem Schutzblech-Set gummierte Halterungen bei, die an der Krone und den Holmen der Gabel befestigt werden.

Oben ist das Schutzblech simpel und effektiv mit zwei Kabelbindern und einer Gummilasche an der Gabelkrone fixiert. Damit das Ganze ordentlich aussieht, solltest du die Köpfe der Kabelbinder am besten so weit wie möglich nach hinten schieben.

Um die Verstärkungsstrebe am Schutzblech befestigen zu können, musst du am unteren Ende einen kleinen Clip in das Schutzblech drücken. Durch eine 90 Grad Drehung schnappt die Strebe in die Halterung des Clips.

Zwei Klemmen dienen zur Fixierung der Strebe an den Holmen der Gabel. Damit das Schutzblech im richtigen Abstand zum Reifen sitzt, muss die Länge der Strebe angepasst werden. Taste dich am besten Schritt für Schritt an die korrekte Länge der Streben heran. Im Optimalfall hast du eine Eisensäge zuhause, mit der du die Streben kürzen kannst.

Im Notfall funktioniert auch ein Bolzenschneider, doch Vorsicht! Schütze deine Augen vor den Enden der Streben, die du abtrennst. Ein wenig Toleranz zur Verstellung der Streben ist zwar in den beiden Klemmen vorhanden, allerdings solltest du relativ genau arbeiten und auf keinen Fall zu viel abtrennen.

Montage Schutzblech hinten

Für die Montage des hinteren Schutzblechs werden ein paar mehr Werkzeuge und handwerkliches Geschick gefordert, doch wenn du dieser Anleitung folgst, sollten auch diese Schritte keine große Herausforderung darstellen, selbst wenn du ungeübter Schrauber bist.

Im ersten Schritt wird das Schutzblech im Tretlagerbereich montiert. Jetzt kommen die beiden verschiedenen Varianten ins Spiel. BB-Mount wird mit einer Schraube im Tretlagerbereich angebracht und ist damit direkt in der richtigen Position. Bei der ST-Variante wird ein halbrunde Schelle ins Schutzblech geklipst, die wiederum mit einem Gummi um das Sitzrohr fixiert wird.

Beim ST-Mount ist die richtige Höhe der Befestigung zu beachten, da ein zu niedrig angebrachtes Schutzblech bei der Montage eines Gepäckträgers zu Problemen führen kann. Als Richtwert würden wir empfehlen, dass der Gummi des unteren Halters knapp oberhalb der Flaschenhalterschrauben liegt.

Möchtest du keinen Gepäckträger montieren, werden als nächstes die Halter für die Verstärkungsstrebe montiert. Diese werden von innen in die Ausfallenden des Bikes geschraubt. Damit du diesen Schritt problemlos durchführen kannst, solltest du das Hinterrad ausbauen.

Sind die beiden Halter montiert, muss das Hinterrad wieder eingesetzt werden. Wie beim vorderen Schutzblech, justierst du nun wieder die Länge der Streben. Achte dabei auf einen gleichmäßigen Abstand zwischen dem Reifen und Schutzblech. Du musst die Streben noch nicht mit den Schrauben klemmen, denn das Schutzblech muss für die weitere Montage noch einmal vom Bike entfernt werden.

Nun fehlt nur noch die Verbindung zur Brücke an den Sitzstreben. Im Lieferumfang sind einige Adapter und Abstandshalter für die unterschiedlichen Rahmengrößen enthalten. Nachdem das Schutzblech schon an den beiden anderen Punkten fixiert ist, kannst du nun ausprobieren, welcher Adapter am besten zwischen Schutzblech und Aufnahmepunkt am Rahmen passt.

Mit einem Bleistift machst du dir nun eine Markierung, wo der Abstandshalter sitzt, damit du an der richtigen Stelle bohren kannst. Demontiere das Schutzblech jetzt noch einmal.

Mit einem 5 Millimeter Bohrer solltest du jetzt so mittig wie möglich an der markierten Stelle durch das Schutzblech bohren. Denk daran: Besser zweimal messen als zweimal bohren.

Zur Verschraubung in der Brücke zwischen den Sitzstreben musst du den kleinen Würfel inklusive Mutter in die vorgesehene Fassung schieben. Nun kannst du das Schutzblech an allen Stellen am Rahmen verschrauben.

Allgemeine Tipps zur Schutzblech-Montage

Unabhängig von der Art des Schutzblechs gibt es einige allgemeine Tipps, die bei der Montage beachtet werden sollten:

  • Richtige Breite: Das Schutzblech sollte ein paar Millimeter breiter sein als der Reifen. Als Faustformel gilt: Auf beiden Rändern je ein halber Zentimeter Überstand. Für 28-Millimeter-Pneus sollte das Schutzblech demnach rund 38 Millimeter breit sein. Gleichzeitig muss darauf geachtet werden, dass die Schmutzfänger noch durch die Streben bzw. Gabel passen.
  • Befestigungspunkte überprüfen: Vorm Kauf von Schutzblechen sollten Sie Ihr Rennrad hinsichtlich möglicher Befestigungs­punkte unter die Lupe nehmen. Vor allem Gravel­bikes verfügen inzwischen zwar über entsprechende Montageösen, die jedoch nicht immer auch an der richtigen Stelle sitzen.
  • Abstand halten: Die Schutzbleche sollten mindestens einen Zentimeter Abstand vom ­Reifen haben, vor allem bei grobstolligem Profil, damit aufgewirbelte oder im Profil steckende Steine oder Stöckchen sich nicht verklemmen können.
  • Schutzfolie verwenden: Bei vielen Schmutzfängern zur Schnellmontage zählt eine Schutzfolie zum Lieferumfang. Diese sollte zwischen Schutzblech und Rahmen angebracht werden, um den Lack zu schonen.
  • Passendes Werkzeug: Bei Festmontage-Schutzblechen müssen die Streben möglicherweise mit einem Bolzenschneider, Kneifzange oder einer Eisensäge gekürzt werden. Vorsicht: Um böse Überraschungen zu vermeiden, sollten die Streben jedoch erst gekürzt werden, nachdem die Schutzbleche endgültig montiert sind und der Reifenfreigang überprüft wurde. Andernfalls lassen sich diese mög­licherweise nicht mehr am Rahmen befestigen. Spezielle Kunststoffkappen schützen vor scharfkantigen Ecken.
  • Spritzschutz verlängern: Um den Nässeschutz am Vorderrad zu erhöhen, hilft ein Spritzlappen. Dieser lässt sich beispielsweise aus einem alten Reifen mit entsprechender Breite zurechtschneiden und mit Kabelbindern durch sich überlappende Bohrungen in Reifen und Schutzblech mit Hilfe von Kabelbindern befestigen.

Weitere Tipps für die Befestigung

  1. Ermitteln Sie zunächst die Stelle, an der sich die Schutzblechstreben abstützen. Kleben Sie zähe Schutzfolie darauf, um Lack und Rahmenmaterial vor Abrieb zu schützen.
  2. Bei pulver­lackierten Rahmen muss man offene Gewinde häufig erst nachschneiden. Eingedrungener Lack überlagert die Gewindegänge im Metall.
  3. Geben Sie einen Tropfen Schraubenkleber, mittelfest, auf das Schraubengewinde, wenn es sich um Rahmengewinde handelt. Der Kleber hindert die Schraube daran, sich selbsttätig zu lockern.
  4. Montieren Sie Kunststoff-Strebenfüße immer mit beidseitigen Beilagscheiben. Die verteilen den Druck besser. Sonst besteht die Gefahr, dass der Kunststoff bei zu hohem Dreh­moment reißt.
  5. Benutzen Sie möglichst selbstsichernde Muttern für die Montage an Rahmenelementen. Deren Kunststoffring verhindert, dass sich die Verschraubung durch Vibra­tionen wieder aufrüttelt. Platzieren Sie zwischen Schraubenkopf, Strebenfassung und Rahmen je eine Beilagscheibe. Das verteilt den Anpressdruck und sorgt für eine stabile, materialschonende Verbindung.
  6. Befestigen Sie Schutzbleche zunächst nur handfest an ihrer höchsten Stelle an Rahmen oder Gabel. Dann lässt sich die Parallelität zum Reifen und die Strebenlänge feinfühliger ausrichten.
  7. Komfortabel sind die variablen Strebenklemmungen von SKS: Eine Schraubschelle erlaubt die exakte Längsjustierung der Streben in der Fassung und damit die exakte Ausrichtung des Blechs zur Reifenoberfläche.
  8. Stecken Sie zum Ausrichten des Blechs die Streben zunächst nur lose in die Fassung am Ausfallende. Regulieren Sie Distanz und Winkel des Blechs zum Reifen und fixieren Sie dann die Strebenfassung.
  9. Steht die Strebenlänge endgültig fest, kürzen Sie den Überstand an der Klemmschelle. Bei dünnen Alustreben genügt ein Seitenschneider, dickere Stahl­streben längt man mit der Metallsäge ab.
  10. Das Blech soll auf ganzer Länge einen kontinuierlichen Abstand von mindestens 15 Millimetern parallel zum Reifen haben.

Test-Fazit zu den Rennrad-Schutzblechen

Steckbleche sind in der Regel schnell montiert und leicht, eignen sich aber eher für gelegentlichen Einsatz bei Nässe. Wer unabhängig von der Wettervorhersage Rad fahren will, sollte zu fest montierten Blechen greifen. Mit den Besten bleiben Rücken und Füße auch bei längeren Regenfahrten trocken. Die Montage kann allerdings zur Geduldsprobe werden. Wichtig vor dem Kauf: Befestigungspunkte am Rad checken!

Kategorie 1: Schutzbleche mit fester Montage

Unsere vier Modelle bieten allesamt einen guten Nässeschutz. Die Montage ist allerdings etwas aufwendig und erfordert Geschick.

Alle fest zu montierenden Schutzbleche aus unserem Test schützen gut bis sehr gut vor Nässe. Am besten gelingt das den Specialized Dry-Tech Fender - kein Schutzblech-Set umschließt die Laufräder auf größerem Umfang als das der US-Amerikaner. Dadurch schützt man nicht nur die eigenen Füße und den Rücken zuverlässig, beim Windschattenfahren behält auch der Hintermann den nötigen Durchblick.

Die robusten Aluminium-Bleche sind mit 80 Euro aber auch die mit Abstand teuersten Modelle im Test. Das in drei Größen erhältliche Set bietet Platz für bis zu 55 Millimeter breite Reifen - damit eignet es sich auch für Gravelbikes. Knapp dahinter reihen sich die ebenfalls in drei Varianten erhältlichen Bontrager NCS ein. Mit mehr als 600 Gramm sind diese zwar das schwerste Set im Test, doch darauf sollte man bei Schutzblechen nicht allzu großen Wert legen, sie bleiben ja in der Regel nicht dauerhaft am Rad.

Die schlechteste Gesamtnote bei den festen Schutzblechen geht an die Procraft Rainbow. Sie haben uns bei der Montage am meisten Geduld abverlangt. Zwar mussten wir auch bei den Schmutzfängern von Bontrager und SKS zum Bolzenschneider greifen, um die Streben zu kürzen, bei Procraft erwiesen sie sich allerdings als besonders widerspenstig.

Außerdem sind die Kanten der Schützer kaum gerundet, der Kunststoff ist insgesamt sehr weich. Hier punkten die tadellos verarbeiteten SKS Bluemels Shiny 35. In Sachen Sicherheit bieten die Schützer von Procraft und SKS einen Auslösemechanismus: Verfängt sich ein Zweig zwischen Schutzblech und Rad, entkoppeln sich die Streben, damit das Rad nicht blockiert. Den Schmutzfängern der beiden US-amerikanischen Hersteller fehlt diese Lösung.

Alle getesteten Rennrad-Schutzbleche zur Festmontage

Marke Modell Preis (Euro) Reifenbreite (Millimeter) Gewicht (Gramm) Fazit
Bontrager NCS 50-60 25, 35, 45 617 Die glänzenden Kunststoff-Bleche lassen sich relativ schnell montieren, die Streben können einfach angepasst werden. Schwerstes Set im Test.
Procraft Rainbow 36 35, 45, 50 454 Bei der Montage ist auch wegen der knapp gehaltenen Anleitung Geduld gefragt. Ist das glänzende Kunststoff-Set dann aber am Rad angebracht, erfüllt es seinen Zweck und schützt vor Spritzwasser.
SKS Bluemels Shiny 35 Black Set 26 28 474 Tadellos verarbeitet, mit Sicherheits-Clip zum Lösen der Streben. Kritikpunkt: Die Strebenlänge am hinteren Schützer war bei der Montage am Testrad weitgehend ausgereizt.
Specialized Dry-Tech Fender 80 35, 42, 55 595 Der Testsieger schmiegt sich weit um den Reifen und bietet einen exzellenten Spritzschutz. hochwertig verarbeitet. Vergleichsweise schwer und relativ teuer.

Kategorie 2: Rennrad-Schutzbleche zur schnellen Montage

Nicht alle Schutzblech-Modelle schützen ausreichend vor Nässe und Schmutz. Die Anbringung ist dagegen unkompliziert und schnell erledigt.

Im Gegensatz zu den festmontierten Schutzblechen muss man bei den Schnellmontage-Modellen kleinere Abstriche beim Nässeschutz in Kauf nehmen. Am besten schneiden hier die SKS Speedrocker ab, die Reifen bis zu 42 Millimeter umschließen und laut Herstellerangaben speziell für Gravelbikes entwickelt wurden. Auch die BBB SlimGuard halten einen trocken - allerdings mit Einschränkungen. Der Grund: Die Schmutzfänger passen ausschließlich an Felgenbremsen-Räder mit einfachem Bremsbolzen, sind nur für Reifen bis maximal 28 Millimeter geeignet und benötigen genügend Freiraum zwischen Sitzrohr und Reifen.

Bei unserem Testmodell, einem älteren Scott Foil, war das nicht der Fall. Aus diesem Grund mussten wir auf das steckbare Teilstück zwischen Sitzstreben und Sitzrohr verzichten - und wurden entsprechend an den Füßen nass. Nur bedingt empfehlenswert sind die - nur einzeln erhältlichen - Gravelhugger von Mudhugger. Das hintere Blech schützt aufgrund der Befestigung an den Sitzstreben nur Po und Rücken. Füße und Antrieb bekommen ordentlich Spritzwasser und Dreck ab - außer man ist zum Improvisieren bereit und verlängert das Schutzblech selbst.

Die Befestigung mit Gummiringen und Kabelbindern ist simpel, dafür geht sie am schnellsten. Besser gefiel uns die Befestigung der Crud Roadracer MK3. Dank eines äußerst stabilen und klebbaren Klettverschlusssystems lässt sich das Schutzblech-Set an nahezu jeder Rahmenform anbringen und mühelos ausrichten. Leider wirkt der Kunststoff billig und ist vergleichsweise weich. Mit 248 Gramm sind die Roadracer dafür das leichteste Set im Test.

Alle getesteten Rennrad-Schutzbleche zur Schnellmontage

Marke Modell Preis (Euro) Reifenbreite (Millimeter) Gewicht (Gramm) Fazit
BBB SlimGuard 50 28 365 Die schmalsten Schutzbleche im Test lassen sich nur an Bremsbolzen und Schnellspannachse anbringen. Bei Aero-Rennern muss man auf das Steckblech zwischen Sitzstrebe und Sitzrohr wegen des fehlenden Freiraums verzichten.
Crud Roadracer MK3 40 38 248 Das lange vordere Schutzblech schützt gut vor Nässe, das assymetrische hintere hält den Antrieb relativ trocken und sauber. Abzüge gibt es wegen des Materials, der Kunststoff wirkt billig und ist vergleichsweise weich.
Mudhugger Gravelhugger Front & Rear 56 50 262 Bis zu 50 Millimeter breite Schlappen haben unter den Kunststoff-Blechen Platz; wenig Nässeschutz, vor allem hinten, weil das Schutzblech nur bis zu den Sitzstreben reicht. Sehr einfach zu montieren.
SKS Speedrocker 50 42 415 Empfehlung vor allem für Gravelbikes. Vielfältig einstellbar, guter Spritzschutz. Vergleichsweise schwer.

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